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	<title>jesus-der-christus.org - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Wie_erlange_ich_das_ewige_Leben%3F&amp;diff=242</id>
		<title>Wie erlange ich das ewige Leben?</title>
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		<updated>2026-04-02T15:21:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Liebe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Frage aller Fragen ist doch: gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es die Möglichkeit weiter zu leben? Oder falle ich mit dem Tod ins Nichts? Und wenn es nach dem Tod weiter geht und es ein ewiges Leben gibt: wie kann ich es erlangen, wie kann ich da hinein kommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht stellst du dir gerade diese Fragen - und wenn nicht, könnte es trotzdem jetzt mal ein guter Zeitpunkt sein, sich darüber ernsthafte Gedanken zu machen. ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt, dass das Thema des ewigen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Auch das [[Apostolisches_Glaubensbekenntnis#Apostolisches_Glaubensbekenntnis|apostolische Glaubensbekenntnis]] weist in seiner letzten Zeile, sozusagen als Zielpunkt, als krönenden Schluss auf das ewige Leben hin&amp;lt;/ref&amp;gt;, das uns durch Jesus ermöglicht wird, eines der schwierigsten ist, wie schon [https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] gesagt hat: „Von dem, was wir hierzu sagen, gilt das Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustins]: »Wir sprechen darüber, nicht weil wir es sagen könnten, sondern weil darüber nicht geschwiegen werden darf.«“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 150&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig ist es paradoxerweise so einfach, dass es von einem Kind erfasst werden kann, siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Markus10,13-16 Markus 10,13-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unser Leben ist begrenzt durch den Tod ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt sicherlich keine Neuigkeit für dich, klar, das dürfte eigentlich jedem klar sein, dass wir endliche, sterbliche Wesen sind, dass also alle Freuden und Annehmlichkeiten dieses Lebens - mögen sie auch noch so groß und herrlich sein - zeitlich auf die paar Jahrzehnte begrenzt sind, die es unser sterblicher Körper uns ermöglicht zu leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Es scheint schwierig zu sein über die Schallmauer von 120 Jahren deutlich hinauszukommen, siehe: [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_%C3%A4ltesten_Menschen Liste der ältesten Menschen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unendlichkeit, ewiges Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Olivenbaum k.png|mini|200px|Olivenbaum in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kidrontal Kidrontal] mit einem Alter von über 1.000 Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das nicht glaubst, dass sich jeder Mensch nach ewigem Leben sehnt (ok, fast jeder, es mag wenige Ausnahmen geben, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass gerade du dazu gehörst ;-)), dann schau dir mal die Umsätze der Kosmetikbranche&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/themen/25/kosmetik/ &#039;&#039;statista:&#039;&#039; Umsätze in der Kosmetik]&amp;lt;/ref&amp;gt; an, oder die gewaltigen Anstrengungen, die gemacht werden um die lebensverlängernde Medizin voranzutreiben (z.B. unterstützt auch die größte Stiftung der Welt, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_&amp;amp;_Melinda_Gates_Foundation Bill und Melinda Gates Stiftung], weltweite medizinische Projekte). Ich bin mir sicher, wenn es eines Tages gelingen sollte, das Genreparatursystem und die Proteinstabilität medikamentös so sehr zu verbessern&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. lebt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nacktmull#Lebenserwartung Nacktmull] um ein vielfaches länger als alle anderen ähnlichen Nagetiere, weil er offensichtlich ein besseres Genreparatursystem und und eine bessere Proteinstabilität besitzt als diese. Forschern ist es bereits gelungen bei Mäusen den Alterungsprozess medikamentös zu bremsen, siehe dazu: &#039;&#039;inFranken.de: [https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/forscher-bremsen-alterungsprozess-neue-therapie-pille-bremst-das-altern;art154607,3963998 &#039;&#039;Neue Therapie: Forscher bremsen Alterungsprozess aus - Pille verzögert das Altern nachweislich]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass es möglich wäre, [https://de.wikipedia.org/wiki/Methuselah z.B. so alt wie ein Baum zu werden], also über 1.000 Jahre alt&amp;lt;ref&amp;gt;Z.B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum Olivenbäume] können sehr alt werden: Als wir 2005 in Israel waren, hatte ich diese Olivenbäume fotografiert. Sie stehen im Kidrontal und sind über 1.000 Jahre alt, sie standen also möglicherweise schon als Jesus hier mit seinen Jüngern durchzog um zum Ölberg und damit nach Gethsemane zu gelangen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,26-32 Mk 14,26-32]). Über die Menschen zu Zeiten [https://de.wikipedia.org/wiki/Noah Noahs] wird in der Bibel berichtet ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose5 1. Mose 5]), dass sie ein Alter von bis zu 1.000 Jahren erreichen konnten. Wenn man von einer genetischen Degeneration ausgeht (z. B. verursacht durch erhöhte Weltaumstrahlung), könnte dies möglich sein, denn wenn sich die menschlichen Zellen immer wieder erneuern (wie die pflanzlichen) und also nicht altern würden, [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung#Lebenserwartung_anderer_Lebewesen könnten solche Alter erreicht werden]. Es gibt z. B. Neptungras, das bis zu 80.000 Jahre alt wurde, siehe: [https://sciencev2.orf.at/stories/1694444/index.html &#039;&#039;ScienceORF.at:&#039;&#039; Seegras: Das älteste Lebewesen der Welt?]. Das älteste Wirbeltier der Welt kann bis zu 500 Jahre alt werden und ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Grönlandhai Grönlandhai], siehe zur Datierung: [https://www.science.org/doi/10.1126/science.aaf1703 &#039;&#039;Science.org&#039;&#039;: Eye lens radiocarbon reveals centuries of longevity in the Greenland shark (Somniosus microcephalus)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dann würde sich der Hersteller des Genstabilisierungsmedikaments vor Aufträgen kaum noch retten können.&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das zeigt die unbändige Sehnsucht nach Leben, nach möglichst langem Leben, am besten nach ewigem, unendlichem Leben in uns allen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unendlichkeit Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unendlichkeit können wir nicht ohne den unendlichen Gott erreichen, denn auch mit diesem Genstabilisierungsmedikament müssten wir doch irgendwann sterben, so wie auch Bäume nicht unendlich alt werden können. Nur durch Gott, den  Lebenserschaffer und - erhalter können wir ewiges Leben erreichen. Wenn du Zweifel hast, ob er überhaupt existiert und dieses Universum und damit auch uns geschaffen hat, dann empfehle ich dir, vor der weiteren Lektüre dieses Artikels, dich zuerst mit den [[Existiert_Gott%3F|Argumenten für seine Existenz]] zu befassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch menschliche Anstrengungen ist es unmöglich den alles besiegenden Tod zu besiegen. Welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_medizinischer_Fortschritte Fortschritte die Medizin in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten] auch gemacht hatte, so ist es ihr doch unmöglich ewiges, unendliches Leben zu ermöglichen. Gott zeigte letztlich seine Macht über den Tod, indem er [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu|Jesus von den Toten auferweckte]], so dass offensichtlich wurde, dass er tatsächlich imstande ist, den Tod zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auferstehungskraft Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann ich nun in die, den Tod überwindende, Auferstehungskraft Gottes hinein genommen werden, so dass ich ewiges Leben erlangen kann? Wie kann ich Gottes ewiges Leben erlangen? Das ist die alles entscheidende Frage auf die die Bibel eine Antwort gibt, denn leider gibt es, laut Bibel, auch das ewige Fernsein von Gott, den Zustand der endgültigen Trennung von ihm und damit vom ewigen Leben, das sie Hölle nennt. Ich wünsche mir, wie du wahrscheinlich auch, es wäre ein Automatismus vorhanden, so dass niemand, kein Mensch, jemals diese furchtbar schreckliche Trennung erleiden müsste - selbst meinem schlimmsten Feind wünsche ich dies nicht. Aber es ist wie beim Bergsteigen, oder Fallschirmspringen: ich wünsche mir auch, dass niemals Bergsteiger oder Fallschirmspringer abstürzen. Aber die traurige Tatsache ist doch, dass in jedem Jahr in diesen Sportarten tödliche Unfälle geschehen, so dass selbst geübte Sportler abstürzen und sterben (siehe z. B. diese Statistiken&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. [https://www.dfv.aero/Sicherheit++Technik/Unfallberichte Unfälle beim Fallschirmspringen] oder [https://www.himalaya-info.org/tragische_ereignisse.htm Unfälle an den 8000ern, Tragische Ereignise am Himalaya]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Es gibt also entscheidende Situationen im Leben, in denen unsere Wünsche irrelevant sind: So sehr wir uns diesen Automatismus des ewigen Lebens auch wünschen mögen, Jesus teilte seinen Jüngern die erschreckende Tatsache mit, dass es eine Scheidung&amp;lt;ref&amp;gt;Diesbezüglich ist z. B. auch die Novelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis], [https://en.wikipedia.org/wiki/The_Great_Divorce Die große Scheidung / the great divorce] interessant&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen ewigem Leben und der ewigen Trennung vom Leben geben wird:&lt;br /&gt;
„Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: &#039;Sage uns, was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?&#039; Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: [...] &#039;Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an! [...]&lt;br /&gt;
Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! [...]&lt;br /&gt;
... diese [die Ungerechten nach dem jüngsten Gericht] werden hingehen zur ewigen&amp;lt;ref name=&amp;quot;ES&amp;quot;&amp;gt;Siehe zu &amp;quot;ewiger Strafe&amp;quot;, &amp;quot;ewiges Leben&amp;quot;: griech. aionios steht hier jeweils für &amp;quot;ewig&amp;quot; und es kann lt.: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament [ThBeLxNT], herausgegeben von Lothar Coenen, Erich Beyreuter und Hans Bietenhard, R. Brockhaus Verlag, 1. Sonderausgabe 1993, 9. Auflage der Gesamtauflage, Artikel &amp;quot;aion&amp;quot;, S. 1457 &amp;quot;Äon, Lebenszeit, Weltzeit, lange Zeit, Ewigkeit&amp;quot; bedeuten. Walter Bauer schreibt in seinem Wörterbuch zum Neuen Testament [BAUER], durchgesehener Nachdruck der fünften verbesserten und stark vermehrten Auflage, 1963, Begriff, aion noch klarer: &amp;quot;aion, onos, ho (seit Homer, auch Herm. Schr. Inschr. Pap. LXX. Hen. Philo. Joseph. Test. 12 Patr. Or. Sib.) d. Zeit - 1. lange Zeit, Ewigkeit - a. v. d. vergangenen Zeit, d. Verhangenheit, d. graue Vorzeit, die sich in der Endlosigkeit, in der Ewigkeit verlieren kann. [...] - b. v. d. zukünftigen Zeit, die, wenn sie kein Ende hat, gleichfalls den Begriff der Ewigkeit (so seit Pla. den Griechen geläufig) gewinnt;&amp;quot; Da es jedoch in beiden Wendungen (&amp;quot;ewige Strafe&amp;quot; und &amp;quot;ewiges Leben&amp;quot;) hier vorkommt, ist es m. E. nicht legitim zu behaupten: das Leben ist tatsächlich ewig, die Strafe jedoch nur zeitlich, so wie es manche tun um das Schreckliche einer ewigen Verlorenheit abzumildern.&amp;lt;/ref&amp;gt; Strafe&amp;lt;ref&amp;gt;Was bedeutet das griech. Wort für Strafe? Hier eine ausführliche Analyse: [https://biblehub.com/greek/2851.htm Strong&#039;s Konkordanz kolasis: Korrektur] &lt;br /&gt;
Originalwort: κόλασις, εως, ἡ&lt;br /&gt;
Wortart: Substantiv, Femininum&lt;br /&gt;
Transliteration: kolasis&lt;br /&gt;
Phonetische Schreibweise: (kol&#039;-as-is)&lt;br /&gt;
Definition: Korrektur&lt;br /&gt;
Verwendung: Züchtigung, Bestrafung, Quälerei, vielleicht mit der Vorstellung von Entbehrung.&lt;br /&gt;
HELPS Wort-Studien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cognate: 2851 kólasis (von kolaphos, &amp;quot;ein Stoß, ein Schlag&amp;quot;) - richtig, Bestrafung, die dem Bestraften &amp;quot;passt&amp;quot; (R. Trench); Qual, in der Furcht vor dem bevorstehenden Gericht zu leben, weil man sich seiner Pflicht entzogen hat (vgl. WS in 1 Joh 4,18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommene Liebe vertreibt die quälende Furcht (2851 /kólasis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Joh 4,17.18: &amp;quot;17Dadurch wird die Liebe bei uns vollendet, damit wir am Tag des Gerichts beständig Zuversicht haben; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 18In der Liebe ist keine Furcht; die vollkommene Liebe aber vertreibt die Furcht, denn die Furcht bringt Strafe [2851 /kólasis, &amp;quot;Qual&amp;quot;] mit sich, und wer sich fürchtet, ist nicht vollkommen in der Liebe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
NAS Ausführliche Konkordanz&lt;br /&gt;
Wortherkunft&lt;br /&gt;
von kolazó&lt;br /&gt;
Definition&lt;br /&gt;
Korrektur&lt;br /&gt;
NASB-Übersetzung&lt;br /&gt;
Bestrafung (2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thayer&#039;s Griechisches Lexikon&lt;br /&gt;
STRONGS NT 2851: κόλασις&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
κόλασις, κολάσεως, ἡ (κολάζω), Zurechtweisung, Bestrafung, Strafe: Matthäus 25,46; κόλασιν ἔχει, bringt den Gedanken der Strafe mit sich oder ist mit ihm verbunden, 1 Joh 4,18. (Hesekiel 14:3f, usw.; 2 Makk. 4:38; 4 Makk. 8:8; Wis. 11:14 Wis. 16:24, etc.; Platon, Aristoteles, Diodorus 1, 77 (9); 4, 44 (3); Aelian v. h. 7, 15; andere.) [SYNONYMS: κόλασις, τιμωρία: die bemerkenswerte Definition des Aristoteles, die κόλασις von τιμωρία als das unterscheidet, was (disziplinarisch ist und) sich auf denjenigen bezieht, der leidet, während letzteres (strafend ist und) sich auf die Befriedigung desjenigen bezieht, der zufügt, findet sich in seinem Rhet. 1, 10, 17; vgl. Cope, Introduction to Aristotle, Rhet., S. 232. Ähnlich argumentiert auch Platon, Protag. 324 a. und folgende, auch deff. 416. Aber wie in anderen Fällen erkennt der Gebrauch (besonders der spätere) die Unterscheidung nicht immer an; siehe z. B. Philo de legat. ad Gaium § 1 am Ende; Fragment ex Eusebius prepos. evang. 8, 13 (Mang. 2:641); de vita Moys. 1:16 am Ende; Plato de sera num. vind. §§ 9, 11, etc. Plutarch (ebd. § 25 am Ende) verwendet κολάζομαι für diejenigen, die die Strafen der anderen Welt erleiden (vgl. Justin Martyr, Apologie 1, 8; Clemens von Rom, 2 Kor. 6, 7 [ET]; Justin Martyr, Apologie 1, 43; 2, 8; Test xii. Patr., Test. Reub. 5; test. Levi 4, etc.; Martyr. Polykarp, 2, 3 [ET]; 11, 2 [ET]; Ignatius ad Rom. 5, 3 [ET]; Martyr Ignatius vat. 5 usw.). Siehe Trench, Synonyms, § vii; McClellan, New Testament, Bd. i., Randverweise zu Matt. wie oben; Bartlett, Life and Death Eternal. Anm. G.; C. F. Hudson, Debt and Grace, S. 188ff; Schmidt, Kap. 167, 2f.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strong&#039;s Exhaustive Concordance&lt;br /&gt;
Strafe, Pein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von kolazo; Strafverhängung - Bestrafung, Qual.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Gerechten aber in das ewige Leben&amp;lt;ref name=&amp;quot;ES&amp;quot;/&amp;gt;.&#039;“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt24,3-4 Mt 24,3-4] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,33-34 Mt 25,33-34] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,41 Mt 25,41] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,46 Mt 25,46])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; D.h. es gibt also ein ewiges Leben, aber leider auch ein ewiges Verderben - und Jesus, als der Sohn Gottes, ist die einzige Autorität, die auf diesem Gebiet wirklich Bescheid weiß, denn er ist der Einzige, der bereits selbst in der ewigen jenseitigen Welt war und dort alles selbst miterlebt hat&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt“ sagt Jesus dazu in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,23 Joh 8,23]&amp;lt;/ref&amp;gt; und deshalb genau weiß wovon er spricht - das im Gegensatz zu vielen anderen Propheten und Religionsstiftern. Wenn du Zweifel daran hast, ob Jesus wirklich in eine andere Kategorie gehört, wie alle anderen Religionsstifter, dann empfehle ich dir, dich zunächst mit [[Hat Jesus tatsächlich behauptet Gott zu sein%3F|seinem Anspruch Gott zu sein]] und [[Einfluß von Jesus Christus auf die Weltgeschichte|seinem Einfluss auf die Weltgeschichte zu befassen]], der deutlich größer war, als bei jedem anderen Religionsstifter und das sein Gottsein unterstreicht: denn niemand sonst ist es bislang gelungen einen Großteil der Menschheit davon zu überzeugen, dass er Gott in menschlicher Gestalt sei, denn die meisten Religionsstifter haben es erst gar nicht gewagt den Anspruch Gott zu sein zu erheben, geschweige denn versucht die Menschen davon zu überzeugen. Von den Weltreligionsbegründern hat das niemand getan und so hat z. B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Buddha Buddha] nie behauptet, Gott zu sein; [https://de.wikipedia.org/wiki/Mose Mose] hat niemals gesagt, er sei [https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH Jahwe]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] identifizierte sich nicht mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] und nirgends ist etwas darüber zu finden, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Zarathustra Zarathustra] behauptete, [https://de.wikipedia.org/wiki/Ahura_Mazda Ahura Mazda] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun das Problem, dass uns die ungetrübte Beziehung zu Gott verloren gegangen ist, dass wir Gott normalerweise nicht erleben, dass wir getrennt von ihm sind? Die Bibel nennt diesen Zustand der Trennung von Gott: Sünde. Was genau ist nun diese Sünde?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;&#039;Sünde&#039;&#039;&#039; Um einer klaren Erfassung des Begriffs willen ist eine sachliche Trennung zwischen AT und NT nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I) Altes Testament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A) &#039;&#039;Sprachlicher Befund&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hebräische hat eine Reihe von Wörtern, die im Deutschen mit Sünde bzw. sündigen wiedergegeben werden. Die wichtigsten Wurzeln sind neben vielen anderen folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) &#039;&#039;chatha&#039;&#039; [חַטָּאָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/2403.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 2403. chatta&#039;ah]&amp;lt;/ref&amp;gt;]und seine Ableitungen deuten eine Bewegung in der falschen Richtung bzw. die »Verfehlung« des richtigen Zieles an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) &#039;&#039;pascha&#039;&#039; [פָּשַׁע&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/6586.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 6586. pasha]&amp;lt;/ref&amp;gt;] als Tätigkeitswort und das zugehörige Hauptwort drücken »Auflehnung« aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) &#039;&#039;awah&#039;&#039; [עָוָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/5753.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 5753. avah]&amp;lt;/ref&amp;gt;] heißt zuerst »krümmen«. Das davon abgeleitete Hauptwort awon [עָוֹן&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/5771.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 5771. avon]&amp;lt;/ref&amp;gt;]nimmt den Gedanken der »Schuld« mit in den Begriff der Sünde hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) &#039;&#039;schagah&#039;&#039; [שָׁגָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/7686.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 7686. shagah]&amp;lt;/ref&amp;gt;] und das Hauptwort schegagah drücken das im menschlichen Sein begründete Irren, das »Abirren« aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II) Neues Testament&lt;br /&gt;
Das AT deckt zwar die Not der Sünde und des Sünders in der ganzen Tiefe auf, aber nur das NT redet über die Sünde von ihrer Überwindung in Jesus Christus her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A) &#039;&#039;Sprachlicher Befund&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT kennt wie das AT mehrere Wörter für Sünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Griech. hamartano [ἁμαρτάνω&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/264.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 264. hamartanó]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bzw. hamartia [ἁμαρτία&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/266.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 266. hamartia]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet »nicht treffen«, »verfehlen« bzw. »Verfehlung«. Hamartia wird im NT am häufigsten gebraucht und bedeutet nicht nur die Verfehlung gegen Gott, sondern betont zugleich die Schuld. Dabei können die sündigen Taten (z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg2,38 Apg 2,38]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg3,19 3,19]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr1,3 Hebr 1,3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr2,17 2,17]), die sündhafte Wesensbestimmtheit der ganzen Menschheit ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh9,41 Joh 9,41]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh1,8 1. Joh 1,8]) und die personhafte Macht der Sünde ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm5,12 Röm 5,12]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,22 Gal 3,22]; überhaupt [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm5-7 Röm 5-7]) gemeint sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Selten kommt das Wort hamartäma vor, das lediglich die sündige Tat bezeichnet. Parakoä [παρακοή&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/3876.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 3876. parakoé]&amp;lt;/ref&amp;gt;] meint Ungehorsam, anomia [ἀνομία&amp;lt;ref&amp;gt;https://biblehub.com/greek/458.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 458. anomia&amp;lt;/ref&amp;gt;] Gesetzlosigkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon zur Bibel, Sünde, Herausgegeben von Fritz Rienecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel, 2013, SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, 58452 Witten, ISBN 978-3-417-26550-7, S. 1118+1119&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] beschreibt das Wesen der Sünde: „Wie das Wort Schuld, so wird auch der Ausdruck Sünde zweifach gebraucht: in der Einzahl und in der Mehrzahl. Unter den Sünden eines Menschen sind seine einzelnen Verirrungen zu verstehen, die besonderen einzelnen Fälle, wo er das göttliche Recht krümmte, sich aus Gottes Nähe entfernte. Unter der Sünde des Menschen ist zu verstehen sein gesamter gottferner Zustand, die Verkehrtheit seiner Willensrichtung, sein Verirrtsein, seine verkrümmte Haltung, sein ganzer Bankrott an Kraft zum Guten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt; „Paulus sagt einmal: »Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde« ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Röm.14,23 Röm. 14,23]). Glauben heißt festhalten an der Zugehörigkeit zu Gott, den Vater persönlich fassen und ihn nicht lassen. Die Sünde fing damit an, daß der Mensch nicht festhielt, daß er die Hand seines Schöpfers losließ. Er tat das nicht von ungefähr; er hatte es sich einflüstern lassen, daß er es viel besser haben würde, wenn er selbständig sei, sein eigener Herr. Das Loslassen von Gott (der Unglaube) kommt daher, daß der Mensch die Hoheit Gottes feindselig ablehnt; er will die göttliche Führung nicht mehr. So sah die Sünde am Anfang aus, und so sieht sie immer aus. Sie ist immer Feindschaft, Empörertum, Argwohn. — Indem sich der Mensch von Gottes Leitung löst, hat er nicht gleich den Vorsatz, schlecht zu sein. Im Gegenteil: er will sein wie Gott. Er will durchaus nicht alles wahllos tun, was ihm etwa einfällt. Er will ernstlich unterscheiden zwischen gut und böse, aber er will es selbst tun. Er will gut sein, aber auf eigene Faust. Das Ziel, das der gottferne Mensch sich bewußtermaßen setzt, ist niemals das Laster, sondern irgendwie immer die Tugend; nicht die Schande, sondern die Herrlichkeit - aber er will immer die Selbstherrlichkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 213&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der Mensch trennt sich von Gott, um herrlich zu sein. Er ist wie im Fieber vor Verlangen nach Ehre, nach Größe, nach Steigerung seiner Kräfte. Und doch geht durch sein Dasein bei allem äußeren Aufstieg eine deutliche Linie des Verfalls. In einem gottfernen Leben ist der Mensch seit seiner Kindheit in allem Wesentlichen nicht fortgeschritten; das Beste, was ihm gegeben war, hat er verloren ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt18,3 Matth. 18,3]). Der Sohn, je länger er vom Haus weg ist, vergeudet immer mehr von seinem Erbe; und jedes Mal, wenn es wieder recht herrlich zugeht und der Aufwand, den er macht, bewundert wird, ist wieder ein großes Stück Kapital draufgegangen ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Luk15 Luk. 15])“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 214-215&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der gottferne Mensch findet nicht mehr zu seinem Bruder. Er hat den Blick für dessen Würde verloren. Er sieht im Mitmenschen einen Fußschemel seiner Größe, einen Spielball seiner Launen, den Sklaven seiner Wohlfahrt, das Objekt seiner Tätigkeit. Und will der Mitmensch das nicht sein, so rechnet er ihm das als unverzeihliches Verbrechen an, das mit allen Gewaltmitteln zu bekämpfen, oder, wo die Macht fehlt, mit Verachtung zu strafen ist ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Matth.20,25 Matth. 20,25], Urtext: hinabherrschen, mit Gewalt unterdrücken). So steht jeder zum andern.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 215&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nicht der größere Ernst innerhalb des Rahmens der überlieferten Religion, nicht die Vermehrung ihrer Einrichtungen, nicht die gesteigerte Schulung zum Dienst, nicht vertieftes Bibelstudium (soweit es mit menschlich-religiösen Kräften geschieht) führt heraus aus dem Machtbereich der Sünde, sondern der Glaube. Glauben heißt: festhalten, ergreifen. Durch Loslassen, Sichloslösen entstand der ganze Schaden des Menschen. Er kann nur dadurch geheilt werden, daß der Mensch wieder nach der Nähe Gottes greift, daß er mit aller Kraft wieder die Gegenwart Gottes, die unmittelbare Berührung, die lebendige Verbindung mit ihm sucht. Das heißt im Sinne des Neuen Testaments: die persönliche Fühlung mit Christus suchen; nicht ruhen, bis man »in Christus« ist, im Wirkungsbereich der göttlichen Schöpferkraft, die von ihm ausgeht. Ist der Mensch dahin gelangt, dann ist die Macht der Sünde gebrochen. Was sie ihm nahm, hat er wieder: sichere Führung von oben, die freie, unabhängige Haltung gegenüber allen finsteren Mächten, seine angestammte göttliche Kraft und Lebensfülle, die nahe, innige, natürliche Stellung zum Bruder.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Weil wir alle das Ziel verfehlt haben, voller Liebe und selbstlos zu sein, weil wir uns gegen Gottes Willen, wie er uns in unserem Gewissen bezeugt wird, um des eigenen Vorteils willen, aufgelehnt haben, und deshalb also Sünder sind, sind wir getrennt von Gott, der völlig ohne Sünde ist, der die Liebe selbst ist (siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh4,16 1. Joh 4,16]): Wir haben, wenn wir uns selbst gegenüber wirklich ehrlich sind, alle vielfach in Worten und Taten gesündigt. Selbst [https://de.wikipedia.org/wiki/Paulus_von_Tarsus Paulus] schrieb an die christliche Gemeinde in Rom, dass &#039;&#039;alle&#039;&#039; gesündigt und damit die Aussicht auf das ewige Leben verwirkt hätten, und schloss sich selbst dabei ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„... &#039;&#039;alle&#039;&#039; haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes ...“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Röm3,23 Röm 3,23])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Wenn also Paulus, der zwar früher als Saulus ein Verfolger der Christen war ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg9,1-2 Apg 9,1-2]), jedoch sein späteres Leben völlig konsequent und aufopferungsvoll in den Dienst Gottes und der Menschen gestellt hatte, sagen muss: Wir &#039;&#039;alle haben gesündigt&#039;&#039; und &#039;&#039;erlangen nicht&#039;&#039; die Herrlichkeit (also das ewige Leben), dann haben offensichtlich auch seine späteren guten Werke nicht ausgereicht um seine früheren bösen Taten zu kompensieren und ihn als gerecht vor Gott dastehen zu lassen. Denn wer von uns kann sich schon in seiner radikalen Konsequenz mit Paulus vergleichen? Wer könnte an seinen Eifer heranreichen? Wer könnte sich mit seiner Liebe zu Gott und den Menschen messen?&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dann schaffen wir es also auch nicht durch unsere guten Taten die bösen zu kompensieren: es ist also nicht möglich sich, wie bei einer Waage, so viele Taten der Gerechtigkeit anzuhäufen, dass sie die Taten der Ungerechtigkeit ausgleichen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können wir nun die Sünden loswerden, von ihnen gereinigt werden, also vor Gott und seiner Reinheit und Heiligkeit bestehen? =&amp;gt; Dazu ist die Vergebung der Sünden notwendig, denn diese bilden eine Trennwand zwischen Gott und dem Sünder, also uns, da wir alle gesündigt haben. Zu der Beseitigung dieser Trennwand schrieb Paulus:&lt;br /&gt;
„In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Kol1,14 Kol 1,14])&lt;br /&gt;
Und: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade...“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Eph1,7 Eph 1,7])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wen meint Paulus mit &amp;quot;ihm&amp;quot;?&lt;br /&gt;
„Die Erlösung durch sein Blut“ macht es klar: damit ist Jesus Christus gemeint, er ist der, [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Die_Kreuzigung_und_der_Tod_Jesu|der am Kreuz gestorben ist]] und durch sein dort vergossenes Blut die Erlösung der Menschen ermöglicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F|Jesus Gott]] und sündlos ist, heißt von von ihm dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;21&amp;lt;/sup&amp;gt; [...] Christus hat [...] für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist - &amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt; er, der keine Sünde beging und über dessen Lippen nie ein unwahres Wort kam; &amp;lt;sup&amp;gt;23&amp;lt;/sup&amp;gt; er, der nicht mit Beschimpfungen reagierte, als er beschimpft wurde, und nicht ´mit Vergeltung` drohte, als er leiden musste, sondern seine Sache dem übergab, der ein gerechter Richter ist;“([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Petrus2,21-23 1. Petrus 2,21-23])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und: „Weil wir nun einen großen Hohen Priester haben, der alle Himmel bis zum Thron des Höchsten durchschritten hat - Jesus, den Sohn Gottes -, lasst uns am Bekenntnis zu ihm festhalten! Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm die gleichen Versuchungen begegnet sind wie uns - aber er blieb ohne Sünde.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Heb4,15+15 Heb 4,15+15])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Koran ist Jesus übrigens sündlos:&lt;br /&gt;
„Er [der Engel Gabriel] sagte [zu Maria]: »(Du brauchst keine Angst vor mir zu haben.) Ich bin doch der Gesandte deines Herrn. (Ich bin von ihm zu dir geschickt) um dir einen lauteren [andere übersetzen: reinen/heiligen] Jungen zu schenken.«“ Sure 19,19&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corpuscoranicum.de/index/index/sure/19/vers/19 Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret.] Siebente Auflage. Stuttgart, Berlin, Köln: Verlag W. Kohlhammer, 1996. © 1979 W. Kohlhammer GmbH, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Max Henning übersetzt folgendermassen: &amp;quot;Er sprach: »Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen reinen Knaben zu bescheren.«&amp;quot; Max Henning, Der Koran, Reclams Universal-Bibliothek, Stuttgart, Nr. 4206, 1960, Durchgesehene und verbesserte Ausgabe, 1991, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Und Ludwig Ullmann übersetzt: &amp;quot;Er erwiderte: »Ich bin von deinem Herrn gesandt, dir einen heiligen Sohn zu geben.«&amp;quot; Ludwig Ullmann, Der Koran, das heilige Buch des Islam, Goldmann Verlag, München, 1959, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt; =&amp;gt; Mit &amp;quot;Er&amp;quot; ist der Engel Gabriel gemeint, der zu Maria, der Mutter Jesu sprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kann Jesus, weil er sündlos ist und nicht gekommen ist „um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld&amp;lt;ref&amp;gt;griech. λύτρον =&amp;gt; das ist der Kaufpreis für die Freilassung von Sklaven, ein Lösegeld, der Preis für die Freilassung, siehe: [https://biblehub.com/greek/3083.htm Strong&#039;s Concordance 3083. lutron]&amp;lt;/ref&amp;gt;“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,45 Mk 10,45]) die Sünden der Menschen wegnehmen und wird auch als unschuldiges Lamm bezeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Joh1,29 Joh 1,29])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Für Vergebung steht im Urtext &#039;&#039;áphesis&#039;&#039; [ἄφεσις&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/859.htm 859. aphesis]&amp;lt;/ref&amp;gt;]. Dieser Ausdruck stammt aus dem Schuldrecht und bedeutet: Erlaß der Schuld. So lautet auch die fünfte Bitte [des [https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunsers]]: »Erlaß uns unsere Schulden, wie wir erlassen haben unsern Schuldnern.« [[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt6,12 Mt 6,12]] - Eine Schuld erlassen, heißt: sie überhaupt aus der Welt schaffen. Der königliche Herr im Gleichnis [vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Schalksknecht Schalksknecht]] streicht von den zehntausend Talenten nicht einige Hunderte oder Tausende; er streicht die ganze Summe auf einmal. Vergebung bedeutet nicht Ablaß von der Schuld, sondern Erlaß der Schuld. Ist die Schuld aufgehoben, so sind gleichzeitig alle Folgen der Schuld aufgehoben. Der zahlungsunfähige Schuldner kam ins Gefängnis; war die Schuld bezahlt oder erlassen, so war er wieder frei; wird ihm ausnahmsweise die Schuld von neuem angerechnet, so kommt er aufs neue in den Schuldturm. Das finden wir Zug für Zug im Gleichnis vom Schalksknecht. Der Mensch, der Gott die Liebe und Ehrfurcht schuldig bleibt, wird dahingegeben unter die Gewalt dämonischer Mächte (die »Peiniger«, [https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt18,34 Matth. 18,34]). Ganze Völker und Zeiten werden um ihrer Schuld willen dahingegeben in den Frondienst unreiner Leidenschaften, in die Enge und Oberflächlichkeit eines entgöttlichten Lebens ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm1 Röm. 1]) oder in den Unfrieden einer heuchlerischen Frömmigkeit ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm2 Röm. 2]). Das nennt Paulus den Zorn Gottes. Er versteht darunter eben die Tatsache, daß Gott sich von eigenwilligen Menschen abwendet, sie ihre eigenen Wege gehen läßt und sie dem Einfluß der Mächte überläßt, denen sie selbst ihr Ohr geliehen haben. &lt;br /&gt;
Kommt die Vergebung (der Erlaß), so ist mit einem Schlag der Bann gewichen, die Türen des Gefängnisses sind geöffnet, und der frühere Schuldner kann heraus. Und noch viel mehr: Nicht nur die Gefängnistür steht offen zum Heraustreten, auch die Tür des Vaterhauses ist geöffnet zum Eintreten. Der schuldige Sohn darf heimkehren; es ist ihm nun unverwehrt, in der nächsten Nähe des Vaters zu leben, teilzuhaben an allen väterlichen Gütern. Er wird wieder ein Freund und Mitarbeiter des Vaters, ein Eingeweihter und Teilhaber an seinem Werk ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk15 Luk. 15]). - Ist die Schuld vergeben, so ist das ursprüngliche Verhältnis zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt. Was erlassen ist, existiert nicht mehr. Es ist jetzt gar kein Grund mehr dafür vorhanden, daß der Mensch noch immer weiter gefangen, noch immerfort getrennt sein sollte von seinem Gott. [...] »Siehe da, Gottes Lamm, welches wegnimmt die Sünde der Welt« ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Joh.1,29 Joh. 1,29] Urtext).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, VERGEBUNG (der Sünden), Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 237-239&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Es braucht also die Vergebung, die von Gott kommt und das uns entsündigt, d.h. von unseren Sünden reinigt und unsere Schulden, die wir damit aufgehäuft haben, bezahlt: diesen Vorgang nennt man die Erlösung, den Loskauf unserer Schulden bei Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlösung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärt diese Loslösung von der Schuld, diesen Ausgleich unserer Schulden folgendermaßen: „Erlösung heißt: die Schuld erstatten und dadurch befreien. Der griechische Ausdruck [λύτρον&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/3083.htm 3083. lutron]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet ursprünglich: loskaufen. Nach dem im Altertum geltenden strengen Schuldrecht kam der zahlungsunfähige Schuldner ins Gefängnis (in die Schuldhaft) oder er wurde zum Sklaven. Er konnte nur freikommen, wenn jemand dem Gläubiger die Schuldsumme (als Lösegeld, Loskaufpreis) erstattete. Jesus sagt, er sei gekommen, sein Leben zu geben zu einer Erlösung (Lösepreis) für die Vielen, (hebr. Ausdruck für die Menschheit) ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt20,28 Matth. 20, 28], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,45 Mk. 10, 45]). Damit spricht er es aus, daß die Menschheit in Schuldhaft geraten ist. Die urgewaltige Liebe ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,30 Mk. 12, 30]), die die letzten Tiefen der Seele ergreift und alle Kräfte zusammenfaßt, ist der Mensch seinem Schöpfer schuldig geblieben ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,24 Matth. 18, 24]). Um dieser Schuld willen ist über den Menschen die Gefangenschaft verhängt; er befindet sich in der Gefrierzone der Gottesferne ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,13 Matth. 22, 13]); er ist ein Sklave des Bösen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,34 Joh. 8, 34]). Christus erstattet die Schuld und löst die Menschen aus der Haft. Denn das, was sie schuldig blieben, bringt er Gott dar: die mächtige, zur letzten Hingabe fähige Liebe. Die Liebe, die der Mensch schuldig geblieben ist, bringt der Menschensohn Gott dar Sie durchleuchtet sein ganzes Menschsein. Sie gipfelt in der Darangabe seines Lebens. So ist es gemeint, wenn im NT davon gesprochen wird, daß das Blut Christi die Menschen erlöst ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Eph1,7 Eph. 1, 7]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Petr1,18-19 1. Petr. 1,18. 19]). Blut bedeutet in der Symbolsprache jener Zeit das hingegebene Leben, die völlige Aufopferung, die höchste Tat der Liebe. Diesen Opferwillen, solch hingebendes Liebestun, war der Mensch Gott schuldig geblieben. Der Menschensohn löst diese Schuld ein. Dadurch öffnet er seinen Brüdern die Türen des Kerkers. Sie werden frei von ihrer Versklavung an die finsteren Mächte ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,36 Joh. 8, 36]). Sie sind nicht mehr Verbannte, in der Fremde Lebende: sie haben Wohnrecht in der nächsten Nähe des Vaters ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,34-35 Joh. 8, 34. 35]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Erlösen, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 42-43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedergeburt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Erlösung wird von Gott eine Neuschöpfung des Menschen bewirkt. Die Bibel nennt dies auch Wiedergeburt&amp;lt;ref&amp;gt;Auch Paulus spricht z. B. in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Tit3,5 Tit 3,5] davon, wo die Taufe als „Bad der Wiedergeburt“ bezeichnet wird. Dahinter steht seine Lehre von der Taufe als Mitsterben und Auferstehen in das neue Leben hinein mit Jesus: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm6,3–11 Röm 6,3–11]&amp;lt;/ref&amp;gt; (z.B. spricht Jesus im Gespräch mit Nikodemus in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3 Joh 3] über dieses Thema), so dass der alte sündige Mensch in uns abstirbt und in uns ein neuer Mensch, der dann fähig ist zum ewigen Leben, aufersteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jesus [...] sprach zu ihm [Nikodemus]: Wahrlich, wahrlich,&amp;lt;ref&amp;gt;griech./hebr. »[https://de.wikipedia.org/wiki/Amen Amen], amen« das ist eine Bekräftigungsformel und kann mit »ganz gewiss« übersetzt werden, da im Hebräischen eine Verdopplung eine Verstärkung bedeutet, [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#.22Amen.2C_Amen.2C_ich_sage_euch.22|Jesus hat diese häufig verwendet]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3,3 Joh 3,3] =&amp;gt; Ohne diese Wiedergeburt kann man also nicht in das ewige Leben eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es aber zu dieser Wiedergeburt ins ewige Leben hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes schrieb dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; Der, der das wahre Licht ist[Jesus]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe den gesamten Prolog des Johannes in [https://www.bibleserver.com/text/NLB/Joh1 Joh 1]: darin wird  deutlich, dass Jesus das Wort, Leben und Licht Gottes ist&amp;lt;/ref&amp;gt;, das alle Menschen erleuchtet, sollte erst noch in die Welt kommen. &amp;lt;sup&amp;gt;10 &amp;lt;/sup&amp;gt;Doch obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannte die Welt ihn nicht, als er kam. &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt; Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. &amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; All denen aber, die ihn aufnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;ἔλαβον: élabon - von der primitiven Wurzel lab-, was so viel bedeutet wie &amp;quot;aktiv zugreifen, um etwas zu nehmen oder zu empfangen&amp;quot;, siehe: &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: HELPS Word-studies: [https://biblehub.com/greek/2983.htm 2983. lambanó]&amp;lt;/ref&amp;gt; und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht&amp;lt;ref&amp;gt;ἐξουσίαν: exousían - Definition: Handlungsvollmacht, Autorität, siehe: &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/1849.htm 1849. exousia]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gottes Kinder zu werden. &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NLB/Joh12,9-13 Joh 12,9-13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es aber „an seinen Namen zu glauben“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärt die Verwendung von „Name“ in der Bibel: „Name bedeutet meist Person, wie in den Psalmen dafür oft Angesicht oder Antlitz steht. Name bedeutet im Neuen Testament oft Person. Für Person hat weder das Hebräische noch das Griechische einen eigentlichen Ausdruck. Im Hebräischen steht dafür das Wort: Angesicht, Antlitz[פָּנֶ֖יךָ&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: Strong&#039;s: [https://biblehub.com/hebrew/6440.htm 6440. panim or paneh]&amp;lt;/ref&amp;gt;]. Zum Beispiel: »Ihr sollt mein Antlitz suchen«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/LUT/Ps27,8 Psalm 27,8] פָּנֶ֖יךָ steht hier für „Angesicht“- siehe hier die Interlinarübersetzung des Verses: [https://biblehub.com/interlinear/psalms/27-8.htm &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039; - Interlinear Verses: Psalm 27:8]&amp;lt;/ref&amp;gt; heißt: Ihr sollt meine Person, die persönliche Berührung mit mir, suchen. »Laß leuchten dein Antlitz« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps80,4+8+20 Ps. 80,4. 8. 20]) bedeutet: Laß uns etwas schauen vom Glanz deiner persönlichen Gegenwart. »Ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps42,6 Ps. 42,6]) bedeutet: Ich werde Gott danken, daß er mir persönlich hilft. Häufig steht auch schon im Alten Testament für Person der Ausdruck Name. »Wir danken dir, Gott, daß dein Name so nahe ist« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps75,2 Ps. 75,2]), das besagt: Wir danken dir, daß du uns persönlich so nahe kommst ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps116,4 Ps. 116,4] und oft). »Den Namen des HERRN anrufen« heißt: an seine Person appellieren, seine Anliegen unmittelbar vor ihn bringen. »Im Namen des HERRN kommen« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps118,26 Ps. 118,26]) bedeutet: in seinem persönlichen oder unmittelbaren Auftrag kommen und ihn persönlich hinter sich haben. Im Sinn von »Person« steht der Ausdruck »Name« meist auch im Neuen Testament. So ist von einer Versammlung der Jünger im ersten Kapitel der Apostelgeschichte (wörtlich übersetzt) gesagt: »Es war eine Menge zusammen von etwa hundertzwanzig Namen«, also es waren etwa einhundertundzwanzig Personen beisammen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg1,15 Apg. 1,15]). Petrus sagt vom Lahmgeborenen: »Der Name Jesu hat ihn gesund gemacht« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg3,16 Apg. 3,16]). Das bedeutet: Jesus persönlich (die Person Jesu) hat ihn geheilt.&lt;br /&gt;
[...] »Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes ...« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt28,19 Matth. 28,19]) heißt: Bringt sie durch die Taufe in den Wirkungsbereich, in die persönliche Berührung mit dem Vater, dem Sohne ... »In keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen errettet werden« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg4,12) Apg. 4,12)]. Das bedeutet: Es gibt keine zweite Person, durch die die Menschheit errettet werden kann, außer Christus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Name, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 172-173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_de_Boor Werner de Boor] erläutert, was konkret dann das „&#039;&#039;Glauben an seinen Namen&#039;&#039;“ bedeutet: „Das »Aufnehmen« wird erläutert. Es ist das »&#039;&#039;Glauben an seinen Namen&#039;&#039;«. Der »Name« ist für uns etwas Zufälliges und Belangloses geworden. Für die Bibel aber sind Namen bedeutsam. Sie weisen auf das Wesen einer Sache oder einer Person hin. So wird auch der Name »Jesus« von Gott selbst bestimmt und dem Joseph und der Maria durch einen Engel mitgeteilt; er erweist den Träger dieses Namens als den, der »sein Volk retten wird von ihren Sünden« ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt1,21 Mt 1,21]) Von Johannes war aber der Jesusname noch nicht genannt. Im Zusammenhang unseres Textes kann es sich nur um den Namen handeln, in welchem Johannes das eigentliche Wesen Jesu ausgesprochen hat, indem er ihn den Logos, das »Wort« nennt. Wer in dem Menschen Jesus das ewige »Wort« erfaßt, in dem Gott selbst sich ausspricht, und wer sich diesem »Wort« vertrauend und gehorsam öffnet, der »nimmt es wahrhaft auf« und erhält die Vollmacht, Gottes Kind zu sein«“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wuppertaler Studienbibel, Band 11, 1. Teil, Kapitel 1 bis 10, Werner de Boor, Das Evangelium des Johannes, Joh 1, 12, 1968, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, S. 47-48&amp;lt;/ref&amp;gt;  „Ein »Kind« in diesem wesenhaften Sinn werde ich immer nur durch »Geburt«. Wer »an seinen Namen glaubt«, der darf wissen, daß eine geheimnisvolle Geburt mit ihm vorgegangen ist, jenes Geschehen, das wir »Wiedergeburt« nennen. Es ist, wie Jesus dem Nikodemus sagen wird, die »Geburt von oben« her, aus dem Geist Gottes. Der »Wiedergeborene« ist der »Geistesmensch«, von dem Paulus redet ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Rö8,1-10 Rö 8,1-10]; [https://www.bibleserver.com/text/LU/Gal6,1 Gal 6,1]). Im Geist Gottes trägt er wesenhaft göttliches Leben in sich und ist darum »Gottes Kind«. Das bestimmende Merkmal seines Lebens ist der »Glaube an seinen Namen«. Solches »Glauben« an seinen Namen stammt nicht aus dem »Willen des Fleisches«, auch nicht des frommen Fleisches. Das »Fleisch«, also der natürliche Mensch, ist zum Glauben nicht fähig. Auch die ganze Entschlußkraft, die ein »Mann« in seinen Willen hineinlegen mag, kann den Glauben nicht erzwingen. Es gehört zum Ernst unserer Verlorenheit, daß nur das Wunder einer neuen Geburt den Durchbruch des Glaubens schenken kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wuppertaler Studienbibel, Band 11, 1. Teil, Kapitel 1 bis 10, Werner de Boor, Das Evangelium des Johannes, Joh 1, 13, 1968, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; „An seinen Namen zu glauben“ bedeutet also, ihm selbst zu vertrauen, in eine vertrauensvolle, unmittelbare Beziehung mit Jesus zu treten und dann Jesus anzunehmen, ihn in unser Herz, in unser Innerstes aufzunehmen: ihn also nicht abzulehnen, wie es ein Großteil der jüdischen Oberschicht damals leider getan hatte - im Gegensatz zum einfachen Volk, von denen ihn viele an- und aufgenommen hatten. Das zeigte sich ganz praktisch auch darin, dass sie ihn dann zum Besuch, Essen und Gespräch, zur Hilfeleistung, etc. eingeladen hatten. Es geht also nicht darum einer Lehre zuzustimmen, ein Dogma für wahr zu halten, seinen „Jesus“ Namen im Mund zu führen oder alle seine sonstigen Namen zu kennen und zu bejahen. Es geht darum ihn als Person zu suchen und zu finden&amp;lt;ref&amp;gt;... [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|da er auferstanden ist und lebt]], ist dies heute genauso möglich wie vor 2000 Jahren&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn er hat es ja versprochen, dass er sich finden lassen wird, wenn wir ihn aufrichtig suchen und so heißt es z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps34,5 Ps 34,5])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr ⟨mich⟩ finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Jer29,13-14 Jeremia 29,13-14])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mt7,8 Matthäus 7,8])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedergeburt wird dann von ihm geschenkt durch seine Aufnahme in unser Herz, durch die Abwendung von unserer Ichfixierung, unserem Egosimus und Narzismus auf ihn, durch die Hinwendung zu ihm selbst, das die Bibel „Bekehrung“ nennt: also Abkehr von meinen Wegen und Hinkehr zu seinen Wegen („Nachfolge“&amp;lt;ref&amp;gt;„Wenn Jesus nach rechts geht, dann gehst du nach rechts und wenn er nach links geht, dann gehst du nach links“: so einfach erklärte mal ein Theologe die „Nachfolge“: Jesus als der gute Hirte geht voraus und wir als seine Schafe laufen hinter ihm her (siehe: [https://www.bibleserver.com/text/NGÜ/Joh10,14 Johannes 10,14])&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) - so sagte er z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte&amp;lt;ref&amp;gt;dies war ein Zeichen für die Rettung, denn wer sie anschaute, der wurde vom Tode errettet, siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/4.Mose21,4-9 4. Mose 21,4-9]&amp;lt;/ref&amp;gt;, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.&lt;br /&gt;
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&lt;br /&gt;
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde.&lt;br /&gt;
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3,14-18 Joh 3,14-18])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-40 Joh 5,39-40])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,40 Joh 6,40])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,47 Joh 6,47])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;  &lt;br /&gt;
und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,27-28 Joh 10,27-28])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich lebe und ihr werdet auch leben!“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,19 Joh 14,19])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Offb1,17-18 Offb 1,17-18])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Jesus sagt damit insgesamt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh15,5 Joh 15,5]) =&amp;gt; Und so sagt er: Ich selbst in meiner Person bin das Leben. Ich schenke das Leben, durch mich fließt das Leben zu euch, ohne mich könnt ihr dauerhaft kein Leben in euch haben!&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus bezeichnet sich selbst als &#039;&#039;der&#039;&#039; Weg, &#039;&#039;die&#039;&#039; Wahrheit &#039;&#039;das&#039;&#039; Leben in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], ein Anspruch den kein anderer [https://de.wikipedia.org/wiki/Religionsstifter Religionsstifter] in dieser umfassenden Form erhoben hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftswechsel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann aber nun das dauerhafte, das ewige Leben, das in Jesus ist, in mich hineinfließen? Was sagt hier die Bibel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus schrieb zu dieser Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn die Schrift sagt: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« &amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; »denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.«“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm10,9-13 Röm 10,9-13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Es ist also wichtig, dass ich Jesus als Herr (an-)erkenne. Herr&amp;lt;ref&amp;gt;griech. κυριοσ - kyrios&amp;lt;/ref&amp;gt; ist vom griechischen κυροσ&amp;lt;ref&amp;gt;griech. kyros - Gewalt, Macht&amp;lt;/ref&amp;gt; abgeleitet und bedeutet Herr, Herrscher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu: &amp;quot;Herr&amp;quot;, &amp;quot;Herrscher&amp;quot; z.B. [ThBeLxNT], Artikel: &amp;quot;κυριοσ&amp;quot;, S. 659: &amp;quot;kyrios (seit Pindar belegt; Adj. zu to kyros = Gewalt, Macht) bedeutet gewaltig, mächtig; substantiviert: Herr, Herrscher; derjenige welcher (über Menschen, Dinge, sich selbst) Verfügungsgewalt hat. [...] kyrios basileus = Herr (und) König ist für die Zeit zwischen 64-50 vChr mehrfach bezeugt. Kaiser Augustus wurde 12 v. Chr. in Ägypten theos kai kyrios = Gott und Herr genannt; in Oberägypten die Königin Kandake (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg8,27 Apg 8,27]) he kyria basilissa = die Herrin (und) Königin. Auch auf Herodes den Gr., Agrippa I., Agrippa II. wird der Titel kyrios angewandt. [...] Die röm. Kaiser Augustus und Tiberius lehnten in Übereinstimmung mit dem röm. Rechtsempfinden die orientalische Form der Monarchie ab und damit auch die Plerophorie [die überschwängliche Begeisterung/Verehrung], die mit dem kyrios Titel verbunden war. Caligula aber ließ sich den Titel kyrios gefallen. Seit Nero, der auf einer Inschrift als: ho tou pantos kosmou kyrios = Herr der ganzen Welt (Weltall) bezeichnet wir, taucht der kyrios Titel wieder häufiger auf. Einer der ältesten Belege dafür ist [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg25,26 Apg 25,26]: Über ihn [den Gefangenen Paulus] habe ich [Statthalter Festus] dem Herrn [er meint den Kaiser und nennt ihn hier &#039;&#039;kyrios&#039;&#039;] nichts Gewisses zu schreiben. Deshalb habe ich ihn vor euch geführt und besonders vor dich, König Agrippa [II.], damit ich, wenn die Untersuchung geschehen ist, etwas zu schreiben habe.]&amp;quot; siehe zu Kyrios auch: [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Jesus_tr.C3.A4gt_im_NT_den_Titel_.22Herr.22_.28kyrios.29|Jesus ist der Kyrios]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das nun, wenn das NT davon spricht Jesus als „Herrn“ anzuerkennen und dann zu bekennen? In unserem heutigen Sprachgebrauch sagt man ganz normal: „Herr Maier, Herr Schultze, Herr Schmidt“. Dieser Gebrauch, der im Deutschen nur das männliche Geschlecht bezeichnet, ist hier nicht gemeint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Der griechische Ausdruck „&#039;&#039;kyrios&#039;&#039;“ [κύριος&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/2962.htm 2962. kurios]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet im allgemeinen einen, der Macht, Hoheit, Verfügungsrecht hat, der etwas besitzt. In diesem Sinne spricht Jesus im Gleichnis vom Herrn des Weinbergs ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt20,8 Matth. 20, 8]), vom Herrn der Ernte ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,38 Matth. 9, 38]), vom Herrn des Hauses ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk13,35 Mark. 13, 35]). „Der Menschensohn ist ein Herr des Sabbats“, d. h. er steht über diesem Gebot, kann es auch aufheben ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk2,28 Mark. 2, 28]). – Die Anrede „Herr“ galt auch zur Zeit Jesu als Ehrenbezeigung; sie war ein Titel. Nur daß man damals nicht wahllos jeden Menschen so anredete, sondern nur solche, die eine Macht- und Autoritätsstellung hatten. So wurden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rabbi_(Gelehrter) Rabbinen] von ihren Schülern Herr genannt. Ganz im Rahmen dieses Schüler-Lehrer-Verhältnisses liegt es zunächst, wenn die Jünger Jesus Herr nennen (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt8,25 Matth. 8,25]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,22 16,22]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,54 Luk. 9, 54]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,6 Joh. 13, 6]. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,9 9]. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,13 13] und an anderen Stellen). [...] Der Ausdruck „&#039;&#039;kyrios&#039;&#039;“ steht im griechischen AT fast überall für Gott (für die hebräischen Bezeichnungen: Adonai, Elohim, Jahve, Jah), und so steht auch im NT Herr vielfach für Gott („Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Matth. 11, 25] und öfters). Im NT wird auch manchmal der (erwartete oder gekommene) Messias Herr genannt (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,43 Luk 1,43]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk2,11 2, 11]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt21,3 Matth. 21, 3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk11,3 Mark. 11, 3] und andere). [...] In der Apostelgeschichte, den Briefen, der Offenbarung ist „Kyrios“ die Bezeichnung für den in die völlige göttliche Machtstellung erhöhten Jesus, und das ist dann in der Urgemeinde eigentlich überhaupt die Bedeutung von Herr. Petrus sagt: „Diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, hat Gott zum Herrn und Christus gemacht“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg2,36 Apg. 2, 36]). Paulus schreibt: „Gott hat ihn überaus erhöht und hat ihm den Namen verliehen, der höher ist als alle Namen“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil.2,9-11 Phil. 2, 9-11]). Dasselbe sagt der Auferstandene: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt28,18 Matth. 28, 18]). [...] Paulus sagt: Davon überführt sein, daß Jesus nun diese absolute göttliche Machtstellung hat, kann man nur durch den Heiligen Geist, also dadurch, daß man in unmittelbaren Kontakt, in persönliche Berührung mit diesem Jesus kommt ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor12,3 1. Kor. 12, 3]). So war es ihm selbst gegangen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg9,1-6 Apg. 9, 1-6]). - Wenn dann die Apostel und die Gemeinden immer von Christus, dem Herrn, sprechen, so ist ihnen das nicht so sehr ein Lehrsatz, ein Dogma, dessen Anerkennung sie anderen zumuten, sondern es ist ihnen etwas ungeheuer Praktisches. Christus ist als der Herr über sie gekommen und hat sie mit Beschlag belegt für seinen Dienst („ergriffen“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil3 Phil. 3]). Sie können nun nicht mehr anders als sich ihm zur Verfügung stellen, und sie erfahren es auch, daß er über sie verfügt, sie leitet, sie versorgt, ihnen Vollmacht gibt und sie auf unerhörte Weise schützt. Ihnen liegt nicht daran, einen Glaubensartikel über Christus durch religiösen oder moralischen Druck durchzudrücken, sondern Menschen in Berührung zu bringen mit Christus, damit auch sie befreit werden von der Fremdherrschaft des Bösen und ihrem rechtmäßigen, angestammten göttlichen Herrn zufallen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Herr, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 118-120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das meint das also letztlich: dass ich ihn als den Herrn aller Herrn&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps136,3 Ps 136,3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Offb19,16 Offb 19,16] =&amp;gt; Jesus wird in der Offb mit einem göttlichen Titel des AT, des Psalters, als König aller Könige und Herr aller Herren bezeichnet&amp;lt;/ref&amp;gt;, als Gott, der Mensch geworden ist, und damit dann auch als Gott bekenne, d.h. dass ich ihm, da er ja Gott ist und alles so viel besser weiß als ich, mein Leben ganz unterordne, dass ich ihn meinen Herr und Meister sein lasse, so dass er von nun an darin schalten und walten kann, wie er will. Das wird mir umso besser gelingen, je mehr ich erkenne, dass er nicht nur Gott, sondern auch ein guter Vater ist, nämlich mein Vater, der mich wirklich liebt, mich gewollt hat, mich erschaffen hat und wirklich mein Allerbestes will. Je mehr ich Jesus und seiner Liebe zu mir, die diese Vaterliebe widerspiegelt, vertrauen kann, desto leichter wird es mir fallen, ihm mein Leben vorbehaltlos anzuvertrauen und ihm dann auch seine Wünsche von den Augen abzulesen, so dass ich es dann auch von Herzen gern tue, was er möchte. Er möchte nämlich nicht, dass ich nur in einem sklavischen, zähneknirschenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Kadavergehorsam Kadavergehorsam] handle, wie es auch ein menschlicher Vater von seinem Sohn, bzw. seiner Tochter nicht möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass ich also Jesus nun Herr in meinem Leben sein lasse bedeutet, dass ich ihm das Steuer meines Lebens überlasse, indem ich es ihm in die Hand gebe: d. h. von nun an darf er steuern wie und wohin er will, nicht mehr wie und wohin ich will. Ich verzichte von nun an auf die Kontrolle meines Lebens und lasse Jesus mein Leben in allen Bereichen und Belangen kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertrauen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dann ist es auch wichtig, an Jesus zu glauben. Was heißt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben bedeutet Jesus zu vertrauen, dass er wirklich der ist, der zu sein er behauptet, nämlich der &amp;quot;ich bin, der ich bin&amp;quot; ([https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Mose3,14 2. Mose 3,14]: Gott stellt sich Mose mit diesem Namen vor - siehe dazu auch z.B. die [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#.22Ich_bin.22|Ich bin Worte Jesu]]): also Gott in menschlicher Gestalt, dass er wirklich nicht nur irgendwie vergeistigt theoretisch, sondern ganz [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|praktisch der Überwinder des Todes ist]]. Er wurde [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Die_Kreuzigung_und_der_Tod_Jesu|gekreuzigt und war dann wirklich tot]], denn die Römer verstanden ihr &amp;quot;Handwerk&amp;quot; sehr gut, wie es viele Quellen z.B. [[Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi#Falvius_Josephus|Josephus]], etc. und [[Historizität_Jesu_Christi#Arch.C3.A4ologie|archäologische Funde]] belegen, und wurde dann von den Toten auferweckt. Jesus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Begegnungen_mit_Jesus|begegnete ihnen nach seiner Auferstehung]] physisch tastbar wieder und aß z.B. vor ihnen Fisch ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,36-43 Lk 24,36-43]). Sein Grab war nach seiner Auferweckung, als er es verlassen hatte, [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Das_leere_Grab|wirklich leer]]&amp;lt;ref&amp;gt;=&amp;gt; wie leicht wäre es doch für die jüdischen oder römischen Behörden gewesen, die Jesus Bewegung, v. a. im Umkreis Jerusalems, durch das Vorzeigen des Leichnams zum Schweigen zu bringen!&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es bedeutet aber auch in eine beiderseitige Vertrauensbeziehung zu Jesus zu treten, ähnlich einer Freundschaft oder Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärte was Glaube bedeutet, was das Neue Testament damit eigentlich meint:&lt;br /&gt;
„Glauben heißt im Hebräischen [אָמַן&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/hebrew/539.htm 539. aman]&amp;lt;/ref&amp;gt;]: gewiß sein, sein Vertrauen darauf setzen, ja sagen, ergreifen, festhalten, treu sein; der griechische Ausdruck &#039;&#039;písti&#039;&#039;s [πίστις&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/4102.htm 4102. pistis]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet Treue, im Deutschen ist glauben verwandt mit geloben (Treue versprechen, sich zu eigen geben). Wenn in der Bibel davon die Rede ist, daß ein Mensch glaubt, so hat das die Grundbedeutung, daß der Mensch festhält an seiner Zugehörigkeit zu Gott, - daß er seiner göttlichen Herkunft treu bleibt, - daß er sich nicht abdrängen läßt von seiner himmlischen Heimat. Glaube ist Heimweh. Dieses Festhalten, diese Treue äußert sich auf verschiedene Weise, je nachdem, in welcher Lage der Mensch ist. Ist er fern von Gott, so überkommt ihn ein heftiges Heimweh, ein anfangs leiser, aber später immer mächtigerer Drang, zurückzukehren zu seinem Ursprung. Diese Äußerung der Treue zur angestammten Heimat nennt Jesus Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit (gerecht sein heißt: Gott nahe, Gott verbunden sein). Der Glaube ist beim Menschen, der von Gott geschieden ist, ein elementares, schmerzliches Verlangen zurück zu ihm. Diese tiefe Sehnsucht ist durch nichts zu beschwichtigen, sie ist ein untröstliches Leid, das seinen Trost nur findet, wenn das Ziel der Sehnsucht erreicht ist ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt5,4+6 Matth. 5,4. 6]). Glauben heißt: es als unabweisbare Notwendigkeit empfinden, daß man über alles Trennende hinweg wieder zurückfindet, dahin, woher man kam. Glauben heißt: auf jede Weise einen Durchbruch suchen durch die vorhandenen Hindernisse und stürmisch anklopfen an die verschlossenen Türen des Himmels ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Luk11,9+10 Luk. 11,9. 10]). Glauben heißt: bestehen bei der Hoffnung ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Hebr11,1 Hebr. 11,1]), daß diese Türen einmal aufgehen. Glaube ist Heimkehr. Heimweh verursacht Schmerzen. So ist der Glaube, solange dem Menschen die Nähe Gottes fehlt, eine Quelle tiefer Unruhe, qualvoller Leiden. Ein so großes Verständnis für diese Not spricht aus der Bergpredigt. Sie beginnt mit dem Zuruf an alle Heimwehkranken: Laßt euch diese Schmerzen nicht leid sein! Es ist nicht umsonst, daß ihr Tag und Nacht von Weh verzehrt werdet. Haltet noch ein wenig aus, dann wird euer Leid getröstet, euer Hunger gestillt, eure Armut zur Überfülle. Festhalten an der Heimat und ihrer Art kann ich auf die Länge freilich doch nur in der Heimat. Der Glaube kommt zu seinem Wesen erst richtig, wenn er nicht mehr nur sucht, sondern auch fand; wenn auf sein Fragen die Antwort, auf das Pochen das Öffnen folgte, - wenn Gott nahe kam, wenn er, der bisher verborgene, zum offenbarten Gott wurde. Geschah das, dann wurde aus den blassen Vorstellungen der Sehnsucht das Überwältigtsein (Überführtsein, [https://www.bibleserver.com/text/LU/Hebr11,1 Hebr. 11,1]) der Erfüllung, dann wurde das tiefe Leid zur Seligkeit ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt5,4 Matth. 5,4]). Der richtige Glaube ist Seligkeit, ist Erfüllung, Heimkehr, Überwältigtsein. Er kommt nur dadurch zustande, daß von oben her Bresche eingelegt wird in alle die Scheidewände, die zwischen Gott und Mensch bestanden; daß der Mensch durch seine Berührung mit dem Schöpfer von seinem Starrkrampf erlöst wird und einen Strom göttlichen Lebens in sich spürt: Wir glauben durch die mächtige Wirkung seiner Stärke, die er gewirkt hat in Christus, als er ihn auferweckte von den Toten ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Eph1,19-20 Eph. 1,19. 20]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Glaube, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 88-90&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Glauben heißt: von Christus ergriffen und in den Strom seiner Liebesenergie eingeschaltet sein. Glauben heißt: das Leben, das aus Gott kommt, ergreifen, aber es heißt ebenso: von Christus ergriffen sein ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil.3,12 Phil. 3, 12]). Das bedeutet nicht bloß, daß der Mensch innerlich hingerissen ist. Er ist tatsächlich von einem höheren Willen hingenommen. Er ist Leibeigener eines anderen geworden. Es ist sein Schicksal, dem er sich nicht mehr entziehen kann; daß er als Mitwirkender in das Werk dieses anderen hineingestellt ist. Durch die persönliche Berührung mit Christus ist er elementar erfaßt von dessen Willen, allen Menschen zu helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Glaube, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Glaube + Vertrauen zu Jesus, dem Retter ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Paulus schreibt über die Rettung, dass jeder gerettet werden kann (im Griechischen steht hier in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Römer10,13 Römer 10,13] tatsächlich jeder: πάς - es ist also nicht nur ein Füllwort einer Übersetzung), der den Herrn, also Jesus anrufen wird. Dies kann nur im Glauben (oder man kann auch sagen: im Vertrauen) an ihn geschehen, denn wenn ich nicht an ihn glaube/ihm nicht vertraue, dann werde ich ihn in meiner Not auch nicht anrufen, nicht von Herzen zu ihm schreien. Wenn du Jesus anrufst, wird dir das ewige Leben schenken, weil er es dir erworben hat, wenn du zu ihm von Herzen um Hilfe schreist. Er tut dies dann nicht, weil du es dir verdient hättest, sondern weil er alles für dich getan hat. Die Bibel nennt dieses Geschenk der Gerechtsprechung eines Ungerechten, (auch Rechtfertigung eines Sünders aus Glauben genannt) durch einen Gerechten: Gnade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;gt; So wird dann die Gerechtigkeit Jesu, wie Paulus es in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm10 Röm 10] behandelte, uns durch ein unglaubliches Gnadengeschenk zugerechnet, ohne, dass wir es irgendwie verdient hätten oder dafür überhaupt würdig wären: Jesus der völlig sündlos, also völlig perfekt, völlig gerecht war wird zu unserer Gerechtigkeit: wir werden dadurch gerecht vor Gott, weil wir mit Jesu Gerechtigkeit bekleidet werden! Er selbst ist unser Schmuck und unser Ehrenkleid, wie es in dem Lied von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Ludwig_von_Zinzendorf Zinzendorf] heißt: „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn.“&amp;lt;ref&amp;gt;1. Vers des Liedes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Ludwig_von_Zinzendorf Zinzendorf]: [https://www.liederdatenbank.de/song/1134 Christi Blut und Gerechtigkeit]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus erklärt dies so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn...&lt;br /&gt;
: „&amp;lt;sup&amp;gt;21&amp;lt;/sup&amp;gt; ... jetzt hat Gott - unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten - seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen. &amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt; Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ´ob jemand Jude oder Nichtjude ist,` &amp;lt;sup&amp;gt;23&amp;lt;/sup&amp;gt; denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck, &amp;lt;sup&amp;gt;24&amp;lt;/sup&amp;gt; und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus. &amp;lt;sup&amp;gt;25&amp;lt;/sup&amp;gt; Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. Damit hat Gott unter Beweis gestellt, dass er gerecht gehandelt hatte, als er die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen ungestraft ließ. &amp;lt;sup&amp;gt;26&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses hat er jetzt, in unserer Zeit, seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt; er hat gezeigt, dass er gerecht ist, wenn er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NGÜ/Röm3,21-26 Röm 3,21-26])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn du also einst auch in Todesnot (es kann auch irgend eine andere schwere Not sein) kommen wirst (und das wird früher oder später leider bei jedem geschehen), dann rufe den Herrn an, dann schreie zu Jesus Christus&amp;lt;ref&amp;gt;Christus ist ein Titel, kein Name: es ist die griech. Übersetzung des hebr. [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias]: Jesus wurde nicht nur der Retter [https://de.wikipedia.org/wiki/Israel Israels], sondern auch der ganzen Welt&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1. Beispiel: der Verbrecher am Kreuz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann dieses vertrauensvolle Rufen nach Jesu Rettung, die dann zur Wiedergeburt, zur Rettung in sein neues Reich, ins ewige Leben, hinein führt, nun ganz praktisch aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; z. B. so: Als Jesus am Kreuz hing, da hingen auch zwei Verbrecher mit ihm jeweils an einem Kreuz. Der eine verspottete ihn, der andere aber verteidigte ihn und bat ihn, an ihn zu denken, wenn er in seinem Himmelreich ankäme.... :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;39&amp;lt;/sup&amp;gt; Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! &amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. &amp;lt;sup&amp;gt;41&amp;lt;/sup&amp;gt; Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. &amp;lt;sup&amp;gt;42&amp;lt;/sup&amp;gt; Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. &amp;lt;sup&amp;gt;43&amp;lt;/sup&amp;gt; Jesus antwortete ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,39-43 Lk 23,39-43])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das hört sich nun sehr einfach an, diese kurze Bitte an Jesus. Aber das zeigt, dass es ihm nicht auf die richtigen, perfekt formulierten Worte, sondern auf die Haltung des Herzens ankommt... Er schaut das Herz dessen an, der ihn bittet ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Samuel16,7 1. Samuel 16,7]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2. Beispiel: der blinde Bartimäus =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Hören Jesu auf den Schrei des Herzens eines sich in Not befindlichen Menschen, wird auch in der Geschichte des blinden Bartimäus deutlich, der nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich umgewandelt (geheilt) wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heilung des blinden Bartimäus: &lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;46&amp;lt;/sup&amp;gt; Sie kamen nach Jericho. Als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge von dort weiterzog, saß ein blinder Bettler am Straßenrand, Bartimäus, der Sohn des Timäus. &amp;lt;sup&amp;gt;47&amp;lt;/sup&amp;gt; Er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, der vorbeikam. Da fing er an zu schreien: »Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« &amp;lt;sup&amp;gt;48&amp;lt;/sup&amp;gt; Von allen Seiten fuhr man ihn an, er solle still sein. Doch er schrie nur umso lauter: »Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« &amp;lt;sup&amp;gt;49&amp;lt;/sup&amp;gt; Und Jesus blieb stehen [übrigens m. E. eine der schönsten Stellen in der Bibel: Und Jesus blieb stehen! Er bleibt auch vor dir stehen, wenn du von Herzen zu ihm rufst!] und sagte: »Ruft ihn her!« Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: »Hab nur Mut! Steh auf, er ruft dich!« &amp;lt;sup&amp;gt;50&amp;lt;/sup&amp;gt; Da warf der Mann seinen Mantel ab, sprang auf und kam zu Jesus. &amp;lt;sup&amp;gt;51&amp;lt;/sup&amp;gt; »Was möchtest du von mir?«, fragte Jesus. »Rabbuni«, antwortete der Blinde, »ich möchte sehen können!« &amp;lt;sup&amp;gt;52&amp;lt;/sup&amp;gt; Da sagte Jesus zu ihm: »Geh nur! Dein Glaube hat dir geholfen.« Im selben Augenblick konnte der Mann sehen. Nun schloss er sich Jesus an und folgte ihm auf seinem Weg.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,46-52 Mk 10,46-52])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3. Beispiel: Charles H. Spurgeon =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ließ [[Charles Haddon Spurgeon|Charles H. Spurgeon]] in einen Schneesturm geraten um das wirkliche, ewige Leben zu finden, indem er in seiner Not vertrauensvoll auf Jesus blickte, denn das Vertrauen zu Jesus, der Glaube an ihn muss sich nicht immer in gesprochenen Worten ausdrücken, da Gott stets die Herzen ansieht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Samuel16,7 1.Samuel 16,7]&amp;lt;/ref&amp;gt;, reicht es aus, wenn (auch ohne Worte) unsere Herzenseinstellung die richtige ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 4. Beispiel: Ian McCormack =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres aktuelles Beispiel aus unserer heutigen Zeit, wie ein Mensch durch Jesus umgewandelt wurde, ist der [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Bericht Ian McCormacks]], der nach Stichen von mehreren hochgiftigen Quallen starb und in höchster Not zu Gott rief, worauf ihm dann Jesus begegnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Endziel der Umwandlung des Menschen, seiner Metamorphose&amp;lt;ref&amp;gt;oder Umgestaltung, siehe dazu: [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Römer12,2 Römer 12,2] (Interlinear: [https://biblehub.com/interlinear/romans/12-2.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Romans 12:2]); [https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Korinther3,18 2. Korinther 3,18] (Interlinear: [https://biblehub.com/interlinear/2_corinthians/3-18.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; 2 Corinthians 3:18]) =&amp;gt; die Umwandlung/Umgestaltung einer Raupe in einen Schmetterling ist dafür ein schönes Bild aus der Natur&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nicht seine bloße Rettung in das Ewige Leben hinein, sondern den Riß, der durch den Sündenfall&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3 1.Mose 3]&amp;lt;/ref&amp;gt;, der durch das Mißtrauen und die daraus folgende Entfremdung und Feindschaft zwischen Gott und Mensch entstanden ist&amp;lt;ref&amp;gt;die Schlange, ein Symbol für den Widersacher Gottes, den Teufel, der auch Satan genannt wird, untergräbt systematisch das Vertrauen in die Güte und Liebe Gottes, indem sie Zweifel sät und mit falschen Unterstellungen und Verdächtigungen arbeitet, so dass sich seither der Mensch vor der suchenden Liebe Gottes versteckt: Auf die Frage Gottes: „Wo bist du?“ antwortet der Mensch mit Furcht und Verstecken: [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3,8-10 1.Mose 3,8-10]&amp;lt;/ref&amp;gt;, grundsätzlich und umfassend zu heilen, so dass der Mensch in die ewige Liebesbeziehung zu Gott, aus der er ursprünglich entstammt, zurück findet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rembrandt Der verlorene Sohn.jpg|mini|200px|Rembrandts [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_R%C3%BCckkehr_des_verlorenen_Sohnes_(Rembrandt) »Die Rückkehr des verlorenen Sohnes«] (ca. 1669), das sein Vermächtnis darstellt&amp;lt;ref&amp;gt;Rembrandt malte dieses Bild am Ende seines Lebens und legte all sein Einfühlungs- und Mitleidsvermögen, sein ganzes Herz, in dieses Bild hinein, da sein Leben von schweren Schicksalsschlägen geprägt war: [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_J._M._Nouwen Henri Nouwen]: „Nachdem er 1635 seinen Sohn Rumbartus, 1638 seine erste Tochter Cornelia und 1640 seine zweite Tochter gleichen Namens verloren hatte, starb 1642 seine Frau Saskia, die er sehr liebte und bewunderte. Rembrandt blieb mit seinem neun Monate alten Sohn Titus zurück. Auch nach dem Tod Saskias war das Leben Rembrandts von zahllosen Sorgen und Problemen gezeichnet. Nach einer sehr unglücklichen Beziehung zur Amme von Titus, Geertje Dirckx, die mit Prozessen und der Einweisung Geertjes in eine Irrenanstalt endete, folgte eine festere Verbindung mit Hendrickje Stoffels. Sie gebar ihm einen Sohn, der 1652 starb, und eine Tochter, Cornelia, die ihn als einziges seiner Kinder überleben sollte. Während dieser Jahre ging Rembrandts Popularität als Maler stark zurück, auch wenn einige Sammler und Kritiker ihn weiterhin als einen der größten Maler seiner Zeit schätzten. Seine finanziellen Probleme wurden so erdrückend, daß Rembrandt 1656 für zahlungsunfähig erklärt wurde und um das Recht ersuchte, seinen ganzen Besitz und alle Einnahmen zugunsten seiner Gläubiger zu überschreiben, um den Konkurs zu vermeiden. Sein ganzes Hab und Gut, seine eigenen Bilder und die anderer Maler in seinem Besitz, seine große Sammlung von Kunstgegenständen, sein Haus in Amsterdam und seine Möbel wurden auf drei Versteigerungen 1657 und 1658 veräußert. [...] Im Jahre 1663 starb Hendrickje und fünf Jahre später erlebte Rembrandt nicht nur die Heirat, sondern auch den Tod seines geliebten Sohnes Titus.“ Nimm sein Bild in dein Herz: Geistliche Deutung eines Gemäldes von Rembrandt. 17. Auflage. Herder, Freiburg 1991, ISBN 978-3-451-22404-1, Erstes Kapitel: Rembrandt und der jüngere Sohn, S. 46+47&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Liebe ist der Sinn des Menschenlebens; sie ist keine »Tugend«, sondern Ergriffensein. &lt;br /&gt;
Die Liebe ist die Summe aller göttlichen Forderungen, das vornehmste Gebot ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,37-40 Matth. 22,37-40]). Diese Forderung tritt nicht erst von außen an den Menschen heran. Sie ist in seinem Wesen begründet. Der Mensch ist seiner Herkunft nach gottähnlich. Gott ist Liebe. Daher kommt es dem Menschen zu, zu lieben: das ist die Bestimmung, der Sinn und Zweck, der einzig in Betracht kommende Inhalt seines Lebens. - Das Neue Testament versteht unter Liebe nicht eine »Tugend«, also etwas Angelerntes, etwas, wozu man sich erziehen, was man sich durch Vorhalten eines Gesetzes oder Ideals abnötigen kann. Sondern Liebe ist etwas Urgewaltiges, ein mächtiges Ergriffensein aller Tiefen des Gemüts, ein Mitschwingen aller Seelenkräfte. Liebe ist nicht eine Angelegenheit blasser Gedanken, sie ist die Sprache des Blutes, sie kommt aus heißem Herzen, sie beherrscht den Pulsschlag des Menschen. Das ist die einfache Bedeutung des alten Wortes: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften.«&lt;br /&gt;
Nur der Schöpfer, und was von ihm kommt, ist würdig der menschlichen Liebe. &lt;br /&gt;
Weil der Mensch zum Lieben erschaffen ist, kann er nicht anders als lieben. Durch den Riß, der in sein Wesen gekommen ist, ist er aber der echten, ihn über ihn selbst hinaushebenden Liebe nicht mehr fähig; seine Liebe ist meist eine verirrte, gebundene. Er vergeudet seine edelsten Kräfte an Dinge, die dessen nicht würdig sind. Johannes, der Apostel der Liebe, wirft sich mit der ganzen Wucht seiner Sendung zwischen den Menschen und das, was tief unter seiner Bestimmung liegt: »Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh2,15 1. Joh. 2,15]). Welt heißt hier alles gottferne Tun und Treiben der Menschen; »was in der Welt ist«, bezeichnet jedes Ding, sofern es keinen Zusammenhang mit Gott hat; jedes Geschöpf, sofern es vom Schöpfer gelöst ist. Auch das alles kann ja mächtige Antriebe im Menschenleben hervorrufen, kann das Blut in Wallung bringen, kann ein gewaltiges Spiel der Kräfte bewirken. Aber es ist doch alles zu gering, um ein Menschenleben auszufüllen. Der Adler kann im Käfig von zwanzig Meter Ausmaß auch fliegen, aber das ist kein Adlerflug. Der Mensch kann im Bannkreis des Gottfernen sich auch leidenschaftlich regen, unter allerlei Opfern und Hingabe ringen und schaffen - er bleibt damit in einem Umkreis, der ihm zu eng ist. Seine besten, edelsten Kräfte kann er hier nicht entfalten. Wahrhaft menschliche Ausmaße kommen erst ins Menschenleben, wenn es von der Liebe zum Schöpfer selbst ergriffen ist: du sollst lieben Gott, deinen Herrn. &lt;br /&gt;
Liebe entsteht durch Begegnung. &lt;br /&gt;
Es kann nicht oft genug gesagt werden, daß das Neue Testament unter der Liebe zu Gott nicht ein blutleeres, gedankenhaftes, gezwungenes Streben versteht, sondern eine heilige Leidenschaft, einen Sturm und Drang ohnegleichen und doch auch tiefste Ruhe, völliges Stillesein, die ganz gelassene Heiterkeit dessen, dem nichts mehr zu wünschen übrigbleibt. Diese Liebe entsteht wie alle Liebe nur durch eine Begegnung. Ebensowenig wie man einen bloß gedachten Menschen lieben kann, kann man durch religiöse Vorstellungen zur Liebe Gottes gelangen. »Darin besteht die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh4,10 1. Joh. 4,10]). In der Person des Sohnes, den er sendet, begegnet der Allmächtige dem Menschen, und unter dieser Begegnung springt der Funke über, entzündet sich das heilige Feuer, sprudelt es auf aus verborgenen Tiefen. Die Liebe entsteht durch Begegnung; sie besteht durch dauernde Berührung; sie kann nicht fern sein; sie ist ihrem Wesen nach Gemeinschaft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Liebe zu Gott, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 154-156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun einmal Liebe zu Gott in unserem Herzen entstanden ist, dann ist das ein untrügliches Zeichen für die Unsterblichkeit, für die Verheißung des ewigen Lebens, wie es [[Einfluß_von_Jesus_Christus_auf_die_Weltgeschichte#Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski|Dostojewski]] erkannte und Stepan Trophimowitsch im Angesicht seines nahen Todes sagen ließ: „Meine Unsterblichkeit ist schon deswegen notwendig, weil Gott doch nicht das Unrecht wird begehen wollen, das Feuer der Liebe, das einmal in meinem Herzen zu Ihm entbrannt ist, ganz auszulöschen. Was aber ist teurer als Liebe? Die Liebe steht höher als das Sein, die Liebe ist die Krone des Seins, wie sollte da das Leben ihr nicht untertan sein? Wenn ich Ihn jetzt lieben gelernt habe, und diese meine Liebe mir eine Freude ist – wie wäre es dann möglich, daß Er mich und meine Freude wieder auslöschte und uns in Nichts verwandelte? Wenn es einen Gott gibt, so bin auch ich unsterblich!“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gutenberg.org/ebooks/61906.html.images &#039;&#039;The Project Gutenberg&#039;&#039; eBook of Sämtliche Werke 5-6: Die Dämonen] Fjodor Michailowitsch Dostojewski: Sämtliche Werke, Unter Mitarbeiterschaft von Dmitri Mereschkowski, herausgegeben von Moeller van den Bruck, Übertragen von E. K. Rahsin, Erste Abteilung: Fünfter und sechster Band, F. M. Dostojewski, Die Dämonen, R. Piper &amp;amp; Co. Verlag, München, 1921, [https://gutenberg.org/cache/epub/61906/pg61906-images.html#page-1048 Zweiundzwanzigstes Kapitel. Stepan Trophimowitschs letzte Reise III., 1048]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus unterstrich diese zentrale Stellung der Liebe in unnachahmlichen Sätzen:&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke. &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – wenn ich alle diese Gaben besitze, aber keine Liebe habe, bin ich nichts. &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts. [...] &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NG%C3%9C/1.Kor13,1-3 1. Kor 13,1-3] und [https://www.bibleserver.com/text/NG%C3%9C/1Kor13,13 1. Kor 13,13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil es also im Letzten um die Wiederherstellung der zerbrochenen Liebesbeziehung zwischen Gott, dem Schöpfer und seinem Geschöpf geht, für das die Versöhnung zwischen einem verlorenen Sohn und seinem Vater ein wunderbares Bild ist, das Jesus einmal mit dem herrlichen Gleichnis vom verlorenen Sohn in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk15,11-32 Lk 15,11-32] illustriert hat&amp;lt;ref&amp;gt;... und das [https://de.wikipedia.org/wiki/Rembrandt_van_Rijn Rembrandt] meisterlich verbildlicht hat: [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Rückkehr_des_verlorenen_Sohnes_(Rembrandt) Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Rembrandt)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, schließt sich hier der Kreis: weil es um die Liebe geht, die Kinder instinktiv richtig fühlen und wenn sie geliebt werden einfach zurück lieben, ist das Reich Gottes, dessen Grundfesten aus Liebe bestehen, für sie unmittelbar nachvollziehbar und so tun sie sich leichter damit, als wir Erwachsenen, dies zu glauben und zu leben - und so auch das ewige Leben in Gottes Gemeinschaft zu erlangen: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annehmen wird wie ein Kind, wird nicht hineinkommen.“ [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk18,15–17 Lk 18,15–17] (analog dazu: [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mt19,13–15 Mt 19,13–15] und [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mk10,13–16 Mk 10,13–16]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel: Kampfsportler erlebt Gottes Liebe ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=9P-7lkdzQ98 &#039;&#039;YouTube - ERF Mensch Gott&#039;&#039;: Ein Professor verpfuscht die Hüft-Operation eines Kampfsportlers, was seine Karriere zerstört: der will ihn daraufhin umbringen, bis er Gottes Liebe erlebt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Wenn du noch Fragen hast, darfst du mir gerne schreiben: [mailto:adelphos@web.de adelphos@web.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fussnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
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		<title>Wie erlange ich das ewige Leben?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Wie_erlange_ich_das_ewige_Leben%3F&amp;diff=241"/>
		<updated>2026-04-02T15:11:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Liebe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Frage aller Fragen ist doch: gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es die Möglichkeit weiter zu leben? Oder falle ich mit dem Tod ins Nichts? Und wenn es nach dem Tod weiter geht und es ein ewiges Leben gibt: wie kann ich es erlangen, wie kann ich da hinein kommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht stellst du dir gerade diese Fragen - und wenn nicht, könnte es trotzdem jetzt mal ein guter Zeitpunkt sein, sich darüber ernsthafte Gedanken zu machen. ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt, dass das Thema des ewigen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Auch das [[Apostolisches_Glaubensbekenntnis#Apostolisches_Glaubensbekenntnis|apostolische Glaubensbekenntnis]] weist in seiner letzten Zeile, sozusagen als Zielpunkt, als krönenden Schluss auf das ewige Leben hin&amp;lt;/ref&amp;gt;, das uns durch Jesus ermöglicht wird, eines der schwierigsten ist, wie schon [https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] gesagt hat: „Von dem, was wir hierzu sagen, gilt das Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustins]: »Wir sprechen darüber, nicht weil wir es sagen könnten, sondern weil darüber nicht geschwiegen werden darf.«“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 150&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig ist es paradoxerweise so einfach, dass es von einem Kind erfasst werden kann, siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Markus10,13-16 Markus 10,13-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unser Leben ist begrenzt durch den Tod ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt sicherlich keine Neuigkeit für dich, klar, das dürfte eigentlich jedem klar sein, dass wir endliche, sterbliche Wesen sind, dass also alle Freuden und Annehmlichkeiten dieses Lebens - mögen sie auch noch so groß und herrlich sein - zeitlich auf die paar Jahrzehnte begrenzt sind, die es unser sterblicher Körper uns ermöglicht zu leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Es scheint schwierig zu sein über die Schallmauer von 120 Jahren deutlich hinauszukommen, siehe: [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_%C3%A4ltesten_Menschen Liste der ältesten Menschen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unendlichkeit, ewiges Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Olivenbaum k.png|mini|200px|Olivenbaum in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kidrontal Kidrontal] mit einem Alter von über 1.000 Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das nicht glaubst, dass sich jeder Mensch nach ewigem Leben sehnt (ok, fast jeder, es mag wenige Ausnahmen geben, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass gerade du dazu gehörst ;-)), dann schau dir mal die Umsätze der Kosmetikbranche&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/themen/25/kosmetik/ &#039;&#039;statista:&#039;&#039; Umsätze in der Kosmetik]&amp;lt;/ref&amp;gt; an, oder die gewaltigen Anstrengungen, die gemacht werden um die lebensverlängernde Medizin voranzutreiben (z.B. unterstützt auch die größte Stiftung der Welt, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_&amp;amp;_Melinda_Gates_Foundation Bill und Melinda Gates Stiftung], weltweite medizinische Projekte). Ich bin mir sicher, wenn es eines Tages gelingen sollte, das Genreparatursystem und die Proteinstabilität medikamentös so sehr zu verbessern&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. lebt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nacktmull#Lebenserwartung Nacktmull] um ein vielfaches länger als alle anderen ähnlichen Nagetiere, weil er offensichtlich ein besseres Genreparatursystem und und eine bessere Proteinstabilität besitzt als diese. Forschern ist es bereits gelungen bei Mäusen den Alterungsprozess medikamentös zu bremsen, siehe dazu: &#039;&#039;inFranken.de: [https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/forscher-bremsen-alterungsprozess-neue-therapie-pille-bremst-das-altern;art154607,3963998 &#039;&#039;Neue Therapie: Forscher bremsen Alterungsprozess aus - Pille verzögert das Altern nachweislich]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass es möglich wäre, [https://de.wikipedia.org/wiki/Methuselah z.B. so alt wie ein Baum zu werden], also über 1.000 Jahre alt&amp;lt;ref&amp;gt;Z.B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum Olivenbäume] können sehr alt werden: Als wir 2005 in Israel waren, hatte ich diese Olivenbäume fotografiert. Sie stehen im Kidrontal und sind über 1.000 Jahre alt, sie standen also möglicherweise schon als Jesus hier mit seinen Jüngern durchzog um zum Ölberg und damit nach Gethsemane zu gelangen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,26-32 Mk 14,26-32]). Über die Menschen zu Zeiten [https://de.wikipedia.org/wiki/Noah Noahs] wird in der Bibel berichtet ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose5 1. Mose 5]), dass sie ein Alter von bis zu 1.000 Jahren erreichen konnten. Wenn man von einer genetischen Degeneration ausgeht (z. B. verursacht durch erhöhte Weltaumstrahlung), könnte dies möglich sein, denn wenn sich die menschlichen Zellen immer wieder erneuern (wie die pflanzlichen) und also nicht altern würden, [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung#Lebenserwartung_anderer_Lebewesen könnten solche Alter erreicht werden]. Es gibt z. B. Neptungras, das bis zu 80.000 Jahre alt wurde, siehe: [https://sciencev2.orf.at/stories/1694444/index.html &#039;&#039;ScienceORF.at:&#039;&#039; Seegras: Das älteste Lebewesen der Welt?]. Das älteste Wirbeltier der Welt kann bis zu 500 Jahre alt werden und ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Grönlandhai Grönlandhai], siehe zur Datierung: [https://www.science.org/doi/10.1126/science.aaf1703 &#039;&#039;Science.org&#039;&#039;: Eye lens radiocarbon reveals centuries of longevity in the Greenland shark (Somniosus microcephalus)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dann würde sich der Hersteller des Genstabilisierungsmedikaments vor Aufträgen kaum noch retten können.&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das zeigt die unbändige Sehnsucht nach Leben, nach möglichst langem Leben, am besten nach ewigem, unendlichem Leben in uns allen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unendlichkeit Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unendlichkeit können wir nicht ohne den unendlichen Gott erreichen, denn auch mit diesem Genstabilisierungsmedikament müssten wir doch irgendwann sterben, so wie auch Bäume nicht unendlich alt werden können. Nur durch Gott, den  Lebenserschaffer und - erhalter können wir ewiges Leben erreichen. Wenn du Zweifel hast, ob er überhaupt existiert und dieses Universum und damit auch uns geschaffen hat, dann empfehle ich dir, vor der weiteren Lektüre dieses Artikels, dich zuerst mit den [[Existiert_Gott%3F|Argumenten für seine Existenz]] zu befassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch menschliche Anstrengungen ist es unmöglich den alles besiegenden Tod zu besiegen. Welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_medizinischer_Fortschritte Fortschritte die Medizin in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten] auch gemacht hatte, so ist es ihr doch unmöglich ewiges, unendliches Leben zu ermöglichen. Gott zeigte letztlich seine Macht über den Tod, indem er [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu|Jesus von den Toten auferweckte]], so dass offensichtlich wurde, dass er tatsächlich imstande ist, den Tod zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auferstehungskraft Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann ich nun in die, den Tod überwindende, Auferstehungskraft Gottes hinein genommen werden, so dass ich ewiges Leben erlangen kann? Wie kann ich Gottes ewiges Leben erlangen? Das ist die alles entscheidende Frage auf die die Bibel eine Antwort gibt, denn leider gibt es, laut Bibel, auch das ewige Fernsein von Gott, den Zustand der endgültigen Trennung von ihm und damit vom ewigen Leben, das sie Hölle nennt. Ich wünsche mir, wie du wahrscheinlich auch, es wäre ein Automatismus vorhanden, so dass niemand, kein Mensch, jemals diese furchtbar schreckliche Trennung erleiden müsste - selbst meinem schlimmsten Feind wünsche ich dies nicht. Aber es ist wie beim Bergsteigen, oder Fallschirmspringen: ich wünsche mir auch, dass niemals Bergsteiger oder Fallschirmspringer abstürzen. Aber die traurige Tatsache ist doch, dass in jedem Jahr in diesen Sportarten tödliche Unfälle geschehen, so dass selbst geübte Sportler abstürzen und sterben (siehe z. B. diese Statistiken&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. [https://www.dfv.aero/Sicherheit++Technik/Unfallberichte Unfälle beim Fallschirmspringen] oder [https://www.himalaya-info.org/tragische_ereignisse.htm Unfälle an den 8000ern, Tragische Ereignise am Himalaya]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Es gibt also entscheidende Situationen im Leben, in denen unsere Wünsche irrelevant sind: So sehr wir uns diesen Automatismus des ewigen Lebens auch wünschen mögen, Jesus teilte seinen Jüngern die erschreckende Tatsache mit, dass es eine Scheidung&amp;lt;ref&amp;gt;Diesbezüglich ist z. B. auch die Novelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis], [https://en.wikipedia.org/wiki/The_Great_Divorce Die große Scheidung / the great divorce] interessant&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen ewigem Leben und der ewigen Trennung vom Leben geben wird:&lt;br /&gt;
„Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: &#039;Sage uns, was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?&#039; Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: [...] &#039;Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an! [...]&lt;br /&gt;
Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! [...]&lt;br /&gt;
... diese [die Ungerechten nach dem jüngsten Gericht] werden hingehen zur ewigen&amp;lt;ref name=&amp;quot;ES&amp;quot;&amp;gt;Siehe zu &amp;quot;ewiger Strafe&amp;quot;, &amp;quot;ewiges Leben&amp;quot;: griech. aionios steht hier jeweils für &amp;quot;ewig&amp;quot; und es kann lt.: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament [ThBeLxNT], herausgegeben von Lothar Coenen, Erich Beyreuter und Hans Bietenhard, R. Brockhaus Verlag, 1. Sonderausgabe 1993, 9. Auflage der Gesamtauflage, Artikel &amp;quot;aion&amp;quot;, S. 1457 &amp;quot;Äon, Lebenszeit, Weltzeit, lange Zeit, Ewigkeit&amp;quot; bedeuten. Walter Bauer schreibt in seinem Wörterbuch zum Neuen Testament [BAUER], durchgesehener Nachdruck der fünften verbesserten und stark vermehrten Auflage, 1963, Begriff, aion noch klarer: &amp;quot;aion, onos, ho (seit Homer, auch Herm. Schr. Inschr. Pap. LXX. Hen. Philo. Joseph. Test. 12 Patr. Or. Sib.) d. Zeit - 1. lange Zeit, Ewigkeit - a. v. d. vergangenen Zeit, d. Verhangenheit, d. graue Vorzeit, die sich in der Endlosigkeit, in der Ewigkeit verlieren kann. [...] - b. v. d. zukünftigen Zeit, die, wenn sie kein Ende hat, gleichfalls den Begriff der Ewigkeit (so seit Pla. den Griechen geläufig) gewinnt;&amp;quot; Da es jedoch in beiden Wendungen (&amp;quot;ewige Strafe&amp;quot; und &amp;quot;ewiges Leben&amp;quot;) hier vorkommt, ist es m. E. nicht legitim zu behaupten: das Leben ist tatsächlich ewig, die Strafe jedoch nur zeitlich, so wie es manche tun um das Schreckliche einer ewigen Verlorenheit abzumildern.&amp;lt;/ref&amp;gt; Strafe&amp;lt;ref&amp;gt;Was bedeutet das griech. Wort für Strafe? Hier eine ausführliche Analyse: [https://biblehub.com/greek/2851.htm Strong&#039;s Konkordanz kolasis: Korrektur] &lt;br /&gt;
Originalwort: κόλασις, εως, ἡ&lt;br /&gt;
Wortart: Substantiv, Femininum&lt;br /&gt;
Transliteration: kolasis&lt;br /&gt;
Phonetische Schreibweise: (kol&#039;-as-is)&lt;br /&gt;
Definition: Korrektur&lt;br /&gt;
Verwendung: Züchtigung, Bestrafung, Quälerei, vielleicht mit der Vorstellung von Entbehrung.&lt;br /&gt;
HELPS Wort-Studien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cognate: 2851 kólasis (von kolaphos, &amp;quot;ein Stoß, ein Schlag&amp;quot;) - richtig, Bestrafung, die dem Bestraften &amp;quot;passt&amp;quot; (R. Trench); Qual, in der Furcht vor dem bevorstehenden Gericht zu leben, weil man sich seiner Pflicht entzogen hat (vgl. WS in 1 Joh 4,18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommene Liebe vertreibt die quälende Furcht (2851 /kólasis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Joh 4,17.18: &amp;quot;17Dadurch wird die Liebe bei uns vollendet, damit wir am Tag des Gerichts beständig Zuversicht haben; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 18In der Liebe ist keine Furcht; die vollkommene Liebe aber vertreibt die Furcht, denn die Furcht bringt Strafe [2851 /kólasis, &amp;quot;Qual&amp;quot;] mit sich, und wer sich fürchtet, ist nicht vollkommen in der Liebe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
NAS Ausführliche Konkordanz&lt;br /&gt;
Wortherkunft&lt;br /&gt;
von kolazó&lt;br /&gt;
Definition&lt;br /&gt;
Korrektur&lt;br /&gt;
NASB-Übersetzung&lt;br /&gt;
Bestrafung (2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thayer&#039;s Griechisches Lexikon&lt;br /&gt;
STRONGS NT 2851: κόλασις&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
κόλασις, κολάσεως, ἡ (κολάζω), Zurechtweisung, Bestrafung, Strafe: Matthäus 25,46; κόλασιν ἔχει, bringt den Gedanken der Strafe mit sich oder ist mit ihm verbunden, 1 Joh 4,18. (Hesekiel 14:3f, usw.; 2 Makk. 4:38; 4 Makk. 8:8; Wis. 11:14 Wis. 16:24, etc.; Platon, Aristoteles, Diodorus 1, 77 (9); 4, 44 (3); Aelian v. h. 7, 15; andere.) [SYNONYMS: κόλασις, τιμωρία: die bemerkenswerte Definition des Aristoteles, die κόλασις von τιμωρία als das unterscheidet, was (disziplinarisch ist und) sich auf denjenigen bezieht, der leidet, während letzteres (strafend ist und) sich auf die Befriedigung desjenigen bezieht, der zufügt, findet sich in seinem Rhet. 1, 10, 17; vgl. Cope, Introduction to Aristotle, Rhet., S. 232. Ähnlich argumentiert auch Platon, Protag. 324 a. und folgende, auch deff. 416. Aber wie in anderen Fällen erkennt der Gebrauch (besonders der spätere) die Unterscheidung nicht immer an; siehe z. B. Philo de legat. ad Gaium § 1 am Ende; Fragment ex Eusebius prepos. evang. 8, 13 (Mang. 2:641); de vita Moys. 1:16 am Ende; Plato de sera num. vind. §§ 9, 11, etc. Plutarch (ebd. § 25 am Ende) verwendet κολάζομαι für diejenigen, die die Strafen der anderen Welt erleiden (vgl. Justin Martyr, Apologie 1, 8; Clemens von Rom, 2 Kor. 6, 7 [ET]; Justin Martyr, Apologie 1, 43; 2, 8; Test xii. Patr., Test. Reub. 5; test. Levi 4, etc.; Martyr. Polykarp, 2, 3 [ET]; 11, 2 [ET]; Ignatius ad Rom. 5, 3 [ET]; Martyr Ignatius vat. 5 usw.). Siehe Trench, Synonyms, § vii; McClellan, New Testament, Bd. i., Randverweise zu Matt. wie oben; Bartlett, Life and Death Eternal. Anm. G.; C. F. Hudson, Debt and Grace, S. 188ff; Schmidt, Kap. 167, 2f.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strong&#039;s Exhaustive Concordance&lt;br /&gt;
Strafe, Pein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von kolazo; Strafverhängung - Bestrafung, Qual.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Gerechten aber in das ewige Leben&amp;lt;ref name=&amp;quot;ES&amp;quot;/&amp;gt;.&#039;“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt24,3-4 Mt 24,3-4] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,33-34 Mt 25,33-34] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,41 Mt 25,41] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,46 Mt 25,46])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; D.h. es gibt also ein ewiges Leben, aber leider auch ein ewiges Verderben - und Jesus, als der Sohn Gottes, ist die einzige Autorität, die auf diesem Gebiet wirklich Bescheid weiß, denn er ist der Einzige, der bereits selbst in der ewigen jenseitigen Welt war und dort alles selbst miterlebt hat&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt“ sagt Jesus dazu in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,23 Joh 8,23]&amp;lt;/ref&amp;gt; und deshalb genau weiß wovon er spricht - das im Gegensatz zu vielen anderen Propheten und Religionsstiftern. Wenn du Zweifel daran hast, ob Jesus wirklich in eine andere Kategorie gehört, wie alle anderen Religionsstifter, dann empfehle ich dir, dich zunächst mit [[Hat Jesus tatsächlich behauptet Gott zu sein%3F|seinem Anspruch Gott zu sein]] und [[Einfluß von Jesus Christus auf die Weltgeschichte|seinem Einfluss auf die Weltgeschichte zu befassen]], der deutlich größer war, als bei jedem anderen Religionsstifter und das sein Gottsein unterstreicht: denn niemand sonst ist es bislang gelungen einen Großteil der Menschheit davon zu überzeugen, dass er Gott in menschlicher Gestalt sei, denn die meisten Religionsstifter haben es erst gar nicht gewagt den Anspruch Gott zu sein zu erheben, geschweige denn versucht die Menschen davon zu überzeugen. Von den Weltreligionsbegründern hat das niemand getan und so hat z. B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Buddha Buddha] nie behauptet, Gott zu sein; [https://de.wikipedia.org/wiki/Mose Mose] hat niemals gesagt, er sei [https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH Jahwe]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] identifizierte sich nicht mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] und nirgends ist etwas darüber zu finden, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Zarathustra Zarathustra] behauptete, [https://de.wikipedia.org/wiki/Ahura_Mazda Ahura Mazda] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun das Problem, dass uns die ungetrübte Beziehung zu Gott verloren gegangen ist, dass wir Gott normalerweise nicht erleben, dass wir getrennt von ihm sind? Die Bibel nennt diesen Zustand der Trennung von Gott: Sünde. Was genau ist nun diese Sünde?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;&#039;Sünde&#039;&#039;&#039; Um einer klaren Erfassung des Begriffs willen ist eine sachliche Trennung zwischen AT und NT nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I) Altes Testament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A) &#039;&#039;Sprachlicher Befund&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hebräische hat eine Reihe von Wörtern, die im Deutschen mit Sünde bzw. sündigen wiedergegeben werden. Die wichtigsten Wurzeln sind neben vielen anderen folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) &#039;&#039;chatha&#039;&#039; [חַטָּאָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/2403.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 2403. chatta&#039;ah]&amp;lt;/ref&amp;gt;]und seine Ableitungen deuten eine Bewegung in der falschen Richtung bzw. die »Verfehlung« des richtigen Zieles an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) &#039;&#039;pascha&#039;&#039; [פָּשַׁע&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/6586.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 6586. pasha]&amp;lt;/ref&amp;gt;] als Tätigkeitswort und das zugehörige Hauptwort drücken »Auflehnung« aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) &#039;&#039;awah&#039;&#039; [עָוָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/5753.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 5753. avah]&amp;lt;/ref&amp;gt;] heißt zuerst »krümmen«. Das davon abgeleitete Hauptwort awon [עָוֹן&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/5771.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 5771. avon]&amp;lt;/ref&amp;gt;]nimmt den Gedanken der »Schuld« mit in den Begriff der Sünde hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) &#039;&#039;schagah&#039;&#039; [שָׁגָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/7686.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 7686. shagah]&amp;lt;/ref&amp;gt;] und das Hauptwort schegagah drücken das im menschlichen Sein begründete Irren, das »Abirren« aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II) Neues Testament&lt;br /&gt;
Das AT deckt zwar die Not der Sünde und des Sünders in der ganzen Tiefe auf, aber nur das NT redet über die Sünde von ihrer Überwindung in Jesus Christus her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A) &#039;&#039;Sprachlicher Befund&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT kennt wie das AT mehrere Wörter für Sünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Griech. hamartano [ἁμαρτάνω&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/264.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 264. hamartanó]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bzw. hamartia [ἁμαρτία&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/266.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 266. hamartia]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet »nicht treffen«, »verfehlen« bzw. »Verfehlung«. Hamartia wird im NT am häufigsten gebraucht und bedeutet nicht nur die Verfehlung gegen Gott, sondern betont zugleich die Schuld. Dabei können die sündigen Taten (z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg2,38 Apg 2,38]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg3,19 3,19]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr1,3 Hebr 1,3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr2,17 2,17]), die sündhafte Wesensbestimmtheit der ganzen Menschheit ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh9,41 Joh 9,41]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh1,8 1. Joh 1,8]) und die personhafte Macht der Sünde ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm5,12 Röm 5,12]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,22 Gal 3,22]; überhaupt [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm5-7 Röm 5-7]) gemeint sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Selten kommt das Wort hamartäma vor, das lediglich die sündige Tat bezeichnet. Parakoä [παρακοή&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/3876.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 3876. parakoé]&amp;lt;/ref&amp;gt;] meint Ungehorsam, anomia [ἀνομία&amp;lt;ref&amp;gt;https://biblehub.com/greek/458.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 458. anomia&amp;lt;/ref&amp;gt;] Gesetzlosigkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon zur Bibel, Sünde, Herausgegeben von Fritz Rienecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel, 2013, SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, 58452 Witten, ISBN 978-3-417-26550-7, S. 1118+1119&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] beschreibt das Wesen der Sünde: „Wie das Wort Schuld, so wird auch der Ausdruck Sünde zweifach gebraucht: in der Einzahl und in der Mehrzahl. Unter den Sünden eines Menschen sind seine einzelnen Verirrungen zu verstehen, die besonderen einzelnen Fälle, wo er das göttliche Recht krümmte, sich aus Gottes Nähe entfernte. Unter der Sünde des Menschen ist zu verstehen sein gesamter gottferner Zustand, die Verkehrtheit seiner Willensrichtung, sein Verirrtsein, seine verkrümmte Haltung, sein ganzer Bankrott an Kraft zum Guten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt; „Paulus sagt einmal: »Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde« ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Röm.14,23 Röm. 14,23]). Glauben heißt festhalten an der Zugehörigkeit zu Gott, den Vater persönlich fassen und ihn nicht lassen. Die Sünde fing damit an, daß der Mensch nicht festhielt, daß er die Hand seines Schöpfers losließ. Er tat das nicht von ungefähr; er hatte es sich einflüstern lassen, daß er es viel besser haben würde, wenn er selbständig sei, sein eigener Herr. Das Loslassen von Gott (der Unglaube) kommt daher, daß der Mensch die Hoheit Gottes feindselig ablehnt; er will die göttliche Führung nicht mehr. So sah die Sünde am Anfang aus, und so sieht sie immer aus. Sie ist immer Feindschaft, Empörertum, Argwohn. — Indem sich der Mensch von Gottes Leitung löst, hat er nicht gleich den Vorsatz, schlecht zu sein. Im Gegenteil: er will sein wie Gott. Er will durchaus nicht alles wahllos tun, was ihm etwa einfällt. Er will ernstlich unterscheiden zwischen gut und böse, aber er will es selbst tun. Er will gut sein, aber auf eigene Faust. Das Ziel, das der gottferne Mensch sich bewußtermaßen setzt, ist niemals das Laster, sondern irgendwie immer die Tugend; nicht die Schande, sondern die Herrlichkeit - aber er will immer die Selbstherrlichkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 213&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der Mensch trennt sich von Gott, um herrlich zu sein. Er ist wie im Fieber vor Verlangen nach Ehre, nach Größe, nach Steigerung seiner Kräfte. Und doch geht durch sein Dasein bei allem äußeren Aufstieg eine deutliche Linie des Verfalls. In einem gottfernen Leben ist der Mensch seit seiner Kindheit in allem Wesentlichen nicht fortgeschritten; das Beste, was ihm gegeben war, hat er verloren ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt18,3 Matth. 18,3]). Der Sohn, je länger er vom Haus weg ist, vergeudet immer mehr von seinem Erbe; und jedes Mal, wenn es wieder recht herrlich zugeht und der Aufwand, den er macht, bewundert wird, ist wieder ein großes Stück Kapital draufgegangen ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Luk15 Luk. 15])“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 214-215&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der gottferne Mensch findet nicht mehr zu seinem Bruder. Er hat den Blick für dessen Würde verloren. Er sieht im Mitmenschen einen Fußschemel seiner Größe, einen Spielball seiner Launen, den Sklaven seiner Wohlfahrt, das Objekt seiner Tätigkeit. Und will der Mitmensch das nicht sein, so rechnet er ihm das als unverzeihliches Verbrechen an, das mit allen Gewaltmitteln zu bekämpfen, oder, wo die Macht fehlt, mit Verachtung zu strafen ist ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Matth.20,25 Matth. 20,25], Urtext: hinabherrschen, mit Gewalt unterdrücken). So steht jeder zum andern.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 215&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nicht der größere Ernst innerhalb des Rahmens der überlieferten Religion, nicht die Vermehrung ihrer Einrichtungen, nicht die gesteigerte Schulung zum Dienst, nicht vertieftes Bibelstudium (soweit es mit menschlich-religiösen Kräften geschieht) führt heraus aus dem Machtbereich der Sünde, sondern der Glaube. Glauben heißt: festhalten, ergreifen. Durch Loslassen, Sichloslösen entstand der ganze Schaden des Menschen. Er kann nur dadurch geheilt werden, daß der Mensch wieder nach der Nähe Gottes greift, daß er mit aller Kraft wieder die Gegenwart Gottes, die unmittelbare Berührung, die lebendige Verbindung mit ihm sucht. Das heißt im Sinne des Neuen Testaments: die persönliche Fühlung mit Christus suchen; nicht ruhen, bis man »in Christus« ist, im Wirkungsbereich der göttlichen Schöpferkraft, die von ihm ausgeht. Ist der Mensch dahin gelangt, dann ist die Macht der Sünde gebrochen. Was sie ihm nahm, hat er wieder: sichere Führung von oben, die freie, unabhängige Haltung gegenüber allen finsteren Mächten, seine angestammte göttliche Kraft und Lebensfülle, die nahe, innige, natürliche Stellung zum Bruder.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Weil wir alle das Ziel verfehlt haben, voller Liebe und selbstlos zu sein, weil wir uns gegen Gottes Willen, wie er uns in unserem Gewissen bezeugt wird, um des eigenen Vorteils willen, aufgelehnt haben, und deshalb also Sünder sind, sind wir getrennt von Gott, der völlig ohne Sünde ist, der die Liebe selbst ist (siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh4,16 1. Joh 4,16]): Wir haben, wenn wir uns selbst gegenüber wirklich ehrlich sind, alle vielfach in Worten und Taten gesündigt. Selbst [https://de.wikipedia.org/wiki/Paulus_von_Tarsus Paulus] schrieb an die christliche Gemeinde in Rom, dass &#039;&#039;alle&#039;&#039; gesündigt und damit die Aussicht auf das ewige Leben verwirkt hätten, und schloss sich selbst dabei ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„... &#039;&#039;alle&#039;&#039; haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes ...“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Röm3,23 Röm 3,23])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Wenn also Paulus, der zwar früher als Saulus ein Verfolger der Christen war ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg9,1-2 Apg 9,1-2]), jedoch sein späteres Leben völlig konsequent und aufopferungsvoll in den Dienst Gottes und der Menschen gestellt hatte, sagen muss: Wir &#039;&#039;alle haben gesündigt&#039;&#039; und &#039;&#039;erlangen nicht&#039;&#039; die Herrlichkeit (also das ewige Leben), dann haben offensichtlich auch seine späteren guten Werke nicht ausgereicht um seine früheren bösen Taten zu kompensieren und ihn als gerecht vor Gott dastehen zu lassen. Denn wer von uns kann sich schon in seiner radikalen Konsequenz mit Paulus vergleichen? Wer könnte an seinen Eifer heranreichen? Wer könnte sich mit seiner Liebe zu Gott und den Menschen messen?&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dann schaffen wir es also auch nicht durch unsere guten Taten die bösen zu kompensieren: es ist also nicht möglich sich, wie bei einer Waage, so viele Taten der Gerechtigkeit anzuhäufen, dass sie die Taten der Ungerechtigkeit ausgleichen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können wir nun die Sünden loswerden, von ihnen gereinigt werden, also vor Gott und seiner Reinheit und Heiligkeit bestehen? =&amp;gt; Dazu ist die Vergebung der Sünden notwendig, denn diese bilden eine Trennwand zwischen Gott und dem Sünder, also uns, da wir alle gesündigt haben. Zu der Beseitigung dieser Trennwand schrieb Paulus:&lt;br /&gt;
„In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Kol1,14 Kol 1,14])&lt;br /&gt;
Und: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade...“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Eph1,7 Eph 1,7])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wen meint Paulus mit &amp;quot;ihm&amp;quot;?&lt;br /&gt;
„Die Erlösung durch sein Blut“ macht es klar: damit ist Jesus Christus gemeint, er ist der, [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Die_Kreuzigung_und_der_Tod_Jesu|der am Kreuz gestorben ist]] und durch sein dort vergossenes Blut die Erlösung der Menschen ermöglicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F|Jesus Gott]] und sündlos ist, heißt von von ihm dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;21&amp;lt;/sup&amp;gt; [...] Christus hat [...] für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist - &amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt; er, der keine Sünde beging und über dessen Lippen nie ein unwahres Wort kam; &amp;lt;sup&amp;gt;23&amp;lt;/sup&amp;gt; er, der nicht mit Beschimpfungen reagierte, als er beschimpft wurde, und nicht ´mit Vergeltung` drohte, als er leiden musste, sondern seine Sache dem übergab, der ein gerechter Richter ist;“([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Petrus2,21-23 1. Petrus 2,21-23])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und: „Weil wir nun einen großen Hohen Priester haben, der alle Himmel bis zum Thron des Höchsten durchschritten hat - Jesus, den Sohn Gottes -, lasst uns am Bekenntnis zu ihm festhalten! Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm die gleichen Versuchungen begegnet sind wie uns - aber er blieb ohne Sünde.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Heb4,15+15 Heb 4,15+15])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Koran ist Jesus übrigens sündlos:&lt;br /&gt;
„Er [der Engel Gabriel] sagte [zu Maria]: »(Du brauchst keine Angst vor mir zu haben.) Ich bin doch der Gesandte deines Herrn. (Ich bin von ihm zu dir geschickt) um dir einen lauteren [andere übersetzen: reinen/heiligen] Jungen zu schenken.«“ Sure 19,19&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corpuscoranicum.de/index/index/sure/19/vers/19 Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret.] Siebente Auflage. Stuttgart, Berlin, Köln: Verlag W. Kohlhammer, 1996. © 1979 W. Kohlhammer GmbH, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Max Henning übersetzt folgendermassen: &amp;quot;Er sprach: »Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen reinen Knaben zu bescheren.«&amp;quot; Max Henning, Der Koran, Reclams Universal-Bibliothek, Stuttgart, Nr. 4206, 1960, Durchgesehene und verbesserte Ausgabe, 1991, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Und Ludwig Ullmann übersetzt: &amp;quot;Er erwiderte: »Ich bin von deinem Herrn gesandt, dir einen heiligen Sohn zu geben.«&amp;quot; Ludwig Ullmann, Der Koran, das heilige Buch des Islam, Goldmann Verlag, München, 1959, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt; =&amp;gt; Mit &amp;quot;Er&amp;quot; ist der Engel Gabriel gemeint, der zu Maria, der Mutter Jesu sprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kann Jesus, weil er sündlos ist und nicht gekommen ist „um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld&amp;lt;ref&amp;gt;griech. λύτρον =&amp;gt; das ist der Kaufpreis für die Freilassung von Sklaven, ein Lösegeld, der Preis für die Freilassung, siehe: [https://biblehub.com/greek/3083.htm Strong&#039;s Concordance 3083. lutron]&amp;lt;/ref&amp;gt;“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,45 Mk 10,45]) die Sünden der Menschen wegnehmen und wird auch als unschuldiges Lamm bezeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Joh1,29 Joh 1,29])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Für Vergebung steht im Urtext &#039;&#039;áphesis&#039;&#039; [ἄφεσις&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/859.htm 859. aphesis]&amp;lt;/ref&amp;gt;]. Dieser Ausdruck stammt aus dem Schuldrecht und bedeutet: Erlaß der Schuld. So lautet auch die fünfte Bitte [des [https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunsers]]: »Erlaß uns unsere Schulden, wie wir erlassen haben unsern Schuldnern.« [[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt6,12 Mt 6,12]] - Eine Schuld erlassen, heißt: sie überhaupt aus der Welt schaffen. Der königliche Herr im Gleichnis [vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Schalksknecht Schalksknecht]] streicht von den zehntausend Talenten nicht einige Hunderte oder Tausende; er streicht die ganze Summe auf einmal. Vergebung bedeutet nicht Ablaß von der Schuld, sondern Erlaß der Schuld. Ist die Schuld aufgehoben, so sind gleichzeitig alle Folgen der Schuld aufgehoben. Der zahlungsunfähige Schuldner kam ins Gefängnis; war die Schuld bezahlt oder erlassen, so war er wieder frei; wird ihm ausnahmsweise die Schuld von neuem angerechnet, so kommt er aufs neue in den Schuldturm. Das finden wir Zug für Zug im Gleichnis vom Schalksknecht. Der Mensch, der Gott die Liebe und Ehrfurcht schuldig bleibt, wird dahingegeben unter die Gewalt dämonischer Mächte (die »Peiniger«, [https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt18,34 Matth. 18,34]). Ganze Völker und Zeiten werden um ihrer Schuld willen dahingegeben in den Frondienst unreiner Leidenschaften, in die Enge und Oberflächlichkeit eines entgöttlichten Lebens ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm1 Röm. 1]) oder in den Unfrieden einer heuchlerischen Frömmigkeit ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm2 Röm. 2]). Das nennt Paulus den Zorn Gottes. Er versteht darunter eben die Tatsache, daß Gott sich von eigenwilligen Menschen abwendet, sie ihre eigenen Wege gehen läßt und sie dem Einfluß der Mächte überläßt, denen sie selbst ihr Ohr geliehen haben. &lt;br /&gt;
Kommt die Vergebung (der Erlaß), so ist mit einem Schlag der Bann gewichen, die Türen des Gefängnisses sind geöffnet, und der frühere Schuldner kann heraus. Und noch viel mehr: Nicht nur die Gefängnistür steht offen zum Heraustreten, auch die Tür des Vaterhauses ist geöffnet zum Eintreten. Der schuldige Sohn darf heimkehren; es ist ihm nun unverwehrt, in der nächsten Nähe des Vaters zu leben, teilzuhaben an allen väterlichen Gütern. Er wird wieder ein Freund und Mitarbeiter des Vaters, ein Eingeweihter und Teilhaber an seinem Werk ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk15 Luk. 15]). - Ist die Schuld vergeben, so ist das ursprüngliche Verhältnis zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt. Was erlassen ist, existiert nicht mehr. Es ist jetzt gar kein Grund mehr dafür vorhanden, daß der Mensch noch immer weiter gefangen, noch immerfort getrennt sein sollte von seinem Gott. [...] »Siehe da, Gottes Lamm, welches wegnimmt die Sünde der Welt« ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Joh.1,29 Joh. 1,29] Urtext).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, VERGEBUNG (der Sünden), Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 237-239&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Es braucht also die Vergebung, die von Gott kommt und das uns entsündigt, d.h. von unseren Sünden reinigt und unsere Schulden, die wir damit aufgehäuft haben, bezahlt: diesen Vorgang nennt man die Erlösung, den Loskauf unserer Schulden bei Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlösung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärt diese Loslösung von der Schuld, diesen Ausgleich unserer Schulden folgendermaßen: „Erlösung heißt: die Schuld erstatten und dadurch befreien. Der griechische Ausdruck [λύτρον&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/3083.htm 3083. lutron]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet ursprünglich: loskaufen. Nach dem im Altertum geltenden strengen Schuldrecht kam der zahlungsunfähige Schuldner ins Gefängnis (in die Schuldhaft) oder er wurde zum Sklaven. Er konnte nur freikommen, wenn jemand dem Gläubiger die Schuldsumme (als Lösegeld, Loskaufpreis) erstattete. Jesus sagt, er sei gekommen, sein Leben zu geben zu einer Erlösung (Lösepreis) für die Vielen, (hebr. Ausdruck für die Menschheit) ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt20,28 Matth. 20, 28], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,45 Mk. 10, 45]). Damit spricht er es aus, daß die Menschheit in Schuldhaft geraten ist. Die urgewaltige Liebe ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,30 Mk. 12, 30]), die die letzten Tiefen der Seele ergreift und alle Kräfte zusammenfaßt, ist der Mensch seinem Schöpfer schuldig geblieben ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,24 Matth. 18, 24]). Um dieser Schuld willen ist über den Menschen die Gefangenschaft verhängt; er befindet sich in der Gefrierzone der Gottesferne ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,13 Matth. 22, 13]); er ist ein Sklave des Bösen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,34 Joh. 8, 34]). Christus erstattet die Schuld und löst die Menschen aus der Haft. Denn das, was sie schuldig blieben, bringt er Gott dar: die mächtige, zur letzten Hingabe fähige Liebe. Die Liebe, die der Mensch schuldig geblieben ist, bringt der Menschensohn Gott dar Sie durchleuchtet sein ganzes Menschsein. Sie gipfelt in der Darangabe seines Lebens. So ist es gemeint, wenn im NT davon gesprochen wird, daß das Blut Christi die Menschen erlöst ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Eph1,7 Eph. 1, 7]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Petr1,18-19 1. Petr. 1,18. 19]). Blut bedeutet in der Symbolsprache jener Zeit das hingegebene Leben, die völlige Aufopferung, die höchste Tat der Liebe. Diesen Opferwillen, solch hingebendes Liebestun, war der Mensch Gott schuldig geblieben. Der Menschensohn löst diese Schuld ein. Dadurch öffnet er seinen Brüdern die Türen des Kerkers. Sie werden frei von ihrer Versklavung an die finsteren Mächte ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,36 Joh. 8, 36]). Sie sind nicht mehr Verbannte, in der Fremde Lebende: sie haben Wohnrecht in der nächsten Nähe des Vaters ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,34-35 Joh. 8, 34. 35]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Erlösen, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 42-43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedergeburt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Erlösung wird von Gott eine Neuschöpfung des Menschen bewirkt. Die Bibel nennt dies auch Wiedergeburt&amp;lt;ref&amp;gt;Auch Paulus spricht z. B. in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Tit3,5 Tit 3,5] davon, wo die Taufe als „Bad der Wiedergeburt“ bezeichnet wird. Dahinter steht seine Lehre von der Taufe als Mitsterben und Auferstehen in das neue Leben hinein mit Jesus: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm6,3–11 Röm 6,3–11]&amp;lt;/ref&amp;gt; (z.B. spricht Jesus im Gespräch mit Nikodemus in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3 Joh 3] über dieses Thema), so dass der alte sündige Mensch in uns abstirbt und in uns ein neuer Mensch, der dann fähig ist zum ewigen Leben, aufersteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jesus [...] sprach zu ihm [Nikodemus]: Wahrlich, wahrlich,&amp;lt;ref&amp;gt;griech./hebr. »[https://de.wikipedia.org/wiki/Amen Amen], amen« das ist eine Bekräftigungsformel und kann mit »ganz gewiss« übersetzt werden, da im Hebräischen eine Verdopplung eine Verstärkung bedeutet, [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#.22Amen.2C_Amen.2C_ich_sage_euch.22|Jesus hat diese häufig verwendet]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3,3 Joh 3,3] =&amp;gt; Ohne diese Wiedergeburt kann man also nicht in das ewige Leben eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es aber zu dieser Wiedergeburt ins ewige Leben hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes schrieb dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; Der, der das wahre Licht ist[Jesus]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe den gesamten Prolog des Johannes in [https://www.bibleserver.com/text/NLB/Joh1 Joh 1]: darin wird  deutlich, dass Jesus das Wort, Leben und Licht Gottes ist&amp;lt;/ref&amp;gt;, das alle Menschen erleuchtet, sollte erst noch in die Welt kommen. &amp;lt;sup&amp;gt;10 &amp;lt;/sup&amp;gt;Doch obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannte die Welt ihn nicht, als er kam. &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt; Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. &amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; All denen aber, die ihn aufnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;ἔλαβον: élabon - von der primitiven Wurzel lab-, was so viel bedeutet wie &amp;quot;aktiv zugreifen, um etwas zu nehmen oder zu empfangen&amp;quot;, siehe: &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: HELPS Word-studies: [https://biblehub.com/greek/2983.htm 2983. lambanó]&amp;lt;/ref&amp;gt; und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht&amp;lt;ref&amp;gt;ἐξουσίαν: exousían - Definition: Handlungsvollmacht, Autorität, siehe: &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/1849.htm 1849. exousia]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gottes Kinder zu werden. &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NLB/Joh12,9-13 Joh 12,9-13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es aber „an seinen Namen zu glauben“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärt die Verwendung von „Name“ in der Bibel: „Name bedeutet meist Person, wie in den Psalmen dafür oft Angesicht oder Antlitz steht. Name bedeutet im Neuen Testament oft Person. Für Person hat weder das Hebräische noch das Griechische einen eigentlichen Ausdruck. Im Hebräischen steht dafür das Wort: Angesicht, Antlitz[פָּנֶ֖יךָ&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: Strong&#039;s: [https://biblehub.com/hebrew/6440.htm 6440. panim or paneh]&amp;lt;/ref&amp;gt;]. Zum Beispiel: »Ihr sollt mein Antlitz suchen«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/LUT/Ps27,8 Psalm 27,8] פָּנֶ֖יךָ steht hier für „Angesicht“- siehe hier die Interlinarübersetzung des Verses: [https://biblehub.com/interlinear/psalms/27-8.htm &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039; - Interlinear Verses: Psalm 27:8]&amp;lt;/ref&amp;gt; heißt: Ihr sollt meine Person, die persönliche Berührung mit mir, suchen. »Laß leuchten dein Antlitz« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps80,4+8+20 Ps. 80,4. 8. 20]) bedeutet: Laß uns etwas schauen vom Glanz deiner persönlichen Gegenwart. »Ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps42,6 Ps. 42,6]) bedeutet: Ich werde Gott danken, daß er mir persönlich hilft. Häufig steht auch schon im Alten Testament für Person der Ausdruck Name. »Wir danken dir, Gott, daß dein Name so nahe ist« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps75,2 Ps. 75,2]), das besagt: Wir danken dir, daß du uns persönlich so nahe kommst ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps116,4 Ps. 116,4] und oft). »Den Namen des HERRN anrufen« heißt: an seine Person appellieren, seine Anliegen unmittelbar vor ihn bringen. »Im Namen des HERRN kommen« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps118,26 Ps. 118,26]) bedeutet: in seinem persönlichen oder unmittelbaren Auftrag kommen und ihn persönlich hinter sich haben. Im Sinn von »Person« steht der Ausdruck »Name« meist auch im Neuen Testament. So ist von einer Versammlung der Jünger im ersten Kapitel der Apostelgeschichte (wörtlich übersetzt) gesagt: »Es war eine Menge zusammen von etwa hundertzwanzig Namen«, also es waren etwa einhundertundzwanzig Personen beisammen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg1,15 Apg. 1,15]). Petrus sagt vom Lahmgeborenen: »Der Name Jesu hat ihn gesund gemacht« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg3,16 Apg. 3,16]). Das bedeutet: Jesus persönlich (die Person Jesu) hat ihn geheilt.&lt;br /&gt;
[...] »Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes ...« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt28,19 Matth. 28,19]) heißt: Bringt sie durch die Taufe in den Wirkungsbereich, in die persönliche Berührung mit dem Vater, dem Sohne ... »In keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen errettet werden« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg4,12) Apg. 4,12)]. Das bedeutet: Es gibt keine zweite Person, durch die die Menschheit errettet werden kann, außer Christus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Name, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 172-173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_de_Boor Werner de Boor] erläutert, was konkret dann das „&#039;&#039;Glauben an seinen Namen&#039;&#039;“ bedeutet: „Das »Aufnehmen« wird erläutert. Es ist das »&#039;&#039;Glauben an seinen Namen&#039;&#039;«. Der »Name« ist für uns etwas Zufälliges und Belangloses geworden. Für die Bibel aber sind Namen bedeutsam. Sie weisen auf das Wesen einer Sache oder einer Person hin. So wird auch der Name »Jesus« von Gott selbst bestimmt und dem Joseph und der Maria durch einen Engel mitgeteilt; er erweist den Träger dieses Namens als den, der »sein Volk retten wird von ihren Sünden« ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt1,21 Mt 1,21]) Von Johannes war aber der Jesusname noch nicht genannt. Im Zusammenhang unseres Textes kann es sich nur um den Namen handeln, in welchem Johannes das eigentliche Wesen Jesu ausgesprochen hat, indem er ihn den Logos, das »Wort« nennt. Wer in dem Menschen Jesus das ewige »Wort« erfaßt, in dem Gott selbst sich ausspricht, und wer sich diesem »Wort« vertrauend und gehorsam öffnet, der »nimmt es wahrhaft auf« und erhält die Vollmacht, Gottes Kind zu sein«“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wuppertaler Studienbibel, Band 11, 1. Teil, Kapitel 1 bis 10, Werner de Boor, Das Evangelium des Johannes, Joh 1, 12, 1968, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, S. 47-48&amp;lt;/ref&amp;gt;  „Ein »Kind« in diesem wesenhaften Sinn werde ich immer nur durch »Geburt«. Wer »an seinen Namen glaubt«, der darf wissen, daß eine geheimnisvolle Geburt mit ihm vorgegangen ist, jenes Geschehen, das wir »Wiedergeburt« nennen. Es ist, wie Jesus dem Nikodemus sagen wird, die »Geburt von oben« her, aus dem Geist Gottes. Der »Wiedergeborene« ist der »Geistesmensch«, von dem Paulus redet ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Rö8,1-10 Rö 8,1-10]; [https://www.bibleserver.com/text/LU/Gal6,1 Gal 6,1]). Im Geist Gottes trägt er wesenhaft göttliches Leben in sich und ist darum »Gottes Kind«. Das bestimmende Merkmal seines Lebens ist der »Glaube an seinen Namen«. Solches »Glauben« an seinen Namen stammt nicht aus dem »Willen des Fleisches«, auch nicht des frommen Fleisches. Das »Fleisch«, also der natürliche Mensch, ist zum Glauben nicht fähig. Auch die ganze Entschlußkraft, die ein »Mann« in seinen Willen hineinlegen mag, kann den Glauben nicht erzwingen. Es gehört zum Ernst unserer Verlorenheit, daß nur das Wunder einer neuen Geburt den Durchbruch des Glaubens schenken kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wuppertaler Studienbibel, Band 11, 1. Teil, Kapitel 1 bis 10, Werner de Boor, Das Evangelium des Johannes, Joh 1, 13, 1968, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; „An seinen Namen zu glauben“ bedeutet also, ihm selbst zu vertrauen, in eine vertrauensvolle, unmittelbare Beziehung mit Jesus zu treten und dann Jesus anzunehmen, ihn in unser Herz, in unser Innerstes aufzunehmen: ihn also nicht abzulehnen, wie es ein Großteil der jüdischen Oberschicht damals leider getan hatte - im Gegensatz zum einfachen Volk, von denen ihn viele an- und aufgenommen hatten. Das zeigte sich ganz praktisch auch darin, dass sie ihn dann zum Besuch, Essen und Gespräch, zur Hilfeleistung, etc. eingeladen hatten. Es geht also nicht darum einer Lehre zuzustimmen, ein Dogma für wahr zu halten, seinen „Jesus“ Namen im Mund zu führen oder alle seine sonstigen Namen zu kennen und zu bejahen. Es geht darum ihn als Person zu suchen und zu finden&amp;lt;ref&amp;gt;... [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|da er auferstanden ist und lebt]], ist dies heute genauso möglich wie vor 2000 Jahren&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn er hat es ja versprochen, dass er sich finden lassen wird, wenn wir ihn aufrichtig suchen und so heißt es z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps34,5 Ps 34,5])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr ⟨mich⟩ finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Jer29,13-14 Jeremia 29,13-14])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mt7,8 Matthäus 7,8])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedergeburt wird dann von ihm geschenkt durch seine Aufnahme in unser Herz, durch die Abwendung von unserer Ichfixierung, unserem Egosimus und Narzismus auf ihn, durch die Hinwendung zu ihm selbst, das die Bibel „Bekehrung“ nennt: also Abkehr von meinen Wegen und Hinkehr zu seinen Wegen („Nachfolge“&amp;lt;ref&amp;gt;„Wenn Jesus nach rechts geht, dann gehst du nach rechts und wenn er nach links geht, dann gehst du nach links“: so einfach erklärte mal ein Theologe die „Nachfolge“: Jesus als der gute Hirte geht voraus und wir als seine Schafe laufen hinter ihm her (siehe: [https://www.bibleserver.com/text/NGÜ/Joh10,14 Johannes 10,14])&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) - so sagte er z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte&amp;lt;ref&amp;gt;dies war ein Zeichen für die Rettung, denn wer sie anschaute, der wurde vom Tode errettet, siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/4.Mose21,4-9 4. Mose 21,4-9]&amp;lt;/ref&amp;gt;, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.&lt;br /&gt;
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&lt;br /&gt;
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde.&lt;br /&gt;
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3,14-18 Joh 3,14-18])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-40 Joh 5,39-40])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,40 Joh 6,40])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,47 Joh 6,47])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;  &lt;br /&gt;
und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,27-28 Joh 10,27-28])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich lebe und ihr werdet auch leben!“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,19 Joh 14,19])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Offb1,17-18 Offb 1,17-18])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Jesus sagt damit insgesamt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh15,5 Joh 15,5]) =&amp;gt; Und so sagt er: Ich selbst in meiner Person bin das Leben. Ich schenke das Leben, durch mich fließt das Leben zu euch, ohne mich könnt ihr dauerhaft kein Leben in euch haben!&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus bezeichnet sich selbst als &#039;&#039;der&#039;&#039; Weg, &#039;&#039;die&#039;&#039; Wahrheit &#039;&#039;das&#039;&#039; Leben in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], ein Anspruch den kein anderer [https://de.wikipedia.org/wiki/Religionsstifter Religionsstifter] in dieser umfassenden Form erhoben hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftswechsel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann aber nun das dauerhafte, das ewige Leben, das in Jesus ist, in mich hineinfließen? Was sagt hier die Bibel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus schrieb zu dieser Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn die Schrift sagt: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« &amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; »denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.«“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm10,9-13 Röm 10,9-13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Es ist also wichtig, dass ich Jesus als Herr (an-)erkenne. Herr&amp;lt;ref&amp;gt;griech. κυριοσ - kyrios&amp;lt;/ref&amp;gt; ist vom griechischen κυροσ&amp;lt;ref&amp;gt;griech. kyros - Gewalt, Macht&amp;lt;/ref&amp;gt; abgeleitet und bedeutet Herr, Herrscher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu: &amp;quot;Herr&amp;quot;, &amp;quot;Herrscher&amp;quot; z.B. [ThBeLxNT], Artikel: &amp;quot;κυριοσ&amp;quot;, S. 659: &amp;quot;kyrios (seit Pindar belegt; Adj. zu to kyros = Gewalt, Macht) bedeutet gewaltig, mächtig; substantiviert: Herr, Herrscher; derjenige welcher (über Menschen, Dinge, sich selbst) Verfügungsgewalt hat. [...] kyrios basileus = Herr (und) König ist für die Zeit zwischen 64-50 vChr mehrfach bezeugt. Kaiser Augustus wurde 12 v. Chr. in Ägypten theos kai kyrios = Gott und Herr genannt; in Oberägypten die Königin Kandake (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg8,27 Apg 8,27]) he kyria basilissa = die Herrin (und) Königin. Auch auf Herodes den Gr., Agrippa I., Agrippa II. wird der Titel kyrios angewandt. [...] Die röm. Kaiser Augustus und Tiberius lehnten in Übereinstimmung mit dem röm. Rechtsempfinden die orientalische Form der Monarchie ab und damit auch die Plerophorie [die überschwängliche Begeisterung/Verehrung], die mit dem kyrios Titel verbunden war. Caligula aber ließ sich den Titel kyrios gefallen. Seit Nero, der auf einer Inschrift als: ho tou pantos kosmou kyrios = Herr der ganzen Welt (Weltall) bezeichnet wir, taucht der kyrios Titel wieder häufiger auf. Einer der ältesten Belege dafür ist [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg25,26 Apg 25,26]: Über ihn [den Gefangenen Paulus] habe ich [Statthalter Festus] dem Herrn [er meint den Kaiser und nennt ihn hier &#039;&#039;kyrios&#039;&#039;] nichts Gewisses zu schreiben. Deshalb habe ich ihn vor euch geführt und besonders vor dich, König Agrippa [II.], damit ich, wenn die Untersuchung geschehen ist, etwas zu schreiben habe.]&amp;quot; siehe zu Kyrios auch: [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Jesus_tr.C3.A4gt_im_NT_den_Titel_.22Herr.22_.28kyrios.29|Jesus ist der Kyrios]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das nun, wenn das NT davon spricht Jesus als „Herrn“ anzuerkennen und dann zu bekennen? In unserem heutigen Sprachgebrauch sagt man ganz normal: „Herr Maier, Herr Schultze, Herr Schmidt“. Dieser Gebrauch, der im Deutschen nur das männliche Geschlecht bezeichnet, ist hier nicht gemeint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Der griechische Ausdruck „&#039;&#039;kyrios&#039;&#039;“ [κύριος&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/2962.htm 2962. kurios]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet im allgemeinen einen, der Macht, Hoheit, Verfügungsrecht hat, der etwas besitzt. In diesem Sinne spricht Jesus im Gleichnis vom Herrn des Weinbergs ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt20,8 Matth. 20, 8]), vom Herrn der Ernte ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,38 Matth. 9, 38]), vom Herrn des Hauses ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk13,35 Mark. 13, 35]). „Der Menschensohn ist ein Herr des Sabbats“, d. h. er steht über diesem Gebot, kann es auch aufheben ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk2,28 Mark. 2, 28]). – Die Anrede „Herr“ galt auch zur Zeit Jesu als Ehrenbezeigung; sie war ein Titel. Nur daß man damals nicht wahllos jeden Menschen so anredete, sondern nur solche, die eine Macht- und Autoritätsstellung hatten. So wurden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rabbi_(Gelehrter) Rabbinen] von ihren Schülern Herr genannt. Ganz im Rahmen dieses Schüler-Lehrer-Verhältnisses liegt es zunächst, wenn die Jünger Jesus Herr nennen (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt8,25 Matth. 8,25]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,22 16,22]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,54 Luk. 9, 54]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,6 Joh. 13, 6]. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,9 9]. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,13 13] und an anderen Stellen). [...] Der Ausdruck „&#039;&#039;kyrios&#039;&#039;“ steht im griechischen AT fast überall für Gott (für die hebräischen Bezeichnungen: Adonai, Elohim, Jahve, Jah), und so steht auch im NT Herr vielfach für Gott („Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Matth. 11, 25] und öfters). Im NT wird auch manchmal der (erwartete oder gekommene) Messias Herr genannt (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,43 Luk 1,43]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk2,11 2, 11]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt21,3 Matth. 21, 3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk11,3 Mark. 11, 3] und andere). [...] In der Apostelgeschichte, den Briefen, der Offenbarung ist „Kyrios“ die Bezeichnung für den in die völlige göttliche Machtstellung erhöhten Jesus, und das ist dann in der Urgemeinde eigentlich überhaupt die Bedeutung von Herr. Petrus sagt: „Diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, hat Gott zum Herrn und Christus gemacht“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg2,36 Apg. 2, 36]). Paulus schreibt: „Gott hat ihn überaus erhöht und hat ihm den Namen verliehen, der höher ist als alle Namen“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil.2,9-11 Phil. 2, 9-11]). Dasselbe sagt der Auferstandene: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt28,18 Matth. 28, 18]). [...] Paulus sagt: Davon überführt sein, daß Jesus nun diese absolute göttliche Machtstellung hat, kann man nur durch den Heiligen Geist, also dadurch, daß man in unmittelbaren Kontakt, in persönliche Berührung mit diesem Jesus kommt ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor12,3 1. Kor. 12, 3]). So war es ihm selbst gegangen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg9,1-6 Apg. 9, 1-6]). - Wenn dann die Apostel und die Gemeinden immer von Christus, dem Herrn, sprechen, so ist ihnen das nicht so sehr ein Lehrsatz, ein Dogma, dessen Anerkennung sie anderen zumuten, sondern es ist ihnen etwas ungeheuer Praktisches. Christus ist als der Herr über sie gekommen und hat sie mit Beschlag belegt für seinen Dienst („ergriffen“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil3 Phil. 3]). Sie können nun nicht mehr anders als sich ihm zur Verfügung stellen, und sie erfahren es auch, daß er über sie verfügt, sie leitet, sie versorgt, ihnen Vollmacht gibt und sie auf unerhörte Weise schützt. Ihnen liegt nicht daran, einen Glaubensartikel über Christus durch religiösen oder moralischen Druck durchzudrücken, sondern Menschen in Berührung zu bringen mit Christus, damit auch sie befreit werden von der Fremdherrschaft des Bösen und ihrem rechtmäßigen, angestammten göttlichen Herrn zufallen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Herr, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 118-120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das meint das also letztlich: dass ich ihn als den Herrn aller Herrn&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps136,3 Ps 136,3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Offb19,16 Offb 19,16] =&amp;gt; Jesus wird in der Offb mit einem göttlichen Titel des AT, des Psalters, als König aller Könige und Herr aller Herren bezeichnet&amp;lt;/ref&amp;gt;, als Gott, der Mensch geworden ist, und damit dann auch als Gott bekenne, d.h. dass ich ihm, da er ja Gott ist und alles so viel besser weiß als ich, mein Leben ganz unterordne, dass ich ihn meinen Herr und Meister sein lasse, so dass er von nun an darin schalten und walten kann, wie er will. Das wird mir umso besser gelingen, je mehr ich erkenne, dass er nicht nur Gott, sondern auch ein guter Vater ist, nämlich mein Vater, der mich wirklich liebt, mich gewollt hat, mich erschaffen hat und wirklich mein Allerbestes will. Je mehr ich Jesus und seiner Liebe zu mir, die diese Vaterliebe widerspiegelt, vertrauen kann, desto leichter wird es mir fallen, ihm mein Leben vorbehaltlos anzuvertrauen und ihm dann auch seine Wünsche von den Augen abzulesen, so dass ich es dann auch von Herzen gern tue, was er möchte. Er möchte nämlich nicht, dass ich nur in einem sklavischen, zähneknirschenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Kadavergehorsam Kadavergehorsam] handle, wie es auch ein menschlicher Vater von seinem Sohn, bzw. seiner Tochter nicht möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass ich also Jesus nun Herr in meinem Leben sein lasse bedeutet, dass ich ihm das Steuer meines Lebens überlasse, indem ich es ihm in die Hand gebe: d. h. von nun an darf er steuern wie und wohin er will, nicht mehr wie und wohin ich will. Ich verzichte von nun an auf die Kontrolle meines Lebens und lasse Jesus mein Leben in allen Bereichen und Belangen kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertrauen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dann ist es auch wichtig, an Jesus zu glauben. Was heißt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben bedeutet Jesus zu vertrauen, dass er wirklich der ist, der zu sein er behauptet, nämlich der &amp;quot;ich bin, der ich bin&amp;quot; ([https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Mose3,14 2. Mose 3,14]: Gott stellt sich Mose mit diesem Namen vor - siehe dazu auch z.B. die [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#.22Ich_bin.22|Ich bin Worte Jesu]]): also Gott in menschlicher Gestalt, dass er wirklich nicht nur irgendwie vergeistigt theoretisch, sondern ganz [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|praktisch der Überwinder des Todes ist]]. Er wurde [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Die_Kreuzigung_und_der_Tod_Jesu|gekreuzigt und war dann wirklich tot]], denn die Römer verstanden ihr &amp;quot;Handwerk&amp;quot; sehr gut, wie es viele Quellen z.B. [[Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi#Falvius_Josephus|Josephus]], etc. und [[Historizität_Jesu_Christi#Arch.C3.A4ologie|archäologische Funde]] belegen, und wurde dann von den Toten auferweckt. Jesus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Begegnungen_mit_Jesus|begegnete ihnen nach seiner Auferstehung]] physisch tastbar wieder und aß z.B. vor ihnen Fisch ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,36-43 Lk 24,36-43]). Sein Grab war nach seiner Auferweckung, als er es verlassen hatte, [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Das_leere_Grab|wirklich leer]]&amp;lt;ref&amp;gt;=&amp;gt; wie leicht wäre es doch für die jüdischen oder römischen Behörden gewesen, die Jesus Bewegung, v. a. im Umkreis Jerusalems, durch das Vorzeigen des Leichnams zum Schweigen zu bringen!&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es bedeutet aber auch in eine beiderseitige Vertrauensbeziehung zu Jesus zu treten, ähnlich einer Freundschaft oder Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärte was Glaube bedeutet, was das Neue Testament damit eigentlich meint:&lt;br /&gt;
„Glauben heißt im Hebräischen [אָמַן&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/hebrew/539.htm 539. aman]&amp;lt;/ref&amp;gt;]: gewiß sein, sein Vertrauen darauf setzen, ja sagen, ergreifen, festhalten, treu sein; der griechische Ausdruck &#039;&#039;písti&#039;&#039;s [πίστις&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/4102.htm 4102. pistis]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet Treue, im Deutschen ist glauben verwandt mit geloben (Treue versprechen, sich zu eigen geben). Wenn in der Bibel davon die Rede ist, daß ein Mensch glaubt, so hat das die Grundbedeutung, daß der Mensch festhält an seiner Zugehörigkeit zu Gott, - daß er seiner göttlichen Herkunft treu bleibt, - daß er sich nicht abdrängen läßt von seiner himmlischen Heimat. Glaube ist Heimweh. Dieses Festhalten, diese Treue äußert sich auf verschiedene Weise, je nachdem, in welcher Lage der Mensch ist. Ist er fern von Gott, so überkommt ihn ein heftiges Heimweh, ein anfangs leiser, aber später immer mächtigerer Drang, zurückzukehren zu seinem Ursprung. Diese Äußerung der Treue zur angestammten Heimat nennt Jesus Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit (gerecht sein heißt: Gott nahe, Gott verbunden sein). Der Glaube ist beim Menschen, der von Gott geschieden ist, ein elementares, schmerzliches Verlangen zurück zu ihm. Diese tiefe Sehnsucht ist durch nichts zu beschwichtigen, sie ist ein untröstliches Leid, das seinen Trost nur findet, wenn das Ziel der Sehnsucht erreicht ist ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt5,4+6 Matth. 5,4. 6]). Glauben heißt: es als unabweisbare Notwendigkeit empfinden, daß man über alles Trennende hinweg wieder zurückfindet, dahin, woher man kam. Glauben heißt: auf jede Weise einen Durchbruch suchen durch die vorhandenen Hindernisse und stürmisch anklopfen an die verschlossenen Türen des Himmels ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Luk11,9+10 Luk. 11,9. 10]). Glauben heißt: bestehen bei der Hoffnung ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Hebr11,1 Hebr. 11,1]), daß diese Türen einmal aufgehen. Glaube ist Heimkehr. Heimweh verursacht Schmerzen. So ist der Glaube, solange dem Menschen die Nähe Gottes fehlt, eine Quelle tiefer Unruhe, qualvoller Leiden. Ein so großes Verständnis für diese Not spricht aus der Bergpredigt. Sie beginnt mit dem Zuruf an alle Heimwehkranken: Laßt euch diese Schmerzen nicht leid sein! Es ist nicht umsonst, daß ihr Tag und Nacht von Weh verzehrt werdet. Haltet noch ein wenig aus, dann wird euer Leid getröstet, euer Hunger gestillt, eure Armut zur Überfülle. Festhalten an der Heimat und ihrer Art kann ich auf die Länge freilich doch nur in der Heimat. Der Glaube kommt zu seinem Wesen erst richtig, wenn er nicht mehr nur sucht, sondern auch fand; wenn auf sein Fragen die Antwort, auf das Pochen das Öffnen folgte, - wenn Gott nahe kam, wenn er, der bisher verborgene, zum offenbarten Gott wurde. Geschah das, dann wurde aus den blassen Vorstellungen der Sehnsucht das Überwältigtsein (Überführtsein, [https://www.bibleserver.com/text/LU/Hebr11,1 Hebr. 11,1]) der Erfüllung, dann wurde das tiefe Leid zur Seligkeit ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt5,4 Matth. 5,4]). Der richtige Glaube ist Seligkeit, ist Erfüllung, Heimkehr, Überwältigtsein. Er kommt nur dadurch zustande, daß von oben her Bresche eingelegt wird in alle die Scheidewände, die zwischen Gott und Mensch bestanden; daß der Mensch durch seine Berührung mit dem Schöpfer von seinem Starrkrampf erlöst wird und einen Strom göttlichen Lebens in sich spürt: Wir glauben durch die mächtige Wirkung seiner Stärke, die er gewirkt hat in Christus, als er ihn auferweckte von den Toten ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Eph1,19-20 Eph. 1,19. 20]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Glaube, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 88-90&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Glauben heißt: von Christus ergriffen und in den Strom seiner Liebesenergie eingeschaltet sein. Glauben heißt: das Leben, das aus Gott kommt, ergreifen, aber es heißt ebenso: von Christus ergriffen sein ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil.3,12 Phil. 3, 12]). Das bedeutet nicht bloß, daß der Mensch innerlich hingerissen ist. Er ist tatsächlich von einem höheren Willen hingenommen. Er ist Leibeigener eines anderen geworden. Es ist sein Schicksal, dem er sich nicht mehr entziehen kann; daß er als Mitwirkender in das Werk dieses anderen hineingestellt ist. Durch die persönliche Berührung mit Christus ist er elementar erfaßt von dessen Willen, allen Menschen zu helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Glaube, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Glaube + Vertrauen zu Jesus, dem Retter ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Paulus schreibt über die Rettung, dass jeder gerettet werden kann (im Griechischen steht hier in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Römer10,13 Römer 10,13] tatsächlich jeder: πάς - es ist also nicht nur ein Füllwort einer Übersetzung), der den Herrn, also Jesus anrufen wird. Dies kann nur im Glauben (oder man kann auch sagen: im Vertrauen) an ihn geschehen, denn wenn ich nicht an ihn glaube/ihm nicht vertraue, dann werde ich ihn in meiner Not auch nicht anrufen, nicht von Herzen zu ihm schreien. Wenn du Jesus anrufst, wird dir das ewige Leben schenken, weil er es dir erworben hat, wenn du zu ihm von Herzen um Hilfe schreist. Er tut dies dann nicht, weil du es dir verdient hättest, sondern weil er alles für dich getan hat. Die Bibel nennt dieses Geschenk der Gerechtsprechung eines Ungerechten, (auch Rechtfertigung eines Sünders aus Glauben genannt) durch einen Gerechten: Gnade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;gt; So wird dann die Gerechtigkeit Jesu, wie Paulus es in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm10 Röm 10] behandelte, uns durch ein unglaubliches Gnadengeschenk zugerechnet, ohne, dass wir es irgendwie verdient hätten oder dafür überhaupt würdig wären: Jesus der völlig sündlos, also völlig perfekt, völlig gerecht war wird zu unserer Gerechtigkeit: wir werden dadurch gerecht vor Gott, weil wir mit Jesu Gerechtigkeit bekleidet werden! Er selbst ist unser Schmuck und unser Ehrenkleid, wie es in dem Lied von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Ludwig_von_Zinzendorf Zinzendorf] heißt: „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn.“&amp;lt;ref&amp;gt;1. Vers des Liedes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Ludwig_von_Zinzendorf Zinzendorf]: [https://www.liederdatenbank.de/song/1134 Christi Blut und Gerechtigkeit]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus erklärt dies so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn...&lt;br /&gt;
: „&amp;lt;sup&amp;gt;21&amp;lt;/sup&amp;gt; ... jetzt hat Gott - unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten - seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen. &amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt; Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ´ob jemand Jude oder Nichtjude ist,` &amp;lt;sup&amp;gt;23&amp;lt;/sup&amp;gt; denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck, &amp;lt;sup&amp;gt;24&amp;lt;/sup&amp;gt; und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus. &amp;lt;sup&amp;gt;25&amp;lt;/sup&amp;gt; Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. Damit hat Gott unter Beweis gestellt, dass er gerecht gehandelt hatte, als er die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen ungestraft ließ. &amp;lt;sup&amp;gt;26&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses hat er jetzt, in unserer Zeit, seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt; er hat gezeigt, dass er gerecht ist, wenn er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NGÜ/Röm3,21-26 Röm 3,21-26])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn du also einst auch in Todesnot (es kann auch irgend eine andere schwere Not sein) kommen wirst (und das wird früher oder später leider bei jedem geschehen), dann rufe den Herrn an, dann schreie zu Jesus Christus&amp;lt;ref&amp;gt;Christus ist ein Titel, kein Name: es ist die griech. Übersetzung des hebr. [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias]: Jesus wurde nicht nur der Retter [https://de.wikipedia.org/wiki/Israel Israels], sondern auch der ganzen Welt&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1. Beispiel: der Verbrecher am Kreuz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann dieses vertrauensvolle Rufen nach Jesu Rettung, die dann zur Wiedergeburt, zur Rettung in sein neues Reich, ins ewige Leben, hinein führt, nun ganz praktisch aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; z. B. so: Als Jesus am Kreuz hing, da hingen auch zwei Verbrecher mit ihm jeweils an einem Kreuz. Der eine verspottete ihn, der andere aber verteidigte ihn und bat ihn, an ihn zu denken, wenn er in seinem Himmelreich ankäme.... :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;39&amp;lt;/sup&amp;gt; Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! &amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. &amp;lt;sup&amp;gt;41&amp;lt;/sup&amp;gt; Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. &amp;lt;sup&amp;gt;42&amp;lt;/sup&amp;gt; Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. &amp;lt;sup&amp;gt;43&amp;lt;/sup&amp;gt; Jesus antwortete ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,39-43 Lk 23,39-43])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das hört sich nun sehr einfach an, diese kurze Bitte an Jesus. Aber das zeigt, dass es ihm nicht auf die richtigen, perfekt formulierten Worte, sondern auf die Haltung des Herzens ankommt... Er schaut das Herz dessen an, der ihn bittet ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Samuel16,7 1. Samuel 16,7]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2. Beispiel: der blinde Bartimäus =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Hören Jesu auf den Schrei des Herzens eines sich in Not befindlichen Menschen, wird auch in der Geschichte des blinden Bartimäus deutlich, der nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich umgewandelt (geheilt) wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heilung des blinden Bartimäus: &lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;46&amp;lt;/sup&amp;gt; Sie kamen nach Jericho. Als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge von dort weiterzog, saß ein blinder Bettler am Straßenrand, Bartimäus, der Sohn des Timäus. &amp;lt;sup&amp;gt;47&amp;lt;/sup&amp;gt; Er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, der vorbeikam. Da fing er an zu schreien: »Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« &amp;lt;sup&amp;gt;48&amp;lt;/sup&amp;gt; Von allen Seiten fuhr man ihn an, er solle still sein. Doch er schrie nur umso lauter: »Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« &amp;lt;sup&amp;gt;49&amp;lt;/sup&amp;gt; Und Jesus blieb stehen [übrigens m. E. eine der schönsten Stellen in der Bibel: Und Jesus blieb stehen! Er bleibt auch vor dir stehen, wenn du von Herzen zu ihm rufst!] und sagte: »Ruft ihn her!« Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: »Hab nur Mut! Steh auf, er ruft dich!« &amp;lt;sup&amp;gt;50&amp;lt;/sup&amp;gt; Da warf der Mann seinen Mantel ab, sprang auf und kam zu Jesus. &amp;lt;sup&amp;gt;51&amp;lt;/sup&amp;gt; »Was möchtest du von mir?«, fragte Jesus. »Rabbuni«, antwortete der Blinde, »ich möchte sehen können!« &amp;lt;sup&amp;gt;52&amp;lt;/sup&amp;gt; Da sagte Jesus zu ihm: »Geh nur! Dein Glaube hat dir geholfen.« Im selben Augenblick konnte der Mann sehen. Nun schloss er sich Jesus an und folgte ihm auf seinem Weg.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,46-52 Mk 10,46-52])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3. Beispiel: Charles H. Spurgeon =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ließ [[Charles Haddon Spurgeon|Charles H. Spurgeon]] in einen Schneesturm geraten um das wirkliche, ewige Leben zu finden, indem er in seiner Not vertrauensvoll auf Jesus blickte, denn das Vertrauen zu Jesus, der Glaube an ihn muss sich nicht immer in gesprochenen Worten ausdrücken, da Gott stets die Herzen ansieht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Samuel16,7 1.Samuel 16,7]&amp;lt;/ref&amp;gt;, reicht es aus, wenn (auch ohne Worte) unsere Herzenseinstellung die richtige ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 4. Beispiel: Ian McCormack =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres aktuelles Beispiel aus unserer heutigen Zeit, wie ein Mensch durch Jesus umgewandelt wurde, ist der [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Bericht Ian McCormacks]], der nach Stichen von mehreren hochgiftigen Quallen starb und in höchster Not zu Gott rief, worauf ihm dann Jesus begegnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Endziel der Umwandlung des Menschen, seiner Metamorphose&amp;lt;ref&amp;gt;oder Umgestaltung, siehe dazu: [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Römer12,2 Römer 12,2] (Interlinear: [https://biblehub.com/interlinear/romans/12-2.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Romans 12:2]); [https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Korinther3,18 2. Korinther 3,18] (Interlinear: [https://biblehub.com/interlinear/2_corinthians/3-18.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; 2 Corinthians 3:18]) =&amp;gt; die Umwandlung/Umgestaltung einer Raupe in einen Schmetterling ist dafür ein schönes Bild aus der Natur&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nicht seine bloße Rettung in das Ewige Leben hinein, sondern den Riß, der durch den Sündenfall&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3 1.Mose 3]&amp;lt;/ref&amp;gt;, der durch das Mißtrauen und die daraus folgende Entfremdung und Feindschaft zwischen Gott und Mensch entstanden ist&amp;lt;ref&amp;gt;die Schlange, ein Symbol für den Widersacher Gottes, den Teufel, der auch Satan genannt wird, untergräbt systematisch das Vertrauen in die Güte und Liebe Gottes, indem sie Zweifel sät und mit falschen Unterstellungen und Verdächtigungen arbeitet, so dass sich seither der Mensch vor der suchenden Liebe Gottes versteckt: Auf die Frage Gottes: „Wo bist du?“ antwortet der Mensch mit Furcht und Verstecken: [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3,8-10 1.Mose 3,8-10]&amp;lt;/ref&amp;gt;, grundsätzlich und umfassend zu heilen, so dass der Mensch in die ewige Liebesbeziehung zu Gott, aus der er ursprünglich entstammt, zurück findet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rembrandt Der verlorene Sohn.jpg|mini|200px|Rembrandts [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_R%C3%BCckkehr_des_verlorenen_Sohnes_(Rembrandt) »Die Rückkehr des verlorenen Sohnes«] (ca. 1669), das sein Vermächtnis darstellt&amp;lt;ref&amp;gt;Rembrandt malte dieses Bild am Ende seines Lebens und legte all sein Einfühlungs- und Mitleidsvermögen, sein ganzes Herz, in dieses Bild hinein, da sein Leben von schweren Schicksalsschlägen geprägt war: [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_J._M._Nouwen Henri Nouwen]: „Nachdem er 1635 seinen Sohn Rumbartus, 1638 seine erste Tochter Cornelia und 1640 seine zweite Tochter gleichen Namens verloren hatte, starb 1642 seine Frau Saskia, die er sehr liebte und bewunderte. Rembrandt blieb mit seinem neun Monate alten Sohn Titus zurück. Auch nach dem Tod Saskias war das Leben Rembrandts von zahllosen Sorgen und Problemen gezeichnet. Nach einer sehr unglücklichen Beziehung zur Amme von Titus, Geertje Dirckx, die mit Prozessen und der Einweisung Geertjes in eine Irrenanstalt endete, folgte eine festere Verbindung mit Hendrickje Stoffels. Sie gebar ihm einen Sohn, der 1652 starb, und eine Tochter, Cornelia, die ihn als einziges seiner Kinder überleben sollte. Während dieser Jahre ging Rembrandts Popularität als Maler stark zurück, auch wenn einige Sammler und Kritiker ihn weiterhin als einen der größten Maler seiner Zeit schätzten. Seine finanziellen Probleme wurden so erdrückend, daß Rembrandt 1656 für zahlungsunfähig erklärt wurde und um das Recht ersuchte, seinen ganzen Besitz und alle Einnahmen zugunsten seiner Gläubiger zu überschreiben, um den Konkurs zu vermeiden. Sein ganzes Hab und Gut, seine eigenen Bilder und die anderer Maler in seinem Besitz, seine große Sammlung von Kunstgegenständen, sein Haus in Amsterdam und seine Möbel wurden auf drei Versteigerungen 1657 und 1658 veräußert. [...] Im Jahre 1663 starb Hendrickje und fünf Jahre später erlebte Rembrandt nicht nur die Heirat, sondern auch den Tod seines geliebten Sohnes Titus.“ Nimm sein Bild in dein Herz: Geistliche Deutung eines Gemäldes von Rembrandt. 17. Auflage. Herder, Freiburg 1991, ISBN 978-3-451-22404-1, Erstes Kapitel: Rembrandt und der jüngere Sohn, S. 46+47&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Liebe ist der Sinn des Menschenlebens; sie ist keine »Tugend«, sondern Ergriffensein. &lt;br /&gt;
Die Liebe ist die Summe aller göttlichen Forderungen, das vornehmste Gebot ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,37-40 Matth. 22,37-40]). Diese Forderung tritt nicht erst von außen an den Menschen heran. Sie ist in seinem Wesen begründet. Der Mensch ist seiner Herkunft nach gottähnlich. Gott ist Liebe. Daher kommt es dem Menschen zu, zu lieben: das ist die Bestimmung, der Sinn und Zweck, der einzig in Betracht kommende Inhalt seines Lebens. - Das Neue Testament versteht unter Liebe nicht eine »Tugend«, also etwas Angelerntes, etwas, wozu man sich erziehen, was man sich durch Vorhalten eines Gesetzes oder Ideals abnötigen kann. Sondern Liebe ist etwas Urgewaltiges, ein mächtiges Ergriffensein aller Tiefen des Gemüts, ein Mitschwingen aller Seelenkräfte. Liebe ist nicht eine Angelegenheit blasser Gedanken, sie ist die Sprache des Blutes, sie kommt aus heißem Herzen, sie beherrscht den Pulsschlag des Menschen. Das ist die einfache Bedeutung des alten Wortes: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften.«&lt;br /&gt;
Nur der Schöpfer, und was von ihm kommt, ist würdig der menschlichen Liebe. &lt;br /&gt;
Weil der Mensch zum Lieben erschaffen ist, kann er nicht anders als lieben. Durch den Riß, der in sein Wesen gekommen ist, ist er aber der echten, ihn über ihn selbst hinaushebenden Liebe nicht mehr fähig; seine Liebe ist meist eine verirrte, gebundene. Er vergeudet seine edelsten Kräfte an Dinge, die dessen nicht würdig sind. Johannes, der Apostel der Liebe, wirft sich mit der ganzen Wucht seiner Sendung zwischen den Menschen und das, was tief unter seiner Bestimmung liegt: »Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh2,15 1. Joh. 2,15]). Welt heißt hier alles gottferne Tun und Treiben der Menschen; »was in der Welt ist«, bezeichnet jedes Ding, sofern es keinen Zusammenhang mit Gott hat; jedes Geschöpf, sofern es vom Schöpfer gelöst ist. Auch das alles kann ja mächtige Antriebe im Menschenleben hervorrufen, kann das Blut in Wallung bringen, kann ein gewaltiges Spiel der Kräfte bewirken. Aber es ist doch alles zu gering, um ein Menschenleben auszufüllen. Der Adler kann im Käfig von zwanzig Meter Ausmaß auch fliegen, aber das ist kein Adlerflug. Der Mensch kann im Bannkreis des Gottfernen sich auch leidenschaftlich regen, unter allerlei Opfern und Hingabe ringen und schaffen - er bleibt damit in einem Umkreis, der ihm zu eng ist. Seine besten, edelsten Kräfte kann er hier nicht entfalten. Wahrhaft menschliche Ausmaße kommen erst ins Menschenleben, wenn es von der Liebe zum Schöpfer selbst ergriffen ist: du sollst lieben Gott, deinen Herrn. &lt;br /&gt;
Liebe entsteht durch Begegnung. &lt;br /&gt;
Es kann nicht oft genug gesagt werden, daß das Neue Testament unter der Liebe zu Gott nicht ein blutleeres, gedankenhaftes, gezwungenes Streben versteht, sondern eine heilige Leidenschaft, einen Sturm und Drang ohnegleichen und doch auch tiefste Ruhe, völliges Stillesein, die ganz gelassene Heiterkeit dessen, dem nichts mehr zu wünschen übrigbleibt. Diese Liebe entsteht wie alle Liebe nur durch eine Begegnung. Ebensowenig wie man einen bloß gedachten Menschen lieben kann, kann man durch religiöse Vorstellungen zur Liebe Gottes gelangen. »Darin besteht die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh4,10 1. Joh. 4,10]). In der Person des Sohnes, den er sendet, begegnet der Allmächtige dem Menschen, und unter dieser Begegnung springt der Funke über, entzündet sich das heilige Feuer, sprudelt es auf aus verborgenen Tiefen. Die Liebe entsteht durch Begegnung; sie besteht durch dauernde Berührung; sie kann nicht fern sein; sie ist ihrem Wesen nach Gemeinschaft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Liebe zu Gott, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 154-156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun einmal Liebe zu Gott in unserem Herzen entstanden ist, dann ist das ein untrügliches Zeichen für die Unsterblichkeit, für die Verheißung des ewigen Lebens, wie es [[Einfluß_von_Jesus_Christus_auf_die_Weltgeschichte#Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski|Dostojewski]] erkannte und Stepan Trophimowitsch im Angesicht seines nahen Todes sagen lässt: „Meine Unsterblichkeit ist schon deswegen notwendig, weil Gott doch nicht das Unrecht wird begehen wollen, das Feuer der Liebe, das einmal in meinem Herzen zu Ihm entbrannt ist, ganz auszulöschen. Was aber ist teurer als Liebe? Die Liebe steht höher als das Sein, die Liebe ist die Krone des Seins, wie sollte da das Leben ihr nicht untertan sein? Wenn ich Ihn jetzt lieben gelernt habe, und diese meine Liebe mir eine Freude ist – wie wäre es dann möglich, daß Er mich und meine Freude wieder auslöschte und uns in Nichts verwandelte? Wenn es einen Gott gibt, so bin auch ich unsterblich!“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gutenberg.org/ebooks/61906.html.images &#039;&#039;The Project Gutenberg&#039;&#039; eBook of Sämtliche Werke 5-6: Die Dämonen] Fjodor Michailowitsch Dostojewski: Sämtliche Werke, Unter Mitarbeiterschaft von Dmitri Mereschkowski, herausgegeben von Moeller van den Bruck, Übertragen von E. K. Rahsin, Erste Abteilung: Fünfter und sechster Band, F. M. Dostojewski, Die Dämonen, R. Piper &amp;amp; Co. Verlag, München, 1921, [https://gutenberg.org/cache/epub/61906/pg61906-images.html#page-1048 Zweiundzwanzigstes Kapitel. Stepan Trophimowitschs letzte Reise III., 1048]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus unterstrich diese zentrale Stellung der Liebe in unnachahmlichen Sätzen:&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke. &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – wenn ich alle diese Gaben besitze, aber keine Liebe habe, bin ich nichts. &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts. [...] &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NG%C3%9C/1.Kor13,1-3 1. Kor 13,1-3] und [https://www.bibleserver.com/text/NG%C3%9C/1Kor13,13 1. Kor 13,13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil es also im Letzten um die Wiederherstellung der zerbrochenen Liebesbeziehung zwischen Gott, dem Schöpfer und seinem Geschöpf geht, für das die Versöhnung zwischen einem verlorenen Sohn und seinem Vater ein wunderbares Bild ist, das Jesus einmal mit dem herrlichen Gleichnis vom verlorenen Sohn in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk15,11-32 Lk 15,11-32] illustriert hat&amp;lt;ref&amp;gt;... und das [https://de.wikipedia.org/wiki/Rembrandt_van_Rijn Rembrandt] meisterlich verbildlicht hat: [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Rückkehr_des_verlorenen_Sohnes_(Rembrandt) Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Rembrandt)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, schließt sich hier der Kreis: weil es um die Liebe geht, die Kinder instinktiv richtig fühlen und wenn sie geliebt werden einfach zurück lieben, ist das Reich Gottes, dessen Grundfesten aus Liebe bestehen, für sie unmittelbar nachvollziehbar und so tun sie sich leichter damit, als wir Erwachsenen, dies zu glauben und zu leben - und so auch das ewige Leben in Gottes Gemeinschaft zu erlangen: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annehmen wird wie ein Kind, wird nicht hineinkommen.“ [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk18,15–17 Lk 18,15–17] (analog dazu: [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mt19,13–15 Mt 19,13–15] und [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mk10,13–16 Mk 10,13–16]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel: Kampfsportler erlebt Gottes Liebe ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=9P-7lkdzQ98 &#039;&#039;YouTube - ERF Mensch Gott&#039;&#039;: Ein Professor verpfuscht die Hüft-Operation eines Kampfsportlers, was seine Karriere zerstört: der will ihn daraufhin umbringen, bis er Gottes Liebe erlebt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Wenn du noch Fragen hast, darfst du mir gerne schreiben: [mailto:adelphos@web.de adelphos@web.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fussnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
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		<title>Wie erlange ich das ewige Leben?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Wie_erlange_ich_das_ewige_Leben%3F&amp;diff=240"/>
		<updated>2026-04-02T15:09:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Liebe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Frage aller Fragen ist doch: gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es die Möglichkeit weiter zu leben? Oder falle ich mit dem Tod ins Nichts? Und wenn es nach dem Tod weiter geht und es ein ewiges Leben gibt: wie kann ich es erlangen, wie kann ich da hinein kommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht stellst du dir gerade diese Fragen - und wenn nicht, könnte es trotzdem jetzt mal ein guter Zeitpunkt sein, sich darüber ernsthafte Gedanken zu machen. ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt, dass das Thema des ewigen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Auch das [[Apostolisches_Glaubensbekenntnis#Apostolisches_Glaubensbekenntnis|apostolische Glaubensbekenntnis]] weist in seiner letzten Zeile, sozusagen als Zielpunkt, als krönenden Schluss auf das ewige Leben hin&amp;lt;/ref&amp;gt;, das uns durch Jesus ermöglicht wird, eines der schwierigsten ist, wie schon [https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] gesagt hat: „Von dem, was wir hierzu sagen, gilt das Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustins]: »Wir sprechen darüber, nicht weil wir es sagen könnten, sondern weil darüber nicht geschwiegen werden darf.«“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 150&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig ist es paradoxerweise so einfach, dass es von einem Kind erfasst werden kann, siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Markus10,13-16 Markus 10,13-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unser Leben ist begrenzt durch den Tod ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt sicherlich keine Neuigkeit für dich, klar, das dürfte eigentlich jedem klar sein, dass wir endliche, sterbliche Wesen sind, dass also alle Freuden und Annehmlichkeiten dieses Lebens - mögen sie auch noch so groß und herrlich sein - zeitlich auf die paar Jahrzehnte begrenzt sind, die es unser sterblicher Körper uns ermöglicht zu leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Es scheint schwierig zu sein über die Schallmauer von 120 Jahren deutlich hinauszukommen, siehe: [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_%C3%A4ltesten_Menschen Liste der ältesten Menschen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unendlichkeit, ewiges Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Olivenbaum k.png|mini|200px|Olivenbaum in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kidrontal Kidrontal] mit einem Alter von über 1.000 Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das nicht glaubst, dass sich jeder Mensch nach ewigem Leben sehnt (ok, fast jeder, es mag wenige Ausnahmen geben, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass gerade du dazu gehörst ;-)), dann schau dir mal die Umsätze der Kosmetikbranche&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/themen/25/kosmetik/ &#039;&#039;statista:&#039;&#039; Umsätze in der Kosmetik]&amp;lt;/ref&amp;gt; an, oder die gewaltigen Anstrengungen, die gemacht werden um die lebensverlängernde Medizin voranzutreiben (z.B. unterstützt auch die größte Stiftung der Welt, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_&amp;amp;_Melinda_Gates_Foundation Bill und Melinda Gates Stiftung], weltweite medizinische Projekte). Ich bin mir sicher, wenn es eines Tages gelingen sollte, das Genreparatursystem und die Proteinstabilität medikamentös so sehr zu verbessern&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. lebt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nacktmull#Lebenserwartung Nacktmull] um ein vielfaches länger als alle anderen ähnlichen Nagetiere, weil er offensichtlich ein besseres Genreparatursystem und und eine bessere Proteinstabilität besitzt als diese. Forschern ist es bereits gelungen bei Mäusen den Alterungsprozess medikamentös zu bremsen, siehe dazu: &#039;&#039;inFranken.de: [https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/forscher-bremsen-alterungsprozess-neue-therapie-pille-bremst-das-altern;art154607,3963998 &#039;&#039;Neue Therapie: Forscher bremsen Alterungsprozess aus - Pille verzögert das Altern nachweislich]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass es möglich wäre, [https://de.wikipedia.org/wiki/Methuselah z.B. so alt wie ein Baum zu werden], also über 1.000 Jahre alt&amp;lt;ref&amp;gt;Z.B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum Olivenbäume] können sehr alt werden: Als wir 2005 in Israel waren, hatte ich diese Olivenbäume fotografiert. Sie stehen im Kidrontal und sind über 1.000 Jahre alt, sie standen also möglicherweise schon als Jesus hier mit seinen Jüngern durchzog um zum Ölberg und damit nach Gethsemane zu gelangen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,26-32 Mk 14,26-32]). Über die Menschen zu Zeiten [https://de.wikipedia.org/wiki/Noah Noahs] wird in der Bibel berichtet ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose5 1. Mose 5]), dass sie ein Alter von bis zu 1.000 Jahren erreichen konnten. Wenn man von einer genetischen Degeneration ausgeht (z. B. verursacht durch erhöhte Weltaumstrahlung), könnte dies möglich sein, denn wenn sich die menschlichen Zellen immer wieder erneuern (wie die pflanzlichen) und also nicht altern würden, [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung#Lebenserwartung_anderer_Lebewesen könnten solche Alter erreicht werden]. Es gibt z. B. Neptungras, das bis zu 80.000 Jahre alt wurde, siehe: [https://sciencev2.orf.at/stories/1694444/index.html &#039;&#039;ScienceORF.at:&#039;&#039; Seegras: Das älteste Lebewesen der Welt?]. Das älteste Wirbeltier der Welt kann bis zu 500 Jahre alt werden und ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Grönlandhai Grönlandhai], siehe zur Datierung: [https://www.science.org/doi/10.1126/science.aaf1703 &#039;&#039;Science.org&#039;&#039;: Eye lens radiocarbon reveals centuries of longevity in the Greenland shark (Somniosus microcephalus)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dann würde sich der Hersteller des Genstabilisierungsmedikaments vor Aufträgen kaum noch retten können.&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das zeigt die unbändige Sehnsucht nach Leben, nach möglichst langem Leben, am besten nach ewigem, unendlichem Leben in uns allen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unendlichkeit Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unendlichkeit können wir nicht ohne den unendlichen Gott erreichen, denn auch mit diesem Genstabilisierungsmedikament müssten wir doch irgendwann sterben, so wie auch Bäume nicht unendlich alt werden können. Nur durch Gott, den  Lebenserschaffer und - erhalter können wir ewiges Leben erreichen. Wenn du Zweifel hast, ob er überhaupt existiert und dieses Universum und damit auch uns geschaffen hat, dann empfehle ich dir, vor der weiteren Lektüre dieses Artikels, dich zuerst mit den [[Existiert_Gott%3F|Argumenten für seine Existenz]] zu befassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch menschliche Anstrengungen ist es unmöglich den alles besiegenden Tod zu besiegen. Welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_medizinischer_Fortschritte Fortschritte die Medizin in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten] auch gemacht hatte, so ist es ihr doch unmöglich ewiges, unendliches Leben zu ermöglichen. Gott zeigte letztlich seine Macht über den Tod, indem er [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu|Jesus von den Toten auferweckte]], so dass offensichtlich wurde, dass er tatsächlich imstande ist, den Tod zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auferstehungskraft Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann ich nun in die, den Tod überwindende, Auferstehungskraft Gottes hinein genommen werden, so dass ich ewiges Leben erlangen kann? Wie kann ich Gottes ewiges Leben erlangen? Das ist die alles entscheidende Frage auf die die Bibel eine Antwort gibt, denn leider gibt es, laut Bibel, auch das ewige Fernsein von Gott, den Zustand der endgültigen Trennung von ihm und damit vom ewigen Leben, das sie Hölle nennt. Ich wünsche mir, wie du wahrscheinlich auch, es wäre ein Automatismus vorhanden, so dass niemand, kein Mensch, jemals diese furchtbar schreckliche Trennung erleiden müsste - selbst meinem schlimmsten Feind wünsche ich dies nicht. Aber es ist wie beim Bergsteigen, oder Fallschirmspringen: ich wünsche mir auch, dass niemals Bergsteiger oder Fallschirmspringer abstürzen. Aber die traurige Tatsache ist doch, dass in jedem Jahr in diesen Sportarten tödliche Unfälle geschehen, so dass selbst geübte Sportler abstürzen und sterben (siehe z. B. diese Statistiken&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. [https://www.dfv.aero/Sicherheit++Technik/Unfallberichte Unfälle beim Fallschirmspringen] oder [https://www.himalaya-info.org/tragische_ereignisse.htm Unfälle an den 8000ern, Tragische Ereignise am Himalaya]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Es gibt also entscheidende Situationen im Leben, in denen unsere Wünsche irrelevant sind: So sehr wir uns diesen Automatismus des ewigen Lebens auch wünschen mögen, Jesus teilte seinen Jüngern die erschreckende Tatsache mit, dass es eine Scheidung&amp;lt;ref&amp;gt;Diesbezüglich ist z. B. auch die Novelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis], [https://en.wikipedia.org/wiki/The_Great_Divorce Die große Scheidung / the great divorce] interessant&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen ewigem Leben und der ewigen Trennung vom Leben geben wird:&lt;br /&gt;
„Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: &#039;Sage uns, was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?&#039; Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: [...] &#039;Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an! [...]&lt;br /&gt;
Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! [...]&lt;br /&gt;
... diese [die Ungerechten nach dem jüngsten Gericht] werden hingehen zur ewigen&amp;lt;ref name=&amp;quot;ES&amp;quot;&amp;gt;Siehe zu &amp;quot;ewiger Strafe&amp;quot;, &amp;quot;ewiges Leben&amp;quot;: griech. aionios steht hier jeweils für &amp;quot;ewig&amp;quot; und es kann lt.: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament [ThBeLxNT], herausgegeben von Lothar Coenen, Erich Beyreuter und Hans Bietenhard, R. Brockhaus Verlag, 1. Sonderausgabe 1993, 9. Auflage der Gesamtauflage, Artikel &amp;quot;aion&amp;quot;, S. 1457 &amp;quot;Äon, Lebenszeit, Weltzeit, lange Zeit, Ewigkeit&amp;quot; bedeuten. Walter Bauer schreibt in seinem Wörterbuch zum Neuen Testament [BAUER], durchgesehener Nachdruck der fünften verbesserten und stark vermehrten Auflage, 1963, Begriff, aion noch klarer: &amp;quot;aion, onos, ho (seit Homer, auch Herm. Schr. Inschr. Pap. LXX. Hen. Philo. Joseph. Test. 12 Patr. Or. Sib.) d. Zeit - 1. lange Zeit, Ewigkeit - a. v. d. vergangenen Zeit, d. Verhangenheit, d. graue Vorzeit, die sich in der Endlosigkeit, in der Ewigkeit verlieren kann. [...] - b. v. d. zukünftigen Zeit, die, wenn sie kein Ende hat, gleichfalls den Begriff der Ewigkeit (so seit Pla. den Griechen geläufig) gewinnt;&amp;quot; Da es jedoch in beiden Wendungen (&amp;quot;ewige Strafe&amp;quot; und &amp;quot;ewiges Leben&amp;quot;) hier vorkommt, ist es m. E. nicht legitim zu behaupten: das Leben ist tatsächlich ewig, die Strafe jedoch nur zeitlich, so wie es manche tun um das Schreckliche einer ewigen Verlorenheit abzumildern.&amp;lt;/ref&amp;gt; Strafe&amp;lt;ref&amp;gt;Was bedeutet das griech. Wort für Strafe? Hier eine ausführliche Analyse: [https://biblehub.com/greek/2851.htm Strong&#039;s Konkordanz kolasis: Korrektur] &lt;br /&gt;
Originalwort: κόλασις, εως, ἡ&lt;br /&gt;
Wortart: Substantiv, Femininum&lt;br /&gt;
Transliteration: kolasis&lt;br /&gt;
Phonetische Schreibweise: (kol&#039;-as-is)&lt;br /&gt;
Definition: Korrektur&lt;br /&gt;
Verwendung: Züchtigung, Bestrafung, Quälerei, vielleicht mit der Vorstellung von Entbehrung.&lt;br /&gt;
HELPS Wort-Studien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cognate: 2851 kólasis (von kolaphos, &amp;quot;ein Stoß, ein Schlag&amp;quot;) - richtig, Bestrafung, die dem Bestraften &amp;quot;passt&amp;quot; (R. Trench); Qual, in der Furcht vor dem bevorstehenden Gericht zu leben, weil man sich seiner Pflicht entzogen hat (vgl. WS in 1 Joh 4,18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommene Liebe vertreibt die quälende Furcht (2851 /kólasis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Joh 4,17.18: &amp;quot;17Dadurch wird die Liebe bei uns vollendet, damit wir am Tag des Gerichts beständig Zuversicht haben; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 18In der Liebe ist keine Furcht; die vollkommene Liebe aber vertreibt die Furcht, denn die Furcht bringt Strafe [2851 /kólasis, &amp;quot;Qual&amp;quot;] mit sich, und wer sich fürchtet, ist nicht vollkommen in der Liebe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
NAS Ausführliche Konkordanz&lt;br /&gt;
Wortherkunft&lt;br /&gt;
von kolazó&lt;br /&gt;
Definition&lt;br /&gt;
Korrektur&lt;br /&gt;
NASB-Übersetzung&lt;br /&gt;
Bestrafung (2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thayer&#039;s Griechisches Lexikon&lt;br /&gt;
STRONGS NT 2851: κόλασις&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
κόλασις, κολάσεως, ἡ (κολάζω), Zurechtweisung, Bestrafung, Strafe: Matthäus 25,46; κόλασιν ἔχει, bringt den Gedanken der Strafe mit sich oder ist mit ihm verbunden, 1 Joh 4,18. (Hesekiel 14:3f, usw.; 2 Makk. 4:38; 4 Makk. 8:8; Wis. 11:14 Wis. 16:24, etc.; Platon, Aristoteles, Diodorus 1, 77 (9); 4, 44 (3); Aelian v. h. 7, 15; andere.) [SYNONYMS: κόλασις, τιμωρία: die bemerkenswerte Definition des Aristoteles, die κόλασις von τιμωρία als das unterscheidet, was (disziplinarisch ist und) sich auf denjenigen bezieht, der leidet, während letzteres (strafend ist und) sich auf die Befriedigung desjenigen bezieht, der zufügt, findet sich in seinem Rhet. 1, 10, 17; vgl. Cope, Introduction to Aristotle, Rhet., S. 232. Ähnlich argumentiert auch Platon, Protag. 324 a. und folgende, auch deff. 416. Aber wie in anderen Fällen erkennt der Gebrauch (besonders der spätere) die Unterscheidung nicht immer an; siehe z. B. Philo de legat. ad Gaium § 1 am Ende; Fragment ex Eusebius prepos. evang. 8, 13 (Mang. 2:641); de vita Moys. 1:16 am Ende; Plato de sera num. vind. §§ 9, 11, etc. Plutarch (ebd. § 25 am Ende) verwendet κολάζομαι für diejenigen, die die Strafen der anderen Welt erleiden (vgl. Justin Martyr, Apologie 1, 8; Clemens von Rom, 2 Kor. 6, 7 [ET]; Justin Martyr, Apologie 1, 43; 2, 8; Test xii. Patr., Test. Reub. 5; test. Levi 4, etc.; Martyr. Polykarp, 2, 3 [ET]; 11, 2 [ET]; Ignatius ad Rom. 5, 3 [ET]; Martyr Ignatius vat. 5 usw.). Siehe Trench, Synonyms, § vii; McClellan, New Testament, Bd. i., Randverweise zu Matt. wie oben; Bartlett, Life and Death Eternal. Anm. G.; C. F. Hudson, Debt and Grace, S. 188ff; Schmidt, Kap. 167, 2f.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strong&#039;s Exhaustive Concordance&lt;br /&gt;
Strafe, Pein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von kolazo; Strafverhängung - Bestrafung, Qual.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Gerechten aber in das ewige Leben&amp;lt;ref name=&amp;quot;ES&amp;quot;/&amp;gt;.&#039;“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt24,3-4 Mt 24,3-4] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,33-34 Mt 25,33-34] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,41 Mt 25,41] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,46 Mt 25,46])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; D.h. es gibt also ein ewiges Leben, aber leider auch ein ewiges Verderben - und Jesus, als der Sohn Gottes, ist die einzige Autorität, die auf diesem Gebiet wirklich Bescheid weiß, denn er ist der Einzige, der bereits selbst in der ewigen jenseitigen Welt war und dort alles selbst miterlebt hat&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt“ sagt Jesus dazu in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,23 Joh 8,23]&amp;lt;/ref&amp;gt; und deshalb genau weiß wovon er spricht - das im Gegensatz zu vielen anderen Propheten und Religionsstiftern. Wenn du Zweifel daran hast, ob Jesus wirklich in eine andere Kategorie gehört, wie alle anderen Religionsstifter, dann empfehle ich dir, dich zunächst mit [[Hat Jesus tatsächlich behauptet Gott zu sein%3F|seinem Anspruch Gott zu sein]] und [[Einfluß von Jesus Christus auf die Weltgeschichte|seinem Einfluss auf die Weltgeschichte zu befassen]], der deutlich größer war, als bei jedem anderen Religionsstifter und das sein Gottsein unterstreicht: denn niemand sonst ist es bislang gelungen einen Großteil der Menschheit davon zu überzeugen, dass er Gott in menschlicher Gestalt sei, denn die meisten Religionsstifter haben es erst gar nicht gewagt den Anspruch Gott zu sein zu erheben, geschweige denn versucht die Menschen davon zu überzeugen. Von den Weltreligionsbegründern hat das niemand getan und so hat z. B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Buddha Buddha] nie behauptet, Gott zu sein; [https://de.wikipedia.org/wiki/Mose Mose] hat niemals gesagt, er sei [https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH Jahwe]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] identifizierte sich nicht mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] und nirgends ist etwas darüber zu finden, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Zarathustra Zarathustra] behauptete, [https://de.wikipedia.org/wiki/Ahura_Mazda Ahura Mazda] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun das Problem, dass uns die ungetrübte Beziehung zu Gott verloren gegangen ist, dass wir Gott normalerweise nicht erleben, dass wir getrennt von ihm sind? Die Bibel nennt diesen Zustand der Trennung von Gott: Sünde. Was genau ist nun diese Sünde?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;&#039;Sünde&#039;&#039;&#039; Um einer klaren Erfassung des Begriffs willen ist eine sachliche Trennung zwischen AT und NT nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I) Altes Testament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A) &#039;&#039;Sprachlicher Befund&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hebräische hat eine Reihe von Wörtern, die im Deutschen mit Sünde bzw. sündigen wiedergegeben werden. Die wichtigsten Wurzeln sind neben vielen anderen folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) &#039;&#039;chatha&#039;&#039; [חַטָּאָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/2403.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 2403. chatta&#039;ah]&amp;lt;/ref&amp;gt;]und seine Ableitungen deuten eine Bewegung in der falschen Richtung bzw. die »Verfehlung« des richtigen Zieles an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) &#039;&#039;pascha&#039;&#039; [פָּשַׁע&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/6586.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 6586. pasha]&amp;lt;/ref&amp;gt;] als Tätigkeitswort und das zugehörige Hauptwort drücken »Auflehnung« aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) &#039;&#039;awah&#039;&#039; [עָוָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/5753.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 5753. avah]&amp;lt;/ref&amp;gt;] heißt zuerst »krümmen«. Das davon abgeleitete Hauptwort awon [עָוֹן&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/5771.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 5771. avon]&amp;lt;/ref&amp;gt;]nimmt den Gedanken der »Schuld« mit in den Begriff der Sünde hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) &#039;&#039;schagah&#039;&#039; [שָׁגָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/7686.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 7686. shagah]&amp;lt;/ref&amp;gt;] und das Hauptwort schegagah drücken das im menschlichen Sein begründete Irren, das »Abirren« aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II) Neues Testament&lt;br /&gt;
Das AT deckt zwar die Not der Sünde und des Sünders in der ganzen Tiefe auf, aber nur das NT redet über die Sünde von ihrer Überwindung in Jesus Christus her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A) &#039;&#039;Sprachlicher Befund&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT kennt wie das AT mehrere Wörter für Sünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Griech. hamartano [ἁμαρτάνω&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/264.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 264. hamartanó]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bzw. hamartia [ἁμαρτία&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/266.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 266. hamartia]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet »nicht treffen«, »verfehlen« bzw. »Verfehlung«. Hamartia wird im NT am häufigsten gebraucht und bedeutet nicht nur die Verfehlung gegen Gott, sondern betont zugleich die Schuld. Dabei können die sündigen Taten (z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg2,38 Apg 2,38]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg3,19 3,19]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr1,3 Hebr 1,3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr2,17 2,17]), die sündhafte Wesensbestimmtheit der ganzen Menschheit ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh9,41 Joh 9,41]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh1,8 1. Joh 1,8]) und die personhafte Macht der Sünde ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm5,12 Röm 5,12]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,22 Gal 3,22]; überhaupt [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm5-7 Röm 5-7]) gemeint sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Selten kommt das Wort hamartäma vor, das lediglich die sündige Tat bezeichnet. Parakoä [παρακοή&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/3876.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 3876. parakoé]&amp;lt;/ref&amp;gt;] meint Ungehorsam, anomia [ἀνομία&amp;lt;ref&amp;gt;https://biblehub.com/greek/458.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 458. anomia&amp;lt;/ref&amp;gt;] Gesetzlosigkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon zur Bibel, Sünde, Herausgegeben von Fritz Rienecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel, 2013, SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, 58452 Witten, ISBN 978-3-417-26550-7, S. 1118+1119&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] beschreibt das Wesen der Sünde: „Wie das Wort Schuld, so wird auch der Ausdruck Sünde zweifach gebraucht: in der Einzahl und in der Mehrzahl. Unter den Sünden eines Menschen sind seine einzelnen Verirrungen zu verstehen, die besonderen einzelnen Fälle, wo er das göttliche Recht krümmte, sich aus Gottes Nähe entfernte. Unter der Sünde des Menschen ist zu verstehen sein gesamter gottferner Zustand, die Verkehrtheit seiner Willensrichtung, sein Verirrtsein, seine verkrümmte Haltung, sein ganzer Bankrott an Kraft zum Guten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt; „Paulus sagt einmal: »Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde« ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Röm.14,23 Röm. 14,23]). Glauben heißt festhalten an der Zugehörigkeit zu Gott, den Vater persönlich fassen und ihn nicht lassen. Die Sünde fing damit an, daß der Mensch nicht festhielt, daß er die Hand seines Schöpfers losließ. Er tat das nicht von ungefähr; er hatte es sich einflüstern lassen, daß er es viel besser haben würde, wenn er selbständig sei, sein eigener Herr. Das Loslassen von Gott (der Unglaube) kommt daher, daß der Mensch die Hoheit Gottes feindselig ablehnt; er will die göttliche Führung nicht mehr. So sah die Sünde am Anfang aus, und so sieht sie immer aus. Sie ist immer Feindschaft, Empörertum, Argwohn. — Indem sich der Mensch von Gottes Leitung löst, hat er nicht gleich den Vorsatz, schlecht zu sein. Im Gegenteil: er will sein wie Gott. Er will durchaus nicht alles wahllos tun, was ihm etwa einfällt. Er will ernstlich unterscheiden zwischen gut und böse, aber er will es selbst tun. Er will gut sein, aber auf eigene Faust. Das Ziel, das der gottferne Mensch sich bewußtermaßen setzt, ist niemals das Laster, sondern irgendwie immer die Tugend; nicht die Schande, sondern die Herrlichkeit - aber er will immer die Selbstherrlichkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 213&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der Mensch trennt sich von Gott, um herrlich zu sein. Er ist wie im Fieber vor Verlangen nach Ehre, nach Größe, nach Steigerung seiner Kräfte. Und doch geht durch sein Dasein bei allem äußeren Aufstieg eine deutliche Linie des Verfalls. In einem gottfernen Leben ist der Mensch seit seiner Kindheit in allem Wesentlichen nicht fortgeschritten; das Beste, was ihm gegeben war, hat er verloren ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt18,3 Matth. 18,3]). Der Sohn, je länger er vom Haus weg ist, vergeudet immer mehr von seinem Erbe; und jedes Mal, wenn es wieder recht herrlich zugeht und der Aufwand, den er macht, bewundert wird, ist wieder ein großes Stück Kapital draufgegangen ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Luk15 Luk. 15])“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 214-215&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der gottferne Mensch findet nicht mehr zu seinem Bruder. Er hat den Blick für dessen Würde verloren. Er sieht im Mitmenschen einen Fußschemel seiner Größe, einen Spielball seiner Launen, den Sklaven seiner Wohlfahrt, das Objekt seiner Tätigkeit. Und will der Mitmensch das nicht sein, so rechnet er ihm das als unverzeihliches Verbrechen an, das mit allen Gewaltmitteln zu bekämpfen, oder, wo die Macht fehlt, mit Verachtung zu strafen ist ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Matth.20,25 Matth. 20,25], Urtext: hinabherrschen, mit Gewalt unterdrücken). So steht jeder zum andern.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 215&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nicht der größere Ernst innerhalb des Rahmens der überlieferten Religion, nicht die Vermehrung ihrer Einrichtungen, nicht die gesteigerte Schulung zum Dienst, nicht vertieftes Bibelstudium (soweit es mit menschlich-religiösen Kräften geschieht) führt heraus aus dem Machtbereich der Sünde, sondern der Glaube. Glauben heißt: festhalten, ergreifen. Durch Loslassen, Sichloslösen entstand der ganze Schaden des Menschen. Er kann nur dadurch geheilt werden, daß der Mensch wieder nach der Nähe Gottes greift, daß er mit aller Kraft wieder die Gegenwart Gottes, die unmittelbare Berührung, die lebendige Verbindung mit ihm sucht. Das heißt im Sinne des Neuen Testaments: die persönliche Fühlung mit Christus suchen; nicht ruhen, bis man »in Christus« ist, im Wirkungsbereich der göttlichen Schöpferkraft, die von ihm ausgeht. Ist der Mensch dahin gelangt, dann ist die Macht der Sünde gebrochen. Was sie ihm nahm, hat er wieder: sichere Führung von oben, die freie, unabhängige Haltung gegenüber allen finsteren Mächten, seine angestammte göttliche Kraft und Lebensfülle, die nahe, innige, natürliche Stellung zum Bruder.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Weil wir alle das Ziel verfehlt haben, voller Liebe und selbstlos zu sein, weil wir uns gegen Gottes Willen, wie er uns in unserem Gewissen bezeugt wird, um des eigenen Vorteils willen, aufgelehnt haben, und deshalb also Sünder sind, sind wir getrennt von Gott, der völlig ohne Sünde ist, der die Liebe selbst ist (siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh4,16 1. Joh 4,16]): Wir haben, wenn wir uns selbst gegenüber wirklich ehrlich sind, alle vielfach in Worten und Taten gesündigt. Selbst [https://de.wikipedia.org/wiki/Paulus_von_Tarsus Paulus] schrieb an die christliche Gemeinde in Rom, dass &#039;&#039;alle&#039;&#039; gesündigt und damit die Aussicht auf das ewige Leben verwirkt hätten, und schloss sich selbst dabei ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„... &#039;&#039;alle&#039;&#039; haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes ...“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Röm3,23 Röm 3,23])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Wenn also Paulus, der zwar früher als Saulus ein Verfolger der Christen war ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg9,1-2 Apg 9,1-2]), jedoch sein späteres Leben völlig konsequent und aufopferungsvoll in den Dienst Gottes und der Menschen gestellt hatte, sagen muss: Wir &#039;&#039;alle haben gesündigt&#039;&#039; und &#039;&#039;erlangen nicht&#039;&#039; die Herrlichkeit (also das ewige Leben), dann haben offensichtlich auch seine späteren guten Werke nicht ausgereicht um seine früheren bösen Taten zu kompensieren und ihn als gerecht vor Gott dastehen zu lassen. Denn wer von uns kann sich schon in seiner radikalen Konsequenz mit Paulus vergleichen? Wer könnte an seinen Eifer heranreichen? Wer könnte sich mit seiner Liebe zu Gott und den Menschen messen?&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dann schaffen wir es also auch nicht durch unsere guten Taten die bösen zu kompensieren: es ist also nicht möglich sich, wie bei einer Waage, so viele Taten der Gerechtigkeit anzuhäufen, dass sie die Taten der Ungerechtigkeit ausgleichen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können wir nun die Sünden loswerden, von ihnen gereinigt werden, also vor Gott und seiner Reinheit und Heiligkeit bestehen? =&amp;gt; Dazu ist die Vergebung der Sünden notwendig, denn diese bilden eine Trennwand zwischen Gott und dem Sünder, also uns, da wir alle gesündigt haben. Zu der Beseitigung dieser Trennwand schrieb Paulus:&lt;br /&gt;
„In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Kol1,14 Kol 1,14])&lt;br /&gt;
Und: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade...“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Eph1,7 Eph 1,7])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wen meint Paulus mit &amp;quot;ihm&amp;quot;?&lt;br /&gt;
„Die Erlösung durch sein Blut“ macht es klar: damit ist Jesus Christus gemeint, er ist der, [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Die_Kreuzigung_und_der_Tod_Jesu|der am Kreuz gestorben ist]] und durch sein dort vergossenes Blut die Erlösung der Menschen ermöglicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F|Jesus Gott]] und sündlos ist, heißt von von ihm dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;21&amp;lt;/sup&amp;gt; [...] Christus hat [...] für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist - &amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt; er, der keine Sünde beging und über dessen Lippen nie ein unwahres Wort kam; &amp;lt;sup&amp;gt;23&amp;lt;/sup&amp;gt; er, der nicht mit Beschimpfungen reagierte, als er beschimpft wurde, und nicht ´mit Vergeltung` drohte, als er leiden musste, sondern seine Sache dem übergab, der ein gerechter Richter ist;“([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Petrus2,21-23 1. Petrus 2,21-23])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und: „Weil wir nun einen großen Hohen Priester haben, der alle Himmel bis zum Thron des Höchsten durchschritten hat - Jesus, den Sohn Gottes -, lasst uns am Bekenntnis zu ihm festhalten! Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm die gleichen Versuchungen begegnet sind wie uns - aber er blieb ohne Sünde.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Heb4,15+15 Heb 4,15+15])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Koran ist Jesus übrigens sündlos:&lt;br /&gt;
„Er [der Engel Gabriel] sagte [zu Maria]: »(Du brauchst keine Angst vor mir zu haben.) Ich bin doch der Gesandte deines Herrn. (Ich bin von ihm zu dir geschickt) um dir einen lauteren [andere übersetzen: reinen/heiligen] Jungen zu schenken.«“ Sure 19,19&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corpuscoranicum.de/index/index/sure/19/vers/19 Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret.] Siebente Auflage. Stuttgart, Berlin, Köln: Verlag W. Kohlhammer, 1996. © 1979 W. Kohlhammer GmbH, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Max Henning übersetzt folgendermassen: &amp;quot;Er sprach: »Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen reinen Knaben zu bescheren.«&amp;quot; Max Henning, Der Koran, Reclams Universal-Bibliothek, Stuttgart, Nr. 4206, 1960, Durchgesehene und verbesserte Ausgabe, 1991, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Und Ludwig Ullmann übersetzt: &amp;quot;Er erwiderte: »Ich bin von deinem Herrn gesandt, dir einen heiligen Sohn zu geben.«&amp;quot; Ludwig Ullmann, Der Koran, das heilige Buch des Islam, Goldmann Verlag, München, 1959, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt; =&amp;gt; Mit &amp;quot;Er&amp;quot; ist der Engel Gabriel gemeint, der zu Maria, der Mutter Jesu sprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kann Jesus, weil er sündlos ist und nicht gekommen ist „um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld&amp;lt;ref&amp;gt;griech. λύτρον =&amp;gt; das ist der Kaufpreis für die Freilassung von Sklaven, ein Lösegeld, der Preis für die Freilassung, siehe: [https://biblehub.com/greek/3083.htm Strong&#039;s Concordance 3083. lutron]&amp;lt;/ref&amp;gt;“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,45 Mk 10,45]) die Sünden der Menschen wegnehmen und wird auch als unschuldiges Lamm bezeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Joh1,29 Joh 1,29])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Für Vergebung steht im Urtext &#039;&#039;áphesis&#039;&#039; [ἄφεσις&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/859.htm 859. aphesis]&amp;lt;/ref&amp;gt;]. Dieser Ausdruck stammt aus dem Schuldrecht und bedeutet: Erlaß der Schuld. So lautet auch die fünfte Bitte [des [https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunsers]]: »Erlaß uns unsere Schulden, wie wir erlassen haben unsern Schuldnern.« [[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt6,12 Mt 6,12]] - Eine Schuld erlassen, heißt: sie überhaupt aus der Welt schaffen. Der königliche Herr im Gleichnis [vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Schalksknecht Schalksknecht]] streicht von den zehntausend Talenten nicht einige Hunderte oder Tausende; er streicht die ganze Summe auf einmal. Vergebung bedeutet nicht Ablaß von der Schuld, sondern Erlaß der Schuld. Ist die Schuld aufgehoben, so sind gleichzeitig alle Folgen der Schuld aufgehoben. Der zahlungsunfähige Schuldner kam ins Gefängnis; war die Schuld bezahlt oder erlassen, so war er wieder frei; wird ihm ausnahmsweise die Schuld von neuem angerechnet, so kommt er aufs neue in den Schuldturm. Das finden wir Zug für Zug im Gleichnis vom Schalksknecht. Der Mensch, der Gott die Liebe und Ehrfurcht schuldig bleibt, wird dahingegeben unter die Gewalt dämonischer Mächte (die »Peiniger«, [https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt18,34 Matth. 18,34]). Ganze Völker und Zeiten werden um ihrer Schuld willen dahingegeben in den Frondienst unreiner Leidenschaften, in die Enge und Oberflächlichkeit eines entgöttlichten Lebens ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm1 Röm. 1]) oder in den Unfrieden einer heuchlerischen Frömmigkeit ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm2 Röm. 2]). Das nennt Paulus den Zorn Gottes. Er versteht darunter eben die Tatsache, daß Gott sich von eigenwilligen Menschen abwendet, sie ihre eigenen Wege gehen läßt und sie dem Einfluß der Mächte überläßt, denen sie selbst ihr Ohr geliehen haben. &lt;br /&gt;
Kommt die Vergebung (der Erlaß), so ist mit einem Schlag der Bann gewichen, die Türen des Gefängnisses sind geöffnet, und der frühere Schuldner kann heraus. Und noch viel mehr: Nicht nur die Gefängnistür steht offen zum Heraustreten, auch die Tür des Vaterhauses ist geöffnet zum Eintreten. Der schuldige Sohn darf heimkehren; es ist ihm nun unverwehrt, in der nächsten Nähe des Vaters zu leben, teilzuhaben an allen väterlichen Gütern. Er wird wieder ein Freund und Mitarbeiter des Vaters, ein Eingeweihter und Teilhaber an seinem Werk ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk15 Luk. 15]). - Ist die Schuld vergeben, so ist das ursprüngliche Verhältnis zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt. Was erlassen ist, existiert nicht mehr. Es ist jetzt gar kein Grund mehr dafür vorhanden, daß der Mensch noch immer weiter gefangen, noch immerfort getrennt sein sollte von seinem Gott. [...] »Siehe da, Gottes Lamm, welches wegnimmt die Sünde der Welt« ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Joh.1,29 Joh. 1,29] Urtext).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, VERGEBUNG (der Sünden), Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 237-239&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Es braucht also die Vergebung, die von Gott kommt und das uns entsündigt, d.h. von unseren Sünden reinigt und unsere Schulden, die wir damit aufgehäuft haben, bezahlt: diesen Vorgang nennt man die Erlösung, den Loskauf unserer Schulden bei Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlösung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärt diese Loslösung von der Schuld, diesen Ausgleich unserer Schulden folgendermaßen: „Erlösung heißt: die Schuld erstatten und dadurch befreien. Der griechische Ausdruck [λύτρον&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/3083.htm 3083. lutron]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet ursprünglich: loskaufen. Nach dem im Altertum geltenden strengen Schuldrecht kam der zahlungsunfähige Schuldner ins Gefängnis (in die Schuldhaft) oder er wurde zum Sklaven. Er konnte nur freikommen, wenn jemand dem Gläubiger die Schuldsumme (als Lösegeld, Loskaufpreis) erstattete. Jesus sagt, er sei gekommen, sein Leben zu geben zu einer Erlösung (Lösepreis) für die Vielen, (hebr. Ausdruck für die Menschheit) ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt20,28 Matth. 20, 28], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,45 Mk. 10, 45]). Damit spricht er es aus, daß die Menschheit in Schuldhaft geraten ist. Die urgewaltige Liebe ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,30 Mk. 12, 30]), die die letzten Tiefen der Seele ergreift und alle Kräfte zusammenfaßt, ist der Mensch seinem Schöpfer schuldig geblieben ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,24 Matth. 18, 24]). Um dieser Schuld willen ist über den Menschen die Gefangenschaft verhängt; er befindet sich in der Gefrierzone der Gottesferne ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,13 Matth. 22, 13]); er ist ein Sklave des Bösen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,34 Joh. 8, 34]). Christus erstattet die Schuld und löst die Menschen aus der Haft. Denn das, was sie schuldig blieben, bringt er Gott dar: die mächtige, zur letzten Hingabe fähige Liebe. Die Liebe, die der Mensch schuldig geblieben ist, bringt der Menschensohn Gott dar Sie durchleuchtet sein ganzes Menschsein. Sie gipfelt in der Darangabe seines Lebens. So ist es gemeint, wenn im NT davon gesprochen wird, daß das Blut Christi die Menschen erlöst ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Eph1,7 Eph. 1, 7]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Petr1,18-19 1. Petr. 1,18. 19]). Blut bedeutet in der Symbolsprache jener Zeit das hingegebene Leben, die völlige Aufopferung, die höchste Tat der Liebe. Diesen Opferwillen, solch hingebendes Liebestun, war der Mensch Gott schuldig geblieben. Der Menschensohn löst diese Schuld ein. Dadurch öffnet er seinen Brüdern die Türen des Kerkers. Sie werden frei von ihrer Versklavung an die finsteren Mächte ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,36 Joh. 8, 36]). Sie sind nicht mehr Verbannte, in der Fremde Lebende: sie haben Wohnrecht in der nächsten Nähe des Vaters ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,34-35 Joh. 8, 34. 35]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Erlösen, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 42-43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedergeburt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Erlösung wird von Gott eine Neuschöpfung des Menschen bewirkt. Die Bibel nennt dies auch Wiedergeburt&amp;lt;ref&amp;gt;Auch Paulus spricht z. B. in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Tit3,5 Tit 3,5] davon, wo die Taufe als „Bad der Wiedergeburt“ bezeichnet wird. Dahinter steht seine Lehre von der Taufe als Mitsterben und Auferstehen in das neue Leben hinein mit Jesus: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm6,3–11 Röm 6,3–11]&amp;lt;/ref&amp;gt; (z.B. spricht Jesus im Gespräch mit Nikodemus in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3 Joh 3] über dieses Thema), so dass der alte sündige Mensch in uns abstirbt und in uns ein neuer Mensch, der dann fähig ist zum ewigen Leben, aufersteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jesus [...] sprach zu ihm [Nikodemus]: Wahrlich, wahrlich,&amp;lt;ref&amp;gt;griech./hebr. »[https://de.wikipedia.org/wiki/Amen Amen], amen« das ist eine Bekräftigungsformel und kann mit »ganz gewiss« übersetzt werden, da im Hebräischen eine Verdopplung eine Verstärkung bedeutet, [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#.22Amen.2C_Amen.2C_ich_sage_euch.22|Jesus hat diese häufig verwendet]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3,3 Joh 3,3] =&amp;gt; Ohne diese Wiedergeburt kann man also nicht in das ewige Leben eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es aber zu dieser Wiedergeburt ins ewige Leben hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes schrieb dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; Der, der das wahre Licht ist[Jesus]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe den gesamten Prolog des Johannes in [https://www.bibleserver.com/text/NLB/Joh1 Joh 1]: darin wird  deutlich, dass Jesus das Wort, Leben und Licht Gottes ist&amp;lt;/ref&amp;gt;, das alle Menschen erleuchtet, sollte erst noch in die Welt kommen. &amp;lt;sup&amp;gt;10 &amp;lt;/sup&amp;gt;Doch obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannte die Welt ihn nicht, als er kam. &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt; Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. &amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; All denen aber, die ihn aufnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;ἔλαβον: élabon - von der primitiven Wurzel lab-, was so viel bedeutet wie &amp;quot;aktiv zugreifen, um etwas zu nehmen oder zu empfangen&amp;quot;, siehe: &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: HELPS Word-studies: [https://biblehub.com/greek/2983.htm 2983. lambanó]&amp;lt;/ref&amp;gt; und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht&amp;lt;ref&amp;gt;ἐξουσίαν: exousían - Definition: Handlungsvollmacht, Autorität, siehe: &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/1849.htm 1849. exousia]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gottes Kinder zu werden. &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NLB/Joh12,9-13 Joh 12,9-13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es aber „an seinen Namen zu glauben“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärt die Verwendung von „Name“ in der Bibel: „Name bedeutet meist Person, wie in den Psalmen dafür oft Angesicht oder Antlitz steht. Name bedeutet im Neuen Testament oft Person. Für Person hat weder das Hebräische noch das Griechische einen eigentlichen Ausdruck. Im Hebräischen steht dafür das Wort: Angesicht, Antlitz[פָּנֶ֖יךָ&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: Strong&#039;s: [https://biblehub.com/hebrew/6440.htm 6440. panim or paneh]&amp;lt;/ref&amp;gt;]. Zum Beispiel: »Ihr sollt mein Antlitz suchen«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/LUT/Ps27,8 Psalm 27,8] פָּנֶ֖יךָ steht hier für „Angesicht“- siehe hier die Interlinarübersetzung des Verses: [https://biblehub.com/interlinear/psalms/27-8.htm &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039; - Interlinear Verses: Psalm 27:8]&amp;lt;/ref&amp;gt; heißt: Ihr sollt meine Person, die persönliche Berührung mit mir, suchen. »Laß leuchten dein Antlitz« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps80,4+8+20 Ps. 80,4. 8. 20]) bedeutet: Laß uns etwas schauen vom Glanz deiner persönlichen Gegenwart. »Ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps42,6 Ps. 42,6]) bedeutet: Ich werde Gott danken, daß er mir persönlich hilft. Häufig steht auch schon im Alten Testament für Person der Ausdruck Name. »Wir danken dir, Gott, daß dein Name so nahe ist« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps75,2 Ps. 75,2]), das besagt: Wir danken dir, daß du uns persönlich so nahe kommst ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps116,4 Ps. 116,4] und oft). »Den Namen des HERRN anrufen« heißt: an seine Person appellieren, seine Anliegen unmittelbar vor ihn bringen. »Im Namen des HERRN kommen« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps118,26 Ps. 118,26]) bedeutet: in seinem persönlichen oder unmittelbaren Auftrag kommen und ihn persönlich hinter sich haben. Im Sinn von »Person« steht der Ausdruck »Name« meist auch im Neuen Testament. So ist von einer Versammlung der Jünger im ersten Kapitel der Apostelgeschichte (wörtlich übersetzt) gesagt: »Es war eine Menge zusammen von etwa hundertzwanzig Namen«, also es waren etwa einhundertundzwanzig Personen beisammen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg1,15 Apg. 1,15]). Petrus sagt vom Lahmgeborenen: »Der Name Jesu hat ihn gesund gemacht« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg3,16 Apg. 3,16]). Das bedeutet: Jesus persönlich (die Person Jesu) hat ihn geheilt.&lt;br /&gt;
[...] »Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes ...« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt28,19 Matth. 28,19]) heißt: Bringt sie durch die Taufe in den Wirkungsbereich, in die persönliche Berührung mit dem Vater, dem Sohne ... »In keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen errettet werden« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg4,12) Apg. 4,12)]. Das bedeutet: Es gibt keine zweite Person, durch die die Menschheit errettet werden kann, außer Christus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Name, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 172-173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_de_Boor Werner de Boor] erläutert, was konkret dann das „&#039;&#039;Glauben an seinen Namen&#039;&#039;“ bedeutet: „Das »Aufnehmen« wird erläutert. Es ist das »&#039;&#039;Glauben an seinen Namen&#039;&#039;«. Der »Name« ist für uns etwas Zufälliges und Belangloses geworden. Für die Bibel aber sind Namen bedeutsam. Sie weisen auf das Wesen einer Sache oder einer Person hin. So wird auch der Name »Jesus« von Gott selbst bestimmt und dem Joseph und der Maria durch einen Engel mitgeteilt; er erweist den Träger dieses Namens als den, der »sein Volk retten wird von ihren Sünden« ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt1,21 Mt 1,21]) Von Johannes war aber der Jesusname noch nicht genannt. Im Zusammenhang unseres Textes kann es sich nur um den Namen handeln, in welchem Johannes das eigentliche Wesen Jesu ausgesprochen hat, indem er ihn den Logos, das »Wort« nennt. Wer in dem Menschen Jesus das ewige »Wort« erfaßt, in dem Gott selbst sich ausspricht, und wer sich diesem »Wort« vertrauend und gehorsam öffnet, der »nimmt es wahrhaft auf« und erhält die Vollmacht, Gottes Kind zu sein«“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wuppertaler Studienbibel, Band 11, 1. Teil, Kapitel 1 bis 10, Werner de Boor, Das Evangelium des Johannes, Joh 1, 12, 1968, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, S. 47-48&amp;lt;/ref&amp;gt;  „Ein »Kind« in diesem wesenhaften Sinn werde ich immer nur durch »Geburt«. Wer »an seinen Namen glaubt«, der darf wissen, daß eine geheimnisvolle Geburt mit ihm vorgegangen ist, jenes Geschehen, das wir »Wiedergeburt« nennen. Es ist, wie Jesus dem Nikodemus sagen wird, die »Geburt von oben« her, aus dem Geist Gottes. Der »Wiedergeborene« ist der »Geistesmensch«, von dem Paulus redet ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Rö8,1-10 Rö 8,1-10]; [https://www.bibleserver.com/text/LU/Gal6,1 Gal 6,1]). Im Geist Gottes trägt er wesenhaft göttliches Leben in sich und ist darum »Gottes Kind«. Das bestimmende Merkmal seines Lebens ist der »Glaube an seinen Namen«. Solches »Glauben« an seinen Namen stammt nicht aus dem »Willen des Fleisches«, auch nicht des frommen Fleisches. Das »Fleisch«, also der natürliche Mensch, ist zum Glauben nicht fähig. Auch die ganze Entschlußkraft, die ein »Mann« in seinen Willen hineinlegen mag, kann den Glauben nicht erzwingen. Es gehört zum Ernst unserer Verlorenheit, daß nur das Wunder einer neuen Geburt den Durchbruch des Glaubens schenken kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wuppertaler Studienbibel, Band 11, 1. Teil, Kapitel 1 bis 10, Werner de Boor, Das Evangelium des Johannes, Joh 1, 13, 1968, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; „An seinen Namen zu glauben“ bedeutet also, ihm selbst zu vertrauen, in eine vertrauensvolle, unmittelbare Beziehung mit Jesus zu treten und dann Jesus anzunehmen, ihn in unser Herz, in unser Innerstes aufzunehmen: ihn also nicht abzulehnen, wie es ein Großteil der jüdischen Oberschicht damals leider getan hatte - im Gegensatz zum einfachen Volk, von denen ihn viele an- und aufgenommen hatten. Das zeigte sich ganz praktisch auch darin, dass sie ihn dann zum Besuch, Essen und Gespräch, zur Hilfeleistung, etc. eingeladen hatten. Es geht also nicht darum einer Lehre zuzustimmen, ein Dogma für wahr zu halten, seinen „Jesus“ Namen im Mund zu führen oder alle seine sonstigen Namen zu kennen und zu bejahen. Es geht darum ihn als Person zu suchen und zu finden&amp;lt;ref&amp;gt;... [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|da er auferstanden ist und lebt]], ist dies heute genauso möglich wie vor 2000 Jahren&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn er hat es ja versprochen, dass er sich finden lassen wird, wenn wir ihn aufrichtig suchen und so heißt es z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps34,5 Ps 34,5])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr ⟨mich⟩ finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Jer29,13-14 Jeremia 29,13-14])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mt7,8 Matthäus 7,8])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedergeburt wird dann von ihm geschenkt durch seine Aufnahme in unser Herz, durch die Abwendung von unserer Ichfixierung, unserem Egosimus und Narzismus auf ihn, durch die Hinwendung zu ihm selbst, das die Bibel „Bekehrung“ nennt: also Abkehr von meinen Wegen und Hinkehr zu seinen Wegen („Nachfolge“&amp;lt;ref&amp;gt;„Wenn Jesus nach rechts geht, dann gehst du nach rechts und wenn er nach links geht, dann gehst du nach links“: so einfach erklärte mal ein Theologe die „Nachfolge“: Jesus als der gute Hirte geht voraus und wir als seine Schafe laufen hinter ihm her (siehe: [https://www.bibleserver.com/text/NGÜ/Joh10,14 Johannes 10,14])&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) - so sagte er z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte&amp;lt;ref&amp;gt;dies war ein Zeichen für die Rettung, denn wer sie anschaute, der wurde vom Tode errettet, siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/4.Mose21,4-9 4. Mose 21,4-9]&amp;lt;/ref&amp;gt;, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.&lt;br /&gt;
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&lt;br /&gt;
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde.&lt;br /&gt;
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3,14-18 Joh 3,14-18])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-40 Joh 5,39-40])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,40 Joh 6,40])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,47 Joh 6,47])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;  &lt;br /&gt;
und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,27-28 Joh 10,27-28])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich lebe und ihr werdet auch leben!“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,19 Joh 14,19])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Offb1,17-18 Offb 1,17-18])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Jesus sagt damit insgesamt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh15,5 Joh 15,5]) =&amp;gt; Und so sagt er: Ich selbst in meiner Person bin das Leben. Ich schenke das Leben, durch mich fließt das Leben zu euch, ohne mich könnt ihr dauerhaft kein Leben in euch haben!&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus bezeichnet sich selbst als &#039;&#039;der&#039;&#039; Weg, &#039;&#039;die&#039;&#039; Wahrheit &#039;&#039;das&#039;&#039; Leben in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], ein Anspruch den kein anderer [https://de.wikipedia.org/wiki/Religionsstifter Religionsstifter] in dieser umfassenden Form erhoben hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftswechsel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann aber nun das dauerhafte, das ewige Leben, das in Jesus ist, in mich hineinfließen? Was sagt hier die Bibel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus schrieb zu dieser Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn die Schrift sagt: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« &amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; »denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.«“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm10,9-13 Röm 10,9-13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Es ist also wichtig, dass ich Jesus als Herr (an-)erkenne. Herr&amp;lt;ref&amp;gt;griech. κυριοσ - kyrios&amp;lt;/ref&amp;gt; ist vom griechischen κυροσ&amp;lt;ref&amp;gt;griech. kyros - Gewalt, Macht&amp;lt;/ref&amp;gt; abgeleitet und bedeutet Herr, Herrscher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu: &amp;quot;Herr&amp;quot;, &amp;quot;Herrscher&amp;quot; z.B. [ThBeLxNT], Artikel: &amp;quot;κυριοσ&amp;quot;, S. 659: &amp;quot;kyrios (seit Pindar belegt; Adj. zu to kyros = Gewalt, Macht) bedeutet gewaltig, mächtig; substantiviert: Herr, Herrscher; derjenige welcher (über Menschen, Dinge, sich selbst) Verfügungsgewalt hat. [...] kyrios basileus = Herr (und) König ist für die Zeit zwischen 64-50 vChr mehrfach bezeugt. Kaiser Augustus wurde 12 v. Chr. in Ägypten theos kai kyrios = Gott und Herr genannt; in Oberägypten die Königin Kandake (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg8,27 Apg 8,27]) he kyria basilissa = die Herrin (und) Königin. Auch auf Herodes den Gr., Agrippa I., Agrippa II. wird der Titel kyrios angewandt. [...] Die röm. Kaiser Augustus und Tiberius lehnten in Übereinstimmung mit dem röm. Rechtsempfinden die orientalische Form der Monarchie ab und damit auch die Plerophorie [die überschwängliche Begeisterung/Verehrung], die mit dem kyrios Titel verbunden war. Caligula aber ließ sich den Titel kyrios gefallen. Seit Nero, der auf einer Inschrift als: ho tou pantos kosmou kyrios = Herr der ganzen Welt (Weltall) bezeichnet wir, taucht der kyrios Titel wieder häufiger auf. Einer der ältesten Belege dafür ist [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg25,26 Apg 25,26]: Über ihn [den Gefangenen Paulus] habe ich [Statthalter Festus] dem Herrn [er meint den Kaiser und nennt ihn hier &#039;&#039;kyrios&#039;&#039;] nichts Gewisses zu schreiben. Deshalb habe ich ihn vor euch geführt und besonders vor dich, König Agrippa [II.], damit ich, wenn die Untersuchung geschehen ist, etwas zu schreiben habe.]&amp;quot; siehe zu Kyrios auch: [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Jesus_tr.C3.A4gt_im_NT_den_Titel_.22Herr.22_.28kyrios.29|Jesus ist der Kyrios]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das nun, wenn das NT davon spricht Jesus als „Herrn“ anzuerkennen und dann zu bekennen? In unserem heutigen Sprachgebrauch sagt man ganz normal: „Herr Maier, Herr Schultze, Herr Schmidt“. Dieser Gebrauch, der im Deutschen nur das männliche Geschlecht bezeichnet, ist hier nicht gemeint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Der griechische Ausdruck „&#039;&#039;kyrios&#039;&#039;“ [κύριος&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/2962.htm 2962. kurios]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet im allgemeinen einen, der Macht, Hoheit, Verfügungsrecht hat, der etwas besitzt. In diesem Sinne spricht Jesus im Gleichnis vom Herrn des Weinbergs ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt20,8 Matth. 20, 8]), vom Herrn der Ernte ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,38 Matth. 9, 38]), vom Herrn des Hauses ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk13,35 Mark. 13, 35]). „Der Menschensohn ist ein Herr des Sabbats“, d. h. er steht über diesem Gebot, kann es auch aufheben ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk2,28 Mark. 2, 28]). – Die Anrede „Herr“ galt auch zur Zeit Jesu als Ehrenbezeigung; sie war ein Titel. Nur daß man damals nicht wahllos jeden Menschen so anredete, sondern nur solche, die eine Macht- und Autoritätsstellung hatten. So wurden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rabbi_(Gelehrter) Rabbinen] von ihren Schülern Herr genannt. Ganz im Rahmen dieses Schüler-Lehrer-Verhältnisses liegt es zunächst, wenn die Jünger Jesus Herr nennen (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt8,25 Matth. 8,25]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,22 16,22]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,54 Luk. 9, 54]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,6 Joh. 13, 6]. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,9 9]. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,13 13] und an anderen Stellen). [...] Der Ausdruck „&#039;&#039;kyrios&#039;&#039;“ steht im griechischen AT fast überall für Gott (für die hebräischen Bezeichnungen: Adonai, Elohim, Jahve, Jah), und so steht auch im NT Herr vielfach für Gott („Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Matth. 11, 25] und öfters). Im NT wird auch manchmal der (erwartete oder gekommene) Messias Herr genannt (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,43 Luk 1,43]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk2,11 2, 11]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt21,3 Matth. 21, 3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk11,3 Mark. 11, 3] und andere). [...] In der Apostelgeschichte, den Briefen, der Offenbarung ist „Kyrios“ die Bezeichnung für den in die völlige göttliche Machtstellung erhöhten Jesus, und das ist dann in der Urgemeinde eigentlich überhaupt die Bedeutung von Herr. Petrus sagt: „Diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, hat Gott zum Herrn und Christus gemacht“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg2,36 Apg. 2, 36]). Paulus schreibt: „Gott hat ihn überaus erhöht und hat ihm den Namen verliehen, der höher ist als alle Namen“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil.2,9-11 Phil. 2, 9-11]). Dasselbe sagt der Auferstandene: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt28,18 Matth. 28, 18]). [...] Paulus sagt: Davon überführt sein, daß Jesus nun diese absolute göttliche Machtstellung hat, kann man nur durch den Heiligen Geist, also dadurch, daß man in unmittelbaren Kontakt, in persönliche Berührung mit diesem Jesus kommt ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor12,3 1. Kor. 12, 3]). So war es ihm selbst gegangen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg9,1-6 Apg. 9, 1-6]). - Wenn dann die Apostel und die Gemeinden immer von Christus, dem Herrn, sprechen, so ist ihnen das nicht so sehr ein Lehrsatz, ein Dogma, dessen Anerkennung sie anderen zumuten, sondern es ist ihnen etwas ungeheuer Praktisches. Christus ist als der Herr über sie gekommen und hat sie mit Beschlag belegt für seinen Dienst („ergriffen“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil3 Phil. 3]). Sie können nun nicht mehr anders als sich ihm zur Verfügung stellen, und sie erfahren es auch, daß er über sie verfügt, sie leitet, sie versorgt, ihnen Vollmacht gibt und sie auf unerhörte Weise schützt. Ihnen liegt nicht daran, einen Glaubensartikel über Christus durch religiösen oder moralischen Druck durchzudrücken, sondern Menschen in Berührung zu bringen mit Christus, damit auch sie befreit werden von der Fremdherrschaft des Bösen und ihrem rechtmäßigen, angestammten göttlichen Herrn zufallen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Herr, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 118-120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das meint das also letztlich: dass ich ihn als den Herrn aller Herrn&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps136,3 Ps 136,3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Offb19,16 Offb 19,16] =&amp;gt; Jesus wird in der Offb mit einem göttlichen Titel des AT, des Psalters, als König aller Könige und Herr aller Herren bezeichnet&amp;lt;/ref&amp;gt;, als Gott, der Mensch geworden ist, und damit dann auch als Gott bekenne, d.h. dass ich ihm, da er ja Gott ist und alles so viel besser weiß als ich, mein Leben ganz unterordne, dass ich ihn meinen Herr und Meister sein lasse, so dass er von nun an darin schalten und walten kann, wie er will. Das wird mir umso besser gelingen, je mehr ich erkenne, dass er nicht nur Gott, sondern auch ein guter Vater ist, nämlich mein Vater, der mich wirklich liebt, mich gewollt hat, mich erschaffen hat und wirklich mein Allerbestes will. Je mehr ich Jesus und seiner Liebe zu mir, die diese Vaterliebe widerspiegelt, vertrauen kann, desto leichter wird es mir fallen, ihm mein Leben vorbehaltlos anzuvertrauen und ihm dann auch seine Wünsche von den Augen abzulesen, so dass ich es dann auch von Herzen gern tue, was er möchte. Er möchte nämlich nicht, dass ich nur in einem sklavischen, zähneknirschenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Kadavergehorsam Kadavergehorsam] handle, wie es auch ein menschlicher Vater von seinem Sohn, bzw. seiner Tochter nicht möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass ich also Jesus nun Herr in meinem Leben sein lasse bedeutet, dass ich ihm das Steuer meines Lebens überlasse, indem ich es ihm in die Hand gebe: d. h. von nun an darf er steuern wie und wohin er will, nicht mehr wie und wohin ich will. Ich verzichte von nun an auf die Kontrolle meines Lebens und lasse Jesus mein Leben in allen Bereichen und Belangen kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertrauen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dann ist es auch wichtig, an Jesus zu glauben. Was heißt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben bedeutet Jesus zu vertrauen, dass er wirklich der ist, der zu sein er behauptet, nämlich der &amp;quot;ich bin, der ich bin&amp;quot; ([https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Mose3,14 2. Mose 3,14]: Gott stellt sich Mose mit diesem Namen vor - siehe dazu auch z.B. die [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#.22Ich_bin.22|Ich bin Worte Jesu]]): also Gott in menschlicher Gestalt, dass er wirklich nicht nur irgendwie vergeistigt theoretisch, sondern ganz [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|praktisch der Überwinder des Todes ist]]. Er wurde [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Die_Kreuzigung_und_der_Tod_Jesu|gekreuzigt und war dann wirklich tot]], denn die Römer verstanden ihr &amp;quot;Handwerk&amp;quot; sehr gut, wie es viele Quellen z.B. [[Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi#Falvius_Josephus|Josephus]], etc. und [[Historizität_Jesu_Christi#Arch.C3.A4ologie|archäologische Funde]] belegen, und wurde dann von den Toten auferweckt. Jesus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Begegnungen_mit_Jesus|begegnete ihnen nach seiner Auferstehung]] physisch tastbar wieder und aß z.B. vor ihnen Fisch ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,36-43 Lk 24,36-43]). Sein Grab war nach seiner Auferweckung, als er es verlassen hatte, [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Das_leere_Grab|wirklich leer]]&amp;lt;ref&amp;gt;=&amp;gt; wie leicht wäre es doch für die jüdischen oder römischen Behörden gewesen, die Jesus Bewegung, v. a. im Umkreis Jerusalems, durch das Vorzeigen des Leichnams zum Schweigen zu bringen!&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es bedeutet aber auch in eine beiderseitige Vertrauensbeziehung zu Jesus zu treten, ähnlich einer Freundschaft oder Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärte was Glaube bedeutet, was das Neue Testament damit eigentlich meint:&lt;br /&gt;
„Glauben heißt im Hebräischen [אָמַן&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/hebrew/539.htm 539. aman]&amp;lt;/ref&amp;gt;]: gewiß sein, sein Vertrauen darauf setzen, ja sagen, ergreifen, festhalten, treu sein; der griechische Ausdruck &#039;&#039;písti&#039;&#039;s [πίστις&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/4102.htm 4102. pistis]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet Treue, im Deutschen ist glauben verwandt mit geloben (Treue versprechen, sich zu eigen geben). Wenn in der Bibel davon die Rede ist, daß ein Mensch glaubt, so hat das die Grundbedeutung, daß der Mensch festhält an seiner Zugehörigkeit zu Gott, - daß er seiner göttlichen Herkunft treu bleibt, - daß er sich nicht abdrängen läßt von seiner himmlischen Heimat. Glaube ist Heimweh. Dieses Festhalten, diese Treue äußert sich auf verschiedene Weise, je nachdem, in welcher Lage der Mensch ist. Ist er fern von Gott, so überkommt ihn ein heftiges Heimweh, ein anfangs leiser, aber später immer mächtigerer Drang, zurückzukehren zu seinem Ursprung. Diese Äußerung der Treue zur angestammten Heimat nennt Jesus Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit (gerecht sein heißt: Gott nahe, Gott verbunden sein). Der Glaube ist beim Menschen, der von Gott geschieden ist, ein elementares, schmerzliches Verlangen zurück zu ihm. Diese tiefe Sehnsucht ist durch nichts zu beschwichtigen, sie ist ein untröstliches Leid, das seinen Trost nur findet, wenn das Ziel der Sehnsucht erreicht ist ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt5,4+6 Matth. 5,4. 6]). Glauben heißt: es als unabweisbare Notwendigkeit empfinden, daß man über alles Trennende hinweg wieder zurückfindet, dahin, woher man kam. Glauben heißt: auf jede Weise einen Durchbruch suchen durch die vorhandenen Hindernisse und stürmisch anklopfen an die verschlossenen Türen des Himmels ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Luk11,9+10 Luk. 11,9. 10]). Glauben heißt: bestehen bei der Hoffnung ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Hebr11,1 Hebr. 11,1]), daß diese Türen einmal aufgehen. Glaube ist Heimkehr. Heimweh verursacht Schmerzen. So ist der Glaube, solange dem Menschen die Nähe Gottes fehlt, eine Quelle tiefer Unruhe, qualvoller Leiden. Ein so großes Verständnis für diese Not spricht aus der Bergpredigt. Sie beginnt mit dem Zuruf an alle Heimwehkranken: Laßt euch diese Schmerzen nicht leid sein! Es ist nicht umsonst, daß ihr Tag und Nacht von Weh verzehrt werdet. Haltet noch ein wenig aus, dann wird euer Leid getröstet, euer Hunger gestillt, eure Armut zur Überfülle. Festhalten an der Heimat und ihrer Art kann ich auf die Länge freilich doch nur in der Heimat. Der Glaube kommt zu seinem Wesen erst richtig, wenn er nicht mehr nur sucht, sondern auch fand; wenn auf sein Fragen die Antwort, auf das Pochen das Öffnen folgte, - wenn Gott nahe kam, wenn er, der bisher verborgene, zum offenbarten Gott wurde. Geschah das, dann wurde aus den blassen Vorstellungen der Sehnsucht das Überwältigtsein (Überführtsein, [https://www.bibleserver.com/text/LU/Hebr11,1 Hebr. 11,1]) der Erfüllung, dann wurde das tiefe Leid zur Seligkeit ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt5,4 Matth. 5,4]). Der richtige Glaube ist Seligkeit, ist Erfüllung, Heimkehr, Überwältigtsein. Er kommt nur dadurch zustande, daß von oben her Bresche eingelegt wird in alle die Scheidewände, die zwischen Gott und Mensch bestanden; daß der Mensch durch seine Berührung mit dem Schöpfer von seinem Starrkrampf erlöst wird und einen Strom göttlichen Lebens in sich spürt: Wir glauben durch die mächtige Wirkung seiner Stärke, die er gewirkt hat in Christus, als er ihn auferweckte von den Toten ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Eph1,19-20 Eph. 1,19. 20]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Glaube, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 88-90&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Glauben heißt: von Christus ergriffen und in den Strom seiner Liebesenergie eingeschaltet sein. Glauben heißt: das Leben, das aus Gott kommt, ergreifen, aber es heißt ebenso: von Christus ergriffen sein ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil.3,12 Phil. 3, 12]). Das bedeutet nicht bloß, daß der Mensch innerlich hingerissen ist. Er ist tatsächlich von einem höheren Willen hingenommen. Er ist Leibeigener eines anderen geworden. Es ist sein Schicksal, dem er sich nicht mehr entziehen kann; daß er als Mitwirkender in das Werk dieses anderen hineingestellt ist. Durch die persönliche Berührung mit Christus ist er elementar erfaßt von dessen Willen, allen Menschen zu helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Glaube, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Glaube + Vertrauen zu Jesus, dem Retter ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Paulus schreibt über die Rettung, dass jeder gerettet werden kann (im Griechischen steht hier in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Römer10,13 Römer 10,13] tatsächlich jeder: πάς - es ist also nicht nur ein Füllwort einer Übersetzung), der den Herrn, also Jesus anrufen wird. Dies kann nur im Glauben (oder man kann auch sagen: im Vertrauen) an ihn geschehen, denn wenn ich nicht an ihn glaube/ihm nicht vertraue, dann werde ich ihn in meiner Not auch nicht anrufen, nicht von Herzen zu ihm schreien. Wenn du Jesus anrufst, wird dir das ewige Leben schenken, weil er es dir erworben hat, wenn du zu ihm von Herzen um Hilfe schreist. Er tut dies dann nicht, weil du es dir verdient hättest, sondern weil er alles für dich getan hat. Die Bibel nennt dieses Geschenk der Gerechtsprechung eines Ungerechten, (auch Rechtfertigung eines Sünders aus Glauben genannt) durch einen Gerechten: Gnade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;gt; So wird dann die Gerechtigkeit Jesu, wie Paulus es in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm10 Röm 10] behandelte, uns durch ein unglaubliches Gnadengeschenk zugerechnet, ohne, dass wir es irgendwie verdient hätten oder dafür überhaupt würdig wären: Jesus der völlig sündlos, also völlig perfekt, völlig gerecht war wird zu unserer Gerechtigkeit: wir werden dadurch gerecht vor Gott, weil wir mit Jesu Gerechtigkeit bekleidet werden! Er selbst ist unser Schmuck und unser Ehrenkleid, wie es in dem Lied von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Ludwig_von_Zinzendorf Zinzendorf] heißt: „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn.“&amp;lt;ref&amp;gt;1. Vers des Liedes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Ludwig_von_Zinzendorf Zinzendorf]: [https://www.liederdatenbank.de/song/1134 Christi Blut und Gerechtigkeit]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus erklärt dies so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn...&lt;br /&gt;
: „&amp;lt;sup&amp;gt;21&amp;lt;/sup&amp;gt; ... jetzt hat Gott - unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten - seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen. &amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt; Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ´ob jemand Jude oder Nichtjude ist,` &amp;lt;sup&amp;gt;23&amp;lt;/sup&amp;gt; denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck, &amp;lt;sup&amp;gt;24&amp;lt;/sup&amp;gt; und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus. &amp;lt;sup&amp;gt;25&amp;lt;/sup&amp;gt; Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. Damit hat Gott unter Beweis gestellt, dass er gerecht gehandelt hatte, als er die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen ungestraft ließ. &amp;lt;sup&amp;gt;26&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses hat er jetzt, in unserer Zeit, seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt; er hat gezeigt, dass er gerecht ist, wenn er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NGÜ/Röm3,21-26 Röm 3,21-26])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn du also einst auch in Todesnot (es kann auch irgend eine andere schwere Not sein) kommen wirst (und das wird früher oder später leider bei jedem geschehen), dann rufe den Herrn an, dann schreie zu Jesus Christus&amp;lt;ref&amp;gt;Christus ist ein Titel, kein Name: es ist die griech. Übersetzung des hebr. [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias]: Jesus wurde nicht nur der Retter [https://de.wikipedia.org/wiki/Israel Israels], sondern auch der ganzen Welt&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1. Beispiel: der Verbrecher am Kreuz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann dieses vertrauensvolle Rufen nach Jesu Rettung, die dann zur Wiedergeburt, zur Rettung in sein neues Reich, ins ewige Leben, hinein führt, nun ganz praktisch aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; z. B. so: Als Jesus am Kreuz hing, da hingen auch zwei Verbrecher mit ihm jeweils an einem Kreuz. Der eine verspottete ihn, der andere aber verteidigte ihn und bat ihn, an ihn zu denken, wenn er in seinem Himmelreich ankäme.... :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;39&amp;lt;/sup&amp;gt; Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! &amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. &amp;lt;sup&amp;gt;41&amp;lt;/sup&amp;gt; Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. &amp;lt;sup&amp;gt;42&amp;lt;/sup&amp;gt; Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. &amp;lt;sup&amp;gt;43&amp;lt;/sup&amp;gt; Jesus antwortete ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,39-43 Lk 23,39-43])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das hört sich nun sehr einfach an, diese kurze Bitte an Jesus. Aber das zeigt, dass es ihm nicht auf die richtigen, perfekt formulierten Worte, sondern auf die Haltung des Herzens ankommt... Er schaut das Herz dessen an, der ihn bittet ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Samuel16,7 1. Samuel 16,7]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2. Beispiel: der blinde Bartimäus =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Hören Jesu auf den Schrei des Herzens eines sich in Not befindlichen Menschen, wird auch in der Geschichte des blinden Bartimäus deutlich, der nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich umgewandelt (geheilt) wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heilung des blinden Bartimäus: &lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;46&amp;lt;/sup&amp;gt; Sie kamen nach Jericho. Als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge von dort weiterzog, saß ein blinder Bettler am Straßenrand, Bartimäus, der Sohn des Timäus. &amp;lt;sup&amp;gt;47&amp;lt;/sup&amp;gt; Er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, der vorbeikam. Da fing er an zu schreien: »Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« &amp;lt;sup&amp;gt;48&amp;lt;/sup&amp;gt; Von allen Seiten fuhr man ihn an, er solle still sein. Doch er schrie nur umso lauter: »Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« &amp;lt;sup&amp;gt;49&amp;lt;/sup&amp;gt; Und Jesus blieb stehen [übrigens m. E. eine der schönsten Stellen in der Bibel: Und Jesus blieb stehen! Er bleibt auch vor dir stehen, wenn du von Herzen zu ihm rufst!] und sagte: »Ruft ihn her!« Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: »Hab nur Mut! Steh auf, er ruft dich!« &amp;lt;sup&amp;gt;50&amp;lt;/sup&amp;gt; Da warf der Mann seinen Mantel ab, sprang auf und kam zu Jesus. &amp;lt;sup&amp;gt;51&amp;lt;/sup&amp;gt; »Was möchtest du von mir?«, fragte Jesus. »Rabbuni«, antwortete der Blinde, »ich möchte sehen können!« &amp;lt;sup&amp;gt;52&amp;lt;/sup&amp;gt; Da sagte Jesus zu ihm: »Geh nur! Dein Glaube hat dir geholfen.« Im selben Augenblick konnte der Mann sehen. Nun schloss er sich Jesus an und folgte ihm auf seinem Weg.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,46-52 Mk 10,46-52])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3. Beispiel: Charles H. Spurgeon =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ließ [[Charles Haddon Spurgeon|Charles H. Spurgeon]] in einen Schneesturm geraten um das wirkliche, ewige Leben zu finden, indem er in seiner Not vertrauensvoll auf Jesus blickte, denn das Vertrauen zu Jesus, der Glaube an ihn muss sich nicht immer in gesprochenen Worten ausdrücken, da Gott stets die Herzen ansieht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Samuel16,7 1.Samuel 16,7]&amp;lt;/ref&amp;gt;, reicht es aus, wenn (auch ohne Worte) unsere Herzenseinstellung die richtige ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 4. Beispiel: Ian McCormack =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres aktuelles Beispiel aus unserer heutigen Zeit, wie ein Mensch durch Jesus umgewandelt wurde, ist der [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Bericht Ian McCormacks]], der nach Stichen von mehreren hochgiftigen Quallen starb und in höchster Not zu Gott rief, worauf ihm dann Jesus begegnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Endziel der Umwandlung des Menschen, seiner Metamorphose&amp;lt;ref&amp;gt;oder Umgestaltung, siehe dazu: [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Römer12,2 Römer 12,2] (Interlinear: [https://biblehub.com/interlinear/romans/12-2.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Romans 12:2]); [https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Korinther3,18 2. Korinther 3,18] (Interlinear: [https://biblehub.com/interlinear/2_corinthians/3-18.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; 2 Corinthians 3:18]) =&amp;gt; die Umwandlung/Umgestaltung einer Raupe in einen Schmetterling ist dafür ein schönes Bild aus der Natur&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nicht seine bloße Rettung in das Ewige Leben hinein, sondern den Riß, der durch den Sündenfall&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3 1.Mose 3]&amp;lt;/ref&amp;gt;, der durch das Mißtrauen und die daraus folgende Entfremdung und Feindschaft zwischen Gott und Mensch entstanden ist&amp;lt;ref&amp;gt;die Schlange, ein Symbol für den Widersacher Gottes, den Teufel, der auch Satan genannt wird, untergräbt systematisch das Vertrauen in die Güte und Liebe Gottes, indem sie Zweifel sät und mit falschen Unterstellungen und Verdächtigungen arbeitet, so dass sich seither der Mensch vor der suchenden Liebe Gottes versteckt: Auf die Frage Gottes: „Wo bist du?“ antwortet der Mensch mit Furcht und Verstecken: [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3,8-10 1.Mose 3,8-10]&amp;lt;/ref&amp;gt;, grundsätzlich und umfassend zu heilen, so dass der Mensch in die ewige Liebesbeziehung zu Gott, aus der er ursprünglich entstammt, zurück findet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rembrandt Der verlorene Sohn.jpg|mini|200px|Rembrandts [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_R%C3%BCckkehr_des_verlorenen_Sohnes_(Rembrandt) »Die Rückkehr des verlorenen Sohnes«] (ca. 1669), das sein Vermächtnis darstellt&amp;lt;ref&amp;gt;Rembrandt malte dieses Bild am Ende seines Lebens und legte all sein Einfühlungs- und Mitleidsvermögen, sein ganzes Herz, in dieses Bild hinein, da sein Leben von schweren Schicksalsschlägen geprägt war: [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_J._M._Nouwen Henri Nouwen]: „Nachdem er 1635 seinen Sohn Rumbartus, 1638 seine erste Tochter Cornelia und 1640 seine zweite Tochter gleichen Namens verloren hatte, starb 1642 seine Frau Saskia, die er sehr liebte und bewunderte. Rembrandt blieb mit seinem neun Monate alten Sohn Titus zurück. Auch nach dem Tod Saskias war das Leben Rembrandts von zahllosen Sorgen und Problemen gezeichnet. Nach einer sehr unglücklichen Beziehung zur Amme von Titus, Geertje Dirckx, die mit Prozessen und der Einweisung Geertjes in eine Irrenanstalt endete, folgte eine festere Verbindung mit Hendrickje Stoffels. Sie gebar ihm einen Sohn, der 1652 starb, und eine Tochter, Cornelia, die ihn als einziges seiner Kinder überleben sollte. Während dieser Jahre ging Rembrandts Popularität als Maler stark zurück, auch wenn einige Sammler und Kritiker ihn weiterhin als einen der größten Maler seiner Zeit schätzten. Seine finanziellen Probleme wurden so erdrückend, daß Rembrandt 1656 für zahlungsunfähig erklärt wurde und um das Recht ersuchte, seinen ganzen Besitz und alle Einnahmen zugunsten seiner Gläubiger zu überschreiben, um den Konkurs zu vermeiden. Sein ganzes Hab und Gut, seine eigenen Bilder und die anderer Maler in seinem Besitz, seine große Sammlung von Kunstgegenständen, sein Haus in Amsterdam und seine Möbel wurden auf drei Versteigerungen 1657 und 1658 veräußert. [...] Im Jahre 1663 starb Hendrickje und fünf Jahre später erlebte Rembrandt nicht nur die Heirat, sondern auch den Tod seines geliebten Sohnes Titus.“ Nimm sein Bild in dein Herz: Geistliche Deutung eines Gemäldes von Rembrandt. 17. Auflage. Herder, Freiburg 1991, ISBN 978-3-451-22404-1, Erstes Kapitel: Rembrandt und der jüngere Sohn, S. 46+47&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Liebe ist der Sinn des Menschenlebens; sie ist keine »Tugend«, sondern Ergriffensein. &lt;br /&gt;
Die Liebe ist die Summe aller göttlichen Forderungen, das vornehmste Gebot ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,37-40 Matth. 22,37-40]). Diese Forderung tritt nicht erst von außen an den Menschen heran. Sie ist in seinem Wesen begründet. Der Mensch ist seiner Herkunft nach gottähnlich. Gott ist Liebe. Daher kommt es dem Menschen zu, zu lieben: das ist die Bestimmung, der Sinn und Zweck, der einzig in Betracht kommende Inhalt seines Lebens. - Das Neue Testament versteht unter Liebe nicht eine »Tugend«, also etwas Angelerntes, etwas, wozu man sich erziehen, was man sich durch Vorhalten eines Gesetzes oder Ideals abnötigen kann. Sondern Liebe ist etwas Urgewaltiges, ein mächtiges Ergriffensein aller Tiefen des Gemüts, ein Mitschwingen aller Seelenkräfte. Liebe ist nicht eine Angelegenheit blasser Gedanken, sie ist die Sprache des Blutes, sie kommt aus heißem Herzen, sie beherrscht den Pulsschlag des Menschen. Das ist die einfache Bedeutung des alten Wortes: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften.«&lt;br /&gt;
Nur der Schöpfer, und was von ihm kommt, ist würdig der menschlichen Liebe. &lt;br /&gt;
Weil der Mensch zum Lieben erschaffen ist, kann er nicht anders als lieben. Durch den Riß, der in sein Wesen gekommen ist, ist er aber der echten, ihn über ihn selbst hinaushebenden Liebe nicht mehr fähig; seine Liebe ist meist eine verirrte, gebundene. Er vergeudet seine edelsten Kräfte an Dinge, die dessen nicht würdig sind. Johannes, der Apostel der Liebe, wirft sich mit der ganzen Wucht seiner Sendung zwischen den Menschen und das, was tief unter seiner Bestimmung liegt: »Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh2,15 1. Joh. 2,15]). Welt heißt hier alles gottferne Tun und Treiben der Menschen; »was in der Welt ist«, bezeichnet jedes Ding, sofern es keinen Zusammenhang mit Gott hat; jedes Geschöpf, sofern es vom Schöpfer gelöst ist. Auch das alles kann ja mächtige Antriebe im Menschenleben hervorrufen, kann das Blut in Wallung bringen, kann ein gewaltiges Spiel der Kräfte bewirken. Aber es ist doch alles zu gering, um ein Menschenleben auszufüllen. Der Adler kann im Käfig von zwanzig Meter Ausmaß auch fliegen, aber das ist kein Adlerflug. Der Mensch kann im Bannkreis des Gottfernen sich auch leidenschaftlich regen, unter allerlei Opfern und Hingabe ringen und schaffen - er bleibt damit in einem Umkreis, der ihm zu eng ist. Seine besten, edelsten Kräfte kann er hier nicht entfalten. Wahrhaft menschliche Ausmaße kommen erst ins Menschenleben, wenn es von der Liebe zum Schöpfer selbst ergriffen ist: du sollst lieben Gott, deinen Herrn. &lt;br /&gt;
Liebe entsteht durch Begegnung. &lt;br /&gt;
Es kann nicht oft genug gesagt werden, daß das Neue Testament unter der Liebe zu Gott nicht ein blutleeres, gedankenhaftes, gezwungenes Streben versteht, sondern eine heilige Leidenschaft, einen Sturm und Drang ohnegleichen und doch auch tiefste Ruhe, völliges Stillesein, die ganz gelassene Heiterkeit dessen, dem nichts mehr zu wünschen übrigbleibt. Diese Liebe entsteht wie alle Liebe nur durch eine Begegnung. Ebensowenig wie man einen bloß gedachten Menschen lieben kann, kann man durch religiöse Vorstellungen zur Liebe Gottes gelangen. »Darin besteht die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh4,10 1. Joh. 4,10]). In der Person des Sohnes, den er sendet, begegnet der Allmächtige dem Menschen, und unter dieser Begegnung springt der Funke über, entzündet sich das heilige Feuer, sprudelt es auf aus verborgenen Tiefen. Die Liebe entsteht durch Begegnung; sie besteht durch dauernde Berührung; sie kann nicht fern sein; sie ist ihrem Wesen nach Gemeinschaft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Liebe zu Gott, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 154-156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun einmal Liebe zu Gott in unserem Herzen entstanden ist, dann ist das ein untrügliches Zeichen für die Unsterblichkeit, für die Verheißung des ewigen Lebens, wie es [[Einfluß_von_Jesus_Christus_auf_die_Weltgeschichte#Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski|Dostojewski]] erkannte und Stepan Trophimowitsch im Angesicht seines nahen Todes sagen lässt: „Meine Unsterblichkeit ist schon deswegen notwendig, weil Gott doch nicht das Unrecht wird begehen wollen, das Feuer der Liebe, das einmal in meinem Herzen zu Ihm entbrannt ist, ganz auszulöschen. Was aber ist teurer als Liebe? Die Liebe steht höher als das Sein, die Liebe ist die Krone des Seins, wie sollte da das Leben ihr nicht untertan sein? Wenn ich Ihn jetzt lieben gelernt habe, und diese meine Liebe mir eine Freude ist – wie wäre es dann möglich, daß Er mich und meine Freude wieder auslöschte und uns in Nichts verwandelte? Wenn es einen Gott gibt, so bin auch ich unsterblich!“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gutenberg.org/ebooks/61906.html.images &#039;&#039;The Project Gutenberg&#039;&#039; eBook of Sämtliche Werke 5-6: Die Dämonen] Fjodor Michailowitsch Dostojewski: Sämtliche Werke, Unter Mitarbeiterschaft von Dmitri Mereschkowski, herausgegeben von Moeller van den Bruck, Übertragen von E. K. Rahsin, Erste Abteilung: Fünfter und sechster Band, F. M. Dostojewski, Die Dämonen, R. Piper &amp;amp; Co. Verlag, München, 1921, [https://gutenberg.org/cache/epub/61906/pg61906-images.html#page-995 Zweiundzwanzigstes Kapitel. Stepan Trophimowitschs letzte Reise III., 1048]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus unterstrich diese zentrale Stellung der Liebe in unnachahmlichen Sätzen:&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke. &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – wenn ich alle diese Gaben besitze, aber keine Liebe habe, bin ich nichts. &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts. [...] &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NG%C3%9C/1.Kor13,1-3 1. Kor 13,1-3] und [https://www.bibleserver.com/text/NG%C3%9C/1Kor13,13 1. Kor 13,13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil es also im Letzten um die Wiederherstellung der zerbrochenen Liebesbeziehung zwischen Gott, dem Schöpfer und seinem Geschöpf geht, für das die Versöhnung zwischen einem verlorenen Sohn und seinem Vater ein wunderbares Bild ist, das Jesus einmal mit dem herrlichen Gleichnis vom verlorenen Sohn in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk15,11-32 Lk 15,11-32] illustriert hat&amp;lt;ref&amp;gt;... und das [https://de.wikipedia.org/wiki/Rembrandt_van_Rijn Rembrandt] meisterlich verbildlicht hat: [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Rückkehr_des_verlorenen_Sohnes_(Rembrandt) Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Rembrandt)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, schließt sich hier der Kreis: weil es um die Liebe geht, die Kinder instinktiv richtig fühlen und wenn sie geliebt werden einfach zurück lieben, ist das Reich Gottes, dessen Grundfesten aus Liebe bestehen, für sie unmittelbar nachvollziehbar und so tun sie sich leichter damit, als wir Erwachsenen, dies zu glauben und zu leben - und so auch das ewige Leben in Gottes Gemeinschaft zu erlangen: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annehmen wird wie ein Kind, wird nicht hineinkommen.“ [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk18,15–17 Lk 18,15–17] (analog dazu: [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mt19,13–15 Mt 19,13–15] und [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mk10,13–16 Mk 10,13–16]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel: Kampfsportler erlebt Gottes Liebe ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=9P-7lkdzQ98 &#039;&#039;YouTube - ERF Mensch Gott&#039;&#039;: Ein Professor verpfuscht die Hüft-Operation eines Kampfsportlers, was seine Karriere zerstört: der will ihn daraufhin umbringen, bis er Gottes Liebe erlebt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Wenn du noch Fragen hast, darfst du mir gerne schreiben: [mailto:adelphos@web.de adelphos@web.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fussnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
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		<title>Wie erlange ich das ewige Leben?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Wie_erlange_ich_das_ewige_Leben%3F&amp;diff=239"/>
		<updated>2026-04-02T15:03:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Liebe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Frage aller Fragen ist doch: gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es die Möglichkeit weiter zu leben? Oder falle ich mit dem Tod ins Nichts? Und wenn es nach dem Tod weiter geht und es ein ewiges Leben gibt: wie kann ich es erlangen, wie kann ich da hinein kommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht stellst du dir gerade diese Fragen - und wenn nicht, könnte es trotzdem jetzt mal ein guter Zeitpunkt sein, sich darüber ernsthafte Gedanken zu machen. ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt, dass das Thema des ewigen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Auch das [[Apostolisches_Glaubensbekenntnis#Apostolisches_Glaubensbekenntnis|apostolische Glaubensbekenntnis]] weist in seiner letzten Zeile, sozusagen als Zielpunkt, als krönenden Schluss auf das ewige Leben hin&amp;lt;/ref&amp;gt;, das uns durch Jesus ermöglicht wird, eines der schwierigsten ist, wie schon [https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] gesagt hat: „Von dem, was wir hierzu sagen, gilt das Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustins]: »Wir sprechen darüber, nicht weil wir es sagen könnten, sondern weil darüber nicht geschwiegen werden darf.«“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 150&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig ist es paradoxerweise so einfach, dass es von einem Kind erfasst werden kann, siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Markus10,13-16 Markus 10,13-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unser Leben ist begrenzt durch den Tod ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist jetzt sicherlich keine Neuigkeit für dich, klar, das dürfte eigentlich jedem klar sein, dass wir endliche, sterbliche Wesen sind, dass also alle Freuden und Annehmlichkeiten dieses Lebens - mögen sie auch noch so groß und herrlich sein - zeitlich auf die paar Jahrzehnte begrenzt sind, die es unser sterblicher Körper uns ermöglicht zu leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Es scheint schwierig zu sein über die Schallmauer von 120 Jahren deutlich hinauszukommen, siehe: [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_%C3%A4ltesten_Menschen Liste der ältesten Menschen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unendlichkeit, ewiges Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Olivenbaum k.png|mini|200px|Olivenbaum in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kidrontal Kidrontal] mit einem Alter von über 1.000 Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das nicht glaubst, dass sich jeder Mensch nach ewigem Leben sehnt (ok, fast jeder, es mag wenige Ausnahmen geben, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass gerade du dazu gehörst ;-)), dann schau dir mal die Umsätze der Kosmetikbranche&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/themen/25/kosmetik/ &#039;&#039;statista:&#039;&#039; Umsätze in der Kosmetik]&amp;lt;/ref&amp;gt; an, oder die gewaltigen Anstrengungen, die gemacht werden um die lebensverlängernde Medizin voranzutreiben (z.B. unterstützt auch die größte Stiftung der Welt, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_&amp;amp;_Melinda_Gates_Foundation Bill und Melinda Gates Stiftung], weltweite medizinische Projekte). Ich bin mir sicher, wenn es eines Tages gelingen sollte, das Genreparatursystem und die Proteinstabilität medikamentös so sehr zu verbessern&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. lebt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nacktmull#Lebenserwartung Nacktmull] um ein vielfaches länger als alle anderen ähnlichen Nagetiere, weil er offensichtlich ein besseres Genreparatursystem und und eine bessere Proteinstabilität besitzt als diese. Forschern ist es bereits gelungen bei Mäusen den Alterungsprozess medikamentös zu bremsen, siehe dazu: &#039;&#039;inFranken.de: [https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/forscher-bremsen-alterungsprozess-neue-therapie-pille-bremst-das-altern;art154607,3963998 &#039;&#039;Neue Therapie: Forscher bremsen Alterungsprozess aus - Pille verzögert das Altern nachweislich]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass es möglich wäre, [https://de.wikipedia.org/wiki/Methuselah z.B. so alt wie ein Baum zu werden], also über 1.000 Jahre alt&amp;lt;ref&amp;gt;Z.B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum Olivenbäume] können sehr alt werden: Als wir 2005 in Israel waren, hatte ich diese Olivenbäume fotografiert. Sie stehen im Kidrontal und sind über 1.000 Jahre alt, sie standen also möglicherweise schon als Jesus hier mit seinen Jüngern durchzog um zum Ölberg und damit nach Gethsemane zu gelangen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,26-32 Mk 14,26-32]). Über die Menschen zu Zeiten [https://de.wikipedia.org/wiki/Noah Noahs] wird in der Bibel berichtet ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose5 1. Mose 5]), dass sie ein Alter von bis zu 1.000 Jahren erreichen konnten. Wenn man von einer genetischen Degeneration ausgeht (z. B. verursacht durch erhöhte Weltaumstrahlung), könnte dies möglich sein, denn wenn sich die menschlichen Zellen immer wieder erneuern (wie die pflanzlichen) und also nicht altern würden, [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung#Lebenserwartung_anderer_Lebewesen könnten solche Alter erreicht werden]. Es gibt z. B. Neptungras, das bis zu 80.000 Jahre alt wurde, siehe: [https://sciencev2.orf.at/stories/1694444/index.html &#039;&#039;ScienceORF.at:&#039;&#039; Seegras: Das älteste Lebewesen der Welt?]. Das älteste Wirbeltier der Welt kann bis zu 500 Jahre alt werden und ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Grönlandhai Grönlandhai], siehe zur Datierung: [https://www.science.org/doi/10.1126/science.aaf1703 &#039;&#039;Science.org&#039;&#039;: Eye lens radiocarbon reveals centuries of longevity in the Greenland shark (Somniosus microcephalus)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dann würde sich der Hersteller des Genstabilisierungsmedikaments vor Aufträgen kaum noch retten können.&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das zeigt die unbändige Sehnsucht nach Leben, nach möglichst langem Leben, am besten nach ewigem, unendlichem Leben in uns allen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unendlichkeit Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unendlichkeit können wir nicht ohne den unendlichen Gott erreichen, denn auch mit diesem Genstabilisierungsmedikament müssten wir doch irgendwann sterben, so wie auch Bäume nicht unendlich alt werden können. Nur durch Gott, den  Lebenserschaffer und - erhalter können wir ewiges Leben erreichen. Wenn du Zweifel hast, ob er überhaupt existiert und dieses Universum und damit auch uns geschaffen hat, dann empfehle ich dir, vor der weiteren Lektüre dieses Artikels, dich zuerst mit den [[Existiert_Gott%3F|Argumenten für seine Existenz]] zu befassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch menschliche Anstrengungen ist es unmöglich den alles besiegenden Tod zu besiegen. Welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_medizinischer_Fortschritte Fortschritte die Medizin in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten] auch gemacht hatte, so ist es ihr doch unmöglich ewiges, unendliches Leben zu ermöglichen. Gott zeigte letztlich seine Macht über den Tod, indem er [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu|Jesus von den Toten auferweckte]], so dass offensichtlich wurde, dass er tatsächlich imstande ist, den Tod zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auferstehungskraft Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann ich nun in die, den Tod überwindende, Auferstehungskraft Gottes hinein genommen werden, so dass ich ewiges Leben erlangen kann? Wie kann ich Gottes ewiges Leben erlangen? Das ist die alles entscheidende Frage auf die die Bibel eine Antwort gibt, denn leider gibt es, laut Bibel, auch das ewige Fernsein von Gott, den Zustand der endgültigen Trennung von ihm und damit vom ewigen Leben, das sie Hölle nennt. Ich wünsche mir, wie du wahrscheinlich auch, es wäre ein Automatismus vorhanden, so dass niemand, kein Mensch, jemals diese furchtbar schreckliche Trennung erleiden müsste - selbst meinem schlimmsten Feind wünsche ich dies nicht. Aber es ist wie beim Bergsteigen, oder Fallschirmspringen: ich wünsche mir auch, dass niemals Bergsteiger oder Fallschirmspringer abstürzen. Aber die traurige Tatsache ist doch, dass in jedem Jahr in diesen Sportarten tödliche Unfälle geschehen, so dass selbst geübte Sportler abstürzen und sterben (siehe z. B. diese Statistiken&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. [https://www.dfv.aero/Sicherheit++Technik/Unfallberichte Unfälle beim Fallschirmspringen] oder [https://www.himalaya-info.org/tragische_ereignisse.htm Unfälle an den 8000ern, Tragische Ereignise am Himalaya]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Es gibt also entscheidende Situationen im Leben, in denen unsere Wünsche irrelevant sind: So sehr wir uns diesen Automatismus des ewigen Lebens auch wünschen mögen, Jesus teilte seinen Jüngern die erschreckende Tatsache mit, dass es eine Scheidung&amp;lt;ref&amp;gt;Diesbezüglich ist z. B. auch die Novelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis], [https://en.wikipedia.org/wiki/The_Great_Divorce Die große Scheidung / the great divorce] interessant&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen ewigem Leben und der ewigen Trennung vom Leben geben wird:&lt;br /&gt;
„Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: &#039;Sage uns, was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?&#039; Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: [...] &#039;Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an! [...]&lt;br /&gt;
Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! [...]&lt;br /&gt;
... diese [die Ungerechten nach dem jüngsten Gericht] werden hingehen zur ewigen&amp;lt;ref name=&amp;quot;ES&amp;quot;&amp;gt;Siehe zu &amp;quot;ewiger Strafe&amp;quot;, &amp;quot;ewiges Leben&amp;quot;: griech. aionios steht hier jeweils für &amp;quot;ewig&amp;quot; und es kann lt.: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament [ThBeLxNT], herausgegeben von Lothar Coenen, Erich Beyreuter und Hans Bietenhard, R. Brockhaus Verlag, 1. Sonderausgabe 1993, 9. Auflage der Gesamtauflage, Artikel &amp;quot;aion&amp;quot;, S. 1457 &amp;quot;Äon, Lebenszeit, Weltzeit, lange Zeit, Ewigkeit&amp;quot; bedeuten. Walter Bauer schreibt in seinem Wörterbuch zum Neuen Testament [BAUER], durchgesehener Nachdruck der fünften verbesserten und stark vermehrten Auflage, 1963, Begriff, aion noch klarer: &amp;quot;aion, onos, ho (seit Homer, auch Herm. Schr. Inschr. Pap. LXX. Hen. Philo. Joseph. Test. 12 Patr. Or. Sib.) d. Zeit - 1. lange Zeit, Ewigkeit - a. v. d. vergangenen Zeit, d. Verhangenheit, d. graue Vorzeit, die sich in der Endlosigkeit, in der Ewigkeit verlieren kann. [...] - b. v. d. zukünftigen Zeit, die, wenn sie kein Ende hat, gleichfalls den Begriff der Ewigkeit (so seit Pla. den Griechen geläufig) gewinnt;&amp;quot; Da es jedoch in beiden Wendungen (&amp;quot;ewige Strafe&amp;quot; und &amp;quot;ewiges Leben&amp;quot;) hier vorkommt, ist es m. E. nicht legitim zu behaupten: das Leben ist tatsächlich ewig, die Strafe jedoch nur zeitlich, so wie es manche tun um das Schreckliche einer ewigen Verlorenheit abzumildern.&amp;lt;/ref&amp;gt; Strafe&amp;lt;ref&amp;gt;Was bedeutet das griech. Wort für Strafe? Hier eine ausführliche Analyse: [https://biblehub.com/greek/2851.htm Strong&#039;s Konkordanz kolasis: Korrektur] &lt;br /&gt;
Originalwort: κόλασις, εως, ἡ&lt;br /&gt;
Wortart: Substantiv, Femininum&lt;br /&gt;
Transliteration: kolasis&lt;br /&gt;
Phonetische Schreibweise: (kol&#039;-as-is)&lt;br /&gt;
Definition: Korrektur&lt;br /&gt;
Verwendung: Züchtigung, Bestrafung, Quälerei, vielleicht mit der Vorstellung von Entbehrung.&lt;br /&gt;
HELPS Wort-Studien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cognate: 2851 kólasis (von kolaphos, &amp;quot;ein Stoß, ein Schlag&amp;quot;) - richtig, Bestrafung, die dem Bestraften &amp;quot;passt&amp;quot; (R. Trench); Qual, in der Furcht vor dem bevorstehenden Gericht zu leben, weil man sich seiner Pflicht entzogen hat (vgl. WS in 1 Joh 4,18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommene Liebe vertreibt die quälende Furcht (2851 /kólasis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Joh 4,17.18: &amp;quot;17Dadurch wird die Liebe bei uns vollendet, damit wir am Tag des Gerichts beständig Zuversicht haben; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 18In der Liebe ist keine Furcht; die vollkommene Liebe aber vertreibt die Furcht, denn die Furcht bringt Strafe [2851 /kólasis, &amp;quot;Qual&amp;quot;] mit sich, und wer sich fürchtet, ist nicht vollkommen in der Liebe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
NAS Ausführliche Konkordanz&lt;br /&gt;
Wortherkunft&lt;br /&gt;
von kolazó&lt;br /&gt;
Definition&lt;br /&gt;
Korrektur&lt;br /&gt;
NASB-Übersetzung&lt;br /&gt;
Bestrafung (2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thayer&#039;s Griechisches Lexikon&lt;br /&gt;
STRONGS NT 2851: κόλασις&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
κόλασις, κολάσεως, ἡ (κολάζω), Zurechtweisung, Bestrafung, Strafe: Matthäus 25,46; κόλασιν ἔχει, bringt den Gedanken der Strafe mit sich oder ist mit ihm verbunden, 1 Joh 4,18. (Hesekiel 14:3f, usw.; 2 Makk. 4:38; 4 Makk. 8:8; Wis. 11:14 Wis. 16:24, etc.; Platon, Aristoteles, Diodorus 1, 77 (9); 4, 44 (3); Aelian v. h. 7, 15; andere.) [SYNONYMS: κόλασις, τιμωρία: die bemerkenswerte Definition des Aristoteles, die κόλασις von τιμωρία als das unterscheidet, was (disziplinarisch ist und) sich auf denjenigen bezieht, der leidet, während letzteres (strafend ist und) sich auf die Befriedigung desjenigen bezieht, der zufügt, findet sich in seinem Rhet. 1, 10, 17; vgl. Cope, Introduction to Aristotle, Rhet., S. 232. Ähnlich argumentiert auch Platon, Protag. 324 a. und folgende, auch deff. 416. Aber wie in anderen Fällen erkennt der Gebrauch (besonders der spätere) die Unterscheidung nicht immer an; siehe z. B. Philo de legat. ad Gaium § 1 am Ende; Fragment ex Eusebius prepos. evang. 8, 13 (Mang. 2:641); de vita Moys. 1:16 am Ende; Plato de sera num. vind. §§ 9, 11, etc. Plutarch (ebd. § 25 am Ende) verwendet κολάζομαι für diejenigen, die die Strafen der anderen Welt erleiden (vgl. Justin Martyr, Apologie 1, 8; Clemens von Rom, 2 Kor. 6, 7 [ET]; Justin Martyr, Apologie 1, 43; 2, 8; Test xii. Patr., Test. Reub. 5; test. Levi 4, etc.; Martyr. Polykarp, 2, 3 [ET]; 11, 2 [ET]; Ignatius ad Rom. 5, 3 [ET]; Martyr Ignatius vat. 5 usw.). Siehe Trench, Synonyms, § vii; McClellan, New Testament, Bd. i., Randverweise zu Matt. wie oben; Bartlett, Life and Death Eternal. Anm. G.; C. F. Hudson, Debt and Grace, S. 188ff; Schmidt, Kap. 167, 2f.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strong&#039;s Exhaustive Concordance&lt;br /&gt;
Strafe, Pein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von kolazo; Strafverhängung - Bestrafung, Qual.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Gerechten aber in das ewige Leben&amp;lt;ref name=&amp;quot;ES&amp;quot;/&amp;gt;.&#039;“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt24,3-4 Mt 24,3-4] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,33-34 Mt 25,33-34] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,41 Mt 25,41] + [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt25,46 Mt 25,46])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; D.h. es gibt also ein ewiges Leben, aber leider auch ein ewiges Verderben - und Jesus, als der Sohn Gottes, ist die einzige Autorität, die auf diesem Gebiet wirklich Bescheid weiß, denn er ist der Einzige, der bereits selbst in der ewigen jenseitigen Welt war und dort alles selbst miterlebt hat&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt“ sagt Jesus dazu in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,23 Joh 8,23]&amp;lt;/ref&amp;gt; und deshalb genau weiß wovon er spricht - das im Gegensatz zu vielen anderen Propheten und Religionsstiftern. Wenn du Zweifel daran hast, ob Jesus wirklich in eine andere Kategorie gehört, wie alle anderen Religionsstifter, dann empfehle ich dir, dich zunächst mit [[Hat Jesus tatsächlich behauptet Gott zu sein%3F|seinem Anspruch Gott zu sein]] und [[Einfluß von Jesus Christus auf die Weltgeschichte|seinem Einfluss auf die Weltgeschichte zu befassen]], der deutlich größer war, als bei jedem anderen Religionsstifter und das sein Gottsein unterstreicht: denn niemand sonst ist es bislang gelungen einen Großteil der Menschheit davon zu überzeugen, dass er Gott in menschlicher Gestalt sei, denn die meisten Religionsstifter haben es erst gar nicht gewagt den Anspruch Gott zu sein zu erheben, geschweige denn versucht die Menschen davon zu überzeugen. Von den Weltreligionsbegründern hat das niemand getan und so hat z. B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Buddha Buddha] nie behauptet, Gott zu sein; [https://de.wikipedia.org/wiki/Mose Mose] hat niemals gesagt, er sei [https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH Jahwe]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] identifizierte sich nicht mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] und nirgends ist etwas darüber zu finden, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Zarathustra Zarathustra] behauptete, [https://de.wikipedia.org/wiki/Ahura_Mazda Ahura Mazda] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun das Problem, dass uns die ungetrübte Beziehung zu Gott verloren gegangen ist, dass wir Gott normalerweise nicht erleben, dass wir getrennt von ihm sind? Die Bibel nennt diesen Zustand der Trennung von Gott: Sünde. Was genau ist nun diese Sünde?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;&#039;Sünde&#039;&#039;&#039; Um einer klaren Erfassung des Begriffs willen ist eine sachliche Trennung zwischen AT und NT nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I) Altes Testament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A) &#039;&#039;Sprachlicher Befund&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hebräische hat eine Reihe von Wörtern, die im Deutschen mit Sünde bzw. sündigen wiedergegeben werden. Die wichtigsten Wurzeln sind neben vielen anderen folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) &#039;&#039;chatha&#039;&#039; [חַטָּאָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/2403.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 2403. chatta&#039;ah]&amp;lt;/ref&amp;gt;]und seine Ableitungen deuten eine Bewegung in der falschen Richtung bzw. die »Verfehlung« des richtigen Zieles an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) &#039;&#039;pascha&#039;&#039; [פָּשַׁע&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/6586.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 6586. pasha]&amp;lt;/ref&amp;gt;] als Tätigkeitswort und das zugehörige Hauptwort drücken »Auflehnung« aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) &#039;&#039;awah&#039;&#039; [עָוָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/5753.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 5753. avah]&amp;lt;/ref&amp;gt;] heißt zuerst »krümmen«. Das davon abgeleitete Hauptwort awon [עָוֹן&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/5771.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 5771. avon]&amp;lt;/ref&amp;gt;]nimmt den Gedanken der »Schuld« mit in den Begriff der Sünde hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) &#039;&#039;schagah&#039;&#039; [שָׁגָה&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/hebrew/7686.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 7686. shagah]&amp;lt;/ref&amp;gt;] und das Hauptwort schegagah drücken das im menschlichen Sein begründete Irren, das »Abirren« aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II) Neues Testament&lt;br /&gt;
Das AT deckt zwar die Not der Sünde und des Sünders in der ganzen Tiefe auf, aber nur das NT redet über die Sünde von ihrer Überwindung in Jesus Christus her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A) &#039;&#039;Sprachlicher Befund&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT kennt wie das AT mehrere Wörter für Sünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Griech. hamartano [ἁμαρτάνω&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/264.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 264. hamartanó]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bzw. hamartia [ἁμαρτία&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/266.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 266. hamartia]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet »nicht treffen«, »verfehlen« bzw. »Verfehlung«. Hamartia wird im NT am häufigsten gebraucht und bedeutet nicht nur die Verfehlung gegen Gott, sondern betont zugleich die Schuld. Dabei können die sündigen Taten (z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg2,38 Apg 2,38]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg3,19 3,19]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr1,3 Hebr 1,3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr2,17 2,17]), die sündhafte Wesensbestimmtheit der ganzen Menschheit ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh9,41 Joh 9,41]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh1,8 1. Joh 1,8]) und die personhafte Macht der Sünde ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm5,12 Röm 5,12]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,22 Gal 3,22]; überhaupt [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm5-7 Röm 5-7]) gemeint sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Selten kommt das Wort hamartäma vor, das lediglich die sündige Tat bezeichnet. Parakoä [παρακοή&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblehub.com/greek/3876.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 3876. parakoé]&amp;lt;/ref&amp;gt;] meint Ungehorsam, anomia [ἀνομία&amp;lt;ref&amp;gt;https://biblehub.com/greek/458.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: 458. anomia&amp;lt;/ref&amp;gt;] Gesetzlosigkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon zur Bibel, Sünde, Herausgegeben von Fritz Rienecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel, 2013, SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, 58452 Witten, ISBN 978-3-417-26550-7, S. 1118+1119&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] beschreibt das Wesen der Sünde: „Wie das Wort Schuld, so wird auch der Ausdruck Sünde zweifach gebraucht: in der Einzahl und in der Mehrzahl. Unter den Sünden eines Menschen sind seine einzelnen Verirrungen zu verstehen, die besonderen einzelnen Fälle, wo er das göttliche Recht krümmte, sich aus Gottes Nähe entfernte. Unter der Sünde des Menschen ist zu verstehen sein gesamter gottferner Zustand, die Verkehrtheit seiner Willensrichtung, sein Verirrtsein, seine verkrümmte Haltung, sein ganzer Bankrott an Kraft zum Guten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt; „Paulus sagt einmal: »Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde« ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Röm.14,23 Röm. 14,23]). Glauben heißt festhalten an der Zugehörigkeit zu Gott, den Vater persönlich fassen und ihn nicht lassen. Die Sünde fing damit an, daß der Mensch nicht festhielt, daß er die Hand seines Schöpfers losließ. Er tat das nicht von ungefähr; er hatte es sich einflüstern lassen, daß er es viel besser haben würde, wenn er selbständig sei, sein eigener Herr. Das Loslassen von Gott (der Unglaube) kommt daher, daß der Mensch die Hoheit Gottes feindselig ablehnt; er will die göttliche Führung nicht mehr. So sah die Sünde am Anfang aus, und so sieht sie immer aus. Sie ist immer Feindschaft, Empörertum, Argwohn. — Indem sich der Mensch von Gottes Leitung löst, hat er nicht gleich den Vorsatz, schlecht zu sein. Im Gegenteil: er will sein wie Gott. Er will durchaus nicht alles wahllos tun, was ihm etwa einfällt. Er will ernstlich unterscheiden zwischen gut und böse, aber er will es selbst tun. Er will gut sein, aber auf eigene Faust. Das Ziel, das der gottferne Mensch sich bewußtermaßen setzt, ist niemals das Laster, sondern irgendwie immer die Tugend; nicht die Schande, sondern die Herrlichkeit - aber er will immer die Selbstherrlichkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 213&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der Mensch trennt sich von Gott, um herrlich zu sein. Er ist wie im Fieber vor Verlangen nach Ehre, nach Größe, nach Steigerung seiner Kräfte. Und doch geht durch sein Dasein bei allem äußeren Aufstieg eine deutliche Linie des Verfalls. In einem gottfernen Leben ist der Mensch seit seiner Kindheit in allem Wesentlichen nicht fortgeschritten; das Beste, was ihm gegeben war, hat er verloren ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt18,3 Matth. 18,3]). Der Sohn, je länger er vom Haus weg ist, vergeudet immer mehr von seinem Erbe; und jedes Mal, wenn es wieder recht herrlich zugeht und der Aufwand, den er macht, bewundert wird, ist wieder ein großes Stück Kapital draufgegangen ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Luk15 Luk. 15])“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 214-215&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der gottferne Mensch findet nicht mehr zu seinem Bruder. Er hat den Blick für dessen Würde verloren. Er sieht im Mitmenschen einen Fußschemel seiner Größe, einen Spielball seiner Launen, den Sklaven seiner Wohlfahrt, das Objekt seiner Tätigkeit. Und will der Mitmensch das nicht sein, so rechnet er ihm das als unverzeihliches Verbrechen an, das mit allen Gewaltmitteln zu bekämpfen, oder, wo die Macht fehlt, mit Verachtung zu strafen ist ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Matth.20,25 Matth. 20,25], Urtext: hinabherrschen, mit Gewalt unterdrücken). So steht jeder zum andern.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 215&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nicht der größere Ernst innerhalb des Rahmens der überlieferten Religion, nicht die Vermehrung ihrer Einrichtungen, nicht die gesteigerte Schulung zum Dienst, nicht vertieftes Bibelstudium (soweit es mit menschlich-religiösen Kräften geschieht) führt heraus aus dem Machtbereich der Sünde, sondern der Glaube. Glauben heißt: festhalten, ergreifen. Durch Loslassen, Sichloslösen entstand der ganze Schaden des Menschen. Er kann nur dadurch geheilt werden, daß der Mensch wieder nach der Nähe Gottes greift, daß er mit aller Kraft wieder die Gegenwart Gottes, die unmittelbare Berührung, die lebendige Verbindung mit ihm sucht. Das heißt im Sinne des Neuen Testaments: die persönliche Fühlung mit Christus suchen; nicht ruhen, bis man »in Christus« ist, im Wirkungsbereich der göttlichen Schöpferkraft, die von ihm ausgeht. Ist der Mensch dahin gelangt, dann ist die Macht der Sünde gebrochen. Was sie ihm nahm, hat er wieder: sichere Führung von oben, die freie, unabhängige Haltung gegenüber allen finsteren Mächten, seine angestammte göttliche Kraft und Lebensfülle, die nahe, innige, natürliche Stellung zum Bruder.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Sünde, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Weil wir alle das Ziel verfehlt haben, voller Liebe und selbstlos zu sein, weil wir uns gegen Gottes Willen, wie er uns in unserem Gewissen bezeugt wird, um des eigenen Vorteils willen, aufgelehnt haben, und deshalb also Sünder sind, sind wir getrennt von Gott, der völlig ohne Sünde ist, der die Liebe selbst ist (siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh4,16 1. Joh 4,16]): Wir haben, wenn wir uns selbst gegenüber wirklich ehrlich sind, alle vielfach in Worten und Taten gesündigt. Selbst [https://de.wikipedia.org/wiki/Paulus_von_Tarsus Paulus] schrieb an die christliche Gemeinde in Rom, dass &#039;&#039;alle&#039;&#039; gesündigt und damit die Aussicht auf das ewige Leben verwirkt hätten, und schloss sich selbst dabei ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„... &#039;&#039;alle&#039;&#039; haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes ...“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Röm3,23 Röm 3,23])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Wenn also Paulus, der zwar früher als Saulus ein Verfolger der Christen war ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg9,1-2 Apg 9,1-2]), jedoch sein späteres Leben völlig konsequent und aufopferungsvoll in den Dienst Gottes und der Menschen gestellt hatte, sagen muss: Wir &#039;&#039;alle haben gesündigt&#039;&#039; und &#039;&#039;erlangen nicht&#039;&#039; die Herrlichkeit (also das ewige Leben), dann haben offensichtlich auch seine späteren guten Werke nicht ausgereicht um seine früheren bösen Taten zu kompensieren und ihn als gerecht vor Gott dastehen zu lassen. Denn wer von uns kann sich schon in seiner radikalen Konsequenz mit Paulus vergleichen? Wer könnte an seinen Eifer heranreichen? Wer könnte sich mit seiner Liebe zu Gott und den Menschen messen?&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dann schaffen wir es also auch nicht durch unsere guten Taten die bösen zu kompensieren: es ist also nicht möglich sich, wie bei einer Waage, so viele Taten der Gerechtigkeit anzuhäufen, dass sie die Taten der Ungerechtigkeit ausgleichen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können wir nun die Sünden loswerden, von ihnen gereinigt werden, also vor Gott und seiner Reinheit und Heiligkeit bestehen? =&amp;gt; Dazu ist die Vergebung der Sünden notwendig, denn diese bilden eine Trennwand zwischen Gott und dem Sünder, also uns, da wir alle gesündigt haben. Zu der Beseitigung dieser Trennwand schrieb Paulus:&lt;br /&gt;
„In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Kol1,14 Kol 1,14])&lt;br /&gt;
Und: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade...“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Eph1,7 Eph 1,7])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wen meint Paulus mit &amp;quot;ihm&amp;quot;?&lt;br /&gt;
„Die Erlösung durch sein Blut“ macht es klar: damit ist Jesus Christus gemeint, er ist der, [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Die_Kreuzigung_und_der_Tod_Jesu|der am Kreuz gestorben ist]] und durch sein dort vergossenes Blut die Erlösung der Menschen ermöglicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F|Jesus Gott]] und sündlos ist, heißt von von ihm dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;21&amp;lt;/sup&amp;gt; [...] Christus hat [...] für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist - &amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt; er, der keine Sünde beging und über dessen Lippen nie ein unwahres Wort kam; &amp;lt;sup&amp;gt;23&amp;lt;/sup&amp;gt; er, der nicht mit Beschimpfungen reagierte, als er beschimpft wurde, und nicht ´mit Vergeltung` drohte, als er leiden musste, sondern seine Sache dem übergab, der ein gerechter Richter ist;“([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Petrus2,21-23 1. Petrus 2,21-23])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und: „Weil wir nun einen großen Hohen Priester haben, der alle Himmel bis zum Thron des Höchsten durchschritten hat - Jesus, den Sohn Gottes -, lasst uns am Bekenntnis zu ihm festhalten! Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm die gleichen Versuchungen begegnet sind wie uns - aber er blieb ohne Sünde.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Heb4,15+15 Heb 4,15+15])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Koran ist Jesus übrigens sündlos:&lt;br /&gt;
„Er [der Engel Gabriel] sagte [zu Maria]: »(Du brauchst keine Angst vor mir zu haben.) Ich bin doch der Gesandte deines Herrn. (Ich bin von ihm zu dir geschickt) um dir einen lauteren [andere übersetzen: reinen/heiligen] Jungen zu schenken.«“ Sure 19,19&amp;lt;ref&amp;gt;[https://corpuscoranicum.de/index/index/sure/19/vers/19 Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret.] Siebente Auflage. Stuttgart, Berlin, Köln: Verlag W. Kohlhammer, 1996. © 1979 W. Kohlhammer GmbH, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Max Henning übersetzt folgendermassen: &amp;quot;Er sprach: »Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen reinen Knaben zu bescheren.«&amp;quot; Max Henning, Der Koran, Reclams Universal-Bibliothek, Stuttgart, Nr. 4206, 1960, Durchgesehene und verbesserte Ausgabe, 1991, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Und Ludwig Ullmann übersetzt: &amp;quot;Er erwiderte: »Ich bin von deinem Herrn gesandt, dir einen heiligen Sohn zu geben.«&amp;quot; Ludwig Ullmann, Der Koran, das heilige Buch des Islam, Goldmann Verlag, München, 1959, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt; =&amp;gt; Mit &amp;quot;Er&amp;quot; ist der Engel Gabriel gemeint, der zu Maria, der Mutter Jesu sprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kann Jesus, weil er sündlos ist und nicht gekommen ist „um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld&amp;lt;ref&amp;gt;griech. λύτρον =&amp;gt; das ist der Kaufpreis für die Freilassung von Sklaven, ein Lösegeld, der Preis für die Freilassung, siehe: [https://biblehub.com/greek/3083.htm Strong&#039;s Concordance 3083. lutron]&amp;lt;/ref&amp;gt;“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,45 Mk 10,45]) die Sünden der Menschen wegnehmen und wird auch als unschuldiges Lamm bezeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Joh1,29 Joh 1,29])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Für Vergebung steht im Urtext &#039;&#039;áphesis&#039;&#039; [ἄφεσις&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/859.htm 859. aphesis]&amp;lt;/ref&amp;gt;]. Dieser Ausdruck stammt aus dem Schuldrecht und bedeutet: Erlaß der Schuld. So lautet auch die fünfte Bitte [des [https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunsers]]: »Erlaß uns unsere Schulden, wie wir erlassen haben unsern Schuldnern.« [[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt6,12 Mt 6,12]] - Eine Schuld erlassen, heißt: sie überhaupt aus der Welt schaffen. Der königliche Herr im Gleichnis [vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Schalksknecht Schalksknecht]] streicht von den zehntausend Talenten nicht einige Hunderte oder Tausende; er streicht die ganze Summe auf einmal. Vergebung bedeutet nicht Ablaß von der Schuld, sondern Erlaß der Schuld. Ist die Schuld aufgehoben, so sind gleichzeitig alle Folgen der Schuld aufgehoben. Der zahlungsunfähige Schuldner kam ins Gefängnis; war die Schuld bezahlt oder erlassen, so war er wieder frei; wird ihm ausnahmsweise die Schuld von neuem angerechnet, so kommt er aufs neue in den Schuldturm. Das finden wir Zug für Zug im Gleichnis vom Schalksknecht. Der Mensch, der Gott die Liebe und Ehrfurcht schuldig bleibt, wird dahingegeben unter die Gewalt dämonischer Mächte (die »Peiniger«, [https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt18,34 Matth. 18,34]). Ganze Völker und Zeiten werden um ihrer Schuld willen dahingegeben in den Frondienst unreiner Leidenschaften, in die Enge und Oberflächlichkeit eines entgöttlichten Lebens ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm1 Röm. 1]) oder in den Unfrieden einer heuchlerischen Frömmigkeit ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm2 Röm. 2]). Das nennt Paulus den Zorn Gottes. Er versteht darunter eben die Tatsache, daß Gott sich von eigenwilligen Menschen abwendet, sie ihre eigenen Wege gehen läßt und sie dem Einfluß der Mächte überläßt, denen sie selbst ihr Ohr geliehen haben. &lt;br /&gt;
Kommt die Vergebung (der Erlaß), so ist mit einem Schlag der Bann gewichen, die Türen des Gefängnisses sind geöffnet, und der frühere Schuldner kann heraus. Und noch viel mehr: Nicht nur die Gefängnistür steht offen zum Heraustreten, auch die Tür des Vaterhauses ist geöffnet zum Eintreten. Der schuldige Sohn darf heimkehren; es ist ihm nun unverwehrt, in der nächsten Nähe des Vaters zu leben, teilzuhaben an allen väterlichen Gütern. Er wird wieder ein Freund und Mitarbeiter des Vaters, ein Eingeweihter und Teilhaber an seinem Werk ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk15 Luk. 15]). - Ist die Schuld vergeben, so ist das ursprüngliche Verhältnis zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt. Was erlassen ist, existiert nicht mehr. Es ist jetzt gar kein Grund mehr dafür vorhanden, daß der Mensch noch immer weiter gefangen, noch immerfort getrennt sein sollte von seinem Gott. [...] »Siehe da, Gottes Lamm, welches wegnimmt die Sünde der Welt« ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Joh.1,29 Joh. 1,29] Urtext).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, VERGEBUNG (der Sünden), Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 237-239&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Es braucht also die Vergebung, die von Gott kommt und das uns entsündigt, d.h. von unseren Sünden reinigt und unsere Schulden, die wir damit aufgehäuft haben, bezahlt: diesen Vorgang nennt man die Erlösung, den Loskauf unserer Schulden bei Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlösung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärt diese Loslösung von der Schuld, diesen Ausgleich unserer Schulden folgendermaßen: „Erlösung heißt: die Schuld erstatten und dadurch befreien. Der griechische Ausdruck [λύτρον&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/3083.htm 3083. lutron]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet ursprünglich: loskaufen. Nach dem im Altertum geltenden strengen Schuldrecht kam der zahlungsunfähige Schuldner ins Gefängnis (in die Schuldhaft) oder er wurde zum Sklaven. Er konnte nur freikommen, wenn jemand dem Gläubiger die Schuldsumme (als Lösegeld, Loskaufpreis) erstattete. Jesus sagt, er sei gekommen, sein Leben zu geben zu einer Erlösung (Lösepreis) für die Vielen, (hebr. Ausdruck für die Menschheit) ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt20,28 Matth. 20, 28], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,45 Mk. 10, 45]). Damit spricht er es aus, daß die Menschheit in Schuldhaft geraten ist. Die urgewaltige Liebe ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,30 Mk. 12, 30]), die die letzten Tiefen der Seele ergreift und alle Kräfte zusammenfaßt, ist der Mensch seinem Schöpfer schuldig geblieben ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,24 Matth. 18, 24]). Um dieser Schuld willen ist über den Menschen die Gefangenschaft verhängt; er befindet sich in der Gefrierzone der Gottesferne ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,13 Matth. 22, 13]); er ist ein Sklave des Bösen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,34 Joh. 8, 34]). Christus erstattet die Schuld und löst die Menschen aus der Haft. Denn das, was sie schuldig blieben, bringt er Gott dar: die mächtige, zur letzten Hingabe fähige Liebe. Die Liebe, die der Mensch schuldig geblieben ist, bringt der Menschensohn Gott dar Sie durchleuchtet sein ganzes Menschsein. Sie gipfelt in der Darangabe seines Lebens. So ist es gemeint, wenn im NT davon gesprochen wird, daß das Blut Christi die Menschen erlöst ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Eph1,7 Eph. 1, 7]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Petr1,18-19 1. Petr. 1,18. 19]). Blut bedeutet in der Symbolsprache jener Zeit das hingegebene Leben, die völlige Aufopferung, die höchste Tat der Liebe. Diesen Opferwillen, solch hingebendes Liebestun, war der Mensch Gott schuldig geblieben. Der Menschensohn löst diese Schuld ein. Dadurch öffnet er seinen Brüdern die Türen des Kerkers. Sie werden frei von ihrer Versklavung an die finsteren Mächte ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,36 Joh. 8, 36]). Sie sind nicht mehr Verbannte, in der Fremde Lebende: sie haben Wohnrecht in der nächsten Nähe des Vaters ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,34-35 Joh. 8, 34. 35]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Erlösen, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 42-43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedergeburt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Erlösung wird von Gott eine Neuschöpfung des Menschen bewirkt. Die Bibel nennt dies auch Wiedergeburt&amp;lt;ref&amp;gt;Auch Paulus spricht z. B. in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Tit3,5 Tit 3,5] davon, wo die Taufe als „Bad der Wiedergeburt“ bezeichnet wird. Dahinter steht seine Lehre von der Taufe als Mitsterben und Auferstehen in das neue Leben hinein mit Jesus: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm6,3–11 Röm 6,3–11]&amp;lt;/ref&amp;gt; (z.B. spricht Jesus im Gespräch mit Nikodemus in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3 Joh 3] über dieses Thema), so dass der alte sündige Mensch in uns abstirbt und in uns ein neuer Mensch, der dann fähig ist zum ewigen Leben, aufersteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jesus [...] sprach zu ihm [Nikodemus]: Wahrlich, wahrlich,&amp;lt;ref&amp;gt;griech./hebr. »[https://de.wikipedia.org/wiki/Amen Amen], amen« das ist eine Bekräftigungsformel und kann mit »ganz gewiss« übersetzt werden, da im Hebräischen eine Verdopplung eine Verstärkung bedeutet, [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#.22Amen.2C_Amen.2C_ich_sage_euch.22|Jesus hat diese häufig verwendet]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3,3 Joh 3,3] =&amp;gt; Ohne diese Wiedergeburt kann man also nicht in das ewige Leben eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es aber zu dieser Wiedergeburt ins ewige Leben hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes schrieb dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; Der, der das wahre Licht ist[Jesus]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe den gesamten Prolog des Johannes in [https://www.bibleserver.com/text/NLB/Joh1 Joh 1]: darin wird  deutlich, dass Jesus das Wort, Leben und Licht Gottes ist&amp;lt;/ref&amp;gt;, das alle Menschen erleuchtet, sollte erst noch in die Welt kommen. &amp;lt;sup&amp;gt;10 &amp;lt;/sup&amp;gt;Doch obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannte die Welt ihn nicht, als er kam. &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt; Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. &amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; All denen aber, die ihn aufnahmen&amp;lt;ref&amp;gt;ἔλαβον: élabon - von der primitiven Wurzel lab-, was so viel bedeutet wie &amp;quot;aktiv zugreifen, um etwas zu nehmen oder zu empfangen&amp;quot;, siehe: &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: HELPS Word-studies: [https://biblehub.com/greek/2983.htm 2983. lambanó]&amp;lt;/ref&amp;gt; und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht&amp;lt;ref&amp;gt;ἐξουσίαν: exousían - Definition: Handlungsvollmacht, Autorität, siehe: &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/1849.htm 1849. exousia]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gottes Kinder zu werden. &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NLB/Joh12,9-13 Joh 12,9-13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es aber „an seinen Namen zu glauben“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärt die Verwendung von „Name“ in der Bibel: „Name bedeutet meist Person, wie in den Psalmen dafür oft Angesicht oder Antlitz steht. Name bedeutet im Neuen Testament oft Person. Für Person hat weder das Hebräische noch das Griechische einen eigentlichen Ausdruck. Im Hebräischen steht dafür das Wort: Angesicht, Antlitz[פָּנֶ֖יךָ&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039;: Strong&#039;s: [https://biblehub.com/hebrew/6440.htm 6440. panim or paneh]&amp;lt;/ref&amp;gt;]. Zum Beispiel: »Ihr sollt mein Antlitz suchen«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/LUT/Ps27,8 Psalm 27,8] פָּנֶ֖יךָ steht hier für „Angesicht“- siehe hier die Interlinarübersetzung des Verses: [https://biblehub.com/interlinear/psalms/27-8.htm &#039;&#039;Bible Hub&#039;&#039; - Interlinear Verses: Psalm 27:8]&amp;lt;/ref&amp;gt; heißt: Ihr sollt meine Person, die persönliche Berührung mit mir, suchen. »Laß leuchten dein Antlitz« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps80,4+8+20 Ps. 80,4. 8. 20]) bedeutet: Laß uns etwas schauen vom Glanz deiner persönlichen Gegenwart. »Ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps42,6 Ps. 42,6]) bedeutet: Ich werde Gott danken, daß er mir persönlich hilft. Häufig steht auch schon im Alten Testament für Person der Ausdruck Name. »Wir danken dir, Gott, daß dein Name so nahe ist« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps75,2 Ps. 75,2]), das besagt: Wir danken dir, daß du uns persönlich so nahe kommst ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps116,4 Ps. 116,4] und oft). »Den Namen des HERRN anrufen« heißt: an seine Person appellieren, seine Anliegen unmittelbar vor ihn bringen. »Im Namen des HERRN kommen« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps118,26 Ps. 118,26]) bedeutet: in seinem persönlichen oder unmittelbaren Auftrag kommen und ihn persönlich hinter sich haben. Im Sinn von »Person« steht der Ausdruck »Name« meist auch im Neuen Testament. So ist von einer Versammlung der Jünger im ersten Kapitel der Apostelgeschichte (wörtlich übersetzt) gesagt: »Es war eine Menge zusammen von etwa hundertzwanzig Namen«, also es waren etwa einhundertundzwanzig Personen beisammen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg1,15 Apg. 1,15]). Petrus sagt vom Lahmgeborenen: »Der Name Jesu hat ihn gesund gemacht« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg3,16 Apg. 3,16]). Das bedeutet: Jesus persönlich (die Person Jesu) hat ihn geheilt.&lt;br /&gt;
[...] »Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes ...« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt28,19 Matth. 28,19]) heißt: Bringt sie durch die Taufe in den Wirkungsbereich, in die persönliche Berührung mit dem Vater, dem Sohne ... »In keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen errettet werden« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg4,12) Apg. 4,12)]. Das bedeutet: Es gibt keine zweite Person, durch die die Menschheit errettet werden kann, außer Christus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Name, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 172-173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_de_Boor Werner de Boor] erläutert, was konkret dann das „&#039;&#039;Glauben an seinen Namen&#039;&#039;“ bedeutet: „Das »Aufnehmen« wird erläutert. Es ist das »&#039;&#039;Glauben an seinen Namen&#039;&#039;«. Der »Name« ist für uns etwas Zufälliges und Belangloses geworden. Für die Bibel aber sind Namen bedeutsam. Sie weisen auf das Wesen einer Sache oder einer Person hin. So wird auch der Name »Jesus« von Gott selbst bestimmt und dem Joseph und der Maria durch einen Engel mitgeteilt; er erweist den Träger dieses Namens als den, der »sein Volk retten wird von ihren Sünden« ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt1,21 Mt 1,21]) Von Johannes war aber der Jesusname noch nicht genannt. Im Zusammenhang unseres Textes kann es sich nur um den Namen handeln, in welchem Johannes das eigentliche Wesen Jesu ausgesprochen hat, indem er ihn den Logos, das »Wort« nennt. Wer in dem Menschen Jesus das ewige »Wort« erfaßt, in dem Gott selbst sich ausspricht, und wer sich diesem »Wort« vertrauend und gehorsam öffnet, der »nimmt es wahrhaft auf« und erhält die Vollmacht, Gottes Kind zu sein«“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wuppertaler Studienbibel, Band 11, 1. Teil, Kapitel 1 bis 10, Werner de Boor, Das Evangelium des Johannes, Joh 1, 12, 1968, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, S. 47-48&amp;lt;/ref&amp;gt;  „Ein »Kind« in diesem wesenhaften Sinn werde ich immer nur durch »Geburt«. Wer »an seinen Namen glaubt«, der darf wissen, daß eine geheimnisvolle Geburt mit ihm vorgegangen ist, jenes Geschehen, das wir »Wiedergeburt« nennen. Es ist, wie Jesus dem Nikodemus sagen wird, die »Geburt von oben« her, aus dem Geist Gottes. Der »Wiedergeborene« ist der »Geistesmensch«, von dem Paulus redet ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Rö8,1-10 Rö 8,1-10]; [https://www.bibleserver.com/text/LU/Gal6,1 Gal 6,1]). Im Geist Gottes trägt er wesenhaft göttliches Leben in sich und ist darum »Gottes Kind«. Das bestimmende Merkmal seines Lebens ist der »Glaube an seinen Namen«. Solches »Glauben« an seinen Namen stammt nicht aus dem »Willen des Fleisches«, auch nicht des frommen Fleisches. Das »Fleisch«, also der natürliche Mensch, ist zum Glauben nicht fähig. Auch die ganze Entschlußkraft, die ein »Mann« in seinen Willen hineinlegen mag, kann den Glauben nicht erzwingen. Es gehört zum Ernst unserer Verlorenheit, daß nur das Wunder einer neuen Geburt den Durchbruch des Glaubens schenken kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wuppertaler Studienbibel, Band 11, 1. Teil, Kapitel 1 bis 10, Werner de Boor, Das Evangelium des Johannes, Joh 1, 13, 1968, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; „An seinen Namen zu glauben“ bedeutet also, ihm selbst zu vertrauen, in eine vertrauensvolle, unmittelbare Beziehung mit Jesus zu treten und dann Jesus anzunehmen, ihn in unser Herz, in unser Innerstes aufzunehmen: ihn also nicht abzulehnen, wie es ein Großteil der jüdischen Oberschicht damals leider getan hatte - im Gegensatz zum einfachen Volk, von denen ihn viele an- und aufgenommen hatten. Das zeigte sich ganz praktisch auch darin, dass sie ihn dann zum Besuch, Essen und Gespräch, zur Hilfeleistung, etc. eingeladen hatten. Es geht also nicht darum einer Lehre zuzustimmen, ein Dogma für wahr zu halten, seinen „Jesus“ Namen im Mund zu führen oder alle seine sonstigen Namen zu kennen und zu bejahen. Es geht darum ihn als Person zu suchen und zu finden&amp;lt;ref&amp;gt;... [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|da er auferstanden ist und lebt]], ist dies heute genauso möglich wie vor 2000 Jahren&amp;lt;/ref&amp;gt;, denn er hat es ja versprochen, dass er sich finden lassen wird, wenn wir ihn aufrichtig suchen und so heißt es z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps34,5 Ps 34,5])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr ⟨mich⟩ finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Jer29,13-14 Jeremia 29,13-14])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.“ ([https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mt7,8 Matthäus 7,8])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedergeburt wird dann von ihm geschenkt durch seine Aufnahme in unser Herz, durch die Abwendung von unserer Ichfixierung, unserem Egosimus und Narzismus auf ihn, durch die Hinwendung zu ihm selbst, das die Bibel „Bekehrung“ nennt: also Abkehr von meinen Wegen und Hinkehr zu seinen Wegen („Nachfolge“&amp;lt;ref&amp;gt;„Wenn Jesus nach rechts geht, dann gehst du nach rechts und wenn er nach links geht, dann gehst du nach links“: so einfach erklärte mal ein Theologe die „Nachfolge“: Jesus als der gute Hirte geht voraus und wir als seine Schafe laufen hinter ihm her (siehe: [https://www.bibleserver.com/text/NGÜ/Joh10,14 Johannes 10,14])&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) - so sagte er z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte&amp;lt;ref&amp;gt;dies war ein Zeichen für die Rettung, denn wer sie anschaute, der wurde vom Tode errettet, siehe: [https://www.bibleserver.com/text/EU/4.Mose21,4-9 4. Mose 21,4-9]&amp;lt;/ref&amp;gt;, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.&lt;br /&gt;
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.&lt;br /&gt;
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde.&lt;br /&gt;
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh3,14-18 Joh 3,14-18])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-40 Joh 5,39-40])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,40 Joh 6,40])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,47 Joh 6,47])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;  &lt;br /&gt;
und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,27-28 Joh 10,27-28])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich lebe und ihr werdet auch leben!“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,19 Joh 14,19])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Offb1,17-18 Offb 1,17-18])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Jesus sagt damit insgesamt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh15,5 Joh 15,5]) =&amp;gt; Und so sagt er: Ich selbst in meiner Person bin das Leben. Ich schenke das Leben, durch mich fließt das Leben zu euch, ohne mich könnt ihr dauerhaft kein Leben in euch haben!&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus bezeichnet sich selbst als &#039;&#039;der&#039;&#039; Weg, &#039;&#039;die&#039;&#039; Wahrheit &#039;&#039;das&#039;&#039; Leben in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], ein Anspruch den kein anderer [https://de.wikipedia.org/wiki/Religionsstifter Religionsstifter] in dieser umfassenden Form erhoben hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftswechsel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann aber nun das dauerhafte, das ewige Leben, das in Jesus ist, in mich hineinfließen? Was sagt hier die Bibel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus schrieb zu dieser Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt; daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. &amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn die Schrift sagt: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« &amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; »denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.«“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm10,9-13 Röm 10,9-13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Es ist also wichtig, dass ich Jesus als Herr (an-)erkenne. Herr&amp;lt;ref&amp;gt;griech. κυριοσ - kyrios&amp;lt;/ref&amp;gt; ist vom griechischen κυροσ&amp;lt;ref&amp;gt;griech. kyros - Gewalt, Macht&amp;lt;/ref&amp;gt; abgeleitet und bedeutet Herr, Herrscher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu: &amp;quot;Herr&amp;quot;, &amp;quot;Herrscher&amp;quot; z.B. [ThBeLxNT], Artikel: &amp;quot;κυριοσ&amp;quot;, S. 659: &amp;quot;kyrios (seit Pindar belegt; Adj. zu to kyros = Gewalt, Macht) bedeutet gewaltig, mächtig; substantiviert: Herr, Herrscher; derjenige welcher (über Menschen, Dinge, sich selbst) Verfügungsgewalt hat. [...] kyrios basileus = Herr (und) König ist für die Zeit zwischen 64-50 vChr mehrfach bezeugt. Kaiser Augustus wurde 12 v. Chr. in Ägypten theos kai kyrios = Gott und Herr genannt; in Oberägypten die Königin Kandake (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg8,27 Apg 8,27]) he kyria basilissa = die Herrin (und) Königin. Auch auf Herodes den Gr., Agrippa I., Agrippa II. wird der Titel kyrios angewandt. [...] Die röm. Kaiser Augustus und Tiberius lehnten in Übereinstimmung mit dem röm. Rechtsempfinden die orientalische Form der Monarchie ab und damit auch die Plerophorie [die überschwängliche Begeisterung/Verehrung], die mit dem kyrios Titel verbunden war. Caligula aber ließ sich den Titel kyrios gefallen. Seit Nero, der auf einer Inschrift als: ho tou pantos kosmou kyrios = Herr der ganzen Welt (Weltall) bezeichnet wir, taucht der kyrios Titel wieder häufiger auf. Einer der ältesten Belege dafür ist [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg25,26 Apg 25,26]: Über ihn [den Gefangenen Paulus] habe ich [Statthalter Festus] dem Herrn [er meint den Kaiser und nennt ihn hier &#039;&#039;kyrios&#039;&#039;] nichts Gewisses zu schreiben. Deshalb habe ich ihn vor euch geführt und besonders vor dich, König Agrippa [II.], damit ich, wenn die Untersuchung geschehen ist, etwas zu schreiben habe.]&amp;quot; siehe zu Kyrios auch: [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Jesus_tr.C3.A4gt_im_NT_den_Titel_.22Herr.22_.28kyrios.29|Jesus ist der Kyrios]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das nun, wenn das NT davon spricht Jesus als „Herrn“ anzuerkennen und dann zu bekennen? In unserem heutigen Sprachgebrauch sagt man ganz normal: „Herr Maier, Herr Schultze, Herr Schmidt“. Dieser Gebrauch, der im Deutschen nur das männliche Geschlecht bezeichnet, ist hier nicht gemeint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Der griechische Ausdruck „&#039;&#039;kyrios&#039;&#039;“ [κύριος&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/2962.htm 2962. kurios]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet im allgemeinen einen, der Macht, Hoheit, Verfügungsrecht hat, der etwas besitzt. In diesem Sinne spricht Jesus im Gleichnis vom Herrn des Weinbergs ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt20,8 Matth. 20, 8]), vom Herrn der Ernte ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,38 Matth. 9, 38]), vom Herrn des Hauses ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk13,35 Mark. 13, 35]). „Der Menschensohn ist ein Herr des Sabbats“, d. h. er steht über diesem Gebot, kann es auch aufheben ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk2,28 Mark. 2, 28]). – Die Anrede „Herr“ galt auch zur Zeit Jesu als Ehrenbezeigung; sie war ein Titel. Nur daß man damals nicht wahllos jeden Menschen so anredete, sondern nur solche, die eine Macht- und Autoritätsstellung hatten. So wurden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rabbi_(Gelehrter) Rabbinen] von ihren Schülern Herr genannt. Ganz im Rahmen dieses Schüler-Lehrer-Verhältnisses liegt es zunächst, wenn die Jünger Jesus Herr nennen (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt8,25 Matth. 8,25]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,22 16,22]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,54 Luk. 9, 54]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,6 Joh. 13, 6]. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,9 9]. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh13,13 13] und an anderen Stellen). [...] Der Ausdruck „&#039;&#039;kyrios&#039;&#039;“ steht im griechischen AT fast überall für Gott (für die hebräischen Bezeichnungen: Adonai, Elohim, Jahve, Jah), und so steht auch im NT Herr vielfach für Gott („Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Matth. 11, 25] und öfters). Im NT wird auch manchmal der (erwartete oder gekommene) Messias Herr genannt (vgl. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,43 Luk 1,43]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk2,11 2, 11]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt21,3 Matth. 21, 3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk11,3 Mark. 11, 3] und andere). [...] In der Apostelgeschichte, den Briefen, der Offenbarung ist „Kyrios“ die Bezeichnung für den in die völlige göttliche Machtstellung erhöhten Jesus, und das ist dann in der Urgemeinde eigentlich überhaupt die Bedeutung von Herr. Petrus sagt: „Diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, hat Gott zum Herrn und Christus gemacht“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg2,36 Apg. 2, 36]). Paulus schreibt: „Gott hat ihn überaus erhöht und hat ihm den Namen verliehen, der höher ist als alle Namen“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil.2,9-11 Phil. 2, 9-11]). Dasselbe sagt der Auferstandene: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt28,18 Matth. 28, 18]). [...] Paulus sagt: Davon überführt sein, daß Jesus nun diese absolute göttliche Machtstellung hat, kann man nur durch den Heiligen Geist, also dadurch, daß man in unmittelbaren Kontakt, in persönliche Berührung mit diesem Jesus kommt ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor12,3 1. Kor. 12, 3]). So war es ihm selbst gegangen ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg9,1-6 Apg. 9, 1-6]). - Wenn dann die Apostel und die Gemeinden immer von Christus, dem Herrn, sprechen, so ist ihnen das nicht so sehr ein Lehrsatz, ein Dogma, dessen Anerkennung sie anderen zumuten, sondern es ist ihnen etwas ungeheuer Praktisches. Christus ist als der Herr über sie gekommen und hat sie mit Beschlag belegt für seinen Dienst („ergriffen“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil3 Phil. 3]). Sie können nun nicht mehr anders als sich ihm zur Verfügung stellen, und sie erfahren es auch, daß er über sie verfügt, sie leitet, sie versorgt, ihnen Vollmacht gibt und sie auf unerhörte Weise schützt. Ihnen liegt nicht daran, einen Glaubensartikel über Christus durch religiösen oder moralischen Druck durchzudrücken, sondern Menschen in Berührung zu bringen mit Christus, damit auch sie befreit werden von der Fremdherrschaft des Bösen und ihrem rechtmäßigen, angestammten göttlichen Herrn zufallen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Herr, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 118-120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das meint das also letztlich: dass ich ihn als den Herrn aller Herrn&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Ps136,3 Ps 136,3]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Offb19,16 Offb 19,16] =&amp;gt; Jesus wird in der Offb mit einem göttlichen Titel des AT, des Psalters, als König aller Könige und Herr aller Herren bezeichnet&amp;lt;/ref&amp;gt;, als Gott, der Mensch geworden ist, und damit dann auch als Gott bekenne, d.h. dass ich ihm, da er ja Gott ist und alles so viel besser weiß als ich, mein Leben ganz unterordne, dass ich ihn meinen Herr und Meister sein lasse, so dass er von nun an darin schalten und walten kann, wie er will. Das wird mir umso besser gelingen, je mehr ich erkenne, dass er nicht nur Gott, sondern auch ein guter Vater ist, nämlich mein Vater, der mich wirklich liebt, mich gewollt hat, mich erschaffen hat und wirklich mein Allerbestes will. Je mehr ich Jesus und seiner Liebe zu mir, die diese Vaterliebe widerspiegelt, vertrauen kann, desto leichter wird es mir fallen, ihm mein Leben vorbehaltlos anzuvertrauen und ihm dann auch seine Wünsche von den Augen abzulesen, so dass ich es dann auch von Herzen gern tue, was er möchte. Er möchte nämlich nicht, dass ich nur in einem sklavischen, zähneknirschenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Kadavergehorsam Kadavergehorsam] handle, wie es auch ein menschlicher Vater von seinem Sohn, bzw. seiner Tochter nicht möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass ich also Jesus nun Herr in meinem Leben sein lasse bedeutet, dass ich ihm das Steuer meines Lebens überlasse, indem ich es ihm in die Hand gebe: d. h. von nun an darf er steuern wie und wohin er will, nicht mehr wie und wohin ich will. Ich verzichte von nun an auf die Kontrolle meines Lebens und lasse Jesus mein Leben in allen Bereichen und Belangen kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertrauen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dann ist es auch wichtig, an Jesus zu glauben. Was heißt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben bedeutet Jesus zu vertrauen, dass er wirklich der ist, der zu sein er behauptet, nämlich der &amp;quot;ich bin, der ich bin&amp;quot; ([https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Mose3,14 2. Mose 3,14]: Gott stellt sich Mose mit diesem Namen vor - siehe dazu auch z.B. die [[Hat_Jesus_tatsächlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#.22Ich_bin.22|Ich bin Worte Jesu]]): also Gott in menschlicher Gestalt, dass er wirklich nicht nur irgendwie vergeistigt theoretisch, sondern ganz [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|praktisch der Überwinder des Todes ist]]. Er wurde [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Die_Kreuzigung_und_der_Tod_Jesu|gekreuzigt und war dann wirklich tot]], denn die Römer verstanden ihr &amp;quot;Handwerk&amp;quot; sehr gut, wie es viele Quellen z.B. [[Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi#Falvius_Josephus|Josephus]], etc. und [[Historizität_Jesu_Christi#Arch.C3.A4ologie|archäologische Funde]] belegen, und wurde dann von den Toten auferweckt. Jesus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Begegnungen_mit_Jesus|begegnete ihnen nach seiner Auferstehung]] physisch tastbar wieder und aß z.B. vor ihnen Fisch ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,36-43 Lk 24,36-43]). Sein Grab war nach seiner Auferweckung, als er es verlassen hatte, [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Das_leere_Grab|wirklich leer]]&amp;lt;ref&amp;gt;=&amp;gt; wie leicht wäre es doch für die jüdischen oder römischen Behörden gewesen, die Jesus Bewegung, v. a. im Umkreis Jerusalems, durch das Vorzeigen des Leichnams zum Schweigen zu bringen!&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es bedeutet aber auch in eine beiderseitige Vertrauensbeziehung zu Jesus zu treten, ähnlich einer Freundschaft oder Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther] erklärte was Glaube bedeutet, was das Neue Testament damit eigentlich meint:&lt;br /&gt;
„Glauben heißt im Hebräischen [אָמַן&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/hebrew/539.htm 539. aman]&amp;lt;/ref&amp;gt;]: gewiß sein, sein Vertrauen darauf setzen, ja sagen, ergreifen, festhalten, treu sein; der griechische Ausdruck &#039;&#039;písti&#039;&#039;s [πίστις&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Strong&#039;s: [https://biblehub.com/greek/4102.htm 4102. pistis]&amp;lt;/ref&amp;gt;] bedeutet Treue, im Deutschen ist glauben verwandt mit geloben (Treue versprechen, sich zu eigen geben). Wenn in der Bibel davon die Rede ist, daß ein Mensch glaubt, so hat das die Grundbedeutung, daß der Mensch festhält an seiner Zugehörigkeit zu Gott, - daß er seiner göttlichen Herkunft treu bleibt, - daß er sich nicht abdrängen läßt von seiner himmlischen Heimat. Glaube ist Heimweh. Dieses Festhalten, diese Treue äußert sich auf verschiedene Weise, je nachdem, in welcher Lage der Mensch ist. Ist er fern von Gott, so überkommt ihn ein heftiges Heimweh, ein anfangs leiser, aber später immer mächtigerer Drang, zurückzukehren zu seinem Ursprung. Diese Äußerung der Treue zur angestammten Heimat nennt Jesus Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit (gerecht sein heißt: Gott nahe, Gott verbunden sein). Der Glaube ist beim Menschen, der von Gott geschieden ist, ein elementares, schmerzliches Verlangen zurück zu ihm. Diese tiefe Sehnsucht ist durch nichts zu beschwichtigen, sie ist ein untröstliches Leid, das seinen Trost nur findet, wenn das Ziel der Sehnsucht erreicht ist ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt5,4+6 Matth. 5,4. 6]). Glauben heißt: es als unabweisbare Notwendigkeit empfinden, daß man über alles Trennende hinweg wieder zurückfindet, dahin, woher man kam. Glauben heißt: auf jede Weise einen Durchbruch suchen durch die vorhandenen Hindernisse und stürmisch anklopfen an die verschlossenen Türen des Himmels ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Luk11,9+10 Luk. 11,9. 10]). Glauben heißt: bestehen bei der Hoffnung ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Hebr11,1 Hebr. 11,1]), daß diese Türen einmal aufgehen. Glaube ist Heimkehr. Heimweh verursacht Schmerzen. So ist der Glaube, solange dem Menschen die Nähe Gottes fehlt, eine Quelle tiefer Unruhe, qualvoller Leiden. Ein so großes Verständnis für diese Not spricht aus der Bergpredigt. Sie beginnt mit dem Zuruf an alle Heimwehkranken: Laßt euch diese Schmerzen nicht leid sein! Es ist nicht umsonst, daß ihr Tag und Nacht von Weh verzehrt werdet. Haltet noch ein wenig aus, dann wird euer Leid getröstet, euer Hunger gestillt, eure Armut zur Überfülle. Festhalten an der Heimat und ihrer Art kann ich auf die Länge freilich doch nur in der Heimat. Der Glaube kommt zu seinem Wesen erst richtig, wenn er nicht mehr nur sucht, sondern auch fand; wenn auf sein Fragen die Antwort, auf das Pochen das Öffnen folgte, - wenn Gott nahe kam, wenn er, der bisher verborgene, zum offenbarten Gott wurde. Geschah das, dann wurde aus den blassen Vorstellungen der Sehnsucht das Überwältigtsein (Überführtsein, [https://www.bibleserver.com/text/LU/Hebr11,1 Hebr. 11,1]) der Erfüllung, dann wurde das tiefe Leid zur Seligkeit ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Mt5,4 Matth. 5,4]). Der richtige Glaube ist Seligkeit, ist Erfüllung, Heimkehr, Überwältigtsein. Er kommt nur dadurch zustande, daß von oben her Bresche eingelegt wird in alle die Scheidewände, die zwischen Gott und Mensch bestanden; daß der Mensch durch seine Berührung mit dem Schöpfer von seinem Starrkrampf erlöst wird und einen Strom göttlichen Lebens in sich spürt: Wir glauben durch die mächtige Wirkung seiner Stärke, die er gewirkt hat in Christus, als er ihn auferweckte von den Toten ([https://www.bibleserver.com/text/LU/Eph1,19-20 Eph. 1,19. 20]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Glaube, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 88-90&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Glauben heißt: von Christus ergriffen und in den Strom seiner Liebesenergie eingeschaltet sein. Glauben heißt: das Leben, das aus Gott kommt, ergreifen, aber es heißt ebenso: von Christus ergriffen sein ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Phil.3,12 Phil. 3, 12]). Das bedeutet nicht bloß, daß der Mensch innerlich hingerissen ist. Er ist tatsächlich von einem höheren Willen hingenommen. Er ist Leibeigener eines anderen geworden. Es ist sein Schicksal, dem er sich nicht mehr entziehen kann; daß er als Mitwirkender in das Werk dieses anderen hineingestellt ist. Durch die persönliche Berührung mit Christus ist er elementar erfaßt von dessen Willen, allen Menschen zu helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Glaube, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Glaube + Vertrauen zu Jesus, dem Retter ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Paulus schreibt über die Rettung, dass jeder gerettet werden kann (im Griechischen steht hier in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Römer10,13 Römer 10,13] tatsächlich jeder: πάς - es ist also nicht nur ein Füllwort einer Übersetzung), der den Herrn, also Jesus anrufen wird. Dies kann nur im Glauben (oder man kann auch sagen: im Vertrauen) an ihn geschehen, denn wenn ich nicht an ihn glaube/ihm nicht vertraue, dann werde ich ihn in meiner Not auch nicht anrufen, nicht von Herzen zu ihm schreien. Wenn du Jesus anrufst, wird dir das ewige Leben schenken, weil er es dir erworben hat, wenn du zu ihm von Herzen um Hilfe schreist. Er tut dies dann nicht, weil du es dir verdient hättest, sondern weil er alles für dich getan hat. Die Bibel nennt dieses Geschenk der Gerechtsprechung eines Ungerechten, (auch Rechtfertigung eines Sünders aus Glauben genannt) durch einen Gerechten: Gnade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;gt; So wird dann die Gerechtigkeit Jesu, wie Paulus es in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Röm10 Röm 10] behandelte, uns durch ein unglaubliches Gnadengeschenk zugerechnet, ohne, dass wir es irgendwie verdient hätten oder dafür überhaupt würdig wären: Jesus der völlig sündlos, also völlig perfekt, völlig gerecht war wird zu unserer Gerechtigkeit: wir werden dadurch gerecht vor Gott, weil wir mit Jesu Gerechtigkeit bekleidet werden! Er selbst ist unser Schmuck und unser Ehrenkleid, wie es in dem Lied von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Ludwig_von_Zinzendorf Zinzendorf] heißt: „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn.“&amp;lt;ref&amp;gt;1. Vers des Liedes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Ludwig_von_Zinzendorf Zinzendorf]: [https://www.liederdatenbank.de/song/1134 Christi Blut und Gerechtigkeit]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus erklärt dies so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn...&lt;br /&gt;
: „&amp;lt;sup&amp;gt;21&amp;lt;/sup&amp;gt; ... jetzt hat Gott - unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten - seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen. &amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt; Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ´ob jemand Jude oder Nichtjude ist,` &amp;lt;sup&amp;gt;23&amp;lt;/sup&amp;gt; denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck, &amp;lt;sup&amp;gt;24&amp;lt;/sup&amp;gt; und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus. &amp;lt;sup&amp;gt;25&amp;lt;/sup&amp;gt; Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. Damit hat Gott unter Beweis gestellt, dass er gerecht gehandelt hatte, als er die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen ungestraft ließ. &amp;lt;sup&amp;gt;26&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses hat er jetzt, in unserer Zeit, seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt; er hat gezeigt, dass er gerecht ist, wenn er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NGÜ/Röm3,21-26 Röm 3,21-26])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn du also einst auch in Todesnot (es kann auch irgend eine andere schwere Not sein) kommen wirst (und das wird früher oder später leider bei jedem geschehen), dann rufe den Herrn an, dann schreie zu Jesus Christus&amp;lt;ref&amp;gt;Christus ist ein Titel, kein Name: es ist die griech. Übersetzung des hebr. [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias]: Jesus wurde nicht nur der Retter [https://de.wikipedia.org/wiki/Israel Israels], sondern auch der ganzen Welt&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1. Beispiel: der Verbrecher am Kreuz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann dieses vertrauensvolle Rufen nach Jesu Rettung, die dann zur Wiedergeburt, zur Rettung in sein neues Reich, ins ewige Leben, hinein führt, nun ganz praktisch aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; z. B. so: Als Jesus am Kreuz hing, da hingen auch zwei Verbrecher mit ihm jeweils an einem Kreuz. Der eine verspottete ihn, der andere aber verteidigte ihn und bat ihn, an ihn zu denken, wenn er in seinem Himmelreich ankäme.... :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;39&amp;lt;/sup&amp;gt; Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! &amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. &amp;lt;sup&amp;gt;41&amp;lt;/sup&amp;gt; Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. &amp;lt;sup&amp;gt;42&amp;lt;/sup&amp;gt; Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. &amp;lt;sup&amp;gt;43&amp;lt;/sup&amp;gt; Jesus antwortete ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,39-43 Lk 23,39-43])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das hört sich nun sehr einfach an, diese kurze Bitte an Jesus. Aber das zeigt, dass es ihm nicht auf die richtigen, perfekt formulierten Worte, sondern auf die Haltung des Herzens ankommt... Er schaut das Herz dessen an, der ihn bittet ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Samuel16,7 1. Samuel 16,7]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2. Beispiel: der blinde Bartimäus =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Hören Jesu auf den Schrei des Herzens eines sich in Not befindlichen Menschen, wird auch in der Geschichte des blinden Bartimäus deutlich, der nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich umgewandelt (geheilt) wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heilung des blinden Bartimäus: &lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;46&amp;lt;/sup&amp;gt; Sie kamen nach Jericho. Als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge von dort weiterzog, saß ein blinder Bettler am Straßenrand, Bartimäus, der Sohn des Timäus. &amp;lt;sup&amp;gt;47&amp;lt;/sup&amp;gt; Er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, der vorbeikam. Da fing er an zu schreien: »Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« &amp;lt;sup&amp;gt;48&amp;lt;/sup&amp;gt; Von allen Seiten fuhr man ihn an, er solle still sein. Doch er schrie nur umso lauter: »Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« &amp;lt;sup&amp;gt;49&amp;lt;/sup&amp;gt; Und Jesus blieb stehen [übrigens m. E. eine der schönsten Stellen in der Bibel: Und Jesus blieb stehen! Er bleibt auch vor dir stehen, wenn du von Herzen zu ihm rufst!] und sagte: »Ruft ihn her!« Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: »Hab nur Mut! Steh auf, er ruft dich!« &amp;lt;sup&amp;gt;50&amp;lt;/sup&amp;gt; Da warf der Mann seinen Mantel ab, sprang auf und kam zu Jesus. &amp;lt;sup&amp;gt;51&amp;lt;/sup&amp;gt; »Was möchtest du von mir?«, fragte Jesus. »Rabbuni«, antwortete der Blinde, »ich möchte sehen können!« &amp;lt;sup&amp;gt;52&amp;lt;/sup&amp;gt; Da sagte Jesus zu ihm: »Geh nur! Dein Glaube hat dir geholfen.« Im selben Augenblick konnte der Mann sehen. Nun schloss er sich Jesus an und folgte ihm auf seinem Weg.“ ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk10,46-52 Mk 10,46-52])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3. Beispiel: Charles H. Spurgeon =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ließ [[Charles Haddon Spurgeon|Charles H. Spurgeon]] in einen Schneesturm geraten um das wirkliche, ewige Leben zu finden, indem er in seiner Not vertrauensvoll auf Jesus blickte, denn das Vertrauen zu Jesus, der Glaube an ihn muss sich nicht immer in gesprochenen Worten ausdrücken, da Gott stets die Herzen ansieht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Samuel16,7 1.Samuel 16,7]&amp;lt;/ref&amp;gt;, reicht es aus, wenn (auch ohne Worte) unsere Herzenseinstellung die richtige ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 4. Beispiel: Ian McCormack =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres aktuelles Beispiel aus unserer heutigen Zeit, wie ein Mensch durch Jesus umgewandelt wurde, ist der [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Bericht Ian McCormacks]], der nach Stichen von mehreren hochgiftigen Quallen starb und in höchster Not zu Gott rief, worauf ihm dann Jesus begegnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Endziel der Umwandlung des Menschen, seiner Metamorphose&amp;lt;ref&amp;gt;oder Umgestaltung, siehe dazu: [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Römer12,2 Römer 12,2] (Interlinear: [https://biblehub.com/interlinear/romans/12-2.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; Romans 12:2]); [https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Korinther3,18 2. Korinther 3,18] (Interlinear: [https://biblehub.com/interlinear/2_corinthians/3-18.htm &#039;&#039;Bible Hub:&#039;&#039; 2 Corinthians 3:18]) =&amp;gt; die Umwandlung/Umgestaltung einer Raupe in einen Schmetterling ist dafür ein schönes Bild aus der Natur&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nicht seine bloße Rettung in das Ewige Leben hinein, sondern den Riß, der durch den Sündenfall&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3 1.Mose 3]&amp;lt;/ref&amp;gt;, der durch das Mißtrauen und die daraus folgende Entfremdung und Feindschaft zwischen Gott und Mensch entstanden ist&amp;lt;ref&amp;gt;die Schlange, ein Symbol für den Widersacher Gottes, den Teufel, der auch Satan genannt wird, untergräbt systematisch das Vertrauen in die Güte und Liebe Gottes, indem sie Zweifel sät und mit falschen Unterstellungen und Verdächtigungen arbeitet, so dass sich seither der Mensch vor der suchenden Liebe Gottes versteckt: Auf die Frage Gottes: „Wo bist du?“ antwortet der Mensch mit Furcht und Verstecken: [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3,8-10 1.Mose 3,8-10]&amp;lt;/ref&amp;gt;, grundsätzlich und umfassend zu heilen, so dass der Mensch in die ewige Liebesbeziehung zu Gott, aus der er ursprünglich entstammt, zurück findet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rembrandt Der verlorene Sohn.jpg|mini|200px|Rembrandts [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_R%C3%BCckkehr_des_verlorenen_Sohnes_(Rembrandt) »Die Rückkehr des verlorenen Sohnes«] (ca. 1669), das sein Vermächtnis darstellt&amp;lt;ref&amp;gt;Rembrandt malte dieses Bild am Ende seines Lebens und legte all sein Einfühlungs- und Mitleidsvermögen, sein ganzes Herz, in dieses Bild hinein, da sein Leben von schweren Schicksalsschlägen geprägt war: [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_J._M._Nouwen Henri Nouwen]: „Nachdem er 1635 seinen Sohn Rumbartus, 1638 seine erste Tochter Cornelia und 1640 seine zweite Tochter gleichen Namens verloren hatte, starb 1642 seine Frau Saskia, die er sehr liebte und bewunderte. Rembrandt blieb mit seinem neun Monate alten Sohn Titus zurück. Auch nach dem Tod Saskias war das Leben Rembrandts von zahllosen Sorgen und Problemen gezeichnet. Nach einer sehr unglücklichen Beziehung zur Amme von Titus, Geertje Dirckx, die mit Prozessen und der Einweisung Geertjes in eine Irrenanstalt endete, folgte eine festere Verbindung mit Hendrickje Stoffels. Sie gebar ihm einen Sohn, der 1652 starb, und eine Tochter, Cornelia, die ihn als einziges seiner Kinder überleben sollte. Während dieser Jahre ging Rembrandts Popularität als Maler stark zurück, auch wenn einige Sammler und Kritiker ihn weiterhin als einen der größten Maler seiner Zeit schätzten. Seine finanziellen Probleme wurden so erdrückend, daß Rembrandt 1656 für zahlungsunfähig erklärt wurde und um das Recht ersuchte, seinen ganzen Besitz und alle Einnahmen zugunsten seiner Gläubiger zu überschreiben, um den Konkurs zu vermeiden. Sein ganzes Hab und Gut, seine eigenen Bilder und die anderer Maler in seinem Besitz, seine große Sammlung von Kunstgegenständen, sein Haus in Amsterdam und seine Möbel wurden auf drei Versteigerungen 1657 und 1658 veräußert. [...] Im Jahre 1663 starb Hendrickje und fünf Jahre später erlebte Rembrandt nicht nur die Heirat, sondern auch den Tod seines geliebten Sohnes Titus.“ Nimm sein Bild in dein Herz: Geistliche Deutung eines Gemäldes von Rembrandt. 17. Auflage. Herder, Freiburg 1991, ISBN 978-3-451-22404-1, Erstes Kapitel: Rembrandt und der jüngere Sohn, S. 46+47&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Luther Ralf Luther]: „Liebe ist der Sinn des Menschenlebens; sie ist keine »Tugend«, sondern Ergriffensein. &lt;br /&gt;
Die Liebe ist die Summe aller göttlichen Forderungen, das vornehmste Gebot ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,37-40 Matth. 22,37-40]). Diese Forderung tritt nicht erst von außen an den Menschen heran. Sie ist in seinem Wesen begründet. Der Mensch ist seiner Herkunft nach gottähnlich. Gott ist Liebe. Daher kommt es dem Menschen zu, zu lieben: das ist die Bestimmung, der Sinn und Zweck, der einzig in Betracht kommende Inhalt seines Lebens. - Das Neue Testament versteht unter Liebe nicht eine »Tugend«, also etwas Angelerntes, etwas, wozu man sich erziehen, was man sich durch Vorhalten eines Gesetzes oder Ideals abnötigen kann. Sondern Liebe ist etwas Urgewaltiges, ein mächtiges Ergriffensein aller Tiefen des Gemüts, ein Mitschwingen aller Seelenkräfte. Liebe ist nicht eine Angelegenheit blasser Gedanken, sie ist die Sprache des Blutes, sie kommt aus heißem Herzen, sie beherrscht den Pulsschlag des Menschen. Das ist die einfache Bedeutung des alten Wortes: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften.«&lt;br /&gt;
Nur der Schöpfer, und was von ihm kommt, ist würdig der menschlichen Liebe. &lt;br /&gt;
Weil der Mensch zum Lieben erschaffen ist, kann er nicht anders als lieben. Durch den Riß, der in sein Wesen gekommen ist, ist er aber der echten, ihn über ihn selbst hinaushebenden Liebe nicht mehr fähig; seine Liebe ist meist eine verirrte, gebundene. Er vergeudet seine edelsten Kräfte an Dinge, die dessen nicht würdig sind. Johannes, der Apostel der Liebe, wirft sich mit der ganzen Wucht seiner Sendung zwischen den Menschen und das, was tief unter seiner Bestimmung liegt: »Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh2,15 1. Joh. 2,15]). Welt heißt hier alles gottferne Tun und Treiben der Menschen; »was in der Welt ist«, bezeichnet jedes Ding, sofern es keinen Zusammenhang mit Gott hat; jedes Geschöpf, sofern es vom Schöpfer gelöst ist. Auch das alles kann ja mächtige Antriebe im Menschenleben hervorrufen, kann das Blut in Wallung bringen, kann ein gewaltiges Spiel der Kräfte bewirken. Aber es ist doch alles zu gering, um ein Menschenleben auszufüllen. Der Adler kann im Käfig von zwanzig Meter Ausmaß auch fliegen, aber das ist kein Adlerflug. Der Mensch kann im Bannkreis des Gottfernen sich auch leidenschaftlich regen, unter allerlei Opfern und Hingabe ringen und schaffen - er bleibt damit in einem Umkreis, der ihm zu eng ist. Seine besten, edelsten Kräfte kann er hier nicht entfalten. Wahrhaft menschliche Ausmaße kommen erst ins Menschenleben, wenn es von der Liebe zum Schöpfer selbst ergriffen ist: du sollst lieben Gott, deinen Herrn. &lt;br /&gt;
Liebe entsteht durch Begegnung. &lt;br /&gt;
Es kann nicht oft genug gesagt werden, daß das Neue Testament unter der Liebe zu Gott nicht ein blutleeres, gedankenhaftes, gezwungenes Streben versteht, sondern eine heilige Leidenschaft, einen Sturm und Drang ohnegleichen und doch auch tiefste Ruhe, völliges Stillesein, die ganz gelassene Heiterkeit dessen, dem nichts mehr zu wünschen übrigbleibt. Diese Liebe entsteht wie alle Liebe nur durch eine Begegnung. Ebensowenig wie man einen bloß gedachten Menschen lieben kann, kann man durch religiöse Vorstellungen zur Liebe Gottes gelangen. »Darin besteht die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn« ([https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Joh4,10 1. Joh. 4,10]). In der Person des Sohnes, den er sendet, begegnet der Allmächtige dem Menschen, und unter dieser Begegnung springt der Funke über, entzündet sich das heilige Feuer, sprudelt es auf aus verborgenen Tiefen. Die Liebe entsteht durch Begegnung; sie besteht durch dauernde Berührung; sie kann nicht fern sein; sie ist ihrem Wesen nach Gemeinschaft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Luther, Neutestamentliches Wörterbuch, eine Einführung in Sprache und Sinn der urchristlichen Schriften, Liebe zu Gott, Metzingen/Württemberg, Ernst Franz Verlag, 1998, ISBN 3-7722-0269-1, S. 154-156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun einmal Liebe zu Gott in unserem Herzen entstanden ist, dann ist das ein untrügliches Zeichen für die Unsterblichkeit, für die Verheißung des ewigen Lebens, wie es [[Einfluß_von_Jesus_Christus_auf_die_Weltgeschichte#Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski|Dostojewski]] erkannte und Stepan Trophimowitsch im Angesicht seines nahen Todes sagen lässt: „Meine Unsterblichkeit ist schon deswegen notwendig, weil Gott doch nicht das Unrecht wird begehen wollen, das Feuer der Liebe, das einmal in meinem Herzen zu Ihm entbrannt ist, ganz auszulöschen. Was aber ist teurer als Liebe? Die Liebe steht höher als das Sein, die Liebe ist die Krone des Seins, wie sollte da das Leben ihr nicht untertan sein? Wenn ich Ihn jetzt lieben gelernt habe, und diese meine Liebe mir eine Freude ist – wie wäre es dann möglich, daß Er mich und meine Freude wieder auslöschte und uns in Nichts verwandelte? Wenn es einen Gott gibt, so bin auch ich unsterblich!“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gutenberg.org/ebooks/61906.html.images &#039;&#039;The Project Gutenberg&#039;&#039; eBook of Sämtliche Werke 5-6: Die Dämonen] Fjodor Michailowitsch Dostojewski: Sämtliche Werke, Unter Mitarbeiterschaft von Dmitri Mereschkowski, herausgegeben von Moeller van den Bruck, Übertragen von E. K. Rahsin, Erste Abteilung: Fünfter und sechster Band, F. M. Dostojewski, Die Dämonen, R. Piper &amp;amp; Co. Verlag, München, 1921, [https://gutenberg.org/cache/epub/61906/pg61906-images.html#page-995 Zweiundzwanzigstes Kapitel. Stepan Trophimowitschs letzte Reise III.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus unterstrich diese zentrale Stellung der Liebe in unnachahmlichen Sätzen:&lt;br /&gt;
:„&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke. &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – wenn ich alle diese Gaben besitze, aber keine Liebe habe, bin ich nichts. &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts. [...] &amp;lt;sup&amp;gt;13&amp;lt;/sup&amp;gt; Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.“ ([https://www.bibleserver.com/text/NG%C3%9C/1.Kor13,1-3 1. Kor 13,1-3] und [https://www.bibleserver.com/text/NG%C3%9C/1Kor13,13 1. Kor 13,13])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil es also im Letzten um die Wiederherstellung der zerbrochenen Liebesbeziehung zwischen Gott, dem Schöpfer und seinem Geschöpf geht, für das die Versöhnung zwischen einem verlorenen Sohn und seinem Vater ein wunderbares Bild ist, das Jesus einmal mit dem herrlichen Gleichnis vom verlorenen Sohn in [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk15,11-32 Lk 15,11-32] illustriert hat&amp;lt;ref&amp;gt;... und das [https://de.wikipedia.org/wiki/Rembrandt_van_Rijn Rembrandt] meisterlich verbildlicht hat: [https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Rückkehr_des_verlorenen_Sohnes_(Rembrandt) Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Rembrandt)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, schließt sich hier der Kreis: weil es um die Liebe geht, die Kinder instinktiv richtig fühlen und wenn sie geliebt werden einfach zurück lieben, ist das Reich Gottes, dessen Grundfesten aus Liebe bestehen, für sie unmittelbar nachvollziehbar und so tun sie sich leichter damit, als wir Erwachsenen, dies zu glauben und zu leben - und so auch das ewige Leben in Gottes Gemeinschaft zu erlangen: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annehmen wird wie ein Kind, wird nicht hineinkommen.“ [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk18,15–17 Lk 18,15–17] (analog dazu: [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mt19,13–15 Mt 19,13–15] und [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Mk10,13–16 Mk 10,13–16]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel: Kampfsportler erlebt Gottes Liebe ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=9P-7lkdzQ98 &#039;&#039;YouTube - ERF Mensch Gott&#039;&#039;: Ein Professor verpfuscht die Hüft-Operation eines Kampfsportlers, was seine Karriere zerstört: der will ihn daraufhin umbringen, bis er Gottes Liebe erlebt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;gt; Wenn du noch Fragen hast, darfst du mir gerne schreiben: [mailto:adelphos@web.de adelphos@web.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fussnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
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		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=238"/>
		<updated>2026-02-07T08:14:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Musik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: [https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, dass das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfassbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, Schriftstellerische Tätigkeit, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; =&amp;gt; weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu auch: [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen. Die neue Beziehung zwischen Religion und Naturwissenschaften. Herder Verlag, Freiburg i. Br. 2004:ders., Es gibt keine Materie! Crotona Verlag, Amerang 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=237</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=237"/>
		<updated>2026-01-25T15:20:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: [https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, dass das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfassbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, Schriftstellerische Tätigkeit, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; =&amp;gt; weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=236</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=236"/>
		<updated>2026-01-12T22:14:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Plan des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: [https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, dass das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfassbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, Schriftstellerische Tätigkeit, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=235</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=235"/>
		<updated>2026-01-11T21:20:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: [https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, daß das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfassbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, Schriftstellerische Tätigkeit, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=234</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=234"/>
		<updated>2026-01-11T21:15:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Feinabstimmung des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: [https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, daß das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfassbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, Schriftstellerische Tätigkeit, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ &#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=233</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=233"/>
		<updated>2026-01-11T21:09:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: [https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, daß das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfassbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, Schriftstellerische Tätigkeit, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=232</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=232"/>
		<updated>2026-01-11T21:03:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Plan des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, daß das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfassbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, Schriftstellerische Tätigkeit, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=231</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=231"/>
		<updated>2026-01-11T21:01:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Plan des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, daß das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfassbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=230</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=230"/>
		<updated>2026-01-11T21:00:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Plan des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens Werner von Siemens] in seinen &#039;&#039;Lebenserinnerungen&#039;&#039;: Ich „suchte [...] den Nachweis zu führen, daß das Studium der Naturwissenschaften in seiner weiteren Ausbildung und Verallgemeinerung die Menschheit nicht verrohen und idealen Bestrebungen nicht abwendig machen würde, sondern sie im Gegenteil zu demütiger Bewunderung der die ganze Schöpfung durchdringenden und unfaßbaren Weisheit führen, sie also veredeln und bessern müsse.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/lebenserinnerung00siemuoft/page/284/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1895, S. 284]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=229</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=229"/>
		<updated>2026-01-11T05:05:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Ursprung des Lebens */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle] „Wie kommen Biologen dazu, sich an Fantasien mit so wenig Substanz zu ergötzen, nur um verneinen zu können, was doch so offensichtlich auf der Hand liegt, dass die ungefähr 200.000 Aminosäure-Ketten, und damit Leben, nicht zufällig haben erscheinen können. Die Antwort wird von einer Theorie geliefert, die vorüber einem Jahrhundert  entwickelt wurde und die zu erklären versuchte, dass das Leben ein notwendiges Produkt von rein lokalen natürlichen Prozessen sei. Sein Autor, Charles Darwin, selbst zögerte, die kirchliche Lehre von der Schöpfung anzugreifen und ist, zumindest nicht öffentlich, der Tragweite seiner Ideen hinsichtlich der Herkunft des Lebens nicht weiter nachgegangen. Im privaten Umfeld ließ er jedoch verlauten, dass sich das Leben in einem „kleinen warmen Teich“ entwickelt haben könnte, und bis zum heutigen Tage haben seine Anhänger versucht, die Herkunft des irdischen Lebens so zu erklären, dass es mit Hilfe einer Art von chemischer Evolution in einer Ursuppe vonstattenging. Aber wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht den Tatsachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„So why do biologists indulge in unsubstantiated fantasies in order to deny what is so patently obvious, that the 200,000 amino acid chains, and hence life, did not appear by chance? The answer lies in a theory developed over a century ago which sought to explain the development of life as an inevitable product of the purely local natural processes. Its author, Charles Darwin, hesitated to challenge the Church&#039;s doctrine on the creation, and publicly at least did not trace the implications of his ideas back to their bearing on the origin of life. However, he privately suggested that life may have been produced in &amp;quot;some warm little pond,&amp;quot; and to this day his followers have sought to explain the origin of terrestrial life in terms of a process of chemical evolution from the primordial soup. But, as we have seen, this simply does not fit the facts.“ Fred Hoyle, The Intelligent Universe, New York, Holt, Rinehart und Winston, 1983, S. 23 - zit. bei: [https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/Mein_Abschied_von_Darwin.pdf#subsection.2.8 Neil Thomas, Mein Abschied von Darwin, Ein langjähriger Agnostiker entdeckt Argumente für Design, &#039;&#039;orig: Taking leave of Darwin, A Longtime Agnostic Discovers the Case for Design, Discovery Institute Press, Seattle, August 2021&#039;&#039;, Übersetzung: Günther Schwalborig, Herausgeber der deutschen Übersetzung: Studiengemeinschaft Wort und Wissen e. V., 2.8 Es kam aus dem Weltall, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Zwischenfall_im_H%C3%BCrtgenwald&amp;diff=228</id>
		<title>Zwischenfall im Hürtgenwald</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Zwischenfall_im_H%C3%BCrtgenwald&amp;diff=228"/>
		<updated>2025-11-13T12:12:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Winternacht in den Ardennen - ausführlichere Version */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zwischenfall im Hürtgenwald - kürzere Version ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Heiligen Abend 1944, mitten in der Ardennenschlacht, hatten Mutter und ich unerwartete Gäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es an diesem Weihnachtsabend an der Tür klopfte, ahnten Mutter und ich nichts von dem Wunder, das wir erleben sollten. Ich war damals zwölf, und wir lebten in einem kleinen Häuschen in den Ardennen, nahe der deutsch - belgischen Grenze. Vater hatte das Häuschen vor dem Krieg benützt, wenn er an Wochenenden auf die Jagd ging; und als unsere Heimatstadt Aachen immer stärker unter Luftangriffen zu leiden hatte, schickte er uns dorthin. Ihn selbst hatte man in der sechs Kilometer entfernten Grenzstadt Monschau zum Luftschutzdienst eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»In den Wäldern seid Ihr sicher«, hatte er zu mir gesagt. »Pass gut auf Mutter auf. Du bis jetzt ein Mann.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vor einer Woche hatte Generalfeldmarschall von Rundstedt mit der letzten, verzweifelten deutschen Offensive dieses Krieges begonnen, und während ich jetzt zur Tür ging, tobte ringsum die Ardennenschlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es klopfte, blies Mutter rasch die Kerzen aus. Dann ging sie vor mir zur Tür und stieß sie auf. Draußen standen, vor dem gespenstischen Hintergrund der verschneiten Bäume, zwei Männer mit Stahlhelmen. Der eine redete Mutter in einer Sprache an, die wir nicht verstanden, und zeigte dabei auf einen dritten, der im Schnee lag. Sie begriff schneller als ich, dass es sich um Amerikaner handelte. Feinde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter stand, die Hand auf meiner Schulter, schweigend da, unfähig, sich zu bewegen. Die Männer waren bewaffnet und hätten sich den Eintritt erzwingen können, aber sie rührten sich nicht und baten nur mit den Augen. Der Verwundete schien mehr tot als lebendig. »Kommt rein«, sagte Mutter schließlich. Die Soldaten trugen ihren Kameraden ins Haus und legten ihn auf mein Bett. Keiner von ihnen sprach Deutsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter versuchte es mit Französisch, und in dieser Sprache konnte sich einer der Männer einigermaßen verständigen. Bevor Mutter sich des Verwundeten annahm, sagte sie zu mir: »Die Finger der beiden sind ganz steif. Zieh ihnen die Jacken und die Stiefel aus und bring einen Eimer Schnee herein.« Kurz darauf rieb ich ihnen die blaugefrorenen Füße mit Schnee ab. Der Untersetzte, Dunkelhaarige, erfuhren wir, war Jim. Sein Freund, groß und schlank, hieß Robin. Harry, der Verwundete, schlief jetzt auf meinem Bett, mit einem Gesicht so weiß wie draußen der Schnee. Sie hatten ihre Einheit verloren und irrten seit drei Tagen im Wald umher, auf der Suche nach den Amerikanern, auf der Hut vor den Deutschen. Sie waren unrasiert, sahen aber, ohne ihre schweren Mäntel, trotzdem aus wie große Jungen. Und so behandelte Mutter sie auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Geh, hol Hermann«, sagte Mutter zu mir. »Und bring Kartoffeln mit.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war eine einschneidende Änderung in unserem Weihnachtsprogramm. Hermann war ein fetter Hahn (benannt nach Hermann Göring, für den Mutter nicht viel übrig hatte), den wir seit Wochen mästeten, in der Hoffnung, Vater werde Weihnachten zu Haus sein. Und als es uns vor einigen Stunden klargeworden war, dass er nicht kommen würde, hatte Mutter gemeint, Hermann solle noch ein paar Tage am Leben bleiben, für den Fall, dass Vater zu Neujahr kam. Nun hatte sie sich wieder anders besonnen. Hermann sollte jetzt gleich eine dringende Aufgabe erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Jim und ich in der Küche halfen, kümmerte sich Robin um Harry, der einen Schuss in den Oberschenkel abbekommen hatte und fast verblutet war. Mutter riss ein Laken in Streifen zum Verbinden der Wunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald zog der verlockende Duft von gebratenem Hahn durch das Zimmer. Ich deckte gerade den Tisch, als es wieder klopfte. In der Erwartung, noch mehr verirrte Amerikaner zu sehen, öffnete ich ohne Zögern die Tür. Draußen standen 4 Männer in Uniformen, die mir nach fünf Jahren Krieg wohlvertraut waren: deutsche Soldaten - unsere!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war vor Schreck wie gelähmt. Trotz meiner Jugend kannte ich das Gesetz: Wer feindliche Soldaten beherbergt, begeht Landesverrat. Wir konnten alle erschossen werden! Mutter hatte auch Angst. Ihr Gesicht war weiß, aber sie trat hinaus und sagte ruhig: »Fröhliche Weihnachten!« Die Soldaten wünschten ihr ebenfalls eine frohe Weihnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Wir haben unsere Einheit verloren und möchten gern bis Tagesanbruch warten«, erklärte der Anführer, ein Unteroffizier. »Können wir bei Ihnen bleiben?« »Natürlich«, erwiderte Mutter mit der Ruhe der Verzweiflung. »Sie können auch eine gute, warme Mahlzeit haben und essen, solange etwas da ist«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten lächelten, vergnügt den Duft schnuppernd, der ihnen durch die halboffene Tür entgegenschlug. »Aber«, fuhr Mutter energisch fort, »wir haben noch drei Gäste hier, die Sie vielleicht nicht als Freunde ansehen werden.« Ihre Stimme war mit einem mal so streng, wie ich sie noch nie gehört hatte. »Heute ist Heiliger Abend, und hier wird nicht geschossen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Wer ist drin?«, fragte der Unteroffizier barsch, »Amerikaner?»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter sah jedem einzelnen in das frosterstarrte Gesicht »Hört mal«, sagte sie langsam. »Ihr könntet meine Söhne sein, und die da drin auch. Einer von ihnen ist verwundet und ringt um sein Leben. Und seine beiden Kameraden: verirrt und hungrig und müde wie Ihr. In dieser Nacht«, sie sprach jetzt zu dem Unteroffizier und hob die Stimme, »in dieser Heiligen Nacht denken wir nicht an Töten!«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier starrte sie an. Für zwei, drei endlose Sekunden herrschte Schweigen. Dann machte Mutter der Ungewissheit ein Ende. »Genug geredet!« sagte sie und klatschte in die Hände. »Legen Sie Ihre Waffen da auf das Holz - und machen Sie schnell, sonst essen die anderen alles auf.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Soldaten legten wie benommen ihre Waffen auf die Kiste mit Feuerholz im Gang: zwei Pistolen, drei Karabiner, ein leichtes MG und zwei Panzerfäuste. Mutter sprach indessen hastig mit Jim auf Französisch. Er sagte etwas auf Englisch, und ich sah verwundert, wie auch die Amerikaner Mutter ihre Waffen gaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nun die Deutschen und die Amerikaner Schulter an Schulter verlegen in der kleinen Stube standen, war Mutter in ihrem Element. Lächelnd suchte sie für jeden einen Sitzplatz. Wir hatten nur drei Stühle, aber Mutters Bett war groß. Dorthin setzte sie zwei der später Gekommenen neben Jim und Robin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann machte sie sich, ohne von der gespannten Atmosphäre Notiz zu nehmen, wieder ans Kochen. Aber Hermann wurde ja nun nicht mehr größer, und wir hatten vier Esser mehr. »Rasch«, flüsterte sie mir zu, »hole noch ein paar Kartoffeln und etwas Haferflocken. Die Jungen haben Hunger, und wenn einem der Magen knurrt, ist man reizbar.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich die Vorratskammer plünderte, hörte ich Harry stöhnen. Als ich zurückkam, hatte einer der Deutschen eine Brille aufgesetzt und beugte sich über die Wunde des Amerikaners. »Sind Sie Sanitäter?« fragte Mutter. »Nein«, erwiderte er, »aber ich habe bis vor wenigen Monaten in Heidelberg Medizin studiert.« Dann erklärte er den Amerikanern in, wie mir schien, recht fließendem Englisch, Harrys Wunde sei Dank der Kälte nicht infiziert. »Er hat nur sehr viel Blut verloren«, sagte er zu Mutter. »Er braucht jetzt einfach Ruhe und kräftiges Essen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck begann zu weichen. Selbst mir kamen die Soldaten, als sie so nebeneinander saßen, alle noch sehr jung vor. Heinz und Willi, beide aus Köln, waren sechzehn. Der Unteroffizier war mit seinen Dreiundzwanzig der älteste. Er brachte aus seinem Brotbeutel eine Flasche Rotwein zum Vorschein, und Heinz fand einen Laib Schwarzbrot, den Mutter in Scheiben schnitt. Sie sollten zum Essen auf den Tisch kommen. Von dem Wein aber stellte sie einen Rest beiseite. »Für den Verwundeten.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sprach Mutter das Tischgebet. Ich sah, dass sie Tränen in den Augen hatte, als sie die vertrauten Worte sprach: »Komm, Herr Jesus, sei unser Gast ...« Und als ich mich in der Tischrunde umsah, waren auch die Augen der kriegsmüden Soldaten feucht. Sie waren wieder Buben, die einen aus Amerika, die anderen aus Deutschland, alle fern von zu Haus.&lt;br /&gt;
Gegen Mitternacht ging Mutter zur Tür und forderte uns auf, mitzukommen und den Stern von Bethlehem anzusehen. Bis auf Harry, der friedlich schlief, standen wir alle neben ihr, und für jeden war in diesem Augenblick der Stille und im Anblick des [https://de.wikipedia.org/wiki/Sirius Sirius], des hellsten Sterns am Himmel, der Krieg sehr fern und fast vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser privater Waffenstillstand hielt auch am nächsten Morgen an. Harry erwachte, verschlafen brummelnd, in den letzten Nachtstunden, und Mutter flößte ihm etwas Brühe ein. Bei Tagesanbruch war er dann sichtlich kräftiger. Mutter quirlte ihm aus unserem einzigen Ei, dem Rest Rotwein und etwas Zucker einen stärkenden Trunk. Wir anderen aßen Haferflocken. Dann wurde aus zwei Stöcken und Mutters bestem Tischtuch eine Tragbahre für Harry gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier zeigte den Amerikanern, über Jims Karte gebeugt, wie sie zu ihrer Truppe zurückfinden konnten. In diesem Stadium des Bewegungskrieges erwiesen sich die Deutschen als überraschend gut informiert. Er legte den Finger auf einen Bach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Da geht Ihr lang«, sagte er. »Am Oberlauf trefft Ihr auf die 1. Armee, die sich dort neu formiert.« Der Mediziner übersetzte alles ins Englische.&lt;br /&gt;
»Weshalb nicht nach Monschau?« fragte Jim. »Um Himmels willen, nein!« rief der Unteroffizier. »Monschau haben wir wieder genommen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter gab nun allen ihre Waffen zurück. »Seid vorsichtig, Jungens«, sagte sie. »Ich wünsche mir, dass Ihr eines Tages dahin zurückkehrt, wo Ihr hingehört, nach Hause. Gott beschütze euch alle!« Die Deutschen und die Amerikaner gaben einander die Hand, und wir sahen ihnen nach, bis sie in entgegengesetzter Richtung verschwunden waren.&lt;br /&gt;
Als ich wieder ins Haus trat, hatte Mutter die alte Familienbibel hervorgeholt. Ich sah ihr über die Schulter. Das Buch war bei der Weihnachtsgeschichte aufgeschlagen, bei dem Bericht von der Geburt in der Krippe und den drei Weisen, die von weither kamen, um ihre Geschenke darzubringen. Ihr Finger glitt über die Zeile: »... und sie zogen über einen anderen Weg wieder in ihr Land.«&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fritz Vincken:&#039;&#039; [https://www.readersdigest.de/blogs/blog_spannung/reader-s-digest-klassiker-zwischenfall-im-huertgenwald Zwischenfall im Hürtgenwald.] In: Reader&#039;s Digest. Verlag Das Beste GmbH&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Winternacht in den Ardennen - ausführlichere Version ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange musste Fritz Finken warten, bis er einen seiner Kriegshelden wiedersah.&lt;br /&gt;
Er traf Ralph Blank in einem Altenheim in Frederick, USA, zum ersten Mal seit dem Moment, an dem der frühere amerikanische Soldat die Hütte in den Ardennen verließ, um den Weg zurück zu seiner Einheit zu suchen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich schauen&amp;quot;, sagte Finken, während er einen hawaiianischen Blumenkranz um Blanks Nacken legte. &amp;quot;Dieselben Augen! Wie ist es dir ergangen?&amp;quot; erwiderte Blank. &amp;quot;Du bist kein kleiner Junge mehr.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war zwölf Jahre alt, als wir in einer Aprilnacht 1944 durch einen schweren Bombenangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] obdachlos wurden.&lt;br /&gt;
Unser Wohnhaus mit der dazugehörenden Bäckerei war nur noch ein rauchender Trümmerhaufen.&lt;br /&gt;
Zusammen mit meinen Eltern wurde ich nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuwied Neuwied am Rhein] evakuiert. Mein Vater, der Bäckermeister Hubert Finken, wurde dort für die nächsten Monate Backstubenleiter beim Obermeister, bis dessen Bäckerei ebenso durch Fliegerschaden ausfiel.&lt;br /&gt;
Nun drohte meinem Vater, der 48 Jahre alt war, die Einberufung zur Wehrmacht.&lt;br /&gt;
Doch der Obermeister sorgte dafür, dass er zur Arbeit in einer Heeresbäckerei dienstverpflichtet wurde. Irgendwo im deutsch-belgischen Grenzgebiet der Ardennen wurde das Brot für die mit Schanzarbeiten am Westwall beschäftigten Baukolonnen gebacken.&lt;br /&gt;
Dorthin wurde Vater abkommandiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alliierte Invasion rollte durch Frankreich unaufhaltsam ostwärts.&lt;br /&gt;
Viele glaubten, der Krieg gehe im Herbst zu Ende und planten, sich von der Front überrollen zu lassen.&lt;br /&gt;
Je früher, desto besser.&lt;br /&gt;
Kaum jemand fürchtete den westlichen Gegner.&lt;br /&gt;
So kam mein Vater eines Abends mit einem Kübelwagen der Wehrmacht nach Neuwied, lud meine Mutter Elisabeth und mich auf und brachte uns in einer stundenlangen Nachtfahrt in seine Nähe.&lt;br /&gt;
Dort hatte er eine Unterkunft für uns vorbereitet. In einer leerstehenden Baracke der Organisation Todt, die einsam und versteckt an einer Lichtung stand, sollten wir die nächsten drei, vier Wochen ausharmen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann haben wir den Krieg hinter uns&amp;quot;, sagte Vater voller Optimismus.&lt;br /&gt;
Leider sollte sich diese Hoffnung nicht erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herbst zog sich dahin, die Front versteifte sich und im Dezember wagte Hitler seine Ardennenoffensive.&lt;br /&gt;
Da waren wir immer noch in unserer Hütte, tief eingeschneit und seit Wochen ohne Verbindung zur Außenwelt.&lt;br /&gt;
Mein Vater, der uns bis in den November hinein wöchentlich Verpflegung gebracht hatte, kam infolge der Schneewehen nicht mehr zu uns durch.&lt;br /&gt;
Unsere Hütte hatte zwei verglaste Fenster und einen gemauerten Ofen, auf dem man auch kochen konnte.&lt;br /&gt;
Holzscheite lagen bereit, Grundnahrungsmittel hatten wir ausreichend.&lt;br /&gt;
Kartoffeln, Mehl, Nudeln und Haferflocken.&lt;br /&gt;
Bevor der Schnee fiel, ging ich oft ins Tal zu einer Kartoffelmiete, an der die dort häufigen Wildschweine ein Loch gebuddelt hatten.&lt;br /&gt;
Dort holte ich in einem Rucksack, so viel und so oft ich nur konnte.&lt;br /&gt;
In einem verlassenen Gehöft fand ich eine Menge Kerzen und einen einsamen, hungrigen Hahn, der mir wie ein Hündchen folgte.&lt;br /&gt;
Sein Appetit war enorm, er räumte tüchtig unter unseren Haferflocken auf.&lt;br /&gt;
Das blieb nicht ohne Folgen, denn mit seinem Gewicht nahm auch die Lautstärke seines Krähens zu und wir fürchteten, dass er auf uns aufmerksam machen könnte.&lt;br /&gt;
Vor Weihnachten musste Mutter ihn zum Schweigen bringen.&lt;br /&gt;
Schon seit über einer Woche hörten wir den aus den Tälern zu uns dringenden Kampflärm.&lt;br /&gt;
Dort unten tat sich etwas und wir fassten neuen Mut.&lt;br /&gt;
Mutter hoffte, dass Vater gesund in Kriegsgefangenschaft geraten war.&lt;br /&gt;
Bald sei auch für uns der Krieg vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Dezember schien die Wintersonne an einem wolkenlosen Himmel.&lt;br /&gt;
Den ganzen Tag über hörten wir das dumpfe Dröhnen alliierter Kampfflugzeuge, die völlig ungestört mit ihrer Bombenlast über uns hinwegzogen.&lt;br /&gt;
Es war bitterkalt.&lt;br /&gt;
Mit der Dunkelheit kam die Stille und der Himmel gehörte wieder den Sternen, die über unsere tief verschneite Lichtung funkelten.&lt;br /&gt;
Mutter, die im spärlichen Licht einer Kerze am Ofen hantierte, sagte vor sich hin: &amp;quot;wenn man nur wüsste, was aus dem Vater geworden ist. Wo mag er jetzt schon sein?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ich saß im Halbdunkel und wartete ungeduldig auf die Hühnersuppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einmal klopfte es an unsere Tür.&lt;br /&gt;
Erschrocken zuckte ich zusammen und sah, wie Mutter hastig die Kerze ausblies.&lt;br /&gt;
Dann klopfte es wieder.&lt;br /&gt;
Wir fassten uns ein Herz und machten auf.&lt;br /&gt;
Draußen, wie Phantome vor der schneebedeckten Lichtung, standen zwei Männer mit Stahlhelmen.&lt;br /&gt;
Einer von ihnen sprach zu Mutter in einer Sprache, die wir nicht verstanden, und er zeigte auf einen Dritten, der im Schnee lag.&lt;br /&gt;
Wir begriffen sofort, dass die Männer amerikanische Soldaten waren.&lt;br /&gt;
Mutter stand regungslos neben mir.&lt;br /&gt;
Sie waren bewaffnet und hätten ihr Eintreten erzwingen können, doch sie standen da und fragten mit den Augen.&lt;br /&gt;
Und der im Schnee sitzende schien mehr tot als lebendig.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommt rein&amp;quot;, sagte meine Mutter mit einer einladenden Geste.&lt;br /&gt;
Die Soldaten nahmen ihren Kameraden und streckten ihn auf meinem Strohsack aus.&lt;br /&gt;
Keiner von ihnen verstand Deutsch.&lt;br /&gt;
Doch als einer es mit seinem Französisch versuchte, konnte er sich verständlich machen.&lt;br /&gt;
Er glaubte wohl, wir seien [https://de.wikipedia.org/wiki/Wallonen Wallonen].&lt;br /&gt;
Mutter hatte als Kind in benachbarten Belgien einige Jahre die Schule besucht und dort Französisch gelernt.&lt;br /&gt;
Während Mutter nach dem Verwundeten sah, half ich den beiden anderen beim Ausziehen ihrer schweren Mäntel.&lt;br /&gt;
Sie machten einen erschöpften Eindruck.&lt;br /&gt;
Am Ofen sitzend wich die Kälte von ihnen.&lt;br /&gt;
Und mit der Wärme stellten sich auch die Lebensgeister wieder ein.&lt;br /&gt;
Wir erfuhren, dass der stämmige, dunkelhaarige Bursche Jim hieß.&lt;br /&gt;
Sein Kamerad, größer und schlanker, war Ralph.&lt;br /&gt;
Harry, der Verwundete, schlief nun auf meinem Bett.&lt;br /&gt;
Sein Gesicht war so weiß wie Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren Versprengte, hatten ihre Einheit verloren und waren seit Tagen im Wald umhergeirrt.&lt;br /&gt;
Unrasiert wie sie waren, sahen sie ohne ihre schweren Mäntel dennoch eher wie große Jungen aus.&lt;br /&gt;
Und so wurden sie auch von Mutter versorgt.&lt;br /&gt;
Geh, bring noch sechs Kartoffeln, rief sie mir zu.&lt;br /&gt;
Sie hatte eine zweite Kerze angezündet und schnitt die gewaschenen, ungeschälten Erdäpfeln unsere Suppe hinein.&lt;br /&gt;
Sie zu schälen, galt damals bei uns als Verschwendung.&lt;br /&gt;
Während Jim und ich Mutter zuschauten, sah Ralph nach Harry.&lt;br /&gt;
Er hatte viel geblutet. Nun lag er teilnahmslos und still.&lt;br /&gt;
Mutters Suppe verbreitete schon längst einen einladenden Duft. Ich war gerade dabei, den Tisch zu decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da klopfte es wieder an der Tür.&lt;br /&gt;
In der Erwartung, dass noch mehr versprengte Amerikaner draußen standen, öffnete ich ohne Zögern.&lt;br /&gt;
Ja, es waren Soldaten, vier Mann, und alle bis an die Zähne bewaffnet.&lt;br /&gt;
Ihre Uniform war mir wohl vertraut nach fünf Jahren Krieg.&lt;br /&gt;
Das waren Soldaten der Wehrmacht, das waren unsere.&lt;br /&gt;
Ich war vor Schreck wie gelähmt.&lt;br /&gt;
Obschon ich noch ein Kind war, wusste ich, dass jeder, der den Feind in irgendeiner Weise begünstigt, erschossen wird.&lt;br /&gt;
Kamen nun alle zu einem furchtbaren Ende?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutters Gesicht konnte ich nicht sehen, als sie heraus trat. Doch ihre gefasste Stimme beruhigte mich etwas.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie bringen aber eine eisige Kälte mit, meine Herren. Möchten Sie mit uns essen?&amp;quot; entfuhr es ihr.&lt;br /&gt;
Damit schien sie den richtigen Ton gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
Die Soldaten grüßten freundlich und waren sichtlich froh, im Grenzland zwischen den Fronten Landsleuten zu begegnen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dürfen wir uns hier etwas aufwärmen?&amp;quot; fragte der Rangälteste, ein Unteroffizier.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Vielleicht haben Sie irgendwo Platz für uns bis zum Morgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Natürlich&amp;quot;, antwortete Mutter in aller Herzlichkeit. &amp;quot;Sie können auch eine warme Suppe mit uns essen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Deutschen lächelten, als sie das Aroma durch die halb offene Tür rochen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch&amp;quot;, fügte Mutter in einem aus schierer Angst erwachsenen Todesmut hinzu, &amp;quot;Es sind bereits drei Durchfrorene hier, um sich etwas aufzuwärmen. Ich bitte Sie um Himmels Willen, machen Sie jetzt bloß keinen Krawall.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier schien zu begreifen. &amp;quot;Wen haben Sie da drinnen?&amp;quot; verlangte er barsch zu wissen. &amp;quot;Amis?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mutter sah jeden Einzelnen an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hört mal&amp;quot;, sagte sie langsam. &amp;quot;Ihr könntet meine Söhne sein und die da drinnen auch. Einer von Ihnen ist verwundet und der ist gar nicht gut dran. Und die beiden anderen sind so hungrig und müde wie ihr. Es ist Heiligabend.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Sie sprach jetzt zu dem Unteroffizier. &amp;quot;Und hier wird nicht geschossen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der starrte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für zwei, drei endlose Sekunden hörte man nur den Wind. Ich stand da und bibberte. Doch Mutter nutzte den Moment.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Genug geredet&amp;quot;, sagte sie entschlossen. &amp;quot;Legt das Schießzeug da auf das Holz und kommt schnell rein. Sonst essen die anderen alles auf.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Tut, was sie sagt&amp;quot;, knurrte der Unteroffizier. &amp;quot;Wir haben Hunger.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wortlos legten sie ihre Waffen in den winzigen Schuppen, in dem wir unsere Holzscheite aufbewahrten.&lt;br /&gt;
Es waren drei Karabiner, zwei Pistolen, ein leichtes MG und zwei Panzerfäuste.&lt;br /&gt;
Währenddessen war den Amerikanern nicht verborgen geblieben, dass eine Gruppe Krauts vor der Tür stand.&lt;br /&gt;
Und mit dem Mut der Verzweiflung waren sie willens, sich zur Wehr zu setzen.&lt;br /&gt;
Mutter sprach indessen hastig mit Jim auf Französisch. Er sagte etwas zu Ralf und ich sah erleichtert, wie auch die Amerikaner mit sich reden ließen.&lt;br /&gt;
Sie machten mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nun alle in der kleinen Stube waren, schienen sie etwas ratlos zu sein.&lt;br /&gt;
Wie man sich als Soldat in einer solchen Situation verhält, hatten ihre Ausbilder nicht mit ihnen besprochen.&lt;br /&gt;
Mutter war währenddessen in ihrem Element. Lächelnd suchte sie für jeden einen Sitzplatz. Wir hatten nur drei Stühle, aber Mutters Bett war groß.&lt;br /&gt;
Dorthin setzte sie zwei der später gekommenen neben Jim und Ralf.&lt;br /&gt;
Man schwieg sich an.&lt;br /&gt;
Es lag eine Gespanntheit in der Luft, die sich auf alle übertrug. Mutter machte sich wieder ans Kochen.&lt;br /&gt;
Aber unser Hahn wurde nicht größer und wir hatten vier Esser mehr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Rasch&amp;quot; flüsserte sie mir zu. &amp;quot;Wasch mir noch ein paar Kartoffeln und schneide sie zweimal durch. Und hol noch etwas Haferflocken, wenn wir die Jungen erst einmal satt haben, wird sich alles geben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich bei unseren Vorräten war, hörte ich Harry laut aufstöhnen.&lt;br /&gt;
Einer der Deutschen setzte seine Brille auf und beugte sich über die Wunde des Amerikaners. &amp;quot;Sind Sie Sanitäter?&amp;quot; fragte Mutter.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein&amp;quot;, erwiderte er, &amp;quot;aber ich habe bis vor wenigen Monaten in Heidelberg Medizin studiert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Dann erklärte er den Amerikanern, in, wie mir schien, recht fließendem Englisch, Harrys Wunde sei dank der Kälte nicht entzündet.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er hat sehr viel Blut verloren&amp;quot;, sagte er zu Mutter. &amp;quot;Er braucht jetzt einfach Ruhe und kräftiges Essen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Spannung hatte sich gelöst. Selbst mir kamen die Soldaten, als sie so nebeneinander saßen, alle noch sehr jung vor. Der Unteroffizier war mit seinen 23 Jahren der Älteste.&lt;br /&gt;
Am linken Ärmel seiner Uniformjacke trug er das Kubanschild, das ihn als Ostfrontkämpfer auswies. Aus seinem Brotbeutel nahm er eine Flasche Rotwein, und ein anderer brachte ein großes Kommissbrot auf den Tisch, das Mutter in Scheiben schnitt.&lt;br /&gt;
Von dem Wein füllte sie etwas in einen Becher, für Harry. Der Rest wurde unter uns aufgeteilt. Zwei Kerzen flackerten auf dem Tisch, dazwischen stand der Kessel mit der dampfenden Suppe. Auf einem Teller lag das geschnittene Brot, und jeder hatte etwas Wein. Ich hatte zwischen Jim und Ralph Platz gefunden. Am Kopfende saß Mutter auf einer improvisierten Sitzgelegenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf sie waren jetzt alle Blicke gerichtet.&lt;br /&gt;
In meinem Elternhaus war es nicht üblich gewesen, vor dem Essen gemeinsam zu beten. Mit uns am Tisch saßen normalerweise die Gesellen, der Lehrling und die Hausgehilfin. Wer da beten wollte, der tat das still für sich. Das war nun alles anders. Es war eine gehobene, fast feierliche Stimmung, und niemand wäre es eingefallen, sich ohne Weiteres über die Mahlzeit herzumachen.&lt;br /&gt;
Ralph erfasste die Hände der neben ihm Sitzenden.&lt;br /&gt;
Jim tat das Gleiche, und schon saßen wir alle nach amerikanischer Sitte, Hände haltend um den Tisch, um unser aller Herrgott zu danken.&lt;br /&gt;
Mutter sprach für uns in ergreifender Inständigkeit, sie schloss mit den Worten, &amp;quot;... und bitte, mach endlich Schluss mit diesem Krieg.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Als ich mich in der Tischrunde umsah, bemerkte ich einige Tränen, die sich den Kriegern aus den Augen stahlen.&lt;br /&gt;
Niemand schämte sich. Sie alle hatten sich ihre Menschlichkeit bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun waren sie ganz einfach wieder die jungen Söhne ihrer sich um sie sorgenden Eltern, die einen aus Amerika, die anderen aus Deutschland, alle fern von zu Haus.&lt;br /&gt;
Nach dem Essen gab es starken amerikanischen Nescafé und Ananaspudding, den Jim in kleinen olivgrünen Dosen aus seiner weiten Manteltasche holte.&lt;br /&gt;
Dann wurden Zigaretten ausgetauscht, hier Eckstein, dort Cheseterfield. Und schon hatte jeder der Gäste eine im Mund.&lt;br /&gt;
Doch der um Harry besorgte Medikus sprach ein Machtwort: &amp;quot;Get out an die frische Luft!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Draußen war eine vor Kälte klirrende, strahlende Winternacht.&lt;br /&gt;
Der Himmel war mit Sternen übersät, und Mutter forderte uns auf, den am hellsten Leuchtenden, den Sirius, anzusehen. &amp;quot;Das ist unser [https://de.wikipedia.org/wiki/Stern_von_Betlehem Stern von Bethlehem], der kündigt den Frieden an.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand sprach ein Wort. Aus der Ferne drang das dumpfe Bollern schwerer Artillerie an unsere Ohren. Dennoch schien uns jetzt der Krieg sehr weit und fast vergessen.&lt;br /&gt;
Dann gingen wir schlafen, die Soldaten auf dem Fußboden, auf ihren dicken Mänteln.&lt;br /&gt;
Ich fand in Mutters Bett noch Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harry erwachte im Morgengrauen, und Mutter flößte ihm etwas ein. Sie hatte aus amerikanischem Eipulver, dem Rest Rotwein und viel Zucker einen Kraftdrunk gequirlt, der es in sich hatte.&lt;br /&gt;
Ob es auch schmackhaft war, erfuhr ich nie, doch Harry war bei Tagesanbruch sichtlich kräftiger. Zum Frühstück aß er mit uns anderen den Rest der Hühnersuppe.&lt;br /&gt;
Dann wurde aus zwei starken Stöcken und einer deutschen Zeltbahn eine Trage für Harry gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier zeigte Jim und Ralph auf einer Karte den Weg zu den amerikanischen Linien. Ein deutscher Kompass wechselte den Besitzer.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Passt auf, wo ihr geht. Viele Wege sind vermint. Und wenn ihr eure [https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdbomber Jabos] kommen hört, winkt wie der Teufel.&amp;quot; Der Mediziner übersetzte alles ins Englische.&lt;br /&gt;
Dann bewaffneten sie sich wieder, und es folgte der Abschied. Herzlicher konnte es auch unter alten Freunden nicht sein. Sie umarmten sich fröhlich, man versprach, sich wieder zu sehen. &amp;quot;As soon as this damned war is over.&amp;quot; Jim und Ralph küssten Mutters Wangen.&lt;br /&gt;
Harry wurde auf seine Sänfte gesetzt, und mit Hallo, aber auch mit etwas Wehmut trennten sich unsere Wege. Manchmal drehten sie sich um und winkten.&lt;br /&gt;
Wir schauten ihnen nach, bis sie im Wald verschwunden waren. &amp;quot;Das sind Menschen genau wie wir&amp;quot;, sagte der Unteroffizier halblaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Nacht in den Ardennen vergaß ich nie. Oftmals, wenn ich am winterlichen Himmel den hellglitzernden Sirius erblicke, scheint er mich zu grüßen wie einen alten Freund.&lt;br /&gt;
Unwillkürlich gedenke ich dann meiner Mutter und jener jungen Soldaten, die als Feinde zusammentrafen und als Kameraden auseinandergehen.&lt;br /&gt;
1959 verließ Fritz Finken Deutschland. 1964 schrieb er seine Erinnerungen an das unvergessliche Weihnachtsfest 1944 nieder. Sein Wunsch, alle Beteiligten wieder zusammenzubringen, hat sich leider nicht erfüllt. Seine Mutter starb 1966. Nach den deutschen Soldaten suchte er vergeblich.&lt;br /&gt;
Vermutlich sind sie in den letzten Kriegsmonaten gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch durch einen glücklichen Zufall fand er wenigstens Ralf wieder. Er besaß noch den deutschen Wehrmachtskompass. Monate später wurde auch Jim, damals 76, in Ohio gefunden. Harry, der damals verwundete, war bereits 1972 gestorben. Auch Ralf ist mittlerweile tot.&lt;br /&gt;
Es leben heute nur noch zwei Menschen, die von diesem Wunder des Friedens mitten im Krieg berichten können. Fritz Finken war viele Jahre lang Mitglied des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittels [https://openai.com/research/whisper Whisper] von der MP3 Aufnahmne [https://www.volksbund.de/aktuell/mediathek/detail/winternacht-in-den-ardennen &#039;&#039;Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.:&#039;&#039; Winternacht in den Ardennen] nach Text konvertiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
Von dieser Geschichte gibt auch einen Spielfilm: [https://de.wikipedia.org/wiki/Stille_Nacht_%E2%80%93_Das_Weihnachtswunder Stille Nacht – Das Weihnachtswunder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Zwischenfall_im_H%C3%BCrtgenwald&amp;diff=227</id>
		<title>Zwischenfall im Hürtgenwald</title>
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		<updated>2025-11-13T12:10:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Winternacht in den Ardennen - ausführlichere Version */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zwischenfall im Hürtgenwald - kürzere Version ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Heiligen Abend 1944, mitten in der Ardennenschlacht, hatten Mutter und ich unerwartete Gäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es an diesem Weihnachtsabend an der Tür klopfte, ahnten Mutter und ich nichts von dem Wunder, das wir erleben sollten. Ich war damals zwölf, und wir lebten in einem kleinen Häuschen in den Ardennen, nahe der deutsch - belgischen Grenze. Vater hatte das Häuschen vor dem Krieg benützt, wenn er an Wochenenden auf die Jagd ging; und als unsere Heimatstadt Aachen immer stärker unter Luftangriffen zu leiden hatte, schickte er uns dorthin. Ihn selbst hatte man in der sechs Kilometer entfernten Grenzstadt Monschau zum Luftschutzdienst eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»In den Wäldern seid Ihr sicher«, hatte er zu mir gesagt. »Pass gut auf Mutter auf. Du bis jetzt ein Mann.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vor einer Woche hatte Generalfeldmarschall von Rundstedt mit der letzten, verzweifelten deutschen Offensive dieses Krieges begonnen, und während ich jetzt zur Tür ging, tobte ringsum die Ardennenschlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es klopfte, blies Mutter rasch die Kerzen aus. Dann ging sie vor mir zur Tür und stieß sie auf. Draußen standen, vor dem gespenstischen Hintergrund der verschneiten Bäume, zwei Männer mit Stahlhelmen. Der eine redete Mutter in einer Sprache an, die wir nicht verstanden, und zeigte dabei auf einen dritten, der im Schnee lag. Sie begriff schneller als ich, dass es sich um Amerikaner handelte. Feinde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter stand, die Hand auf meiner Schulter, schweigend da, unfähig, sich zu bewegen. Die Männer waren bewaffnet und hätten sich den Eintritt erzwingen können, aber sie rührten sich nicht und baten nur mit den Augen. Der Verwundete schien mehr tot als lebendig. »Kommt rein«, sagte Mutter schließlich. Die Soldaten trugen ihren Kameraden ins Haus und legten ihn auf mein Bett. Keiner von ihnen sprach Deutsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter versuchte es mit Französisch, und in dieser Sprache konnte sich einer der Männer einigermaßen verständigen. Bevor Mutter sich des Verwundeten annahm, sagte sie zu mir: »Die Finger der beiden sind ganz steif. Zieh ihnen die Jacken und die Stiefel aus und bring einen Eimer Schnee herein.« Kurz darauf rieb ich ihnen die blaugefrorenen Füße mit Schnee ab. Der Untersetzte, Dunkelhaarige, erfuhren wir, war Jim. Sein Freund, groß und schlank, hieß Robin. Harry, der Verwundete, schlief jetzt auf meinem Bett, mit einem Gesicht so weiß wie draußen der Schnee. Sie hatten ihre Einheit verloren und irrten seit drei Tagen im Wald umher, auf der Suche nach den Amerikanern, auf der Hut vor den Deutschen. Sie waren unrasiert, sahen aber, ohne ihre schweren Mäntel, trotzdem aus wie große Jungen. Und so behandelte Mutter sie auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Geh, hol Hermann«, sagte Mutter zu mir. »Und bring Kartoffeln mit.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war eine einschneidende Änderung in unserem Weihnachtsprogramm. Hermann war ein fetter Hahn (benannt nach Hermann Göring, für den Mutter nicht viel übrig hatte), den wir seit Wochen mästeten, in der Hoffnung, Vater werde Weihnachten zu Haus sein. Und als es uns vor einigen Stunden klargeworden war, dass er nicht kommen würde, hatte Mutter gemeint, Hermann solle noch ein paar Tage am Leben bleiben, für den Fall, dass Vater zu Neujahr kam. Nun hatte sie sich wieder anders besonnen. Hermann sollte jetzt gleich eine dringende Aufgabe erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Jim und ich in der Küche halfen, kümmerte sich Robin um Harry, der einen Schuss in den Oberschenkel abbekommen hatte und fast verblutet war. Mutter riss ein Laken in Streifen zum Verbinden der Wunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald zog der verlockende Duft von gebratenem Hahn durch das Zimmer. Ich deckte gerade den Tisch, als es wieder klopfte. In der Erwartung, noch mehr verirrte Amerikaner zu sehen, öffnete ich ohne Zögern die Tür. Draußen standen 4 Männer in Uniformen, die mir nach fünf Jahren Krieg wohlvertraut waren: deutsche Soldaten - unsere!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war vor Schreck wie gelähmt. Trotz meiner Jugend kannte ich das Gesetz: Wer feindliche Soldaten beherbergt, begeht Landesverrat. Wir konnten alle erschossen werden! Mutter hatte auch Angst. Ihr Gesicht war weiß, aber sie trat hinaus und sagte ruhig: »Fröhliche Weihnachten!« Die Soldaten wünschten ihr ebenfalls eine frohe Weihnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Wir haben unsere Einheit verloren und möchten gern bis Tagesanbruch warten«, erklärte der Anführer, ein Unteroffizier. »Können wir bei Ihnen bleiben?« »Natürlich«, erwiderte Mutter mit der Ruhe der Verzweiflung. »Sie können auch eine gute, warme Mahlzeit haben und essen, solange etwas da ist«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten lächelten, vergnügt den Duft schnuppernd, der ihnen durch die halboffene Tür entgegenschlug. »Aber«, fuhr Mutter energisch fort, »wir haben noch drei Gäste hier, die Sie vielleicht nicht als Freunde ansehen werden.« Ihre Stimme war mit einem mal so streng, wie ich sie noch nie gehört hatte. »Heute ist Heiliger Abend, und hier wird nicht geschossen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Wer ist drin?«, fragte der Unteroffizier barsch, »Amerikaner?»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter sah jedem einzelnen in das frosterstarrte Gesicht »Hört mal«, sagte sie langsam. »Ihr könntet meine Söhne sein, und die da drin auch. Einer von ihnen ist verwundet und ringt um sein Leben. Und seine beiden Kameraden: verirrt und hungrig und müde wie Ihr. In dieser Nacht«, sie sprach jetzt zu dem Unteroffizier und hob die Stimme, »in dieser Heiligen Nacht denken wir nicht an Töten!«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier starrte sie an. Für zwei, drei endlose Sekunden herrschte Schweigen. Dann machte Mutter der Ungewissheit ein Ende. »Genug geredet!« sagte sie und klatschte in die Hände. »Legen Sie Ihre Waffen da auf das Holz - und machen Sie schnell, sonst essen die anderen alles auf.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Soldaten legten wie benommen ihre Waffen auf die Kiste mit Feuerholz im Gang: zwei Pistolen, drei Karabiner, ein leichtes MG und zwei Panzerfäuste. Mutter sprach indessen hastig mit Jim auf Französisch. Er sagte etwas auf Englisch, und ich sah verwundert, wie auch die Amerikaner Mutter ihre Waffen gaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nun die Deutschen und die Amerikaner Schulter an Schulter verlegen in der kleinen Stube standen, war Mutter in ihrem Element. Lächelnd suchte sie für jeden einen Sitzplatz. Wir hatten nur drei Stühle, aber Mutters Bett war groß. Dorthin setzte sie zwei der später Gekommenen neben Jim und Robin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann machte sie sich, ohne von der gespannten Atmosphäre Notiz zu nehmen, wieder ans Kochen. Aber Hermann wurde ja nun nicht mehr größer, und wir hatten vier Esser mehr. »Rasch«, flüsterte sie mir zu, »hole noch ein paar Kartoffeln und etwas Haferflocken. Die Jungen haben Hunger, und wenn einem der Magen knurrt, ist man reizbar.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich die Vorratskammer plünderte, hörte ich Harry stöhnen. Als ich zurückkam, hatte einer der Deutschen eine Brille aufgesetzt und beugte sich über die Wunde des Amerikaners. »Sind Sie Sanitäter?« fragte Mutter. »Nein«, erwiderte er, »aber ich habe bis vor wenigen Monaten in Heidelberg Medizin studiert.« Dann erklärte er den Amerikanern in, wie mir schien, recht fließendem Englisch, Harrys Wunde sei Dank der Kälte nicht infiziert. »Er hat nur sehr viel Blut verloren«, sagte er zu Mutter. »Er braucht jetzt einfach Ruhe und kräftiges Essen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck begann zu weichen. Selbst mir kamen die Soldaten, als sie so nebeneinander saßen, alle noch sehr jung vor. Heinz und Willi, beide aus Köln, waren sechzehn. Der Unteroffizier war mit seinen Dreiundzwanzig der älteste. Er brachte aus seinem Brotbeutel eine Flasche Rotwein zum Vorschein, und Heinz fand einen Laib Schwarzbrot, den Mutter in Scheiben schnitt. Sie sollten zum Essen auf den Tisch kommen. Von dem Wein aber stellte sie einen Rest beiseite. »Für den Verwundeten.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sprach Mutter das Tischgebet. Ich sah, dass sie Tränen in den Augen hatte, als sie die vertrauten Worte sprach: »Komm, Herr Jesus, sei unser Gast ...« Und als ich mich in der Tischrunde umsah, waren auch die Augen der kriegsmüden Soldaten feucht. Sie waren wieder Buben, die einen aus Amerika, die anderen aus Deutschland, alle fern von zu Haus.&lt;br /&gt;
Gegen Mitternacht ging Mutter zur Tür und forderte uns auf, mitzukommen und den Stern von Bethlehem anzusehen. Bis auf Harry, der friedlich schlief, standen wir alle neben ihr, und für jeden war in diesem Augenblick der Stille und im Anblick des [https://de.wikipedia.org/wiki/Sirius Sirius], des hellsten Sterns am Himmel, der Krieg sehr fern und fast vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser privater Waffenstillstand hielt auch am nächsten Morgen an. Harry erwachte, verschlafen brummelnd, in den letzten Nachtstunden, und Mutter flößte ihm etwas Brühe ein. Bei Tagesanbruch war er dann sichtlich kräftiger. Mutter quirlte ihm aus unserem einzigen Ei, dem Rest Rotwein und etwas Zucker einen stärkenden Trunk. Wir anderen aßen Haferflocken. Dann wurde aus zwei Stöcken und Mutters bestem Tischtuch eine Tragbahre für Harry gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier zeigte den Amerikanern, über Jims Karte gebeugt, wie sie zu ihrer Truppe zurückfinden konnten. In diesem Stadium des Bewegungskrieges erwiesen sich die Deutschen als überraschend gut informiert. Er legte den Finger auf einen Bach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Da geht Ihr lang«, sagte er. »Am Oberlauf trefft Ihr auf die 1. Armee, die sich dort neu formiert.« Der Mediziner übersetzte alles ins Englische.&lt;br /&gt;
»Weshalb nicht nach Monschau?« fragte Jim. »Um Himmels willen, nein!« rief der Unteroffizier. »Monschau haben wir wieder genommen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter gab nun allen ihre Waffen zurück. »Seid vorsichtig, Jungens«, sagte sie. »Ich wünsche mir, dass Ihr eines Tages dahin zurückkehrt, wo Ihr hingehört, nach Hause. Gott beschütze euch alle!« Die Deutschen und die Amerikaner gaben einander die Hand, und wir sahen ihnen nach, bis sie in entgegengesetzter Richtung verschwunden waren.&lt;br /&gt;
Als ich wieder ins Haus trat, hatte Mutter die alte Familienbibel hervorgeholt. Ich sah ihr über die Schulter. Das Buch war bei der Weihnachtsgeschichte aufgeschlagen, bei dem Bericht von der Geburt in der Krippe und den drei Weisen, die von weither kamen, um ihre Geschenke darzubringen. Ihr Finger glitt über die Zeile: »... und sie zogen über einen anderen Weg wieder in ihr Land.«&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fritz Vincken:&#039;&#039; [https://www.readersdigest.de/blogs/blog_spannung/reader-s-digest-klassiker-zwischenfall-im-huertgenwald Zwischenfall im Hürtgenwald.] In: Reader&#039;s Digest. Verlag Das Beste GmbH&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Winternacht in den Ardennen - ausführlichere Version ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange musste Fritz Finken warten, bis er einen seiner Kriegshelden wiedersah.&lt;br /&gt;
Er traf Ralph Blank in einem Altenheim in Frederick, USA, zum ersten Mal seit dem Moment, an dem der frühere amerikanische Soldat die Hütte in den Ardennen verließ, um den Weg zurück zu seiner Einheit zu suchen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich schauen&amp;quot;, sagte Finken, während er einen hawaiianischen Blumenkranz um Blanks Nacken legte. &amp;quot;Dieselben Augen! Wie ist es dir ergangen?&amp;quot; erwiderte Blank. &amp;quot;Du bist kein kleiner Junge mehr.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war zwölf Jahre alt, als wir in einer Aprilnacht 1944 durch einen schweren Bombenangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] obdachlos wurden.&lt;br /&gt;
Unser Wohnhaus mit der dazugehörenden Bäckerei war nur noch ein rauchender Trümmerhaufen.&lt;br /&gt;
Zusammen mit meinen Eltern wurde ich nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuwied Neuwied am Rhein] evakuiert. Mein Vater, der Bäckermeister Hubert Finken, wurde dort für die nächsten Monate Backstubenleiter beim Obermeister, bis dessen Bäckerei ebenso durch Fliegerschaden ausfiel.&lt;br /&gt;
Nun drohte meinem Vater, der 48 Jahre alt war, die Einberufung zur Wehrmacht.&lt;br /&gt;
Doch der Obermeister sorgte dafür, dass er zur Arbeit in einer Heeresbäckerei dienstverpflichtet wurde. Irgendwo im deutsch-belgischen Grenzgebiet der Ardennen wurde das Brot für die mit Schanzarbeiten am Westwall beschäftigten Baukolonnen gebacken.&lt;br /&gt;
Dorthin wurde Vater abkommandiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alliierte Invasion rollte durch Frankreich unaufhaltsam ostwärts.&lt;br /&gt;
Viele glaubten, der Krieg gehe im Herbst zu Ende und planten, sich von der Front überrollen zu lassen.&lt;br /&gt;
Je früher, desto besser.&lt;br /&gt;
Kaum jemand fürchtete den westlichen Gegner.&lt;br /&gt;
So kam mein Vater eines Abends mit einem Kübelwagen der Wehrmacht nach Neuwied, lud meine Mutter Elisabeth und mich auf und brachte uns in einer stundenlangen Nachtfahrt in seine Nähe.&lt;br /&gt;
Dort hatte er eine Unterkunft für uns vorbereitet. In einer leerstehenden Baracke der Organisation Todt, die einsam und versteckt an einer Lichtung stand, sollten wir die nächsten drei, vier Wochen ausharmen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann haben wir den Krieg hinter uns&amp;quot;, sagte Vater voller Optimismus.&lt;br /&gt;
Leider sollte sich diese Hoffnung nicht erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herbst zog sich dahin, die Front versteifte sich und im Dezember wagte Hitler seine Ardennenoffensive.&lt;br /&gt;
Da waren wir immer noch in unserer Hütte, tief eingeschneit und seit Wochen ohne Verbindung zur Außenwelt.&lt;br /&gt;
Mein Vater, der uns bis in den November hinein wöchentlich Verpflegung gebracht hatte, kam infolge der Schneewehen nicht mehr zu uns durch.&lt;br /&gt;
Unsere Hütte hatte zwei verglaste Fenster und einen gemauerten Ofen, auf dem man auch kochen konnte.&lt;br /&gt;
Holzscheite lagen bereit, Grundnahrungsmittel hatten wir ausreichend.&lt;br /&gt;
Kartoffeln, Mehl, Nudeln und Haferflocken.&lt;br /&gt;
Bevor der Schnee fiel, ging ich oft ins Tal zu einer Kartoffelmiete, an der die dort häufigen Wildschweine ein Loch gebuddelt hatten.&lt;br /&gt;
Dort holte ich in einem Rucksack, so viel und so oft ich nur konnte.&lt;br /&gt;
In einem verlassenen Gehöft fand ich eine Menge Kerzen und einen einsamen, hungrigen Hahn, der mir wie ein Hündchen folgte.&lt;br /&gt;
Sein Appetit war enorm, er räumte tüchtig unter unseren Haferflocken auf.&lt;br /&gt;
Das blieb nicht ohne Folgen, denn mit seinem Gewicht nahm auch die Lautstärke seines Krähens zu und wir fürchteten, dass er auf uns aufmerksam machen könnte.&lt;br /&gt;
Vor Weihnachten musste Mutter ihn zum Schweigen bringen.&lt;br /&gt;
Schon seit über einer Woche hörten wir den aus den Tälern zu uns dringenden Kampflärm.&lt;br /&gt;
Dort unten tat sich etwas und wir fassten neuen Mut.&lt;br /&gt;
Mutter hoffte, dass Vater gesund in Kriegsgefangenschaft geraten war.&lt;br /&gt;
Bald sei auch für uns der Krieg vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Dezember schien die Wintersonne an einem wolkenlosen Himmel.&lt;br /&gt;
Den ganzen Tag über hörten wir das dumpfe Dröhnen alliierter Kampfflugzeuge, die völlig ungestört mit ihrer Bombenlast über uns hinwegzogen.&lt;br /&gt;
Es war bitterkalt.&lt;br /&gt;
Mit der Dunkelheit kam die Stille und der Himmel gehörte wieder den Sternen, die über unsere tief verschneite Lichtung funkelten.&lt;br /&gt;
Mutter, die im spärlichen Licht einer Kerze am Ofen hantierte, sagte vor sich hin: &amp;quot;wenn man nur wüsste, was aus dem Vater geworden ist. Wo mag er jetzt schon sein?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ich saß im Halbdunkel und wartete ungeduldig auf die Hühnersuppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einmal klopfte es an unsere Tür.&lt;br /&gt;
Erschrocken zuckte ich zusammen und sah, wie Mutter hastig die Kerze ausblies.&lt;br /&gt;
Dann klopfte es wieder.&lt;br /&gt;
Wir fassten uns ein Herz und machten auf.&lt;br /&gt;
Draußen, wie Phantome vor der schneebedeckten Lichtung, standen zwei Männer mit Stahlhelmen.&lt;br /&gt;
Einer von ihnen sprach zu Mutter in einer Sprache, die wir nicht verstanden, und er zeigte auf einen Dritten, der im Schnee lag.&lt;br /&gt;
Wir begriffen sofort, dass die Männer amerikanische Soldaten waren.&lt;br /&gt;
Mutter stand regungslos neben mir.&lt;br /&gt;
Sie waren bewaffnet und hätten ihr Eintreten erzwingen können, doch sie standen da und fragten mit den Augen.&lt;br /&gt;
Und der im Schnee sitzende schien mehr tot als lebendig.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommt rein&amp;quot;, sagte meine Mutter mit einer einladenden Geste.&lt;br /&gt;
Die Soldaten nahmen ihren Kameraden und streckten ihn auf meinem Strohsack aus.&lt;br /&gt;
Keiner von ihnen verstand Deutsch.&lt;br /&gt;
Doch als einer es mit seinem Französisch versuchte, konnte er sich verständlich machen.&lt;br /&gt;
Er glaubte wohl, wir seien [https://de.wikipedia.org/wiki/Wallonen Wallonen].&lt;br /&gt;
Mutter hatte als Kind in benachbarten Belgien einige Jahre die Schule besucht und dort Französisch gelernt.&lt;br /&gt;
Während Mutter nach dem Verwundeten sah, half ich den beiden anderen beim Ausziehen ihrer schweren Mäntel.&lt;br /&gt;
Sie machten einen erschöpften Eindruck.&lt;br /&gt;
Am Ofen sitzend wich die Kälte von ihnen.&lt;br /&gt;
Und mit der Wärme stellten sich auch die Lebensgeister wieder ein.&lt;br /&gt;
Wir erfuhren, dass der stämmige, dunkelhaarige Bursche Jim hieß.&lt;br /&gt;
Sein Kamerad, größer und schlanker, war Ralph.&lt;br /&gt;
Harry, der Verwundete, schlief nun auf meinem Bett.&lt;br /&gt;
Sein Gesicht war so weiß wie Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren Versprengte, hatten ihre Einheit verloren und waren seit Tagen im Wald umhergeirrt.&lt;br /&gt;
Unrasiert wie sie waren, sahen sie ohne ihre schweren Mäntel dennoch eher wie große Jungen aus.&lt;br /&gt;
Und so wurden sie auch von Mutter versorgt.&lt;br /&gt;
Geh, bring noch sechs Kartoffeln, rief sie mir zu.&lt;br /&gt;
Sie hatte eine zweite Kerze angezündet und schnitt die gewaschenen, ungeschälten Erdäpfeln unsere Suppe hinein.&lt;br /&gt;
Sie zu schälen, galt damals bei uns als Verschwendung.&lt;br /&gt;
Während Jim und ich Mutter zuschauten, sah Ralph nach Harry.&lt;br /&gt;
Er hatte viel geblutet. Nun lag er teilnahmslos und still.&lt;br /&gt;
Mutters Suppe verbreitete schon längst einen einladenden Duft. Ich war gerade dabei, den Tisch zu decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da klopfte es wieder an der Tür.&lt;br /&gt;
In der Erwartung, dass noch mehr versprengte Amerikaner draußen standen, öffnete ich ohne Zögern.&lt;br /&gt;
Ja, es waren Soldaten, vier Mann, und alle bis an die Zähne bewaffnet.&lt;br /&gt;
Ihre Uniform war mir wohl vertraut nach fünf Jahren Krieg.&lt;br /&gt;
Das waren Soldaten der Wehrmacht, das waren unsere.&lt;br /&gt;
Ich war vor Schreck wie gelähmt.&lt;br /&gt;
Obschon ich noch ein Kind war, wusste ich, dass jeder, der den Feind in irgendeiner Weise begünstigt, erschossen wird.&lt;br /&gt;
Kamen nun alle zu einem furchtbaren Ende?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutters Gesicht konnte ich nicht sehen, als sie heraus trat. Doch ihre gefasste Stimme beruhigte mich etwas.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie bringen aber eine eisige Kälte mit, meine Herren. Möchten Sie mit uns essen?&amp;quot; entfuhr es ihr.&lt;br /&gt;
Damit schien sie den richtigen Ton gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
Die Soldaten grüßten freundlich und waren sichtlich froh, im Grenzland zwischen den Fronten Landsleuten zu begegnen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dürfen wir uns hier etwas aufwärmen?&amp;quot; fragte der Rangälteste, ein Unteroffizier.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Vielleicht haben Sie irgendwo Platz für uns bis zum Morgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Natürlich&amp;quot;, antwortete Mutter in aller Herzlichkeit. &amp;quot;Sie können auch eine warme Suppe mit uns essen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Deutschen lächelten, als sie das Aroma durch die halb offene Tür rochen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch&amp;quot;, fügte Mutter in einem aus schierer Angst erwachsenen Todesmut hinzu, &amp;quot;Es sind bereits drei Durchfrorene hier, um sich etwas aufzuwärmen. Ich bitte Sie um Himmels Willen, machen Sie jetzt bloß keinen Krawall.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier schien zu begreifen. &amp;quot;Wen haben Sie da drinnen?&amp;quot; verlangte er barsch zu wissen. &amp;quot;Amis?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mutter sah jeden Einzelnen an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hört mal&amp;quot;, sagte sie langsam. &amp;quot;Ihr könntet meine Söhne sein und die da drinnen auch. Einer von Ihnen ist verwundet und der ist gar nicht gut dran. Und die beiden anderen sind so hungrig und müde wie ihr. Es ist Heiligabend.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Sie sprach jetzt zu dem Unteroffizier. &amp;quot;Und hier wird nicht geschossen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der starrte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für zwei, drei endlose Sekunden hörte man nur den Wind. Ich stand da und bibberte. Doch Mutter nutzte den Moment.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Genug geredet&amp;quot;, sagte sie entschlossen. &amp;quot;Legt das Schießzeug da auf das Holz und kommt schnell rein. Sonst essen die anderen alles auf.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Tut, was sie sagt&amp;quot;, knurrte der Unteroffizier. &amp;quot;Wir haben Hunger.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wortlos legten sie ihre Waffen in den winzigen Schuppen, in dem wir unsere Holzscheite aufbewahrten.&lt;br /&gt;
Es waren drei Karabiner, zwei Pistolen, ein leichtes MG und zwei Panzerfäuste.&lt;br /&gt;
Währenddessen war den Amerikanern nicht verborgen geblieben, dass eine Gruppe Krauts vor der Tür stand.&lt;br /&gt;
Und mit dem Mut der Verzweiflung waren sie willens, sich zur Wehr zu setzen.&lt;br /&gt;
Mutter sprach indessen hastig mit Jim auf Französisch. Er sagte etwas zu Ralf und ich sah erleichtert, wie auch die Amerikaner mit sich reden ließen.&lt;br /&gt;
Sie machten mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nun alle in der kleinen Stube waren, schienen sie etwas ratlos zu sein.&lt;br /&gt;
Wie man sich als Soldat in einer solchen Situation verhält, hatten ihre Ausbilder nicht mit ihnen besprochen.&lt;br /&gt;
Mutter war währenddessen in ihrem Element. Lächelnd suchte sie für jeden einen Sitzplatz. Wir hatten nur drei Stühle, aber Mutters Bett war groß.&lt;br /&gt;
Dorthin setzte sie zwei der später gekommenen neben Jim und Ralf.&lt;br /&gt;
Man schwieg sich an.&lt;br /&gt;
Es lag eine Gespanntheit in der Luft, die sich auf alle übertrug. Mutter machte sich wieder ans Kochen.&lt;br /&gt;
Aber unser Hahn wurde nicht größer und wir hatten vier Esser mehr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Rasch&amp;quot; flüsserte sie mir zu. &amp;quot;Wasch mir noch ein paar Kartoffeln und schneide sie zweimal durch. Und hol noch etwas Haferflocken, wenn wir die Jungen erst einmal satt haben, wird sich alles geben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich bei unseren Vorräten war, hörte ich Harry laut aufstöhnen.&lt;br /&gt;
Einer der Deutschen setzte seine Brille auf und beugte sich über die Wunde des Amerikaners. &amp;quot;Sind Sie Sanitäter?&amp;quot; fragte Mutter.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein&amp;quot;, erwiderte er, &amp;quot;aber ich habe bis vor wenigen Monaten in Heidelberg Medizin studiert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Dann erklärte er den Amerikanern, in, wie mir schien, recht fließendem Englisch, Harrys Wunde sei dank der Kälte nicht entzündet.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er hat sehr viel Blut verloren&amp;quot;, sagte er zu Mutter. &amp;quot;Er braucht jetzt einfach Ruhe und kräftiges Essen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Spannung hatte sich gelöst. Selbst mir kamen die Soldaten, als sie so nebeneinander saßen, alle noch sehr jung vor. Der Unteroffizier war mit seinen 23 Jahren der Älteste.&lt;br /&gt;
Am linken Ärmel seiner Uniformjacke trug er das Kubanschild, das ihn als Ostfrontkämpfer auswies. Aus seinem Brotbeutel nahm er eine Flasche Rotwein, und ein anderer brachte ein großes Kommissbrot auf den Tisch, das Mutter in Scheiben schnitt.&lt;br /&gt;
Von dem Wein füllte sie etwas in einen Becher, für Harry. Der Rest wurde unter uns aufgeteilt. Zwei Kerzen flackerten auf dem Tisch, dazwischen stand der Kessel mit der dampfenden Suppe. Auf einem Teller lag das geschnittene Brot, und jeder hatte etwas Wein. Ich hatte zwischen Jim und Ralph Platz gefunden. Am Kopfende saß Mutter auf einer improvisierten Sitzgelegenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf sie waren jetzt alle Blicke gerichtet.&lt;br /&gt;
In meinem Elternhaus war es nicht üblich gewesen, vor dem Essen gemeinsam zu beten. Mit uns am Tisch saßen normalerweise die Gesellen, der Lehrling und die Hausgehilfin. Wer da beten wollte, der tat das still für sich. Das war nun alles anders. Es war eine gehobene, fast feierliche Stimmung, und niemand wäre es eingefallen, sich ohne Weiteres über die Mahlzeit herzumachen.&lt;br /&gt;
Ralph erfasste die Hände der neben ihm Sitzenden.&lt;br /&gt;
Jim tat das Gleiche, und schon saßen wir alle nach amerikanischer Sitte, Hände haltend um den Tisch, um unser aller Herrgott zu danken.&lt;br /&gt;
Mutter sprach für uns in ergreifender Inständigkeit, sie schloss mit den Worten, &amp;quot;... und bitte, mach endlich Schluss mit diesem Krieg.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Als ich mich in der Tischrunde umsah, bemerkte ich einige Tränen, die sich den Kriegern aus den Augen stahlen.&lt;br /&gt;
Niemand schämte sich. Sie alle hatten sich ihre Menschlichkeit bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun waren sie ganz einfach wieder die jungen Söhne ihrer sich um sie sorgenden Eltern, die einen aus Amerika, die anderen aus Deutschland, alle fern von zu Haus.&lt;br /&gt;
Nach dem Essen gab es starken amerikanischen Nescafé und Ananaspudding, den Jim in kleinen olivgrünen Dosen aus seiner weiten Manteltasche holte.&lt;br /&gt;
Dann wurden Zigaretten ausgetauscht, hier Eckstein, dort Cheseterfield. Und schon hatte jeder der Gäste eine im Mund.&lt;br /&gt;
Doch der um Harry besorgte Medikus sprach ein Machtwort: &amp;quot;Get out an die frische Luft!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Draußen war eine vor Kälte klirrende, strahlende Winternacht.&lt;br /&gt;
Der Himmel war mit Sternen übersät, und Mutter forderte uns auf, den am hellsten Leuchtenden, den Sirius, anzusehen. &amp;quot;Das ist unser [https://de.wikipedia.org/wiki/Stern_von_Betlehem Stern von Bethlehem], der kündigt den Frieden an.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand sprach ein Wort. Aus der Ferne drang das dumpfe Bollern schwerer Artillerie an unsere Ohren. Dennoch schien uns jetzt der Krieg sehr weit und fast vergessen.&lt;br /&gt;
Dann gingen wir schlafen, die Soldaten auf dem Fußboden, auf ihren dicken Mänteln.&lt;br /&gt;
Ich fand in Mutters Bett noch Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harry erwachte im Morgengrauen, und Mutter flößte ihm etwas ein. Sie hatte aus amerikanischem Eipulver, dem Rest Rotwein und viel Zucker einen Kraftdrunk gequirlt, der es in sich hatte.&lt;br /&gt;
Ob es auch schmackhaft war, erfuhr ich nie, doch Harry war bei Tagesanbruch sichtlich kräftiger. Zum Frühstück aß er mit uns anderen den Rest der Hühnersuppe.&lt;br /&gt;
Dann wurde aus zwei starken Stöcken und einer deutschen Zeltbahn eine Trage für Harry gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier zeigte Jim und Ralph auf einer Karte den Weg zu den amerikanischen Linien. Ein deutscher Kompass wechselte den Besitzer.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Passt auf, wo ihr geht. Viele Wege sind vermint. Und wenn ihr eure [https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdbomber Jabos] kommen hört, winkt wie der Teufel.&amp;quot; Der Mediziner übersetzte alles ins Englische.&lt;br /&gt;
Dann bewaffneten sie sich wieder, und es folgte der Abschied. Herzlicher konnte es auch unter alten Freunden nicht sein. Sie umarmten sich fröhlich, man versprach, sich wieder zu sehen. &amp;quot;As soon as this damned war is over.&amp;quot; Jim und Ralph küssten Mutters Wangen.&lt;br /&gt;
Harry wurde auf seine Sänfte gesetzt, und mit Hallo, aber auch mit etwas Wehmut trennten sich unsere Wege. Manchmal drehten sie sich um und winkten.&lt;br /&gt;
Wir schauten ihnen nach, bis sie im Wald verschwunden waren. &amp;quot;Das sind Menschen genau wie wir&amp;quot;, sagte der Unteroffizier halblaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Nacht in den Ardennen vergaß ich nie. Oftmals, wenn ich am winterlichen Himmel den hellglitzenden Sirius erblicke, scheint er mich zu grüßen wie einen alten Freund.&lt;br /&gt;
Unwillkürlich gedenke ich dann meiner Mutter und jener jungen Soldaten, die als Feinde zusammentrafen und als Kameraden auseinandergehen.&lt;br /&gt;
1959 verließ Fritz Finken Deutschland. 1964 schrieb er seine Erinnerungen an das unvergessliche Weihnachtsfest 1944 nieder. Sein Wunsch, alle Beteiligten wieder zusammenzubringen, hat sich leider nicht erfüllt. Seine Mutter starb 1966. Nach den deutschen Soldaten suchte er vergeblich.&lt;br /&gt;
Vermutlich sind sie in den letzten Kriegsmonaten gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch durch einen glücklichen Zufall fand er wenigstens Ralf wieder. Er besaß noch den deutschen Wehrmachtskompass. Monate später wurde auch Jim, damals 76, in Ohio gefunden. Harry, der damals verwundete, war bereits 1972 gestorben. Auch Ralf ist mittlerweile tot.&lt;br /&gt;
Es leben heute nur noch zwei Menschen, die von diesem Wunder des Friedens mitten im Krieg berichten können. Fritz Finken war viele Jahre lang Mitglied des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittels [https://openai.com/research/whisper Whisper] von der MP3 Aufnahmne [https://www.volksbund.de/aktuell/mediathek/detail/winternacht-in-den-ardennen &#039;&#039;Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.:&#039;&#039; Winternacht in den Ardennen] nach Text konvertiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
Von dieser Geschichte gibt auch einen Spielfilm: [https://de.wikipedia.org/wiki/Stille_Nacht_%E2%80%93_Das_Weihnachtswunder Stille Nacht – Das Weihnachtswunder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Zwischenfall_im_H%C3%BCrtgenwald&amp;diff=226</id>
		<title>Zwischenfall im Hürtgenwald</title>
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		<updated>2025-11-13T12:07:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Winternacht in den Ardennen - ausführlichere Version */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zwischenfall im Hürtgenwald - kürzere Version ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Heiligen Abend 1944, mitten in der Ardennenschlacht, hatten Mutter und ich unerwartete Gäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es an diesem Weihnachtsabend an der Tür klopfte, ahnten Mutter und ich nichts von dem Wunder, das wir erleben sollten. Ich war damals zwölf, und wir lebten in einem kleinen Häuschen in den Ardennen, nahe der deutsch - belgischen Grenze. Vater hatte das Häuschen vor dem Krieg benützt, wenn er an Wochenenden auf die Jagd ging; und als unsere Heimatstadt Aachen immer stärker unter Luftangriffen zu leiden hatte, schickte er uns dorthin. Ihn selbst hatte man in der sechs Kilometer entfernten Grenzstadt Monschau zum Luftschutzdienst eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»In den Wäldern seid Ihr sicher«, hatte er zu mir gesagt. »Pass gut auf Mutter auf. Du bis jetzt ein Mann.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vor einer Woche hatte Generalfeldmarschall von Rundstedt mit der letzten, verzweifelten deutschen Offensive dieses Krieges begonnen, und während ich jetzt zur Tür ging, tobte ringsum die Ardennenschlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es klopfte, blies Mutter rasch die Kerzen aus. Dann ging sie vor mir zur Tür und stieß sie auf. Draußen standen, vor dem gespenstischen Hintergrund der verschneiten Bäume, zwei Männer mit Stahlhelmen. Der eine redete Mutter in einer Sprache an, die wir nicht verstanden, und zeigte dabei auf einen dritten, der im Schnee lag. Sie begriff schneller als ich, dass es sich um Amerikaner handelte. Feinde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter stand, die Hand auf meiner Schulter, schweigend da, unfähig, sich zu bewegen. Die Männer waren bewaffnet und hätten sich den Eintritt erzwingen können, aber sie rührten sich nicht und baten nur mit den Augen. Der Verwundete schien mehr tot als lebendig. »Kommt rein«, sagte Mutter schließlich. Die Soldaten trugen ihren Kameraden ins Haus und legten ihn auf mein Bett. Keiner von ihnen sprach Deutsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter versuchte es mit Französisch, und in dieser Sprache konnte sich einer der Männer einigermaßen verständigen. Bevor Mutter sich des Verwundeten annahm, sagte sie zu mir: »Die Finger der beiden sind ganz steif. Zieh ihnen die Jacken und die Stiefel aus und bring einen Eimer Schnee herein.« Kurz darauf rieb ich ihnen die blaugefrorenen Füße mit Schnee ab. Der Untersetzte, Dunkelhaarige, erfuhren wir, war Jim. Sein Freund, groß und schlank, hieß Robin. Harry, der Verwundete, schlief jetzt auf meinem Bett, mit einem Gesicht so weiß wie draußen der Schnee. Sie hatten ihre Einheit verloren und irrten seit drei Tagen im Wald umher, auf der Suche nach den Amerikanern, auf der Hut vor den Deutschen. Sie waren unrasiert, sahen aber, ohne ihre schweren Mäntel, trotzdem aus wie große Jungen. Und so behandelte Mutter sie auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Geh, hol Hermann«, sagte Mutter zu mir. »Und bring Kartoffeln mit.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war eine einschneidende Änderung in unserem Weihnachtsprogramm. Hermann war ein fetter Hahn (benannt nach Hermann Göring, für den Mutter nicht viel übrig hatte), den wir seit Wochen mästeten, in der Hoffnung, Vater werde Weihnachten zu Haus sein. Und als es uns vor einigen Stunden klargeworden war, dass er nicht kommen würde, hatte Mutter gemeint, Hermann solle noch ein paar Tage am Leben bleiben, für den Fall, dass Vater zu Neujahr kam. Nun hatte sie sich wieder anders besonnen. Hermann sollte jetzt gleich eine dringende Aufgabe erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Jim und ich in der Küche halfen, kümmerte sich Robin um Harry, der einen Schuss in den Oberschenkel abbekommen hatte und fast verblutet war. Mutter riss ein Laken in Streifen zum Verbinden der Wunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald zog der verlockende Duft von gebratenem Hahn durch das Zimmer. Ich deckte gerade den Tisch, als es wieder klopfte. In der Erwartung, noch mehr verirrte Amerikaner zu sehen, öffnete ich ohne Zögern die Tür. Draußen standen 4 Männer in Uniformen, die mir nach fünf Jahren Krieg wohlvertraut waren: deutsche Soldaten - unsere!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war vor Schreck wie gelähmt. Trotz meiner Jugend kannte ich das Gesetz: Wer feindliche Soldaten beherbergt, begeht Landesverrat. Wir konnten alle erschossen werden! Mutter hatte auch Angst. Ihr Gesicht war weiß, aber sie trat hinaus und sagte ruhig: »Fröhliche Weihnachten!« Die Soldaten wünschten ihr ebenfalls eine frohe Weihnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Wir haben unsere Einheit verloren und möchten gern bis Tagesanbruch warten«, erklärte der Anführer, ein Unteroffizier. »Können wir bei Ihnen bleiben?« »Natürlich«, erwiderte Mutter mit der Ruhe der Verzweiflung. »Sie können auch eine gute, warme Mahlzeit haben und essen, solange etwas da ist«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten lächelten, vergnügt den Duft schnuppernd, der ihnen durch die halboffene Tür entgegenschlug. »Aber«, fuhr Mutter energisch fort, »wir haben noch drei Gäste hier, die Sie vielleicht nicht als Freunde ansehen werden.« Ihre Stimme war mit einem mal so streng, wie ich sie noch nie gehört hatte. »Heute ist Heiliger Abend, und hier wird nicht geschossen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Wer ist drin?«, fragte der Unteroffizier barsch, »Amerikaner?»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter sah jedem einzelnen in das frosterstarrte Gesicht »Hört mal«, sagte sie langsam. »Ihr könntet meine Söhne sein, und die da drin auch. Einer von ihnen ist verwundet und ringt um sein Leben. Und seine beiden Kameraden: verirrt und hungrig und müde wie Ihr. In dieser Nacht«, sie sprach jetzt zu dem Unteroffizier und hob die Stimme, »in dieser Heiligen Nacht denken wir nicht an Töten!«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier starrte sie an. Für zwei, drei endlose Sekunden herrschte Schweigen. Dann machte Mutter der Ungewissheit ein Ende. »Genug geredet!« sagte sie und klatschte in die Hände. »Legen Sie Ihre Waffen da auf das Holz - und machen Sie schnell, sonst essen die anderen alles auf.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Soldaten legten wie benommen ihre Waffen auf die Kiste mit Feuerholz im Gang: zwei Pistolen, drei Karabiner, ein leichtes MG und zwei Panzerfäuste. Mutter sprach indessen hastig mit Jim auf Französisch. Er sagte etwas auf Englisch, und ich sah verwundert, wie auch die Amerikaner Mutter ihre Waffen gaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nun die Deutschen und die Amerikaner Schulter an Schulter verlegen in der kleinen Stube standen, war Mutter in ihrem Element. Lächelnd suchte sie für jeden einen Sitzplatz. Wir hatten nur drei Stühle, aber Mutters Bett war groß. Dorthin setzte sie zwei der später Gekommenen neben Jim und Robin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann machte sie sich, ohne von der gespannten Atmosphäre Notiz zu nehmen, wieder ans Kochen. Aber Hermann wurde ja nun nicht mehr größer, und wir hatten vier Esser mehr. »Rasch«, flüsterte sie mir zu, »hole noch ein paar Kartoffeln und etwas Haferflocken. Die Jungen haben Hunger, und wenn einem der Magen knurrt, ist man reizbar.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich die Vorratskammer plünderte, hörte ich Harry stöhnen. Als ich zurückkam, hatte einer der Deutschen eine Brille aufgesetzt und beugte sich über die Wunde des Amerikaners. »Sind Sie Sanitäter?« fragte Mutter. »Nein«, erwiderte er, »aber ich habe bis vor wenigen Monaten in Heidelberg Medizin studiert.« Dann erklärte er den Amerikanern in, wie mir schien, recht fließendem Englisch, Harrys Wunde sei Dank der Kälte nicht infiziert. »Er hat nur sehr viel Blut verloren«, sagte er zu Mutter. »Er braucht jetzt einfach Ruhe und kräftiges Essen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck begann zu weichen. Selbst mir kamen die Soldaten, als sie so nebeneinander saßen, alle noch sehr jung vor. Heinz und Willi, beide aus Köln, waren sechzehn. Der Unteroffizier war mit seinen Dreiundzwanzig der älteste. Er brachte aus seinem Brotbeutel eine Flasche Rotwein zum Vorschein, und Heinz fand einen Laib Schwarzbrot, den Mutter in Scheiben schnitt. Sie sollten zum Essen auf den Tisch kommen. Von dem Wein aber stellte sie einen Rest beiseite. »Für den Verwundeten.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sprach Mutter das Tischgebet. Ich sah, dass sie Tränen in den Augen hatte, als sie die vertrauten Worte sprach: »Komm, Herr Jesus, sei unser Gast ...« Und als ich mich in der Tischrunde umsah, waren auch die Augen der kriegsmüden Soldaten feucht. Sie waren wieder Buben, die einen aus Amerika, die anderen aus Deutschland, alle fern von zu Haus.&lt;br /&gt;
Gegen Mitternacht ging Mutter zur Tür und forderte uns auf, mitzukommen und den Stern von Bethlehem anzusehen. Bis auf Harry, der friedlich schlief, standen wir alle neben ihr, und für jeden war in diesem Augenblick der Stille und im Anblick des [https://de.wikipedia.org/wiki/Sirius Sirius], des hellsten Sterns am Himmel, der Krieg sehr fern und fast vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser privater Waffenstillstand hielt auch am nächsten Morgen an. Harry erwachte, verschlafen brummelnd, in den letzten Nachtstunden, und Mutter flößte ihm etwas Brühe ein. Bei Tagesanbruch war er dann sichtlich kräftiger. Mutter quirlte ihm aus unserem einzigen Ei, dem Rest Rotwein und etwas Zucker einen stärkenden Trunk. Wir anderen aßen Haferflocken. Dann wurde aus zwei Stöcken und Mutters bestem Tischtuch eine Tragbahre für Harry gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier zeigte den Amerikanern, über Jims Karte gebeugt, wie sie zu ihrer Truppe zurückfinden konnten. In diesem Stadium des Bewegungskrieges erwiesen sich die Deutschen als überraschend gut informiert. Er legte den Finger auf einen Bach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Da geht Ihr lang«, sagte er. »Am Oberlauf trefft Ihr auf die 1. Armee, die sich dort neu formiert.« Der Mediziner übersetzte alles ins Englische.&lt;br /&gt;
»Weshalb nicht nach Monschau?« fragte Jim. »Um Himmels willen, nein!« rief der Unteroffizier. »Monschau haben wir wieder genommen.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter gab nun allen ihre Waffen zurück. »Seid vorsichtig, Jungens«, sagte sie. »Ich wünsche mir, dass Ihr eines Tages dahin zurückkehrt, wo Ihr hingehört, nach Hause. Gott beschütze euch alle!« Die Deutschen und die Amerikaner gaben einander die Hand, und wir sahen ihnen nach, bis sie in entgegengesetzter Richtung verschwunden waren.&lt;br /&gt;
Als ich wieder ins Haus trat, hatte Mutter die alte Familienbibel hervorgeholt. Ich sah ihr über die Schulter. Das Buch war bei der Weihnachtsgeschichte aufgeschlagen, bei dem Bericht von der Geburt in der Krippe und den drei Weisen, die von weither kamen, um ihre Geschenke darzubringen. Ihr Finger glitt über die Zeile: »... und sie zogen über einen anderen Weg wieder in ihr Land.«&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fritz Vincken:&#039;&#039; [https://www.readersdigest.de/blogs/blog_spannung/reader-s-digest-klassiker-zwischenfall-im-huertgenwald Zwischenfall im Hürtgenwald.] In: Reader&#039;s Digest. Verlag Das Beste GmbH&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Winternacht in den Ardennen - ausführlichere Version ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange musste Fritz Finken warten, bis er einen seiner Kriegshelden wiedersah.&lt;br /&gt;
Er traf Ralph Blank in einem Altenheim in Frederick, USA, zum ersten Mal seit dem Moment, an dem der frühere amerikanische Soldat die Hütte in den Ardennen verließ, um den Weg zurück zu seiner Einheit zu suchen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich schauen&amp;quot;, sagte Finken, während er einen hawaiianischen Blumenkranz um Blanks Nacken legte. &amp;quot;Dieselben Augen! Wie ist es dir ergangen?&amp;quot; erwiderte Blank. &amp;quot;Du bist kein kleiner Junge mehr.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war zwölf Jahre alt, als wir in einer Aprilnacht 1944 durch einen schweren Bombenangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] obdachlos wurden.&lt;br /&gt;
Unser Wohnhaus mit der dazugehörenden Bäckerei war nur noch ein rauchender Trümmerhaufen.&lt;br /&gt;
Zusammen mit meinen Eltern wurde ich nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuwied Neuwied am Rhein] evakuiert. Mein Vater, der Bäckermeister Hubert Finken, wurde dort für die nächsten Monate Backstubenleiter beim Obermeister, bis dessen Bäckerei ebenso durch Fliegerschaden ausfiel.&lt;br /&gt;
Nun drohte meinem Vater, der 48 Jahre alt war, die Einberufung zur Wehrmacht.&lt;br /&gt;
Doch der Obermeister sorgte dafür, dass er zur Arbeit in einer Heeresbäckerei dienstverpflichtet wurde. Irgendwo im deutsch-belgischen Grenzgebiet der Ardennen wurde das Brot für die mit Schanzarbeiten am Westwall beschäftigten Baukolonnen gebacken.&lt;br /&gt;
Dorthin wurde Vater abkommandiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alliierte Invasion rollte durch Frankreich unaufhaltsam ostwärts.&lt;br /&gt;
Viele glaubten, der Krieg gehe im Herbst zu Ende und planten, sich von der Front überrollen zu lassen.&lt;br /&gt;
Je früher, desto besser.&lt;br /&gt;
Kaum jemand fürchtete den westlichen Gegner.&lt;br /&gt;
So kam mein Vater eines Abends mit einem Kübelwagen der Wehrmacht nach Neuwied, lud meine Mutter Elisabeth und mich auf und brachte uns in einer stundenlangen Nachtfahrt in seine Nähe.&lt;br /&gt;
Dort hatte er eine Unterkunft für uns vorbereitet. In einer leerstehenden Baracke der Organisation Todt, die einsam und versteckt an einer Lichtung stand, sollten wir die nächsten drei, vier Wochen ausharmen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann haben wir den Krieg hinter uns&amp;quot;, sagte Vater voller Optimismus.&lt;br /&gt;
Leider sollte sich diese Hoffnung nicht erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herbst zog sich dahin, die Front versteifte sich und im Dezember wagte Hitler seine Ardennenoffensive.&lt;br /&gt;
Da waren wir immer noch in unserer Hütte, tief eingeschneit und seit Wochen ohne Verbindung zur Außenwelt.&lt;br /&gt;
Mein Vater, der uns bis in den November hinein wöchentlich Verpflegung gebracht hatte, kam infolge der Schneewehen nicht mehr zu uns durch.&lt;br /&gt;
Unsere Hütte hatte zwei verglaste Fenster und einen gemauerten Ofen, auf dem man auch kochen konnte.&lt;br /&gt;
Holzscheite lagen bereit, Grundnahrungsmittel hatten wir ausreichend.&lt;br /&gt;
Kartoffeln, Mehl, Nudeln und Haferflocken.&lt;br /&gt;
Bevor der Schnee fiel, ging ich oft ins Tal zu einer Kartoffelmiete, an der die dort häufigen Wildschweine ein Loch gebuddelt hatten.&lt;br /&gt;
Dort holte ich in einem Rucksack, so viel und so oft ich nur konnte.&lt;br /&gt;
In einem verlassenen Gehöft fand ich eine Menge Kerzen und einen einsamen, hungrigen Hahn, der mir wie ein Hündchen folgte.&lt;br /&gt;
Sein Appetit war enorm, er räumte tüchtig unter unseren Haferflocken auf.&lt;br /&gt;
Das blieb nicht ohne Folgen, denn mit seinem Gewicht nahm auch die Lautstärke seines Krähens zu und wir fürchteten, dass er auf uns aufmerksam machen könnte.&lt;br /&gt;
Vor Weihnachten musste Mutter ihn zum Schweigen bringen.&lt;br /&gt;
Schon seit über einer Woche hörten wir den aus den Tälern zu uns dringenden Kampflärm.&lt;br /&gt;
Dort unten tat sich etwas und wir fassten neuen Mut.&lt;br /&gt;
Mutter hoffte, dass Vater gesund in Kriegsgefangenschaft geraten war.&lt;br /&gt;
Bald sei auch für uns der Krieg vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Dezember schien die Wintersonne an einem wolkenlosen Himmel.&lt;br /&gt;
Den ganzen Tag über hörten wir das dumpfe Dröhnen alliierter Kampfflugzeuge, die völlig ungestört mit ihrer Bombenlast über uns hinwegzogen.&lt;br /&gt;
Es war bitterkalt.&lt;br /&gt;
Mit der Dunkelheit kam die Stille und der Himmel gehörte wieder den Sternen, die über unsere tief verschneite Lichtung funkelten.&lt;br /&gt;
Mutter, die im spärlichen Licht einer Kerze am Ofen hantierte, sagte vor sich hin: &amp;quot;wenn man nur wüsste, was aus dem Vater geworden ist. Wo mag er jetzt schon sein?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ich saß im Halbdunkel und wartete ungeduldig auf die Hühnersuppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einmal klopfte es an unsere Tür.&lt;br /&gt;
Erschrocken zuckte ich zusammen und sah, wie Mutter hastig die Kerze ausblies.&lt;br /&gt;
Dann klopfte es wieder.&lt;br /&gt;
Wir fassten uns ein Herz und machten auf.&lt;br /&gt;
Draußen, wie Phantome vor der schneebedeckten Lichtung, standen zwei Männer mit Stahlhelmen.&lt;br /&gt;
Einer von ihnen sprach zu Mutter in einer Sprache, die wir nicht verstanden, und er zeigte auf einen Dritten, der im Schnee lag.&lt;br /&gt;
Wir begriffen sofort, dass die Männer amerikanische Soldaten waren.&lt;br /&gt;
Mutter stand regungslos neben mir.&lt;br /&gt;
Sie waren bewaffnet und hätten ihr Eintreten erzwingen können, doch sie standen da und fragten mit den Augen.&lt;br /&gt;
Und der im Schnee sitzende schien mehr tot als lebendig.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommt rein&amp;quot;, sagte meine Mutter mit einer einladenden Geste.&lt;br /&gt;
Die Soldaten nahmen ihren Kameraden und streckten ihn auf meinem Strohsack aus.&lt;br /&gt;
Keiner von ihnen verstand Deutsch.&lt;br /&gt;
Doch als einer es mit seinem Französisch versuchte, konnte er sich verständlich machen.&lt;br /&gt;
Er glaubte wohl, wir seien [https://de.wikipedia.org/wiki/Wallonen Wallonen].&lt;br /&gt;
Mutter hatte als Kind in benachbarten Belgien einige Jahre die Schule besucht und dort Französisch gelernt.&lt;br /&gt;
Während Mutter nach dem Verwundeten sah, half ich den beiden anderen beim Ausziehen ihrer schweren Mäntel.&lt;br /&gt;
Sie machten einen erschöpften Eindruck.&lt;br /&gt;
Am Ofen sitzend wich die Kälte von ihnen.&lt;br /&gt;
Und mit der Wärme stellten sich auch die Lebensgeister wieder ein.&lt;br /&gt;
Wir erfuhren, dass der stämmige, dunkelhaarige Bursche Jim hieß.&lt;br /&gt;
Sein Kamerad, größer und schlanker, war Ralph.&lt;br /&gt;
Harry, der Verwundete, schlief nun auf meinem Bett.&lt;br /&gt;
Sein Gesicht war so weiß wie Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren Versprengte, hatten ihre Einheit verloren und waren seit Tagen im Wald umhergeirrt.&lt;br /&gt;
Unrasiert wie sie waren, sahen sie ohne ihre schweren Mäntel dennoch eher wie große Jungen aus.&lt;br /&gt;
Und so wurden sie auch von Mutter versorgt.&lt;br /&gt;
Geh, bring noch sechs Kartoffeln, rief sie mir zu.&lt;br /&gt;
Sie hatte eine zweite Kerze angezündet und schnitt die gewaschenen, ungeschälten Erdäpfeln unsere Suppe hinein.&lt;br /&gt;
Sie zu schälen, galt damals bei uns als Verschwendung.&lt;br /&gt;
Während Jim und ich Mutter zuschauten, sah Ralph nach Harry.&lt;br /&gt;
Er hatte viel geblutet. Nun lag er teilnahmslos und still.&lt;br /&gt;
Mutters Suppe verbreitete schon längst einen einladenden Duft. Ich war gerade dabei, den Tisch zu decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da klopfte es wieder an der Tür.&lt;br /&gt;
In der Erwartung, dass noch mehr versprengte Amerikaner draußen standen, öffnete ich ohne Zögern.&lt;br /&gt;
Ja, es waren Soldaten, vier Mann, und alle bis an die Zähne bewaffnet.&lt;br /&gt;
Ihre Uniform war mir wohl vertraut nach fünf Jahren Krieg.&lt;br /&gt;
Das waren Soldaten der Wehrmacht, das waren unsere.&lt;br /&gt;
Ich war vor Schreck wie gelähmt.&lt;br /&gt;
Obschon ich noch ein Kind war, wusste ich, dass jeder, der den Feind in irgendeiner Weise begünstigt, erschossen wird.&lt;br /&gt;
Kamen nun alle zu einem furchtbaren Ende?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutters Gesicht konnte ich nicht sehen, als sie heraus trat. Doch ihre gefasste Stimme beruhigte mich etwas.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie bringen aber eine eisige Kälte mit, meine Herren. Möchten Sie mit uns essen?&amp;quot; entfuhr es ihr.&lt;br /&gt;
Damit schien sie den richtigen Ton gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
Die Soldaten grüßten freundlich und waren sichtlich froh, im Grenzland zwischen den Fronten Landsleuten zu begegnen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dürfen wir uns hier etwas aufwärmen?&amp;quot; fragte der Rangälteste, ein Unteroffizier.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Vielleicht haben Sie irgendwo Platz für uns bis zum Morgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Natürlich&amp;quot;, antwortete Mutter in aller Herzlichkeit. &amp;quot;Sie können auch eine warme Suppe mit uns essen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Deutschen lächelten, als sie das Aroma durch die halb offene Tür rochen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch&amp;quot;, fügte Mutter in einem aus schierer Angst erwachsenen Todesmut hinzu, &amp;quot;Es sind bereits drei Durchfrorene hier, um sich etwas aufzuwärmen. Ich bitte Sie um Himmels Willen, machen Sie jetzt bloß keinen Krawall.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier schien zu begreifen. &amp;quot;Wen haben Sie da drinnen?&amp;quot; verlangte er barsch zu wissen. &amp;quot;Amis?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mutter sah jeden Einzelnen an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hört mal&amp;quot;, sagte sie langsam. &amp;quot;Ihr könntet meine Söhne sein und die da drinnen auch. Einer von Ihnen ist verwundet und der ist gar nicht gut dran. Und die beiden anderen sind so hungrig und müde wie ihr. Es ist Heiligabend.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Sie sprach jetzt zu dem Unteroffizier. &amp;quot;Und hier wird nicht geschossen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der starrte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für zwei, drei endlose Sekunden hörte man nur den Wind. Ich stand da und bibberte. Doch Mutter nutzte den Moment.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Genug geredet&amp;quot;, sagte sie entschlossen. &amp;quot;Legt das Schießzeug da auf das Holz und kommt schnell rein. Sonst essen die anderen alles auf.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Tut, was sie sagt&amp;quot;, knurrte der Unteroffizier. &amp;quot;Wir haben Hunger.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wortlos legten sie ihre Waffen in den winzigen Schuppen, in dem wir unsere Holzscheite aufbewahrten.&lt;br /&gt;
Es waren drei Karabiner, zwei Pistolen, ein leichtes MG und zwei Panzerfäuste.&lt;br /&gt;
Währenddessen war den Amerikanern nicht verborgen geblieben, dass eine Gruppe Krauts vor der Tür stand.&lt;br /&gt;
Und mit dem Mut der Verzweiflung waren sie willens, sich zur Wehr zu setzen.&lt;br /&gt;
Mutter sprach indessen hastig mit Jim auf Französisch. Er sagte etwas zu Ralf und ich sah erleichtert, wie auch die Amerikaner mit sich reden ließen.&lt;br /&gt;
Sie machten mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nun alle in der kleinen Stube waren, schienen sie etwas ratlos zu sein.&lt;br /&gt;
Wie man sich als Soldat in einer solchen Situation verhält, hatten ihre Ausbilder nicht mit ihnen besprochen.&lt;br /&gt;
Mutter war währenddessen in ihrem Element. Lächelnd suchte sie für jeden einen Sitzplatz. Wir hatten nur drei Stühle, aber Mutters Bett war groß.&lt;br /&gt;
Dorthin setzte sie zwei der später gekommenen neben Jim und Ralf.&lt;br /&gt;
Man schwieg sich an.&lt;br /&gt;
Es lag eine Gespanntheit in der Luft, die sich auf alle übertrug. Mutter machte sich wieder ans Kochen.&lt;br /&gt;
Aber unser Hahn wurde nicht größer und wir hatten vier Esser mehr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Rasch&amp;quot; flüsserte sie mir zu. &amp;quot;Wasch mir noch ein paar Kartoffeln und schneide sie zweimal durch. Und hol noch etwas Haferflocken, wenn wir die Jungen erst einmal satt haben, wird sich alles geben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich bei unseren Vorräten war, hörte ich Harry laut aufstöhnen.&lt;br /&gt;
Einer der Deutschen setzte seine Brille auf und beugte sich über die Wunde des Amerikaners. &amp;quot;Sind Sie Sanitäter?&amp;quot; fragte Mutter.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein&amp;quot;, erwiderte er, &amp;quot;aber ich habe bis vor wenigen Monaten in Heidelberg Medizin studiert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Dann erklärte er den Amerikanern, in wie mir schien recht fließend im Englisch, Harrys Wunde sei dank der Kälte nicht entzündet.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er hat sehr viel Blut verloren&amp;quot;, sagte er zu Mutter. &amp;quot;Er braucht jetzt einfach Ruhe und kräftiges Essen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Spannung hatte sich gelöst. Selbst mir kamen die Soldaten, als sie so nebeneinander saßen, alle noch sehr jung vor. Der Unteroffizier war mit seinen 23 Jahren der Älteste.&lt;br /&gt;
Am linken Ärmel seiner Uniformjacke trug er das Kubanschild, das ihn als Ostfrontkämpfer auswies. Aus seinem Brotbeutel nahm er eine Flasche Rotwein, und ein anderer brachte ein großes Kommissbrot auf den Tisch, das Mutter in Scheiben schnitt.&lt;br /&gt;
Von dem Wein füllte sie etwas in einen Becher, für Harry. Der Rest wurde unter uns aufgeteilt. Zwei Kerzen flackerten auf dem Tisch, dazwischen stand der Kessel mit der dampfenden Suppe. Auf einem Teller lag das geschnittene Brot, und jeder hatte etwas Wein. Ich hatte zwischen Jim und Ralph Platz gefunden. Am Kopfende saß Mutter auf einer improvisierten Sitzgelegenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf sie waren jetzt alle Blicke gerichtet.&lt;br /&gt;
In meinem Elternhaus war es nicht üblich gewesen, vor dem Essen gemeinsam zu beten. Mit uns am Tisch saßen normalerweise die Gesellen, der Lehrling und die Hausgehilfin. Wer da beten wollte, der tat das still für sich. Das war nun alles anders. Es war eine gehobene, fast feierliche Stimmung, und niemand wäre es eingefallen, sich ohne Weiteres über die Mahlzeit herzumachen.&lt;br /&gt;
Ralph erfasste die Hände der neben ihm Sitzenden.&lt;br /&gt;
Jim tat das Gleiche, und schon saßen wir alle nach amerikanischer Sitte, Hände haltend um den Tisch, um unser aller Herrgott zu danken.&lt;br /&gt;
Mutter sprach für uns in ergreifender Inständigkeit, sie schloss mit den Worten, &amp;quot;... und bitte, mach endlich Schluss mit diesem Krieg.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Als ich mich in der Tischrunde umsah, bemerkte ich einige Tränen, die sich den Kriegern aus den Augen stahlen.&lt;br /&gt;
Niemand schämte sich. Sie alle hatten sich ihre Menschlichkeit bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun waren sie ganz einfach wieder die jungen Söhne ihrer sich um sie sorgenden Eltern, die einen aus Amerika, die anderen aus Deutschland, alle fern von zu Haus.&lt;br /&gt;
Nach dem Essen gab es starken amerikanischen Nescafé und Ananaspudding, den Jim in kleinen olivgrünen Dosen aus seiner weiten Manteltasche holte.&lt;br /&gt;
Dann wurden Zigaretten ausgetauscht, hier Eckstein, dort Cheseterfield. Und schon hatte jeder der Gäste eine im Mund.&lt;br /&gt;
Doch der um Harry besorgte Medikus sprach ein Machtwort: &amp;quot;Get out an die frische Luft!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Draußen war eine vor Kälte klirrende, strahlende Winternacht.&lt;br /&gt;
Der Himmel war mit Sternen übersät, und Mutter forderte uns auf, den am hellsten Leuchtenden, den Sirius, anzusehen. &amp;quot;Das ist unser [https://de.wikipedia.org/wiki/Stern_von_Betlehem Stern von Bethlehem], der kündigt den Frieden an.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand sprach ein Wort. Aus der Ferne drang das dumpfe Bollern schwerer Artillerie an unsere Ohren. Dennoch schien uns jetzt der Krieg sehr weit und fast vergessen.&lt;br /&gt;
Dann gingen wir schlafen, die Soldaten auf dem Fußboden, auf ihren dicken Mänteln.&lt;br /&gt;
Ich fand in Mutters Bett noch Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harry erwachte im Morgengrauen, und Mutter flößte ihm etwas ein. Sie hatte aus amerikanischem Eipulver, dem Rest Rotwein und viel Zucker einen Kraftdrunk gequirlt, der es in sich hatte.&lt;br /&gt;
Ob es auch schmackhaft war, erfuhr ich nie, doch Harry war bei Tagesanbruch sichtlich kräftiger. Zum Frühstück aß er mit uns anderen den Rest der Hühnersuppe.&lt;br /&gt;
Dann wurde aus zwei starken Stöcken und einer deutschen Zeltbahn eine Trage für Harry gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unteroffizier zeigte Jim und Ralph auf einer Karte den Weg zu den amerikanischen Linien. Ein deutscher Kompass wechselte den Besitzer.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Passt auf, wo ihr geht. Viele Wege sind vermint. Und wenn ihr eure [https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdbomber Jabos] kommen hört, winkt wie der Teufel.&amp;quot; Der Mediziner übersetzte alles ins Englische.&lt;br /&gt;
Dann bewaffneten sie sich wieder, und es folgte der Abschied. Herzlicher konnte es auch unter alten Freunden nicht sein. Sie umarmten sich fröhlich, man versprach, sich wieder zu sehen. &amp;quot;As soon as this damned war is over.&amp;quot; Jim und Ralph küssten Mutters Wangen.&lt;br /&gt;
Harry wurde auf seine Sänfte gesetzt, und mit Hallo, aber auch mit etwas Wehmut trennten sich unsere Wege. Manchmal drehten sie sich um und winkten.&lt;br /&gt;
Wir schauten ihnen nach, bis sie im Wald verschwunden waren. &amp;quot;Das sind Menschen genau wie wir&amp;quot;, sagte der Unteroffizier halblaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Nacht in den Ardennen vergaß ich nie. Oftmals, wenn ich am winterlichen Himmel den hellglitzenden Sirius erblicke, scheint er mich zu grüßen wie einen alten Freund.&lt;br /&gt;
Unwillkürlich gedenke ich dann meiner Mutter und jener jungen Soldaten, die als Feinde zusammentrafen und als Kameraden auseinandergehen.&lt;br /&gt;
1959 verließ Fritz Finken Deutschland. 1964 schrieb er seine Erinnerungen an das unvergessliche Weihnachtsfest 1944 nieder. Sein Wunsch, alle Beteiligten wieder zusammenzubringen, hat sich leider nicht erfüllt. Seine Mutter starb 1966. Nach den deutschen Soldaten suchte er vergeblich.&lt;br /&gt;
Vermutlich sind sie in den letzten Kriegsmonaten gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch durch einen glücklichen Zufall fand er wenigstens Ralf wieder. Er besaß noch den deutschen Wehrmachtskompass. Monate später wurde auch Jim, damals 76, in Ohio gefunden. Harry, der damals verwundete, war bereits 1972 gestorben. Auch Ralf ist mittlerweile tot.&lt;br /&gt;
Es leben heute nur noch zwei Menschen, die von diesem Wunder des Friedens mitten im Krieg berichten können. Fritz Finken war viele Jahre lang Mitglied des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittels [https://openai.com/research/whisper Whisper] von der MP3 Aufnahmne [https://www.volksbund.de/aktuell/mediathek/detail/winternacht-in-den-ardennen &#039;&#039;Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.:&#039;&#039; Winternacht in den Ardennen] nach Text konvertiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
Von dieser Geschichte gibt auch einen Spielfilm: [https://de.wikipedia.org/wiki/Stille_Nacht_%E2%80%93_Das_Weihnachtswunder Stille Nacht – Das Weihnachtswunder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=225</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
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		<updated>2025-10-08T12:09:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Feinabstimmung des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Der_Schleier_zerriss&amp;diff=224</id>
		<title>Der Schleier zerriss</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Der_Schleier_zerriss&amp;diff=224"/>
		<updated>2025-08-21T12:48:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Der Auftrag */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gulshan war als Sayed, als eine direkte Nachfahrin [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammeds] (über seine Tochter [https://de.wikipedia.org/wiki/Fatima_bint_Muhammad Fatima]), in Pakistan geboren worden und hatte als Kind [https://de.wikipedia.org/wiki/Poliomyelitis Kinderlähmung] bekommen, wodurch sie halbseitig gelähmt wurde. Sie lebte im [https://de.wikipedia.org/wiki/Punjab Punjab], einem Staat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistan Pakistan]. Sie wuchs als strenggläubige orthodoxe [https://de.wikipedia.org/wiki/Schia Schiitin] auf. Ein englischer Arzt untersuchte sie im Frühjahr 1966 und meinte, dass in ihrem Fall nur Gebet helfen könnte. Sie betete daraufhin immer wieder zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] um Heilung. Schließlich fielen ihr folgende Verse im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran] auf, die von Jesus, dem Sohn der Maria handelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verheißung ===&lt;br /&gt;
„»Ich will heilen den Mutterblinden und Aussätzigen und will die Toten lebendig machen mit Allahs Erlaubnis...«&amp;lt;ref&amp;gt;Der Koran, Das Heilige Buch des Islam, Die Familie Amrans (Al-Imran), Sure 3,46-50, Goldmann Verlag, Ludwig Ullmann, L. W.-Winter, S.57:&lt;br /&gt;
&amp;quot;[46] Die Engel sprachen ferner: O Maria, Gott verkündet dir das fleischgewordene Wort. Sein Name wird sein Messias Jesus, der Sohn der Maria. Herrlich wird er in dieser und in jener Welt sein und zu denen gehören, denen des Herrn Nähe gewährt wurde. [47] Er wird in der Wiege schon und auch im Mannesalter zu den Menschen reden und wird ein frommer Mann sein. [48] Maria erwiderte: Wie soll ich einen Sohn gebären, da mich ja kein Mann berührte? Der Engel antwortete: Der Herr schafft, was und wie er will; wenn er irgend etwas beschlossen hat und spricht: »Es werde!« -dann ist es. [49] Er wird ihn auch in der Schrift und Erkenntnis, in der Thora und dem Evangelium unterweisen, [50] und ihn zu den Kindern Israels senden. Er spricht: Ich komme mit Zeichen von euerem Herrn zu euch. Ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen, in ihn hauchen, und er soll, auf Allahs Gebot, ein beschwingter Vogel werden. Die Mutterblinden und Aussätzigen will ich heilen und mit Allahs Willen Tote wieder lebendig machen und euch künden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern bewahren sollt. Dies alles werden euch Zeichen sein, wenn ihr nur glaubt.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mohammed hat wohl auch (die historisch unzuverlässigen) Überlieferungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kindheitsevangelium_nach_Thomas Kindheitsevangelium des Thomas] (verfasst Ende des 2. Jhds) gehört, denn dort wird dieses Wunder der Erschaffung von Vögeln berichtet:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Als Jesus fünf Jahre alt war, gab es einmal einen starken Regenschauer. Jesus spielte an einer flachen Stelle am Bach. Er leitete das vorbeifließende Wasser in kleine Vertiefungen, sammelte es dort und machte es sofort, allein durch sein Wort, ganz klar. Dann knetete er weichen Lehm und modellierte daraus zwölf Spatzen. Es war aber an einem Sabbat und es waren auch noch andere Kinder da, die mit ihm spielten. Als ein Jude sah, was Jesus beim Spielen am Sabbat tat, ging er sofort zu seinem Vater Joseph, und sagte zu ihm: „Dein Sohn spielt am Bach und hat aus Lehm zwölf Spatzen geformt. Dadurch hat er den Sabbat entweiht.“ Joseph lief an die angegebene Stelle. Als er sah, was Jesus gemacht hatte, rief er: „Warum machst du verbotene Dinge am Sabbat?“ Doch Jesus klatschte in die Hände und sagte zu den Spatzen: „Los, fliegt weg.“ Die Spatzen breiteten ihre Flügel aus und flogen laut zwitschernd davon. Die Juden staunten sehr als sie das sahen. Sie gingen hin und erzählten ihren Ältesten, was Jesus getan hatte.&amp;quot; =&amp;gt; [http://sadlove.de/2011/04/21/das-kindheitsevangelium-jesu-nach-thomas/ Text des Kindheitsevangeliums nach Thomas]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viele Jahre lang hatte ich mit großer Hingabe den Koran studiert und regelmäßig gebetet, dabei aber mehr und mehr die Hoffnung verloren, daß mein Zustand sich jemals ändern würde. Doch nun fing ich langsam an zu glauben, daß das, was über Jesus im Koran geschrieben stand, wahr war -, daß er lebte und Wunder vollbrachte und auch mich heilen konnte.&lt;br /&gt;
»O Jesus, Sohn der Maria, es steht im Koran, daß du Tote auferweckt, Aussätzige geheilt und viele andere Wunder getan hast. Bitte, heile auch mich!« Während ich dieses Gebet sprach, wurden meine Erwartungen größer. Das war merkwürdig, denn in den vielen Jahren, in denen ich nach Art der Moslems gebetet hatte, war ich bisher nie wirklich davon überzeugt gewesen, daß ich gesund werden konnte. Ich nahm die Perlenschnur zur Hand, die ich aus Mekka mitgebracht hatte, sagte nach jedem Gebet die bismillah-Formel&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist eine islamische Formel, auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Basmala Basmala] genannt, die sehr oft beim Gebet verwendet wird, die die meisten Suren einleitet und in etwa heißt: &amp;quot;Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; her und fügte hinzu: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebete ===&lt;br /&gt;
Allmählich änderte sich mein Beten dahin gehend, daß ich auch zwischen den festgesetzten Gebetszeiten immer wieder die Perlenschnur durch meine Finger gleiten ließ und bei jeder Perle sagte: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Je mehr ich so betete, um so mehr fühlte ich mich zu dieser schattenhaften Gestalt hingezogen, die im Koran nur von zweitrangiger Bedeutung war, aber eine Kraft besaß, die Mohammed nie für sich in Anspruch genommen hatte. Oder wo stand etwas davon geschrieben, daß Mohammed die Kranken geheilt und die Toten auf erweckt habe?&lt;br /&gt;
»Wenn ich nur mit einem Menschen über diese Dinge reden könnte«, seufzte ich, aber da war keiner. So fuhr ich fort, zu diesem Propheten Jesus zu beten, bis ich mehr Erkenntnis bekommen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Morgen ===&lt;br /&gt;
Wie gewöhnlich, war ich um 3 Uhr morgens aufgewacht und las, im Bett sitzend, jene mir inzwischen so wohlbekannten Verse aus dem Koran. Noch während ich die Worte in mich aufnahm, sprach ich in meinem Herzen die alte Litanei: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Doch dann brach ich plötzlich ab und sprach laut einen Gedanken aus, der sich mir mit Gewalt aufgezwungen hatte:&lt;br /&gt;
»So lange mache ich das nun schon und bin immer noch ein Krüppel!«&lt;br /&gt;
Nebenan hörte ich, wie jemand langsam aufstand und sich anschickte, wie üblich vor dem Morgengebet das Waschwasser vorzubereiten. In wenigen Minuten würde Tante zu mir hereinschauen. Während ich dieses alles in meinem Kopf registrierte beschäftigten sich meine Gedanken auf hartnäckige Weise mit meiner Not. Warum war ich nicht gesund geworden, obwohl ich drei Jahre lang so intensiv gebetet hatte?&lt;br /&gt;
»Hör doch, du lebst im Himmel, und im Koran steht geschrieben, daß du Menschen geheilt hast. Also kannst du mich auch heilen, und trotzdem bin ich immer noch ein Krüppel.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Begegnung ===&lt;br /&gt;
Warum bekam ich keine Antwort? Warum umfing mich nur eisiges Schweigen, das meinen vielen Gebeten Hohn sprach?&lt;br /&gt;
Wieder rief ich seinen Namen an und brachte verzweifelt mein Anliegen vor. Wieder wartete ich vergeblich auf Antwort. Da schrie ich in einer Aufwallung von plötzlichem Schmerz laut auf: »Wenn du kannst, dann heile mich - wenn nicht, dann sag es mir!« Ich wußte nicht mehr ein noch aus.&lt;br /&gt;
Es fällt mir nicht leicht, das, was als nächstes geschah, in Worte zu fassen. Der ganze Raum war plötzlich mit Licht erfüllt. Zuerst dachte ich, das Licht käme von meiner Nachttischlampe, doch dann merkte ich, daß ihr Schein nur schwach leuchtete. Vielleicht war es das Tageslicht? Aber dazu war es noch zu früh. Das Licht wurde stärker und nahm an Intensität zu, bis es heller leuchtete als die Sonne. Ich bedeckte mein Gesicht mit dem Schal, so sehr fürchtete ich mich.&lt;br /&gt;
Dann kam mir der Gedanke, der Gärtner könne vielleicht die Außenbeleuchtung angeschaltet haben, um die Bäume im Garten anzustrahlen. Das tat er manchmal, wenn die Mangos reif waren, um Diebe abzuschrecken, oder auch, um sich während der kühlen Nachtstunden um die Bewässerung zu kümmern.&lt;br /&gt;
Verstohlen schaute ich unter meinem Schal hervor. Doch die Fenster und Türen waren fest verschlossen, alle Vorhänge zugezogen und die Jalousien heruntergelassen. Plötzlich bemerkte ich mehrere Gestalten in langen Gewändern, die mitten in dem strahlenden Licht standen, nicht weit von meinem Bett entfernt. Zwölf waren es, alle in einer Reihe, und die Gestalt in der Mitte, die dreizehnte, war größer und heller als die anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;Das sind wahrscheinlich die [https://de.wikipedia.org/wiki/Apostel zwölf Jünger], die Jesus begleiteten&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Heilung ===&lt;br /&gt;
»O Gott!« rief ich aus, während mir der Angstschweiß auf die Stirn trat. Mit gesenktem Kopf fing ich an zu beten: »O Gott, wer sind diese Leute, und wie sind sie hier hereingekommen, wo doch alle Fenster und Türen geschlossen sind?«&lt;br /&gt;
Plötzlich hörte ich eine Stimme sagen: »Steh auf! Dies ist der Weg, den du immer gesucht hast. Ich bin Jesus, der Sohn der Maria&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Isa_ibn_Maryam Isa ibn Maryam]&amp;quot;, d.i. &amp;quot;Sohn der Maria&amp;quot;, so wird Jesus im Koran genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu dem du gebetet hast. Jetzt stehe ich vor dir. Steh auf und komm zu mir!«&lt;br /&gt;
Ich begann zu weinen. »O Jesus«, schluchzte ich, »ich bin ein Krüppel. Ich kann nicht aufstehen.«&lt;br /&gt;
Er antwortete: »Steh auf und komm zu mir! Ich bin Jesus!«&lt;br /&gt;
Als ich zögerte, wiederholte er die Aufforderung. Und dann, während ich immer noch zweifelte, sprach er zum dritten Mal: »Steh auf!«&lt;br /&gt;
In diesem Augenblick fühlte ich, Gulshan Fatima, die neunzehn Jahre als Krüppel im Bett zugebracht hatte, neue Kraft in meine verdorrten Glieder hineinfließen. Ich streckte meine Beine aus dem Bett und stand auf. Dann machte ich ein paar Schritte und fiel der himmlischen Erscheinung zu Füßen. Ich kniete in dem strahlendsten Licht, das man sich denken kann, einem Licht, das heller leuchtete als Sonne und Mond zusammen. Dieses Licht drang tief in mein Herz und meinen Sinn ein, und in diesem Moment wurde mir vieles klar.&lt;br /&gt;
Jesus legte mir seine Hand auf den Kopf, und ich bemerkte ein Loch in der Hand&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_(Apostel) Thomas] konnte es nicht glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist und zweifelte, darauf begegnete Jesus ihm und erlaubte ihm seine Finger in seine ehemaligen Wunden zu legen. Jesus hat also immer noch Löcher in den Händen, die von seiner Kreuzigung herrühren:&lt;br /&gt;
„Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes20,25-28 Johannes 20,25-28]&amp;lt;/ref&amp;gt;, von dem ein Lichtstrahl auf mein Gewand fiel, so daß das grüne Kleid weiß aussah.&lt;br /&gt;
Er sprach: »Ich bin Jesus. Ich bin Immanuel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel Immanuel] ist hebr. und bedeutet: &amp;quot;Gott (ist/sei) mit uns&amp;quot; und wird im AT in Jesaja 7,14 als Name des Messias prophezeit. Er erfüllte sich im NT in Jesus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus1,23 Matthäus 1,23]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eines der bekannten &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ich-bin-Worte Ich bin Worte]&#039;&#039; Jesu, die uns v.a. im Johannes Evangelium überliefert wurden: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,6 Johannes 14,6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe&amp;lt;ref&amp;gt;„Weil ich lebe, werdet auch ihr leben“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,19 Johannes 14,19]&amp;lt;/ref&amp;gt; und werde bald wiederkommen&amp;lt;ref&amp;gt;„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung22,12 Offenbarung 22,12]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von diesem Tag an bist du mein Zeuge&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr werdet meine Zeugen sein“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte1,8 Apostelgeschichte 1,8]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Was du mit deinen Augen gesehen hast, sollst du meinem Volk weitersagen. Mein Volk ist dein Volk, und du sollst treu sein und dieses Geschehen an mein Volk weitergeben.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auftrag ===&lt;br /&gt;
Er fuhr fort: »Du mußt dieses Kleid und deinen Körper makellos rein halten. Wo du auch hingehst, ich bin bei dir&amp;lt;ref&amp;gt;„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus28,20 Matthäus 28,20]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und von diesem Tag an sollst du so beten:&lt;br /&gt;
„Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“«&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist das &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunser]&#039;&#039; aus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus6,5-15 Matthäus 6, 5-15] und [http://www.bibleserver.com/text/EU/Lukas11,1-4 Lukas 11,1-4]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ließ mich die Worte wiederholen, bis sie mir tief in Herz und Gemüt drangen. In seiner wunderschönen Einfachheit und doch großen Tiefe war dieses Gebet so vollkommen anders als die Gebete, die ich seit meiner Kindheit auswendig gelernt hatte. Gott wurde darin »Vater« genannt -, dieser Name griff mir ans Herz, er füllte die Leere in meinem Innern vollständig aus.&lt;br /&gt;
Ich wollte so gern zu den Füßen Jesu verweilen und immer wieder den neuen Namen Gottes im Gebet aussprechen: »Unser Vater...«, aber die himmlische Erscheinung hatte mir noch mehr zu sagen:&lt;br /&gt;
»Lies im Koran.&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus hatte Gulshan zu diesem Zeitpunkt noch keine Bibel geschenkt. Sie war deshalb noch auf die ungenauen und unvollständigen Beschreibungen Jesu im Koran angewiesen. Dies tat Jesus erst später, indem er ihr in einer Vision das Gesicht eines Christen zeigte, der zehn Meilen im Norden ihres Wohnortes wohnte. Aufgrund dieser Vision konnte sie diesen Christen (als sie später dort selbst hinfuhr) erkennen, der ihr dann eine Bibel schenkte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe und werde bald wiederkommen.« Das hatte ich gelernt, darum fiel es mir nicht schwer, dem, was ich hörte, Glauben zu schenken.&lt;br /&gt;
Jesus redete noch weiter mit mir. Ich war so voller Freude, daß ich es gar nicht beschreiben kann.&lt;br /&gt;
Ich betrachtete meinen Arm und mein Bein und bemerkte, daß Fleisch daran war. Meine Hand war zwar nicht vollkommen, aber sie besaß Kraft und hing nicht mehr lahm und nutzlos herunter.&lt;br /&gt;
»Warum machst du sie nicht ganz heil?« fragte ich.&lt;br /&gt;
Liebevoll kam die Antwort:&lt;br /&gt;
»Ich möchte, daß du mein Zeuge bist.«&lt;br /&gt;
Die Gestalten erhoben sich und entschwanden meinen Blicken. Ich wollte Jesus so gern noch länger dabehalten und weinte vor Traurigkeit laut auf. Dann verblaßte das Licht, und ich stand allein in der Mitte meines Zimmers, in ein weißes Gewand gehüllt, die Augen geblendet von dem gleißenden Licht. Sogar der Schein der Nachttischlampe tat meinen Augen weh, und meine Augenlider hingen schwer herab. Ich tastete mich zu einer Kommode hin, die an der Wand stand. In einer der Schubladen fand ich meine Sonnenbrille, die ich gewöhnlich trug, wenn ich im Garten saß. Ich setzte sie auf und konnte nun die Augen ohne Schwierigkeiten wieder öffnen.&lt;br /&gt;
Nachdem ich die Schublade sorgfältig geschlossen hatte, sah ich mich im Zimmer um. Es war noch genauso, wie ich es beim Aufwachen vorgefunden hatte. Die Uhr auf meinem Nachttisch tickte gleichmäßig und zeigte beinahe 4 Uhr morgens an. Die Tür war geschlossen und die Vorhänge an den Fenstern fest zugezogen, damit die Kälte nicht herein konnte. Trotzdem hatte ich mir das Geschehen der vergangenen Stunde keineswegs eingebildet, dafür war mein Körper der beste Beweis. Ich machte ein paar zögernde Schritte, dann noch ein paar mehr. Mutiger geworden, ging ich von einem Ende des Zimmers zum anderen, kreuz und quer, hin und her. Kein Zweifel, die Glieder an der einst gelähmten linken Körperseite waren gesund und voller Kraft. Ach, welch große Freude empfand ich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gulshan Esther, Der Schleier zerriss, Verlag C.M. Fliss, Lütt Kollau, 17 22453 Hamburg, Originaltitel: The Torn Veil, 16. Auflage 2005, 1984, [https://www.isbn.de/buch/9783922349303/der-schleier-zerriss ISBN: 3-922349-30-7 | 978-3-922349-30-3], S. 68-73&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Es gibt inzwischen einen Bericht ihres Neffen, dem Jesus ebenfalls begegnet ist und der Gulshan Esthers Bericht bestätigt: Der Preis meines Glaubens, Verlag&lt;br /&gt;
Brunnen Verlag GmbH, Autoren: Ali Husnain, J. Chester, erschienen am 01.11.2020, [https://www.isbn.de/buch/9783765543081/der-preis-meines-glaubens ISBN: 3-7655-4308-X | 978-3-7655-4308-1]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Der Schleier zerriss</title>
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		<updated>2025-08-21T12:44:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Der Auftrag */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gulshan war als Sayed, als eine direkte Nachfahrin [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammeds] (über seine Tochter [https://de.wikipedia.org/wiki/Fatima_bint_Muhammad Fatima]), in Pakistan geboren worden und hatte als Kind [https://de.wikipedia.org/wiki/Poliomyelitis Kinderlähmung] bekommen, wodurch sie halbseitig gelähmt wurde. Sie lebte im [https://de.wikipedia.org/wiki/Punjab Punjab], einem Staat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistan Pakistan]. Sie wuchs als strenggläubige orthodoxe [https://de.wikipedia.org/wiki/Schia Schiitin] auf. Ein englischer Arzt untersuchte sie im Frühjahr 1966 und meinte, dass in ihrem Fall nur Gebet helfen könnte. Sie betete daraufhin immer wieder zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] um Heilung. Schließlich fielen ihr folgende Verse im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran] auf, die von Jesus, dem Sohn der Maria handelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verheißung ===&lt;br /&gt;
„»Ich will heilen den Mutterblinden und Aussätzigen und will die Toten lebendig machen mit Allahs Erlaubnis...«&amp;lt;ref&amp;gt;Der Koran, Das Heilige Buch des Islam, Die Familie Amrans (Al-Imran), Sure 3,46-50, Goldmann Verlag, Ludwig Ullmann, L. W.-Winter, S.57:&lt;br /&gt;
&amp;quot;[46] Die Engel sprachen ferner: O Maria, Gott verkündet dir das fleischgewordene Wort. Sein Name wird sein Messias Jesus, der Sohn der Maria. Herrlich wird er in dieser und in jener Welt sein und zu denen gehören, denen des Herrn Nähe gewährt wurde. [47] Er wird in der Wiege schon und auch im Mannesalter zu den Menschen reden und wird ein frommer Mann sein. [48] Maria erwiderte: Wie soll ich einen Sohn gebären, da mich ja kein Mann berührte? Der Engel antwortete: Der Herr schafft, was und wie er will; wenn er irgend etwas beschlossen hat und spricht: »Es werde!« -dann ist es. [49] Er wird ihn auch in der Schrift und Erkenntnis, in der Thora und dem Evangelium unterweisen, [50] und ihn zu den Kindern Israels senden. Er spricht: Ich komme mit Zeichen von euerem Herrn zu euch. Ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen, in ihn hauchen, und er soll, auf Allahs Gebot, ein beschwingter Vogel werden. Die Mutterblinden und Aussätzigen will ich heilen und mit Allahs Willen Tote wieder lebendig machen und euch künden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern bewahren sollt. Dies alles werden euch Zeichen sein, wenn ihr nur glaubt.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mohammed hat wohl auch (die historisch unzuverlässigen) Überlieferungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kindheitsevangelium_nach_Thomas Kindheitsevangelium des Thomas] (verfasst Ende des 2. Jhds) gehört, denn dort wird dieses Wunder der Erschaffung von Vögeln berichtet:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Als Jesus fünf Jahre alt war, gab es einmal einen starken Regenschauer. Jesus spielte an einer flachen Stelle am Bach. Er leitete das vorbeifließende Wasser in kleine Vertiefungen, sammelte es dort und machte es sofort, allein durch sein Wort, ganz klar. Dann knetete er weichen Lehm und modellierte daraus zwölf Spatzen. Es war aber an einem Sabbat und es waren auch noch andere Kinder da, die mit ihm spielten. Als ein Jude sah, was Jesus beim Spielen am Sabbat tat, ging er sofort zu seinem Vater Joseph, und sagte zu ihm: „Dein Sohn spielt am Bach und hat aus Lehm zwölf Spatzen geformt. Dadurch hat er den Sabbat entweiht.“ Joseph lief an die angegebene Stelle. Als er sah, was Jesus gemacht hatte, rief er: „Warum machst du verbotene Dinge am Sabbat?“ Doch Jesus klatschte in die Hände und sagte zu den Spatzen: „Los, fliegt weg.“ Die Spatzen breiteten ihre Flügel aus und flogen laut zwitschernd davon. Die Juden staunten sehr als sie das sahen. Sie gingen hin und erzählten ihren Ältesten, was Jesus getan hatte.&amp;quot; =&amp;gt; [http://sadlove.de/2011/04/21/das-kindheitsevangelium-jesu-nach-thomas/ Text des Kindheitsevangeliums nach Thomas]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viele Jahre lang hatte ich mit großer Hingabe den Koran studiert und regelmäßig gebetet, dabei aber mehr und mehr die Hoffnung verloren, daß mein Zustand sich jemals ändern würde. Doch nun fing ich langsam an zu glauben, daß das, was über Jesus im Koran geschrieben stand, wahr war -, daß er lebte und Wunder vollbrachte und auch mich heilen konnte.&lt;br /&gt;
»O Jesus, Sohn der Maria, es steht im Koran, daß du Tote auferweckt, Aussätzige geheilt und viele andere Wunder getan hast. Bitte, heile auch mich!« Während ich dieses Gebet sprach, wurden meine Erwartungen größer. Das war merkwürdig, denn in den vielen Jahren, in denen ich nach Art der Moslems gebetet hatte, war ich bisher nie wirklich davon überzeugt gewesen, daß ich gesund werden konnte. Ich nahm die Perlenschnur zur Hand, die ich aus Mekka mitgebracht hatte, sagte nach jedem Gebet die bismillah-Formel&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist eine islamische Formel, auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Basmala Basmala] genannt, die sehr oft beim Gebet verwendet wird, die die meisten Suren einleitet und in etwa heißt: &amp;quot;Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; her und fügte hinzu: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebete ===&lt;br /&gt;
Allmählich änderte sich mein Beten dahin gehend, daß ich auch zwischen den festgesetzten Gebetszeiten immer wieder die Perlenschnur durch meine Finger gleiten ließ und bei jeder Perle sagte: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Je mehr ich so betete, um so mehr fühlte ich mich zu dieser schattenhaften Gestalt hingezogen, die im Koran nur von zweitrangiger Bedeutung war, aber eine Kraft besaß, die Mohammed nie für sich in Anspruch genommen hatte. Oder wo stand etwas davon geschrieben, daß Mohammed die Kranken geheilt und die Toten auf erweckt habe?&lt;br /&gt;
»Wenn ich nur mit einem Menschen über diese Dinge reden könnte«, seufzte ich, aber da war keiner. So fuhr ich fort, zu diesem Propheten Jesus zu beten, bis ich mehr Erkenntnis bekommen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Morgen ===&lt;br /&gt;
Wie gewöhnlich, war ich um 3 Uhr morgens aufgewacht und las, im Bett sitzend, jene mir inzwischen so wohlbekannten Verse aus dem Koran. Noch während ich die Worte in mich aufnahm, sprach ich in meinem Herzen die alte Litanei: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Doch dann brach ich plötzlich ab und sprach laut einen Gedanken aus, der sich mir mit Gewalt aufgezwungen hatte:&lt;br /&gt;
»So lange mache ich das nun schon und bin immer noch ein Krüppel!«&lt;br /&gt;
Nebenan hörte ich, wie jemand langsam aufstand und sich anschickte, wie üblich vor dem Morgengebet das Waschwasser vorzubereiten. In wenigen Minuten würde Tante zu mir hereinschauen. Während ich dieses alles in meinem Kopf registrierte beschäftigten sich meine Gedanken auf hartnäckige Weise mit meiner Not. Warum war ich nicht gesund geworden, obwohl ich drei Jahre lang so intensiv gebetet hatte?&lt;br /&gt;
»Hör doch, du lebst im Himmel, und im Koran steht geschrieben, daß du Menschen geheilt hast. Also kannst du mich auch heilen, und trotzdem bin ich immer noch ein Krüppel.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Begegnung ===&lt;br /&gt;
Warum bekam ich keine Antwort? Warum umfing mich nur eisiges Schweigen, das meinen vielen Gebeten Hohn sprach?&lt;br /&gt;
Wieder rief ich seinen Namen an und brachte verzweifelt mein Anliegen vor. Wieder wartete ich vergeblich auf Antwort. Da schrie ich in einer Aufwallung von plötzlichem Schmerz laut auf: »Wenn du kannst, dann heile mich - wenn nicht, dann sag es mir!« Ich wußte nicht mehr ein noch aus.&lt;br /&gt;
Es fällt mir nicht leicht, das, was als nächstes geschah, in Worte zu fassen. Der ganze Raum war plötzlich mit Licht erfüllt. Zuerst dachte ich, das Licht käme von meiner Nachttischlampe, doch dann merkte ich, daß ihr Schein nur schwach leuchtete. Vielleicht war es das Tageslicht? Aber dazu war es noch zu früh. Das Licht wurde stärker und nahm an Intensität zu, bis es heller leuchtete als die Sonne. Ich bedeckte mein Gesicht mit dem Schal, so sehr fürchtete ich mich.&lt;br /&gt;
Dann kam mir der Gedanke, der Gärtner könne vielleicht die Außenbeleuchtung angeschaltet haben, um die Bäume im Garten anzustrahlen. Das tat er manchmal, wenn die Mangos reif waren, um Diebe abzuschrecken, oder auch, um sich während der kühlen Nachtstunden um die Bewässerung zu kümmern.&lt;br /&gt;
Verstohlen schaute ich unter meinem Schal hervor. Doch die Fenster und Türen waren fest verschlossen, alle Vorhänge zugezogen und die Jalousien heruntergelassen. Plötzlich bemerkte ich mehrere Gestalten in langen Gewändern, die mitten in dem strahlenden Licht standen, nicht weit von meinem Bett entfernt. Zwölf waren es, alle in einer Reihe, und die Gestalt in der Mitte, die dreizehnte, war größer und heller als die anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;Das sind wahrscheinlich die [https://de.wikipedia.org/wiki/Apostel zwölf Jünger], die Jesus begleiteten&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Heilung ===&lt;br /&gt;
»O Gott!« rief ich aus, während mir der Angstschweiß auf die Stirn trat. Mit gesenktem Kopf fing ich an zu beten: »O Gott, wer sind diese Leute, und wie sind sie hier hereingekommen, wo doch alle Fenster und Türen geschlossen sind?«&lt;br /&gt;
Plötzlich hörte ich eine Stimme sagen: »Steh auf! Dies ist der Weg, den du immer gesucht hast. Ich bin Jesus, der Sohn der Maria&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Isa_ibn_Maryam Isa ibn Maryam]&amp;quot;, d.i. &amp;quot;Sohn der Maria&amp;quot;, so wird Jesus im Koran genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu dem du gebetet hast. Jetzt stehe ich vor dir. Steh auf und komm zu mir!«&lt;br /&gt;
Ich begann zu weinen. »O Jesus«, schluchzte ich, »ich bin ein Krüppel. Ich kann nicht aufstehen.«&lt;br /&gt;
Er antwortete: »Steh auf und komm zu mir! Ich bin Jesus!«&lt;br /&gt;
Als ich zögerte, wiederholte er die Aufforderung. Und dann, während ich immer noch zweifelte, sprach er zum dritten Mal: »Steh auf!«&lt;br /&gt;
In diesem Augenblick fühlte ich, Gulshan Fatima, die neunzehn Jahre als Krüppel im Bett zugebracht hatte, neue Kraft in meine verdorrten Glieder hineinfließen. Ich streckte meine Beine aus dem Bett und stand auf. Dann machte ich ein paar Schritte und fiel der himmlischen Erscheinung zu Füßen. Ich kniete in dem strahlendsten Licht, das man sich denken kann, einem Licht, das heller leuchtete als Sonne und Mond zusammen. Dieses Licht drang tief in mein Herz und meinen Sinn ein, und in diesem Moment wurde mir vieles klar.&lt;br /&gt;
Jesus legte mir seine Hand auf den Kopf, und ich bemerkte ein Loch in der Hand&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_(Apostel) Thomas] konnte es nicht glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist und zweifelte, darauf begegnete Jesus ihm und erlaubte ihm seine Finger in seine ehemaligen Wunden zu legen. Jesus hat also immer noch Löcher in den Händen, die von seiner Kreuzigung herrühren:&lt;br /&gt;
„Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes20,25-28 Johannes 20,25-28]&amp;lt;/ref&amp;gt;, von dem ein Lichtstrahl auf mein Gewand fiel, so daß das grüne Kleid weiß aussah.&lt;br /&gt;
Er sprach: »Ich bin Jesus. Ich bin Immanuel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel Immanuel] ist hebr. und bedeutet: &amp;quot;Gott (ist/sei) mit uns&amp;quot; und wird im AT in Jesaja 7,14 als Name des Messias prophezeit. Er erfüllte sich im NT in Jesus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus1,23 Matthäus 1,23]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eines der bekannten &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ich-bin-Worte Ich bin Worte]&#039;&#039; Jesu, die uns v.a. im Johannes Evangelium überliefert wurden: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,6 Johannes 14,6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe&amp;lt;ref&amp;gt;„Weil ich lebe, werdet auch ihr leben“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,19 Johannes 14,19]&amp;lt;/ref&amp;gt; und werde bald wiederkommen&amp;lt;ref&amp;gt;„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung22,12 Offenbarung 22,12]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von diesem Tag an bist du mein Zeuge&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr werdet meine Zeugen sein“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte1,8 Apostelgeschichte 1,8]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Was du mit deinen Augen gesehen hast, sollst du meinem Volk weitersagen. Mein Volk ist dein Volk, und du sollst treu sein und dieses Geschehen an mein Volk weitergeben.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auftrag ===&lt;br /&gt;
Er fuhr fort: »Du mußt dieses Kleid und deinen Körper makellos rein halten. Wo du auch hingehst, ich bin bei dir&amp;lt;ref&amp;gt;„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus28,20 Matthäus 28,20]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und von diesem Tag an sollst du so beten:&lt;br /&gt;
„Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“«&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist das &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunser]&#039;&#039; aus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus6,5-15 Matthäus 6, 5-15] und [http://www.bibleserver.com/text/EU/Lukas11,1-4 Lukas 11,1-4]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ließ mich die Worte wiederholen, bis sie mir tief in Herz und Gemüt drangen. In seiner wunderschönen Einfachheit und doch großen Tiefe war dieses Gebet so vollkommen anders als die Gebete, die ich seit meiner Kindheit auswendig gelernt hatte. Gott wurde darin »Vater« genannt -, dieser Name griff mir ans Herz, er füllte die Leere in meinem Innern vollständig aus.&lt;br /&gt;
Ich wollte so gern zu den Füßen Jesu verweilen und immer wieder den neuen Namen Gottes im Gebet aussprechen: »Unser Vater...«, aber die himmlische Erscheinung hatte mir noch mehr zu sagen:&lt;br /&gt;
»Lies im Koran.&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus hatte Gulshan zu diesem Zeitpunkt noch keine Bibel geschenkt. Sie war deshalb noch auf die ungenauen und unvollständigen Beschreibungen Jesu im Koran angewiesen. Dies tat Jesus erst später, indem er ihr in einer Vision das Gesicht eines Christen zeigte, der zehn Meilen im Norden ihres Wohnortes wohnte. Aufgrund dieser Vision konnte sie diesen Christen (als sie später dort selbst hinfuhr) erkennen, der ihr dann eine Bibel schenkte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe und werde bald wiederkommen.« Das hatte ich gelernt, darum fiel es mir nicht schwer, dem, was ich hörte, Glauben zu schenken.&lt;br /&gt;
Jesus redete noch weiter mit mir. Ich war so voller Freude, daß ich es gar nicht beschreiben kann.&lt;br /&gt;
Ich betrachtete meinen Arm und mein Bein und bemerkte, daß Fleisch daran war. Meine Hand war zwar nicht vollkommen, aber sie besaß Kraft und hing nicht mehr lahm und nutzlos herunter.&lt;br /&gt;
»Warum machst du sie nicht ganz heil?« fragte ich.&lt;br /&gt;
Liebevoll kam die Antwort:&lt;br /&gt;
»Ich möchte, daß du mein Zeuge bist.«&lt;br /&gt;
Die Gestalten erhoben sich und entschwanden meinen Blicken. Ich wollte Jesus so gern noch länger dabehalten und weinte vor Traurigkeit laut auf. Dann verblaßte das Licht, und ich stand allein in der Mitte meines Zimmers, in ein weißes Gewand gehüllt, die Augen geblendet von dem gleißenden Licht. Sogar der Schein der Nachttischlampe tat meinen Augen weh, und meine Augenlider hingen schwer herab. Ich tastete mich zu einer Kommode hin, die an der Wand stand. In einer der Schubladen fand ich meine Sonnenbrille, die ich gewöhnlich trug, wenn ich im Garten saß. Ich setzte sie auf und konnte nun die Augen ohne Schwierigkeiten wieder öffnen.&lt;br /&gt;
Nachdem ich die Schublade sorgfältig geschlossen hatte, sah ich mich im Zimmer um. Es war noch genauso, wie ich es beim Aufwachen vorgefunden hatte. Die Uhr auf meinem Nachttisch tickte gleichmäßig und zeigte beinahe 4 Uhr morgens an. Die Tür war geschlossen und die Vorhänge an den Fenstern fest zugezogen, damit die Kälte nicht herein konnte. Trotzdem hatte ich mir das Geschehen der vergangenen Stunde keineswegs eingebildet, dafür war mein Körper der beste Beweis. Ich machte ein paar zögernde Schritte, dann noch ein paar mehr. Mutiger geworden, ging ich von einem Ende des Zimmers zum anderen, kreuz und quer, hin und her. Kein Zweifel, die Glieder an der einst gelähmten linken Körperseite waren gesund und voller Kraft. Ach, welch große Freude empfand ich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gulshan Esther, Der Schleier zerriss, Verlag C.M. Fliss, Lütt Kollau, 17 22453 Hamburg, Originaltitel: The Torn Veil, 16. Auflage 2005, 1984, S. 68-73&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Es gibt inzwischen einen Bericht ihres Neffen, dem Jesus ebenfalls begegnet ist und der Gulshan Esthers Bericht bestätigt: Der Preis meines Glaubens, Verlag&lt;br /&gt;
Brunnen Verlag GmbH, Autoren: Ali Husnain, J. Chester, erschienen am 01.11.2020, [https://www.isbn.de/buch/9783765543081/der-preis-meines-glaubens ISBN: 978-3-7655-4308-1 | 3-7655-4308-X]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Heilung_eines_Magengeschw%C3%BCrs&amp;diff=222</id>
		<title>Heilung eines Magengeschwürs</title>
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		<updated>2025-07-06T07:55:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Die ersparte Magenoperation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die ersparte Magenoperation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An Stelle vieler andrer Zeugnisse, die mir zur Verfügung stehen, diene das folgende. Es stammt von einem mir sehr vertrauten Mann mit akademischer Bildung, der seit Jahren in schweizerischen Möttlinger Kreisen bekannt und geschätzt ist. Das Erlebnis dieses einen ist typisch für hundert andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 1913 litt ich an einem Magengeschwür. Ich wurde von verschiedenen Ärzten sehr verschieden behandelt und hatte durch all die Jahre viel zu leiden. Im Jahr 1923 brach das Magengeschwür durch, und ich mußte sofort operiert werden. Ich glaubte, nicht mit dem Leben davonzukommen; aber ich hatte keine Furcht vor dem Tod, denn ich war fest davon überzeugt, daß mit dem Tod alles aus sei; und ich hatte genug gelitten, um das Untertauchen ins Nichts als Erlösung zu empfinden. Ich erschrecke, wenn ich heute an jene Zeit zurückdenke, und daran, daß ich in jenem Zustand, statt ins Nichts zu versinken, vor Gottes Thron hätte erscheinen müssen. Aber liebe Verwandte, vor allem eine gläubige Mutter, beteten für mich, und so schenkte mir Gott eine Gnadenzeit. Die Operation gelang über Erwarten, und ich war einige Jahre ein gesunder Mann. Gottes Stimme aber hatte ich nicht gehört. Ich freute mich, solange es gut ging; aber schon nach drei Jahren begann das Geschwür wieder zu wachsen, und die Schmerzen waren schlimmer als vorher. Ich mußte jedes Jahr längere Zeit die Arbeit aussetzen und verschiedene Kuren machen. So war ich auch im Spätjahr 1928 viele Wochen im Spital, und bei der Entlassung sagte der chirurgische Direktor (der gleiche, der mich 1923 operiert hatte), wenn nun nach dieser Kur die Schmerzen wieder kommen, so bleibe nichts andres mehr übrig als eine zweite Operation. Schon im Februar 1929 mußte ich wieder aussetzen, und der Hausarzt riet zur Operation. Ich zögerte noch, bis er die Operation als unaufschiebbar bezeichnete, und da geschah das Merkwürdige. Ich hatte wieder keine Angst, denn der Arzt erklärte mir, daß die zweite Operation viel weniger gefährlich sei als die erste, und außerdem schien mir der Tod wieder als Freund zu winken. Schon seit längerer Zeit wußte ich von Möttlingen; aber daß ich je dorthin gehen könnte, war bis jetzt gar nicht in Frage gekommen. Nun, plötzlich stand der Entschluß fest, nach Möttlingen zu gehen. Ich konnte mir damals diesen Entschhluß selbst gar nicht erklären, denn ich glaubte ja nicht, daß mir dort körperlich geholfen werden könne, und nach etwas Höherem hatte ich gar kein Verlangen. Heute weiß ich, daß nur Gottes unverdiente Gnade mich zog. Ich wußte, daß man nach Möttlingen mit einem bußfertigen Herzen kommen müsse. Aber in dieser Beziehung stand es bei mir ganz schlimm; denn erstens war ich doch gar kein Sünder, zweitens waren die paar „Kleinigkeiten“, die man allenfalls als Sünde bezeichnen konnte, so geringfügig, daß es mir überhaupt nicht der Mühe wert schien, davon zu reden, und drittens konnte ich für das, was auch in meinen verblendeten Augen Sünde war, keine Reue und keine Buße finden. Aber ich nahm mir vor, ganz aufrichtig gegen die Brüder zu sein, mich nicht fromm zu stellen und nichts zu verschweigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun saß ich zu Füßen dieses [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Stanger Vaters Stanger], vor dem mir so gebangt hatte, trotzdem er lange nicht so gebildet war wie ich. Ich hatte mir eine gute Einleitung zurechtgelegt und begann mit dem Satz: Ich komm&#039; wegen eines schweren Magenleidens. Vater Stanger unterbrach mich schon hier mit dem Wort: „Das kann dir heut schon abgenomme werde.“ Darauf ich: „Ja, ich glaube das.“ Aber während ich es sagte, war mir&#039;s fast, als sehe ich den Ankläger leibhaftig: Was, du glaubst das? Jetzt lügst du den lieben alten Mann noch an! Du hast ganz aufrichtig sein wollen, und dein erster Satz ist eine Lüge. - In diesem Augenblick wurde mir meine ganze Nichtigkeit gezeigt. Alle sichere Selbstzufriedenheit war abgefallen, und auf dem Schemel vor Vater Stanger saß ein armer, zerschlagener Sünder. Vater Stanger aber hatte mich schon wieder unterbrochen mit dem Wort, das so barsch klang, aber für mich so wichtig und wertvoll war: „Was, ich glaub&#039; das? Da hast du noch nichts zu glaube, jetzt räum mer zuerst dein schmutziges Herz aus, oder soll ich dir vorsage, was du für &#039;n Sünder bist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jak5,16 Jak 5,16]&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf ich: „Ach nein, Vater, denn ich weiß es ja gut genug, und das Schlimmste wüßten sie ja doch nicht.“ Bei diesem Satz wich alle Strenge aus dem gütigen Gesicht des Vaters, und mir wurde ganz warm, als er sprach: „Du bist wenigstens aufrichtig; dir wird glei g&#039;holfe werde.“ Ich begann nun mit meiner „Putzete“ gleich mit jenem Schlimmsten, von dem ich gemeint hatte, Vater wüßte es ja doch nicht; und als er sagte: „Das ist dir abgenomme, das ist dir vergeben, da brauchst gar nimmer dran denken“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Kol2,13-14 Kol 2,13-14]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Jak5,15 Jak 5,15]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,12 1Joh 2,12]&amp;lt;/ref&amp;gt;, da war mir&#039;s so wohl und leicht, als hätte es der Heiland, der die Sünder annimmt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/LU/Lk15,2 Lk 15,2]&amp;lt;/ref&amp;gt;, selber zu mir gesagt. Ich fuhr weiter und kramte aus, was mir nur in den Sinn kam. Alle die „Kleinigkeiten“, die mir erst vorhin zu Lasten geworden waren, gab ich hin&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jak5,16 Jak 5,16]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und sie fielen wie schwere Bündel von mir. Ich wurde ganz leicht und frei, und nachdem Vater mit mir gebetet hatte, verließ ich das Sprechzimmer mit dem Gedanken: du darfst keine Purzelbäume schlagen in den Wiesen draußen; du bist ja über 50 Jahre alt, und die Leute würden dich auslachen. Aber zum Hüpfen und Springen wäre ich aufgelegt gewesen, so leicht und froh war mir ums Herz. Ich schrieb an jenem Vormittag nach Hause: Das ist mir ganz gleich, was mit meinem Magen geschieht. Ich habe etwas viel Schöneres und Wertvolleres als die Gesundheit bekommen: Mir sind meine Sünden vergeben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,2 Mt 9,2]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk2,5 Mk 2,5]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk5,20 Lk 5,20]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk7,48 Lk 7,48]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend dieses Tages gab&#039;s zum Nachtessen Spaghetti mit Zwiebelsoße und Bohnensalat. Seit mehr als zehn Jahren hatte ich es nach Möglichkeit vermieden, Bohnen zu essen; besonders sterilisierte Bohnen machten mir immer heftige Beschwerden. Es war durchaus keine Glaubenstat, daß ich mir den ganzen Teller voll Bohnen schöpfte. Ich hielt es damals für Gedankenlosigkeit, habe aber nachher erfahren, daß es so sein mußte. Erst als ich mit Appetit zu essen begann, dachte ich: das sind ja Bohnen; aber sie schmeckten mir so gut, daß ich den ganzen Teller leerte und sogar noch einmal schöpfte. Vor dem Einschlafen sagte ich meinem Zimmerkameraden, ich werde eine sehr unruhige Nacht und viel Schmerzen haben, er solle sich möglichst wenig durch mich stören lassen. Ich schlief bald ein. Auf einmal fühlte ich, wie jener sich über mich beugte. Es war lichter Tag und höchste Zeit, aufzustehen, um nicht zu spät zum Frühstück zu kommen. Ich hatte ohne Schmerzen die ganze Nacht durchgeschlafen. Ich war gesund. Heute sind es 6 1/2 Jahre seit damals, da der Arzt erklärte, die Operation sei unaufschieblich. Sie ist nie ausgeführt worden. Ein geschickterer Arzt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Mose15,26 2. Mose 15,26]&amp;lt;/ref&amp;gt; hat eingegriffen und mich geheilt. Ja, der Herr hat Großes an mir getan&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/LU/Psalm126,3 Psalm 126,3]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und wenn ich an jene Segenstage zurückdenke, so finde ich dafür kein besseres Motto als die Worte des [https://www.bibleserver.com/text/LU/Psalm103,2 103. Psalms]: Lobe den Herrn, meine Seele, der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen! H. H.“&amp;lt;ref&amp;gt;Der Friederle von Möttlingen, Vater Stanger, der Begründer der Rettungsarche, Ein Charakterbild von Johannes Schlatter, Pfarrer in Zürich, Dritte Auflage, Sechstes bis siebentes Tausend, Verlag von Heinrich Majer, Basel, 1951, Druck: Christliche Vereinsbuchhandlung, Zürich, S. 94-98&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Gescannte Quelle: &#039;&#039;Der Friederle von Möttlingen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stanger Friedrich Wunder 94-95.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stanger Friedrich Wunder 96-97.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stanger Friedrich Wunder 98.jpg|180px]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=221</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=221"/>
		<updated>2025-07-06T07:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Moral */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« [von &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant]] sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=220</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=220"/>
		<updated>2025-07-05T05:29:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Feinabstimmung des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin designten Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=219</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=219"/>
		<updated>2025-07-05T05:27:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Feinabstimmung des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem dieses auf Leben hin planenden Schöpfer, als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=218</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=218"/>
		<updated>2025-07-05T05:23:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Plan des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, weist das auf einen Planer hin, denn Pläne entstehen nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=217</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=217"/>
		<updated>2025-07-04T21:38:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 441-442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=216</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=216"/>
		<updated>2025-07-04T21:34:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=215</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=215"/>
		<updated>2025-07-04T21:22:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Nicht nur diejenigen von uns, die wir Naturwissenschaft betreiben, sondern wir alle müssen notwendigerweise die Denkvoraussetzungen wählen, von der aus wir beginnen. Es gibt nicht viele Möglichkeiten - im Grunde nur zwei. Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen, Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=214</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=214"/>
		<updated>2025-07-04T17:31:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Entweder verdankt die menschliche Intelligenz ihren Ursprung letztlich der geistlosen Materie, oder es gibt einen, Schöpfer. Es ist seltsam‚  dass einige Menschen behaupten, dass ausgerechnet ihre Intelligenz sie dazu bringt, die erste der zweiten vorzuziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 442&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=213</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=213"/>
		<updated>2025-07-03T19:51:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Ursprung des Lebens */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/James_Mitchell_Tour James Tour]: „Wir synthetischen Chemiker sollten das Offensichtliche aussprechen. Die Entstehung des Lebens auf der Erde ist ein Rätsel. Wir sind noch weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Die bisherigen Vorschläge zur Erklärung des Ursprungs des Lebens sind wissenschaftlich nicht haltbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;„We synthetic chemists should state the obvious. The appearance of life on earth is a mystery. We are nowhere near solving this problem. The proposals offered thus far to explain life’s origin make no scientific sense.“ [https://inference-review.com/article/an-open-letter-to-my-colleagues James Tour, An Open Letter to My Colleagues, Chemistry / Critical Notes, Vol. 3, NO. 2 / August 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=212</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=212"/>
		<updated>2025-06-20T11:27:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Moral */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es auch hier möglich und nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Produkt natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Produkt einer übernatürlichen moralischen Instanz sind, d.h. dass diese Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=211</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=211"/>
		<updated>2025-06-20T11:22:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion der Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Ergebnis natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Ergebnis einer moralischen Instanz sind, d.h. dass die Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=210</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=210"/>
		<updated>2025-06-20T11:17:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es möglich und sogar nicht unwahrscheinlich ist, dass unser rationales Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Produkt einer rational denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem rational denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion des Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Ergebnis natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Ergebnis einer moralischen Instanz sind, d.h. dass die Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=209</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=209"/>
		<updated>2025-06-20T11:11:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass das Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Ergebnis einer denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion des Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Ergebnis natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Ergebnis einer moralischen Instanz sind, d.h. dass die Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=208</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=208"/>
		<updated>2025-06-20T11:10:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Rationales Denken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass das Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Ergebnis einer denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion des Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Ergebnis natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Ergebnis einer moralischen Instanz sind, d.h. dass die Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=207</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=207"/>
		<updated>2025-06-20T08:06:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Feinabstimmung des Universums */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass das Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Ergebnis einer denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion des Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Ergebnis natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Ergebnis einer moralischen Instanz sind, d.h. dass die Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Der_Schleier_zerriss&amp;diff=206</id>
		<title>Der Schleier zerriss</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Der_Schleier_zerriss&amp;diff=206"/>
		<updated>2025-06-20T06:46:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Der Auftrag */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gulshan war als Sayed, als eine direkte Nachfahrin [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammeds] (über seine Tochter [https://de.wikipedia.org/wiki/Fatima_bint_Muhammad Fatima]), in Pakistan geboren worden und hatte als Kind [https://de.wikipedia.org/wiki/Poliomyelitis Kinderlähmung] bekommen, wodurch sie halbseitig gelähmt wurde. Sie lebte im [https://de.wikipedia.org/wiki/Punjab Punjab], einem Staat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistan Pakistan]. Sie wuchs als strenggläubige orthodoxe [https://de.wikipedia.org/wiki/Schia Schiitin] auf. Ein englischer Arzt untersuchte sie im Frühjahr 1966 und meinte, dass in ihrem Fall nur Gebet helfen könnte. Sie betete daraufhin immer wieder zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] um Heilung. Schließlich fielen ihr folgende Verse im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran] auf, die von Jesus, dem Sohn der Maria handelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verheißung ===&lt;br /&gt;
„»Ich will heilen den Mutterblinden und Aussätzigen und will die Toten lebendig machen mit Allahs Erlaubnis...«&amp;lt;ref&amp;gt;Der Koran, Das Heilige Buch des Islam, Die Familie Amrans (Al-Imran), Sure 3,46-50, Goldmann Verlag, Ludwig Ullmann, L. W.-Winter, S.57:&lt;br /&gt;
&amp;quot;[46] Die Engel sprachen ferner: O Maria, Gott verkündet dir das fleischgewordene Wort. Sein Name wird sein Messias Jesus, der Sohn der Maria. Herrlich wird er in dieser und in jener Welt sein und zu denen gehören, denen des Herrn Nähe gewährt wurde. [47] Er wird in der Wiege schon und auch im Mannesalter zu den Menschen reden und wird ein frommer Mann sein. [48] Maria erwiderte: Wie soll ich einen Sohn gebären, da mich ja kein Mann berührte? Der Engel antwortete: Der Herr schafft, was und wie er will; wenn er irgend etwas beschlossen hat und spricht: »Es werde!« -dann ist es. [49] Er wird ihn auch in der Schrift und Erkenntnis, in der Thora und dem Evangelium unterweisen, [50] und ihn zu den Kindern Israels senden. Er spricht: Ich komme mit Zeichen von euerem Herrn zu euch. Ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen, in ihn hauchen, und er soll, auf Allahs Gebot, ein beschwingter Vogel werden. Die Mutterblinden und Aussätzigen will ich heilen und mit Allahs Willen Tote wieder lebendig machen und euch künden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern bewahren sollt. Dies alles werden euch Zeichen sein, wenn ihr nur glaubt.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mohammed hat wohl auch (die historisch unzuverlässigen) Überlieferungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kindheitsevangelium_nach_Thomas Kindheitsevangelium des Thomas] (verfasst Ende des 2. Jhds) gehört, denn dort wird dieses Wunder der Erschaffung von Vögeln berichtet:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Als Jesus fünf Jahre alt war, gab es einmal einen starken Regenschauer. Jesus spielte an einer flachen Stelle am Bach. Er leitete das vorbeifließende Wasser in kleine Vertiefungen, sammelte es dort und machte es sofort, allein durch sein Wort, ganz klar. Dann knetete er weichen Lehm und modellierte daraus zwölf Spatzen. Es war aber an einem Sabbat und es waren auch noch andere Kinder da, die mit ihm spielten. Als ein Jude sah, was Jesus beim Spielen am Sabbat tat, ging er sofort zu seinem Vater Joseph, und sagte zu ihm: „Dein Sohn spielt am Bach und hat aus Lehm zwölf Spatzen geformt. Dadurch hat er den Sabbat entweiht.“ Joseph lief an die angegebene Stelle. Als er sah, was Jesus gemacht hatte, rief er: „Warum machst du verbotene Dinge am Sabbat?“ Doch Jesus klatschte in die Hände und sagte zu den Spatzen: „Los, fliegt weg.“ Die Spatzen breiteten ihre Flügel aus und flogen laut zwitschernd davon. Die Juden staunten sehr als sie das sahen. Sie gingen hin und erzählten ihren Ältesten, was Jesus getan hatte.&amp;quot; =&amp;gt; [http://sadlove.de/2011/04/21/das-kindheitsevangelium-jesu-nach-thomas/ Text des Kindheitsevangeliums nach Thomas]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viele Jahre lang hatte ich mit großer Hingabe den Koran studiert und regelmäßig gebetet, dabei aber mehr und mehr die Hoffnung verloren, daß mein Zustand sich jemals ändern würde. Doch nun fing ich langsam an zu glauben, daß das, was über Jesus im Koran geschrieben stand, wahr war -, daß er lebte und Wunder vollbrachte und auch mich heilen konnte.&lt;br /&gt;
»O Jesus, Sohn der Maria, es steht im Koran, daß du Tote auferweckt, Aussätzige geheilt und viele andere Wunder getan hast. Bitte, heile auch mich!« Während ich dieses Gebet sprach, wurden meine Erwartungen größer. Das war merkwürdig, denn in den vielen Jahren, in denen ich nach Art der Moslems gebetet hatte, war ich bisher nie wirklich davon überzeugt gewesen, daß ich gesund werden konnte. Ich nahm die Perlenschnur zur Hand, die ich aus Mekka mitgebracht hatte, sagte nach jedem Gebet die bismillah-Formel&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist eine islamische Formel, auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Basmala Basmala] genannt, die sehr oft beim Gebet verwendet wird, die die meisten Suren einleitet und in etwa heißt: &amp;quot;Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; her und fügte hinzu: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebete ===&lt;br /&gt;
Allmählich änderte sich mein Beten dahin gehend, daß ich auch zwischen den festgesetzten Gebetszeiten immer wieder die Perlenschnur durch meine Finger gleiten ließ und bei jeder Perle sagte: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Je mehr ich so betete, um so mehr fühlte ich mich zu dieser schattenhaften Gestalt hingezogen, die im Koran nur von zweitrangiger Bedeutung war, aber eine Kraft besaß, die Mohammed nie für sich in Anspruch genommen hatte. Oder wo stand etwas davon geschrieben, daß Mohammed die Kranken geheilt und die Toten auf erweckt habe?&lt;br /&gt;
»Wenn ich nur mit einem Menschen über diese Dinge reden könnte«, seufzte ich, aber da war keiner. So fuhr ich fort, zu diesem Propheten Jesus zu beten, bis ich mehr Erkenntnis bekommen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Morgen ===&lt;br /&gt;
Wie gewöhnlich, war ich um 3 Uhr morgens aufgewacht und las, im Bett sitzend, jene mir inzwischen so wohlbekannten Verse aus dem Koran. Noch während ich die Worte in mich aufnahm, sprach ich in meinem Herzen die alte Litanei: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Doch dann brach ich plötzlich ab und sprach laut einen Gedanken aus, der sich mir mit Gewalt aufgezwungen hatte:&lt;br /&gt;
»So lange mache ich das nun schon und bin immer noch ein Krüppel!«&lt;br /&gt;
Nebenan hörte ich, wie jemand langsam aufstand und sich anschickte, wie üblich vor dem Morgengebet das Waschwasser vorzubereiten. In wenigen Minuten würde Tante zu mir hereinschauen. Während ich dieses alles in meinem Kopf registrierte beschäftigten sich meine Gedanken auf hartnäckige Weise mit meiner Not. Warum war ich nicht gesund geworden, obwohl ich drei Jahre lang so intensiv gebetet hatte?&lt;br /&gt;
»Hör doch, du lebst im Himmel, und im Koran steht geschrieben, daß du Menschen geheilt hast. Also kannst du mich auch heilen, und trotzdem bin ich immer noch ein Krüppel.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Begegnung ===&lt;br /&gt;
Warum bekam ich keine Antwort? Warum umfing mich nur eisiges Schweigen, das meinen vielen Gebeten Hohn sprach?&lt;br /&gt;
Wieder rief ich seinen Namen an und brachte verzweifelt mein Anliegen vor. Wieder wartete ich vergeblich auf Antwort. Da schrie ich in einer Aufwallung von plötzlichem Schmerz laut auf: »Wenn du kannst, dann heile mich - wenn nicht, dann sag es mir!« Ich wußte nicht mehr ein noch aus.&lt;br /&gt;
Es fällt mir nicht leicht, das, was als nächstes geschah, in Worte zu fassen. Der ganze Raum war plötzlich mit Licht erfüllt. Zuerst dachte ich, das Licht käme von meiner Nachttischlampe, doch dann merkte ich, daß ihr Schein nur schwach leuchtete. Vielleicht war es das Tageslicht? Aber dazu war es noch zu früh. Das Licht wurde stärker und nahm an Intensität zu, bis es heller leuchtete als die Sonne. Ich bedeckte mein Gesicht mit dem Schal, so sehr fürchtete ich mich.&lt;br /&gt;
Dann kam mir der Gedanke, der Gärtner könne vielleicht die Außenbeleuchtung angeschaltet haben, um die Bäume im Garten anzustrahlen. Das tat er manchmal, wenn die Mangos reif waren, um Diebe abzuschrecken, oder auch, um sich während der kühlen Nachtstunden um die Bewässerung zu kümmern.&lt;br /&gt;
Verstohlen schaute ich unter meinem Schal hervor. Doch die Fenster und Türen waren fest verschlossen, alle Vorhänge zugezogen und die Jalousien heruntergelassen. Plötzlich bemerkte ich mehrere Gestalten in langen Gewändern, die mitten in dem strahlenden Licht standen, nicht weit von meinem Bett entfernt. Zwölf waren es, alle in einer Reihe, und die Gestalt in der Mitte, die dreizehnte, war größer und heller als die anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;Das sind wahrscheinlich die [https://de.wikipedia.org/wiki/Apostel zwölf Jünger], die Jesus begleiteten&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Heilung ===&lt;br /&gt;
»O Gott!« rief ich aus, während mir der Angstschweiß auf die Stirn trat. Mit gesenktem Kopf fing ich an zu beten: »O Gott, wer sind diese Leute, und wie sind sie hier hereingekommen, wo doch alle Fenster und Türen geschlossen sind?«&lt;br /&gt;
Plötzlich hörte ich eine Stimme sagen: »Steh auf! Dies ist der Weg, den du immer gesucht hast. Ich bin Jesus, der Sohn der Maria&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Isa_ibn_Maryam Isa ibn Maryam]&amp;quot;, d.i. &amp;quot;Sohn der Maria&amp;quot;, so wird Jesus im Koran genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu dem du gebetet hast. Jetzt stehe ich vor dir. Steh auf und komm zu mir!«&lt;br /&gt;
Ich begann zu weinen. »O Jesus«, schluchzte ich, »ich bin ein Krüppel. Ich kann nicht aufstehen.«&lt;br /&gt;
Er antwortete: »Steh auf und komm zu mir! Ich bin Jesus!«&lt;br /&gt;
Als ich zögerte, wiederholte er die Aufforderung. Und dann, während ich immer noch zweifelte, sprach er zum dritten Mal: »Steh auf!«&lt;br /&gt;
In diesem Augenblick fühlte ich, Gulshan Fatima, die neunzehn Jahre als Krüppel im Bett zugebracht hatte, neue Kraft in meine verdorrten Glieder hineinfließen. Ich streckte meine Beine aus dem Bett und stand auf. Dann machte ich ein paar Schritte und fiel der himmlischen Erscheinung zu Füßen. Ich kniete in dem strahlendsten Licht, das man sich denken kann, einem Licht, das heller leuchtete als Sonne und Mond zusammen. Dieses Licht drang tief in mein Herz und meinen Sinn ein, und in diesem Moment wurde mir vieles klar.&lt;br /&gt;
Jesus legte mir seine Hand auf den Kopf, und ich bemerkte ein Loch in der Hand&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_(Apostel) Thomas] konnte es nicht glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist und zweifelte, darauf begegnete Jesus ihm und erlaubte ihm seine Finger in seine ehemaligen Wunden zu legen. Jesus hat also immer noch Löcher in den Händen, die von seiner Kreuzigung herrühren:&lt;br /&gt;
„Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes20,25-28 Johannes 20,25-28]&amp;lt;/ref&amp;gt;, von dem ein Lichtstrahl auf mein Gewand fiel, so daß das grüne Kleid weiß aussah.&lt;br /&gt;
Er sprach: »Ich bin Jesus. Ich bin Immanuel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel Immanuel] ist hebr. und bedeutet: &amp;quot;Gott (ist/sei) mit uns&amp;quot; und wird im AT in Jesaja 7,14 als Name des Messias prophezeit. Er erfüllte sich im NT in Jesus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus1,23 Matthäus 1,23]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eines der bekannten &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ich-bin-Worte Ich bin Worte]&#039;&#039; Jesu, die uns v.a. im Johannes Evangelium überliefert wurden: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,6 Johannes 14,6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe&amp;lt;ref&amp;gt;„Weil ich lebe, werdet auch ihr leben“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,19 Johannes 14,19]&amp;lt;/ref&amp;gt; und werde bald wiederkommen&amp;lt;ref&amp;gt;„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung22,12 Offenbarung 22,12]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von diesem Tag an bist du mein Zeuge&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr werdet meine Zeugen sein“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte1,8 Apostelgeschichte 1,8]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Was du mit deinen Augen gesehen hast, sollst du meinem Volk weitersagen. Mein Volk ist dein Volk, und du sollst treu sein und dieses Geschehen an mein Volk weitergeben.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auftrag ===&lt;br /&gt;
Er fuhr fort: »Du mußt dieses Kleid und deinen Körper makellos rein halten. Wo du auch hingehst, ich bin bei dir&amp;lt;ref&amp;gt;„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus28,20 Matthäus 28,20]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und von diesem Tag an sollst du so beten:&lt;br /&gt;
„Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“«&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist das &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunser]&#039;&#039; aus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus6,5-15 Matthäus 6, 5-15] und [http://www.bibleserver.com/text/EU/Lukas11,1-4 Lukas 11,1-4]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ließ mich die Worte wiederholen, bis sie mir tief in Herz und Gemüt drangen. In seiner wunderschönen Einfachheit und doch großen Tiefe war dieses Gebet so vollkommen anders als die Gebete, die ich seit meiner Kindheit auswendig gelernt hatte. Gott wurde darin »Vater« genannt -, dieser Name griff mir ans Herz, er füllte die Leere in meinem Innern vollständig aus.&lt;br /&gt;
Ich wollte so gern zu den Füßen Jesu verweilen und immer wieder den neuen Namen Gottes im Gebet aussprechen: »Unser Vater...«, aber die himmlische Erscheinung hatte mir noch mehr zu sagen:&lt;br /&gt;
»Lies im Koran.&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus hatte Gulshan zu diesem Zeitpunkt noch keine Bibel geschenkt. Sie war deshalb noch auf die ungenauen und unvollständigen Beschreibungen Jesu im Koran angewiesen. Dies tat Jesus erst später, indem er ihr in einer Vision das Gesicht eines Christen zeigte, der zehn Meilen im Norden ihres Wohnortes wohnte. Aufgrund dieser Vision konnte sie diesen Christen (als sie später dort selbst hinfuhr) erkennen, der ihr dann eine Bibel schenkte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe und werde bald wiederkommen.« Das hatte ich gelernt, darum fiel es mir nicht schwer, dem, was ich hörte, Glauben zu schenken.&lt;br /&gt;
Jesus redete noch weiter mit mir. Ich war so voller Freude, daß ich es gar nicht beschreiben kann.&lt;br /&gt;
Ich betrachtete meinen Arm und mein Bein und bemerkte, daß Fleisch daran war. Meine Hand war zwar nicht vollkommen, aber sie besaß Kraft und hing nicht mehr lahm und nutzlos herunter.&lt;br /&gt;
»Warum machst du sie nicht ganz heil?« fragte ich.&lt;br /&gt;
Liebevoll kam die Antwort:&lt;br /&gt;
»Ich möchte, daß du mein Zeuge bist.«&lt;br /&gt;
Die Gestalten erhoben sich und entschwanden meinen Blicken. Ich wollte Jesus so gern noch länger dabehalten und weinte vor Traurigkeit laut auf. Dann verblaßte das Licht, und ich stand allein in der Mitte meines Zimmers, in ein weißes Gewand gehüllt, die Augen geblendet von dem gleißenden Licht. Sogar der Schein der Nachttischlampe tat meinen Augen weh, und meine Augenlider hingen schwer herab. Ich tastete mich zu einer Kommode hin, die an der Wand stand. In einer der Schubladen fand ich meine Sonnenbrille, die ich gewöhnlich trug, wenn ich im Garten saß. Ich setzte sie auf und konnte nun die Augen ohne Schwierigkeiten wieder öffnen.&lt;br /&gt;
Nachdem ich die Schublade sorgfältig geschlossen hatte, sah ich mich im Zimmer um. Es war noch genauso, wie ich es beim Aufwachen vorgefunden hatte. Die Uhr auf meinem Nachttisch tickte gleichmäßig und zeigte beinahe 4 Uhr morgens an. Die Tür war geschlossen und die Vorhänge an den Fenstern fest zugezogen, damit die Kälte nicht herein konnte. Trotzdem hatte ich mir das Geschehen der vergangenen Stunde keineswegs eingebildet, dafür war mein Körper der beste Beweis. Ich machte ein paar zögernde Schritte, dann noch ein paar mehr. Mutiger geworden, ging ich von einem Ende des Zimmers zum anderen, kreuz und quer, hin und her. Kein Zweifel, die Glieder an der einst gelähmten linken Körperseite waren gesund und voller Kraft. Ach, welch große Freude empfand ich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gulshan Esther, Der Schleier zerriss, Verlag C.M. Fliss, Lütt Kollau, 17 22453 Hamburg, Originaltitel: The Torn Veil, 16. Auflage 2005, 1984, S. 68-73&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Der Schleier zerriss</title>
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		<updated>2025-06-20T05:23:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Die Verheißung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gulshan war als Sayed, als eine direkte Nachfahrin [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammeds] (über seine Tochter [https://de.wikipedia.org/wiki/Fatima_bint_Muhammad Fatima]), in Pakistan geboren worden und hatte als Kind [https://de.wikipedia.org/wiki/Poliomyelitis Kinderlähmung] bekommen, wodurch sie halbseitig gelähmt wurde. Sie lebte im [https://de.wikipedia.org/wiki/Punjab Punjab], einem Staat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistan Pakistan]. Sie wuchs als strenggläubige orthodoxe [https://de.wikipedia.org/wiki/Schia Schiitin] auf. Ein englischer Arzt untersuchte sie im Frühjahr 1966 und meinte, dass in ihrem Fall nur Gebet helfen könnte. Sie betete daraufhin immer wieder zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] um Heilung. Schließlich fielen ihr folgende Verse im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran] auf, die von Jesus, dem Sohn der Maria handelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verheißung ===&lt;br /&gt;
„»Ich will heilen den Mutterblinden und Aussätzigen und will die Toten lebendig machen mit Allahs Erlaubnis...«&amp;lt;ref&amp;gt;Der Koran, Das Heilige Buch des Islam, Die Familie Amrans (Al-Imran), Sure 3,46-50, Goldmann Verlag, Ludwig Ullmann, L. W.-Winter, S.57:&lt;br /&gt;
&amp;quot;[46] Die Engel sprachen ferner: O Maria, Gott verkündet dir das fleischgewordene Wort. Sein Name wird sein Messias Jesus, der Sohn der Maria. Herrlich wird er in dieser und in jener Welt sein und zu denen gehören, denen des Herrn Nähe gewährt wurde. [47] Er wird in der Wiege schon und auch im Mannesalter zu den Menschen reden und wird ein frommer Mann sein. [48] Maria erwiderte: Wie soll ich einen Sohn gebären, da mich ja kein Mann berührte? Der Engel antwortete: Der Herr schafft, was und wie er will; wenn er irgend etwas beschlossen hat und spricht: »Es werde!« -dann ist es. [49] Er wird ihn auch in der Schrift und Erkenntnis, in der Thora und dem Evangelium unterweisen, [50] und ihn zu den Kindern Israels senden. Er spricht: Ich komme mit Zeichen von euerem Herrn zu euch. Ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen, in ihn hauchen, und er soll, auf Allahs Gebot, ein beschwingter Vogel werden. Die Mutterblinden und Aussätzigen will ich heilen und mit Allahs Willen Tote wieder lebendig machen und euch künden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern bewahren sollt. Dies alles werden euch Zeichen sein, wenn ihr nur glaubt.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mohammed hat wohl auch (die historisch unzuverlässigen) Überlieferungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kindheitsevangelium_nach_Thomas Kindheitsevangelium des Thomas] (verfasst Ende des 2. Jhds) gehört, denn dort wird dieses Wunder der Erschaffung von Vögeln berichtet:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Als Jesus fünf Jahre alt war, gab es einmal einen starken Regenschauer. Jesus spielte an einer flachen Stelle am Bach. Er leitete das vorbeifließende Wasser in kleine Vertiefungen, sammelte es dort und machte es sofort, allein durch sein Wort, ganz klar. Dann knetete er weichen Lehm und modellierte daraus zwölf Spatzen. Es war aber an einem Sabbat und es waren auch noch andere Kinder da, die mit ihm spielten. Als ein Jude sah, was Jesus beim Spielen am Sabbat tat, ging er sofort zu seinem Vater Joseph, und sagte zu ihm: „Dein Sohn spielt am Bach und hat aus Lehm zwölf Spatzen geformt. Dadurch hat er den Sabbat entweiht.“ Joseph lief an die angegebene Stelle. Als er sah, was Jesus gemacht hatte, rief er: „Warum machst du verbotene Dinge am Sabbat?“ Doch Jesus klatschte in die Hände und sagte zu den Spatzen: „Los, fliegt weg.“ Die Spatzen breiteten ihre Flügel aus und flogen laut zwitschernd davon. Die Juden staunten sehr als sie das sahen. Sie gingen hin und erzählten ihren Ältesten, was Jesus getan hatte.&amp;quot; =&amp;gt; [http://sadlove.de/2011/04/21/das-kindheitsevangelium-jesu-nach-thomas/ Text des Kindheitsevangeliums nach Thomas]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viele Jahre lang hatte ich mit großer Hingabe den Koran studiert und regelmäßig gebetet, dabei aber mehr und mehr die Hoffnung verloren, daß mein Zustand sich jemals ändern würde. Doch nun fing ich langsam an zu glauben, daß das, was über Jesus im Koran geschrieben stand, wahr war -, daß er lebte und Wunder vollbrachte und auch mich heilen konnte.&lt;br /&gt;
»O Jesus, Sohn der Maria, es steht im Koran, daß du Tote auferweckt, Aussätzige geheilt und viele andere Wunder getan hast. Bitte, heile auch mich!« Während ich dieses Gebet sprach, wurden meine Erwartungen größer. Das war merkwürdig, denn in den vielen Jahren, in denen ich nach Art der Moslems gebetet hatte, war ich bisher nie wirklich davon überzeugt gewesen, daß ich gesund werden konnte. Ich nahm die Perlenschnur zur Hand, die ich aus Mekka mitgebracht hatte, sagte nach jedem Gebet die bismillah-Formel&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist eine islamische Formel, auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Basmala Basmala] genannt, die sehr oft beim Gebet verwendet wird, die die meisten Suren einleitet und in etwa heißt: &amp;quot;Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; her und fügte hinzu: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebete ===&lt;br /&gt;
Allmählich änderte sich mein Beten dahin gehend, daß ich auch zwischen den festgesetzten Gebetszeiten immer wieder die Perlenschnur durch meine Finger gleiten ließ und bei jeder Perle sagte: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Je mehr ich so betete, um so mehr fühlte ich mich zu dieser schattenhaften Gestalt hingezogen, die im Koran nur von zweitrangiger Bedeutung war, aber eine Kraft besaß, die Mohammed nie für sich in Anspruch genommen hatte. Oder wo stand etwas davon geschrieben, daß Mohammed die Kranken geheilt und die Toten auf erweckt habe?&lt;br /&gt;
»Wenn ich nur mit einem Menschen über diese Dinge reden könnte«, seufzte ich, aber da war keiner. So fuhr ich fort, zu diesem Propheten Jesus zu beten, bis ich mehr Erkenntnis bekommen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Morgen ===&lt;br /&gt;
Wie gewöhnlich, war ich um 3 Uhr morgens aufgewacht und las, im Bett sitzend, jene mir inzwischen so wohlbekannten Verse aus dem Koran. Noch während ich die Worte in mich aufnahm, sprach ich in meinem Herzen die alte Litanei: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Doch dann brach ich plötzlich ab und sprach laut einen Gedanken aus, der sich mir mit Gewalt aufgezwungen hatte:&lt;br /&gt;
»So lange mache ich das nun schon und bin immer noch ein Krüppel!«&lt;br /&gt;
Nebenan hörte ich, wie jemand langsam aufstand und sich anschickte, wie üblich vor dem Morgengebet das Waschwasser vorzubereiten. In wenigen Minuten würde Tante zu mir hereinschauen. Während ich dieses alles in meinem Kopf registrierte beschäftigten sich meine Gedanken auf hartnäckige Weise mit meiner Not. Warum war ich nicht gesund geworden, obwohl ich drei Jahre lang so intensiv gebetet hatte?&lt;br /&gt;
»Hör doch, du lebst im Himmel, und im Koran steht geschrieben, daß du Menschen geheilt hast. Also kannst du mich auch heilen, und trotzdem bin ich immer noch ein Krüppel.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Begegnung ===&lt;br /&gt;
Warum bekam ich keine Antwort? Warum umfing mich nur eisiges Schweigen, das meinen vielen Gebeten Hohn sprach?&lt;br /&gt;
Wieder rief ich seinen Namen an und brachte verzweifelt mein Anliegen vor. Wieder wartete ich vergeblich auf Antwort. Da schrie ich in einer Aufwallung von plötzlichem Schmerz laut auf: »Wenn du kannst, dann heile mich - wenn nicht, dann sag es mir!« Ich wußte nicht mehr ein noch aus.&lt;br /&gt;
Es fällt mir nicht leicht, das, was als nächstes geschah, in Worte zu fassen. Der ganze Raum war plötzlich mit Licht erfüllt. Zuerst dachte ich, das Licht käme von meiner Nachttischlampe, doch dann merkte ich, daß ihr Schein nur schwach leuchtete. Vielleicht war es das Tageslicht? Aber dazu war es noch zu früh. Das Licht wurde stärker und nahm an Intensität zu, bis es heller leuchtete als die Sonne. Ich bedeckte mein Gesicht mit dem Schal, so sehr fürchtete ich mich.&lt;br /&gt;
Dann kam mir der Gedanke, der Gärtner könne vielleicht die Außenbeleuchtung angeschaltet haben, um die Bäume im Garten anzustrahlen. Das tat er manchmal, wenn die Mangos reif waren, um Diebe abzuschrecken, oder auch, um sich während der kühlen Nachtstunden um die Bewässerung zu kümmern.&lt;br /&gt;
Verstohlen schaute ich unter meinem Schal hervor. Doch die Fenster und Türen waren fest verschlossen, alle Vorhänge zugezogen und die Jalousien heruntergelassen. Plötzlich bemerkte ich mehrere Gestalten in langen Gewändern, die mitten in dem strahlenden Licht standen, nicht weit von meinem Bett entfernt. Zwölf waren es, alle in einer Reihe, und die Gestalt in der Mitte, die dreizehnte, war größer und heller als die anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;Das sind wahrscheinlich die [https://de.wikipedia.org/wiki/Apostel zwölf Jünger], die Jesus begleiteten&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Heilung ===&lt;br /&gt;
»O Gott!« rief ich aus, während mir der Angstschweiß auf die Stirn trat. Mit gesenktem Kopf fing ich an zu beten: »O Gott, wer sind diese Leute, und wie sind sie hier hereingekommen, wo doch alle Fenster und Türen geschlossen sind?«&lt;br /&gt;
Plötzlich hörte ich eine Stimme sagen: »Steh auf! Dies ist der Weg, den du immer gesucht hast. Ich bin Jesus, der Sohn der Maria&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Isa_ibn_Maryam Isa ibn Maryam]&amp;quot;, d.i. &amp;quot;Sohn der Maria&amp;quot;, so wird Jesus im Koran genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu dem du gebetet hast. Jetzt stehe ich vor dir. Steh auf und komm zu mir!«&lt;br /&gt;
Ich begann zu weinen. »O Jesus«, schluchzte ich, »ich bin ein Krüppel. Ich kann nicht aufstehen.«&lt;br /&gt;
Er antwortete: »Steh auf und komm zu mir! Ich bin Jesus!«&lt;br /&gt;
Als ich zögerte, wiederholte er die Aufforderung. Und dann, während ich immer noch zweifelte, sprach er zum dritten Mal: »Steh auf!«&lt;br /&gt;
In diesem Augenblick fühlte ich, Gulshan Fatima, die neunzehn Jahre als Krüppel im Bett zugebracht hatte, neue Kraft in meine verdorrten Glieder hineinfließen. Ich streckte meine Beine aus dem Bett und stand auf. Dann machte ich ein paar Schritte und fiel der himmlischen Erscheinung zu Füßen. Ich kniete in dem strahlendsten Licht, das man sich denken kann, einem Licht, das heller leuchtete als Sonne und Mond zusammen. Dieses Licht drang tief in mein Herz und meinen Sinn ein, und in diesem Moment wurde mir vieles klar.&lt;br /&gt;
Jesus legte mir seine Hand auf den Kopf, und ich bemerkte ein Loch in der Hand&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_(Apostel) Thomas] konnte es nicht glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist und zweifelte, darauf begegnete Jesus ihm und erlaubte ihm seine Finger in seine ehemaligen Wunden zu legen. Jesus hat also immer noch Löcher in den Händen, die von seiner Kreuzigung herrühren:&lt;br /&gt;
„Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes20,25-28 Johannes 20,25-28]&amp;lt;/ref&amp;gt;, von dem ein Lichtstrahl auf mein Gewand fiel, so daß das grüne Kleid weiß aussah.&lt;br /&gt;
Er sprach: »Ich bin Jesus. Ich bin Immanuel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel Immanuel] ist hebr. und bedeutet: &amp;quot;Gott (ist/sei) mit uns&amp;quot; und wird im AT in Jesaja 7,14 als Name des Messias prophezeit. Er erfüllte sich im NT in Jesus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus1,23 Matthäus 1,23]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eines der bekannten &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ich-bin-Worte Ich bin Worte]&#039;&#039; Jesu, die uns v.a. im Johannes Evangelium überliefert wurden: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,6 Johannes 14,6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe&amp;lt;ref&amp;gt;„Weil ich lebe, werdet auch ihr leben“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,19 Johannes 14,19]&amp;lt;/ref&amp;gt; und werde bald wiederkommen&amp;lt;ref&amp;gt;„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung22,12 Offenbarung 22,12]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von diesem Tag an bist du mein Zeuge&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr werdet meine Zeugen sein“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte1,8 Apostelgeschichte 1,8]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Was du mit deinen Augen gesehen hast, sollst du meinem Volk weitersagen. Mein Volk ist dein Volk, und du sollst treu sein und dieses Geschehen an mein Volk weitergeben.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auftrag ===&lt;br /&gt;
Er fuhr fort: »Du mußt dieses Kleid und deinen Körper makellos rein halten. Wo du auch hingehst, ich bin bei dir&amp;lt;ref&amp;gt;„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus28,20 Matthäus 28,20]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und von diesem Tag an sollst du so beten:&lt;br /&gt;
„Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“«&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist das &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunser]&#039;&#039; aus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus6,5-15 Matthäus 6, 5-15] und [http://www.bibleserver.com/text/EU/Lukas11,1-4 Lukas 11,1-4]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ließ mich die Worte wiederholen, bis sie mir tief in Herz und Gemüt drangen. In seiner wunderschönen Einfachheit und doch großen Tiefe war dieses Gebet so vollkommen anders als die Gebete, die ich seit meiner Kindheit auswendig gelernt hatte. Gott wurde darin »Vater« genannt -, dieser Name griff mir ans Herz, er füllte die Leere in meinem Innern vollständig aus.&lt;br /&gt;
Ich wollte so gern zu den Füßen Jesu verweilen und immer wieder den neuen Namen Gottes im Gebet aussprechen: »Unser Vater...«, aber die himmlische Erscheinung hatte mir noch mehr zu sagen:&lt;br /&gt;
»Lies im Koran.&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus hatte Gulshan zu diesem Zeitpunkt noch keine Bibel geschenkt. Sie war deshalb noch auf die ungenauen und unvollständigen Beschreibungen Jesu im Koran angewiesen. Dies tat Jesus erst später, indem er ihr in einer Vision das Gesicht eines Christen zeigte, der zehn Meilen im Norden ihres Wohnortes wohnte. Aufgrund dieser Vision konnte sie diesen Christen (als sie dort später selbst hinfuhr) erkennen, der ihr dann eine Bibel schenkte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe und werde bald wiederkommen.« Das hatte ich gelernt, darum fiel es mir nicht schwer, dem, was ich hörte, Glauben zu schenken.&lt;br /&gt;
Jesus redete noch weiter mit mir. Ich war so voller Freude, daß ich es gar nicht beschreiben kann.&lt;br /&gt;
Ich betrachtete meinen Arm und mein Bein und bemerkte, daß Fleisch daran war. Meine Hand war zwar nicht vollkommen, aber sie besaß Kraft und hing nicht mehr lahm und nutzlos herunter.&lt;br /&gt;
»Warum machst du sie nicht ganz heil?« fragte ich.&lt;br /&gt;
Liebevoll kam die Antwort:&lt;br /&gt;
»Ich möchte, daß du mein Zeuge bist.«&lt;br /&gt;
Die Gestalten erhoben sich und entschwanden meinen Blicken. Ich wollte Jesus so gern noch länger dabehalten und weinte vor Traurigkeit laut auf. Dann verblaßte das Licht, und ich stand allein in der Mitte meines Zimmers, in ein weißes Gewand gehüllt, die Augen geblendet von dem gleißenden Licht. Sogar der Schein der Nachttischlampe tat meinen Augen weh, und meine Augenlider hingen schwer herab. Ich tastete mich zu einer Kommode hin, die an der Wand stand. In einer der Schubladen fand ich meine Sonnenbrille, die ich gewöhnlich trug, wenn ich im Garten saß. Ich setzte sie auf und konnte nun die Augen ohne Schwierigkeiten wieder öffnen.&lt;br /&gt;
Nachdem ich die Schublade sorgfältig geschlossen hatte, sah ich mich im Zimmer um. Es war noch genauso, wie ich es beim Aufwachen vorgefunden hatte. Die Uhr auf meinem Nachttisch tickte gleichmäßig und zeigte beinahe 4 Uhr morgens an. Die Tür war geschlossen und die Vorhänge an den Fenstern fest zugezogen, damit die Kälte nicht herein konnte. Trotzdem hatte ich mir das Geschehen der vergangenen Stunde keineswegs eingebildet, dafür war mein Körper der beste Beweis. Ich machte ein paar zögernde Schritte, dann noch ein paar mehr. Mutiger geworden, ging ich von einem Ende des Zimmers zum anderen, kreuz und quer, hin und her. Kein Zweifel, die Glieder an der einst gelähmten linken Körperseite waren gesund und voller Kraft. Ach, welch große Freude empfand ich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gulshan Esther, Der Schleier zerriss, Verlag C.M. Fliss, Lütt Kollau, 17 22453 Hamburg, Originaltitel: The Torn Veil, 16. Auflage 2005, 1984, S. 68-73&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Rallch</name></author>
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		<updated>2025-06-20T05:22:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Die Verheißung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gulshan war als Sayed, als eine direkte Nachfahrin [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammeds] (über seine Tochter [https://de.wikipedia.org/wiki/Fatima_bint_Muhammad Fatima]), in Pakistan geboren worden und hatte als Kind [https://de.wikipedia.org/wiki/Poliomyelitis Kinderlähmung] bekommen, wodurch sie halbseitig gelähmt wurde. Sie lebte im [https://de.wikipedia.org/wiki/Punjab Punjab], einem Staat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistan Pakistan]. Sie wuchs als strenggläubige orthodoxe [https://de.wikipedia.org/wiki/Schia Schiitin] auf. Ein englischer Arzt untersuchte sie im Frühjahr 1966 und meinte, dass in ihrem Fall nur Gebet helfen könnte. Sie betete daraufhin immer wieder zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Allah Allah] um Heilung. Schließlich fielen ihr folgende Verse im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran] auf, die von Jesus, dem Sohn der Maria handelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verheißung ===&lt;br /&gt;
„»Ich will heilen den Mutterblinden und Aussätzigen und will die Toten lebendig machen mit Allahs Erlaubnis...«&amp;lt;ref&amp;gt;Der Koran, Das Heilige Buch des Islam, Die Familie Amrans (Al-Imran), Sure 3,46-50, Goldmann Verlag, Ludwig Ullmann, L. W.-Winter, S.57:&lt;br /&gt;
&amp;quot;[46] Die Engel sprachen ferner: O Maria, Gott verkündet dir das fleischgewordene Wort. Sein Name wird sein Messias Jesus, der Sohn der Maria. Herrlich wird er in dieser und in jener Welt sein und zu denen gehören, denen des Herrn Nähe gewährt wurde. [47] Er wird in der Wiege schon und auch im Mannesalter zu den Menschen reden und wird ein frommer Mann sein. [48] Maria erwiderte: Wie soll ich einen Sohn gebären, da mich ja kein Mann berührte? Der Engel antwortete: Der Herr schafft, was und wie er will; wenn er irgend etwas beschlossen hat und spricht: »Es werde!« -dann ist es. [49] Er wird ihn auch in der Schrift und Erkenntnis, in der Thora und dem Evangelium unterweisen, [50] und ihn zu den Kindern Israels senden. Er spricht: Ich komme mit Zeichen von euerem Herrn zu euch. Ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen, in ihn hauchen, und er soll, auf Allahs Gebot, ein beschwingter Vogel werden. Die Mutterblinden und Aussätzigen will ich heilen und mit Allahs Willen Tote wieder lebendig machen und euch künden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern bewahren sollt. Dies alles werden euch Zeichen sein, wenn ihr nur glaubt.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mohammed hat wohl auch (die historisch unzuverlässigen) Überlieferungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kindheitsevangelium_nach_Thomas Kindheitsevangelium des Thomas] (verfasst Ende des 2. Jhds) gehört, denn dort wird dieses Wunder der Erschaffung von Vögeln berichtet:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Als Jesus fünf Jahre alt war, gab es einmal einen starken Regenschauer. Jesus spielte an einer flachen Stelle am Bach. Er leitete das vorbeifließende Wasser in kleine Vertiefungen, sammelte es dort und machte es sofort, allein durch sein Wort, ganz klar. Dann knetete er weichen Lehm und modellierte daraus zwölf Spatzen. Es war aber an einem Sabbat und es waren auch noch andere Kinder da, die mit ihm spielten. Als ein Jude sah, was Jesus beim Spielen am Sabbat tat, ging er sofort zu seinem Vater Joseph, und sagte zu ihm: „Dein Sohn spielt am Bach und hat aus Lehm zwölf Spatzen geformt. Dadurch hat er den Sabbat entweiht.“ Joseph lief an die angegebene Stelle. Als er sah, was Jesus gemacht hatte, rief er: „Warum machst du verbotene Dinge am Sabbat?“ Doch Jesus klatschte in die Hände und sagte zu den Spatzen: „Los, fliegt weg.“ Die Spatzen breiteten ihre Flügel aus und flogen laut zwitschernd davon. Die Juden staunten sehr als sie das sahen. Sie gingen hin und erzählten ihren Ältesten, was Jesus getan hatte.&amp;quot; =&amp;gt; [http://sadlove.de/2011/04/21/das-kindheitsevangelium-jesu-nach-thomas/ Text des Kindheitsevangeliums nach Thomas]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viele Jahre lang hatte ich mit großer Hingabe den Koran studiert und regelmäßig gebetet, dabei aber mehr und mehr die Hoffnung verloren, daß mein Zustand sich jemals ändern würde. Doch nun fing ich langsam an zu glauben, daß das, was über Jesus im Koran geschrieben stand, wahr war -, daß er lebte und Wunder vollbrachte und auch mich heilen konnte.&lt;br /&gt;
»O Jesus, Sohn der Maria, es steht im Koran, daß du Tote auferweckt, Aussätzige geheilt und viele andere Wunder getan hast. Bitte, heile auch mich!« Während ich dieses Gebet sprach, wurden meine Erwartungen größer. Das war merkwürdig, denn in den vielen Jahren, in denen ich nach Art der Moslems gebetet hatte, war ich bisher nie wirklich davon überzeugt gewesen, daß ich gesund werden konnte. Ich nahm die Perlenschnur zur Hand, die ich aus Mekka mitgebracht hatte, sagte nach jedem Gebet die bismillah-Formel&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist eine islamische Formel, auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Basmala Basmala] genannt, die sehr oft beim Gebet verwandt wird, die meisten Suren einleitet und in etwa heißt: &amp;quot;Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; her und fügte hinzu: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebete ===&lt;br /&gt;
Allmählich änderte sich mein Beten dahin gehend, daß ich auch zwischen den festgesetzten Gebetszeiten immer wieder die Perlenschnur durch meine Finger gleiten ließ und bei jeder Perle sagte: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Je mehr ich so betete, um so mehr fühlte ich mich zu dieser schattenhaften Gestalt hingezogen, die im Koran nur von zweitrangiger Bedeutung war, aber eine Kraft besaß, die Mohammed nie für sich in Anspruch genommen hatte. Oder wo stand etwas davon geschrieben, daß Mohammed die Kranken geheilt und die Toten auf erweckt habe?&lt;br /&gt;
»Wenn ich nur mit einem Menschen über diese Dinge reden könnte«, seufzte ich, aber da war keiner. So fuhr ich fort, zu diesem Propheten Jesus zu beten, bis ich mehr Erkenntnis bekommen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Morgen ===&lt;br /&gt;
Wie gewöhnlich, war ich um 3 Uhr morgens aufgewacht und las, im Bett sitzend, jene mir inzwischen so wohlbekannten Verse aus dem Koran. Noch während ich die Worte in mich aufnahm, sprach ich in meinem Herzen die alte Litanei: »O Jesus, Sohn der Maria, heile mich!« Doch dann brach ich plötzlich ab und sprach laut einen Gedanken aus, der sich mir mit Gewalt aufgezwungen hatte:&lt;br /&gt;
»So lange mache ich das nun schon und bin immer noch ein Krüppel!«&lt;br /&gt;
Nebenan hörte ich, wie jemand langsam aufstand und sich anschickte, wie üblich vor dem Morgengebet das Waschwasser vorzubereiten. In wenigen Minuten würde Tante zu mir hereinschauen. Während ich dieses alles in meinem Kopf registrierte beschäftigten sich meine Gedanken auf hartnäckige Weise mit meiner Not. Warum war ich nicht gesund geworden, obwohl ich drei Jahre lang so intensiv gebetet hatte?&lt;br /&gt;
»Hör doch, du lebst im Himmel, und im Koran steht geschrieben, daß du Menschen geheilt hast. Also kannst du mich auch heilen, und trotzdem bin ich immer noch ein Krüppel.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Begegnung ===&lt;br /&gt;
Warum bekam ich keine Antwort? Warum umfing mich nur eisiges Schweigen, das meinen vielen Gebeten Hohn sprach?&lt;br /&gt;
Wieder rief ich seinen Namen an und brachte verzweifelt mein Anliegen vor. Wieder wartete ich vergeblich auf Antwort. Da schrie ich in einer Aufwallung von plötzlichem Schmerz laut auf: »Wenn du kannst, dann heile mich - wenn nicht, dann sag es mir!« Ich wußte nicht mehr ein noch aus.&lt;br /&gt;
Es fällt mir nicht leicht, das, was als nächstes geschah, in Worte zu fassen. Der ganze Raum war plötzlich mit Licht erfüllt. Zuerst dachte ich, das Licht käme von meiner Nachttischlampe, doch dann merkte ich, daß ihr Schein nur schwach leuchtete. Vielleicht war es das Tageslicht? Aber dazu war es noch zu früh. Das Licht wurde stärker und nahm an Intensität zu, bis es heller leuchtete als die Sonne. Ich bedeckte mein Gesicht mit dem Schal, so sehr fürchtete ich mich.&lt;br /&gt;
Dann kam mir der Gedanke, der Gärtner könne vielleicht die Außenbeleuchtung angeschaltet haben, um die Bäume im Garten anzustrahlen. Das tat er manchmal, wenn die Mangos reif waren, um Diebe abzuschrecken, oder auch, um sich während der kühlen Nachtstunden um die Bewässerung zu kümmern.&lt;br /&gt;
Verstohlen schaute ich unter meinem Schal hervor. Doch die Fenster und Türen waren fest verschlossen, alle Vorhänge zugezogen und die Jalousien heruntergelassen. Plötzlich bemerkte ich mehrere Gestalten in langen Gewändern, die mitten in dem strahlenden Licht standen, nicht weit von meinem Bett entfernt. Zwölf waren es, alle in einer Reihe, und die Gestalt in der Mitte, die dreizehnte, war größer und heller als die anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;Das sind wahrscheinlich die [https://de.wikipedia.org/wiki/Apostel zwölf Jünger], die Jesus begleiteten&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Heilung ===&lt;br /&gt;
»O Gott!« rief ich aus, während mir der Angstschweiß auf die Stirn trat. Mit gesenktem Kopf fing ich an zu beten: »O Gott, wer sind diese Leute, und wie sind sie hier hereingekommen, wo doch alle Fenster und Türen geschlossen sind?«&lt;br /&gt;
Plötzlich hörte ich eine Stimme sagen: »Steh auf! Dies ist der Weg, den du immer gesucht hast. Ich bin Jesus, der Sohn der Maria&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Isa_ibn_Maryam Isa ibn Maryam]&amp;quot;, d.i. &amp;quot;Sohn der Maria&amp;quot;, so wird Jesus im Koran genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu dem du gebetet hast. Jetzt stehe ich vor dir. Steh auf und komm zu mir!«&lt;br /&gt;
Ich begann zu weinen. »O Jesus«, schluchzte ich, »ich bin ein Krüppel. Ich kann nicht aufstehen.«&lt;br /&gt;
Er antwortete: »Steh auf und komm zu mir! Ich bin Jesus!«&lt;br /&gt;
Als ich zögerte, wiederholte er die Aufforderung. Und dann, während ich immer noch zweifelte, sprach er zum dritten Mal: »Steh auf!«&lt;br /&gt;
In diesem Augenblick fühlte ich, Gulshan Fatima, die neunzehn Jahre als Krüppel im Bett zugebracht hatte, neue Kraft in meine verdorrten Glieder hineinfließen. Ich streckte meine Beine aus dem Bett und stand auf. Dann machte ich ein paar Schritte und fiel der himmlischen Erscheinung zu Füßen. Ich kniete in dem strahlendsten Licht, das man sich denken kann, einem Licht, das heller leuchtete als Sonne und Mond zusammen. Dieses Licht drang tief in mein Herz und meinen Sinn ein, und in diesem Moment wurde mir vieles klar.&lt;br /&gt;
Jesus legte mir seine Hand auf den Kopf, und ich bemerkte ein Loch in der Hand&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_(Apostel) Thomas] konnte es nicht glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist und zweifelte, darauf begegnete Jesus ihm und erlaubte ihm seine Finger in seine ehemaligen Wunden zu legen. Jesus hat also immer noch Löcher in den Händen, die von seiner Kreuzigung herrühren:&lt;br /&gt;
„Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes20,25-28 Johannes 20,25-28]&amp;lt;/ref&amp;gt;, von dem ein Lichtstrahl auf mein Gewand fiel, so daß das grüne Kleid weiß aussah.&lt;br /&gt;
Er sprach: »Ich bin Jesus. Ich bin Immanuel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel Immanuel] ist hebr. und bedeutet: &amp;quot;Gott (ist/sei) mit uns&amp;quot; und wird im AT in Jesaja 7,14 als Name des Messias prophezeit. Er erfüllte sich im NT in Jesus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus1,23 Matthäus 1,23]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eines der bekannten &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ich-bin-Worte Ich bin Worte]&#039;&#039; Jesu, die uns v.a. im Johannes Evangelium überliefert wurden: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,6 Johannes 14,6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe&amp;lt;ref&amp;gt;„Weil ich lebe, werdet auch ihr leben“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes14,19 Johannes 14,19]&amp;lt;/ref&amp;gt; und werde bald wiederkommen&amp;lt;ref&amp;gt;„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung22,12 Offenbarung 22,12]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von diesem Tag an bist du mein Zeuge&amp;lt;ref&amp;gt;„Ihr werdet meine Zeugen sein“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte1,8 Apostelgeschichte 1,8]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Was du mit deinen Augen gesehen hast, sollst du meinem Volk weitersagen. Mein Volk ist dein Volk, und du sollst treu sein und dieses Geschehen an mein Volk weitergeben.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auftrag ===&lt;br /&gt;
Er fuhr fort: »Du mußt dieses Kleid und deinen Körper makellos rein halten. Wo du auch hingehst, ich bin bei dir&amp;lt;ref&amp;gt;„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus28,20 Matthäus 28,20]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und von diesem Tag an sollst du so beten:&lt;br /&gt;
„Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“«&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist das &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser Vaterunser]&#039;&#039; aus: [http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus6,5-15 Matthäus 6, 5-15] und [http://www.bibleserver.com/text/EU/Lukas11,1-4 Lukas 11,1-4]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ließ mich die Worte wiederholen, bis sie mir tief in Herz und Gemüt drangen. In seiner wunderschönen Einfachheit und doch großen Tiefe war dieses Gebet so vollkommen anders als die Gebete, die ich seit meiner Kindheit auswendig gelernt hatte. Gott wurde darin »Vater« genannt -, dieser Name griff mir ans Herz, er füllte die Leere in meinem Innern vollständig aus.&lt;br /&gt;
Ich wollte so gern zu den Füßen Jesu verweilen und immer wieder den neuen Namen Gottes im Gebet aussprechen: »Unser Vater...«, aber die himmlische Erscheinung hatte mir noch mehr zu sagen:&lt;br /&gt;
»Lies im Koran.&amp;lt;ref&amp;gt;Jesus hatte Gulshan zu diesem Zeitpunkt noch keine Bibel geschenkt. Sie war deshalb noch auf die ungenauen und unvollständigen Beschreibungen Jesu im Koran angewiesen. Dies tat Jesus erst später, indem er ihr in einer Vision das Gesicht eines Christen zeigte, der zehn Meilen im Norden ihres Wohnortes wohnte. Aufgrund dieser Vision konnte sie diesen Christen (als sie dort später selbst hinfuhr) erkennen, der ihr dann eine Bibel schenkte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich lebe und werde bald wiederkommen.« Das hatte ich gelernt, darum fiel es mir nicht schwer, dem, was ich hörte, Glauben zu schenken.&lt;br /&gt;
Jesus redete noch weiter mit mir. Ich war so voller Freude, daß ich es gar nicht beschreiben kann.&lt;br /&gt;
Ich betrachtete meinen Arm und mein Bein und bemerkte, daß Fleisch daran war. Meine Hand war zwar nicht vollkommen, aber sie besaß Kraft und hing nicht mehr lahm und nutzlos herunter.&lt;br /&gt;
»Warum machst du sie nicht ganz heil?« fragte ich.&lt;br /&gt;
Liebevoll kam die Antwort:&lt;br /&gt;
»Ich möchte, daß du mein Zeuge bist.«&lt;br /&gt;
Die Gestalten erhoben sich und entschwanden meinen Blicken. Ich wollte Jesus so gern noch länger dabehalten und weinte vor Traurigkeit laut auf. Dann verblaßte das Licht, und ich stand allein in der Mitte meines Zimmers, in ein weißes Gewand gehüllt, die Augen geblendet von dem gleißenden Licht. Sogar der Schein der Nachttischlampe tat meinen Augen weh, und meine Augenlider hingen schwer herab. Ich tastete mich zu einer Kommode hin, die an der Wand stand. In einer der Schubladen fand ich meine Sonnenbrille, die ich gewöhnlich trug, wenn ich im Garten saß. Ich setzte sie auf und konnte nun die Augen ohne Schwierigkeiten wieder öffnen.&lt;br /&gt;
Nachdem ich die Schublade sorgfältig geschlossen hatte, sah ich mich im Zimmer um. Es war noch genauso, wie ich es beim Aufwachen vorgefunden hatte. Die Uhr auf meinem Nachttisch tickte gleichmäßig und zeigte beinahe 4 Uhr morgens an. Die Tür war geschlossen und die Vorhänge an den Fenstern fest zugezogen, damit die Kälte nicht herein konnte. Trotzdem hatte ich mir das Geschehen der vergangenen Stunde keineswegs eingebildet, dafür war mein Körper der beste Beweis. Ich machte ein paar zögernde Schritte, dann noch ein paar mehr. Mutiger geworden, ging ich von einem Ende des Zimmers zum anderen, kreuz und quer, hin und her. Kein Zweifel, die Glieder an der einst gelähmten linken Körperseite waren gesund und voller Kraft. Ach, welch große Freude empfand ich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gulshan Esther, Der Schleier zerriss, Verlag C.M. Fliss, Lütt Kollau, 17 22453 Hamburg, Originaltitel: The Torn Veil, 16. Auflage 2005, 1984, S. 68-73&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=203</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
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		<updated>2025-04-07T07:52:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Publius Cornelius Tacitus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach außerbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Trotz einiger schwacher Versuche zu zeigen, dass es sich bei diesem Text um eine christliche Interpolation in Tacitus handelt, ist die Passage offensichtlich echt. Sie ist nicht nur in allen Manuskripten der &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; zu finden, sondern auch in den meisten späteren christlichen Autoren. Der sehr antichristliche Ton des Textes macht einen christlichen Ursprung fast unmöglich. Zwar kann Tacitus ein gewisses Maß an Sympathie für Menschen aufbringen, die zu Unrecht mit der Schuld des verhassten Nero belastet werden, aber Christen werden, für sich genommen, eindeutig wegen ihrer abscheulichen Verbrechen oder Schandtaten (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;) verachtet; sie stellen einen tödlichen oder gefährlichen Aberglauben dar. Das heißt, sie sind ein kürzlich erfundener und sich schnell ausbreitender orientalischer Kult, der die römischen Götter verachtet, geheime und wahrscheinlich ruchlose Riten praktiziert und daher die gute Ordnung des römischen Staates untergräbt. In Tacitus&#039; pessimistischer Sicht auf die römische Geschichte sind Christen nur ein weiteres Zeichen für Roms Niedergang von Integrität und Tugend zu Korruption und Dekadenz.&lt;br /&gt;
Für den römischen Senator und ehemaligen Prokonsul gab es nichts Schlimmeres, was man diesem Kult vorwerfen konnte, als dass er von einem Juden namens Christus in Judäa gegründet wurde und nach ihm benannt ist, der von Pontius Pilatus hingerichtet wurde. Die Erwähnung von Christus und seinem Schicksal spielt eine Schlüsselrolle in Tacitus&#039; negativem Bild der Christen; eine so kurze und abfällige Beschreibung von Jesus stammt wohl kaum aus christlicher Feder.&lt;br /&gt;
Obwohl Tacitus&#039; Hauptanliegen darin besteht, die brutale Hinrichtung von Christen in Rom durch Nero zu beschreiben, macht er nebenbei drei wichtige Aussagen über Jesus. (1) Er legt den Zeitpunkt des Todes Christi auf die Regierungszeit des Kaisers Tiberius (ca. 14-37 n. Chr.) und die Statthalterschaft des Pontius Pilatus (ca. 26-36 n. Chr.) fest. (2) Er bestätigt, dass der Tod Christi eine Hinrichtung durch den römischen Statthalter von Judäa war; während nichts ausdrücklich von Kreuzigung gesagt wird, wäre dies die natürliche Folge der Hinrichtung eines Juden in Judäa durch einen römischen Statthalter. In der Tat könnte der Ausdruck, der sich auf die Hinrichtung Christi bezieht (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;), absichtlich zwischen zwei Hinweisen auf die Folterung und Hinrichtung von Christen eingefügt worden sein. Der zweite Hinweis, der in &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; 15.44 kurz nach der Erwähnung der Hinrichtung Christi vorkommt, bezieht sich ausdrücklich auf ihre Kreuzigung: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; („oder an Kreuzen befestigt“). (3) Nach Ansicht von Tacitus unterdrückte die Hinrichtung dieses Christus die gefährliche religiöse Bewegung der Christen für kurze Zeit; aber sie brach schnell wieder aus, zuerst in Judäa, breitete sich dann aber rasch bis nach Rom aus.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Despite some feeble attempts to show that this text is a Christian interpolation in Tacitus, the passage is obviously genuine. Not only is it witnessed in all the manuscripts of the &#039;&#039;Annals&#039;&#039;, the very anti-Christian tone of the text makes Christian origin almost impossible. True, Tacitus can manage a modicum of sympathy for people unjustly saddled with the guilt of the hated Nero. But Christians, seen in themselves, are clearly despised for their abominable crimes or vices (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;); they constitute a deadiy or dangerous superstition. That is to say, they are a recently invented and rapidly spreading oriental cult that spurns the Roman gods, practices secret and probably nefarious rites, and therefore is subversive of the good order of the Roman state. In Tacitus’ pessimistic view of Roman history, Christians are just another sign of Rome’s decline from integrity and virtue into corruption and decadence.&lt;br /&gt;
To the mind of this Roman senator and former proconsul, nothing worse could be charged against this cult than that it started with and took its name from some Jew in Judea named Christ, who was executed by Pontius Pilate. The mention of Christ and his fate plays a key part in Tacitus’ negative portrait of the Christians; such a short and dismissive description of Jesus hardly comes from a Christian hand.&lt;br /&gt;
Although Tacitus’ main concern is to describe the brutal execution of Christians in Rome by Nero, he does in passing make three key statements about Jesus. (1) He fixes the time of Christ’s death as being during the reign of the Emperor Tiberius (A.D. 14-37) and the governorship of Pontius Pilate (A.D. 26-36). (2) He affırms that Christ’s death was a matter of execution by the Roman governor of Judea; while nothing is said explicitly of crucifixion, that would be the natural implication of a Jew being executed in Judea by a Roman governor. Indeed, the phrase referring to Christ’s execution (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;) may be intentionally placed between two references to the torture and execution of Christians. The second reference, which occurs in &#039;&#039;Annals&#039;&#039; 15.44 soon after the mention of Christ’s execution, explicitly refers to their crucifixion: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; (“or fastened to crosses”). (3) In Tacitus’ view, the execution of this Christ suppressed the dangerous religious movement of Christians for a brief time; but it quickly broke out again, first in Judea, but then spreading rapidly as far as Rome.“ [https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier], A Marginal Jew: Rethinking the Historical Jesus: The Roots of the Problem and the Person, Vol. 1, Roots of the problem - Other pagan and jewish writings, Yale University Press, New Haven and London, 1991, Doubleday, a division of Random House, Inc., ISBN 978-0-300-14018-7, S. 90-91 - übersetzt mit Unterstützung von DeepL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräers] Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische [https://de.wikipedia.org/wiki/Petrusevangelium Evangelium des Petrus]) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=202</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=202"/>
		<updated>2025-04-06T19:42:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Publius Cornelius Tacitus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach außerbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Trotz einiger schwacher Versuche zu zeigen, dass es sich bei diesem Text um eine christliche Interpolation in Tacitus handelt, ist die Passage offensichtlich echt. Sie ist nicht nur in allen Manuskripten der &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; zu finden, sondern auch in den meisten späteren christlichen Autoren. Der sehr antichristliche Ton des Textes macht einen christlichen Ursprung fast unmöglich. Zwar kann Tacitus ein gewisses Maß an Sympathie für Menschen aufbringen, die zu Unrecht mit der Schuld des verhassten Nero belastet werden. Aber Christen werden, für sich genommen, eindeutig wegen ihrer abscheulichen Verbrechen oder Schandtaten (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;) verachtet; sie stellen einen tödlichen oder gefährlichen Aberglauben dar. Das heißt, sie sind ein kürzlich erfundener und sich schnell ausbreitender orientalischer Kult, der die römischen Götter verachtet, geheime und wahrscheinlich ruchlose Riten praktiziert und daher die gute Ordnung des römischen Staates untergräbt. In Tacitus&#039; pessimistischer Sicht auf die römische Geschichte sind Christen nur ein weiteres Zeichen für Roms Niedergang von Integrität und Tugend zu Korruption und Dekadenz.&lt;br /&gt;
Für den römischen Senator und ehemaligen Prokonsul gab es nichts Schlimmeres, was man diesem Kult vorwerfen konnte, als dass er von einem Juden namens Christus in Judäa gegründet wurde und nach ihm benannt ist, der von Pontius Pilatus hingerichtet wurde. Die Erwähnung von Christus und seinem Schicksal spielt eine Schlüsselrolle in Tacitus&#039; negativem Bild der Christen; eine so kurze und abfällige Beschreibung von Jesus stammt wohl kaum aus christlicher Feder.&lt;br /&gt;
Obwohl Tacitus&#039; Hauptanliegen darin besteht, die brutale Hinrichtung von Christen in Rom durch Nero zu beschreiben, macht er nebenbei drei wichtige Aussagen über Jesus. (1) Er legt den Zeitpunkt des Todes Christi auf die Regierungszeit des Kaisers Tiberius (ca. 14-37 n. Chr.) und die Statthalterschaft des Pontius Pilatus (ca. 26-36 n. Chr.) fest. (2) Er bestätigt, dass der Tod Christi eine Hinrichtung durch den römischen Statthalter von Judäa war; während nichts ausdrücklich von Kreuzigung gesagt wird, wäre dies die natürliche Folge der Hinrichtung eines Juden in Judäa durch einen römischen Statthalter. In der Tat könnte der Ausdruck, der sich auf die Hinrichtung Christi bezieht (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;), absichtlich zwischen zwei Hinweisen auf die Folterung und Hinrichtung von Christen eingefügt worden sein. Der zweite Hinweis, der in &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; 15.44 kurz nach der Erwähnung der Hinrichtung Christi vorkommt, bezieht sich ausdrücklich auf ihre Kreuzigung: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; („oder an Kreuzen befestigt“). (3) Nach Ansicht von Tacitus unterdrückte die Hinrichtung dieses Christus die gefährliche religiöse Bewegung der Christen für kurze Zeit; aber sie brach schnell wieder aus, zuerst in Judäa, breitete sich dann aber rasch bis nach Rom aus.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Despite some feeble attempts to show that this text is a Christian interpolation in Tacitus, the passage is obviously genuine. Not only is it witnessed in all the manuscripts of the &#039;&#039;Annals&#039;&#039;, the very anti-Christian tone of the text makes Christian origin almost impossible. True, Tacitus can manage a modicum of sympathy for people unjustly saddled with the guilt of the hated Nero. But Christians, seen in themselves, are clearly despised for their abominable crimes or vices (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;); they constitute a deadiy or dangerous superstition. That is to say, they are a recently invented and rapidly spreading oriental cult that spurns the Roman gods, practices secret and probably nefarious rites, and therefore is subversive of the good order of the Roman state. In Tacitus’ pessimistic view of Roman history, Christians are just another sign of Rome’s decline from integrity and virtue into corruption and decadence.&lt;br /&gt;
To the mind of this Roman senator and former proconsul, nothing worse could be charged against this cult than that it started with and took its name from some Jew in Judea named Christ, who was executed by Pontius Pilate. The mention of Christ and his fate plays a key part in Tacitus’ negative portrait of the Christians; such a short and dismissive description of Jesus hardly comes from a Christian hand.&lt;br /&gt;
Although Tacitus’ main concern is to describe the brutal execution of Christians in Rome by Nero, he does in passing make three key statements about Jesus. (1) He fixes the time of Christ’s death as being during the reign of the Emperor Tiberius (A.D. 14-37) and the governorship of Pontius Pilate (A.D. 26-36). (2) He affırms that Christ’s death was a matter of execution by the Roman governor of Judea; while nothing is said explicitly of crucifixion, that would be the natural implication of a Jew being executed in Judea by a Roman governor. Indeed, the phrase referring to Christ’s execution (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;) may be intentionally placed between two references to the torture and execution of Christians. The second reference, which occurs in &#039;&#039;Annals&#039;&#039; 15.44 soon after the mention of Christ’s execution, explicitly refers to their crucifixion: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; (“or fastened to crosses”). (3) In Tacitus’ view, the execution of this Christ suppressed the dangerous religious movement of Christians for a brief time; but it quickly broke out again, first in Judea, but then spreading rapidly as far as Rome.“ [https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier], A Marginal Jew: Rethinking the Historical Jesus: The Roots of the Problem and the Person, Vol. 1, Roots of the problem - Other pagan and jewish writings, Yale University Press, New Haven and London, 1991, Doubleday, a division of Random House, Inc., ISBN 978-0-300-14018-7, S. 90-91 - übersetzt mit Unterstützung von DeepL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräers] Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische [https://de.wikipedia.org/wiki/Petrusevangelium Evangelium des Petrus]) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=201</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=201"/>
		<updated>2025-04-06T19:39:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Publius Cornelius Tacitus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach außerbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Trotz einiger schwacher Versuche zu zeigen, dass es sich bei diesem Text um eine christliche Interpolation in Tacitus handelt, ist die Passage offensichtlich echt. Sie ist nicht nur in allen Manuskripten der &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; zu finden, sondern auch in den meisten späteren christlichen Autoren. Der sehr antichristliche Ton des Textes macht einen christlichen Ursprung fast unmöglich. Zwar kann Tacitus ein gewisses Maß an Sympathie für Menschen aufbringen, die zu Unrecht mit der Schuld des verhassten Nero belastet werden. Aber Christen werden, für sich genommen, eindeutig wegen ihrer abscheulichen Verbrechen oder Laster (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;) verachtet; sie stellen einen tödlichen oder gefährlichen Aberglauben dar. Das heißt, sie sind ein kürzlich erfundener und sich schnell ausbreitender orientalischer Kult, der die römischen Götter verachtet, geheime und wahrscheinlich ruchlose Riten praktiziert und daher die gute Ordnung des römischen Staates untergräbt. In Tacitus&#039; pessimistischer Sicht auf die römische Geschichte sind Christen nur ein weiteres Zeichen für Roms Niedergang von Integrität und Tugend zu Korruption und Dekadenz.&lt;br /&gt;
Für den römischen Senator und ehemaligen Prokonsul gab es nichts Schlimmeres, was man diesem Kult vorwerfen konnte, als dass er von einem Juden namens Christus in Judäa gegründet wurde und nach ihm benannt ist, der von Pontius Pilatus hingerichtet wurde. Die Erwähnung von Christus und seinem Schicksal spielt eine Schlüsselrolle in Tacitus&#039; negativem Bild der Christen; eine so kurze und abfällige Beschreibung von Jesus stammt wohl kaum aus christlicher Feder.&lt;br /&gt;
Obwohl Tacitus&#039; Hauptanliegen darin besteht, die brutale Hinrichtung von Christen in Rom durch Nero zu beschreiben, macht er nebenbei drei wichtige Aussagen über Jesus. (1) Er legt den Zeitpunkt des Todes Christi auf die Regierungszeit des Kaisers Tiberius (ca. 14-37 n. Chr.) und die Statthalterschaft des Pontius Pilatus (ca. 26-36 n. Chr.) fest. (2) Er bestätigt, dass der Tod Christi eine Hinrichtung durch den römischen Statthalter von Judäa war; während nichts ausdrücklich von Kreuzigung gesagt wird, wäre dies die natürliche Folge der Hinrichtung eines Juden in Judäa durch einen römischen Statthalter. In der Tat könnte der Ausdruck, der sich auf die Hinrichtung Christi bezieht (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;), absichtlich zwischen zwei Hinweisen auf die Folterung und Hinrichtung von Christen eingefügt worden sein. Der zweite Hinweis, der in &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; 15.44 kurz nach der Erwähnung der Hinrichtung Christi vorkommt, bezieht sich ausdrücklich auf ihre Kreuzigung: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; („oder an Kreuzen befestigt“). (3) Nach Ansicht von Tacitus unterdrückte die Hinrichtung dieses Christus die gefährliche religiöse Bewegung der Christen für kurze Zeit; aber sie brach schnell wieder aus, zuerst in Judäa, breitete sich dann aber rasch bis nach Rom aus.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Despite some feeble attempts to show that this text is a Christian interpolation in Tacitus, the passage is obviously genuine. Not only is it witnessed in all the manuscripts of the &#039;&#039;Annals&#039;&#039;, the very anti-Christian tone of the text makes Christian origin almost impossible. True, Tacitus can manage a modicum of sympathy for people unjustly saddled with the guilt of the hated Nero. But Christians, seen in themselves, are clearly despised for their abominable crimes or vices (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;); they constitute a deadiy or dangerous superstition. That is to say, they are a recently invented and rapidly spreading oriental cult that spurns the Roman gods, practices secret and probably nefarious rites, and therefore is subversive of the good order of the Roman state. In Tacitus’ pessimistic view of Roman history, Christians are just another sign of Rome’s decline from integrity and virtue into corruption and decadence.&lt;br /&gt;
To the mind of this Roman senator and former proconsul, nothing worse could be charged against this cult than that it started with and took its name from some Jew in Judea named Christ, who was executed by Pontius Pilate. The mention of Christ and his fate plays a key part in Tacitus’ negative portrait of the Christians; such a short and dismissive description of Jesus hardly comes from a Christian hand.&lt;br /&gt;
Although Tacitus’ main concern is to describe the brutal execution of Christians in Rome by Nero, he does in passing make three key statements about Jesus. (1) He fixes the time of Christ’s death as being during the reign of the Emperor Tiberius (A.D. 14-37) and the governorship of Pontius Pilate (A.D. 26-36). (2) He affırms that Christ’s death was a matter of execution by the Roman governor of Judea; while nothing is said explicitly of crucifixion, that would be the natural implication of a Jew being executed in Judea by a Roman governor. Indeed, the phrase referring to Christ’s execution (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;) may be intentionally placed between two references to the torture and execution of Christians. The second reference, which occurs in &#039;&#039;Annals&#039;&#039; 15.44 soon after the mention of Christ’s execution, explicitly refers to their crucifixion: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; (“or fastened to crosses”). (3) In Tacitus’ view, the execution of this Christ suppressed the dangerous religious movement of Christians for a brief time; but it quickly broke out again, first in Judea, but then spreading rapidly as far as Rome.“ [https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier], A Marginal Jew: Rethinking the Historical Jesus: The Roots of the Problem and the Person, Vol. 1, Roots of the problem - Other pagan and jewish writings, Yale University Press, New Haven and London, 1991, Doubleday, a division of Random House, Inc., ISBN 978-0-300-14018-7, S. 90-91&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräers] Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische [https://de.wikipedia.org/wiki/Petrusevangelium Evangelium des Petrus]) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=200</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=200"/>
		<updated>2025-04-06T19:33:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Publius Cornelius Tacitus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach außerbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Trotz einiger schwacher Versuche zu zeigen, dass es sich bei diesem Text um eine christliche Interpolation in Tacitus handelt, ist die Passage offensichtlich echt. Sie ist nicht nur in allen Manuskripten der &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; zu finden, sondern auch in den meisten späteren christlichen Autoren. Der sehr antichristliche Ton des Textes macht einen christlichen Ursprung fast unmöglich. Zwar kann Tacitus ein gewisses Maß an Sympathie für Menschen aufbringen, die zu Unrecht mit der Schuld des verhassten Nero belastet werden. Aber Christen werden, für sich genommen, eindeutig wegen ihrer abscheulichen Verbrechen oder Laster (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;) verachtet; sie stellen einen tödlichen oder gefährlichen Aberglauben dar. Das heißt, sie sind ein kürzlich erfundener und sich schnell ausbreitender orientalischer Kult, der die römischen Götter verachtet, geheime und wahrscheinlich ruchlose Riten praktiziert und daher die gute Ordnung des römischen Staates untergräbt. In Tacitus&#039; pessimistischer Sicht auf die römische Geschichte sind Christen nur ein weiteres Zeichen für Roms Niedergang von Integrität und Tugend zu Korruption und Dekadenz.&lt;br /&gt;
Für den römischen Senator und ehemaligen Prokonsul gab es nichts Schlimmeres, was man diesem Kult vorwerfen konnte, als dass er von einem Juden namens Christus in Judäa gegründet wurde und nach ihm benannt ist, der von Pontius Pilatus hingerichtet wurde. Die Erwähnung von Christus und seinem Schicksal spielt eine Schlüsselrolle in Tacitus&#039; negativem Bild der Christen; eine so kurze und abfällige Beschreibung von Jesus stammt wohl kaum aus christlicher Feder.&lt;br /&gt;
Obwohl Tacitus&#039; Hauptanliegen darin besteht, die brutale Hinrichtung von Christen in Rom durch Nero zu beschreiben, macht er nebenbei drei wichtige Aussagen über Jesus. (1) Er legt den Zeitpunkt des Todes Christi auf die Regierungszeit des Kaisers Tiberius (ca. 14-37 n. Chr.) und die Statthalterschaft des Pontius Pilatus (ca. 26-36 n. Chr.) fest. (2) Er bestätigt, dass der Tod Christi eine Hinrichtung durch den römischen Statthalter von Judäa war; während nichts ausdrücklich von Kreuzigung gesagt wird, wäre dies die natürliche Folge der Hinrichtung eines Juden in Judäa durch einen römischen Statthalter. In der Tat könnte der Ausdruck, der sich auf die Hinrichtung Christi bezieht (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;), absichtlich zwischen zwei Hinweisen auf die Folterung und Hinrichtung von Christen eingefügt worden sein. Der zweite Hinweis, der in &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; 15.44 kurz nach der Erwähnung der Hinrichtung Christi vorkommt, bezieht sich ausdrücklich auf ihre Kreuzigung: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; („oder an Kreuze gebunden“). (3) Nach Ansicht von Tacitus unterdrückte die Hinrichtung dieses Christus die gefährliche religiöse Bewegung der Christen für kurze Zeit; aber sie brach schnell wieder aus, zuerst in Judäa, breitete sich dann aber rasch bis nach Rom aus.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Despite some feeble attempts to show that this text is a Christian interpolation in Tacitus, the passage is obviously genuine. Not only is it witnessed in all the manuscripts of the &#039;&#039;Annals&#039;&#039;, the very anti-Christian tone of the text makes Christian origin almost impossible. True, Tacitus can manage a modicum of sympathy for people unjustly saddled with the guilt of the hated Nero. But Christians, seen in themselves, are clearly despised for their abominable crimes or vices (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;); they constitute a deadiy or dangerous superstition. That is to say, they are a recently invented and rapidly spreading oriental cult that spurns the Roman gods, practices secret and probably nefarious rites, and therefore is subversive of the good order of the Roman state. In Tacitus’ pessimistic view of Roman history, Christians are just another sign of Rome’s decline from integrity and virtue into corruption and decadence.&lt;br /&gt;
To the mind of this Roman senator and former proconsul, nothing worse could be charged against this cult than that it started with and took its name from some Jew in Judea named Christ, who was executed by Pontius Pilate. The mention of Christ and his fate plays a key part in Tacitus’ negative portrait of the Christians; such a short and dismissive description of Jesus hardly comes from a Christian hand.&lt;br /&gt;
Although Tacitus’ main concern is to describe the brutal execution of Christians in Rome by Nero, he does in passing make three key statements about Jesus. (1) He fixes the time of Christ’s death as being during the reign of the Emperor Tiberius (A.D. 14-37) and the governorship of Pontius Pilate (A.D. 26-36). (2) He affırms that Christ’s death was a matter of execution by the Roman governor of Judea; while nothing is said explicitly of crucifixion, that would be the natural implication of a Jew being executed in Judea by a Roman governor. Indeed, the phrase referring to Christ’s execution (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;) may be intentionally placed between two references to the torture and execution of Christians. The second reference, which occurs in &#039;&#039;Annals&#039;&#039; 15.44 soon after the mention of Christ’s execution, explicitly refers to their crucifixion: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; (“or fastened to crosses”). (3) In Tacitus’ view, the execution of this Christ suppressed the dangerous religious movement of Christians for a brief time; but it quickly broke out again, first in Judea, but then spreading rapidly as far as Rome.“ [https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier], A Marginal Jew: Rethinking the Historical Jesus: The Roots of the Problem and the Person, Vol. 1, Roots of the problem - Other pagan and jewish writings, Yale University Press, New Haven and London, 1991, Doubleday, a division of Random House, Inc., ISBN 978-0-300-14018-7, S. 90-91&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräers] Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische [https://de.wikipedia.org/wiki/Petrusevangelium Evangelium des Petrus]) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=199</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=199"/>
		<updated>2025-04-06T18:58:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Publius Cornelius Tacitus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach außerbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Trotz einiger schwacher Versuche zu zeigen, dass es sich bei diesem Text um eine christliche Interpolation in Tacitus handelt, ist die Passage offensichtlich echt. Sie ist nicht nur in allen Manuskripten der &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; zu finden, sondern auch in den meisten späteren christlichen Autoren. Der sehr antichristliche Ton des Textes macht einen christlichen Ursprung fast unmöglich. Zwar kann Tacitus ein gewisses Maß an Sympathie für Menschen aufbringen, die zu Unrecht mit der Schuld des verhassten Nero belastet werden. Aber Christen werden, für sich genommen, eindeutig wegen ihrer abscheulichen Verbrechen oder Laster (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;) verachtet; sie stellen einen tödlichen oder gefährlichen Aberglauben dar. Das heißt, sie sind ein kürzlich erfundener und sich schnell ausbreitender orientalischer Kult, der die römischen Götter verachtet, geheime und wahrscheinlich ruchlose Riten praktiziert und daher die gute Ordnung des römischen Staates untergräbt. In Tacitus&#039; pessimistischer Sicht auf die römische Geschichte sind Christen nur ein weiteres Zeichen für Roms Niedergang von Integrität und Tugend zu Korruption und Dekadenz.&lt;br /&gt;
Für den römischen Senator und ehemaligen Prokonsul gab es nichts Schlimmeres, was man diesem Kult vorwerfen konnte, als dass er von einem Juden namens Christus in Judäa gegründet wurde und nach ihm benannt ist, der von Pontius Pilatus hingerichtet wurde. Die Erwähnung von Christus und seinem Schicksal spielt eine Schlüsselrolle in Tacitus&#039; negativem Bild der Christen; eine so kurze und abfällige Beschreibung von Jesus stammt wohl kaum aus christlicher Feder.&lt;br /&gt;
Obwohl Tacitus&#039; Hauptanliegen darin besteht, die brutale Hinrichtung von Christen in Rom durch Nero zu beschreiben, macht er nebenbei drei wichtige Aussagen über Jesus. (1) Er legt den Zeitpunkt des Todes Christi auf die Regierungszeit des Kaisers Tiberius (ca. 14-37 n. Chr.) und die Statthalterschaft des Pontius Pilatus (ca. 26-36 n. Chr.) fest. (2) Er bestätigt, dass der Tod Christi eine Hinrichtung durch den römischen Statthalter von Judäa war; während nichts ausdrücklich von Kreuzigung gesagt wird, wäre dies die natürliche Folge der Hinrichtung eines Juden in Judäa durch einen römischen Statthalter. In der Tat könnte der Ausdruck, der sich auf die Hinrichtung Christi bezieht (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;), absichtlich zwischen zwei Hinweisen auf die Folterung und Hinrichtung von Christen eingefügt worden sein. Der zweite Hinweis, der in &#039;&#039;Annalen&#039;&#039; 15.44 kurz nach der Erwähnung der Hinrichtung Christi vorkommt, bezieht sich ausdrücklich auf ihre Kreuzigung: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; („oder an Kreuze gebunden“). (3) Nach Ansicht von Tacitus unterdrückte die Hinrichtung dieses Christus die gefährliche religiöse Bewegung der Christen für kurze Zeit; aber sie brach schnell wieder aus, zuerst in Judäa, breitete sich dann aber rasch bis nach Rom aus.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier]: „Despite some feeble attempts to show that this text is a Christian interpolation in Tacitus, the passage is obviously genuine. Not only is it witnessed in all the manuscripts of the &#039;&#039;Annals&#039;&#039;, the very anti-Christian tone of the text makes Christian origin almost impossible. True, Tacitus can manage a modicum of sympathy for people unjustly saddled with the guilt of the hated Nero. But Christians, seen in themselves, are clearly despised for their abominable crimes or vices (&#039;&#039;flagitia&#039;&#039;); they constitute a deadiy or dangerous superstition. That is to say, they are a recently invented and rapidly spreading oriental cult that spurns the Roman gods, practices secret and probably nefarious rites, and therefore is subversive of the good order of the Roman state. In Tacitus’ pessimistic view of Roman history, Christians are just another sign of Rome’s decline from integrity and virtue into corruption and decadence.&lt;br /&gt;
To the mind of this Roman senator and former proconsul, nothing worse could be charged against this cult than that it started with and took its name from some Jew in Judea named Christ, who was executed by Pontius Pilate. The mention of Christ and his fate plays a key part in Tacitus’ negative portrait of the Christians; such a short and dismissive description of Jesus hardly comes from a Christian hand.&lt;br /&gt;
Although Tacitus’ main concern is to describe the brutal execution of Christians in Rome by Nero, he does in passing make three key statements about Jesus. (1) He fixes the time of Christ’s death as being during the reign of the Emperor Tiberius (A.D. 14-37) and the governorship of Pontius Pilate (A.D. 26-36). (2) He affırms that Christ’s death was a matter of execution by the Roman governor of Judea; while nothing is said explicitly of crucifixion, that would be the natural implication of a Jew being executed in Judea by a Roman governor. Indeed, the phrase referring to Christ’s execution (&#039;&#039;supplicio adfectus&#039;&#039;) may be intentionally placed between two references to the torture and execution of Christians. The second reference, which occurs in &#039;&#039;Annals&#039;&#039; 15.44 soon after the mention of Christ’s execution, explicitly refers to their crucifixion: &#039;&#039;crucibus adfixi&#039;&#039; (“or fastened to crosses”).&#039;! (3) In Tacitus’ view, the execution of this Christ suppressed the dangerous religious movement of Christians for a brief time; but it quickly broke out again, first in Judea, but then spreading rapidly as far as Rome.“ [https://en.wikipedia.org/wiki/John_P._Meier John P. Meier], A Marginal Jew: Rethinking the Historical Jesus: The Roots of the Problem and the Person, Vol. 1, Roots of the problem - Other pagan and jewish writings, Yale University Press, New Haven and London, 1991, Doubleday, a division of Random House, Inc., ISBN 978-0-300-14018-7, S. 90-91&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräers] Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische [https://de.wikipedia.org/wiki/Petrusevangelium Evangelium des Petrus]) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Existiert_Gott%3F&amp;diff=198</id>
		<title>Existiert Gott?</title>
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		<updated>2025-03-15T04:45:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Nichtreduzierbare Komplexität */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater&amp;lt;ref&amp;gt; z. B. in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt11,25 Mt 11,25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,13 Mt 15,13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt16,17 Mt 16,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt18,35 Mt 18,35], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,39 Mt 26,39], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt26,42 Mt 26,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk10,21 Lk 10,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,29 Lk 22,29], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk22,42 Lk 22,42], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk24,49 Lk 24,49], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,17 Joh 5,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,19 Joh 5,19], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,37 Joh 6,37], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,16 Joh 8,16], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,18 Joh 8,18], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh10,30 Joh 10,30], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh12,49-50 Joh 12,49-50], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,6 Joh 14,6], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,9-13 Joh 14,9-13], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh14,21 Joh 14,21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh17,5 Joh 17,5], [https://www.bibleserver.com/text/EU/2Petr1,17 2Petr 1,17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/1Joh2,1 1Joh 2,1]&amp;lt;/ref&amp;gt; - nun ist die Existenz Gottes im heutigen Zeitalter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheismus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus Agnostizismus] alles andere als selbstverständlich, so wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in [https://de.wikipedia.org/wiki/Judäa Judäa] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Galiläa Galiläa] - war, deshalb diese Untersuchung, welche Hinweise es auf die Existenz Gottes gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizien für die Existenz Gottes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Was müsste geschehen oder geschehen sein, dass es für Sie ein ausreichender Grund wäre, die Existenz eines höheren Geistes zumindest in Betracht zu ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;“What would have to occur or to have occurred to constitute for you a reason to at least consider the existence of a superior Mind?” Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; „[https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon] ließ in seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Politeia Politeia]&amp;lt;ref&amp;gt;altgriechisch Πολιτεία „Der Staat“&amp;lt;/ref&amp;gt; seinen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates] betonen: „Wir müssen dem Argument folgen, wohin es auch führt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/educationofyoung00plat/page/82/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive archive.org:&#039;&#039; The Republic of Plato, S. 82, 394d], The Cambridge Series for Schools and Training Colleges, The education of the young, 1901, London: C. J. Clay And Sons, Cambridge University Press Warehouse, Ave Maria Lane, Glasgow: 50, Wellington Street: „... wherever the argument, like a wind, may carry us, there we must go“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;„[...] as Plato in his Republic scripted his Socrates to insist: “We must follow the argument wherever it leads.”“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astronom [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gustav_Andreas_Tammann Andreas Tammann]: »Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das bedeutet, dass wir, wenn wir unvoreingenommen an die Frage der Existenz Gottes herangehen, die Möglichkeit seiner Existenz nicht von vornherein ausschließen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxis.jpg|mini|Galaxis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-sterne-universum-raum-3607885/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sollte Gott existieren, dann fände die Grundfrage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz]: »Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« eine Antwort - ebenso wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heideggers] nach dem »Wunder der Wunder«: »Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?«&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Küng Hans Küng] schrieb dazu in seinem Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Existiert_Gott%3F Existiert Gott?]&#039;&#039;: „»&#039;&#039;Woher kommen wir?&#039;&#039;« Grund um Grund können wir zurückfragen, der Kausalkette entlang. Grund um Grund aber wird hinfällig, wenn das Ganze erklärt werden soll. Was denn ist der Grund aller Gründe? Stoßen wir da nicht auf ein Nichts? Was aber erklärt das Nichts als eben – nichts? Oder sol­len wir uns zufriedengeben mit einer Materie, der göttliche Attribute, Ewig­keit und Allmacht, zugeschrieben werden; oder gar mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], der erst recht die Frage nach dem Woher aufwirft? Gibt es darauf keine Antwort? Ja, darf man so erst gar nicht fragen? &#039;&#039;Wenn&#039;&#039; Gott existierte, dann ließe sich die große Frage beantworten, wo­her der Wasserstoff und woher die Materie, woher die Welt und woher der Mensch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Küng: Existiert Gott? Antwort auf die Grundfrage der Neuzeit, 1978, R. Piper Verlag, München, 1981, unveränderte Auflage, dtv, Deutscher Taschenbuchverlag, ISBN 3-423-01628-0, S. 619-620&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der zweite philosophische Gottesbeweis für die Existenz Gottes ist der sogenannte kosmologische Gottesbeweis. Dieser Gottesbeweis basiert auf dem Gesetz der Kausalität, welches besagt, dass jede Wirkung eine Ursache hat, die entweder gleich groß oder größer ist als ihre Wirkung. Dieser Gottesbeweis reicht bis zu den Tagen von Aristoteles (384-322 v.Chr.) zurück und wurde später durch den mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (um 1255-1274, Summa theologiae/Summe der Theologie, 2. Untersuchung 3. Artikel) stark weiterentwickelt. Dieser Gottesbeweis versucht die große Frage zu beantworten: Woher kommt alles? Stammt es aus dem Nichts oder gab es eine Erstursache? Der kosmologische Gottesbeweis lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Jede Wirkung hat eine gleich große bzw. größere Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Universum ist eine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Demnach hat das Universum eine Ursache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] erklärte diesen Gottesbeweis in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie]&#039;&#039; folgendermaßen: „2. Der zweite Weg, auf welchem zur Anerkennung des Daseins Gottes gelangt wird, beruht auf dem Begriffe der bewirkenden Ursache. Wir finden nämlich in den uns umgebenden, sinnlich wahrnehmbaren Dingen eine geordnete Folge von bewirkenden Ursachen. Es kann nun jedenfalls nicht gesagt werden, daß etwas sich selber hervorbringe, da es einfach unmöglich ist, daß etwas früher sei als es ist. Gleicherweise ist es aber unmöglich, daß die Folge von bewirkenden Ursachen ununterbrochen ohne Ende sei, da in allen solchen bewirkenden Ursachen, die unter sich einen geordneten Zusammenhang haben, in denen also das eine die Ursache des anderen ist, das Erste die Mittelursache hervorbringt und diese die letzte Wirkung zur Folge hat, mag nun eine einzige Mittelursache oder eine Mehrzahl angenommen werden. Wird nun die Ursache entfernt, so muß auch die Wirkung fort bleiben; gibt es also kein Erstes, so fällt auch die Mittelursache weg, und folgerichtig zugleich die letzte Wirkung. Da aber bei einer endlosen Reihe von bewirkenden Ursachen keine erste bewirkende Ursache vorhanden sein kann, so kann es auch keine Mittelursache und demgemäß keine Schlußwirkung geben, was offenbar den Tatsachen widerspricht. Es existiert daher notwendig eine erste bewirkende Ursache, welche eben alle Gott nennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bibliothek der Kirchenväter:&#039;&#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/20 Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Prima Pars, Quaestio 2, Dritter Artikel. Beweise für das Dasein Gottes. b) 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Ghazali Al-Ghazali] war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und nicht mehr an die Schöpfung des Universums durch Gott glaubten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine Kritik ihrer Ansichten mit dem Titel &#039;&#039;Die Inkohärenz der Philosophen&#039;&#039;. In diesem Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums nicht plausibel ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es folglich einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument &#039;&#039;reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig] Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“  - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument kosmologische Kalam-Argument] ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kal%C4%81m Kalām] (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] war unter anderem mit seinem Werk &#039;&#039;The Kalām Cosmological Argument&#039;&#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/the-kalam-cosmological-argument/mode/2up &#039;&#039;Internet Archive archive.org&#039;&#039;: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ghazalis Argumentation umfasst drei einfache Schritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Universum begann zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Folglich hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Man beachte, dass Ghazali keine so starke Prämisse wie &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; braucht, damit sein Argument Erfolg hat. Die erste Prämisse kann bescheidener formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;1&#039;.&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Wenn das Universum zu existieren begann, dann hat das Universum eine Ursache für seinen Beginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser bescheideneren Version der ersten Prämisse können wir uns die Frage ersparen, ob subatomare Teilchen (die das Ergebnis von Quantenzerfallsprozessen sind) ohne Ursache entstanden sind. Diese angebliche Ausnahme von &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist für &amp;lt;nowiki&amp;gt;(1&#039;.)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; irrelevant. Denn das Universum umfasst die gesamte zusammenhängende Raumzeitrealität. Das ganze Universum ohne Ursache entstehen zu lassen, hieße also, dass es aus dem Nichts stammt, was absurd ist. Bei Quantenzerfallsprozessen entstehen die Teilchen nicht aus dem Nichts. Wie Christopher Isham, Großbritanniens führender Quantenkosmologe, anmerkt: ‚Man muss vorsichtig sein, wenn man das Wort &amp;quot;Entstehung&amp;quot; in einem physikalischen Kontext verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die Erzeugung von Elementarteilchen in einem Beschleuniger. In diesem Fall handelt es sich jedoch um die Umwandlung einer Art von Substanz in eine andere, wobei die gesamte Energiemenge erhalten bleibt.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;„Ghazali’s reasoning involves three simple steps: 1. Whatever begins to exist has a cause of its beginning. 2. The universe began to exist. 3. Therefore, the universe has a cause of its beginning. [...] Notice that Ghazali does not need a premise so strong as (1) in order for his argument to succeed. The first premise can be more modestly stated. 1&#039;. If the universe began to exist, then the universe has a cause of its beginning. This more modest version of the first premise will enable us to avoid distractions about whether subatomic particles which are the result of quantum decay processes come into being without a cause. This alleged exception to (1.) is irrelevant to (1&#039;.). For the universe comprises all contiguous spacetime reality. Therefore, for the whole universe to come into being without a cause is to come into being from nothing, which is absurd. In quantum decay events, the particles do not come into being from nothing. As Christopher Isham, Britain’s premier quantum cosmologist, cautions, ‚Care is needed when using the word ‘creation’ in a physical context. One familiar example is the creation of elementary particles in an accelerator. However, what occurs in this situation is the conversion of one type of matter into another, with the total amount of energy being preserved in the process.‘“ [https://de.reasonablefaith.org/schriften/popularwissenschaftliche-schriften/das-emkalam-em-kosmologische-argument reasonablefaith.org&#039;&#039;: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel] interviewte [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig] zu diesem Argument: „Atheisten behaupten, dass das Universum aus dem Nichts einfach so da war, ohne dass es dafür irgendeine Erklärung gibt. Ich glaube, sobald Menschen das Prinzip des absoluten Nichts erst einmal verstanden haben, ist für sie einfach offensichtlich, dass etwas nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht sein kann, wenn es einmal irgendwann begonnen hat, sondern eine Ursache haben muss, durch die es hervorgebracht wurde“ [...] „wir haben empirische Belege dafür, dass diese Prämisse stimmt. Es ist ein Prinzip, das durchgängig bestätigt und nie falsifiziert wurde. Wir haben doch noch nie erlebt, dass Dinge ohne Ursache plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es macht sich doch niemand Sorgen darüber, dass plötzlich ohne Ursache in seinem Wohnzimmer ein Pferd stehen könnte — während er auf der Arbeit ist, und zwar einfach so aus dem Nichts — und dort den Teppichboden versaut. Und über so etwas machen wir uns deshalb keine Sorgen, weil es eben nie passiert. Es handelt sich also um ein Prinzip, das ständig wissenschaftlich verifiziert wird. [... Wir haben mehr Gründe], die dafür sprechen, dass es wahr ist, als dass es falsch ist. Wenn Ihnen jetzt das Prinzip und dessen Verneinung präsentiert werden, in welche Richtung weisen denn dann die Indizien? Offensichtlich ist die Prämisse plausibler als ihre Ablehnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005, Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 132-133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Es besteht die Möglichkeit, daß, wenn es einen Gott gibt, er etwas von der Endlichkeit und Komplexität eines Universums schafft. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Universum unverursacht existiert; dagegen ist es um einiges wahrscheinlicher, daß Gott unverursacht existiert. Die Existenz eines Universums ist sonderbar und verwunderlich. Sie wird verständlich, wenn wir annehmen, daß Gott ihre Ursache ist. Diese Annahme postuliert einen einfacheren Erklärungsbeginn als die Annahme eines unverursachten Universums; dies genügt, die erste Annahme für wahr zu halten. [d.h. dass Gott existiert und die Ursache für die Existenz des Universums ist, d.h. dass er es erschaffen hat].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 7 Das kosmologische Argument, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Rex_Sandage Allan Sandage], Astronom&lt;br /&gt;
„Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, daß die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Ward Keith Ward]: „Die meisten, die über den Ursprung und die Natur des Universums nachgedacht und geschrieben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass es über sich selbst hinaus auf eine nicht physische Quelle von großer Intelligenz und Macht verweist. Fast alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit [https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon], [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes Descartes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Leibniz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spinoza Spinoza], [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant], [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke Locke], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley Berkeley] - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Realität. Sie hatten unterschiedliche Vorstellungen von dieser Realität..., aber dass das Universum nicht selbsterklärend ist und dass es einer Erklärung jenseits seiner selbst bedarf, war etwas, das sie als ziemlich offensichtlich akzeptierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/godchancenecessi0000ward/page/n7/mode/2up Keith Ward: God, Chance and Necessity. Oxford: One World Publications, 1996, Printed in England by Clays Ltd, St Ives plc, Reprinted 2001, ISBN 1-85168-116-7, S. 7]: „To the majority of those who have reflected deeply and written about the origin and nature of the universe, it has seemed that it points beyond itself to a source which is non-physical and of great intelligence and power. Almost all the great classical philosophers - certainly Plato, Aristotle, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke, Berkeley - saw the origin of the universe as lying in a transcendent reality. They had different specific ideas of this reality, and different ways of approaching it, but that the universe is not self-explanatory and that it requires some explanation beyond itself was something they accepted as fairly obvious.“ - zitiert auf deutsch nach: John Lennox, Kosmos ohne Gott? Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-86353-322-9, SCM R.Brockhaus, 2023, ISBN 978-3-417-24178-5, Titel des englischen Originals von John Lennox: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021, S. 93-94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Da jede Entstehung aus dem Nichts, ohne eine Ursache, sehr unwahrscheinlich ist, ist eine Entstehung des Universums aus dem Nichts, ohne eine Ursache, ebenfalls sehr unwahrscheinlich, damit ist eine erste Ursache des Universums sehr wahrscheinlich und so deutet die erste Ursache des Universums auf einen Verursacher, auf einen Schöpfer, auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plan des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clock.jpg|mini|Taschenuhr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/photos/clock-pocket-watch-clockwork-3179167/ Pixabay / Bru-nO]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Das vielleicht populärste und intuitiv einleuchtendste Argument für die Existenz Gottes ist das so genannte Argument des Designs&amp;lt;ref&amp;gt;engl. design: Plan, Entwurf, Konzeption, Konstruktion, Aufbau, Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diesem Argument zufolge deutet das in der Natur sichtbare Design auf die Existenz eines kosmischen Designers hin. Ich habe oft betont, dass dies eigentlich ein Argument &#039;&#039;für&#039;&#039; Design ist, das &#039;&#039;aus&#039;&#039; der Ordnung abgeleitet wird, da solche Argumente von der wahrgenommenen Ordnung in der Natur ausgehen, um Beweise für Design und damit für einen Designer zu liefern. Obwohl ich das Design-Argument früher scharf kritisiert habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Argument, wenn es richtig formuliert ist, ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt. Vor allem die Entwicklungen in zwei Bereichen haben mich zu diesem Schluss geführt. Der erste ist die Frage nach dem [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Ursprung der Naturgesetze]] und die damit verbundenen Erkenntnisse bedeutender moderner Wissenschaftler. Der zweite ist die Frage nach dem [[#Ursprung_des_Lebens|Ursprung des Lebens]] und der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
Was meine ich mit den Naturgesetzen? Mit Gesetz meine ich einfach eine Regelmäßigkeit oder Symmetrie in der Natur. Einige gängige Lehrbuchbeispiele sollen zeigen, was ich meine:&lt;br /&gt;
:Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermische_Zustandsgleichung_idealer_Gase#Gesetz_von_Boyle-Mariotte Boyle&#039;sche Gesetz] besagt, dass bei konstanter Temperatur das Produkt aus Volumen und Druck einer festen Menge eines idealen Gases konstant ist.&lt;br /&gt;
:Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze#Erstes_Newtonsches_Gesetz Newtons erstem Bewegungsgesetz] bleibt ein ruhendes Objekt in Ruhe, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt; ein bewegtes Objekt bleibt in Bewegung, sofern nicht eine äußere, unausgeglichene Kraft auf es einwirkt.&lt;br /&gt;
:Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Gesetz der Energieerhaltung] bleibt die Gesamtenergiemenge in einem isolierten System konstant.&lt;br /&gt;
Der wichtige Punkt ist nicht nur, dass es in der Natur Regelmäßigkeiten gibt, sondern dass diese Regelmäßigkeiten mathematisch präzise, universell und »zusammenhängend« sind. Einstein sprach von ihnen als der »manifestierten Vernunft«&amp;lt;ref&amp;gt;engl. “reason incarnate”&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist, wie die Natur auf diese Weise zusammengefügt wurde. Das ist sicherlich die Frage, die Wissenschaftler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton Newton] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Einstein] bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg] gestellt - und beantwortet - haben. Ihre Antwort war der Verstand&amp;lt;ref&amp;gt;engl. mind: Verstand, Denken, Absicht, Denkweise, Geist&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Perhaps the most popular and intuitively plausible argument for God’s existence is the so-called argument from design. According to this argument, the design that is apparent in nature suggests the existence of a cosmic Designer. I have often stressed that this is actually an argument &#039;&#039;to&#039;&#039; design &#039;&#039;from&#039;&#039; order, as such arguments proceed from the perceived order in nature to show evidence of design and, thus, a Designer. Although I was once sharply critical of the argument to design, I have since come to see that, when correctly formulated, this argument constitutes a persuasive case for the existence of God. Developments in two areas in particular have led me to this conclusion. The first is the question of the origin of the laws of nature and the related insights of eminent modern scientists. The second is the question of the origin of life and reproduction.&lt;br /&gt;
What do I mean by the laws of nature? By law, I simply mean a regularity or symmetry in nature. Some common textbook examples should show what I mean:&lt;br /&gt;
Boyle’s law stipulates that, given constant temperature, the product of the volume and pressure of a fixed quantity of an ideal gas is constant.&lt;br /&gt;
According to Newton’s first law of motion, an object at rest will remain at rest unless acted upon by an external and unbalanced force; an object in motion will remain in motion unless acted upon by an external and unbalanced force.&lt;br /&gt;
According to the law of the conservation of energy, the total amount of energy in an isolated system remains constant.&lt;br /&gt;
The important point is not merely that there are regularities in nature, but that these regularities are mathematically precise, universal, and “tied together.” Einstein spoke of them as “reason incarnate”. The question we should ask is how nature came packaged in this fashion. This is certainly the question that scientists from Newton to Einstein to Heisenberg have asked—and answered. Their answer was the Mind of God.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 95-96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley] schrieb in seiner &#039;&#039;Natural Theology&#039;&#039;: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe: möglicherweise wäre es nicht ganz einfach, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen Hohlzylinder, in dem sich eine gewundene elastische Feder befindet, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, in dem Hohlzylinder dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Hohlzylinder auf die Schnecke überträgt. Wir finden dann eine Reihe von Zahnrädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, die die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger leiten; und gleichzeitig durch die Größe und Form dieser Zahnräder diese Bewegung so regulieren, dass sie dazu führen, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Bewegung einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Zahnräder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Bereich des Uhrwerks verwendet wird, in diesem Bereich aber, wenn ein anderes als ein durchsichtiges Material verwendet worden wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Uhrgehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;„IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telescope.jpg|mini|Teleskop&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/teleskop-herschel-teleskop-11624/ Pixabay / WikiImages]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und zahlreicher sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;„for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«&amp;lt;ref&amp;gt;[...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Paley_(Theologe) William Paley]: [http://darwin-online.org.uk/content/frameset?itemID=A142&amp;amp;viewtype=text&amp;amp;pageseq=1 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1] - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Sinnhaftigkeit auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie diese Dinge mit anderen außerhalb ihrer selbst in Beziehung stehen. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenwirken, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den unbedarftesten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um denselben nützlichen Zweck zu erreichen - zum Beispiel tragen die Organe im Körper zu unserem Leben und unserer Gesundheit bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder ist diese sinnvolle Ordnung das Produkt des Zufalls oder eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Entwurfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Design kommt nur von einem Geist, einem Designer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Folglich ist das Universum das Produkt eines intelligenten Designers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Gebilde von beeindruckender Ordnung, eine einzelne Zelle noch viel mehr, und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. The universe displays a staggering amount of intelligibility, both within the things we observe and in the way these things relate to others outside themselves. That is to say: the way they exist and coexist display an intricately beautiful order and regularity that can fill even the most casual observer with wonder. It is the norm in nature for many different beings to work together to produce the same valuable end—for example, the organs in the body work for our life and health.&lt;br /&gt;
2. Either this intelligible order is the product of chance or of intelligent design.&lt;br /&gt;
3. Not chance.&lt;br /&gt;
4. Therefore the universe is the product of intelligent design.&lt;br /&gt;
5. Design comes only from a mind, a designer.&lt;br /&gt;
6. Therefore the universe is the product of an intelligent Designer.&lt;br /&gt;
[...] A single protein molecule is a thing of immensely impressive order; much more so a single cell; and incredibly much more so an organ like the eye, where ordered parts of enormous and delicate complexity work together with countless others to achieve a single certain end. Even chemical elements are ordered to combine with other elements in certain ways and under certain conditions.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin] schrieb in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Summa_theologica Summe der Theologie (Summa Theologiae)]&#039;&#039; „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] [https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero Cicero] (2. [https://de.wikipedia.org/wiki/De_natura_deorum de natura deorum]), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/708 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)]&amp;lt;/ref&amp;gt; „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]: [https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/versions/summe-der-theologie/divisions/709 Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der im Universum durch den Aufbau desselben sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzmäßigkeit der Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassertropfen.jpg|mini|Wassertropfen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/wasser-tropfen-fl%C3%BCssig-spritzen-1761027/ Pixabay / Arek Socha]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Über die Natur hinaus gibt es nichts. Dies ist aber keine wissenschaftlich begründbare Schlussweise. Ganz im Gegenteil geben die Naturwissenschaften immer wieder Anlass zu Fragen, die sie aufgrund ihrer Methodik nicht beantworten können, die aber als Hinweise auf Gott und seine Wirklichkeit angesehen werden können: Warum gibt es überhaupt Gesetzmäßigkeiten in der Natur? Warum können wir sie erkennen und mathematisch formulieren? Warum sind die Naturkonstanten auf Leben hin [[#Feinabstimmung des Universums|fein abgestimmt]]? Was bedeuten [[#Schönheit|Schönheit]] und [[#Plan des Universums|Zweckmäßigkeit]]?“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nobelpreisträger [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Wigner Eugene Wigner] staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt:&lt;br /&gt;
„Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage &amp;quot;Was ist Mathematik?&amp;quot; zu sagen, dann &amp;quot;Was ist Physik?&amp;quot;, dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, &amp;quot;What is mathematics?&amp;quot;, then, &amp;quot;What is physics?&amp;quot;, then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”&amp;lt;ref&amp;gt;„The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” [https://www.maths.ed.ac.uk/~v1ranick/papers/wigner.pdf The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9], in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley &amp;amp; Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley &amp;amp; Sons, Inc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „... es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_(Philosophie) Induktion] bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume David Hume] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „In den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie erfährt man, wie sich fast alles in der Welt verhält. Diese Gesetze lassen sich in verhältnismäßig einfachen Formeln wiedergeben; man kann sie verstehen und auf ihrer Grundlage zukünftige Ereignisse erfolgreich vorhersagen. Die Ordnung des Universums, auf die ich hier aufmerksam mache, besteht in ihrer Übereinstimmung mit bestimmten Formeln, mit einfachen, formulierbaren Naturgesetzen. Obwohl das Universum ohne weiteres auch ein Chaos hätte sein können, ist es überaus geordnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 180&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„[Es besteht] ... die Ordnung der Natur in der umfassenden Einheitlichkeit der Kräfte und Neigungen von Körpern über allen Raum und alle Zeit hin sowie in der geringen Zahl der Arten der Grundbausteine, aus denen sich die physischen Körper zusammensetzen. Über Jahrmillionen und über Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren herrscht dieselbe universale Ordnung. Es gibt, so haben wir gesehen, nur zwei Arten von Erklärungen - die naturwissenschaftliche und die personale. Doch obwohl eine naturwissenschaftliche Erklärung zu erklären vermag, weshalb es die spezifischeren Kräfte und Neigungen physischer Körper gibt (weshalb z. B. ein Elektron gerade die Kraft ausübt, die es ausübt), nämlich durch Verweis auf allgemeine Kräfte und Neigungen, die alle Körper besitzen [...], kann die Naturwissenschaft doch nicht erklären, weshalb alle physischen Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen. Bei dieser Tatsache endet alles naturwissenschaftliche Erklären. Entweder hört daher alles Erklären bei der Ordnung der Natur auf, oder wir müssen einen Handelnden mit großer Macht und umfassendem Wissen postulieren, der durch sein beständiges Handeln es bewirkt, daß alle Körper dieselben sehr allgemeinen Kräfte und Neigungen besitzen (daß die allgemeinsten Naturgesetze gelten). Der einfachste Handelnde dieser Art, so muß wiederum gesagt werden, ist ein Wesen mit unendlicher Macht, unendlichem Wissen und vollkommener Freiheit, d. h. Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 185-186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Daß es materielle Körper gibt, ist schon merkwürdig genug; daß sie aber alle so ähnliche Kräfte besitzen, die sie notwendigerweise aktivieren, scheint überaus merkwürdig. Es ist schon merkwürdig genug, daß materielle Körper überhaupt Kräfte besitzen - weshalb sollten sie nicht einfach nur dasein ohne die Möglichkeit, irgend etwas in der Welt zu verändern? Aber daß ihnen sämtlich über unendliche Zeit und unendlichen Raum hin einige wenige allgemeine Kräfte gemeinsam sind (und daß sie alle aus sehr wenigen Grundbausteinen aufgebaut sind, von denen jeder wieder mit allen anderen seiner Art identische Eigenschaften besitzt) und daß es dafür dennoch keinerlei Ursache geben sollte, scheint unglaublich [...] nun stoßen wir auf eine dem zugrundeliegende Ordnung in der Identität der Kräfte und der geringen Zahl von Bausteintypen aller dieser Körper. Wenn es für diese Ordnung keine Erklärung durch das Handeln Gottes gibt, kann es sich bei ihr nur um eine Zufallsordnung handeln - die Tatsache, daß der eine Körper bestimmte Eigenschaften besitzt, erklärt nicht die Tatsache, daß auch ein anderer sie besitzt -, nicht aber um die Einfachheit einer zugrunde liegenden gemeinsamen Erklärung. Die fundamentale Komplexität bleibt in der ungeheuren Zahl unterschiedlicher physischer Körper bestehen; darin eingebettet ist jedoch eine unglaubliche Ordnung identischer Kräfte und Bausteine. Diese Komplexität ist zu überraschend, um unerklärt eintreten zu können. Sie schreit geradezu nach Erklärung durch einen einzelnen gemeinsamen Ursprung, der die Macht besitzt, sie hervorzubringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Es gibt nun zwei Arten von Gründen, weswegen Menschen Ordnungsstrukturen schaffen. Einmal sind es ästhetische Gründe: manche Ordnungsstrukturen strahlen [[#Schönheit|Schönheit]] aus, z. B. Tänze oder Lieder. Einige Arten von Ordnung sind notwendige Bedingungen dafür, daß Dinge einen Schönheitswert besitzen; ein vollständiges Chaos ist einfach häßlich, obwohl nicht jede Ordnung schön ist. Zweitens schaffen Menschen Ordnungsstrukturen, damit sie selbst oder andere mit ihrer Hilfe irgendwelche Ziele verwirklichen können. Wenn wir bestimmte Ordnungsstrukturen in irgendwelchen Phänomen erkennen, können wir zu Recht annehmen, daß sie sich durchhalten, und sind dann in der Lage, verläßliche Aussagen über die Zukunft zu machen. Ein Bibliothekar ordnet die Bücher in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Autoren, damit es ihm und den Benutzern der Bibliothek, die die Ordnung erkennen, möglich ist, schnell die gewünschten Bücher zu finden (denn wer die Ordnung erkennt, kann verläßlich angeben, wo sich ein Buch befinden wird).&lt;br /&gt;
Gott hat ähnliche Gründe, ein geordnetes, statt eines chaotischen Universums zu erschaffen. Insofern einige Arten von Ordnung eine notwendige Bedingung für [[#Schönheit|Schönheit]] darstellen und es gut ist, wenn das Universum schön und nicht häßlich ist - was zweifellos zutrifft -, hat Gott guten Grund, ein geordnetes Universum zu erschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 193-194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Ordnung in der Welt ist demnach ein Hinweis auf die Existenz Gottes. Dies sowohl deswegen, weil sie a priori sehr unwahrscheinlich ist, als auch deswegen, weil Gott aufgrund der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sehr gute, anscheinend sogar ausschlaggebende Gründe hat, ein geordnetes Universum zu erschaffen, wenn er überhaupt eines erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne], Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Hard_Townes Charles Hard Townes], Physik-Nobelpreisträger: »Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert.«&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/der-erschoepfte-schoepfer-a-f0e600f9-0002-0001-0000-000008453486 Der erschöpfte Schöpfer Die Astronomen entdecken Gott. Viele Himmelsforscher können sich die immer wundersamer erscheinende Entstehung des Universums nur durch einen Weltenlenker erklären. Olaf Stampf, 20.12.1998, 13.00 Uhr, DER SPIEGEL, 52/1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist davon überzeugt, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem des Menschen weit überlegen ist. Auf diese Weise führt das Streben der Wissenschaft zu einem religiösen Gefühl besonderer Art, das sich sicherlich von der Religiosität eines eher naiven Menschen unterscheidet.“&amp;lt;ref&amp;gt;„... everyone who is seriously involved in the pursuit of science becomes convinced that some spirit is manifest in the laws of the universe, one that is vastly superior to that of man. In this way the pursuit of science leads to a religious feeling of a special sort, which is surely quite different from the religiosity of someone more naive.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/dearprofessorein00eins/page/128/mode/2up Albert Einstein, Dear Professor Einstein, Albert Einstein&#039;s Letters to and from Children, 2002, Prometheus Books, 2002 by Alice Calaprice, Hebrew University of Jerusalem and Princeton University Press, Letter to Phyllis, New York, January 24, 1936, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Unter den tiefgründigeren wissenschaftlichen Köpfen findet man kaum einen ohne ein eigenes religiöses Gefühl [...] den Wissenschaftler beherrscht das Gefühl der universellen Kausalität. Die Zukunft ist für ihn genauso notwendig und bestimmt wie die Vergangenheit. [...] Sein religiöses Gefühl nimmt die Form eines verzückten Staunens über die Harmonie des Naturgesetzes an, das eine so überlegene Intelligenz offenbart, dass im Vergleich dazu alles systematische Denken und Handeln der Menschen ein völlig unbedeutender Abglanz ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„You will hardly find one among the profounder sort of scientific minds, without a religious feeling of his own [...] the scientist is possessed by the sense of universal causation. The future, to him, is every whit as necessary and determined as the past. [...] His religious feeling takes the form of a rapturous amazement at the harmony of natural law, which reveals an intelligence of such superiority that, compared with it, all the systematic thinking and acting of human beings is an utterly insignificant reflection.“ (übersetzt mit Unterstützung von DeepL) &#039;&#039;archive org:&#039;&#039; [https://archive.org/details/ideasopinionsbas00eins/page/40/mode/2up Albert Einstein, Mein Weltbild, Amsterdam: Querido Verlag, 1934, zit. von: Ideas and opinions, Bonanza Books, New York, 1954, ISBN 0-517-003937, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur, durch die eine erstaunliche Ordnung sichtbar wird, passt besser zu einem Gesetze und Ordnung liebenden (und deshalb sie erschaffenden) Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetze und Ordnungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinabstimmung des Universums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universum.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/galaxis-stern-unendlichkeit-kosmos-3608029/ Pixabay / Luminas_Art]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger Lawrence Mark „Larry“ Sanger]: „Einmal [...] kam einer meiner Studenten in den Raum der graduierten Assistenten und verwickelte mich in ein Gespräch; das war vielleicht 1994. Er präsentierte eine Version des &amp;quot;Argument from Design&amp;quot;, das so genannte &amp;quot;Fine Tuning&amp;quot;-Argument [...] dies hat mich beeindruckt; als ich feststellte, dass ich keine Antwort hatte, standen mir zu meiner Bestürzung die Tränen in den Augen. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, warum. Der Student ging schnell weg und überließ mich zweifellos taktvoll meinen Gedanken. Vielleicht schämte ich mich nur, weil ich nicht in der Lage war, zu antworten. Aber als Nichtgläubiger habe ich danach immer gedacht, dass das Feinabstimmungsargument vielleicht das stärkste Argument im Arsenal der Theisten ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Once [...] one of my students came to the graduate assistant room and engaged me in conversation; this would have been, perhaps, 1994. He presented a version of the Argument from Design called the “Fine Tuning” Argument [...] this made an impression on me; as I found I had no response, there were tears in my eyes, to my consternation. To this day I am not quite sure why. The student left quickly, no doubt tactfully leaving me to my thoughts. Perhaps I was only ashamed that I was unable to respond. But ever after that, as a nonbeliever, I always thought the Fine Tuning Argument was perhaps the strongest argument in the theist’s arsenal.“ [https://larrysanger.org/2025/02/how-a-skeptical-philosopher-becomes-a-christian/#i-am-converted-to-methodological-skepticism &#039;&#039;larrysanger.org:&#039;&#039; How a Skeptical Philosopher Becomes a Christian#I am converted to methodological skepticism, 5. Februar 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] [https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Collins]&amp;lt;ref&amp;gt;Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt Humangenomprojektes]&amp;lt;/ref&amp;gt; es treffend:&lt;br /&gt;
:Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;„When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ [https://web.archive.org/web/20080616123739/http://www.salon.com/books/int/2006/08/07/collins/index2.html &#039;&#039;web.archive.org:&#039;&#039; &#039;&#039;Salon.com:&#039;&#039; The believer, 7. Aug. 2006]: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Collins Francis Collins]&#039;&#039; – head of the Human Genome Project – discusses his conversion to evangelical Christianity, why scientists do not need to be atheists, and what C.S. Lewis has to do with it. By &#039;&#039;Steve Paulson&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Für die Existenz von Leben auf der Erde ist ein reichhaltiges Angebot an Kohlenstoff erforderlich. Kohlenstoff entsteht entweder durch die Kombination von drei Heliumkernen oder durch die Kombination von Helium- und Berylliumkernen. Der Mathematiker und Astronom [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Sir Fred Hoyle FRS] fand heraus, dass dazu die Energieniveaus der Kerne im Grundzustand fein aufeinander abgestimmt sein müssen. Dieses Phänomen wird als „Resonanz“ bezeichnet. Wäre die Abweichung in eine der beiden Richtungen größer als 1 %, könnte es im Universum kein Leben geben. Hoyle gestand später, dass nichts seinen Atheismus so sehr erschüttert habe wie diese Entdeckung. Allein dieser Grad an Feinabstimmung reichte aus, ihn davon zu überzeugen, dass es so aussah, als ob „eine Superintelligenz sowohl mit der Physik als auch mit der Chemie und Biologie herumgespielt hat“, und dass es „keine blinden Kräfte in der Natur gibt, über die zu reden sich lohnt“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/16/mode/2up?view=theater &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Annual review of astronomy and astrophysics, vol. 20, The Universe: Past And Present Reflections, Fred Hoyle, Cumbria, Great Britain, S. 16]:„A common sense interpretation of the facts suggests that a superintellect has monkeyed with physics, as well as with chemistry and biology, and that there are no blind forces worth speaking about in nature.“ - „Wenn man die Fakten mit gesundem Menschenverstand interpretiert, kann man davon ausgehen, dass ein Superintellekt an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgespielt hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die es wert wären, erwähnt zu werden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Es lohnt, sich diese Präzision einmal genauer anzusehen, ja es ist ein Muss, wenn wir einen kleinen Begriff von dem fantastischen Wunder unserer Existenz bekommen wollen. Fangen wir mit dem Einfachsten an: der Geschwindigkeit der Urknall- Explosion. Wäre sie nur ein klein wenig anders gewesen, hätte es nie ein Universum gegeben. Wäre die Explosion auch nur ein bisschen schneller gewesen, hätte die Materie sich, bildlich gesprochen, so in alle Winde zerstreut, dass sie sich nicht zu den Galaxien hätte »zusammenballen« können, und es hätte nie Sterne oder Planeten gegeben. Hätte das Universum sich dagegen auch nur ein bisschen langsamer ausgedehnt, hätte die gesamte Materie einen einzigen, fast unendlich dichten Klumpen gebildet - ohne Galaxien, Sonnen oder Planeten. Und jegliche Art von Leben wäre natürlich völlig unmöglich gewesen. Die Präzision der Geschwindigkeit, mit der sich der Kosmos von jenem unendlich kleinen Punkt ausdehnte, lässt sich schier nicht in Worte fassen. Die Abstimmung dieser Geschwindigkeit war so perfekt, dass der Astrophysiker Lawrence M. Krauss sie als das »extremste Feinabstimmungs-Problem, das die Physik kennt«, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence M. Krauss, »The End of the Age Problem, and the Case for a Cosmological Constant Revisited«, The Astrophysical Journal, Bd. 501, Nr. 2, 10. Juli 1988, S. 461-466, hier: S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Astrophysiker Hugh Ross schreibt dazu: »Will man diese kosmische Balance auf Messers Schneide [zwischen zu schnell und zu langsam] mit einem Bild illustrieren, dann wäre ein von der ganzen Realität immer noch weit entferntes - Beispiel eine Milliarde gut gespitzte Bleistifte, die auf einer polierten Glasplatte alle gleichzeitig senkrecht auf ihrer Spitze stehen, ohne irgendwelche Stützen.«&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese unglaubliche Präzision damals, vor vierzehn Milliarden Jahren, hat viele Aspekte. Ich werde im Folgenden nur eine Handvoll von ihnen betrachten. Dabei sollte nie vergessen werden: Wenn die Verhältnisse auch nur in einem Bereich um den winzigen Bruchteil eines Prozents anders gewesen wären, unser Universum hätte nie existieren können. In der modernen Physik spricht man von vier Grundkräften: 1) die Schwerkraft, 2) die elektromagnetische Kraft, 3) die starke Kernkraft, 4) die schwache Kernkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Die vier Grundkräfte entsprechen fundamentalen Wechselwirkungen, weshalb man bei (2) bis (4) auch von der elektromagnetischen Wechselwirkung, der starken und der schwachen Wechselwirkung spricht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Schwerkraft sind die meisten von uns wohlvertraut. Die starke Kernkraft hält den Kern eines Atoms (d. h. seine Protonen und Neutronen) zusammen. Die schwache Kraft zeigt sich im radioaktiven Zerfall, und die elektromagnetische Kraft hält Atome, also den Kern und die Elektronen, zusammen. Wäre auch nur eine dieser vier Kräfte auch nur einen Bruchteil anders, gäbe es unser Universum nicht. Doch wie entstanden diese vier Grundkräfte, und wie kam es dazu, dass sie »gerade richtig« für die Entstehung unseres Universums waren? Vielleicht am erstaunlichsten an der ganzen Sache ist, dass diese vier Grundkräfte ihre exakten Werte ein für alle Mal in der ersten Millionstelsekunde nach dem Urknall erhielten. Man könnte auch sagen: sofort, denn wer kann sich etwas so Kurzes wie den millionsten Teil einer Sekunde vorstellen? Aber wer sich mit dem Thema befasst, lernt: Als das Universum nur eine Millionstelsekunde alt war, wurden die Werte dieser Grundkräfte gleichsam in Granit gemeißelt und haben sich in den folgenden vierzehn Milliarden Jahren nicht um ein Jota verschoben. Und diese Werte sind, gerade so wie die Geschwindigkeit der Ausdehnung des Alls, so exakt, dass es nicht zu fassen ist. Wenn auch nur eine dieser vier Grundkräfte ein wenig anders wäre, gäbe es das Weltall nicht. Die Kernkraft, hält, wie gesagt, Protonen und Neutronen in einem Atom zusammen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass, wenn diese Kraft geringfügig schwächer wäre, Protonen und Neutronen nicht zusammenblieben; die Folge wäre ein Universum, das nur aus Wasserstoffatomen bestünde (deren Kern nur ein Proton und im Normalfall kein Neutron besitzt). Wäre die starke Kernkraft dagegen auch nur um einen geringen Prozentsatz stärker, würden Protonen und Neutronen so fest »zusammenkleben«, dass es nur schwere Elemente gäbe und keinen Wasserstoff. Weder in einem reinen Wasserstoffuniversum noch in einem Universum ohne Wasserstoff ist Leben möglich. Die starke Kernkraft muss also genau die Stärke haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 75-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes frappierendes Beispiel dieser Feinabstimmung in der Physik betrifft das Verhältnis der starken Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft. Davies hat errechnet, dass, wenn das Verhältnis zwischen den beiden Kräften auch nur um eins zu zehn hoch sechzehn [10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;] anders wäre, sich keine Sterne bilden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders formuliert: Würde dieses Verhältnis um 0,000 000 000 000 01 Prozent von dem tatsächlichen Wert abweichen, gäbe es das Universum nicht. Tatsache ist: Das Verhältnis ist exakt und präzise »richtig«, und so gibt es uns. Doch diese fantastisch unwahrscheinliche Präzision ist noch gar nichts gegen das Verhältnis zwischen elektromagnetischer Kraft und Schwerkraft. Physiker haben errechnet, dass, wenn dieses Verhältnis nur um eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;] (das ist eine Eins mit vierzig Nullen) anders wäre, das All nicht existieren würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Davies, Gott und die moderne Physik. München: Bertelsmann, 1986; zitiert in: J. Lennox, Wissenschaft, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dieses Verhältnis ist exakt »richtig« — statistisch eine krasse Unmöglichkeit. Sie wollen wissen, warum das Verhältnis zwischen Schwerkraft und elektromagnetischer Kraft so wichtig ist? Nun, wäre der Wert nur ein winziges bisschen höher, hätten sich nur große Sterne bilden können,- wäre er ein Quäntchen niedriger, gäbe es nur kleine Sterne. Damit aber Leben im Universum auch nur eine entfernte Möglichkeit ist, braucht es sowohl große als auch kleine Sterne. Nur im Inneren großer Sterne werden die meisten für Leben notwendigen Elemente erzeugt, und nur kleine Sterne (wie unsere Sonne) können über Jahrmilliarden gleichmäßig brennen - die nächste Vorbedingung für unsere Existenz. Eine Abweichung um nicht mehr als eins zu zehn hoch vierzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;], in Ziffern: 10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 - unsere Vorstellungskraft will angesichts dieser Präzision streiken. Paul Davies hilft uns in seinem Buch mit einem Vergleich auf die Sprünge: Er stellt sich einen Schützen vor, der eine zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernte Münze exakt treffen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Lennox, Wissenschaft, S. 101, auch zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 78-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies], Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit Planck-Zeit] – 10&amp;lt;sup&amp;gt;-43&amp;lt;/sup&amp;gt; Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt; haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/a_priori a priori]&#039;&#039; weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; ist eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt;, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; zu 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Penrose, R., &amp;gt;Singularities and Time-Asymmetry&amp;lt;, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: &#039;&#039;An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979&#039;&#039;, S. 581 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 10&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt; genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frank Press und Raymons Siever: „[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Strobel Lee Strobel]: „[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als »einen ganz besonderen Ort«, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] schauen wir uns noch zwei weitere Beispiele für die »Feinabstimmung« im Universum an, die noch fantastischer sind als die bisher erwähnten. Der Astrophysiker Hugh Ross erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung des Universums durch die Dichte seiner Masse und die Vakuumenergiedichte bestimmt wird. Damit es genügend Sterne und Planeten gibt, um Leben überhaupt zu ermöglichen, muss der Wert der Massendichte bis auf eine Variationsbreite von eins zu zehn hoch sechzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;60&amp;lt;/sup&amp;gt;] stimmen. Und so (was Sie hoffentlich nicht mehr überraschen wird) verhält es sich auch. Doch der Wert der Vakuumenergie muss noch viel präziser sein,- hier beträgt die erlaubte Abweichung weniger als eins zu zehn hoch hundertzwanzig [10&amp;lt;sup&amp;gt;120&amp;lt;/sup&amp;gt;], und auch hier stimmt der Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;L. M. Krauss, »The Age Problem«, S. 461.465, vgl. H. Ross, The Creator, Kap. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „In der Natur zerfallen komplexe Systeme wie das Protein. Ein noch weitaus komplexeres System stellt eine lebendige Zelle dar. Ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Entstehung solch einer Zelle]] aus lebloser Materie aufgrund von Zufällen möglich, auch über viele Etappen hinweg? Für diese Fragestellung müssen wir uns mit den Konsequenzen eines wichtigen Lehrsatzes, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten thermodynamischen Hauptsatzes], auseinandersetzen. Die Energiemenge im Universum bleibt zwar zu aller Zeit gleich. Aber die Erscheinungsform ändert sich ständig, und zwar immer in eine Richtung, nämlich von verfügbar, zu nicht verfügbar, von einer konzentrierten Form in eine zerstreute, von einer Ordnung zum Chaos. Alles strebt den Zustand des thermodynamisehen Gleichgewichts an, in dem es keine Veränderung mehr gibt. Die Dinge reagieren solange miteinander, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist. Man kann sich das am Beispiel eines Reagenzglases vorstellen, in dem die Chemikalien solange reagieren, bis der Inhalt seine endgültige chemische Form erlangt hat, einen Zustand, in dem nichts mehr geschieht. Der Inhalt des Reagenzglases hat dann den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts erreicht. Wenn man ein Stück Kohle verbrennt, bleibt zwar die Gesamtmenge an Energie erhalten, aber sie wird in Form von Wärme, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und anderen Gasen in der Atmosphäre verteilt. Diese Energie kann nicht mehr genutzt werden. Physiker bezeichnen diesen Verlust als Entropie. In Systemen nimmt die Energie ab und damit auch der Ordnungsgrad, denn Ordnung ist sehr energieintensiv. Das bedeutet: Alle Systeme bewegen sich sozusagen in Richtung Zerfall, also von einem geordneten, komplexen Zustand zu einem chaotischen, systemlosen Zustand. Für unsere Fragestellung deuten sich weitreichende Folgen der thermodynamischen Gesetze an. Jedes Ordnungssystem verfällt mit der Zeit in ein Chaos, wenn es sich selbst überlassen bleibt. Es sei denn, eine ordnende Macht (z.B. der Mensch) greift ein. Daher kann es keine Selbstorganisierung der Materie vom Chaos zur Ordnung geben. Der Zufall führt immer umgekehrt von der Ordnung zum Chaos. Alle unkontrollierten Aktivitäten führen zu größerer Unordnung. Die Gültigkeit dieses Satzes steht uns überall vor Augen. Ordnung löst sich durch das Walten des Zufalls durch physikalische und chemische Vorgänge auf: Gebäude stürzen ein, Gebirge unterliegen der Erosion, Explosionen organisieren keine neuen Ordnungen, sondern führen zur Zerstörung. Der amerikanische Biologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Grant_Conklin Edwin Grant Conklin] hat ein Beispiel dafür gefunden: »Die Entstehung des Lebens auf der Erde mit dem Zufall erklären heißt, von der Explosion einer Druckerei das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.«&amp;lt;ref&amp;gt;englisch: „Given water, carbon dioxide, and the carbon compounds with the unique properties [...] and it is conceivable that life could have arisen through the operation of natural laws; and again when once life and its mechanisms are given the living world could have evolved through the operation of natural laws. In the transformations of germplasm and of inheritance units we probably have the mechanism of evolution, and in the survival of the fit and the elimination of the unfit we probably have the mechanism of adaptation. But the great problem and mystery which lies back of all this mechanism is how jthe environment favorable to life came to have these unique properties, how it happened that all the multitudes of co-operating factors necessary to the origin of life came together in the right way and at the right time, how primitive protoplasm came to contain the potencies of all future evolution, and how it happens that the environment was such as to bring out these potencies in the long course of evolution. These are not scientific problems, for they are probably beyond the reach of science and exact knowledge, but not beyond the reach of philosophy and religion. The philosophical mind refuses to believe that purpose in human behavior and fitness in nature are merely the result of chance, even of many chances. As well might one try to explain the play of [https://en.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] as due to an explosion, or a series of explosions in a printing office. Many of the most profound students of nature from [https://en.wikipedia.org/wiki/Aristotle Aristotle] to modern evolutionists have found it necessary to assume the existence of some initial teleological principle.“ [https://archive.org/details/directionofhuman029508mbp/page/n243/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Edwin Grant Conklin, Professor of Biology in Princeton University, The direction of human evolutions, Humphrey Milford Oxford University Press, 1921, S. 225-226] | deutsch (übersetzt mit Unterstützung von DeepL): „Angesichts von Wasser, Kohlendioxid und den Kohlenstoffverbindungen mit den einzigartigen Eigenschaften [...] ist es denkbar, dass das Leben durch das Wirken von Naturgesetzen entstanden sein könnte; und wenn einmal das Leben und seine Mechanismen gegeben sind, könnte sich die lebende Welt wiederum durch das Wirken von Naturgesetzen entwickelt haben. In den Umwandlungen des Keimplasmas und der Vererbungseinheiten haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Evolution, und im Überleben der Fähigen und der Eliminierung der Unfähigen haben wir wahrscheinlich den Mechanismus der Anpassung. Aber das große Problem und Geheimnis, das hinter all diesen Mechanismen liegt, ist, wie die für das Leben günstige Umwelt dazu kam, diese einzigartigen Eigenschaften zu haben, wie es geschah, dass all die vielen zusammenwirkenden Faktoren, die für den Ursprung des Lebens notwendig waren, auf die richtige Art und Weise und zur richtigen Zeit zusammenkamen, wie das primitive Protoplasma dazu kam, die Fähigkeiten der gesamten zukünftigen Evolution zu enthalten, und wie es geschah, dass die Umwelt so war, dass sie diese Fähigkeiten im langen Verlauf der Evolution zur Geltung brachte. Dies sind keine wissenschaftlichen Probleme, denn sie liegen wahrscheinlich außerhalb der Reichweite der Wissenschaft und des exakten Wissens, aber nicht außerhalb der Reichweite von Philosophie und Religion. Der philosophische Verstand weigert sich zu glauben, dass der Zweck des menschlichen Verhaltens und die Eignung in der Natur lediglich das Ergebnis des Zufalls sind, sogar von vielen Zufällen. Genauso gut könnte man versuchen, das Theaterstück von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] durch eine Explosion oder eine Reihe von Explosionen in einer Druckerei zu erklären. Viele der profundesten Naturforscher von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] bis zu den modernen Evolutionisten haben es für notwendig befunden, von der Existenz eines ursprünglichen teleologischen Prinzips auszugehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.77-79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John Lennox]: „Unser Universum ist eines, in dem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entropie Entropie] (ein Maß für die Unordnung) zunimmt; eine Tatsache, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] formuliert ist. Der renommierte Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose Sir Roger Penrose] fordert uns auf, uns den Phasenraum des gesamten Universums vorzustellen, in dem jeder Punkt eine andere Art und Weise darstellt, wie das Universum begonnen haben könnte.&lt;br /&gt;
:„Wir müssen uns nun den Schöpfer wie mit einer „Nadel“ bewaffnet vorstellen, die an einem bestimmten Punkt im Phasenraum platziert werden muss ... Jede unterschiedliche Positionierung der Nadel ergäbe ein anderes Universum. ... Aber um das Universum in einem Zustand geringer Entropie zu starten, sodass es tatsächlich einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Hauptsatz_der_Thermodynamik zweiten Hauptsatz der Thermodynamik] gäbe, müsste der Schöpfer nun auf einen viel kleineren Abschnitt des Phasenraums zusteuern. Wie winzig müsste dieser Bereich sein, damit ein Universum entsteht, das demjenigen, in dem wir tatsächlich leben, sehr ähnlich ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/  &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Roger Penrose: &#039;&#039;The Emperor’s New Mind.&#039;&#039; Oxford: Oxford University Press, 1989;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - &#039;&#039;Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Physik.&#039;&#039; Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Penroses Berechnungen führen ihn zu der bemerkenswerten Schlussfolgerung, dass das „Ziel des Schöpfers“ auf 1 zu 10 hoch 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; genau gewesen sein muss - das ist eine 1 gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; Nullen&amp;lt;ref&amp;gt;in der wiss. Schreibweise: 1:10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.i. also eine 1 mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;, d.h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 .000.000.000.000.000 Nullen!&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Zahl, die man unmöglich auf die übliche dezimale Weise ausschreiben kann, denn selbst wenn man auf jedes Teilchen, das im Universum existiert, eine Null schreiben könnte, gäbe es nicht genug Teilchen, um die Aufgabe zu erledigen“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/ &#039;&#039;Internet Archive:&#039;&#039; Penrose: Emperor’s New Mind;] [https://archive.org/details/emperorsnewmind00roge/page/344/mode/2up S. 344.] - „This now tells us how precise the Creator’s aim must have been: namely to an accuracy of one part in 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. This is an extraordinary figure. One could not possibly even write the number down in full, in the ordinary denary notation: it would be ‘1’ followed by 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; successive ‘0’s! Even if we were to write a ‘0’ on each separate proton and on each separate neutron in the entire universe—and we could throw in all the other particles as well for good measure—we should fall far short of writing down the figure needed.“ - „Daraus geht hervor, wie genau das Vorhaben des Schöpfers gewesen sein muss: nämlich mit einer Genauigkeit von 1 zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dies ist eine außergewöhnliche Zahl. Man könnte die Zahl nicht einmal in der üblichen Schreibweise vollständig aufschreiben: Es wäre eine &amp;quot;1&amp;quot;, gefolgt von 10&amp;lt;sup&amp;gt;123&amp;lt;/sup&amp;gt; aufeinanderfolgenden &amp;quot;0&amp;quot;en! Selbst wenn wir jedes einzelne Proton und jedes einzelne Neutron im gesamten Universum mit einer &amp;quot;0&amp;quot; versehen würden - und wir könnten zur Sicherheit auch alle anderen Teilchen mit einbeziehen -, würden sie bei weitem nicht ausreichen, um die erforderliche Zahl aufzuschreiben.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Lennox, Kosmos ohne Gott?, Warum Glaube und Wissenschaft zusammengehören, ISBN 978-3-86353-322-9, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, ISBN 978-3-417-24178-5, SCM R.Brockhaus, Titel des englischen Originals: Cosmic Chemistry, Do God and Science mix?, 2021 John C. Lennox, 2021 Lion Hudson IP Limited, S. 180-181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies Paul Davies]: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „[...] je weiter die Wissenschaft kommt, umso mehr Daten sprechen für die Theorie der Feinabstimmung, mit dem Ergebnis, dass das geplante Universum immer stärker in den wissenschaftlichen Mainstream rückt. Es wird zunehmend schwierig, andere Positionen zu vertreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzt mit DeepL https://www.deepl.com/app/?utm_source=android&amp;amp;utm_medium=app&amp;amp;utm_campaign=share-translation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturgesetzen und -konstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung des Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA.jpg|mini|DNA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/dna-mikroskopisch-zelle-gen-wendel-1903318/ Pixabay / madartzgraphics]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: [Für die Existenz von Leben ist] „Kohlenstoff notwendig, und das in rauen Mengen. Die Vorstellung, es könne Leben ohne Kohlenstoff geben, gilt heute zu Recht als unrealistisch. Aber woher kommt Kohlenstoff? Man hatte festgestellt, dass er im Inneren der Sterne gebildet wurde - und zwar aus der Vereinigung von Helium- und Berylliumkernen bei extrem energiereichen Kollisionen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Hoyle Fred Hoyle], der Vater des Ausdrucks »Urknall«, nahm diese Idee auf. Doch er stand vor einem großen Problem: Damit diese Synthese funktionierte, müsste ein Kohlenstoffkern die Fähigkeit haben, einen speziellen überschüssigen Energiebeitrag, der nach dieser Vereinigung immer verbleibt, kurzzeitig aufzunehmen. Konkret müsste es ein Energieniveau von Kohlenstoff geben, das die Energie von 7,6 MeV&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheit MeV steht für Megaelektronenvolt. Elektronenvolt ist eine gebräuchliche physikalische Einheit für Energie und die Vorsilbe Mega steht für eine Million.&amp;lt;/ref&amp;gt; relativ zum Grundzustand des Kohlenstoffkerns aufnehmen könnte. Ansonsten flöge der Kohlenstoffkern so schnell wieder auseinander, wie er gebildet wurde. Hoyle war jedoch überzeugt: »Weil Menschen auf der Erde leben und zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff bestehen«, müsste dieser das genannte Energieniveau aufweisen. Ihm lagen keine Messungen zugrunde, sondern er machte eine geniale »Vorhersage«. Erst anschließend zeigten die Messungen anderer Wissenschaftler, dass Hoyle den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Das war aber noch nicht alles: Damit nicht fast der ganze Kohlenstoff weiter zu Sauerstoff reagierte, mussten auch bei Sauerstoffkernen die Energieniveaus richtig liegen — was tatsächlich der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Gribbin, Martin Rees, Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser, 1991 (Frankfurt a. M./Leipzig: Insel Verlag, 1. Taschenbuchaufl. 1994), S. 213-216, Zitat: S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hoyle, der Atheist war, war die Vorstellung, dass solch perfekte Abstimmungen »einfach so« vorliegen, höchst erstaunlich. Aber wenn es nicht Zufall gewesen war, was dann? Hoyle bekannte später, dass es vor allem die Entdeckung der perfekt auf einander abgestimmten Energieniveaus von Kohlenstoff und Sauerstoff war, bei der alles auf eine dahinterstehende Intelligenz deutete, die ihn in seinem Atheismus erschütterte. Er schrieb: »Betrachtet man die Fakten mit dem gesunden Menschenverstand, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass da irgendein Superintellekt mit der Physik, der Chemie und der Biologie gespielt hat und dass es in der Natur keine nennenswerten &amp;gt;blinden Kräfte&amp;lt; gibt. Die Zahlen, die sich aus den Fakten ergeben, scheinen mir diese Schlussfolgerung geradezu zwingend nahezulegen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Hoyle, »The Universe: Past and Present Reflections«, Annual Review of Astronomy and Astrophysics, [https://archive.org/details/annualreviewofas0000unse_g6a4/page/8/mode/2up Bd. 20, 1982], S. 1-36, hier: S. 16, zitiert in-. H. Ross, The Creator, Kap. 14, Anmerkung 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch zu dem Kohlenstoff müssen noch mindestens vierzig weitere Elemente kommen, damit Leben, zumindest so wie wir es kennen, möglich wird. Tatsächlich gibt es über hundert. Wenn Sie in der Schule in Chemie gut aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass jedes Molekül aus mehreren Atomkernen besteht, um die Elektronen »kreisen«. Damit es Moleküle geben kann, müssen also Elektronen sozusagen ihre »Umlaufbahn« um ihren ursprünglichen Atomkern verlassen und sich in eine Umlaufbahn um mehrere Atomkerne begeben. Doch wenn die elektromagnetische Kraft auch nur etwas stärker wäre, würden die Kerne die Elektronen so »festhalten«, dass sie nicht zu anderen Molekülen springen könnten. Wäre die elektromagnetische Kraft dagegen auch nur ein wenig schwächer, wäre die »Anziehungskraft« der Kerne auf die Elektronen nicht ausreichend. In beiden Fällen wäre Leben nicht möglich. Der britische Physiker Paul Davies kommentiert: »Der Eindruck, dass wir es hier mit einem Plan zu tun haben, ist überwältigend.«&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, The Cosmic Blueprint. New Discoveries in Nature’s Ability to Order Universe. Philadelphia, Pa.: Templeton Foundation Press, 2004, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 77-78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Mir fällt es allerdings schon seit langem schwer, die materialistische Erklärung dafür, wie wir und andere Organismen entstanden sind, zu glauben, die maßgebliche Version, wie der Evolutionsprozess funktioniert, eingeschlossen. Je mehr Einzelheiten wir über die chemische Basis des Lebens und die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger wird die gängige historische Erklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Richard Dawkins, Der blinde Uhrmacher. Warum die Erkenntmisse der Evolutionstheorie zeigen, daß das Universum nicht durch Design entstanden ist, München, 2010 (The Blind Watchmaker: Why the Evidence of Evolution Reveals a Universe wirbont Design, New York 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Hinblick auf den Ursprung des Lebens ist das Problem viel schwerer zu lösen, da die Option der natürlichen Auslese als eine Erklärung nicht zur Verfügung steht. Und die Entstehung des genetischen Codes - eine willkürliche Gruppenzuordnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleotide Nucleotid]sequenzen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Aminosäuren Aminosäuren], zusammen mit Mechanismen, die den Code lesen können und dessen Anweisungen ausführen können - sperrt sich offenbar besonders dagegen, bei alleiniger Zugrundelegung der physikalischen Gesetzmäßigkeit als wahrscheinlich hingestellt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox John C. Lennox]: „Was ist eine Erklärung? Oft wird behauptet, die Wissenschaft bringe uns bei, dass eine valide Erklärung komplexe Sachverhalte durch einfache erklärt. Diese Art von Erklärung nennen wir »[https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionismus reduktionistisch]«, und in vielen Bereichen hat man damit Erfolg gehabt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], ein komplexes Molekül, aus den einfacheren Elementen Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Der Reduktionismus funktioniert jedoch nicht überall. In einem Gebiet funktioniert er sogar überhaupt nicht. Für jede vollständige Erklärung der gedruckten Worte auf einer Speisekarte braucht man etwas Komplexeres als Papier und Tinte, aus denen die Speisekarte besteht. Man muss die atemberaubende Komplexität des menschlichen Geistes, der die Speisekarte entworfen hat, mit einbeziehen. Und diese Erklärung verstehen wir sehr gut. Jemand hat sich die Speisekarte ausgedacht, auch wenn die Prozesse, die zur Herstellung von Papier und Tinte sowie für den Druck notwendig waren, weitgehend automatisiert ablaufen. Der springende Punkt ist der: Wenn wir irgendwo sprachähnliche Information entdecken, gehen wir davon aus, dass ein Verstand dahintersteckt. Wir verstehen heute, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] ein informationstragendes Makromolekül ist. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Genom Genom] ist in einem chemischen Alphabet geschrieben, das aus nur vier Buchstaben besteht. Es ist über drei Milliarden Buchstaben lang und beinhaltet den genetischen Code. In diesem Sinne ist es das längste »Wort«, das je entdeckt wurde. Wenn schon eine gedruckte, informationsvermittelnde Speisekarte nicht durch geistlose, natürliche Prozesse entstehen kann, sondern von einem kreativen Verstand entworfen sein muss, was sollen wir dann erst zum menschlichen Genom sagen? Weist es nicht umso mehr darauf hin, dass ein Verstand dahinterstehen muss – Gottes Verstand?“&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Lennox, Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, SCM R.Brockhaus, 2020, 2. Auflage 2021, Originally published in English under the title: Can Science Explain Everything? John C. Lennox/The Good Book Company, 2019, ISBN 978-3-417-26892-8, S.61-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew] gab als Grund seiner Konversion vom Atheismus zum Theismus an, dass es seit der Entdeckung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure DNA] sehr schwierig geworden sei, eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen: „Doch die Beweislage der natürlichen (im Gegensatz zur geoffenbarten) Theologie hat sich in den mehr als fünfzig Jahren seit der Verleihung des Nobelpreises an [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson Watson] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Crick Crick] für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA verändert. Es ist ungemein schwierig geworden, auch nur ansatzweise eine naturalistische Theorie der Evolution dieses ersten sich reproduzierenden Organismus zu entwerfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„But the evidential situation of natural (as opposed to revealed) theology has been transformed in the more than fifty years since Watson and Crick won the Nobel Prize for their discovery of the double helix structure of DNA. It has become inordinately difficult even to begin to think about constructing a naturalistic theory of the evolution of that first reproducing organism.“ &#039;&#039;Philosophy Now:&#039;&#039; [https://philosophynow.org/issues/47/Letter_from_Antony_Flew_on_Darwinism_and_Theology Letter from Antony Flew on Darwinism and Theology] Professor Antony Flew, who is famous for his philosophical arguments in favour of atheism, has contributed these tantalising comments to the debate.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtreduzierbare Komplexität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in seinem bekannten Buch &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039;: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. [https://www.gutenberg.org/files/2009/2009-h/2009-h.htm The Project Gutenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bakteriengeißel.png|mini|Bakteriengeißel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075654/2021-04-a Max-Planck-Institut für terristische Mikrobiologie / Die Evolution zurückspulen] - [https://www.mpi-marburg.mpg.de/1075599/original-1716293039.webp?t=eyJ3aWR0aCI6ODQ4LCJmaWxlX2V4dGVuc2lvbiI6IndlYnAiLCJxdWFsaXR5Ijo4Niwib2JqX2lkIjoxMDc1NTk5fQ%3D%3D--1e339095fc7fe871567907bbe68cff9ce2517672/ Die Bakteriengeißel] als hochkomplexe Multikomponenten-Struktur läuft in einer rotierenden Bewegung, angetrieben durch einen in der Zellwand eingebetteten protonenbetriebenen Motor. © Imperial College London/Beeby&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Garth Alexander Garth]: „»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«&amp;lt;ref&amp;gt;„Was aber so aus etwas zusammengesetzt ist, daß das Ganze eins ist, aber nicht so wie ein Haufe[n], sondern wie eine Silbe, hat als Ganzes ein eigenes Sein. Denn die Silbe ist nicht die Buchstaben und ba nicht dasselbe wie b und a [...]. Denn nach der Auflösung ist das eine, [... die] Silbe, nicht mehr vorhanden, wohl aber die Buchstaben [...]. Die Silbe ist also etwas; nicht bloß die Buchstaben, der Selbstlaut und der Mitlaut, sondern noch etwas anderes;“ [https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n7/mode/2up &#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Aristoteles&#039; Metaphysik], Übersetzt und mit einer Einleitung und erklärenden Anmerkungen versehen von Dr. theol. Eng. Rolfes. Erste Hälfte. Buch I—VII. Leipzig, Verlag der Dürr&#039;schen Buchhandlung, 1904, S.[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n189/mode/2up 179]-[https://archive.org/details/metaphysik02arisgoog/page/n191/mode/2up 180], 7. Buch, 17. Kapitel&amp;lt;/ref&amp;gt;, sagt Aristoteles (384-322 v.Chr.). Ein komplexes System ist ein Gesamtsystem, das aus vielen Systemen besteht, die fein aufeinander abgestimmt sind. Die einzelnen Systeme sind der höheren Funktionalität des komplexen Systems - also des Gesamtsystems - untergeordnet und wirken zusammen auf einer höheren Komplexitätsebene. Erst wenn jedes dieser einzelnen Systeme funktioniert, kann das Gesamtsystem funktionieren. Wenn eines dieser Systeme ausfällt oder wegfällt, funktioniert das Ganze nicht mehr. [...] Damit ein Gesamtsystem funktionieren kann, sind zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich: Erstens müssen die untergeordneten Systeme auf das Funktionieren des Gesamtsystems abgestimmt sein, und zweitens müssen alle Systeme gleichzeitig da sein, damit das Gesamtsystem funktioniert. [... Ein lebender Organismus] besteht aus einer Vielzahl hochkomplexer Systeme. In der Evolution hat sich das Leben in vielen Etappen vom Niederen zum Höheren entwickelt. Das Problem ist aber, dass ein hochkomplexes System nicht schrittweise über viele Etappen entstehen kann, weil es aus vielen Systemen besteht, die aufeinander abgestimmt sind und gleichzeitig da sein müssen. Ein hochkomplexes System kann sich innerhalb einer Komplexitätsebene entfalten. Aber der Schritt in eine höhere Komplexitätsebene setzt das Funktionieren vieler Systeme voraus, die auf der Ebene des Gesamtsystems arbeiten. Ich erinnere daran, dass selbst die Einzelkomponenten hoch komplizierte Systeme sind. Eine Bakteriengeißel zum Beispiel ist aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur.&lt;br /&gt;
Es ist daher kaum vorstellbar, dass sich diese Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln konnte. Für die Entwicklung isolierter Funktionseinheiten, die den reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems ermöglichen, gibt es keinerlei Selektionsvorteile. Das bedeutet: Zur Bildung von hochkomplexen Systemen gibt es keine schrittweise Entwicklung, weil eine höhere Komplexitätsebene nur erreicht wird, wenn, abgestimmt auf das Gesamtsystem, die einzelnen Systeme bereits existieren, welche die Funktionsgrundlage des Gesamtsystems bilden. Die fertige Struktur muss durch einen Sprung in eine höhere Komplexitätsebene entstanden sein. Dieser Sprung erfordert, dass alle isolierten Komponenten funktionsfähig für das Funktionieren des Gesamtsystems vorhanden sein müssen. Das ist ohne eine intelligente, planende, zielorientiert handelnde Macht nicht vorstellbar.&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
Wer sich heute mit einem Einzeller beschäftigt, der stößt auf die faszinierende Wunderwelt eines hochkomplexen Lebewesens. Nehmen wir als Beispiel das [https://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli Colibakterium]. Es besitzt eines der genialsten Fortbewegungssysteme, welches die Natur je hervorgebracht hat: einen nur 30 Nanometer großen biologischen Elektromotor, der die sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Flagellum Flagellen] antreibt. Nur um eine Vorstellung von der Größe zu bekommen: Wenn man 35 000 dieser Motoren nebeneinanderlegt, ergibt das eine Strecke von einem Millimeter! Dieser Kleinstmotor schafft bis zu 50 000 Umdrehungen pro Minute.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin, Glaube für Skeptiker, SCM Verlag, 2015, 4. Gesamtauflage, ISBN 978-3-86591-305-0, S.79-82&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubics Cube.jpg|mini|Rubics Würfel Aufbau&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss]: „Was ist [...], sobald wir auf ein funktionierendes System treffen, das keinen Vorgänger mit einem Bauteil weniger haben kann, weil es von diesem System keine abgeschwächte Vorgängerversion geben kann, weil es nur als Ganzes genau so existieren kann? - Also funktionierende biologische Systeme, die dann - und nur dann und ausschließlich dann - überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig da sind: Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist ein vollfunktionierender [https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberw%C3%BCrfel Rubikwürfel]. Du kannst gern mal rasch googeln, wie ein Rubikwürfel von innen aufgebaut ist, aber um’s kurz zu fassen: Das ist in Schritten eben nicht denkbar. Siehst du, ein Rubikwürfel funktioniert dann - und nur dann -, wenn alle 27 Teile in genau dieser exakten Form an genau diesem Ort sind, weil jedes Teil von der Statik her jedes einzelne andere benötigt. Würde nur ein einziges der 27 Teile nicht an genau diesem Ort vorhanden sein, dann würde der Würfel sich nicht nur nicht richtig drehen lassen, sondern er würde bei nur einer Bewegung auseinanderfallen. In einem Satz: Ein Rubikwürfel kann mit 26 oder weniger Teilen gar nicht bestehen. Das ist wichtig, zu verstehen, denn ein Rubikwürfel kann gar nicht sukzessive, einen Entwicklungsschritt nach dem anderen gedacht werden, das ist mechanisch nicht möglich: Es müssen von jetzt auf gleich alle Elemente mit einem Mal eingebaut werden, damit es ein Rubikwürfel ist. Das nennt man &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; (oder dir vielleicht auch als &#039;&#039;irreducible complexity&#039;&#039; bekannt). Dass sich nicht alle biologischen Funktionen Schritt für Schritt entwickelt haben, das ist ein Problem für die klassische Theorie, wie das selbst Charles Darwin sehr deutlich schreibt: „&#039;&#039;If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.&#039;&#039;“ - Logisch, weil: Ab dem Moment, wo es keinerlei sinnvolle Hinweise auf einen evolutionären Trampelpfad dahin gibt, steht dort ein großes Fragezeichen. Die Frage ist jetzt: Gibt es so etwas wie „biologische Rubikwürfel“, also biologische Funktionen, die dann und nur dann überhaupt existieren können, wenn alle Elemente gleichzeitig vorhanden sind? Bei denen es gar nicht möglich ist, dass davon ein Element fehlt? Und die, ähnlich wie der Rubikwürfel, damit sehr starke Fragezeichen aufwerfen, wie genau das Schritt für Schritt passiert sein soll? [... Es scheint] nach intensiver Erforschung dieser Phänomene tatsächlich &#039;&#039;nichtreduzierbare Komplexität&#039;&#039; in biologischen Systemen zu geben - biologische Rubikwürfel in unseren eigenen Körpern. Einige Beispiele, die selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung bis heute große Fragezeichen bezüglich ihrer mutmaßlich schrittweisen Entwicklung aufwerfen, sind:&lt;br /&gt;
* der Blutkreislauf vieler Säugetiere,&lt;br /&gt;
* die Fortbewegungsmechanismen mancher Mikroben,&lt;br /&gt;
* das menschliche Blutgerinnungssystem,&lt;br /&gt;
* das menschliche Immunsystem,&lt;br /&gt;
* die Existenz von biologischen Zellen per se.&lt;br /&gt;
All das sind Systeme, die eine große Anzahl von Subsystemen brauchen, die gleichzeitig funktionieren, damit das ganze System überhaupt existieren kann. Würde nur eines der Subsysteme fehlen (zum Beispiel, weil es noch nicht entwickelt war), würde das ganze Ding nicht funktionieren - was die sehr berechtigte Frage aufwirft, wie genau simplere Vorgänger dieses Systems ausgesehen haben sollen, die noch nicht die vollständige Komplexität aller Teile hatten ...?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 122-125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_1.jpg|mini|Zahnrad bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nichtreduzierbar komplexe Struktur] benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Issus_coleoptratus_Zahnrad_2.jpg|mini|Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Q8fyUOxD2EA&amp;amp;list=RDCMUCc5vZEM1MLUzCrg_aZIJdeA&amp;amp;index=1 &#039;&#039;Cambridge University&#039;&#039;: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade [https://de.wikipedia.org/wiki/Issus_coleoptratus Issus coleoptratus] entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer, Konstrukteur und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fermi Paradoxon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Universe-2742113 Gerd Altmann.jpg|mini|Universum&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/illustrations/universum-himmel-sterne-raum-2742113/ Pixabay / Gerd Altmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Fermi Enrico Fermi]: „Wo &#039;&#039;sind&#039;&#039; die bloß alle?“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 Jones, E. M., 01.03.1985, Los Alamos National Lab. (LANL), Los Alamos, NM (United States), &#039;&#039;Where is everybody.&#039;&#039; An account of Fermi&#039;s question (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „Wir wissen um das Leben auf der Erde. Einige von uns behaupten sogar, dass kein anderer Planet im Universum bekannt ist, auf dem es Leben gibt. Doch wissen wir auch, warum das so ist? Warum bietet ausgerechnet unser Planet offenbar die besten Voraussetzungen dafür, dass Leben entsteht und fortbesteht? [...] Doch viele Menschen glauben, Leben gebe es noch auf weiteren Himmelskörpern, wir hätten diese nur noch nicht entdeckt. Ein hoffnungslos arroganter Snob, wer bei unserem unglaublich großen Weltall etwas anderes denkt. Doch diese abfällige Einschätzung ist weder logisch noch wahr, und ob die entgegengesetzte Meinung arrogant ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Tatsache ist: Nach dem, was wir heute über das Weltall und die Erde wissen, entspricht diese Einstellung nicht dem Stand der Wissenschaft, sondern ideologischem Scheuklappen-Denken. Vor einem halben Jahrhundert, als diese Theorie von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Sagan Carl Sagan] und anderen mit viel Trara verkündet wurde, klang sie vollkommen logisch. Denn damals wussten wir noch sehr wenig über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit auf einem Planeten Leben entstehen kann. Eigentlich kannte man nur zwei Bedingungen: Es brauchte die »richtige« Art Zentralgestirn und einen Planeten, der in genau der richtigen Entfernung um diesen Stern kreiste. Anhand dieser beiden Parameter schätzten Sagan und seine Kollegen, dass circa 0,001 Prozent aller Sterne im All einen Planeten haben könnten, der Leben ermöglicht. Angesichts der ungeheuren Zahl von Sternen, Planeten und Galaxien ergab sich demnach eine durchaus ansehnliche Zahl von Kandidaten für eine zweite »Erde«. Die entsprechenden Planeten mussten nur noch gefunden werden, was man auch umgehend versuchte und die sogenannte SETI-Forschung ins Leben rief: &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Search_for_Extraterrestrial_Intelligence Search for Extraterrestrial Intelligence]&#039;&#039;, also die »Suche nach außerirdischen Zivilisationen«. Die Jahre vergingen, und SETI fand nichts. Stattdessen entdeckten die Wissenschaftler immer mehr Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es Leben gibt — und die erklären, warum die Suche nach außerirdischen Zivilisationen so erfolglos geblieben ist. Je mehr wir das Universum analysieren, umso deutlicher sehen wir, dass das Auftreten von Leben an viel striktere, kompliziertere Bedingungen geknüpft ist, als man früher dachte. Die Anzahl der Variablen, die stimmen müssen, ist explosionsartig gewachsen, während die Zahl der für Leben infrage kommenden Planeten geschrumpft ist. Schon vor Jahren sank sie gegen null, inzwischen, mit noch mehr bekannten Bedingungen, liegt sie &#039;&#039;unter&#039;&#039; null. Die Unwahrscheinlichkeit, dass es irgendwo in den Weiten des Alls einen »zufällig« entstandenen Planeten gibt, den man zurecht als »zweite Erde« bezeichnen könnte, hat schwindelnde Höhen erreicht und dabei allerdings die landläufige Meinung weit hinter sich gelassen. Heute, fünfzehn Jahre nach Beginn des dritten Jahrtausends, wissen wir um so viele Variablen, die absolut stimmen müssen, damit Leben möglich ist, dass es ein Phänomen ersten Ranges darstellt, dass es auf &#039;&#039;unserem&#039;&#039; Planeten Leben gibt. Nach allem, was wir heute wissen, ist die Existenz des Lebens und des Menschen eine statistische Unmöglichkeit - falls man eine naturalistische Erklärung sucht. Sie finden das übertrieben? Doch genau diese Schlussfolgerung muss man aus den neueren Forschungsergebnissen ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 63-64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan Webb Fermi Paradoxon Karikatur.jpg|mini|Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten zurück und laden die Abfalleimer aus, die eigentlich dem Department of Sanitation der Stadt New York gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.osti.gov/scitech/servlets/purl/5746675 The New Yorker Collection 1950, drawn by Alan Dunn © Cartoon Bank/Conde Nast]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]: „Dank der Detektivarbeit von Eric Jones, der 30 Jahre lang in [https://de.wikipedia.org/wiki/Los_Alamos_National_Laboratory Los Alamos] geforscht hat und auf dessen Bericht dieser Abschnitt im Wesentlichen beruht, wissen wir, wie das Fermi-Paradox zu seinem Namen kam. Im Frühling und Sommer des Jahres 1950 beherrschte ein nur begrenzt mysteriöses Thema die New Yorker Zeitungen: das Verschwinden der öffentlichen Abfalleimer. Ein weiteres, deutlich spektakuläreres Thema in diesem Jahr waren fliegende Untertassen. Am 20. Mai 1950 veröffentlichte daher The New Yorker einen Cartoon von Alan Dunn, der die beiden „Threads“ auf amüsante Weise verband. Fermi war in diesem Sommer mal wieder in Los Alamos. Eines Tages unterhielt er sich auf dem Weg zum Mittagessen mit Edward Teller und Herbert York über die jüngste Flut von Berichten über UFO-Sichtungen. Emil Konopinski schloss sich ihnen an und zeigte ihnen Dunns Cartoon. Fermi bemerkte daraufhin trocken, dass Dunn eine vernünftige Theorie aufgestellt hätte, denn sie kläre zwei unabhängige Phänomene auf: verschwindende Abfalleimer und die Berichte über fliegende Untertassen. Auf Fermis Witz folgte eine ernsthafte Diskussion über die Frage, ob irgendetwas schneller als das Licht sein kann. Die vier gingen in die Cafeteria und setzten sich zum Essen, wobei sich ihre Konversation etwas weltlicheren Themen zuwandte. Und dann, mitten im Gespräch und aus heiterem Himmel, fragte Fermi: „Wo sind die bloß alle?“ Seine hochbegabten Kollegen verstanden sofort, was er meinte: die außerirdischen Besucher. Und weil es Fermi war, der die Frage gestellt hatte, war ihnen vermutlich sofort klar, dass hinter dieser Frage mehr steckte, als es zuerst den Anschein hatte. York erinnerte sich später, dass Fermi eine Reihe von schnellen Berechnungen anstellte und dann schloss, dass wir schon längst und viele Male Besuch hätten bekommen müssen. Keiner der drei Tischgenossen Fermis hat diese Berechnungen überliefert, aber wir können uns ganz gut vorstellen, wie sein Gedankengang lief. Er wird zuerst die Anzahl der [https://de.wikipedia.org/wiki/Extraterrestrische_Intelligenz ETZs] in der Milchstraße geschätzt haben, die, wenn nicht zu interstellaren Reisen, dann zumindest zu einer fernmündlichen Kontaktaufnahme in der Lage sind. Diese Zahl können wir auch selbst ganz gut überschlagen. Schließlich ist die Frage „Wie viele interstellar kommunizierende extraterrestrische Zivilisationen gibt es in einer Galaxie?“ Eine typische Fermi-Frage! Schreiben wir &#039;&#039;N&#039;&#039; für die Zahl der kommunizierenden ETZs. Wir können dann den Wert von &#039;&#039;N&#039;&#039; abschätzen, indem wir die folgenden Größen miteinander multiplizieren: die Rate &#039;&#039;R&#039;&#039;, mit der sich pro Jahr Sterne bilden; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; aller Sterne, der Planeten besitzt; die Zahl &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; der Planeten, welche in einem Sternensystem lebensfreundliche Umweltbedingungen wie auf der Erde bieten; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen tatsächlich Leben entsteht; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, auf denen sich Lebensformen mit Intelligenz finden lassen; den Bruchteil &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; an Planeten, dessen intelligente Lebensformen eine kommunikationsfähige und -willige Kultur entwickeln, und schließlich die Zahl &#039;&#039;J&#039;&#039; der Jahre, während der sich diese Leute der interplanetaren Kommunikation widmen. (Fermi dürfte dies in seinem Kopf überschlagen haben. Die erste Person, welche [https://de.wikipedia.org/wiki/Drake-Gleichung die Gleichung aufgeschrieben hat, war Frank Drake]. Deshalb heißt sie jetzt Drake- und nicht Fermi-Gleichung.)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 15-17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;N = R * B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; * n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt; * B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt; * J&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fermi dürfte noch deutlich weniger über die verschiedenen Faktoren in der „Drake-Gleichung“ gewusst haben als wir heute. Aber er kann durchaus vernünftig geraten haben, sofern er sich an das kopernikanische Prinzip der Mittelmäßigkeit hielt: Wir sind nichts Besonderes - und die Erde und die Sonne schon gar nicht. Sehen wir uns die Faktoren an: Wenn er eine Sternbildungsrate von einem Stern pro Jahr geraten hat, dürfte er nicht zu sehr danebengelegen haben. Die Werte &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,5&#039;&#039; (jeder zweite Sterne hat Planeten) und &#039;&#039;n&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt;=2&#039;&#039; (Sterne mit Planeten haben im Mittel zwei davon in der lebensfreundlichen Zone) klingen auch ganz vernünftig. Die übrigen Faktoren stehen dann schon auf wackligeren Füßen: Wenn er ein Optimist war, mag Fermi &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; gewählt haben (jeder Planet, der Leben entwickeln könnte, tut das auch), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;I&amp;lt;/sub&amp;gt;=1&#039;&#039; (ist das Leben erst einmal entstanden, wird es auch schon irgendwie intelligent werden), &#039;&#039;B&amp;lt;sub&amp;gt;K&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,1&#039;&#039; (jede zehnte intelligente Lebensform wird eine Zivilisation aufbauen, die in der Lage und willens ist, mit Leuten wie uns zu kommunizieren) und &#039;&#039;J=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; (die letztgenannten Zivilisationen schaffen es, sich 1 Mio. Jahre lang nicht selbst zu vernichten, und bleiben auch von äußeren Katastrophen verschont). Hätte Fermi so gerechnet, wäre er bei &#039;&#039;N=10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; herausgekommen. Einige von dieser Million, vielleicht auch mehr an kommunikationsfreudigen Zivilisationen müssten Technologien entwickelt haben, die den unseren überlegen sind. Warum also hören wir nichts von ihnen?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Jahr 1975 brachte David Viewing das Dilemma auf den Punkt. Das folgende Zitat aus seinem Paper drückt es besonders gut aus: „Dies ist dann das Paradox: All unsere Logik, all unser Anti-Isozentrismus bestätigen uns, dass wir nicht einzigartig sind – dass es sie geben muss. Und doch sehen wir sie nicht.“ Viewing erkannte an, dass Fermi die wichtige Frage als Erster gestellt hatte und dessen Frage auf ein Paradox führt. Meines Wissens ist diese Publikation die erste, die sich direkt und unter diesem Namen auf das Fermi-Paradox bezieht. Mein eigenes Interesse an dem Paradox entzündete sich allerdings an einer Veröffentlichung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H._Hart Michael Hart]. Dieser suchte nach einer Erklärung für die unbestreitbare Grundtatsache, dass sich zurzeit keine intelligenten Wesen aus dem Weltraum auf der Erde aufhalten. Er argumentierte, dass es vier Arten von Erklärungen hierfür geben kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Physikalische“ Erklärungen – irgendwelche Schwierigkeiten machen interstellare Reisen undurchführbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Soziologische“ Erklärungen – die ETZs sehen aufgrund gesellschaftlicher Erwägungen von Besuchen auf der Erde ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Temporale“ Erklärungen – die ETZs hatten bisher nicht genug Zeit, um uns zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Detektivische“ Erklärungen – also solche der Art, dass die Außerirdischen uns vielleicht bereits besucht haben, wir aber die Spuren davon übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Kategorien sollten alle denkbaren Ansätze abgedeckt sein. Hart zeigte dann, inwiefern nichts davon das Paradox zufriedenstellend auflösen kann. Dies führte ihn zu seiner eigenen Erklärung: &#039;&#039;Wir sind die bisher einzige Zivilisation in unserer Galaxie.&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nichtsdestotrotz schreit Harts grundsätzliche Feststellung nach einer Erklärung. Astronomen suchen bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert nach ETZs. Das anhaltende Schweigen beunruhigt langsam auch hartgesottene SETI-Enthusiasten. Wir beobachten ein unbelebtes Universum, obwohl wir ebenso gut ein von kunstfertigen Wesen bereistes, ja gestaltetes beobachten könnten. Warum? Wo sind die bloß alle? Fermis Frage verlangt heute wie zu seiner viel zu knapp bemessenen Lebenszeit nach einer Antwort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Webb Stephen Webb]&#039;&#039;, Wo sind sie alle?, Fünfzig Lösungen für das Fermi-Paradox, University of Portsmouth, Portsmouth, UK, Übersetzt von Matthias Delbrück, ISBN 978-3-662-63289-5, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht darum, unseren Platz im Universum zu verstehen. Es ist eine zu wichtige Frage, um sie zu ignorieren. Aber es gibt eine offensichtliche Antwort. Wir sind allein. Es gibt nur uns. Es könnte eine Billion Planeten in dieser Galaxie geben. Ist das plausibel? Wir sind die einzigen Lebewesen, die über diese Frage nachdenken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 07:22.280 - 07:43.820: „It&#039;s about understanding our place in the universe. It&#039;s too important a question to ignore. But there&#039;s an obvious answer. We&#039;re alone. It&#039;s just us. There could be a trillion planets in the galaxy. Is it plausible? We&#039;re the only creatures capable of contemplating this question.“&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich glaube, wir sind allein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stephen Webb:&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=qaIghx4QRN4 Where are all the aliens?], 16.08.2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) &#039;&#039;YouToube:&#039;&#039; TED] 11:54.520 - 11:55.720: „I think we&#039;re alone.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://markusvoss.net/ Markus Voss:] „Wenn nichtchristlicher Atheismus wirklich wahr wäre, dann gäbe es definitiv keinen schöpfenden und ordnenden Gott, der alles geschaffen und sich etwas dabei gedacht hat und ins Weltgeschehen eingreift - sondern chemische Stoffe würden mit genug Zeit komplexe organische Verbindungen ergeben, die sich von allein immer höher entwickeln: Dann wäre die Qualität des Lebens und (mehr noch) die schiere Menge von Lebewesen vor allem eine Frage der Summe der Möglichkeiten und der Zeit. Dann würde daraus folgen - und das müssen atheistische Denkweisen glauben -, dass es im gesamten Weltall an allen Ecken und Enden nach über 13.800.000.000 Jahren nur so von Leben sprießen würde, das sich nach Jahrmillionen von allein immer höher entwickelt hat, wohin du auch guckst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz Millionen von Arbeitsstunden fieberhafter Suche einiger der klügsten Köpfe der Menschheit und Milliarden von Euro aktiv dafür eingesetzten Geldes haben wir bis heute keinen einzigen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen gehabt, keine einzige Nachricht empfangen, nicht einmal einen einzigen belastbaren Hinweis entdeckt - und wir haben fieberhaft gesucht! -, dass es überhaupt irgendwelche außerirdischen Lebensformen gibt, und seien es nur Bakterien, Einzeller oder Mikroben - rein gar nichts! Nichts, nada, niente: absolut nichts. Wir müssten erwarten, dass überall Leben sprießt und blüht, dass das Universum so aussieht wie in einem (guten) Star-Wars-Film (also nicht Episode 8 oder 9), und obwohl das Universum genau für Leben geschaffen wurde - gibt es augenscheinlich nicht einmal eine Spur davon! Und schlimmer noch: Obwohl es rein statistisch Abermillionen Zivilisationen geben müsste, gibt es nicht die geringsten Hinweise darauf - nicht einmal Spuren irgendeiner Form von Kommunikation, sondern rein gar nichts! Das ist doch außerordentlich seltsam und extremst (!) unerwartet. - Wenn, falls und sofern die atheistische Behauptung wahr wäre, dass die Erde nur ein unbedeutender Planet unter ungezählt vielen wäre und die Menschheit nur eine vollkommen irrelevante Spezies unter Billionen im Weltall wäre, dann ist das mathematisch buchstäblich unmöglich und vollständig ausgeschlossen, dass das Universum so ist, wie es ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt; „[... Ich muss] gestehen, dass mich persönlich, Markus Voss, das Fermi-Paradoxon absolut sprachlos macht, weil es in einem atheistisch-materialistischen Weltbild ohne Gott vollständig unerklärbar ist. Wäre ich heute noch Atheist, dann wäre nur das Fermi-Paradoxon allein für mich das eine Argument, das Totschlagargument — im positivsten Sinne —, bei dem ich das Handtuch werfen und Gottes Existenz anerkennen würde. Ohne Wenn und Aber. [...] Mal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so, wie in der Bibel beschrieben, existieren und Er hätte, wie in der Bibel beschrieben, die Realität selbst, das bewohnbare Universum und das Leben auf der Erde für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen: Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, dass es nur und ausschließlich hier auf der Erde Pflanzen, Tiere und Menschen gibt und außer unserem winzigen Staubkorn von einem Planeten das gesamte extra auf Bewohnbarkeit ausgerichtete Universum komplett leer und tot ist?“&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Voss, Kein Gott ist auch keine Lösung, 1., bearbeitete und illustrierte Auflage 2021, Markus Voss, Dipl.-Theol., Jena, ISBN 9798594077720, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Die Tatsache, dass wir keinerlei Anzeichen von außerirdischen Zivilisationen finden können, lässt sich bei einem erschaffenen Universum leicht erklären: weil sie von Gott nicht erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Denken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenntnis.jpg|mini|Erkenntnis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/erkenntnis-funke-blitz-hand-denken-3914811/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein]: „Nun komme ich zu dem interessantesten Punkt in Ihrem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Solovine Maurice Solovines]] Brief. Sie finden es seltsam, dass ich die Verständlichkeit der Welt (soweit wir berechtigt sind, von einer solchen Verständlichkeit zu sprechen) als ein Wunder oder als ein ewiges Geheimnis betrachte. Nun, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; sollte man eine chaotische Welt erwarten, die vom Verstand in keiner Weise erfasst werden kann. Man könnte (&#039;&#039;ja man sollte&#039;&#039;) erwarten, dass die Welt nur insoweit einem Gesetz unterworfen ist, als wir sie durch unseren Verstand ordnen. Eine solche Ordnung wäre wie die alphabetische Ordnung der Wörter einer Sprache. Im Gegensatz dazu ist die Art der Ordnung, die zum Beispiel durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsches_Gravitationsgesetz Newtons Gravitationstheorie] entsteht, eine ganz andere. Selbst wenn die Axiome der Theorie vom Menschen aufgestellt werden, setzt der Erfolg eines solchen Projekts ein hohes Maß an Ordnung in der objektiven Welt voraus, und das kann nicht &#039;&#039;a priori&#039;&#039; erwartet werden. Das ist das “Wunder”, das mit der Zunahme unseres Wissens ständig an Bedeutung gewinnt.”&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Einstein, [https://inters.org/Einstein-Letter-Solovine On the Rational Order of the World: a Letter to Maurice Solovine, 1952, Letters to Solovine, tr. by W. Baskin, New York 1987, March 30, 1952] „Now I come to the most interesting point in your letter. You find it strange that I consider the comprehensibility of the world (to the extent that we are authorized to speak of such a comprehensibility) as a miracle or as an eternal mystery. Well, &#039;&#039;a priori&#039;&#039; one should expect a chaotic world which cannot be grasped by the mind in any way. One could (&#039;&#039;yes one should&#039;&#039;) expect the world to be subjected to law only to the extent that we order it through our intelligence. Ordering of this kind would be like the alphabetical ordering of the words of a language. By contrast, the kind of order created by Newton’s theory of gravitation, for instance, is wholly different. Even if the axioms of the theory are proposed by man, the success of such a project presupposes a high degree of ordering of the objective world, and this could not be expected &#039;&#039;a priori&#039;&#039;. That is the “miracle” which is being constantly reinforced as our knowledge expands.”&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”&amp;lt;ref&amp;gt;Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 [https://www.google.de/books/edition/Einsteins_Marmor/m14tEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=einstein+universum+das+unverst%C3%A4ndliche+dass+wir+es+verstehen&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover &#039;&#039;Google Books&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin]: „[Es] ... kommt bei mir immer der schreckliche Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, irgendeinen Wert haben oder überhaupt vertrauenswürdig sind. Würde irgendjemand den Überzeugungen eines Affenverstandes vertrauen, wenn es überhaupt Überzeugungen in einem solchen Verstand gibt?“&amp;lt;ref&amp;gt;„But then with me the horrid doubt always arises whether the convictions of man’s mind, which has been developed from the mind of the lower animals, are of any value or at all trustworthy. Would any one trust in the convictions of a monkey’s mind, if there are any convictions in such a mind?“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-13230.xml &#039;&#039;University of Cambridge:&#039;&#039; Darwin Correspondence Project, To William Graham 3 July 1881]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund [...] unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unseres mathematischen oder wissenschaftlichen Denkens, davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass das Denken nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, sondern das Ergebnis einer denkenden Intelligenz ist, d.h. dass es das Gegenüber zu einem denkenden Schöpfer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig]: „[Alvin] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Plantinga Plantinga] argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben ausgerichtet sind und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere geistigen Zustände keinerlei Auswirkungen auf unsere Gehirnzustände haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs.  Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable.  3.  If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution).  4.  Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig William Lane Craig], [https://www.reasonablefaith.org/writings/question-answer/plantingas-evolutionary-argument-against-naturalism-707 #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism], 08.11.2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Ich bin allerdings mit Alvin Plantinga einer Meinung, dass die Anwendung der Evolutionstheorie auf das Verständnis unserer eigenen kognitiven Fähigkeiten — anders als das göttliche Wohlwollen — unser Vertrauen in sie untergraben wird, wenngleich es sie nicht vollkommen zerstören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Alvin Plantinga, Warrant and Proper Function, New York 1993, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mechanismen der Überzeugungsbildung, die im alltäglichen Existenzkampf einen Selektionsvorteil verschaffen, rechtfertigen nicht unser Vertrauen in die Konstruktion theoretischer Erklärungen für die Welt als Ganzes. Ich denke, die evolutionistische Darstellung würde implizieren, dass unsere kognitiven Fähigkeiten zwar verlässlich sein könnten, wir aber nicht in der gleichen Weise Grund dazu haben, ihnen zu vertrauen, wie wir gewöhnlich meinen, Grund dazu zu haben, wenn wir diese Fähigkeiten unmittelbar nutzen — so wie wir es in der Wissenschaft tun. Diese Hypothese erklärt insbesondere nicht, warum wir berechtigt sind, uns auf die kognitiven Fähigkeiten zu verlassen, um andere kognitive Dispositionen zu korrigieren, die uns irreleiten, obwohl sie vielleicht genauso natürlich und ebenso offen für die evolutionistische Erklärung sind. Die evolutionistische Erzählung bringt die Autorität der Vernunft in eine viel schwächere Position. [...] Der evolutionistische Naturalismus impliziert, dass wir keine unserer Überzeugungen ernst nehmen sollten, auch nicht das wissenschaftliche Weltbild, auf dem der evolutionistische Naturalismus selbst beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 46-47&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wenn wir berücksichtigen, wie spekulativ evolutionistische Erklärungen für die geistigen Befähigungen des Menschen sind, sind sie wohl ein allzu schwacher Grund dafür, die elementarsten Formen des Denkens in Frage zu stellen. Unser Vertrauen in die Wahrheit von Aussagen, die auf Nachdenken hin evident erscheinen, sollte nicht so leicht erschüttert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Wir erleben das Universum als verständlich. Diese Verständlichkeit bedeutet, dass das Universum mit Intelligenz erfassbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Entweder sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, das Produkt von Intelligenz, oder sowohl die Verständlichkeit als auch die Intelligenz sind das Produkt eines blinden Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Es war kein blinder Zufall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Folglich sind dieses verständliche Universum und der begrenzte Verstand, der so gut geeignet ist, es zu begreifen, die Produkte von Intelligenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„1. We experience the universe as intelligible. This intelligibility means that the universe is graspable by intelligence. 2. Either this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence, or both intelligibility and intelligence are the products of blind chance. 3. Not blind chance. 4. Therefore this intelligible universe and the finite minds so well suited to grasp it are the products of intelligence.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, hauptsächlich auf das Überleben ausgerichteten Selektion des Bestangepassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathematik.jpg|mini|Mathematik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/buch-lesen-student-sch%C3%BCler-tafel-4126483/ Pixabay / geralt]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: „Wir sollten uns nicht vom Großen einschüchtern lassen. Sonne, du bist größer als ich, aber du denkst nicht über dich nach. Ich aber denke über dich nach, und frage mich, warum ich das tue. Das Wunder des Lebens ist nicht die Größe, sondern dass wir zu Bewusstsein gekommen sind. Es ist der Geist, der sich in den Molekülen der Materie und den Prozessen des Lebens verkörpert. Die Neuronen meines Gehirns feuern, schwingen und interagieren, aber ich erlebe in mir weder ein neuronales Feuerwerk noch chemische Prozesse. Sondern den gerade formulierten Gedanken. Das ist Bewusstsein.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Materie dankt nicht, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ist mein Bewusstsein nur ein Modus feuernder Neuronen? Ist die Person, die ich bin, nur ein elektrochemisches Muster? Ist mein Ich nur jenes Fleisch, nur jenes Nervengebilde, das wir Gehirn nennen? Wenn mein Körper verwest, was ist dann mit meinem Wesen? Wie konnte je ein Ich entstehen, das sich all diese Dinge fragt? Warum sollte sich Materie vergeistigen? Oder gab der Geist sich eine Form?“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Denken reicht nicht aus, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist nicht aus sich selbst zu begründen, warum bloße Materie ein Universum aus Geist und Bewusstsein erschafft.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Martin Schleske&#039;&#039;, Werk|Zeuge, In Resonanz mit Gott, Ursache und Grund, Originalausgabe Oktober 2022, bene! Verlag, Droemer Knaur GmbH &amp;amp; Co. KG, München, ISBN 978-3-96340-240-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Thomas Nagel]: „Das Bewusstsein ist das hervorstechendste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus, der einzig auf den Ressourcen der physikalischen Wissenschaften beruht. Die Existenz des Bewusstseins impliziert offenbar, dass die physikalische Beschreibung des Universums trotz ihres Detailreichtums und ihrer Erklärungskraft nur ein Teil der Wahrheit ist und dass die Naturordnung bei weitem weniger schlicht ist, als sie es wäre, wenn Physik und Chemie alles erklärten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; „Das Problem ist also folgendes: Welche Art von Erklärung für die Entwicklung dieser Organismen, auch wenn sie die Evolutionstheorie einschließt, könnte das Auftreten von Organismen erklären, die nicht nur physisch an die Umgebung angepasst sind, sondern auch bewusste Subjekte sind? Um es kurz zu machen: Ich glaube, es kann keine rein physikalische Erklärung sein. Was erklärt werden muss, ist nicht bloß die Versetzung des organischen Lebens mit einer Spur von [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualia Qualia], sondern die Entstehung von subjektiv individuellen Standpunkten - ein Typ von Existenz, der sich logisch von allem unterscheidet, das sich allein durch die physikalischen Wissenschaften beschreiben lässt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die Existenz des Bewusstseins gehört zu den vertrautesten und zu den erstaunlichsten Dingen auf der Welt. Keine Vorstellung von der Naturordnung kann auch nur annähernd Anspruch auf Vollständigkeit erheben, wenn sie das Bewusstsein nicht als etwas Erwartbares erkennbar macht. Und wenn uns die physikalische Wissenschaft, was immer sie über den Ursprung des Lebens zu sagen haben mag, im Hinblick auf das Bewusstsein notwendigerweise im Dunkeln lässt, dann zeigt das, dass sie nicht die Grundform von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligibel Intelligibilität] [lat. Verständlichkeit, Begreifbarkeit, Denkbarkeit] für diese Welt bereitstellen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, Kapitel 3, Bewusstsein, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „[Thomas] [https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel_(Philosoph) Nagel] glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären.&lt;br /&gt;
In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - [https://www.sas.upenn.edu/~cavitch/pdf-library/Nagel_Bat.pdf What Is It Like to Be a Bat (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bentley_Hart David Bentley Hart] hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies]: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter &amp;quot;etwas vor sich geht&amp;quot;. Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Dass Menschen ein Bewusstsein besitzen und sich dieses Bewusstseins auch noch bewusst sind, d.h. die Zustände desselben reflektieren können, läßt sich deutlich besser durch einen Bewusstsein besitzenden Schöpfer erklären, als durch unbewusste Zufälle, welche die Evolution antreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moral ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerechtigkeit.jpg|mini|Gerechtigkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/justitia-g%C3%B6ttin-2638651/ Pixabay / pixel2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski Fjodor Michailowitsch Dostojewski] schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that&#039;s really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ [https://ia600701.us.archive.org/16/items/lettersoffyodorm00dostiala/lettersoffyodorm00dostiala.pdf Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto &amp;amp; Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF)], XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der vierte philosophische Beweis für Gott ist der moralische Gottesbeweis. C.S. Lewis (1898-1963), der bekannteste Apologet des 20. Jahrhunderts, stellt diesen Gottesbeweis auf, wenn er auf die Schwierigkeit aufmerksam macht, objektive und universale moralische Maßstäbe zu erklären. Wir können diesen Beweis wie folgt umschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Wenn Gott nicht existieren würde, würden auch&lt;br /&gt;
keine objektiven moralischen Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Objektive moralische Maßstäbe existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Deshalb muss Gott existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische Gesetze weisen uns auf einen Gesetzgeber hin. Wenn Gott nicht existieren würde, sollten wir nicht erwarten, dass es moralische Gesetze gibt, die Zeit und Kulturen überschreiten, oder aber, dass ein angeborener und universaler Sinn für Gerechtigkeit existiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reformations Studien Bibel Edition R. C. Sproul, 2017 by 3L Verlag, D-65529 Waldems GmbH, englische Originalausgabe: The Reformation Study Bible (2015), Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, ISBN 978-3-943440-28-7, S. 2421-2422, Apologetik, Stephen J. Nichols&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nagel Thomas Nagel]: „Es gibt keinen Grund, unser Vertrauen in die objektive Wahrheit unserer moralischen Überzeugungen [...] davon abhängig zu machen, ob dies mit der Annahme vereinbar ist, dass solche Fähigkeiten das Ergebnis natürlicher Selektion sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel, Geist und Kosmos, Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann, Suhrkamp, 2016, Titel der Originalausgabe: Mind and Cosmos: Why The Materialist Neo-Darvinian Conception of Nature is Almost Certainly False, First Edition was originally published in English in 2012, Oxford University Press, ISBN 978-3-518-29751-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; ... weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie nicht das Ergebnis natürlicher Selektion sind, sondern dass sie das Ergebnis einer moralischen Instanz sind, d.h. dass die Überzeugungen das Gegenüber zu einem Schöpfer mit moralischen Überzeugungen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C.S. Lewis] schrieb dazu ausführlich: „Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Im Grunde war der Gedankengang der »[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_praktischen_Vernunft Kritik der praktischen Vernunft]« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 +  170-171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfau.jpg|mini|Pfau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfau-vogel-gefieder-muster-design-3617385 Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin Charles Darwin] schrieb in &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten Über die Entstehung der Arten:]&#039;&#039; „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus utilitaristische] Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt&amp;lt;ref&amp;gt;d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten&amp;lt;/ref&amp;gt; willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: [https://www.gutenberg.org/files/22764/22764-h/22764-h.htm On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage], CHAPTER VI. Difficulties on Theory.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, &amp;amp; now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ [https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-2743.xml Charles Darwin, &#039;&#039;Darwin Correspondence Project:&#039;&#039; To Asa Gray 3 April 1860]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker]: „Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. [https://www.researchomatic.com/Peacock-Feather-Patterns-140063.html#buytopicstep &#039;&#039;ResearchoMatic:&#039;&#039; Peacock Feather Patterns]&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Junker Reinhard Junker], DVD „Gottes Schönheit &amp;amp; Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuart Burgess: „Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine [https://en.wikipedia.org/wiki/Irreducible_complexity nicht reduzierbare Komplexität] aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in [https://creation.com/the-beauty-of-the-peacock-tail-and-the-problems-with-the-theory-of-sexual-selection &#039;&#039;creation.com&#039;&#039;: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfauenfeder.jpg|mini|Pfauenfeder&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/pfauenfeder-makro-pfau-vogel-feder-3030524 Pixabay / suju-foto]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell Bertrand Russell] es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] pries in seiner &#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft Kritik der reinen Vernunft]&#039;&#039; „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, &#039;&#039;die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber&#039;&#039;, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ [https://www.projekt-gutenberg.org/kant/krvb/krvb001c.html &#039;&#039;Projekt Gutenberg:&#039;&#039; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „&#039;&#039;Das Argument auf der Basis des Schönen&#039;&#039; Wir haben gesehen, daß Gott Grund, anscheinend sogar ausschlaggebenden Grund hat, nicht nur eine geordnete (was Gegenstand unserer bisherigen Überlegungen war), sondern auch eine schöne Welt zu erschaffen - jedenfalls soweit sie der Verfügungsgewalt von Geschöpfen entzogen ist. (Auch hat er meines Erachtens Grund, selbst in den Hinsichten, in denen die Welt der Verfügungsgewalt der Geschöpfe unterworfen ist, sie die Erfahrung des Schönen entwickeln und vielleicht auch einiges an Häßlichem beseitigen zu lassen.) So hat Gott also guten Grund, eine grundlegend schöne Welt zu erschaffen, und auch Grund, einiges an Schönem und Häßlichem in der Welt der Gestaltungskraft von Geschöpfen zu überlassen; doch scheint es für ihn ausschlaggebenden Grund zu geben, keine grundlegend häßliche Welt, die von Geschöpfen nicht mehr gestaltet werden könnte, hervorzubringen. Wenn es also einen Gott gibt, ist [...] eher eine grundlegend schöne als eine grundlegend häßliche Welt zu erwarten. A priori gibt es jedoch keinen Grund, eine grundlegend schöne Welt eher zu erwarten als eine grundlegend häßliche. Folglich wäre die Tatsache, daß die Welt schön ist, ein Hinweis auf die Existenz Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8 Teleologische Argumente, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 200-201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „[https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest Survival of the Fittest]“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Violins.jpg|mini|Violinen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/de/photos/geigen-musiker-orchester-1838390/ Pixabay / Alexas_Fotos]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Davies_(Physiker) Paul Davies] formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen.  Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: &#039;&#039;&#039;1/n&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; - 1/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; ganze Zahlen sind: &#039;&#039;&#039;1, 2, 3...&#039;&#039;&#039; Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent &amp;amp; Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbauer und Physiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske] schrieb: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [[https://www.bibleserver.com/text/ZB/Gen1,2 Gen 1,2]] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/interlinear/genesis/1.htm Interlinear Bible - Genesis 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/hebrew/7363.htm Strong&#039;s Concordance7363. rachaph]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht.  Der griechische Text der [https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta Septuaginta] (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;BibleHub:&#039;&#039; [https://biblehub.com/sepd/genesis/1.htm Genesis 1 - LXX]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“.  Für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Dürr Hans-Peter Dürr], den [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Heisenberg]-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“  Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schleske Martin Schleske]: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lütz Manfred Lütz]: „Musik ist materiell nicht festzumachen, sie besteht nicht aus dem Notenpapier, es sei denn, man verwechselte die Speisekarte im Restaurant mit dem Menü, das auf dem Teller serviert wird. Musik ist der existenzielle Beweis, dass es etwas Immaterielles gibt und dass das gut sein und Bestand haben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Keller Timothy Keller]: „Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“&amp;lt;ref&amp;gt;„It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts bedeutet.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare Shakespeare], Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei [http://www.shakespeare-online.com/plays/macbeth_5_5.html shakespeare-online.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein] schwärmte einmal davon, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Beethoven] ihn berührte: &#039;Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein Leonard Bernstein], The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; “&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isaacson, Walter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs]: „Es gibt Momente, in denen auch Menschen, die der Religion gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, von dem Geheimnis Gottes berührt werden. Als der Cellovirtuose [https://de.wikipedia.org/wiki/Yo-Yo_Ma Yo-Yo Ma], mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs Steve Jobs] befreundet war, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Suiten_für_Violoncello_solo_(Bach) Cello-Suite] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach Bach] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari Stradivari]-Cello für den Gründer von Apple spielte, da meinte dieser den Tränen nahe: »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.«&amp;lt;ref&amp;gt;„Es gab einen klassischen Musiker, den Jobs für sein Schaffen, aber auch als Menschen verehrte: Yo-Yo Ma. Dieser vielseitige Cellovirtuose ist von einer ähnlichen Tiefe und Sanftheit wie die Klänge, die er mit seinem Instrument hervorbringt. Die beiden hatten sich 1981 kennengelernt, als Jobs die Aspen Design Conference besuchte und Ma das Aspen Music Festival. Jobs war von Künstlern mit einer Aura von Reinheit und Klarheit schon immer begeistert. Er bat Ma, auf seiner Hochzeit zu spielen, aber dieser konnte nicht, weil er sich auf einer Tournee außer Landes befand. Als er Jobs einige Jahre später besuchte, holte er sein 250 Jahre altes Stradivari-Cello aus dem Kasten und spielte Bach. »Dieses Stück hätte ich für Ihre Hochzeit ausgesucht«, sagte er. Jobs war den Tränen nahe. »Ihr Spiel ist das beste Argument für die Existenz Gottes, das ich kenne. Etwas so Schönes kann der Mensch allein nicht vollbringen.« Bei einem späteren Besuch erlaubte Ma Jobs’ Tochter Erin, das Cello zu halten, als sie gemeinsam in der Küche saßen. Zu dieser Zeit war Jobs bereits an Krebs erkrankt und er nahm Ma das Versprechen ab, bei seiner Beerdigung zu spielen.“ Isaacson, Walter, Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition), 2011, C.Bertelsmann Verlag, S. 501-502&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glaube und Kirche in einer entchristlichen Welt, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig, 2017, S. 82-83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winbeck Heinz Winbeck], der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donaukurier.de/archiv/musik-ist-der-staerkste-gottesbeweis-3807970 &#039;&#039;Donaukurier:&#039;&#039; Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - &amp;quot;Musik ist der stärkste Gottesbeweis&amp;quot;, 10.02.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wunder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Science-fiction.jpg|mini|Naturgesetze&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pixabay.com/illustrations/science-fiction-universe-moon-7736780/ Pixabay / KELLEPICS - Stefan Keller]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Metaxas Eric Metaxas]: „»Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.« Dieser Ausspruch David Ben-Gurions kommt einem in den Sinn, wenn man die Fülle der Wunderberichte [... von Personen, die ihm alle unmittelbar bekannt sind und deren Erlebnisse er in seinem Buch &#039;&#039;Wunder&#039;&#039; dann berichtet...] auf sich wirken lässt [...] wie Gott sich im Leben von Menschen auf meist ganz überraschende Weise mitteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo Augustinus]: „Wunder heiße ich ein Ereignis, welches so schwierig oder ungewöhnlich ist, daß es die Erwartung oder das Vermögen des staunenden Menschen übersteigt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Augustinus von Hippo, De utilitate credendi / On the Profit of Believing, 34: „I call that a miracle, whatever appears that is difficult or unusual above the hope or power of them who wonder.“ [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-316/versions/on-the-profit-of-believing/divisions/35/d29uZGVy Bibliothek der Kirchenväter, De Utilitate Credendi, Translated by Rev. C. L. Cornish. M.A., 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Wann sprechen wir überhaupt von einem Wunder? Vom Sprachgebrauch her ist es zunächst ein Ereignis, das nicht in meinen Erwartungshorizont passt; ein Ereignis, das ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen im Alltag oder auch im Rahmen der Wissenschaft nicht für möglich gehalten hätte. Dabei bleibt zunächst offen, wie es geschehen konnte, wer es vielleicht bewirkt hat und welche Bedeutung es möglicherweise hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kreeft_(Theologe) Peter Kreeft] &amp;amp; Ronald K. Tacelli: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Argument der Wunder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen einzige angemessene Erklärung ein außergewöhnliches und direktes Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es gibt zahlreiche gut bezeugte Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Deshalb gibt es zahlreiche Ereignisse, deren einzige adäquate Erklärung das außergewöhnliche und direkte Eingreifen Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Deshalb existiert Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;„The Argument from Miracles 1. A miracle is an event whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 2. There are numerous well-attested miracles. 3. Therefore, there are numerous events whose only adequate explanation is the extraordinary and direct intervention of God. 4. Therefore God exists.“ Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft &amp;amp; Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_C._Hägele Peter C. Hägele]: „Was ist eigentlich ein Naturgesetz? Einer der Väter der Quantentheorie, [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schrödinger Erwin Schrödinger], formuliert: »Als Naturgesetz nun bezeichnen wir doch wohl nichts anderes als eine mit genügender Sicherheit festgestellte Regelmäßigkeit im Erscheinungsablauf [...].« Naturgesetze sind keine juristischen &#039;&#039;Vor&#039;&#039;schriften für Naturabläufe, sondern vielmehr unsere &#039;&#039;Nach&#039;&#039;schriften des Beobachteten. Wir formulieren sie als Allsätze. Das sind Sätze, die für &#039;&#039;alle&#039;&#039; Naturvorgänge formuliert sind, zum Beispiel: »Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.« Da wir aber nie alle einschlägigen Prozesse beobachten können, sind wir gegen überraschende abweichende Erfahrungen nicht prinzipiell gefeit (sogenanntes [https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem Induktionsproblem]). Und &#039;&#039;vor&#039;&#039; aller Formulierung von Gesetzen stehen immer Beobachtungen und Messungen, soweit sie zuverlässig und glaubwürdig dokumentiert sind. In den modernen Naturwissenschaften gibt es - soweit wir wissen - nach wie vor streng gültige Gesetze, wie beispielsweise den [https://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz Energiesatz]. Viele andere Gesetze sind aber nur &#039;&#039;im statistischen Mittel&#039;&#039; gültig, enthalten also die Möglichkeit von Schwankungen, Abweichungen. Da ist es nicht sinnvoll, von Durchbrechung von Gesetzen zu reden. Gott könnte hier im Verborgenen wirken. Auch das, was in der wissenschaftlichen Beschreibung als zufällig erscheint, kann Gott in seinen Dienst nehmen. Der mögliche Sinn des Zufälligen ergibt sich erst aus dem Kontext, dem Deutungszusammenhang. Die Formulierung »Gott oder der Zufall«, der man immer wieder begegnet, ist im Grunde ein Kategorienfehler. Der Zufall ist nicht der Gegenspieler Gottes. Die übliche Rede von der Durchbrechung von Naturgesetzen, die Wunder infrage stellt, ist ganz generell problematisch: Bei allen Vorkommnissen spielen ja meist viele Gesetze zusammen. Wir müssten sie alle kennen, um über eine Verletzung urteilen zu können. Angenommen, wir würden nur das Gesetz der Schwerkraft kennen, aber nicht die Gesetze der Aerodynamik, so wäre jeder Vogelflug eine Durchbrechung dieses Gesetzes. Nun kennen wir mit Sicherheit keineswegs alle Naturgesetze. Es fehlt zum Beispiel eine Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie, und auch die Gesetze psycho-physischer Wechselwirkungen können wir derzeit wohl nur ahnen. Gott könnte Wunder also auch im Rahmen noch unbekannter Ordnungen der Natur tun. Für die Christen, die Gott als den Schöpfer des Universums bekennen, ist unsere Welt überdies ein &#039;&#039;gottoffenes&#039;&#039; System. Gott kann eingreifen und Überraschendes bewirken. Doch kann man das behaupten? Ist die Welt nicht erwiesenermaßen ein kausal geschlossenes System? Für diese Behauptung gibt es heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Argumente. Das suggestive Bild des Uhrwerks gilt nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Metaxas, Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, SCM-Verlag, 2015, Originally published in English under the title: Miracles, Originalausgabe 2014 by Metaxas Media, LLC Published by Dutton, ISBN 978-3-7751-5632-5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck Max Planck]: „Als Kausalität können wir ganz allgemein den gesetzlichen Zusammenhang im zeitlichen Ablauf der Ereignisse bezeichnen. Ist nun dieser Zusammenhang in der Natur der Dinge selbst begründet oder ist er ganz oder teilweise ein Produkt der Einbildungskraft, welches der Mensch sich ursprünglich zu dem Zweck geschaffen hat, um sich im praktischen Leben zurechtzufinden, und das ihm in der Folge unentbehrlich geworden ist? Vor allem aber: Ist der Kausalzusammenhang ein absolut vollkommener, unzerreißbarer, oder läßt er gelegentlich auch Lücken und Sprünge zu? [...]&lt;br /&gt;
Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes René Descartes], der häufig als der Vater der neueren Philosophie bezeichnet wird, hat Gott alle Gesetze der Natur und des Geistes aus seinem eigenen freien Wollen geschaffen, nach Zwecken, die so hoch sind, daß unser menschliches Denken gar nicht fähig ist, sie in ihrer ganzen Bedeutung zu begreifen. Daher sind in dem System von Descartes Wunder und Mysterien keineswegs ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza Baruch Spinozas] Gott ein Gott der Harmonie und der Ordnung, er durchdringt alles Weltgeschehen derart, daß das Gesetz vom allgemeinen Kausalzusammenhang selber als göttlich, also als absolut vollkommen und unverbrüchlich anzusehen ist. Daher gibt es in Spinozas Welt keinen Zufall und kein Wunder. Der Gott von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] hinwiederum hat ursprünglich die ganze Welt nach einem einheitlichen, seiner höchsten Weisheit entsprechenden Plane aufgebaut, indem er von vornherein jedem einzelnen Dinge die Gesetze seiner besonderen Wirksamkeit ein für allemal einpflanzte, so daß es sich nun im Grunde ganz unabhängig von allen anderen Dingen nur seinem eigenen Wesen gemäß verhält und entwickelt. Daher ist bei Leibniz die Wechselwirkung zwischen zwei Dingen nur eine scheinbare.&lt;br /&gt;
[... Es] löst sich die sogenannte Außenwelt auf in einen Komplex von Empfindungen, und das Kausalgesetz bedeutet nichts weiter als eine erfahrungsgemäß festgestellte Regelmäßigkeit in der Aufeinanderfolge von Empfindungen, die wir als etwas Gegebenes, nicht weiter Analysierbares hinnehmen müssen, die aber auch jeden Augenblick einmal ein Ende nehmen könnte. Wenn eine schnell bewegte Billardkugel auf eine andere Kugel stößt und diese in Bewegung setzt, so folgen zwei verschiedene Sinneseindrücke aufeinander: der der einen bewegten Kugel und der der anderen bewegten Kugel. Wir können durch wiederholte Beobachtung bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen ihnen feststellen und registrieren, so zum Beispiel die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der gestoßenen Kugel von der Geschwindigkeit und der Masse der stoßenden Kugel, wir können auch weiter damit in gesetzlichem Zusammenhang stehende Erscheinungen aufdecken, wie zum Beispiel das Geräusch, das wir beim Stoß hören, oder die vorübergehende Abplattung an der Berührungsstelle der beiden sich stoßenden Kugeln, die wir etwa durch einen abfärbenden Überzug der einen Kugel sichtbar machen können; [...]&lt;br /&gt;
Dann erscheint das Kausalgesetz als eine erfahrungsmäßige Regel, welche die Aufeinanderfolge der verschiedenen eigenen Empfindungen verknüpft, von der wir aber natürlich niemals wissen können, ob sie nicht im nächsten Augenblick durchbrochen werden wird. Wir müssen uns also eigentlich jederzeit auf ein Wunder gefaßt machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Wege zur physikalischen Erkenntnis, Reden und Vorträge von Dr. Max Planck, 1933, Verlag von S. Hirzel, Leipzig], S. [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA93#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 93]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA94#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 94], [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA95#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=true 95]-[https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA96#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 96] + [https://books.google.de/books?id=5KDvAAAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA98#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis C. S. Lewis]: „Die Frage ist, ob man die Natur als so beschaffen erkennen kann, dass übernatürliche Eingriffe in sie unmöglich sind. Wir wissen bereits, dass sie, im Allgemeinen, festen Regeln folgt. Sie verhält sich nach feststehenden Gesetzen, von denen viele entdeckt worden sind und die untereinander verknüpft sind. Es geht in unserer Diskussion nicht um ein bloßes Fehlverhalten der Natur oder um Ungenauigkeiten in der Art, in der sie diese Gesetze einhält, es geht auch nicht um zufällige oder spontane Veränderungen. Es geht allein darum, ob die Vorstellung in sich abwegig ist, dass eine Macht außerhalb der Natur, deren Existenz wir zugestehen, in diese eingreift und Geschehnisse in ihr erzeugt, die der reguläre Ablauf des gesamten Natursystems niemals hervorbringen würde.&lt;br /&gt;
Es gibt drei Auffassungen von den «Gesetzen» der Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sie sind nichts als nackte Tatsachen, uns nur aufgrund von Beobachtung bekannt und ohne ersichtlichen Sinn und Verstand. Wir wissen, dass die Natur sich so und so verhält; warum sie das tut, wissen wir nicht und können auch keinen Grund erkennen, warum sie nicht das Gegenteil tun sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Sie folgen der Wahrscheinlichkeitsregel. Die Grundlagen der Natur liegen im Gesetzlosen und Zufälligen. Aber die Zahl der Einheiten, mit denen wir es zu tun haben, ist so enorm groß, dass das Verhalten dieser Massen (gleich dem Verhalten großer Menschenmassen) praktisch mit Genauigkeit vorausberechnet werden kann. Das, was wir «unmögliche Ereignisse» nennen, sind Geschehnisse von so überwältigender Unwahrscheinlichkeit - statistisch gesehen -, dass wir sie nicht in Betracht zu ziehen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Gesetze der Physik sind in Wirklichkeit das, was wir «zwingende Tatsachen» nennen, wie die Tatsachen der Mathematik - mit andern Worten: Wenn wir das von uns Gesagte eindeutig verstehen, werden wir erkennen, dass das Gegenteil davon völliger Unsinn wäre. Daher [https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz ist es ein «Gesetz»], dass beim Anprall einer Billardkugel auf eine zweite die Schwungkraft [Impuls], die die erste Kugel dabei verliert, genauso groß sein muss wie die, welche die zweite dabei gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Naturgesetze für zwingende Tatsachen hält, würde sagen, dass wir lediglich die einzelnen Ereignisse in zwei Hälften aufgeteilt (die Abenteuer [oder Ereignisse] der Kugel A und die Abenteuer [Ereignisse] der Kugel B) und dann entdeckt hätten, dass «sich beide Seiten der Berechnung die Waage halten». Wenn wir das verstehen, erkennen wir, dass sie sich selbstverständlich die Waage halten &#039;&#039;müssen&#039;&#039;. Die Grundgesetze sind letztlich nichts anderes als die Feststellung, dass jedes Geschehnis es selbst ist und nicht irgendein anderes.&lt;br /&gt;
Beim Lesen dieser drei Theorien wird sofort klar, dass die erste keine Absicherung gegen Wunder bietet; ja, noch nicht einmal eine Versicherung dafür, dass - von den Wundern einmal ganz abgesehen - die «Gesetze», die wir bisher beobachtet haben, auch morgen befolgt werden. Wenn wir keine Ahnung haben, warum eine Sache geschieht, kennen wir selbstverständlich keinen Grund, weshalb sie sich nicht anders verhalten sollte, und haben auch keine Gewissheit darüber, dass sie sich nicht eines Tages einmal anders verhalten wird.&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Theorie, die auf der Wahrscheinlichkeitsberechnung beruht, verhält es sich ebenso. Die Versicherung, die sie uns bietet, ist genauso allgemein wie die Versicherung, dass eine tausendmal in die Luft geworfene Münze nicht, sagen wir, neunhundertmal Kopf zeigen wird; und dass man dem Ergebnis, Häufigkeit von Kopf gleich Häufigkeit von Zahl, umso näher kommt, je öfter man sie hochwirft.&lt;br /&gt;
Aber das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass die Münze eine «ehrliche» Münze ist. Wäre sie irgendwie beschwert, könnten unsere Erwartungen enttäuscht werden. Aber wer an Wunder glaubt, behauptet ja gerade, dass die Münze beschwert ist. Die auf die Wahrscheinlichkeitsberechnung gegründeten Erwartungen treffen nur auf eine &#039;&#039;unbehandelte&#039;&#039; Natur zu. Und die Frage, ob Wunder geschehen, ist ja die Frage danach, ob die Natur jemals behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die dritte Auffassung (dass Naturgesetze zwingende Tatsachen seien) scheint auf den ersten Blick ein unüberwindbares Hindernis für Wunder darzustellen. In diesem Fall wäre das Brechen der Gesetze ein Widerspruch in sich, und nicht einmal die Allmacht kann tun, was sich selbst widerspricht. Deshalb können die Gesetze nicht gebrochen werden. Und deshalb, so schließen wir, kann es Wunder einfach nicht geben?&lt;br /&gt;
Wir sind zu schnell vorgegangen. Es ist gewiss, dass sich die Billardkugeln auf eine bestimmte Weise verhalten, wie es auch gewiss ist, dass bei ungleicher Teilung eines Geldbetrags zwischen zwei Personen der Anteil von A die Hälfte um genau die Menge überschreitet, die dem Anteil von B an ihr fehlt. Vorausgesetzt natürlich, dass A nicht durch einen Taschenspielertrick im Augenblick der Transaktion einige Münzen von B beiseitebringt. Ebenso weiß man, was mit den zwei Billardkugeln geschieht - vorausgesetzt, dass nichts dazwischenkommt.&lt;br /&gt;
Wenn die eine Kugel auf eine Unebenheit im Tuch stößt und die andere nicht, dann werden ihre Bewegungen das Gesetz nicht in der erwarteten Weise widerspiegeln. Natürlich gibt das, was aufgrund der Unebenheit im Tuch geschieht, das Gesetz auf irgendeine andere Weise wieder, aber unsere ursprüngliche Voraussage wird sich als falsch erweisen. Oder noch anders, wenn ich ein Queue ergreife und einer der Kugeln einen kleinen Schubs versetze, so haben wir ein drittes Resultat: Und dieses dritte Resultat wird ebenso die Gesetze der Physik widerspiegeln und unsere Voraussage Lügen strafen. Ich hätte damit «das Experiment verdorben».&lt;br /&gt;
Keine dieser Einmischungen ändert auch nur das Geringste an der Richtigkeit der Gesetze. Aber jede Voraussage darüber, was sich in einem bestimmten Moment ereignen wird, erfolgt nur unter dem Vorbehalt, dass «alles andere gleich bleibt» oder dass «nichts dazwischenkommt». Ob in einem gegebenen Fall das andere &#039;&#039;gleich bleibt&#039;&#039; oder ob etwas dazwischenkommt, ist eine andere Sache.&lt;br /&gt;
Der Arithmetiker weiß als Arithmetiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass A beim Teilen des Geldbetrags B ein paar Münzen stiehlt; das fragt man besser einen Kriminologen. Der Physiker weiß als Physiker nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass ich ein Queue ergreife und sein Experiment mit den Billardkugeln «verderbe»; das fragt man besser jemanden, der mich kennt. Ebenso wenig weiß er als Physiker, wie wahrscheinlich es ist, dass sich dabei eine übernatürliche Kraft einmischt; das fragt man besser einen Metaphysiker.&lt;br /&gt;
Aber der Physiker weiß, eben weil er Physiker ist, dass das Verhalten der Billardkugeln von dem, was er erwartet hat, abweichen wird, wenn irgendetwas anderes, Natürliches oder Übernatürliches, von ihm nicht Einkalkuliertes, auf sie Einfluss nimmt; es weicht nicht deshalb ab, weil das Gesetz falsch ist, sondern weil es stimmt. Je sicherer wir uns des Gesetzes sind, desto klarer wissen wir, dass das Ergebnis durch die Einführung neuer Faktoren entsprechend anders ausfallen wird. Was wir als Physiker nicht wissen, ist die Antwort darauf, ob einer der neuen Faktoren eine übernatürliche Kraft sein kann.&lt;br /&gt;
Wenn die Naturgesetze zwingende Tatsachen sind, vermag kein Wunder sie zu brechen; doch dann braucht sie auch kein Wunder zu brechen. Es verhält sich mit ihnen genauso wie mit den Gesetzen der Arithmetik. Lege ich am Montag sechs Münzen in die Schublade und am Dienstag noch sechs dazu, dann fordern es die Regeln, dass ich dort am Mittwoch - &#039;&#039;wenn alles andere gleich bleibt&#039;&#039; - zwölf Münzen vorfinde.&lt;br /&gt;
Aber wenn die Schublade ausgeraubt wird, kann es sein, dass ich in Wirklichkeit nur zwei vorfinde. Irgendetwas wird dann gebrochen worden sein (das Schloss der Schublade oder die Gesetze unseres Landes), aber die Naturgesetze nicht. Die neue, von dem Dieb verursachte Situation gibt die Gesetze der Arithmetik genauso wieder wie die ursprüngliche Situation.&lt;br /&gt;
Wenn Gott sich anschickt, ein Wunder zu wirken, dann kommt er «wie ein Dieb in der Nacht». Vom Standpunkt des Wissenschaftlers aus sind Wunder so etwas wie «Behandlung», Hineinpfuscherei oder (wenn man so will) Betrug. Sie führen einen neuen Faktor in die Situation ein, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hat - nämlich die übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
Der Wissenschaftler berechnet das, was geschehen wird oder was bei einer früheren Gelegenheit geschehen sein muss, aufgrund der Annahme, dass die Situation an diesem besonderen Punkt in Raum und Zeit gleich A ist oder war. Wenn jedoch eine übernatürliche Kraft hinzukommt oder gekommen ist, dann ist oder war die Situation in Wirklichkeit gleich AB. Und niemand weiß besser als der Wissenschaftler, dass AB nicht die gleichen Ergebnisse erbringen &#039;&#039;kann&#039;&#039; wie A.&lt;br /&gt;
Der zwingende Tatbestand der Gesetze ist nicht nur weit davon entfernt, das Geschehen von Wundern zu verunmöglichen, er gibt uns sogar die Gewissheit, dass Wunder, sobald das Übernatürliche in Kraft tritt, geschehen müssen. Denn wenn die natürliche Situation &#039;&#039;plus&#039;&#039; Zusatz lediglich dasselbe Ergebnis erbrächte wie die natürliche Situation &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Zusatz, ständen wir einem gesetzlosen und unsystematischen Universum gegenüber. Je genauer man weiß, dass zwei und zwei vier ist, desto genauer weiß man auch, dass zwei und drei es nicht ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat dies ein wenig zur Klärung dessen beigetragen, was die Naturgesetze eigentlich sind. Wir haben die Gewohnheit, so zu reden, als verursachten sie das Geschehen von Ereignissen; aber sie haben noch nie irgendein Geschehen verursacht. Nicht die Gesetze der Bewegung haben die Billardkugeln ins Rollen gebracht: Sie analysieren diese Bewegung bloß, nachdem irgendetwas anderes (z. B. ein Mann mit einem Queue oder ein Schlingern des Dampfers oder vielleicht eine übernatürliche Kraft) für die Bewegung gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Gesetze erzeugen keine Ereignisse: Sie formulieren lediglich das Verhaltensmuster, mit dem jedes Ereignis übereinstimmen muss - vorausgesetzt, es kann dazu gebracht werden, dass es sich ereignet; genauso wie die Regeln der Arithmetik nur eine Formulierung des Schemas sind, nach dem jede Geldtransaktion ablaufen muss - vorausgesetzt, man bekommt Geld in die Hand.&lt;br /&gt;
So decken in einer Hinsicht die Naturgesetze den gesamten Bereich von Raum und Zeit ab; in anderer Hinsicht ist gerade das, was sie auslassen, das ganze, das wirkliche Universum -jener unaufhörliche Strom tatsächlicher Ereignisse, aus denen sich die wahre Geschichte zusammensetzt. Er muss woanders entspringen. Die Vorstellung, dass die Gesetze ihn erzeugen könnten, kommt der Vorstellung gleich, man könne durch einfaches Rechnen wirkliches Geld schaffen. Denn jedes Gesetz sagt letztlich: «Wenn du A hast, wirst du B bekommen.» Aber beschaffe dir erst einmal das A: Die Gesetze werden das nicht für dich tun.&lt;br /&gt;
Darum ist es falsch, das Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es nämlich nicht. Wenn ich meine Pfeife ausklopfe, verändere ich die Lage sehr vieler Atome: letztlich und in unermesslich kleinem Maße die Lage sämtlicher vorhandener Atome. Die Natur verdaut oder assimiliert diese Ereignisse mit allergrößter Leichtigkeit und bringt sie im Bruchteil eines Augenblicks mit allen andern Ereignissen in Einklang.&lt;br /&gt;
Für die Gesetze ist das nur ein weiteres Stück Rohmaterial, auf das sie sich anwenden lassen müssen, und sie lassen sich darauf anwenden. Ich habe nur ein Ereignis in den allgemeinen Strudel der Ereignisse hineingeworfen, und es findet sich darin zurecht und passt sich allen anderen Ereignissen an.&lt;br /&gt;
Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder verbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, lässt sie in ihrem Reich zu Hause sein und passt ihr alle andern Ereignisse an. Sie findet sich in Übereinstimmung mit allen Gesetzen.&lt;br /&gt;
Wenn Gott im Körper einer Jungfrau ein wundersames [https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium Spermatozoon] schafft, dann macht sich das nicht daran, irgendwelche Gesetze zu brechen. Die Gesetze übernehmen es sogleich. Die Natur ist bereit. Allen normalen Gesetzen entsprechend folgt eine Schwangerschaft, und neun Monate später wird ein Kind geboren.&lt;br /&gt;
Wir erleben jeden Tag, dass sich die physikalische Natur in keinster Weise von dem Ansturm der Ereignisse - seien sie nun biologischer oder psychologischer Art - stören lässt. Und sollte es jemals Geschehnisse geben, die von außerhalb der Natur kommen, wird sie sich auch durch die nicht stärker stören lassen. Natürlich wird sie zu der Stelle eilen, an der sie eingedrungen sind, genauso wie die Polizei unseres Körpers zu einer Schnittwunde im Finger eilt, um dort schnellstens den Neuankömmling zu versorgen.&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, da dieser in ihr Reich eintritt, gehorcht er all ihren Gesetzen. Wundersamer Wein&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Unwandlung von Wasser zu Wein: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh2,1-11 Joh 2,1-11]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berauschen, eine wundersame Empfängnis&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Jungfrauengeburt: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt1,18–25 Mt 1,18–25], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk1,26–35 Lk 1,26–35]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Schwangerschaft führen, inspirierte Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Inspiration: [https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Tim3,16 2.Tim 3,16] „von Gott eingegeben“ =&amp;gt; θεόπνευστος / theopneustos =&amp;gt; wörtlich: von Gottes Geist gehaucht&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle die üblichen Vorgänge der Textverstümmelung mitmachen und wundersames Brot&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zur Brotvermehrung: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt14,15-21 Mt 14,15-21], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt15,32-38 Mt 15,32-38], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk6,35-44 Mk 6,35-44], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk8,1-9 Mk 8,1-9], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk9,12-17 Lk 9,12-17], [https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh6,5-13 Joh 6,5-13]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird verdaut werden.&lt;br /&gt;
Die göttliche Kunst des Wunderwirkens ist nicht eine Kunst, die das Verhaltensmuster aufhebt, dem die Ereignisse entsprechen, sondern eine Kunst, die dieses Muster um neue Ereignisse erweitert. Sie verletzt nicht den Gesetzesvorbehalt: «Wenn A, dann B.» Sie sagt: «Aber statt A diesmal A2.» Und die Natur, durch all ihre Gesetze redend, erwidert: «Dann B2», und bürgert den Einwanderer ein, denn das versteht sie gut. Sie ist eine vollendete Gastgeberin.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. S. Lewis, Wunder ... möglich, wahrscheinlich, undenkbar?, fontis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, Titel der englischen Originalausgabe: «Miracles» by C. S. Lewis, erschienen bei William Collins Sons &amp;amp; Co., Ltd., Glasgow © C. S. Lewis Pte Ltd. 1947; Published by Fontis-Verlag Basel under license from the C. S. Lewis Company Ltd., 1980 Fontis-Verlag Basel, 6. Taschenbuchausgabe (mit neuem Cover) 2022 by Fontis-Verlag Basel, Übersetzt aus dem Englischen von Brigitta Müller-Osenberg, ISBN 978-3-03848-248-2, VIII Das Wunder und die Naturgesetze, S. 97-105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„The question is whether Nature can be known to be of such a kind that supernatural interferences with her are impossible. She is already known to be, in general, regular: she behaves according to fixed laws, many of which have been discovered, and which interlock with one another. There is, in this discussion, no question of mere failure or inaccuracy to keep these laws on the part of Nature, no question of chancy or spontaneous variation.1 The only question is whether, granting the existence of a Power outside Nature, there is any intrinsic absurdity in the idea of its intervening to produce within Nature events which the regular ‘going on’ of the whole natural system would never have produced. Three conceptions of the ‘Laws’ of Nature have been held. (1) That they are mere brute facts, known only by observation, with no discoverable rhyme or reason about them. We know that Nature behaves thus and thus; we do not know why she does and can see no reason why she should not do the opposite. (2) That they are applications of the law of averages. The foundations of Nature are in the random and lawless. But the number of units we are dealing with are so enormous that the behaviour of these crowds (like the behaviour of very large masses of men) can be calculated with practical accuracy. What we call ‘impossible events’ are events so overwhelmingly improbable—by actuarial standards—that we do not need to take them into account. (3) That the fundamental laws of Physics are really what we call ‘necessary truths’ like the truths of mathematics—in other words, that if we clearly understand what we are saying we shall see that the opposite would be meaningless nonsense. Thus it is a ‘law’ that when one billiard ball shoves another the amount of momentum lost by the first ball must exactly equal the amount gained by the second. People who hold that the laws of Nature are necessary truths would say that all we have done is to split up the single events into two halves (adventures of ball A, and adventures of ball B) and then discover that ‘the two sides of the account balance’. When we understand this we see that of course they must balance. The fundamental laws are in the long run merely statements that every event is itself and not some different event. It will at once be clear that the first of these three theories gives no assurance against Miracles—indeed no assurance that, even apart from Miracles, the ‘laws’ which we have hitherto observed will be obeyed tomorrow. If we have no notion why a thing happens, then of course we know no reason why it should not be otherwise, and therefore have no certainty that it might not some day be otherwise. The second theory, which depends on the law of averages, is in the same position. The assurance it gives us is of the same general kind as our assurance that a coin tossed a thousand times will not give the same result, say, nine hundred times: and that the longer you toss it the more nearly the numbers of Heads and Tails will come to being equal. But this is so only provided the coin is an honest coin. If it is a loaded coin our expectations may be disappointed. But the people who believe in miracles are maintaining precisely that the coin is loaded. The expectations based on the law of averages will work only for undoctored Nature. And the question whether miracles occur is just the question whether Nature is ever doctored. The third view (that laws of Nature are necessary truths) seems at first sight to present an insurmountable obstacle to miracle. The breaking of them would, in that case, be a self-contradiction and not even Omnipotence can do what is self-contradictory. Therefore the Laws cannot be broken. And therefore, we shall conclude, no miracle can ever occur? We have gone too quickly. It is certain that the billiard balls will behave in a particular way, just as it is certain that if you divided a shilling unequally between two recipients then A’s share must exceed the half and B’s share fall short of it by exactly the same amount. Provided, of course, that A does not by sleight of hand steal some of B’s pennies at the very moment of the transaction. In the same way, you know what will happen to the two billiard balls—provided nothing interferes. If one ball encounters a roughness in the cloth which the other does not, their motion will not illustrate the law in the way you had expected. Of course what happens as a result of the roughness in the cloth will illustrate the law in some other way, but your original prediction will have been false. Or again, if I snatch up a cue and give one of the balls a little help, you will get a third result: and that third result will equally illustrate the laws of physics, and equally falsify your prediction. I shall have ‘spoiled the experiment’. All interferences leave the law perfectly true. But every prediction of what will happen in a given instance is made under the proviso ‘other things being equal’ or ‘if there are no interferences’. Whether other things are equal in a given case and whether interferences may occur is another matter. The arithmetician, as an arithmetician, does not know how likely A is to steal some of B’s pennies when the shilling is being divided; you had better ask a criminologist. The physicist, as a physicist, does not know how likely I am to catch up a cue and ‘spoil’ his experiment with the billiard balls: you had better ask someone who knows me. In the same way the physicist, as such, does not know how likely it is that some supernatural power is going to interfere with them: you had better ask a metaphysician. But the physicist does know, just because he is a physicist, that if the billiard balls are tampered with by any agency, natural or supernatural, which he has not taken into account, then their behaviour must differ from what he expected. Not because the law is false, but because it is true. The more certain we are of the law the more clearly we know that if new factors have been introduced the result will vary accordingly. What we do not know, as physicists, is whether Supernatural power might be one of the new factors. If the laws of Nature are necessary truths, no miracle can break them: but then no miracle needs to break them. It is with them as with the laws of arithmetic. If I put six pennies into a drawer on Monday and six more on Tuesday, the laws decree that—other things being equal—I shall find twelve pennies there on Wednesday. But if the drawer has been robbed I may in fact find only two. Something will have been broken (the lock of the drawer or the laws of England) but the laws of arithmetic will not have been broken. The new situation created by the thief will illustrate the laws of arithmetic just as well as the original situation. But if God comes to work miracles, He comes ‘like a thief in the night’. Miracle is, from the point of view of the scientist, a form of doctoring, tampering, (if you like) cheating. It introduces a new factor into the situation, namely supernatural force, which the scientist had not reckoned on. He calculates what will happen, or what must have happened on a past occasion, in the belief that the situation, at that point of space and time, is or was A. But if super-natural force has been added, then the situation really is or was AB. And no one knows better than the scientist that AB cannot yield the same result as A. The necessary truth of the laws, far from making it impossible that miracles should occur, makes it certain that if the Supernatural is operating they must occur. For if the natural situation by itself, and the natural situation plus something else, yielded only the same result, it would be then that we should be faced with a lawless and unsystematic universe. The better you know that two and two make four, the better you know that two and three don’t. This perhaps helps to make a little clearer what the laws of Nature really are. We are in the habit of talking as if they caused events to happen; but they have never caused any event at all. The laws of motion do not set billiard balls moving: they analyse the motion after something else (say, a man with a cue, or a lurch of the liner, or, perhaps, super-natural power) has provided it. They produce no events: they state the pattern to which every event—if only it can be induced to happen—must conform, just as the rules of arithmetic state the pattern to which all transactions with money must conform—if only you can get hold of any money. Thus in one sense the laws of Nature cover the whole field of space and time; in another, what they leave out is precisely the whole real universe—the incessant torrent of actual events which makes up true history. That must come from somewhere else. To think the laws can produce it is like thinking that you can create real money by simply doing sums. For every law, in the last resort, says ‘If you have A, then you will get B’. But first catch your A: the laws won’t do it for you. It is therefore inaccurate to define a miracle as something that breaks the laws of Nature. It doesn’t. If I knock out my pipe I alter the position of a great many atoms: in the long run, and to an infinitesimal degree, of all the atoms there are. Nature digests or assimilates this event with perfect ease and harmonises it in a twinkling with all other events. It is one more bit of raw material for the laws to apply to, and they apply. I have simply thrown one event into the general cataract of events and it finds itself at home there and conforms to all other events. If God annihilates or creates or deflects a unit of matter He has created a new situation at that point. Immediately all Nature domiciles this new situation, makes it at home in her realm, adapts all other events to it. It finds itself conforming to all the laws. If God creates a miraculous spermatozoon in the body of a virgin, it does not proceed to break any laws. The laws at once take it over. Nature is ready. Pregnancy follows, according to all the normal laws, and nine months later a child is born. We see every day that physical nature is not in the least incommoded by the daily inrush of events from biological nature or from psychological nature. If events ever come from beyond Nature altogether, she will be no more incommoded by them. Be sure she will rush to the point where she is invaded, as the defensive forces rush to a cut in our finger, and there hasten to accommodate the newcomer. The moment it enters her realm it obeys all her laws. Miraculous wine will intoxicate, miraculous conception will lead to pregnancy, inspired books will suffer all the ordinary processes of textual corruption, miraculous bread will be digested. The divine art of miracle is not an art of suspending the pattern to which events conform but of feeding new events into that pattern. It does not violate the law’s proviso, ‘If A, then B’: it says, ‘But this time instead of A, A2,’ and Nature, speaking through all her laws, replies ‘Then B2’ and naturalises the immigrant, as she well knows how. She is an accomplished hostess.“ [https://oceanofpdf.com/authors/c-s-lewis/pdf-epub-miracles-by-c-s-lewis-download/?id=001810458839 Miracles by C.S. Lewis, OceanofPDF, (PDF/ePUB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiele====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Innerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Hat_Jesus_tats%C3%A4chlich_behauptet_Gott_zu_sein%3F#Wunder_Jesu|Wunder, die Jesus tat]]&lt;br /&gt;
* [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu|Auferstehung Jesu Christi von den Toten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Außerhalb der Bibel=====&lt;br /&gt;
* [[Gefangen_in_Alkohol_und_Drogen|Befreiung von Alkohol und Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Auf_der_Schwelle_zwischen_Leben_und_Tod|Heilung von tödlichen Quallenstichen]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung vom Krebs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung einer zersplitterten Hüfte]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung eines Magengeschwürs]]&lt;br /&gt;
* [[Heilung von Depressionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schleier_zerriss|Heilung von Kinderlähmung]]&lt;br /&gt;
* [[Eine_Offenbarung_%C3%BCber_Jesus_Christus#Die_Offenbarung_des_lebendigen_Christus|Befreiung vom Suizid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wunder lassen sich im Atheismus nur schwer erklären und weisen deshalb auf Gott hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Flew Antony Flew]: „Ich glaube jetzt, dass das Universum von einer unendlichen Intelligenz ins Leben gerufen wurde. Ich glaube, dass die komplizierten Gesetze dieses Universums das zum Ausdruck bringen, was die Wissenschaftler den Verstand Gottes&amp;lt;ref&amp;gt;engl. Mind of God: Denken, Gedanken, Geist, Seele, Verstand Gottes&amp;lt;/ref&amp;gt; nennen. Ich glaube, dass [[#Ursprung_des_Lebens|Leben und Fortpflanzung]] ihren Ursprung in einer göttlichen Quelle haben.&lt;br /&gt;
Warum glaube ich das, wo ich doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang den Atheismus dargelegt und verteidigt habe? Die kurze Antwort lautet: Das ist das Weltbild, das sich aus meiner Sicht aus der modernen Wissenschaft ergeben hat. Die Wissenschaft zeigt drei Dimensionen der Natur auf, die auf Gott hindeuten. Die erste ist die Tatsache, dass die [[#Gesetzm.C3.A4.C3.9Figkeit_der_Natur|Natur Gesetzen gehorcht]]. Die zweite ist die [[#Ursprung_des_Lebens|Dimension des Lebens]], der intelligent organisierten und zielgerichteten Wesen, die aus der Materie hervorgegangen sind. Die dritte ist die [[#Plan_des_Universums|Existenz der Natur]] selbst. Aber es ist nicht nur die Wissenschaft, die mich geleitet hat. Mir hat auch die erneute Beschäftigung mit den [[#Ursache_des_Universums|klassischen philosophischen Argumenten]] geholfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;„I now believe that the universe was brought into existence by an infinite Intelligence. I believe that this universe’s intricate laws manifest what scientists have called the Mind of God. I believe that life and reproduction originate in a divine Source.&lt;br /&gt;
Why do I believe this, given that I expounded and defended atheism for more than a half century? The short answer is this: this is the world picture, as I see it, that has emerged from modern science. Science spotlights three dimensions of nature that point to God. The first is the fact that nature obeys laws. The second is the dimension of life, of intelligently organized and purpose-driven beings, which arose from matter. The third is the very existence of nature. But it is not science alone that has guided me. I have also been helped by a renewed study of the classical philosophical arguments.“ Antony Flew, THERE IS A GOD, How the World’s Most Notorious Atheist Changed His Mind, HarperOne, HarperCollins Publishers, 2007, ISBN 978-0-06-133530-3, S. 88-89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Swinburne Richard Swinburne]: „Folglich ist es auf der Basis unseres gesamten Beweismaterials insgesamt wahrscheinlicher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt [...] daß es einen Gott gibt, der das Universum und den Menschen erschaffen hat und alles im Dasein erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt; Richard Swinburne, Die Existenz Gottes, Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Ginters, Reclam Verlag, Stuttgart, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8434[6], Titel der englischen Originalausgabe: The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 14 Das Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, 1987, ISBN 3-15-008434-2, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; In der Summe bilden die Indizien, die auf Gott hinweisen, eine beachtliche Überzeugungskraft, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass Gott existiert, als dass er nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=197</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=197"/>
		<updated>2025-03-05T07:57:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Babylonischer Talmud */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach außerbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus, der etwa von 55 bis 120 nach Christus lebte, nahm diese Sätze in seine Annalen auf und hinterließ uns damit einige interessante Nachrichten über&lt;br /&gt;
Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Jesus wurde am Einde seines Auftretens hingerichtet, starb also keinen normalen, friedlichen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Diese Hinrichtung geschah unter dem Kaiser Tiberius, der 14-37 nach Christus regierte, und der Statthalterschaft des Prokurators Pontius Pilatus, die von 26-36 nach Christus währte. Demnach bleiben für die zeitliche Ansetzung des Kreuzestodes Jesu nur die Jahre 26-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Hinrichtung fand in dem von den Römern verwalteten Judäa statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Die Hinrichtung war die Folge eines römischen Strafprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jesus wurde weder als politischer Aufrührer noch als Revolutionär noch als krimineller Straftäter hingerichtet, sondern als Urheber eines »verderblichen Aberglaubens«, das heißt als Haupt einer religiösen jüdischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Seine Anhänger nannten sich »Christen«, abgeleitet von »Christus«, wie auch Jesus selber sich nannte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräers] Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische [https://de.wikipedia.org/wiki/Petrusevangelium Evangelium des Petrus]) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=196</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=196"/>
		<updated>2025-03-05T07:52:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Babylonischer Talmud */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach außerbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus, der etwa von 55 bis 120 nach Christus lebte, nahm diese Sätze in seine Annalen auf und hinterließ uns damit einige interessante Nachrichten über&lt;br /&gt;
Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Jesus wurde am Einde seines Auftretens hingerichtet, starb also keinen normalen, friedlichen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Diese Hinrichtung geschah unter dem Kaiser Tiberius, der 14-37 nach Christus regierte, und der Statthalterschaft des Prokurators Pontius Pilatus, die von 26-36 nach Christus währte. Demnach bleiben für die zeitliche Ansetzung des Kreuzestodes Jesu nur die Jahre 26-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Hinrichtung fand in dem von den Römern verwalteten Judäa statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Die Hinrichtung war die Folge eines römischen Strafprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jesus wurde weder als politischer Aufrührer noch als Revolutionär noch als krimineller Straftäter hingerichtet, sondern als Urheber eines »verderblichen Aberglaubens«, das heißt als Haupt einer religiösen jüdischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Seine Anhänger nannten sich »Christen«, abgeleitet von »Christus«, wie auch Jesus selber sich nannte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräers] Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische Evangelium des Petrus) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=195</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=195"/>
		<updated>2025-03-03T08:31:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach außerbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus, der etwa von 55 bis 120 nach Christus lebte, nahm diese Sätze in seine Annalen auf und hinterließ uns damit einige interessante Nachrichten über&lt;br /&gt;
Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Jesus wurde am Einde seines Auftretens hingerichtet, starb also keinen normalen, friedlichen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Diese Hinrichtung geschah unter dem Kaiser Tiberius, der 14-37 nach Christus regierte, und der Statthalterschaft des Prokurators Pontius Pilatus, die von 26-36 nach Christus währte. Demnach bleiben für die zeitliche Ansetzung des Kreuzestodes Jesu nur die Jahre 26-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Hinrichtung fand in dem von den Römern verwalteten Judäa statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Die Hinrichtung war die Folge eines römischen Strafprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jesus wurde weder als politischer Aufrührer noch als Revolutionär noch als krimineller Straftäter hingerichtet, sondern als Urheber eines »verderblichen Aberglaubens«, das heißt als Haupt einer religiösen jüdischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Seine Anhänger nannten sich »Christen«, abgeleitet von »Christus«, wie auch Jesus selber sich nannte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des Amoräers Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische Evangelium des Petrus) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=194</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=194"/>
		<updated>2025-03-03T08:11:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Babylonischer Talmud */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach ausserbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus, der etwa von 55 bis 120 nach Christus lebte, nahm diese Sätze in seine Annalen auf und hinterließ uns damit einige interessante Nachrichten über&lt;br /&gt;
Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Jesus wurde am Einde seines Auftretens hingerichtet, starb also keinen normalen, friedlichen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Diese Hinrichtung geschah unter dem Kaiser Tiberius, der 14-37 nach Christus regierte, und der Statthalterschaft des Prokurators Pontius Pilatus, die von 26-36 nach Christus währte. Demnach bleiben für die zeitliche Ansetzung des Kreuzestodes Jesu nur die Jahre 26-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Hinrichtung fand in dem von den Römern verwalteten Judäa statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Die Hinrichtung war die Folge eines römischen Strafprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jesus wurde weder als politischer Aufrührer noch als Revolutionär noch als krimineller Straftäter hingerichtet, sondern als Urheber eines »verderblichen Aberglaubens«, das heißt als Haupt einer religiösen jüdischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Seine Anhänger nannten sich »Christen«, abgeleitet von »Christus«, wie auch Jesus selber sich nannte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Ješu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Ješu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des Amoräers Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische Evangelium des Petrus) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=193</id>
		<title>Historizität Jesu Christi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jesus-der-christus.org/index.php?title=Historizit%C3%A4t_Jesu_Christi&amp;diff=193"/>
		<updated>2025-03-03T05:05:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rallch: /* Babylonischer Talmud */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;nach ausserbiblischen Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß das Christentum eine historische Religion ist, so eng an die Geschichte gebunden, daß sie, wenn die historische Glaubwürdigkeit ihrer Quellen erschüttert würde, augenblicklich auch das Recht verlöre, Glauben von uns zu fordern.“ Charles C. Anderson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Paulus, [https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Kor15,14 1.Kor 15,14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärquelle für das Leben Jesu ist das Neue Testament (NT), d.h. zu allen Fragen wer Jesus war und was er gesagt und getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;Jesus&#039; erscheint im griech. NT (Nestle/Aland) in 878 von insgesamt 7.957 Versen in versch. Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind prozentual:&lt;br /&gt;
878 [Anzahl Verse, die den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten] / 7.957 [Anzahl aller Verse des NT] = 0,1103&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 0,1103 * 100% = 11,03% [Verse die &#039;Jesus&#039; enthalten in bezug auf alle Verse des NT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnung jeder wievielte Vers durchschnittlich den Namen &#039;Jesus&#039; enthält:&lt;br /&gt;
:=&amp;gt; 100% / 11,03% = 9,07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h., dass ca. 11% aller Verse des NT den Namen &#039;Jesus&#039; enthalten (durchschnittlich ca. jeder neunte Vers), er ist damit eindeutig die Hauptperson des NT (nur &#039;Gott&#039; kommt mit 1.156 =&amp;gt; 14,53% (ca. jeder 7. Vers) Versen noch häufiger vor... aber &#039;Gott&#039; ist kein Eigenname.)&lt;br /&gt;
Paulus erscheint im NT z.B. in 154 Versen/1,94% (ca. jeder 52. Vers), Petrus in 151 Versen/1,90%, (ca. jeder 53. Vers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Frage, ob das NT eine historisch zuverlässige Quelle ist, siehe die Seite zur [[Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes|Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sollen nun ausserbiblische Quellen genannt werden, die zusätzlich zum NT, die Existenz Jesu in Raum und Zeit belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtchristliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== römische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Publius Cornelius Tacitus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Tacitus Publius Cornelius Tacitus] (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker, Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.40&lt;br /&gt;
:„40. Erst am sechsten Tage wurde am äußersten Rande der Esquilien der Feuersbrunst dadurch ein Ende gesetzt, daß man auf einem ungeheuren Raum die Gebäude niederriß, so daß sich der anhaltenden Gewalt offenes Feld und gleichsam leerer Himmel entgegenstellte. Und man fühlte sich noch nicht von Furcht befreit, als von neuem, nicht minder wütend, das Feuer wiederkehrte, mehr auf den offenen Plätzen der Stadt, weshalb weniger Menschen umkamen. Die Tempel der Götter und die dem Vergnügen gewidmeten Säulengänge stürzten weithin nieder und diese Feuersbrunst hatte schlimmere Nachrede, weil sie in den aemilianischen Besitzungen des Tigellinus ausgebrochen war, und es den Anschein hatte, als wolle Nero nur den Ruhm haben, eine neue Stadt zu bauen und nach seinem Namen zu benennen. Rom wird nämlich in vierzehn Bezirke eingeteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis auf den Grund zerstört wurden, in den sieben übrigen standen nur noch wenige zerfetzte und halbverbrannte Trümmer von Gebäuden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 609&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus, Annalen, XV.44&lt;br /&gt;
:„44. Dies nun waren Veranstaltungen menschlicher Vorsicht. Darauf suchte man Sühnmittel für die Götter und befragte die sibyllinischen Bücher, nach welchen dem Vulcan, der Ceres und der Proserpina ein Betfest gehalten, und Juno von den Matronen versöhnt wurde, zuerst auf dem Kapitel, dann an der nächsten Küste des Meeres, aus welchem Wasser geschöpft, und Tempel und Bild der Göttin besprengt wurde. Auch Sellisternien und Pervigilien feierten die Frauen, welche Männer hatten. Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch kaiserliche Schenkungen, noch durch Sühnungen der Götter ließ sich das schmähliche Gerücht bannen, daß man glaubte, die Feuersbrunst sei befohlen worden. Um daher dies Gerede zu beenden, gab Nero denen, die wegen ihrer Schandtaten verhaßt das Volk Christen nannte, die Schuld, und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Der, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter der Regierung des Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden. Der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach nicht nur in Judäa, dem Vaterlande dieses Unwesens, sondern auch in Rom, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenfließen und Anhang finden, wieder aus. Anfangs wurden solche ergriffen, welche sich dazu bekannten, und dann auf deren Anzeige hin eine ungeheure Menge nicht nur der Brandstiftung als auch des allgemeinen Menschenhasses überwiesen. Bei ihrem Tod wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie, bedeckt mit den Fellen wilder Tiere von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geheftet starben oder zum Feuertode bestimmt, sich zur nächtlichen Erleuchtung verbrennen lassen mußten, wenn sich der Tag neigte. Nero hatte seinen Park zu diesem Schauspiele geöffnet und gab ein Zirkusspiel, wobei er sich im Aufzuge eines Wagenlenkers unter das Volk mischte, oder auf dem Wagen stand. Daher wurde auch für noch so Schuldige, welche die härtesten Strafen verdienten, Mitleiden rege, als würden sie nicht dem allgemeinen Besten, sondern der Mordlust eines einzigen geopfert.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tacitus&#039;&#039;, Sämtliche Werke, Phaidon Verlag Essen, Unter Zugrundelegung der Übertragung von Wilhelm Bötticher neu bearbeitet von Andreas Schäfer, S. 611&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus, der etwa von 55 bis 120 nach Christus lebte, nahm diese Sätze in seine Annalen auf und hinterließ uns damit einige interessante Nachrichten über&lt;br /&gt;
Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Jesus wurde am Einde seines Auftretens hingerichtet, starb also keinen normalen, friedlichen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Diese Hinrichtung geschah unter dem Kaiser Tiberius, der 14-37 nach Christus regierte, und der Statthalterschaft des Prokurators Pontius Pilatus, die von 26-36 nach Christus währte. Demnach bleiben für die zeitliche Ansetzung des Kreuzestodes Jesu nur die Jahre 26-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Hinrichtung fand in dem von den Römern verwalteten Judäa statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Die Hinrichtung war die Folge eines römischen Strafprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jesus wurde weder als politischer Aufrührer noch als Revolutionär noch als krimineller Straftäter hingerichtet, sondern als Urheber eines »verderblichen Aberglaubens«, das heißt als Haupt einer religiösen jüdischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Seine Anhänger nannten sich »Christen«, abgeleitet von »Christus«, wie auch Jesus selber sich nannte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 18-19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Tacitus ist dem christlichen Glauben und der christlichen Bewegung gegenüber kritisch eingestellt. Er sieht den Glauben als unheilvollen Aberglauben und als einen Ausbruch des Übels. Er verachtet die Christen für ihre Schandtaten und nennt sie verhasst. Dies macht seinen Text besonders interessant - er kommt von einem Kritiker des Christentums. Gleichzeitig ist sein Kommentar über Christus - im Gegensatz zu seinen Aussagen über die Christen - sachlich und neutral. Kurzgefasst erhalten wir Antwort auf fünf Fragen in Bezug auf Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1. Wie entstand die christliche Bewegung?&#039;&#039; Nero schob die Schuld auf eine Gruppe in Rom, die weithin einen schlechten Ruf hatte - sie war »für ihre Schandtaten verhasst« - und denen man deshalb, so sein Kalkül, schnell die Schuld zuweisen würde. Die Gruppe war unter dem Namen Christen bekannt. Als Tacitus über sie berichtet, nutzt er die&lt;br /&gt;
Gelegenheit, ihren Ursprung zu beschreiben: Ihr Gründer ist ein gewisser Christus. Das ist auch der Grund, warum Tacitus nicht den Namen Jesus, sondern den Titel Christus verwendet, er will die Verbindung zu den Christen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2. Wie starb Jesus?&#039;&#039; Dieser Christus war unter römischer Herrschaft »gekreuzigt worden«. Für Tacitus’ Intention ist es hilfreich, die Bestrafung des Sektengründers, Christus, durch Rom darzustellen, nämlich die gleiche wie für seine Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3. Wann starb Jesus?&#039;&#039; Tacitus gibt uns zwei wichtige Fixpunkte für die Datierung, Christus wurde hingerichtet, als Tiberius Kaiser (14-37 n.Chr.) und Pontius Pilatus Prokurator in Jerusalem (26-36 n.Chr.) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wer fällte das Urteil?&#039;&#039; Tacitus liefert uns hier neben dem Neuen Testament die einzige Angabe von römischer Seite über Pontius Pilatus. Er war derjenige, der das Urteil in seiner Eigenschaft als Prokurator fällte, Stellenweise wird darüber diskutiert, wie Tacitus die Titel verwendet. Die korrekte Benennung von Pilatus ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Präfekt_(Römisches_Reich) Statthalter], ein Titel, der später in Prokurator geändert wurde. Vielleicht nimmt Tacitus hier eine erklärende Übersetzung vor; er beschreibt Pilatus’ Rolle in Ausdrücken aus seiner eigenen Zeit. Vielleicht war die Titelverwendung eine Zeit lang fließend, so dass beide Titel benutzt werden konnten. Es könnte sich auch um einen Fehler von Tacitus handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Was passierte mit der christlichen Bewegung?&#039;&#039; Tacitus nennt uns Informationen zu zwei Punkten. Er sagt, dass die Bewegung ursprünglich in Judäa begann und - mit einem gewissen Bedauern - dass sie durch die Hinrichtung Jesu nicht gestoppt wurde. Sie nahm neue Fahrt auf und verbreitete sich bis nach Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 76-77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der grösste römische Historiker zur Zeit des Kaiserreichs war Cornelius Tacitus, geboren zwischen 52 und 54. Er schrieb die Geschichte Roms unter den Kaisern. Mit etwa 60 Jahren beschreibt er die Regierung Neros 54-68 und schildert darin die Feuersbrunst, die Rom im Jahre 64 verwüstete, und dass ein weit verbreitetes Gerücht umging, Nero selbst sei der Anstifter zu dem Brande gewesen, da er durch den Neubau der Stadt grösseren Ruhm habe gewinnen wollen. [...]&lt;br /&gt;
Dieser Bericht klingt nicht so, als wenn er aus christlichen Quellen oder von jüdischen Zuträgern stammte; die letzteren würden sich niemals auf Jesus als auf Christus bezogen haben. Für den Heiden Tacitus war &#039;Christus&#039; einfach ein Eigenname. Für die Juden wie für die Christen war das Wort nicht nur ein Name, sondern ein Titel, nämlich die entsprechende Bezeichnung für das semitische Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Messias Messias (Gesalbter)]. Die Christen nannten ihn Christus, weil sie glaubten, dass er der verheissene Messias war. Die Juden, die nicht an ihn glaubten, würden ihm diesen Ehrentitel nicht gegeben haben. Tacitus hatte Zugang zu allen nur erreichbaren amtlichen Informationen. Er war der Schwiegersohn des Julius Agricola, der von 80-84 Gouverneur von Britannien war. Wenn Pilatus tatsächlich einen Bericht nach Rom gesandt hatte, würde Tacitus wahrscheinlich eher als alle anderen Schriftsteller davon erfahren haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gaius Tranquillus Sueton ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Tranquillus_Sueton Gaius Tranquillus Sueton] (69-ca.122 n. Chr.), röm. Kaiserbiograph, Kanzleichef Hadrians, kennt einen Chrestos, Leben der Cäsaren, Claudius §25.4&lt;br /&gt;
:„Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. wahrscheinlich eine falsche Schreibweise von „Christus“&amp;lt;/ref&amp;gt; beständig Unruhe stiften, vertrieb er&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser Claudius&amp;lt;/ref&amp;gt; sie aus Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.4 Sueton, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dcl.%3Achapter%3D25 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Divus Claudius, Alexander Thomson, Ed., Claudius 25.4 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„An einer Stelle verstärkt ein anderer römischer Geschichtsschreiber, nämlich Sueton (70-146 n.Chr.), die [[#Publius_Cornelius_Tacitus|Angaben des Tacitus]]. In seinen Biographien »De viris illustribus« erwähnt er, dass es um 49/50 nach Christus in der Judenschaft Roms zu schweren Kämpfen kam, und zwar wegen der Christusfrage. Das heutige Stadtviertel Trastevere muss damals ein Pulverfass gewesen sein. Der amtierende Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine Anzahl Juden aus Rom zu vertreiben. Damals kamen nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apostelgeschichte18,2 Apostelgeschichte 18,2] Aquila und Priszilla nach Korinth. Die Stelle bei Sueton lautet: »Judaeos impulsore Chresto assidue tumultantes Roma expulit«, auf Deutsch: »Er vertrieb die Juden aus Rom, weil sie beständig Unruhen verursachten. Der Auslöser dieser Unruhen war Chrestus« (womit Christus gemeint ist).“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Römische Geschichtsquelllen, S. 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer dieser Chrestos war, ist nicht gewiss. Das Wahrscheinlichste ist, dass der Kampf unter den römischen Juden jener Tage eine Folge des ersten Auftretens von Christen in römisch-jüdischen Kreisen war. So mag Suetonius, vielleicht als er die Berichte fand über die jüdischen Streitigkeiten um einen gewissen Chrestus (die in heidnischen Kreisen mögliche Variante der Aussprache des Wortes Christus) zu Unrecht gefolgert haben, diese Person habe sich zur Zeit des Claudius in Rom aufgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das NT berichtet darüber, dass Claudius die Juden aus Rom vertrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Danach schied er&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus&amp;lt;/ref&amp;gt; von Athen und kam nach Korinth. Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau - weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.“ [https://www.bibleserver.com/text/EU/Apg18,1-3 Apg 18,1-3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero §16.2&lt;br /&gt;
:„Die Christen wurden mit Strafen belegt - einer Volksgruppe, die einer Legende und verderblichem Aberglauben verfallen war.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Fakten des Glaubens, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2003, 4.2.2 Sueton, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0132%3Alife%3Dnero%3Achapter%3D16 &#039;&#039;Perseus Digital Library:&#039;&#039; C. Suetonius Tranquillus, Nero, Alexander Thomson, Ed., Nero 16 (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gajus Plinius Caecilius Secundus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gajus_Plinius_Caecilius_Secundus Gajus Plinius Caecilius Secundus] (61-113 n. Chr.), röm. Autor, erfolgreicher Anwalt und Konsul erwähnt Christus, den die Christen als Gott verehrten. Er schrieb Kaiser Trajan (53-117 n. Chr., röm. Kaiser 98-117 n. Chr.) um Rat, wie er die Christen behandeln solle, er erläuterte, daß er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hatte töten lassen. Es wurden so viele getötet, daß er sich fragte ob er weiterhin jeden töten sollte, der als Christ entdeckt wurde. Er schrieb um 112 n. Chr. von den Verhörten:&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.5 Plinius Secundus, S. 134+135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe X.96&lt;br /&gt;
:„Es ist mir ein Grundsatz, Herr, alles, worüber ich mir im Zweifel bin, Dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unwissenheit belehren? Gerichtlichen Untersuchungen gegen Christen habe ich noch niemals beigewohnt; daher weiß ich nicht, was und in welchem Maße bestraft oder untersucht zu werden pflegt.&lt;br /&gt;
:(2) Nicht geringe Zweifel habe ich, ob das Lebensalter einen Unterschied macht oder ob ganz junge Menschen überhaupt nicht von Erwachsenen unterschieden werden; ob der Reue Verzeihung gewährt wird oder ob es dem, der überhaupt einmal Christ war, nichts nützt, davon abgelassen zu haben; ob schon die bloße Bezeichnung, auch wenn kein Verbrechen vorliegt, oder nur mit der Bezeichnung &amp;gt;Christ&amp;lt; zusammenhängende Verbrechen bestraft werden. Zwischenzeitlich habe ich bei denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewendet: (3) Ich habe sie persönlich gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; die hartnäckig dabei blieben, ließ ich zur Hinrichtung abführen; denn ich war der Überzeugung - was immer es auch sei, was sie damit eingestanden -, daß auf alle Fälle ihr stures Festhalten und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse. (4) Es gab noch andere von ähnlichem Fanatismus, die ich, weil sie römische Bürger waren, habe vormerken lassen für die Überstellung nach Rom.&lt;br /&gt;
:Bald kamen - weil sich durch die Verhandlung selbst, wie das immer wieder vorkommt, die Anschuldigung weiter ausbreitete - mehrere verschieden gelagerte Fälle vor.&lt;br /&gt;
:(5) Vorgelegt wurde eine anonyme Anzeige, welche die Namen vieler Personen enthielt. Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, habe ich geglaubt freilassen zu sollen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel unsere Götter anriefen und Deinem Bild, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Bildnissen der Götter hatte herbeibringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten - Dinge, zu denen, wie man sagt, die wirklichen Christen absolut nicht gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
:(6) Andere von dem Denunzianten Genannte erklärten, Christen zu sein, und leugneten es aber bald wieder; sie seien zwar welche gewesen, hätten aber davon abgelassen, manche vor drei Jahren, manche vor noch mehr Jahren, einige sogar vor zwanzig. Auch diese alle haben sowohl Dein Bild als auch die Bildnisse unserer Götter verehrt und Christus geflucht. (7) Sie versicherten aber, dies sei ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum gewesen; daß sie an einem bestimmten Tag vor Sonnenaufgang sich zu versammeln pflegten, um Christus, ihrem angeblichen Gott, ein Lied im Wechselgesang zu singen und sich durch ein Gelöbnis nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern keinen Diebstahl, keinen Raubüberfall, keinen Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine Schuld - falls angemahnt - nicht abzuleugnen. War das vorüber, seien sie gewöhnlich auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen, doch ganz gewöhnliche und harmlose; selbst das hätten sie nicht mehr getan nach meinem Edikt, durch das ich, entsprechend Deinen Richtlinien, die Existenz von Vereinigungen verboten hatte. (8) Für um so notwendiger hielt ich es, von zwei Mägden, die Diakonissen genannt wurden, die Wahrheit, und zwar unter der Folter, herauszubekommen. Ich habe nichts anderes gefunden als einen verschrobenen, maßlosen Aberglauben.&lt;br /&gt;
:(9) Deshalb habe ich die weitere Untersuchung aufgeschoben und mich beeilt, Dich zu konsultieren. Es schien mir nämlich diese Angelegenheit eine Rückfrage zu verdienen, besonders wegen der Anzahl der gefährdeten Personen; denn viele jeden Alters, jeden Standes, sogar beiderlei Geschlechts werden jetzt und in Zukunft in Gefahr gebracht. Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens verbreitet; es scheint, sie kann aufgehalten und in die richtige Bahn gelenkt werden. (10) Jedenfalls steht ziemlich sicher fest, daß die schon fast vereinsamten Tempel wieder besucht, die lange ausgesetzten feierlichen Opfer wied aufgenommen und überall Opferfleisch zum Verkauf angeboten wird, für das sich bisher nur ganz selten ein Käufer fand. Daraus läßt sich leicht denken, welch eine Menge von Menschen zur Vernunft gebracht werden kann, wenn man ihrer Reue Raum gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Plinius ist einer der Großen der Epistolographie. Anders als die kurzlebigen Mitteilungen, die die meisten von uns schreiben, nur dazu bestimmt, vom Empfänger durchgelesen zu werden, sind seine Briefe mit einem ständigen Seitenblick auf einen größeren Leserkreis abgefaßt; sie haben den Status literarischer Klassiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F. Bruce&#039;&#039;, Außerbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, Gioessen, 1991, S. 14, zit. bei: &#039;&#039;Josh McDowell, Bill Wilson,&#039;&#039; Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcus Ulpius Traianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [https://de.wikipedia.org/wiki/Trajan Trajan] (Marcus Ulpius Traianus) lebte von 53-117 n. Chr., röm. Kaiser von 98-117 n. Chr., antwortete Plinius folgendes in einem Brief:&lt;br /&gt;
Briefe X.97&lt;br /&gt;
:„Du hast, mein Secundus, bei der Untersuchung von Fäll solcher Personen, die bei Dir als Christen angezeigt worden waren, eine Verfahrensweise verfolgt, wie Du mußtest. Denn irgend etwas Allgemeingültiges, was gleichsam einen festen Rahmen böte, kann nicht festgelegt werden. Fahnden soll man nicht nach ihnen; wenn sie aber angezeigt und überführt werden, sind sie zu bestrafen, doch so, daß, wer leugnet, ein Christ zu sein, und das durch die Tat offenkundig macht, das heißt: durch Anrufen unserer Götter - wie verdächtig er auch im Hinblick auf die Vergangenheit bleibt -, Verzeihung aufgrund seiner Reue erhält.&lt;br /&gt;
:(2) Anonym vorgelegte Anzeigen aber dürfen bei keinerlei Anklage eine Rolle spielen; denn das gibt ein sehr schlechtes Beispiel und paßt nicht in unsere Zeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Claudius Iulianus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Claudius_Iulianus Kaiser Julian Apostata] (Flavius Claudius Iulianus, griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Abtrünnige‘) [* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris, sehr selten auch als Julian II. bezeichnet, war von 361 bis 363 n.Chr. römischer Kaiser schrieb folgendes über Jesus (er wollte in seiner philosophischen Streitschrift gegen die Christen die Fehler und die Gefahren des christlichen Glaubens aufzeigen und porträtierte die Christen als Abtrünnige des Judentums, einer viel älteren und allgemein akzeptierten Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] der dem Namen nach aber bereits seit etwas mehr als 300 Jahren bekannt ist: Dabei hat er in seiner Lebenszeit nichts vollbracht, das es wert wäre, gehört zu werden, es sei denn, dass irgendjemand denkt, dass man es als eine mächtige Errungenschaft klassifizieren könnte, dass er in den Dörfern von Bethsaida und Bethanien Krüppel und Blinde geheilt und böse Dämonen aus Besessenen ausgetrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, Gegen die Galiläer, d.h. gegen die Christen, ins Deutsche übersetzt nach der engl. Übersetzung aus dem Lateinischen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Jesus, [...] has been known by name for but little more than three hundred years: and during his lifetime he accomplished nothing worth hearing of, unless anyone thinks that to heal crooked and blind men and to exorcise those who were possessed by evil demons in the villages of Bethsaida and Bethany can be classed as a mighty achievement.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Apostata, AGAINST THE GALILAEANS [lat. Original: Contra Galilaeos], translated by Wilmer Cave Wright, PH.D., Book I - Quelle: [http://www.tertullian.org/fathers/julian_apostate_galileans_1_text.htm tertullian.org - Julian the Apostate, Against the Galileans, Book I]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== jüdische Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flavius Josephus ====&lt;br /&gt;
===== Buch 18 Testimonium Flavianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus Flavius Josephus] (Joseph ben Mathitjahu), ein jüdischer Historiker (37-100 n. Chr.) und Pharisäer „wurde im Jahre 37 geboren - nur wenige Jahre nach der Hinrichtung von Jesus - und wuchs in Jerusalem als Sohn einer prominenten jüdischen Familie auf. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er in Jerusalem, bis er im Alter von 30 Jahren von der römischen Armee gefangen genommen wurde. Dies geschah im Sommer 67 im Zusammenhang mit dem Aufstand gegen Rom.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Er  schrieb in seinen Jüdischen Altertümern XVIII.3.3:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, &#039;&#039;wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf.&#039;&#039; Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. &#039;&#039;Er war der Christus.&#039;&#039; Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. &#039;&#039;Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten.&#039;&#039; Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungsmöglichkeit:&lt;br /&gt;
:„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann&#039;&#039;, wenn man ihn wirklich einen Menschen nennen sollte.&#039;&#039; Denn er war der Vollbringer außergewöhnlicher Taten und ein Lehrer derjenigen, die froh die Wahrheit annehmen. Er gewann viele Juden und viele von den Griechen für sich. &#039;&#039;Er war der Messias.&#039;&#039; Als er von den obersten Männern unter uns angeklagt wurde, und Pilatus ihn zum Tod am Kreuz verurteilte, hörten diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, nicht auf, dies zu tun; &#039;&#039;denn er erschien ihnen am dritten Tag und war wieder am Leben, wie die Propheten Gottes diese und unzählige andere wunderbare Dinge über ihn vorhergesagt hatten.&#039;&#039; Der Stamm der Christen, der so nach ihm benannt ist, ist bis auf diesen Tag nicht verschwunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 18.3.3., übs. von Paul L. Meier, Josephus - Ein Zeuge aus der Zeit Jesu berichtet, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler, 1994, ISBN 3-7751-2056-4, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;kursiv gestellten&#039;&#039; Sätze sind als mögliche spätere christliche Einschübe (bzw. Interpolationen) besonders umstritten. „Es gibt »einen breiten Konsens«&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, James: Jesus Remembered. Eerdmans, Grand Rapids 2003, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; darüber, dass der Text als Gesamtheit keine christliche Einfügung ist. Die Gründe dafür sind unter anderem folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Sprache und Grammatik:&#039;&#039; Wenn wir die »Verbesserungen« weglassen, ist der restliche Text typisch für Josephus und nicht von neutestamentlicher Sprache beeinflusst, Jesus einen »weisen Mann« zu nennen, ist nicht typisch für den christlichen Sprachgebrauch, genauso wenig wie von einem »christlichen Stamm« zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Inhalt:&#039;&#039; Die Behauptung, dass Jesus Juden und Griechen anzog, stimmt mit den Evangelien nicht überein. Dort wirkt Jesus ausschließlich unter Juden. Dies war späteren Christen sehr wohl bekannt, was darauf hinweist, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Verantwortung:&#039;&#039; Im Text wird die Verantwortung für den Tod von Jesus hauptsächlich Pilatus angelastet. Im Neuen Testament wird die federführende Rolle der jüdischen Führer geschildert, und unter Christen wurde später (leider) die ganze Verantwortung auf die Juden abgewälzt. Dies spricht dafür, dass der Text keine späte christliche Einfügung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;Die Bewertung:&#039;&#039; Wenn der Text darüber berichtet, dass die Christen trotz Jesu Hinrichtung nicht ausgestorben sind, findet sich etwas »abweisendes, vielleicht sogar feindliches in dem Satz ... Man sollte glauben, dass dieser Stamm der Christen, die einen gekreuzigten Mann lieben, inzwischen verschwunden sein sollte.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 73-74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine arab. Version dieses Testimonium Flavianum in einem arab. Dokument names Kitab Al-Unwan Al-Mukallal Bi-Fadail Al-Hikma Al-Mutawwaj Bi-Anwa Al Falsafa Al Manduh Bi-Haqaq Al-Marifa (übs. in etwa: Buch der Geschichte, geführt durch alle Tugenden der Weisheit, gekrönt mit allerlei Philosophien und gesegnet durch die Wahrheit der Erkenntnis)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem 4. Jhd. stammt, im Kitab al&#039;Unwan des Agapius, zitiert wird, das aus dem 10. Jhd. zu uns gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Josephus, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen namens Jesus. Und sein Wandel war gut und [er] war als tugendhaft bekannt. Und viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern wurden seine Jünger. Pilatus verurteilte ihn zur Kreuzigung und zum Tode. Und alle, die seine Jünger geworden waren, blieben in seiner Jüngerschaft. Sie berichteten, daß er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und daß er lebendig sei; demnach war er vielleicht der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sholomo Pines, An Arabic Version of the Testimonium Flavianum and its Implications, 1971, S.16 zit. bei:&#039;&#039;Josh McDowell&#039;&#039;, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, 6. Auflage, Neuhausen-Stuttgart, 1996, 2.3 Flavius Josephus, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Buch 20 =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bei Josephus noch weitere Stelle, die sich auch auf Jesus bezieht. Josephus schreibt über das hochfahrende Verhalten des Ananus, eines jüdischen Hohenpriesters, nach dem Tod des Prokurators Festus (61 n.Chr.) in Jüdische Altertümer, XX.9.1 folgendes:&lt;br /&gt;
:„Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe &#039;&#039;den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus&#039;&#039;, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Flavius Josephus&#039;&#039;, Jüdische Altertümer 20.9.1., übs. von Dr. Heinrich Clementz, Marix Verlag, Wiesbaden, 2004, S. 992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&#039;&#039;Erstens&#039;&#039;: »Die Authentizität des Textes kann als gesichert gelten, da unwahrscheinlich ist, daß eine christliche Interpolation vorliegt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Theißen, Gerd &amp;amp; Annette Merz: Der historische Jesus - Ein Lehrbuch. Göttingen, 2011, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zweitens&#039;&#039; wird Jesus nur nebenbei genannt, nämlich als Josephus klarstellen will, welcher Jakobus denn nun gemeint ist. Jakobus war ein gängiger jüdischer Name, und es gibt eine Reihe von Personen mit diesem Namen in Josephus’ Werk. Er muss also erklären, welche Person gemeint ist. Offenbar kennt Josephus in diesem Fall nicht einen&lt;br /&gt;
Vater oder anderen Ahnen, so dass er schreiben könnte: »Jakobus, Sohn des ...« Stattdessen wird er mit Hilfe seines bekannteren Bruders, Jesus, der Christus genannt wurde, identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung zeigt, dass der Text keinen christlichen Ursprung hat. »Weder das Neue Testament noch frühe christliche Schriften reden über Jakobus ... in so prosaischen Ausdrücken wie ‚Bruder von Jesus‘. Dort wird er stattdessen mit der zu erwartenden größeren Ehrerbietung als ‚Bruder des Herrn‘ [im Neuen Testament] oder ‚der Bruder des Retters‘ [in frühen christlichen Schriften] bezeichnet.«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 58. Siehe z.B. [https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal1,19 Gal 1,19] oder [https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Kor9,5 1. Kor 9,5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Drittens&#039;&#039; bekommen wir keine Erklärung dafür, warum Ananus Jakobus loswerden will - »sofern nicht Bruder von Jesus, des sogenannten Messias, zu sein, bereits als Verbrechen angesehen wurde«&amp;lt;ref&amp;gt;Meier, John: A Marginal Jew - Rethinking the Historical Jesus. Doubleday, New York 1991, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Referenz zu Jesus gibt dem Handlungsverlauf Sinn und erklärt das Todesurteil gegen Jakobus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir festhalten: »Eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler meint, dass die Worte ‚Jakobus, den Bruder von Jesus, der Christus genannt wurde‘ authentisch sind, genauso wie der ganze Abschnitt, in dem sie stehen.«&amp;lt;ref&amp;gt;Van Vorst, Robert: Jesus Outside the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids&lt;br /&gt;
2000, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder, um einen der weltweit angesehensten Josephus-Forscher, Louis H. Feldman, der selbst Jude und nicht Christ ist, zu zitieren: »Wenige haben die Echtheit der Aussage über Jakobus in diesem Text bezweifelt.«&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Feldmann, Professor für Klassisches Altertum an der Yeshiva University und Übersetzer der Altertümer für die englische Loeb Edition, Josephus, Jewish Antiquities, Loeb Library Edition of Josephus, 10 (No. 456), S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 71-72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Origenes&amp;lt;ref&amp;gt;Origenes, Gegen Celsus, 1.47; 2.13&amp;lt;/ref&amp;gt; und Eusebius&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.21+22&amp;lt;/ref&amp;gt; kannten diese Stelle [...]. In größerer Ausführlichkeit berichtet Hegesippus, ein jüdischer Schriftsteller aus der Zeit um 170, die Geschichte vom Tode Jakobus des Gerechten, wie der Bruder Jesu genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Erzählung des Hegesippus ist enthalten in: Eusebius, Kirchengeschichte, 2.23.4-19a&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bericht des Josephus ist deshalb besonders wichtig, weil er Jakobus den »Bruder Jesu, des sogenannten Christus«, nennt. Dies geschieht in einer solchen Weise, daß man annehmen muß, er habe Jesus bereits vorher einige Male erwähnt. Tatsächlich findet sich in allen bekannten Texten von Josephus‚ Schrift »die jüdischen Altertümer« (XVIII. 3.3) das sogenannte »Testimonium falvianum« mit Hinweisen auf Jesus.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;F.F.Bruce&#039;&#039;, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.115f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Babylonischer Talmud ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud#Babylonischer_Talmud Babylonischer Talmud], Baraita Sanhedrin 43a:&lt;br /&gt;
:„Am Vorabend des Pesahfestes henkte man Jesu. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisraél verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so henkte man ihn am Vorabend des Pesahfestes!? Úla erwiderte: Glaubst du denn, daß für ihn überhaupt eine Verteidigung anzustreben war, er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt: &#039;&#039;du sollst seiner nicht schonen, und seine Schuld nicht verheimlichen&#039;&#039;, vielmehr war es bei Jesu anders, da er der Regierung nahe stand.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org:&#039;&#039; Der Babylonische Talmud (Lazarus Goldschmidt 1929 1936), [https://archive.org/details/DerBabylonischeTalmudLazarusGoldschmidt19291936/page/n6161/mode/2up SYNEDRIN VI,i Fol. 43a, S.631-632]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Klausner Joseph Klausner] schrieb dazu: &lt;br /&gt;
„Die folgende zweite Baraita besitzt schon größeren historischen Wert: „Am Vorabend des Pessachfestes hängte man Jesus [den Nazarener]. Vierzig Tage lang ging vor ihm der Ausrufer her: ‚Jesus von Nazareth soll gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat. Wer ihm einen Freispruch weiß, komme und trage ihn vor für ihn.‘ Aber man fand ihm keinen Freispruch und hängte ihn am Vorabend des Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;Sanhedrin 43a. Die eingeklammerten Worte stammen aus „Dikduke Sofrim“, Münchener Handschrift. In einer Florentiner Handschrift heißt es: „Am Vorabend des Pessachfestes und am Vorabend des Sabbats.“ Dies stimmt völlig mit der Erklärung von &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039; überein, wonach Jesus am Vorabend des Sabbats, auf den der Vorabend des Pessachfestes fiel, gekreuzigt wurde. S. &#039;&#039;Chwolson&#039;&#039;, „Das letzte Passahmahl Christi und der Tag seines Todes“, S. 11/55.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Danach folgen die Worte des Amoräers Ulla: „Ulla sagte: Meinst du, er (Jesus) wäre jemand gewesen, für den man einen Freispruch hätte erwirken können? Er war ja ein Verführer. Der Erbarmer (Gott) aber hatte gesagt: ‚Nicht sollst du ihn bedauern, nicht schonen‘. — Und doch war es anders mit Jesus, da er der Regierung nahestand. &lt;br /&gt;
(Ulla war ein Schüler von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jochanan_bar_Nappacha R. Jochanan] und lebte am Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts in Palästina.) In dieser Baraita verdient die Angabe besondere Aufmerksamkeit, daß Jesus „Zauberei getrieben, Israel verleitet und abtrünnig gemacht hat“, was mit den Worten „Und die Baraita sagte usw.“ in der vorher angeführten talmudischen Stelle übereinstimmt. Die Weisen des Talmud leugnen nicht, daß Jesus Wundertaten vollbrachte, nur halten sie diese für Zauberei&amp;lt;ref&amp;gt;S, L. Blau, „Das altjüdische Zauberwesen“, Budapest 1898, S.29; &#039;&#039;Justinus Martyr&#039;&#039;: Dialogus cum Tryphone Judaeo, c. 69, bezeugt, daß die Juden zu jener Zeit Jesus einen „Zauberer“ nannten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in den Evangelien finden wir die Bemerkung: „Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark3,22 Mark. 3, 22.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und in Matthäus&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth9,34 Matth. 9,34]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth12,24 12, 24.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sagen die Pharisäer dasselbe. — Daß über Jesus als Verführer und Anstifter zur Abtrünnigkeit das Todesurteil gesprochen wurde, war den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannaim Tannaiten] klar; denn zu ihrer Zeit bildeten seine Jünger eine besondere jüdische Sekte, die viele religiöse Grundelemente des Judentums leugnete: ein Beweis dafür, daß ihr Meister Jesus sie verleitet und abtrünnig gemacht und sie dem jüdischen Glauben entfremdet hatte. Doch ist wichtig, was die Baraita betont: daß man sich mit der Ausführung des Todesurteils nicht beeilt habe, obwohl er ein Verführer war, vielmehr vierzig Tage wartete, vielleicht, daß einer käme, seinen Freispruch zu erwirken (was den [https://de.wikipedia.org/wiki/Amor%C3%A4er Amoräer] Ulla in Erstaunen setzte). Diese Darstellung ist das genaue Gegenteil des evangelischen Berichtes, nach dem das Urteil gegen Jesus im Synhedrion mit größter Eile gefällt und durch den römischen Prokurator schnell vollstreckt wurde. Meiner Ansicht nach verrät die Erzählung von dem Ausrufer eine bestimmte Tendenz, und man kann sie schwerlich als historisch ansehen. Demgegenüber stimmt der talmudische Bericht, Jesus sei am Vorabend des Pessachfestes, der auf einen Vorabend des Sabbats fiel, hingerichtet worden, mit dem Bericht des Johannes-Evangeliums überein: „Am Vorabend jenes Pessachfestes“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh19,14 Johann. 19, 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit Markus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mark14,12 Markus 14, 12.]&amp;lt;/ref&amp;gt; (und auch das apokryphische Evangelium des Petrus) zu vergleichen ist: „Am Tage, da man das Pessachlamm opferte“ (was zu der vorangehenden Angabe: „am ersten Tage des Festes der ungesäuerten Brote“ in Widerspruch steht). Dieser Sachverhalt wird auch durch die Tatsache bestätigt, daß Jesus am ersten Tag der Woche (nach drei Tagen) nicht in seinem Grabe gefunden wurde. Der Talmud spricht nicht von Kreuzigung, sondern von Hängen, weil jene abstoßende römische Todesart den jüdischen Gelehrten nicht aus ihrem eigenen Rechtssystem, sondern nur von der römischen Gerichtsbarkeit her bekannt war. Selbst Paulus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/text/EU/Gal3,14 Galater 3,14.]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt die Stelle: „Denn Verwünschung Gottes ist ein Gehenkter“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose21%2C23 Dtr. 21,23.]&amp;lt;/ref&amp;gt; als auf Jesus bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Laible&#039;&#039;, a. a. O., S. 81/83.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;archive.org&#039;&#039;: Joseph Klausner, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre, 2. erweiterte Auflage, 1934, Jüdischer Verlag / Berlin, Autorisierte Übersetzung aus dem Hebräischen von Dr. Walter Fischel, Gedruckt bei Mänicke &amp;amp; Jahn A.-G., Rudolstadt, [https://archive.org/details/klausner-joseph-jesus-von-nazareth.-seine-zeit-sein-leben-und-seine-lehre-2-a-ju/page/30/mode/2up 1. Buch: Die Quellen, Talmud und Midrasch, S.30-31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Verführen durch Zauberei im NT:&lt;br /&gt;
Auch die Evangelien berichten davon, dass die Juden Jesus anklagten mit dem Teufel im Bunde zu sein:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt9,34 Mt 9,34]&lt;br /&gt;
:34 Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk3,22 Mk 3,22]&lt;br /&gt;
:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk11,15 Lk 11,15]&lt;br /&gt;
:15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh7,19-20 Joh 7,19-20]&lt;br /&gt;
:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten?&lt;br /&gt;
:20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine andere wichtige Geschichtsquelle ist der jüdische Talmud. Weil er nicht leicht zu lesen und in manchen Punkten auch nicht leicht zu entschlüsseln ist, wurde er lange unterschätzt. Notieren wir einige wichtige Stellen: Im babylonischen Traktat Sanhedrin wird gelehrt, dass man Jesus am Vorabend des Passafestes, das ist am Freitagnachmittag, gehängt habe, und zwar deshalb, weil er Zauberei getrieben und Israel verführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. b Sanhedrin 43a; 67a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Verantwortung für die Hinrichtung Jesu von den jüdischen Stellen übernommen. Weitere Nachrichten, vor allem in den babylonischen Traktaten Schabbat und Sanhedrin, sind: Josef sei keinesfalls sein leiblicher Vater, Jesus sei in Ägypten gewesen und aus Ägypten ins Israelland zurückgekehrt, Jesus habe Wunder getan, die römische Regierung sei Jesus nahegestanden. An vielen Punkten unterstützt also der Talmud die Berichte der Evangelien. Besonders wichtig ist ein Ausspruch des berühmten Rabbi Jochanan ben Zakkai, eines Zeitgenossen von Paulus, über Jesus: »Anfangs war er Prophet, nachher wurde er Zauberer.«&amp;lt;ref&amp;gt;b Sanhedrin 106a.&amp;lt;/ref&amp;gt;“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Jüdische Geschichtsquelllen, S. 20-21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== griechischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lukian ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Satiriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Lukian_von_Samosata Lukian (Lucian) von Samosata] (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 n. Chr. über das Lebensende des Peregrinus: De morte Peregrini, 11&lt;br /&gt;
:„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== syrischer Autor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mara Bar-Serapion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Stoiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Bar_Serapion Mara Bar-Serapion] schrieb aus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion (73-132 n. Chr.) folgenden Brief:&lt;br /&gt;
:„Welchen Vorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten? Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. Welchen Vorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten. In einem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon, dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihr Königtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Land vertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständiger Zerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren des Plato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue der Hera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter in der Lehre, die er verkündet hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brieftext als Manuskript im Britischen Museum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zu den spärlichen außerbiblischen Dokumenten, die die Existenz Jesu belegen — den Notizen des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius und den Belegstellen bei den römischen Autoren Plinius dem Jüngeren, Tacitus und Sueton —, gehört auch eine Stelle in einem Brief, den ein nichtchristlicher Syrer namens Mara Bar Serapion um das Jahr 73 n. Chr. an seinen in Edessa studierenden Sohn schrieb. In ihm ist die Rede davon, dass die Juden ihren »weisen König« hingerichtet hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dirnbeck Josef Dirnbeck], Die Jesus-Fälscher, Die Spuren, die Jesus hinterlassen hat, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-426-77968-2, S. 271&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Blasig: Der Jesus der Geschichte. Die historischen Texte über sein Leben und seine Lehre. Wasserburg am Inn 1992, S.43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieser Schriftsteller war wohl kaum ein Christ; sonst hätte er gesagt, Christus lebt weiter, da er von den Toten auferstanden ist. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er ein heidnischer Philosoph war, der als erster das tat, was später allgemein Sitte wurde, dass man nämlich Christus mit den Weisen des Altertums auf einen Boden stellte.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== islamische Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie begegnete [https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed Mohammed] Jesus? Mohammed standen drei Geschichtsquellen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Neue Testament. Wie weit er es, zum Beispiel in syrischer Übersetzung, benutzte, wissen wir nicht mit Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die zum Teil mündlichen und außerbiblischen Überlieferungen der arabischen Christen. Man darf nicht vergessen, dass zu Mohammeds Zeiten noch ein Drittel Arabiens christlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Seine persönlichen Verbindungen zu einzelnen Christen in Arabien, die einflussreicher waren als zum Teil angenommen. Jedenfalls ist [https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BF%C4%AAs%C4%81_ibn_Maryam Jesus] nach Mohammed die zweitwichtigste Figur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Koran Koran].“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maier, Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, SCM-Brockhaus, Holzgerlingen, 2021, ISBN 978-3-417-00004, Islamische Geschichtsquelllen, S. 21-22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Thallus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten säkularen Autoren, der Christus erwähnt, ist Thallus (möglicherweise ein Samariter). Etwa um 52 n.Chr. schrieb Thallus eine Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes vom Trojanischen Krieg angefangen bis zu seiner eigenen Zeit.  Leider existieren seine Schriften heute nur noch in Fragmenten, die man den Zitaten anderer Schriftsteller entnehmen kann. Einer dieser anderen Autoren ist z.B. Julius Africanus, ein Christ, der sein Werk um das Jahr 221 n.Chr. verfasste. Eine sehr interessante Passage bezieht sich auf eine Bemerkung, die Thallus über die Finsternis macht, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land ausbreitete, als Jesus am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Africanus berichtet:&lt;br /&gt;
:„Thallus erklärt im dritten Buch seiner ‚Geschichte‘ die Dunkelheit als eine Sonnenfinsternis - was mir unbegründet erscheint.“&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Africanus, Chronographie 18.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbegründet erscheint es deswegen, weil eine Sonnenfinsternis nicht zur Zeit des Vollmondes stattfinden kann. Und es war die übliche Pascha-Vollmondzeit, als Jesus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas berichtete folgendermassen über diese Finsternis:&lt;br /&gt;
:[https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk23,44-45 Lk 23,44-45]&lt;br /&gt;
:44 Und es war schon um die sechste Stunde &amp;lt;ref&amp;gt;d.i. zwischen 11 und 12 Uhr vormittags&amp;lt;/ref&amp;gt;; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,&lt;br /&gt;
:45 da sich die Sonne verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber riß mitten entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Thallus ist mit einem Samariter desselben Namens, den Josephus&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, Jüd. Altertümer, XVIII. 6.4&amp;lt;/ref&amp;gt; als einen Lehensmann des Tiberius erwähnt, gleichgesetzt worden. [...]&lt;br /&gt;
Aus dieser Bemerkung des Julius Africanus zog man zwei Folgerungen:&lt;br /&gt;
1. Die Evangeliumsüberlieferung, zum mindesten die Passionsgeschichte, war in Rom in nichtchristlichen Kreisen gegen die Mitte des 1. Jahrhunderts bekannt;&lt;br /&gt;
2. die Gegner des Christentums bemühten sich, diese Überlieferung zu widerlegen, indem sie eine natürliche Erklärung für die darin berichteten Tatsachen beibrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Phlegon ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer säkularer Autor war Phlegon. Er schrieb eine Geschichte unter der Bezeichnung Chroniken. Während auch dieses Werk verloren ging, bewahrte Julius Africanus ein kleines Fragment davon in seinen Schriften. Wie Thallus bestätigt auch Phlegon, dass bei der Kreuzigung Jesu eine Finsternis über das Land hereinbrach, die auch er als eine Sonnenfinsternis erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Während der Zeit des Kaisers Tiberius gab es eine Sonnenfinsternis bei Vollmond.“ Julius Africanus, Chronographie, 18.1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer von Africanus wird Phlegons Hinweis auf dieses Ereignis auch noch bei Origenes, einem christlichen Apologeten aus dem 3. Jahrhundert erwähnt (Origenes, Gegen Celsus, 2.14,33,59) und ebenfalls von Philopon, einem Schreiber aus dem 6. Jhd. (De. opif. mund. II 21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== christliche Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clemens von Rom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_von_Rom Clemens von Rom] (Clemens Romanus), Bischof von Rom (von 92-101 n.Chr.), der Überlieferung nach der dritte Nachfolger nach Petrus (nach Linus und Anenkletus). Er schrieb den sog. 1. Clemensbrief, ein um 96 n.Chr. von Clemens verfaßtes ausführliches Sendschreiben der römischen Gemeinde an die Gemeinde in Korinth, darin heisst es:&lt;br /&gt;
:„Die Apostel sind für uns mit dem Evangelium beauftragt worden vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, ist von Gott ausgesandt worden. Christus also von Gott her, und die Apostel von Christus her. Es geschah also beides in guter Ordnung nach dem Willen Gottes. Da sie also Aufträge empfangen hatten und mit Gewißheit erfüllt worden waren durch die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus und Vertrauen gefaßt hatten durch das Wort Gottes, zogen sie mit der Fülle des Heiligen Geistes aus, verkündigend, daß das Reich Gottes kommen werde. In Ländern und Städten also predigend setzten sie ihre Erstlinge ein, nachdem sie sie im Geist geprüft hatten, zu Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfen&amp;lt;/ref&amp;gt; und Diakonen derer, die künftig glauben würden. Und dies war nichts Neues; denn es war ja seit langen Zeiten geschrieben über Episkopen [Bischöfe] und Diakonen. So nämlich sagt irgendwo die Schrift: ‚Ich werde einsetzen ihre Episkopen &amp;lt;ref&amp;gt;Bischöfe&amp;lt;/ref&amp;gt; in Gerechtigkeit und ihre Diakonen in Treue.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Rom, 1.Clemensbrief, 42,1-42,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung dieses 1. Clemensbriefes berichtet Eusebius:&lt;br /&gt;
:„Irenäus schreibt: Nachdem die seligen Apostel die Kirche gegründet und eingerichtet hatten, übertrugen sie dem Linus das bischöfliche Amt. Dieses Linus gedenkt Paulus in den Briefen an Timotheus [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/2.Tim4,21 2. Tim 4,21] Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.]. Auf Linus folgt Anenkletus. Nach diesem - an dritter Stelle von den Aposteln an gerechnet - erhält Clemens das Episkopat &amp;lt;ref&amp;gt;Bischofsamt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er hat die seligen Apostel noch gesehen und mit ihnen verkehrt und vernahm mit eigenen Ohren die Predigt der Apostel und schaute noch mit Augen, was überliefert war. Doch nicht er allein, denn damals waren noch viele am Leben, die von den Aposteln unterrichtet worden waren. Als nun unter diesem Clemens ein nicht unbedeutender Aufruhr die Brüder in Korinth heimgesucht hatte, sandte die römische Kirche ein eindrucksvolles Schreiben an die Korinther, ermahnte sie zum Frieden und frischte ihren Glauben und die Überlieferung auf, die sie unlängst von den Aposteln empfangen hatte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 5.6.1ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ignatius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius Ignatius] (Ignatius Theophoros), Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr.), war der Überlieferung nach ein Schüler des Petrus, Paulus und Johannes und starb in Rom im Kolloseum den Märtyrertod, als er den Löwen vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„[Seid] ... vielmehr vollkommen davon überzeugt ... von der Geburt, dem Leiden und der Auferstehung, die sich zur Zeit der Regierung des Pontius Pilatus ereignet haben. All dies wurde wirklich gewiß durch Jesus, unsere Hoffnung vollbracht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Magnesierbrief 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Trallianerbrief 9.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 1.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich nämlich weiss, dass er auch nach der Auferstehung im Fleisch ist. Und als er zu Petrus und seinen Gefährten kam, sprach er zu ihnen: Faßt an, betastet mich und seht, dass ich kein körperloser Geist bin. Und sogleich betasteten sie ihn und glaubten, da sie von seinem Fleisch und Geist überzeugt wurden. Deshalb verachteten auch sie den Tod und zeigten sich ihm überlegen. Nach seiner Auferstehung aß und trank er als einer der einen Körper besitzt mit ihnen, auch wenn er geistlich mit seinem Vater verbunden war.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief 3.1-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ist dies [Auferstehung] nämlich von unserem Herrn nur zum Schein vollbracht worden, dann bin ich auch nur zum Schein gefesselt. Wozu hätte ich mich dann aber dem Tod ausgeliefert, dem Feuer, dem Schwert, den wilden Tieren?“&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatius, Smyrnäerbrief, 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justin, der Märtyrer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer Justin, der Märtyrer] (100-166 n. Chr.), ehem. Philosoph (Platon, Stoa), Prediger, Missionar und Theologe aus Sichem (Flavia Neapolis) schrieb 150 n. Chr. in seiner Apologie I,34&lt;br /&gt;
:„Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.“&lt;br /&gt;
Justin bezieht sich hier auf [https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lk2,1-2 Lk 2,1-2]: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.“&lt;br /&gt;
:I,35&lt;br /&gt;
:„Die Worte aber: »Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ps22,16 Ps 22,16]]« deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
„Daß er [Jesus] das [seine Wunder] wirklich getan hat, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus aufgenommenen Akten ersehen.“&lt;br /&gt;
:II,12&lt;br /&gt;
:„Denn auch ich selbst kam, als ich noch in Platons Lehren meine Befriedigung fand und von den verleumdeten Christen hörte, beim Anblick ihrer Furchtlosigkeit vor dem Tode und vor allem anderen, was für entsetzlich gilt, zu der Einsicht, daß sie unmöglich in Lasterhaftigkeit und Sinnenlust  befangen sein könnten. Denn welcher Lüstling oder Schlemmer, der gar Menschenfleisch für einen Leckerbissen hält, könnte wohl den Tod willkommen heißen, um so seiner Genüsse verlustig zu gehen? Würde er nicht, statt sich selbst zur Hinrichtung zu melden, vielmehr um jeden Preis sein Leben hier auf immer fortzuführen und vor der Obrigkeit verborgen zu bleiben suchen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irenäus, Bischof von Lyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon Irenäus], Bischof von Lyon, ein Schüler des Polycarp, der seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war, geb. um 135 in Kleinasien, gest. um 202, erzählte folgendes:&lt;br /&gt;
:„Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Dich [Florinus, ein Irrlehrer] in Klainasien mit Polycarp am königlichen Hof ... wie Du versuchtest seine Anerkennung zu gewinnen. Da ich eine lebhaftere Erinnerung an das habe, was zu dieser Zeit geschah, als an die unmittelbar zurückliegenden Dinge, ... kann ich sogar den Platz beschreiben, wo der gesegnete Polycarp gewöhnlich sass und redete - auch wie er wegging und wie er wieder zurück kam - seinen allgemeinen Lebenswandel und seine persönliche Erscheinung, zusammen mit den Reden, die er vor den Leuten hielt; auch wie er über seinen vertrauten Umgang mit Johannes und mit den anderen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er ihre Worte ihnen ins Gedächtnis rief. Was auch immer die Dinge waren, die er bezüglich des Herrn gehört hatte, bezüglich beidem, seiner Wunder und seiner Lehren, Polycarp hatte dieses von den Augenzeugen des Wortes des Lebens empfangen, so erzählte er all die Dinge in Übereinstimmung mit den Schriften. Diesen Dingen, hörte ich durch Gottes Gnade, die auf mir war, aufmerksam zu und hielt sie in Ehren, nicht indem ich sie aufschrieb, sondern indem ich sie in meinem Herzen bewahrte und ich fahre durch Gottes Gnade fort, mich an diese Dinge genau zu erinnern. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass wenn dieser gesegnete und apostolische Älteste&amp;lt;ref&amp;gt;griech. Presbyter&amp;lt;/ref&amp;gt; solch etwas gehört hätte, würde er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten haben und hätte ausgerufen: ‚Oh guter Gott, für welche Zeiten hast Du mich zurückbehalten, dass ich solche Dinge ertragen muss?‘ Und er wäre von diesem Platz, wo er sass oder stand, geflüchtet, wenn er solche Worte gehört hätte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus Fragmente, II; Eusebius, Kirchengeschichte, 5.20.7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadratus war einer der frühesten Apologeten und ein Schüler der Apostel und Bischof der Gemeinde von Athen. Eusebius hat die einzigen Zeilen, die uns von seiner Verteidigung vor dem römischen Kaiser Hadrian (ca. 125 n.Chr.) überliefert sind, bewahrt:&lt;br /&gt;
:„Die Taten unseres Erlösers sind euch immer gegenwärtig, denn sie waren wirkliche Wunder; die Geheilten, die vom Tode Auferweckten, die nicht nur im Augenblick des Geschehens sichtbar waren, sondern auch weiterhin. Sie lebten noch lange danach, nicht nur, solange unser Herr auf der Erde weilte. Einige von ihnen haben sogar bis in unsere Zeit hinein gelebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius, Kirchengeschichte, 4.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barnabasbrief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde um ca. 130-132 n.Chr. von einem unbekannten Christen namens Barnabas geschrieben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den Barnabas der Apostelgeschichte handelt. Der Brief wurde z.B. durch den Codex Sinaiticus (4.Jhd., jetzt in London, Britisches Museum) überliefert und folgt dort dem NT. Dort ist folgendes zu lesen:&lt;br /&gt;
:„Jubelt ihm alle zu, ihr Söhne und Töchter in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher uns in Frieden liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Er [Jesus] selbst litt, damit er den Tod zerstören und die Auferstehung von den Toten offenbaren könnte. Darum musste er ins Fleisch kommen, damit er die Verheißung, die den Vätern gegeben worden war, einlösen könnte, und indem er die neuen Menschen für sich bereitete und damit während seines Erdenlebens darlegen könnte, dass er, wenn er die Auferstehung der Menschheit vollzogen haben wird, sie auch richten wird. Und mehr noch, er predigte und lehrte in Israel und vollbrachte so viele Zeichen und Wunder. Er liebte das Volk [Israel] über alle Maßen. Und als er seine eigenen Apostel erwählte, die seine Botschaft predigen sollten - die in jeder Hinsicht auch Sünder waren - da wollte er zeigen, dass er ‚nicht gekommen war, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Busse‘. Und dann offenbarte er sich als der Sohn Gottes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Barnabasbrief, 5.11!2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tertullian ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian Tertullian] (Quintus Septimus Florens Tertullianus), Jurist und Presbyter (Ältester) von Karthago (ca. 155/160 - ca. 220 n. Chr.) schrieb in seinen Apologien V.2:&lt;br /&gt;
:„Als nun Tiberius, zu dessen Zeiten der christliche Name in die Welt hineinkam, aus Palästina die Nachricht der sich dort geoffenbarten Gottheit erhalten hatte, so legte er die Sache dem Senat vor, mit der Erklärung seiner Zustimmung für diese Gottheit. Der Senat aber, weil er sie nicht selbst anerkannt hatte, verwarf den Antrag. Der Kaiser beharrte bei seinem Spruch und bedrohte die Ankläger der Christen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulpicius Severus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius Severus (360-ca.420 n.Chr.), Chronik II 29:&lt;br /&gt;
:„Von da an begann Nero gegen die Christen zu wüten; in der Folgezeit wurden Gesetze erlassen, durch die verboten wurde, Christ zu sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Indizien für die Existenz Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spottkruzifix ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruz.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [s/w] - Palatin - Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spottkruzifix.jpg|250px|mini|Spottkruzifix [farbig] - Palatin - Rom&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, Tafel 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Wandkritzelei (das sog. [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexamenos_graffito Alexamenos graffito]) unter der in griechisch, das die damalige Weltsprache war, steht: &amp;quot;Alexamenos betet Gott an&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Griechisch liest es sich so (das N von ΘΕΟΝ (deutsch Gott) ist leider auf den Bildern kaum zu erkennen):&lt;br /&gt;
:ΑΛΕ&lt;br /&gt;
:ΞΑΜΕΝΟΣ&lt;br /&gt;
:ΣΕΒΕΤΕ&lt;br /&gt;
:ΘΕΟΝ&lt;br /&gt;
Transliteration:&lt;br /&gt;
:ALE&lt;br /&gt;
:XAMENOS&lt;br /&gt;
:SEBETE&lt;br /&gt;
:THEON&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Spottkruzifix wurde 1857 auf dem Hügel Palatin in Rom in der Nähe eines römischen Garnisonsgebäudes entdeckt. Das auf das späte zweite oder frühe dritte Jahrhundert zu datierende Graffito wurde an der Mauer des kaiserlichen &#039;&#039;paedagogium&#039;&#039;, der Schule für römische Pagen bei Ausgrabungen freigelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich im vierten Raum, links vom Eingang. Das zweite Wort: ΣΕΒΕΤΕ (SEBETE) ist nicht ganz klar zu übersetzen, da es durch einen Schreibfehler entstellt ist und bedeutet wahrscheinlich: &#039;betet an&#039;, das richtige griech. Wort wäre dann ΣΕΒΕΤAI (SEBETAI) gewesen.&lt;br /&gt;
Siehe hier z.B. zur Vertiefung: [http://www.textexcavation.com/alexamenos.html textexcavation.com Alexamenos], [http://ntresources.com/blog/?page_id=2669 NT Resources, Dr. Rod Decker - The Alexamenos Graffito]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist hierbei auch, dass Tertullian in seiner Apologie um ca. 200 Chr. auch von einem Spottgraffiti berichtet, das auch einem Esel ähnlich sah, es scheint also solch ein Spottkruzifix kein Einzelfall gewesen zu sein:&lt;br /&gt;
„Aber da ist ja in hiesiger Stadt kürzlich eine neue Mitteilung über unsern Gott öffentlich zur Schau gestellt worden, seitdem ein Verbrecher, der für Geld das Geschäft betreibt, die wilden Tiere zu necken&amp;lt;ref&amp;gt;in der Arena, um sie für die Kämpfe desto wilder zu machen. Nach Tertullian, Ad Nationes Buch 1, Kapitel 14 war er ein abgefallener Jude&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Bild zum Vorschein brachte mit der Inschrift: &#039;Der Christengott Onokoites&amp;lt;ref&amp;gt;was Onokoites genau bedeuten soll, ist unklar, viell. ist es ein Schimpfwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;. Er hatte Eselsohren, an dem einen Fuß einen Huf&amp;lt;ref&amp;gt;übersetzt nach Bindley, 1890; Souter, 1917 von mir, Kellner hatte hier das etwas unverständliche: &#039;einen Fuß von Huf&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, trug ein Buch und eine Toga. Wir lachten sowohl über den Namen als über die Gestalt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv24_08_apologeticum.htm#C16 Tertullian, Apologeticum 16,12, deutsch nach Dr. K. A. Heinrich Kellner], [http://www.tertullian.org/works/apologeticum.htm Tertullian, Apologeticum (versch. Übersetzungen)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Beleg, dass Jesus mit einem Eselskopf verspottet wurde, findet sich bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Minucius_Felix Minucius Felix], [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel393-8.htm Octavius, IX.3]. Er überlieferte den heidnischen Spott folgendermassen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Höre ich doch, daß sie den Kopf eines Esels, dieses verächtlichen Tieres, weihen und ich weiß nicht in welchem Wahn verehren, ein Kult, würdig solcher Sitten und aus ihnen entsprungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Särge ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwei gefundene Särge aus dem 1. Jhd., tragen den Namen Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 fand man ausserhalb von Jerusalem eine versiegelte Grabstätte in einem Vorort namens Talpioth. Das Grab hatte alle Zerstörungen überdauert und auch der Inhalt war unberührt. Es befanden sich fünf Ossuarien darin (Urnen zur Aufbewahrung von Gebeinen). Diese Ossuarien trugen einfache Inschriften, die ihr Entdecker, Professor Eleazar L. Sukenik, als »früheste Urkunden des Christentums« bezeichnete. Diese Ossuarien befanden sich in einem Grab, das schon vor 50 n. Chr. angelegt war. (Es konnte aufgrund einer gefundenen Münze und den Verzierungen an den Ossuarien datiert werden.) Die Beschriftungen lauteten Iesous iou (griech.: Jesus hilf) und Yeshu aloth (aramäisch.: Jesus lass ihn auferstehen?). Vier Kreuze waren ebenfalls vorhanden. Wahrscheinlich war die erste Inschrift ein Gebet zu Jesus um Hilfe und die zweite ein Gebet für die Auferstehung der Person, deren Gebeine in dem Ossarium lagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Green, Es komme mir keiner mit Tatsachen, 1973, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, S.29f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jüdische Gräber Jerusalems um Christi Geburt, Jerusalem, 1931, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fitzmyer &amp;amp; Harrington&#039;s Manual of Palestinian Aramaic Texts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Peter_Thiede Thiede] dazu:&lt;br /&gt;
„E.L. Sukenik, »The Earliest Records of Christianity«, in: American Journal of Archaeology 51, 1947, S. 351-65. In einem späteren Artikel berichtigte der Epigraphiker B. Gustafsson Sukeniks Lesart in Einzelheiten und kam zu dem Schluss, sein israelischer Kollege habe tatsächlich die zwei ältesten bekannten Anrufungen gefunden, die sich an Jesus den Helfer richten. »Jesus hilf«, lautet der Text auf dem ersten Ossuar, »Jesus lass (ihn, der hier ruht,) auferstehen« steht auf dem zweiten. (B. Gustafsson, »The Oldest Graffiti in the History of the Church?«, New Testament Studies 3, 1956-57, S. 65-69, mit Tafel. Zu den Kreuzzeichen auf dem zweiten Ossuar siehe Kap. 6.) Ungeachtet der Kritik, die jüngst laut geworden ist, erscheinen diese Befunde philologisch und archäologisch begründet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Peter Thiede, Matthew d&#039;Ancona, Das Jesus Fragment, Brunnen Verlag, Gießen und Basel, übs. von: The Quest for the true Cross, ISBN 3-7655-3796-9, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F.F. Bruce war allerdings gegenteiliger Ansicht und meinte, dass es ziemlich sicher sei, dass diese beiden Jesus Inschriften nichts mit Jesus von Nazareth zu tun haben, sondern sich auf zwei andere Personen mit dem Namen Jesus beziehen, und verweist dann auf eine externe Quelle: Vgl. J.P.Kane, »By No Means«, »The Earliest Records of Christianity«, Palestine Exploration Quarterly, CIII (1971), S.103ff&amp;lt;ref&amp;gt;F.F.Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Wer auch immer recht haben mag, auf jeden Fall belegen diese Inschriften, dass es Anfang des ersten Jhds. in Israel Männer mit dem Namen Jesus gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischsymbol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fisch wurde im Urchristentum als Symbol benutzt, das als Akronym ihren Glauben an Jesus als den Christus (griech.) / Messias (hebr.) den Sohn Gottes, den Retter der Welt zum Ausdruck brachte. Die Anfangsburchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ΙΧΘΥΣ) bilden dieses Akronym folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ΙΗΣΟΥΣ&lt;br /&gt;
:Iēsous „Jesus“&lt;br /&gt;
ΧΡΙΣΤΟΣ&lt;br /&gt;
:Christós „der Gesalbte“&lt;br /&gt;
ΘΕΟΥ&lt;br /&gt;
:Theou „Gottes“&lt;br /&gt;
ΥΙΟΣ&lt;br /&gt;
:hYiós „Sohn“&lt;br /&gt;
ΣΩΤΗΡ&lt;br /&gt;
:Sōtér „Retter“/„Erlöser“&lt;br /&gt;
=&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum) &#039;&#039;Wkipedia:&#039;&#039; Ichthys]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tertullian schrieb um 200 n.Chr. zum Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys (Das Monogramm Christi, gebildet aus den Anfangsbuchstaben des Titels Christi Ιησους, Χριστος, Θεου, Υιος, Σωτηρ welches zugleich Fisch bedeutet.), Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.“ [http://www.tertullian.org/articles/kempten_bkv/bkv07_21_de_baptismo.htm#C1 Tertullian, De baptismo, Über die Taufe, 1.1.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus Christus wurde in der Urchristenheit also als Fisch (griech. Ichthys) bezeichnet und so belegen die Fischsymbole, die in der Archäologie häufig auftauchen, seine Existenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Katabomben von Rom finden sich z.B. viele Fischsymbole, die in Felsen geritzt wurden. Diese Katakomben wurden von den ersten Christen als Begräbnisstätte für Märtyrer, als Gottesdiensträume und als Zufluchtstätte vor den Verfolgungen durch die römischen Kaiser benutzt. Es gibt ca. vierzig solcher unterirdischen Begräbnisstätten. Sie wurden entlang von römischen Straßen (z.B. entlang der Via Appia (St. Calixtus und St. Sebastian), Via Ostiense, Via Labicana, Via Tiburtina, Via Nomentana, etc.) gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys Catacomb Sebastian 1.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Sebastian, griech. ist ΙΧΘΥΣ (Ichthys - Fisch) zu lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Calliixtus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe St. Calliixtus, Fischsymbol mit Abendmahlsbrotkorb, ein koloriertes Fresko&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Catacomb_Domitilla.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katakombe Domitilla, zwei Fische, durch einen Anker (nach [https://www.bibleserver.com/text/EU/Hebr.6,19 Hebr. 6,19]: &amp;quot;Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele&amp;quot;) verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Funerary_Stele.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. &amp;quot;Fisch des Lebens&amp;quot;), frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Ephesus, eine Stadt in Kleinasien am Mittelmeer (heutige Westtürkei) findet sich das Fischsymbol:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Ephesus.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ichthys Inschrift  in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Megiddo wurde eine sehr alte Kirche aus dem 3. oder 4. Jhd. ausgegraben. Sie ist möglicherweise auch noch deulich älter. Ein Mosaikfussboden wurde bei den Grabungen freigelegt, der Fische zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthys_Megiddo.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische im Fussboden einer christlichen Kirche nahe Tel Megiddo in Galiläa, Nordisrael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== nichtkanonische Papyri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene Papyri gefunden, die sich nicht direkt den kanonischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) zuordnen lassen. Sie stellen eine weitere unabhängige Überlieferung der Geschehnisse um Jesus dar und stützen so ebenfalls die Historizität Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_840 Papyrus Oxyrhynchs 840]: „Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchos Oxyrhynchos] (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium »synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk7,1-4 Mk 7,1] ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten ([https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt23,27+28 Mt 23,27] f) Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NT wird von einer ähnlichen Konfrontation mit den Pharisäern und Schriftgelehrten berichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Markus7,1-23 Markus 7,1-23] „1 Und es versammeln sich zu ihm [Jesus] die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; 4 und vom Markt kommend, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße -, 5 fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? 6 Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.„ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. 9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. 10 Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!„, und: “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.„ 11 Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, 12 lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, 13 indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel. 14 Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! 15-16 Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt. 17 Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. 18 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? 19 Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. 21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid11, Lästerung, Hochmut, Torheit; 23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Revidierte Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_840 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 840] und [http://www.textexcavation.com/poxy840.html Textexcavation: Papyrus Oxyrhynchus 840]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Oxyrhynchus 1224 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POxy_X_1224_2_verso.jpg|mini|Papyrus Oxyrhynchus 1224 2. Fragment verso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Oxyrhynchus_1224 Papyrus Oxyrhynchus 1224]: „Die Schriftart (Datum der Abschrift) weist auf den Anfang des 4.Jh. n.Chr. Der Wortlaut ist von den Synoptikern unabhängig, kommt aber aus vergleichbarer Quelle. Entstehung des Textes: 60-65 n.Chr. - Die Seitenangaben bei den folgenden Zitaten beziehen sich auf die numerierten Seiten des Papyrusbuches in Oxyrhynchos, in dem man die Texte gefunden hat: Griechischer Text nach B. P. Grenfell, A. S. Hunt, Papyri Oxyrrhynchi X, London 1914, 1-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester Jesus sahen, waren sie empört, daß er mit Sündern zu Tische lag. Jesus aber hörte es und sagte: »Die Gesunden brauchen den Arzt nicht... (S. 175) und betet für eure Feinde. Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. Wer heute fern ist, wird morgen nahe sein...« (S. 176)“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Texte aus dem NT sind ähnlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas5,27-31 Lukas 5,27-31] „27 Und danach ging er [Jesus] hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und da war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. 30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/ELB/Lukas9,49-50 Lukas 9,49-50] „49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.“ Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyrhynchus_Gospels#Oxyrhynchus_1224 &#039;&#039;Wikipedia en:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224] und [http://earlywritings.com/forum/viewtopic.php?t=1861 &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Oxyrhynchus 1224 Gospel] und [http://www.textexcavation.com/poxy1224.html &#039;&#039;Textexcavation:&#039;&#039; Papyrus Oxyrhynchus 1224.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fajjum Fragment ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einleitung: Das [https://en.wikipedia.org/wiki/Fayyum_Fragment Fajjum Fragment] (aus der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer in Wien) ist auf das 3. Jh. zu datieren (Datum der Abschrift). Man hat lange angenommen, der Text sei eine Vorstufe zur synoptischen Evangelienbildung. - Heute sieht man den Text an als »Exzerpt oder Fragment eines uns bisher nicht bekannten Evangeliums« (W. Schneemelcher). - Der Name Fajjum-Fragment ist recht willkürlich; Fajjum ist der mutmaßliche Fundort in Ägypten. Entstehung: mutmaßlich 60-65 n- Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als sie gegessen hatten, wie es der Brauch war, sagte Jesus: »Alle werdet ihr in dieser einen Nacht straucheln. So steht es in der Schrift: &amp;gt;Den Hirten will ich schlagen, und seine Schafe werden verstreut werden.&amp;lt;« Da sagte Petrus: »Und wenn alle straucheln, ich nicht.« Da erwiderte Jesus: »Ehe der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen« ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche hierzu folgenden Text aus dem NT:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk14,27-31 Mk 14, 27-31] 27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: &#039;Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.&#039; 28 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. 30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 31 Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&amp;quot; Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Papyrus Egerton 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Egerton_2 Papyrus Egerton 2] ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1v_k.jpg|300px|Fragment 1 Verso (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Verso (Rückseite) 3. Jhd., National Roman Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments:&lt;br /&gt;
:Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: „Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039; wie er tut, was er tut.“ Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: „Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft.“ Sie aber sagen: „Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist.“ Jesus antwortete und spricht zu ihnen: „Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle &#039;&#039;&#039;[...]&#039;&#039;&#039;, die ausgefallen ist:&lt;br /&gt;
*„Richtet die Werke, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Denn erkennt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
*„Wer verurteilt, wie er tut, was er tut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu das JohEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh5,39-47 Joh 5,39-47]&lt;br /&gt;
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;&lt;br /&gt;
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.&lt;br /&gt;
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;&lt;br /&gt;
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.&lt;br /&gt;
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.&lt;br /&gt;
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?&lt;br /&gt;
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.&lt;br /&gt;
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.&lt;br /&gt;
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger1r_k.jpg|300px|Fragment 1 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 1 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:[...] „sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: ‚Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein.‘ Da sagt der Herr zu ihm: ‚Ich will es, sei rein.‘ Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: ‚Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu die Evangelien:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Joh8,59 Joh 8,59]&lt;br /&gt;
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk1,40-44 Mk 1,40-44]&lt;br /&gt;
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.&lt;br /&gt;
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt!&lt;br /&gt;
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.&lt;br /&gt;
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort&lt;br /&gt;
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eger2r_k.jpg|300px|Fragment 2 Recto (Vorderseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egerton Papyrus 2 Recto (Vorderseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruktion und Übersetzung:&lt;br /&gt;
:„Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: “Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?„ Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: “Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeite Jesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Jes29,13+14 Jes 29,13+14] (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv:&lt;br /&gt;
[https://www.bibleserver.com/text/EU/Mt22,15-22 Mt 22,15-22]&lt;br /&gt;
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten.&lt;br /&gt;
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen.&lt;br /&gt;
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?&lt;br /&gt;
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler?&lt;br /&gt;
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar.&lt;br /&gt;
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?&lt;br /&gt;
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.&lt;br /&gt;
Rev. Elberfelder Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Parallelstellen in: [https://www.bibleserver.com/text/EU/Mk12,13–17 Mk 12,13–17]; [https://www.bibleserver.com/text/EU/Lk20,20–26 Lk 20,20–26]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [http://www.earlychristianwritings.com/egerton.html &#039;&#039;Early Christian Writings:&#039;&#039; Egerton Gospel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb existieren nicht noch viel mehr außerbiblische Quellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb nicht noch sehr viel mehr außerbiblische Informationen über Jesus existieren, läßt sich relativ leicht erklären:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was heute noch von den Texten und Bauten aus dem Jerusalem, Rom und Athen des ersten Jahrhunderts übrig ist, ist nach dem Historiker John Dickson ‚weniger als 1 Prozent‘&amp;lt;ref&amp;gt;John Dickson, Investigating Jesus - An Historian&#039;s Quest, Lion Hudson, Oxford, 2010, S.36&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Allermeiste ist im Lauf der Zeit für immer verschwunden. Bei schriftlichen Quellen gleicht dies einem modernen Phänomen, das wir Computerbenutzer kennen - dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencrash Festplatten-Crash]. Ohne Backup bedeutet dies, dass eine Menge Informationen für immer verloren sind. Von der Antike bis heute hat es - metaphorisch gesprochen - immer wieder Festplatten-Crashs gegeben. Brände haben Bibliotheken zerstört, einfallende Armeen haben Archive dem Erdboden gleichgemacht, Feuchtigkeit und Schimmel haben Handschriften zerstört, philosophische Strömungen und politische und religiöse Veränderungen haben dazu geführt, dass bestimmte Texte nicht mehr benutzt wurden, während andere gerade durch fleißiges Benutzen zerschlissen wurden und wie ein Papiertaschentuch zerfielen. Als Resultat blieb nur ein äußerst kleiner Teil des ursprünglichen Textmaterials bis in unsere Zeit erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gustavsson, Kein Grund zur Skepsis, Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, ISBN 978-3-86256-150-6, Aus dem Schwedischen übersetzt von Ralf Ebel, (Timoteus-Förlag, Töreboda, Schweden), Überarbeitet und lektoriert von Prof. Dr. Matthias Clausen, Dr. Alexander Fink, Dr. Andreas Gerstacker und Jens Kosiol, Die schwedische Originalausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Skeptikerns guide till Jesus - Om evangeliernas trovärdighet (Band 1) im Verlag der CredoAkademin, 2013, S. 60+61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man kann leicht erklären, warum in der klassischen Literatur Hinweise auf das Christentum fehlen. Vom Standpunkt des imperialistischen Roms aus gesehen war das Christentum in den ersten hundert Jahren seines Bestehens ein dunkler, verrufener, gemeiner, orientalischer Aberglaube. Wenn es seinen Weg trotzdem in die amtlichen Akten gefunden haben sollte, so würde es sich wahrscheinlich nur um Polizeiakten gehandelt haben, die (zusammen mit vielen Dokumenten des 1. Jahrhunderts, die wir wohl gerne einsehen würden) veschwunden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Neutestamentler [https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in „The Gospels as Historical Sources for Jesus, the Founder of Christianity“ S. 82:&lt;br /&gt;
„Im Licht der politischen Bedeutung, die das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. gewann, ist es eigentlich sehr verständlich, daß wir es heute für eine Bewegung halten, die von Anfang an für großes Aufsehen erregte. Soziologische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, daß das Christentum des 1. Jahrhunderts vor allem eine Bewegung der Unterschicht war und in nur sehr geringem Maße das Interesse der einflußreichen Schichten auf sich zog. Wer die Paulusbriefe und die Apostelgeschichte aufmerksam liest, wird keineswegs den Eindruck gewinnen, daß es sich bei der frühen Christenheit um eine Massenbewegung handelte, vielmehr ist an eher kleine, relativ isolierte Gruppen zu denken, die sich in einer feindlichen Umgebung eng zusammenschlossen und sich gegenseitig unterstützten. Solche Gruppen bieten wenig Stoff für Schlagzeilen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 49f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Wissenschaftler Henri Daniel-Rops schrieb: „Unsere Zivilisation ist die Zivilisation der schnellen Kommunikation, ja, wir treiben einen regelrechten Detailkult. Durch Presse, Radio, Fernsehen [und neuerdings auch über das Internet] wissen wir über alles, was in der weiten Welt geschieht Bescheid; man sagt uns - und zeigt es uns oft auch - das Nebensächliche und Unbedeutende. War es vor zweitausend oder auch nur vor zweihundert Jahren ebenso? Vor unserem »Zeitalter der umfassenden Information« mußten die, die Ihre Zeitgenossen mit Information versorgten, sich auf Ereignisse beschränkten, die großes Aufsehen erregten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster am Institut für Neutestamentliche Textforschung [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland] erläuterte das überwiegende Schweigen der Historiker folgendermassen:&lt;br /&gt;
„Aber ein Wort wenigstens zu dem Schweigen der weltlichen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts über das Leben Jesu. Vorweg einmal: ist das so erstaunlich? Denken wir doch nur an die äußeren Umstände des Lebens Jesu, das sich in einem entlegenen Winkel des römischen Weltreiches abspielte, für das sich kein Historiker interessierte. Nazareth, Bethlehem, Kapernaum, Galiläa — das lag völlig außerhalb des Gesichtskreises der damaligen Geschichtsschreiber. Und selbst die Vorgänge in Jerusalem, die sich übrigens auf eine ganz kurze Zeitspanne zusammendrängen, konnten der damaligen Zeit nichts bedeuten. Auch von den Vorgängen dort, die jener Zeit wichtiger erschienen, hat die Geschichtsschreibung des 1. Jahrhunderts eigentlich wenig Notiz genommen. [...]&lt;br /&gt;
Also, dieses Argument: ‚in keinem der historischen Werke jener Zeit steht ein Wort über das Leben von Jesus Christus‘, ist nur ein  scheinbares und verliert völlig seine Beweiskraft, wenn wir daran denken, daß schon früh die Gegner des Christentums [...], Juden und Heiden, zwar alle möglichen Lästerungen gegen Jesus verbreitet, niemals aber behauptet haben (und ein wie glänzendes Argument wäre es doch für sie gewesen!): der Jesus der Christen habe nie gelebt und sei von diesen nur erdichtet!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.21f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlußfolgerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/R._T._France R. T. France] schrieb in ‚The Evidence for Jesus‘, S.44:&lt;br /&gt;
„Diejenigen, die die Historizität des Jesus der Evangelien bezweifeln, nur weil es so wenige außerchristliche Hinweise auf ihn gibt, müßten aus dem selben Grund der Tatsache, daß die christliche Kirche im 1. Jahrhundert existiert hat, mit noch sehr viel größerer Skepsis begegnen. Doch nicht einmal George Wells möche das bestreiten! Wie schon so oft gesagt, ist die Nichtexistienz von Indizien nun einmal kein Indiz für die Nichtexistenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Aland Kurt Aland]: „Denn zwar ist es richtig, daß die Evangelien — die Hauptzeugnisse für das Leben Jesu — erst nach seinem Tode aufgezeichnet sind. Dennoch aber reichen sie, wir werden in Kürze mehrfach davon zu reden haben, bis in seine Lebenszeit hinein. Und selbst wenn wir keines der Evangelien mehr besäßen: die Tatsache, daß Jesus gelebt hat, wäre auch ohne sie eine historische Gewißheit. Denn wenige Jahre nach seinem Tode wird durch die Erscheinung vor Damaskus [[Historizität_der_Auferstehung_Jesu#Umkehr_von_Skeptikern|Paulus zum Christentum bekehrt]]. Und so wenig seine Briefe uns im einzelnen an Tatsachen aus dem Erdenwandel Jesu mitteilen, sind sie dennoch ein jeden Zweifel beseitigender Beweis für das Leben Jesu, von dem sie, direkt und indirekt, von der ersten bis zur letzten Zeile Zeugnis ablegen. Und sämtliche Briefe des Paulus sind vor dem Jahre 64 geschrieben, also zu einer Zeit, als zahlreiche Menschen noch lebten, die [[Glaubwürdigkeit_des_Neuen_Testamentes#Die_Autoren_des_NT_benutzten_Augenzeugenberichte.2C_bzw._waren_selbst_Augenzeugen|Jesus von nahe oder fern mit eigenen Augen gesehen hatten]]! [[Historizit%C3%A4t_der_Auferstehung_Jesu#Glaubensbekenntnisse_.28Glaubensregeln.29|1. Kor. 15]] etwa ist ein für jeden Historiker — mag er nun Christ sein oder nicht — bündiger Beweis für die Auferstehungserfahrung der ersten Jünger.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Aland, Kirchengeschichte in Lebensbildern, 1. Teil: Die Frühzeit, 3. Auflage, 1962, S.20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Althistoriker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Spieß Jürgen Spieß]: „Jesus Christus hat in Raum und Zeit gelebt, und zwar in Palästina. Als Zeitgenossen werden uns genannt: Augustus, Tiberius, Pontius Pilatus (Statthalter von Judäa 26-36 n. Chr.) Man kann also historische Aussagen über Jesus Christus machen, über Zeit und Ort seines Lebens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Jürgen Spiess, Jesus für Skeptiker, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1990, 7. Auflage 2002, S.34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Habermas Gary Habermas], Professor für Philosophie und Religion an der Liberty University kam in ‚Ancient Evidence for the Life of Jesus, Nashville‘, 1984, S.169 zu folgendem Fazit:&lt;br /&gt;
„Wir sehen also einmal mehr, wie grundlos die Spekulationen sind, die seine Existenz leugnen oder behaupten, es gebe nur ganz wenige Fakten, die für seine Existenz sprechen. Viele Ereignisse in der Geschichte der Antike sind durch sehr viel weniger Belege gestützt, die dazu noch aus einer sehr viel späteren Zeit stammen... Die Ansicht, daß wir aus den antiken außerbiblischen Quellen so gut wie nichts über Jesus wüßten, ist ganz einfach falsch. Es gibt nicht nur relativ viele solcher Quellen, Jesus ist sogar eine der Gestalten der Geschichte der Antike, für die wir eine ganz bedeutende Anzahl recht verläßlicher Belege besitzen. Sein Leben ist eines der bestdokumentierten und bestbewiesenen Leben der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Deussen Paul Deussen] konstatierte:&lt;br /&gt;
„An der Geschichtlichkeit der Person Jesu kann nur ein Narr zweifeln. Der Tatbestand des neutestamentlichen Schrifttums ebenso wie die erste Genesis (=Anfang) des Christentums blieben völlig unerklärlich, wenn man nicht als Urheber der ganzen Bewegung einen historischen Jesus voraussetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Deussen, Allgemeine Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Religionen, Band 2, Leipzig, 1919, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Musgrave_Blaiklock E. M. Blaiklock], Professor für klassisches Altertum am University College von Auckland, Neuseeland stellte in ‚Jesus Christ man or myth?‘, S.12 fest: „Die Historiker wären froh, hätten sie derart authentische, vielfältige, stimmige Belege für mehr Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Antike.“&amp;lt;ref&amp;gt;Josh McDowell, Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1995, Außerbiblische Indizien für Jesus, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/F._F._Bruce F. F. Bruce], Professor für Theologie an der Universität Manchester, schlussfolgerte: „Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.“&amp;lt;ref&amp;gt;F. F. Bruce, Das Neue Testament, glaubwürdig, wahr, verlässlich, 1943, 4. Auflage 1997, S.126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[https://de.wikipedia.org/wiki/Bart_D._Ehrman Bart Ehrmann], der den klassischen christlichen Glauben und dessen Interpretation der Bibel sehr kritisch sieht, hat in Does Jesus exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth (New York 2013) geschrieben: ‚Die Auffassung, dass Jesus existiert hat, wird von nahezu jedem [historischen] Fachmann auf der Erde geteilt.‘ (S. 4). In dem Buch argumentiert Ehrmann sehr stark und engagiert, dass die [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz Evidenz] für die Existenz von Jesus eindeutig ist. Er klagt ebenso darüber, dass die Sicht, dass es sich bei Jesus um einen Mythos handelt, auf verstörende Weise resistent gegenüber der Evidenz ist. Da er selber Agnostiker oder Atheist ist, weiß er, dass es für diejenigen, die an solchen Sichtweisen festhalten, bequem ist, Jesus loszuwerden, indem man ihn zu einer rein mythischen Figur erklärt. Aber er besteht darauf, dass das nicht möglich ist. (S.6)“&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Keller, Glauben wozu? Religion im Zeitalter der Skepsis, engl. Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN: 978-3-7655-0715-1, S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Marxsen Willi Marxsen], ein bekannter evangelischer Theologe für das Neue Testament: „Meine Auffassung (und das ist eine Auffassung, die von allen seriösen Historikern geteilt wird) ist, dass die Theorie [dass Jesus nicht existierte] historisch nicht haltbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marxsen, Willi: Die Auferstehung Jesu von Nazareth. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1968, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann Rudolf Bultmann], evangelischer Theologe und Professor für das Neue Testament, der für seine kritische Haltung den Evangelien gegenüber bekannt wurde: „Zweifel daran, ob Jesus wirklich existierte, sind unbegründet und nicht wert, widerlegt zu werden. Kein vernünftiger Mensch kann bezweifeln, dass Jesus als Gründer hinter der historischen Bewegung steht, deren erste Phase von der ursprünglichen [christlichen] Gemeinschaft in Palästina dargestellt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Bultmann, Jesus and the Word, Collins/Fontana, London 1958, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Géza_Vermes Géza Vermes], jüdischer Historiker, Professor von Oxford und ein Experte sowohl für die Schriftrollen vom Toten Meer, als auch für die Jesus-Forschung: „Lassen sie es mich gerade heraus sagen, dass ich akzeptiere, dass Jesus eine wirkliche, historische Person war. Die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man seine Existenz verneint - was übrigens immer noch von einem kleinen, aber lauten Kreis rationalistischer ‚Dogmatiker‘ geschieht - sind meiner Ansicht nach weit größer als die, wenn man sie akzeptiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vermes, Géza, The ressurcetion, Doubleday, New York, 2007, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rallch</name></author>
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